Warum ist der Kampf für Gleichberechtigung so zäh und wie kommen wir trotzdem gemeinsam voran?
Heute treffe ich Theo Koll im Aufzug.
Diese Woche spreche ich mit Ferda Ataman. Sie ist Politikwissenschaftlerin und Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung – eine wichtige Stimme, die sich seit Jahren leidenschaftlich und unerschrocken für Chancengleichheit und Menschenrechte einsetzt.
Gemeinsam blicken wir auf ihre Kindheit in Franken und ihren Werdegang bis an die Spitze einer staatlichen Institution.
Ferda teilt persönliche Einblicke in ihren Arbeitsalltag zwischen Bundesadler und Zivilgesellschaft und erklärt ganz pragmatisch, warum für sie echte Gleichberechtigung im Alltag schwerer wiegt als die reine Sprachkritik.
Im Gespräch diskutieren wir die drängenden Fragen unserer Zeit: Warum Bürokratie als Schutzschild gegen politische Willkür unverzichtbar ist, wie soziale Medien und Algorithmen den Hass im Netz befeuern und wieso am Ende die gesamte Gesellschaft von Barrierefreiheit profitiert.
Ferda plädiert für stärkere Rechte von Betroffenen und zeigt auf, welche Kraft in einer wachen Zivilgesellschaft steckt.
Aufzugtür auf für Ferda Ataman!
[00:00:04] In diesem Podcast trifft Raul jede Folge auf spannende Gästinnen. [00:00:08] Aber hast du dich schon mal gefragt, warum in manchen Aufzügen Musik läuft? [00:00:12] Wir bei Schindler beschäftigen uns seit hundertfünfzig Jahren nicht nur mit der Technik sondern auch mit dem Fahrerlebnis Denn eine angenehme Aufzugfahrt entsteht durch das Zusammenspiel viel kleiner Details. [00:00:23] Warum Fahrstuhlmusik überhaupt erfunden wurde hörst du am Ende dieser Folge Jetzt. [00:00:27] viel Spaß im Aufzug wünscht Schindlers. [00:00:36] Diese Woche spreche ich mit Pferder Atamann. [00:00:39] Sie ist Politikwissenschaftlerin und unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, eine wichtige Stimme die sich seit Jahren leidenschaftlich und unerschrocken wie Chancengleichheit und Menschenrechte einsetzt. [00:00:52] Gemeinsam blicken wir auf ihre Kindheit in Franken und ihren Werdegang bis an die Spitze einer staatlichen Institutionen. [00:01:00] Im Gespräch diskutieren wir die drängenden Fragen unserer Zeit warum Bürokratie als Schutzschild gegen politische Willkür unverzichtbar ist, wie soziale Medien und Algorithmen den hassen Netz befeuern. [00:01:12] Und wieso am Ende die gesamte Gesellschaft von Barrierefreiheit profitiert? [00:01:17] Ferder plädiert für stärkere Rechte von Betroffenen – und zeigt auf welche Kraft in einer Wachenziewe-Gesellschaft steckt! [00:01:25] Aufzugtschef für Ferda Ataman. [00:01:35] Hallo zu einer weiteren Tat im Aufzug. [00:01:38] Herzlich willkommen, Ferda ATAMAN. [00:01:41] Vielen Dank, dass ich mitfahren darf. [00:01:58] Ich möchte heute mit dir über Diskriminierung und Behinderung sprechen und warum sich gefühlt für Betroffene so wenig verbessert und was man dagegen tun kann. [00:02:09] Gerne! [00:02:12] Ich stelle meinen Gästen immer am Anfang die selbe Frage. [00:02:17] Hast du schon mal einen awkward Moment in einem Aufzug? [00:02:22] Also... Ehrlich gesagt viele, immer wieder mal. [00:02:26] Ich finde nicht schlimmer als wenn man mit jemandem in einen Aufzug steigt den man nicht sehr mag. [00:02:33] das ist das eine und es passiert mir tatsächlich auch beruflich immer wieder. [00:02:36] Und dann gibt es im Bundestag wenn ich Abgeordnete besuche auch die Momente wo man da mit Rechtsextremen In einem aufzug ist die man erkennt die man irgendwie aus funk und fernsehen kennt und Dann finde ich ist wirklich mal die frage Ein bisschen anständig sein sollte man schon. [00:02:55] Hallo sagen, aber irgendwie auch nicht zu freundlich. [00:02:58] das ist eine ziemlich schwierige Situation finde ich und der kann man ja auf der Straße oder beim Vorbeigehen wunderbar aus dem Weg gehen den die mal einfach zufällig sich nichts sieht und es geht halt im Aufzug nicht. [00:03:09] Das finde ich tatsächlich ziemlich interessant weil schon einige Gäste im Aufzug das erzählt haben dass so eine Art graue Wolke dann letztendlich mit in diesem Aufzug ist und auch so ne Aura ausstrahlen, die wirklich unangenehm zu sein scheint. [00:03:24] Wie hältst du das raus? [00:03:26] Nimmst du da manchmal lieber die Treppe? [00:03:29] Also ich bin nicht so oft im Bundestag. [00:03:31] Ich stelle mir das wirklich schwer vor wenn man da jeden Tag rein und raus muss. [00:03:35] für mich ist es so eher einmal die Woche oder alle zwei Wochen. [00:03:38] das geht dann schon. [00:03:40] aber genau ich würde gern korrigieren gefühlt eher als braune Wolke bezeichnen. [00:03:46] Noch bessere Beschreibung, das stimmt natürlich. [00:03:51] Was würdest du sagen? [00:03:53] überrascht Menschen häufig über dich die dich nicht persönlich kennen? [00:04:00] Also ich scheine in die eine Richtung, in Richtung so konservative Menschen in der Politik den Ruf zu haben dass sich so total Beinhart und streng woken bin, also Vokistin oder so. [00:04:18] Also dass ich überhaupt keinen Spaß verstehe und alle korrigiere und immer streng gucke und so. [00:04:24] Und dann sind glaube ich viele überrascht. [00:04:26] das ich netter bin als sie erwartet haben sag' ich jetzt mal! [00:04:29] Ich find mich selber auch so nett aber ich glaube mindestens netter als erwartet. [00:04:33] Ich glaub tatsächlich mit mir zu sprechen ist für viele so ein Aha-Moment. [00:04:40] Ich glaube, jeden Menschen kennenzulernen ist ja immer erst mal so ein Überraschungsmoment. [00:04:44] Insofern hoffe ich doch dass auch andere überrascht sind und nicht nur die, die mich irgendwie zu vogue und zu streng finden. [00:04:51] Es ist tatsächlich ein Spargelab. [00:04:53] Also ich habe auch so in der Arbeit in der wir uns beide befindend für Menschenrechte sich einsetzen beobachte schon immer öfters auch einen Aushandeln sollte ich jetzt keine Ahnung, Fünfte gerade sein lassen und das korrigieren. [00:05:11] Wenn ich sehe, dass jemand vielleicht nicht gegendert hat oder ausgesehen etwas Rassistisches- oder Sexistisches-, oder elblistisches gesagt hat... Oder lass uns das einfach so stehen! [00:05:24] Und vor allem wenn man dann mit den Progressiven unterwegs ist es ist ja genau in die andere Richtung müsste man da nicht alles richtig machen und geht auch der Humor verloren. [00:05:34] Ja also meine Devise ist einfach wirklich maximal unverkrampft da durchzugehen. [00:05:39] Wenn einem danach ist, kann man das ja auch mal ansprechen. [00:05:41] Man spürt dir beim Gegenüber, ist der offen dafür oder sie? [00:05:45] Und ich jetzt in meinem Amt, ich korrigiere Menschen grundsätzlich nicht wie Sie sprechen weil mir, weil ich so ein bisschen immer das Gefühl habe über meinen Kopf schwebt zum Bundesadler und damit hab' ich Menschen auch nicht rein zu reden. [00:05:57] also wenn sie jeder und jede nach ihrer Fassung Aber bei dir ist das, glaube ich auch noch mal was anderes. [00:06:03] Und früher als ich selber mich auch noch als Teil der Zivilgesellschaft verstanden habe war es auch eher so ein bisschen situationsabhängig. [00:06:08] aber ist doch super wichtig dass man dann nicht so verkrampft oder das Gefühl hat oh weiß ich jetzt auch nicht. [00:06:15] und so Ich im Zweifel denken wir viel zu viel darüber nach Was Leute sagen und wie sie sprechen Im Vergleich zu Wie sie sich benehmen, ob Sie die gleichen Rechte haben. [00:06:29] Ob sie im Alltag wirklich Gleichberechtigung erfahren? [00:06:31] Das ist mir im Moment noch viel wichtiger dem Fokus darauf zu legen und weniger aufs Vokabular. [00:06:38] aber es hat natürlich auch seine Berechtigung. [00:06:41] Ich merke das in meiner Arbeit ganz oft. [00:06:43] dass ich versuche zu unterscheiden was sie sagen und was sie meinen weil meinen ist ja oft auch etwas Schönes. [00:06:50] Also wie Sie es meinen, aber Sie kannten halt vielleicht gerade das richtige Vokabular dafür nicht. [00:06:55] Und dann kann man ja auch mal ein Auge zudrücken und muss nicht gleich losfreschen. [00:07:00] Du hast gerade so schön beschrieben also der Bundesadler über deinem Kopf? [00:07:04] Wie schwer fällt dir denn bei Feierabend wieder die private Pferde Adtermann zu sein? [00:07:14] Ich gehe ganz viel ins Büro, das heißt ich mache sehr selten Homeoffice. [00:07:19] Das finde ich hilft schon mal sehr dass man wenn man das Gebäude verlässt oder irgendwie sozusagen den Amtsbereich verläszt und abends in die joggigen Hose oder in dem Pyjamaschlöpfe dann bin nicht... Also es fällt mir leicht ehrlich gesagt! [00:07:31] Ich hatte auch früher schon immer Rollenwechsel aber ich glaube das ist auch ganz wichtig. [00:07:35] also wenn man trotz Handy, Fernsehen und Nachrichten oder wegen diesen Sachen ist nicht schafft. [00:07:43] Dann auch mal abzuschalten und zu sagen so jetzt ist aber wirklich Feierabend. [00:07:48] Dann hat man glaube ich im Moment keine Chance weil so viele schlimme Dinge passieren und auch so viele Dinge die einen bewegen emotional. [00:07:54] Ich glaube Politik ist heute viel krasser und emotionaler mitnehmend als früher. [00:07:59] das mein Eindruck deiner wahrscheinlich auch tut nichts umso wichtiges dass wir abschalten können. [00:08:05] So, ich halte. [00:08:06] Ich habe an meinem Kühlschrank eine Postkarte auf der Postkante steht. [00:08:10] Entspannung ist das Geheimnis jeden Erfolgs? [00:08:13] Da hat man auch gleich wieder so ein Antrieb. [00:08:15] also ich muss entspannt sein damit ich gut in meinem Job bin. [00:08:17] Also darf ich auch entspannt werden? [00:08:21] Du hast mir gesagt dass du früher in Nürnberg Schweinebraten in der Mensa gegessen hast um integriert zu wirken. [00:08:29] als deutsch genug vielleicht auch. [00:08:32] würdest du das heutzutage wieder so machen oder würdest du selbstbewusster mit deiner Migrationsgeschichte-Auffahrung umgehen? [00:08:42] Also Esberg Kuhl, Du bist der Erste, der mich darauf anspricht. [00:08:46] Ich glaube ich hatte damals geschildert dass ich... also ich komme aus Franken muss man auch noch mal dazu sagen da ist Schweinebranden sozusagen das Identitätsgericht schlechthin mit Kruste und Klos. [00:09:00] Und mir schmeckt es auch gut, also ich hab das jetzt nicht mehr runtergewirkt um zu zeigen, walla-walla! [00:09:04] Ich bin voll integriert sondern ich habe total gerne das gegessen. [00:09:08] Ich habe aber gemerkt dass die Leute dann immer krass reagiert haben so boah bist du sicher? [00:09:12] Weißt du, dass das Schwein ist? [00:09:14] und so und das fand ich dann irgendwie schon angenehm dann sagen zu können nee nee doch doch ich bin ja gar nicht gläubig und so hat dann auch immer gemerkt Dass die leute da Und das finde ich jetzt ehrlich gesagt, aber so hat sie einen Positiv darauf reagiert. [00:09:29] Im Sinne von ah, eine bist du gar nicht und ich glaube, ich habe mir früher darüber auch wenig Kopf gemacht. [00:09:35] also heute würde ich in der Tat das dann spiegeln. [00:09:38] Also wieso? [00:09:39] Wieso ist dir es wichtig dass ich Schweinefleisch esse und warum ist das für dich ein Zeichen von Integration? [00:09:45] Warum wäre auf bestimmte Dinge verzichten und koscheres oder halal Fleisch essen ein Problem für dich Genau. [00:09:54] Aber es gab vor allem die Geschichte, die Schildere und die mir auch noch sehr präsent ist. [00:09:59] Ich habe als Studi... Wie hieß das? [00:10:02] Hilfs- Das hatte so einen ganz schwierigen Begriff, so einen schwierigen Namen. [00:10:06] Weil das Hivi ist auch noch ein bisschen historisch vorbelastet. [00:10:11] aber so hießen wir die Studierenden, die mitgearbeitet haben irgendwie im Universitätsbetrieb und wenn es dann Weihnachtsfeiern gab, da war das immer mein Schiller in der Moment weil ich irgendwie fünf Schweinebratenstücke gegessen habe alle mal so wie viel Fleisch kann sie als Frau essen und danach noch als Muslimin so viele Schweine braten? [00:10:31] Das war mein Showmoment sozusagen. [00:10:35] Ich wusste ein bisschen relating, weil ich als Mensch mit Behinderung auch als Strategie zumindest für mich entdeckt habe lustig sein zu müssen um quasi diese Awkwardness diesen rosa Elefanten im Raum irgendwie auch ja zu entkampfen oder auch gemeinsam gegenüber ein gutes Gefühl zu geben. [00:10:57] das passt natürlich in diesem bisschen so als ähnliche Strategie. [00:11:02] Aber blicken wir doch vielleicht mal kurz zurück. [00:11:06] Was würdest du sagen, war der Wendepunkt in deinem Leben dass du jetzt an der Stelle bist wo du gerade stehst? [00:11:16] Also so ein Schlüsselereignis was ich manchmal auch höre von Menschen. [00:11:22] die haben dann einmal eine ganz krasse Diskriminierung oder irgendwas krasses erlebt. [00:11:26] und dann haben sie gemerkt Mensch das Thema bewegt mich. [00:11:29] Das hatte ich so nicht. [00:11:33] Meine Mutter hat mich allein erzogen, war geschieden. [00:11:37] Ich war drei als sie sich getrennt haben meine Eltern und sie kam mal Anfang der Siebzigerjahre als Gastarbeiterin nach Deutschland. [00:11:45] Das heißt ich war in einer Gastarbeit-Familie und zwar in einer türkischen, was so der Prototyp für Ausländer ist. [00:11:53] In den achtziger Jahren ein Kind in Bayern, in Franken von einer alleinerziehenden Mutter, die ein bisschen ... auch so sehr gegen den Strich war. [00:12:05] Die hat sich sehr witzig und sexy, finde ich also sehr untypisch. [00:12:11] Sie hat ihre Freiheit geliebt, ist viel ins Kino gegangen, ins Theater in Konzerte, hat sich toll angezogen, war immer sehr auffällig so. [00:12:18] Und sie hat sehr viel Diskriminierung erlebt. [00:12:20] Sie hatte nicht einwandfrei Deutsch gesprochen, sondern hatte einen starken Akzent, hat auch mal Fehler gemacht. [00:12:26] über die ich mich als Kind auch noch lustig gemacht habe, das tut mir schon auch im Nahen einen sehr leid. [00:12:32] Und zu sehen wie man mit meiner Mutter umgegangen ist... Die am Ende des Tages, egal wie sie aussahm was sie gemacht hat immer die Ausländerin war, die Türken und man ihr gesagt hat Mensch trotzdem schön dass Sie da sind oder so. [00:12:46] und Sie ... Was genau wollen Sie mir sagen? [00:12:49] Ich hab von Ihr eben gelernt dagegenzuhalten und das auch im Pörd zu sein darüber. [00:12:55] Mir war das erst mal peinlich. [00:12:56] Als Kind will man ja ... Und ich glaub, da gibt's wahrscheinlich auch viele Sachen, die so passen. [00:13:01] Als kind willst du nicht auffallen. [00:13:02] Du willst irgendwie Passing sein und du willst irgendwie so sein wie alle anderen auch? [00:13:08] Dann war halt meine Mutter, die da irgendwie so schräg war. [00:13:11] Zwischen mich für sie manchmal Schämen einfach nur weil sie was Besonderes war. [00:13:16] Aber auch zu lernen dass es nicht okay ist wenn Menschen sich behandeln wie eine andere und Othering zu betreiben Das hat bei mir ganz viel über die Jahre gearbeitet und mich auch geprägt. [00:13:28] Und ich verdank meiner Mutter da aber auch richtig viel so Empowerment in Bezug auf, man kann sich wehren, man sollte sich wehrn... Es ist nicht okay wenn jemand was Blödes sagt oder wenn du dich schlecht fühlst weil du anders bist. [00:13:44] Du hast ein Buch geschrieben das heißt Ich bin von hier hört auf zu fragen Was ja im Prinzip auch so bisschen die Erzählung mit dem Schweinebraten. [00:13:57] Aus der Perspektive eines Menschen, die regelmäßig in der Gesellschaft Diskriminierung erlebt haben wir ja dann doch oft auch das Gefühl, dass passiert einfach gar nichts. [00:14:08] Jetzt hast du dieses Buch geschrieben und es sind ein paar Jahre vergangen. [00:14:11] was Bärder aus deiner Kindheit und Jugend erzählt Was würdest du sagen hat sich vielleicht doch verändert? [00:14:18] Also mir hilft's manchmal sehr zurückzublicken in die achtziger Jahre. [00:14:23] Zum einen auch weil viele Dinge, die jetzt so erschreckend sind damals auch schon da waren. [00:14:28] und also gerade in Nürnberg zum Beispiel ist um Nürmberg herum eine total aktive Neonazis-Szene auch damals schon gewesen. [00:14:37] es war kein Zufall das der NSU also dieses Mördertrio dass sie in Nürenberg zweimal getötet haben, ich glaube sogar drei Anschläge verübt haben aber nageln mich nicht fest. [00:14:50] Aber auf jeden Fall sehr aktiv waren in der Gegend. [00:14:52] so und das so absurdes klingt. [00:14:54] es beruhigt mich manchmal zu wissen okay das war auch damals schon. [00:14:57] es ist sozusagen nicht nur eine Teilfahrt nach unten sondern da sind gewisse Kontinuitäten und auch damals konnten wir ja auch schon leben. [00:15:06] Ich muss aber auch dazu sagen dass zwischen dem was wir beide zum Beispiel erleben wie viel mehr man ... Dinge besprechen kann, wie viel mehr ... ... Wachsamkeit es vielleicht doch gibt in bestimmten Kreisen. [00:15:19] Das gab's natürlich alles damals noch nicht also ... ... das war völlig klar. [00:15:24] Ich glaub wir sind ... Sind wir ungefähr einen Jahrgang? [00:15:28] Nee du willst mich ... Also ich bin neunundsevtig geboren und ich bin [00:15:32] äh ... Ich achtzig! [00:15:33] Also ungefähr. [00:15:34] Genau, genau. [00:15:35] Ähm zu unserer Zeit... Und vor allem in Bayern war das so dass alle Kinder aus Ausländerfamilien und alle Kinder mit Behinderung in die Sonderschule gegangen sind. [00:15:47] Das ist, da kommen wir vielleicht noch gleich drauf zu sprechen aber eigentlich ja überwunden gewesen vor allem der Automatismus. [00:15:55] also es gibt Förderschulen das schon mal netterer Begriff. [00:15:58] auch da ein bisschen freundlicher zu sein finde ich gut und das beschreibt dir auch was es ist. [00:16:03] und dann nicht zu finden da kommen jetzt alle Kinder reingepackt sondern man guckt eben nach Bedarf in vielerlei Hinsicht durchaus Vorteile. [00:16:12] und weil du es gerade ansprichst, ich finde total wichtig dass wir auf die Vorteile gucken. [00:16:16] Weil man könnte ganz schnell das Gefühl haben alles kacke alles doof nichts tut sich nix ändert sich. [00:16:22] Ich find's berechtigt zu kritisieren aber es emotional und psychologisch tut es überhaupt nicht gut wenn man das gefühlt hat Das bringt alles gar nix Und es bringt halt doch was. [00:16:33] Es hat sich etwas verändert sehr zäh. [00:16:36] Und das sage ich jetzt als Überleitung wahrscheinlich zu deiner nächsten Frage, wenn wir jetzt darüber reden was ist denn zäh? [00:16:42] Aber es könnte natürlich viel schneller vorangehen und ich bin auch mal mal schockiert. [00:16:47] Das ist unser Jahr und bestimmte Dinge die wir noch verhandeln müssen da denke ich oh mein Gott! [00:16:53] Das kann nicht euer Ernst sein. [00:16:54] Da wird mir spontan ein ganz oft, wenn man dann von nicht betroffenen Menschen gesagt wird ja aber es wird ja auch vieles besser klingt ja so eine Erwartung für Dankbarkeit mit. [00:17:08] Dass Leute erwarten, dass wir dankbar dafür sind was schon alles verbessert wurde? [00:17:11] Was würdest du diesen Menschen entgegelt werden? [00:17:14] Also mich würde natürlich auch interessieren was du dazu sagst. [00:17:16] aber Nee, Dankbarigkeit ist und das ist glaube ich auch eine meiner Hauptthesen im Buch. [00:17:23] Alles was an Fortschritten erarbeitet wurde Ist nur passiert, weil es Menschen eingefordert haben und zwar wirklich unter Schmerzen. [00:17:31] Also man wird dafür beschimpft, man wird für schlecht geredet... Ich habe neulich irgendwo gelesen, das gibt diese drei Phasen irgendwie. [00:17:40] erst wird man ignoriert dann wird man... Ein schlauer Literat hat das mal gesagt, erst wird er ignoriert Dann wird man beschimpften und dann wird Man bekämpft. [00:17:50] und wenn man bekämpfen wird dann hat man's eigentlich schon geschafft. [00:17:54] Und tatsächlich dieses Die Ignoranz wäre ja geblieben die ganze Zeit, wenn man nicht immer und immer wieder bestimmte Gruppen auf bestimmte Ungerechtigkeiten hingewiesen hätten. [00:18:06] Und es ist ein sehr zehrer Prozess. [00:18:07] also deswegen nein Dankbarkeit auf gar keinen Fall. [00:18:09] ich finde er tatsächlich bei dem Thema das kommt dann immer so bockig Ja aber eigentlich muss man ja sagen dankbar muss die gesamte Gesellschaft finde ich sein. [00:18:21] Ich bin auch dankbar manchmal, wenn ich kritisches Feedback bekomme. [00:18:23] Wenn ich es freundlich bekomme, wohlgemerkt und wenn ich es so bekomme dass ich damit arbeiten kann. [00:18:28] aber eigentlich ist doch toll, wenn man sagt hey Mensch hier da hätte ich gern das es anders läuft. [00:18:33] Das ist ja das Commitment. [00:18:35] zu sagen wir gehören zusammen und lassen uns das so machen, dass auch ich mich wohlfühle. [00:18:41] Da könnte eher die andere Seite dankbar sein. [00:18:44] Weißt du was in den letzten Jahren nicht wirklich zum Grübeln gebracht hat? [00:18:50] dass von diskriminierten Menschen letztendlich auch der Schritt gegangen werden muss, die Hand zu reichen gegenüber jenen Menschen, die die Privilegien haben, die diese Diskriminierung nie erfahren haben. [00:19:07] Weil wenn wir das nicht tun – wenn wir nicht Verständnis zeigen, dass jemand noch nicht soweit ist und es nicht weiß, dass man darauf hinweisen muss – dann würden wir uns immer weiter voneinander entfernen. [00:19:20] Das heißt, die diskriminierte Person erlebt nicht nur die Diskriminierung. [00:19:24] Man muss auch noch Verständnis zeigen für die Seite, die vielleicht doch nicht so weit ist und das ist eigentlich das Anstrengende. [00:19:32] aber soweit ich zumindest bisher erfahren habe dass einzige was unsere Gesellschaft wirklich voran bringt. [00:19:40] Ja also mir hilft es auch manchmal wirklich diesen psychologischen Blick drauf zu haben dass alles nie erlebt hätte, dann hätt ich ja andere Probleme. [00:19:50] Also jeder Mensch hat seine Sorgen und seine Nöte und seine Verpflichtungen und seine Aufgaben usw. [00:19:56] Ich weiß nicht ob ich so viele Bücher über bestimmte diskriminierte Gruppen lesen würde wenn ich da überhaupt keinen Bezug dazu hätte. [00:20:04] aber das Interessante ist ja dieses Bild, das wir vielleicht früher mal hatten von Diskriminierung betrifft nur eine kleine Minderheit. [00:20:13] Das stimmt ja nicht. [00:20:15] also Ich merke das jetzt, ich arbeite ja als Antidiskriminierungsbeauftragte mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz und des Allgemeine Gleichbe Handlungsgesetz definiert Diskriminierungen aufgrund von verschiedenen Merkmalen. [00:20:29] Also wir haben jetzt Behinderung angesprochen und Migrationshintergrund oder Rassismus aber es gibt auch Altersdiskriminierung, es gibt Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität, aufgrund des Geschlechts Und wenn man das alles zusammennimmt, dann gibt es eigentlich fast keine Menschen die sogar keine Diskriminierungsfläche sozusagen oder Angebote machen. [00:20:56] Jeder Mensch kann früher da später zu alt oder zu jung für irgendwas sein oder eben eine chronische Krankheit bekommen und ich glaube dieses Bewusstsein dafür zu schärfen. [00:21:08] Gleichbehandlung und Teilhaberechte für alle, das ist für alle gut. [00:21:12] Das ist so ein bisschen mein Ansatz die Leute da schon abzuholen bei auch ihrem persönlichen Wünschen nach einem guten Leben und so. [00:21:19] aber ich habe auch Verständnis dafür dass man sich jetzt nicht reinfuchst in die Unterdimensionen von Anti-Ziganismus, anti muslimischer Rassismus, antischwarzer Rassismus. [00:21:31] Das muss nicht jeder im Schlaf auswendig können, welche Form es da gibt und was da die Unterschiede sind sondern das Wichtigste ist mir dass Leute offen sind. [00:21:40] wenn man sie ihm erzählt, wenn man sagt hey hier guck mal dann finde ich's krass wenn Leute sagen pfft mir doch egal so. [00:21:47] aber [00:21:49] Ich glaube und da gibt es auch Untersuchungen darüber, dass Menschen, die in ihrem Alltag Diskriminierung erfahren aufgrund von diesen Marktmannen, die du gerade beschrieben hast. [00:21:59] Die Wahrscheinlichkeit empathie für andere Diskriminierungsgruppe zu haben höher ist was nicht bedeutet das sie in allen Kategorien jetzt immer perfekt sind sondern das einfach diese Überpratbarkeit der Diskriminierungserfahrung leichter fällt als wenn man sagen wir mal, zweit sein. [00:22:17] Ich bin der heterosexuelle Mann in Westdeutschland. [00:22:24] Vielleicht da ein paar Schritte mehr gehen müsste. [00:22:28] Bevor es weitergeht, ein kurzes Dankeschön an dich, dass du regelmäßig dabei bist! [00:22:33] Falls ihr ja schon einmal gedacht hast wie kann ich diesen Podcast eigentlich unterstützen? [00:22:37] Die Antwort ist steady. [00:22:39] mit einem kleinen monatlichen Beitrag hilfst du uns unabhängig zu bleiben und weiterspannende Geschichten zu erzählen. [00:22:46] Als kleines Extra bekommst du vor Abzugang zu neuen Folgen. [00:22:50] Und wenn Du das möchtest, eine Erwähnung hier im Podcast! [00:22:54] Ein riesiges Dankeschön geht also diese Woche an unsere wunderbaren Unterstützerinnen Tina, Simone, Berndt, Steffen und Zilke. [00:23:03] Ihr macht das hier erst möglich – echt großartig! [00:23:10] Du arbeitest jetzt in einer staatlichen Institution, du bist unabhängige Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes und wie würdest du sagen hat sich deine Perspektive auf das ganze Thema verändert. [00:23:26] Nicht nur im Sinne von der ganz andere Meinung sondern auch so eine Metaebene vielleicht auch einnehmen muss, weil du dich nicht um alles kümmern kannst auf der einen Seite. [00:23:36] Aber auf der anderen Seite vielleicht auch, weil Du merkst dass das Thema viel breiter ist als die eigene persönlich erlebte Diskriminierung. [00:23:44] Also es hat total viel verändert und ich habe den Eindruck, dass es richtig gut wäre wenn wir bei gesellschaftspolitischen Themen vorankommen wollen mehr Menschen aus der Zivilgesellschaft auch mal in die Verwaltung gehen und dann vielleicht aber wieder zurück. [00:24:03] Also das ist so dieses ... Die Aufgabe von Zivil-Gesellschaften, von Leuten wie dir und mir früher ist den Finger in die Wunde zu legen und zu benennen was verbessert werden kann. [00:24:18] Und es ist natürlich Erstmal der einfachere Job, wenn ich das jetzt mal für mich sagen kann als wenn man dann auf der anderen Seite ist und in der Verwaltung oder mit der Verwandlung. [00:24:27] Ich leite die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und da arbeite ich im Ministerium und innerhalb dieses Apparats sozusagen innerhalb der Bundesverwaltungen hast du natürlich so viele Auflagen, Vorgaben und Einschränkungen wie man zu arbeiten hat dann schon erklären, warum manche Dinge so langsam laufen. [00:24:51] Also im Grunde müssten wir beide uns wahrscheinlich oder könnten wir uns stundenlang darüber unterhalten und ich würde versuchen bei dir für noch mehr Verständnis zu werben, warum denn sowohl politische Aushandlungsprozesse und Kompromisse im Bundestag eben manchmal so laufen wie sie laufen aber auch die Umsetzung von irgendwelchen Regeln, Regularien usw. [00:25:15] Und Einsatz muss ich noch sagen. [00:25:16] Das klingt jetzt sehr abstrakt, fragt gerne noch nach aber Einsatz ist mir wichtig. [00:25:21] Wir haben ja gerade so den großen Trend Bürokratieabbau. [00:25:23] Bürokrateabbau das sei alles so schlimm und dass es sozusagen das was Deutschland vor die Wand fährt und ich muss echt sagen Ich bin ein ganz großer Fan von Bürokritie. [00:25:34] Ich glaube da ist Bürokreatie genau das ist was einen Rechtsstaat am Leben erhält weil eben nicht jeder neue Politiker, den ein Ministerium kommt selber entscheiden kann. [00:25:45] Den gebe ich Geld denen nicht. [00:25:47] oder hier kenne ich irgendwie meine Freunde und die machen das schon. [00:25:51] Wir haben leider hin- und Wiedererfälle wo genau das passiert. [00:25:57] Ja auch in Berlin ist das wohl passiert im Bereich Antisemitismusprävention aber auch in Nordrhein-Westfalen Und leider durch die Bank weg bei fast allen Parteien. [00:26:11] Aber das sind Fehler im System. [00:26:17] Das System sieht eigentlich vor, dass genauso was ja nicht passiert und ohne dieses System, ohne die Bürokratie hätten wir ganz schön große Probleme. [00:26:24] Deswegen ich bin ein Riesenfan! [00:26:27] Und ich würde jetzt glaube immer dafür werben Ja dann dauert es halt zwei Jahre bis ein Gesetz irgendwie mal kommt oder bis es da in Kraft tritt. [00:26:33] aber ist mir lieber als wenn jetzt jeder kommen kann seinen Erlassmacht unterschreibt und per Dekret irgendwie Dinge verändert. [00:26:42] So wie ein US-Präsident? [00:26:44] Zum [00:26:44] Beispiel, der hat einfach mal jahrzehntelange politische und auch verwaltungsübliche Dinge wegradiert! [00:26:55] Teilweise rechtswidrig und das muss ja jetzt alles wieder aufgearbeitet werden, aber viele der Dekrete sind ja erst mal regulär. [00:27:02] Also das ist so vorgesehen und da bin ich schon froh dass wir in einem Land leben wo es eben nicht so einfach ist, wo nicht einer kommen kann und unterschreiben und sagen Jetzt machen wir alles anders! [00:27:10] Aber das macht's natürlich auch sehr zäh. [00:27:12] also man kommt dann rein und denkt Ja super jetzt machen wir das, jetzt machen die das und dann musste erstmal eine Ausschreibung machen, einen Förderaufruf. [00:27:21] Dann dauert es halt ... dann muss das so ein solange Online sein, da muss alles geprüft werden und so weiter. [00:27:26] Ist alles richtig und gut? [00:27:27] Dauert aber! [00:27:29] Aber da muss ich mal zurück fragen... Was geht dir was zu langsam? [00:27:34] oder wie ist deine Haltung gegenüber der Politik und der Verwaltung? [00:27:39] Du fragst ja aus einem bestimmten Grund [00:27:41] Ich spreche ja fehl auch mit Menschen in der Politik oder an der Politik um die Politik herum arbeiten. [00:27:47] Und ich mache mir ein bisschen Sorgen, ob quasi eine Legislatur dann quasi zu kurz ist, um diesen ganzen Verwaltungsapparat dann auch wirklich markhaltig zu verändern und verändern zu können. [00:28:01] Die Positionen der Antidiskriminierungsbeauftragten sind fünf Jahre und dann wird sie neu berufen. [00:28:08] Das heißt Du hast ja sogar die Chance, über zwei Legislaturen hinweg irgendwie zu wirken. [00:28:14] Was ja ein Kanzler oder eine Ministerin eher nicht hat. [00:28:18] Und meine Sorge ist so bisschen... Es erzählt zum Beispiel auch Aladin Elma Fahalani, dass wenn wir nur noch so handeln, dass es in unserer Legislatur wesper wird dann vergessen wir quasi das große Danze [00:28:35] z.B., [00:28:36] die Schule zu reformieren, das Bildungssystem zu reformiren, Antidiskriminierung zu reformiern. [00:28:41] Jeder versuchte mal seine Note da irgendwie reinzubringen und dann verändert man immer nur Kleinigkeiten anstatt das große Gamze? [00:28:50] Ja! [00:28:50] Das stimmt leider... [00:28:53] Was könnte ein Ausweg daraus sein? [00:28:56] Sowas wie unabhängige Stellen, die länger wirken zum Beispiel zehn Jahre? [00:29:01] Also ich bestehe immer sehr darauf dass man das Unabhängig in meinem Bundes Adler-Titel, blablabla erwähnt. [00:29:08] Weil das bedeutet ich bin nicht Teil der Bundesregierung. [00:29:11] damit habe ich aber einen ganz anderen Job und wir können jetzt glaube ich nicht erwarten dass die Bundesregierung auch unabhängig ist weil wer es dann noch? [00:29:18] also wer ist denn in Verantwortung sozusagen? [00:29:21] Und Beauftragte sind ja eh erstmal im meinem Fall... Also das ist in Deutschland nicht so ganz gut gelöst. [00:29:28] Ich finde eigentlich sollte ich eine Ombudsperson sein Da ist für Menschen die Diskriminierung erleben und das sozusagen in die Politik reinträgt. [00:29:38] Ich bin gar nicht so sehr, sozusagen die politische Gestalterin gestalten tut die Regierung. [00:29:44] Und jetzt aber dein Punkt ist total richtig und allerdings vier Jahre sind super kurz. [00:29:50] ich sehe es ja jetzt. [00:29:50] wir haben vor anderthalb Jahren Wahlen gehabt in Deutschland auf Bundesebene und bis heute sind die neuen Ministerien also diese zusammengefügten und so sie sind noch nicht mal alle hundertprozent arbeitsfähig, also das dauert einfach unfassbar lange. [00:30:07] Und dann ist ein Jahr vor der nächsten Wahl schon wieder Beilkampf? [00:30:10] Genau und im letzten jahr macht man da nicht mehr viel. [00:30:13] Das heißt die Zeit in der du wirklich wirken kannst ist relativ kurz und da willst du dann dann guckst auf den Koalitionsvertrag und dann macht man eben was so schnell machbar ist damit man es abhaken kann. [00:30:22] und diese großen. [00:30:23] deswegen sind ja diese ganzen Großprojekte die sehr viele anecken Und das ist ein Wording, dass im Politikbetrieb tatsächlich wichtig ist. [00:30:33] Auf wessen Konto zahlt das ein? [00:30:34] Die dann nicht im Zweifel auf dein Konto einzahlen werden dann halt halbherzig oder nicht gemacht und hat man noch keine Zeit gehabt und plötzlich ist die Legislatur vorbei. [00:30:44] Das ist ein Riesenproblem. [00:30:45] ja also ich glaube eine längere Legislatur wäre gut aber das will man natürlich auch nur wenn dann die regiert wie man haben will. [00:30:54] Wenn ich zum Beispiel in die USA blicke, zähle ich gerade die Tage und würde mich freuen wenn die Legislatur kürzer wäre. [00:31:02] Es ist ein bisschen Lotto. [00:31:05] Ich glaube ganz wichtig ist deswegen gar nicht so sehr nur zu gucken wie funktioniert der Apparat und die Politik sondern in der Tat funktioniert Politik stark nach der Logik öffentlicher Diskurs. [00:31:19] was will sozusagen die Öffentlichkeit? [00:31:22] Und wir hatten ja jetzt auch in dieser spannenden Legislatur schon Rücktritte und andere Sachen. [00:31:28] Die wurden immer begründet mit, das kann man nicht mehr rechtfertigen. [00:31:33] oder bei dem Thema müssen wir was liefern? [00:31:36] Da müssen wir etwas auf den Tisch legen... [00:31:37] Manchmal auch gerade eine Begründung, wenn ich [00:31:41] ehrlich bin! [00:31:43] Nicht zu unterschätzen wie Zivilgesellschaft und vor allem Medien, aber auch sprechende Öffentlichkeit. [00:31:51] Wie sehr das das ganze Bild prägt? [00:31:53] Und da haben wir halt finde ich das Problem über dass wir viel zu wenig reden, dass die sozialen Medien ja keine neutralen Orte sind. [00:31:59] Also Medienhäuser auch nicht! [00:32:01] Aber wenn ich die FAZ abonniert habe weiß ich was ich kriege. [00:32:03] also so in einer alten Logik weiß ich ob heute noch junge Menschen und deine Podcasts, Zuschauerinnen, FAZ oder Wapp-Zeitungen abonniert haben. [00:32:11] Ich hoffe sehr! [00:32:12] Aber heute ist es so, dass man ja irgendwie das Gefühl hat, man scrollt auf dem Handy und dann kriegt man von allem ein bisschen... Und das ist ja nicht so, man kriegt total vorgefilterte Meinungen. [00:32:24] Das ist eines unserer ganz großen Probleme weil damit das Public Opinion also die öffentliche Meinung schon immer vorgeprägt und leider, wenn man jetzt auf die großen sozialen Plattformen guckt dann halt vorgeprägt von Leuten, die die Algorithmen bestimmen, die eher nicht so gesellschaftspolitisch progressiv sind sag ich mal. [00:32:47] Du hast gerade ganz kurz die Decrete genannt und vielleicht auch Launen war eins einer Ministerin oder Senatorinnen. [00:32:55] kann man Dinge schneller zerstören als sie aufgebaut werden? [00:33:00] Strukturen Prozesse [00:33:03] Also aufbauen dauert auf jeden Fall lange und ja, doch. [00:33:08] Das kann man mit einem einfachen kurzen Jahr beantworten. [00:33:12] Deswegen ist es vielleicht auch so wichtig dass wir Strukturen bauen die resilient sind, die gegen diese einzelnen Launen und Bezirke standhaft bleiben. [00:33:24] Jetzt in den letzten Jahren sind dreizehntausend sieben sechzig Belaubtungsanfragen an deine Stelle der Antidiskriminierung herangetragen worden. [00:33:35] Fünfzehn Prozent mehr als ein Jahr davor, diese Zahl ist nicht repräsentativ über die Gesamtbevölkerung was sie für Diskriminierung erfährt. [00:33:44] aber was sagt uns diese Zeit trotzdem? [00:33:49] Also die Zahlen oder die Fälle bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes sind in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt also haben sich mehr als verdoppelt. [00:33:58] ich glaube wir sind schon bei fast drei mal so viel Und das zeigt mindestens, dass der Leidensdruck wahrscheinlich größer geworden ist bei den Menschen sich an eine staatliche Stelle zu wenden und ihren Fall zu schildern und um Hilfe zu bitten. [00:34:16] Aber definitiv heißt es auch, dass wir mehr Sichtbarkeit haben. [00:34:23] Das war auch schon vor einem Jahr so – ich merke aber jetzt seit einem Jahr merken mir, dass auch KI dann ein Riesenunterschied macht. [00:34:29] also wenn Menschen im Internet Ganz abstrakt, einfach eingeben. [00:34:33] Ich hab das wohin wenden bei Diskriminierung? [00:34:37] Dann popt unsere Telefonnummer und unsere E-Mail Adresse auf! [00:34:40] Das ist toll... ...das führt aber dann wiederum dazu dass man weiß okay es fragen und zu suchen auch mehr Menschen danach. [00:34:47] Und an den Fällen merken wir auch die bei uns sind Die eben nicht repräsentativ sind. [00:34:52] Aber inhaltlich also Leute schildern uns was ihr Leben und Es ist so dass diskriminierung wieder viel offener passiert. [00:34:58] Also leute genieren sich nicht mehr in ihre Absagen oder in ihre Rückmeldung zu schreiben, oder zu sagen Leute wie dich wollen wir nicht haben. [00:35:09] Messerstecher, Sozialschmarotzer bla bla bla. [00:35:12] ich gebe jetzt nicht alles wieder. [00:35:13] es sind manchmal auch richtige Schimpfwörter dabei. [00:35:16] das hat man eigentlich von ein paar Jahren nicht mehr so oft gemacht. [00:35:20] also viele Menschen wussten dass darf man nicht. [00:35:22] also mache ich's nicht selbst wenn ich's denke und Sie fühlen sich offenbar, also immer mehr Menschen fühlen sie oft mal wieder befreit. [00:35:30] Menschen verachtende Dinge zu sagen und bei Ablehnungen mitzugeben so. [00:35:36] Und das macht mir schon große Sorgen. [00:35:38] Dann gibt es ja auch repräsentative Befragung zum Thema Rassismus aber auch zu allen anderen. [00:35:43] wir hatten jetzt auch vor kurzem nochmal welche für alle Merkmale. [00:35:51] die Zahlen sind sehr hoch. [00:35:53] Sie sind aber konstant hoch. [00:35:54] Also Menschen mit bestimmten Merkmalen und wenn wir jetzt hier über ein Thema Behinderung zum Beispiel bleiben wollen, Menschen mit Behinderungen erleben sehr oft Diskriminierung im Alltag. [00:36:05] Das war schon immer so das ist aber immer noch so und es kann sein dass es noch härter und sprachlich brutaler geworden ist Aber da bin ich mir doch nicht mal so sicher Und wir haben eine große Befragung gemacht, die wird aber erst nächstes Jahr ... Ich kann da die Zahlen jetzt noch nicht verraten. [00:36:21] Die liegen uns auch noch nicht komplett ausanalysiert vor. [00:36:26] Aber wir wollen schon wissen, auch jenseits der Beratungsfälle wie viel und wo und wann erleben Menschen Diskriminierung? [00:36:34] Da brauchen wir viel mehr Daten in Deutschland. [00:36:37] Daran arbeiten wir so. [00:36:40] Was kann man dagegen tun? [00:36:41] Ich hab manchmal das Gefühl diese ... Empörung, dass alles schlimmer wird und so. [00:36:47] Die hören wir jetzt auch schon, keine Ahnung, dort ziehen Sie an? [00:36:51] Und man sagt ja mal Ja, man muss mehr aufklären! [00:36:53] Man muss mehr sensibilisieren. [00:36:54] Man muss für mehr... der Neunung Rechtsstaatlichkeit sorgen. [00:36:58] Man muß die sozialen Medien kontrollieren. [00:37:02] Scheint hier alles nicht zu helfen oder es wird kaum gemacht. [00:37:05] Sind wir vielleicht auch in einigen Themen auf dem falschen Dampfer? [00:37:09] um dem entgegenzuwirken ist die Empörung nicht gerade eine Jetzt erst recht Reaktionen, die auf der anderen Seite ausgelöst wird. [00:37:18] Bei wem? [00:37:19] Kannst du das noch mal [00:37:20] erklären? [00:37:22] Wenn wir als Betroffene sagen es wird alles immer schlimmer und man dann sagt irgendwie ich werde immer häufiger öffentlich diskriminiert und so dass das aber auch die andere Seite ermutigt zu sagen ja endlich sagts mal jemand man sagt das halt so und so. [00:37:41] Ich halte Also jetzt nicht für ein Mythos, aber ich halte das für eine falsche Erzählung. [00:37:47] Ich glaube nicht, dass die Zunahme und die Zustimmung ... also, dass mehr Menschen rechtsextreme und menschenverachtende Dinge gut finden liegt meiner Meinung nach nicht daran, dass sich in den letzten Jahren Menschen gewährt haben. [00:38:03] Weil es ist ja so ein bisschen diese Erzählungen, die Linken sind schuld, die Ausländer sind schult am Rassismus. [00:38:10] Ich sag mal ihr Seid schuld, ihr wollt jetzt überall rein und es ist teuer. [00:38:14] Und die Barrierefreiheit lasst auch mal die Kirche im Dorf ... Hört [00:38:17] ja gesagt! [00:38:19] Genau. [00:38:19] aber dass das der Grund ist warum das sozusagen prozentual gerade zunimmt halte ich für weniger realistisch als... und dann komme ich zurück zu meinem. [00:38:30] wo informieren sich Menschen über ihr Handy? [00:38:32] Über die sozialen Medien? [00:38:34] Über den Medien? [00:38:35] wie auch immer? [00:38:39] sind wir halt nicht diejenigen, die die Algorithmen bestimmen? [00:38:41] und so weiter. [00:38:42] Also die letzten Jahre als es noch ... Nehmen wir das Beispiel Twitter wo wir uns glaube ich sogar mal kennengelernt haben. [00:38:49] Damals. [00:38:49] Als noch ein ruhiger Ort [00:38:50] war. [00:38:51] Ja genau. [00:38:54] Der war Twitter in Ord, da konnte man ... der war ja sogar am Anfang glaub ich sogar... Algorithmen frei oder zumindest nicht gefiltert und man konnte, also jeder konnte sagen ich folge dir. [00:39:03] Ich folge die. [00:39:05] Und ich lese was ihr postet. [00:39:07] und nur wenn ich will, könnte ich sagen ja dann such mir doch mal die interessantesten Sachen liebes Twitter. [00:39:14] In dieser Phase zu der Zeit war es eher so dass der sogenannte Wipe-Shift... Also die Wipes waren eigentlich eher das Mehr Menschen fanden ja, da achte ich drauf. [00:39:25] Danke dass du mir das gesagt hast. [00:39:27] okay wir wissen jetzt Wir dürfen Frauen nicht mehr begrappt schon am Arbeitsplatz. [00:39:31] Wir wissen jetzt man sagt irgendwie nicht mehr Du Behindie Ich hoffe das. [00:39:35] ok wenn ich das hier so sage oder in der Schule spricht man darüber das eben behindert bitte kein Schimpfwort mehr sein soll genauso wie jude genauso wie andere Begriffe. [00:39:44] Da war eigentlich ja so eine Welle, die in eine gute Richtung ging. [00:39:47] Das war in einer Zeit als das alles noch frei zugänglich war, sage ich jetzt mal und viel wichtiger als der Backlash also dass die Leute wirklich finden sie können nicht mehr sagen was sie denken ist mein Eindruck, dass sie ihn erzählt wird. [00:40:03] Sie können nicht mehr sagen was die denken weil sie das dauernd auf dem Handy sehen. [00:40:06] Die sehen irgendwie oh mein Gott! [00:40:07] Da hat irgendwer irgendwas gesagt und dann ist direkt so eine super Polizeieinsatztruppe gekommen und hat seinen Computer konfistiert und den verhaftet. [00:40:16] Und nur weil der mal irgendwann gesagt hat Der Habeck is doof ja? [00:40:19] Das hat irgendwie halb Deutschland gesehen auf ihrem Handy Ein Fall der überhaupt So nicht substanzielles in Sinne von. [00:40:27] das ist nicht etwas passiert wenn du Mal ein Politiker beschimpft ich schwöre Ich weiß das aus Erfahrung. [00:40:33] Und, ähm ... Das heißt Desinformationen aber auch sozusagen so emotionale populistische Stimmungsmache dagegen, das hat meiner Meinung nach einen viel stärkeren Effekt als dass die Leute wirklich das Gefühl haben da hat jetzt jemand seine Rechte eingefordert und es ärgert mich so sehr. [00:40:49] also ich darf der Frau jetzt nicht mehr in den Prograbchen und nicht mehr sagen ah hier macht auch noch ein Knopf auf deiner Bluse auf und deswegen werde ich jetzt Anti-Feminist und finde Frauen durf erscheint mir nicht so logisch. [00:41:00] Ich hoffe, ich konnte das nicht zu die Fuß wiedergeben. [00:41:03] Da hast du recht! [00:41:04] Ähm... Ich habe trotzdem meine Zweifel ob die Algorithmen das Problem lösen würden wenn man sie kontrollieren würde oder wenn es keine Algorithme mehr gäbe und alles nur noch linear stattfindet. [00:41:17] weil ich bin nicht sicher ob ein Kanzler Merz auf so eine Schneele abhängt und das sagt was das folgt Twittert oder so sondern Friedrich Merz glaubt das ja wirklich was er sagt Und der wiederholt dann auch Aussagen und die werden dann in klassischen Medien reproduziert. [00:41:34] In der FAZ, in der Tagesschau... Aber [00:41:37] warum glaubt ein Kanzler das in der Bevölkerung gerade das und dass das wichtigste Thema ist? [00:41:47] Also ich glaube schon. [00:41:48] aber also definitiv ist es nicht so, dass die Algorithmen des A&O sind und dass da eine Schlüssel ist. [00:41:54] Ich will nur sagen diese Erzählung, dass die linken Schuld sind. [00:41:58] Wenn es jetzt einen Rechtsrück gibt oder die diskriminierten Schuld sind wenn wieder mehr diskriminiert werden soll? [00:42:08] Weil Menschen ihre Rechte eingefordert haben kommt der Backlash. [00:42:13] das erschließt sich mir nicht. [00:42:14] Ich glaube nur so meine ich auch gar nicht. [00:42:17] und aus dem Aspekt des Handreichens also wenn wir uns immer nur empören und uns einander anschreien dann kommen wir ja nicht näher. [00:42:26] Das stimmt! [00:42:27] Und wir müssen irgendwie an einen Punkt kommen, wo man sagt so okay ich verstehe wie du das eigentlich meinst? [00:42:33] Du hast halt das unglücklich formuliert. [00:42:37] oft geht glaube ich das noch zu sagen aber bestimmte Dinge kann man wahrscheinlich auch so nicht merken [00:42:44] sehe ich auch so. [00:42:45] also dass sich die Hand reichen und wie du sagst zu versuchen zu verstehen wie es gemeint war statt sich darüber aufzuregen wie es gesagt wurde ist auf jeden Fall die richtige Hörangehensweise. [00:42:56] Und ich glaube insgesamt, da sind wir uns aber bis mein Eindruck auch in der breiten Bevölkerung relativ einig viele Menschen sind total müde von dieser Empören, von dieser Stimmung, die so einer schreit und der andere schreiht du bist doof, also das wollen wir alle nicht! [00:43:16] Die Zeiten wo man vielleicht sehr forscht eingefordert hat, sprecht doch nicht so oder achtet doch mal darauf. [00:43:30] Die sind insofern vorbei A, weil auch mehr darauf geachtet wird und B, weil ich glaube jetzt der Wunsch nach Harmonie einfach größer ist. [00:43:45] aber ich muss noch einmal dazu sagen mit bestimmten Themen trinkst du ja gar nicht durch wenn du einfach nur harmonisch und freundlich reinkommst. [00:43:53] Also das muss man auch sagen, also ich schon, ich spreche jetzt gar nicht für mich. [00:43:56] Ich finde mein Job als meinen Auftraggeber sozusagen, mein Arbeitgeber ist die Bundesrepublik Deutschland. [00:44:04] Mein Job ist es schon inklusiv und auch mitnehmend und empathisch zu kommunizieren. [00:44:12] Ich finde es aber okay, wenn eine Nicht-Regierungsorganisation, eine NGO, eine Selbstvertretungsgruppe zum Beispiel ISL. [00:44:20] Wenn die Initiative selbst bestimmt leben irgendwie auf dem Putzhaut und sich total aufregt dann ist das ok! [00:44:26] Also dann sind sie halt wütend und dann dürfen die das auch rauslassen? [00:44:30] Und dann bin ich aber sozusagen als Vertreterin einer staatlichen Institution in der Rolle dass ich das erstmal anhöre annehme Also nicht in diesem Ton bitte. [00:44:40] Tonpolicing, [00:44:42] ja! [00:44:42] Und ich hab aber leider das Gefühl dass das auch immer mehr passiert, dass auch von PolitikerInnen eigentlich die Erwartungshaltung ist, dass man auf sie mit ... also Sie auch mit Samt-Hand schon anfassen so und da muss sich dann schon sagen ne, das sind die Rollenverteilungen, das finde ich in Ordnung. [00:44:57] Die einen dürfen auch ein bisschen... [00:45:00] Was würdest du sofort ändern wenn du es könntest? [00:45:04] Oh, das is eine schwere Frage. [00:45:05] Das ist so cool, dass ich schon gar nicht mehr darüber nachgedacht habe. [00:45:10] Ich würde Reformpädagogik sozusagen zum Standard erklären. [00:45:16] Ich finde schon merkwürdig, dass wir irgendwie so Frontalunterricht für die meisten Kinder haben und dann das Reformpädagogik nennen, wenn es kindgerechtes Lernen ist. [00:45:26] Jetzt hast du ja als unabhängige Antiliskriminierungsbeauftragte eher die Rolle der Mahnerin, der Stellungnahmenschreiberin [00:45:37] usw., [00:45:39] Hast du das Gefühl, damit ändert man was? [00:45:41] oder ist es eine zahnloser Tiga? [00:45:46] Also die Antidiskriminierungsstelle des Bundes – das muss ich immer glaube ich erklären – ist die nationale Gleichbehandlungsstelle. [00:45:55] In jedem Land in Europa gibt es eine Stelle, die dafür da ist dass das Antidiscriminierungsrecht umgesetzt wird und die Menschen brät. [00:46:02] also Leute können sich an uns wenden und wir geben eine rechtliche Ersteinschätzung Und in anderen Ländern ist es so, dass die Antidiskriminierungsstellen auch Menschen vor Gericht begleiten können und unterstützen können damit sie zu ihrem Recht kommen. [00:46:18] Das ist bei uns zum Beispiel nicht möglich. [00:46:20] also wir können den Leuten schreiben das könnte eine Diskriminierung nach dem AGG sein. [00:46:25] Wir empfehlen, dass Sie sich einen Anwalt einer Anwältin holen und dann sind wir raus Dann dürfen wir gar nichts mehr machen. [00:46:31] und das ist schon sehr schlimm finde ich. [00:46:35] Und ich würde mir sehr wünschen, dass wir da so internationalen Standards entsprechen. [00:46:40] Soll auch ein bisschen besser werden mit einer AGG-Reform? [00:46:43] Aber das passiert nur weil es europäischen Druck gibt! [00:46:46] Es gibt zwei Standards, Richtlinien – so nennen wir das also Richtlinie – die vorgeben, dass die Antidiskriminierungsstelle des Bundes mehr Möglichkeiten haben muss Menschen zu helfen zum Beispiel durch eigene Entscheidungen, die wir herbeiführen können, zum Beispiel oder Beistandschaft, dass wir mitgehen können vor Gericht und wir würden uns ja total wünschen, dass sie auch mal selber vor Gerich gehen können. [00:47:11] Weil warum solltest du jetzt Raul in einem riesigen Häuserkomplex oder einer städtischen Genossenschaft die bestimmte Dinge nicht zur Verfügung stellt? [00:47:22] Alleine klagen müssen wenn es eigentlich eine staatliche Stelle tun kann, um dann klarzustellen müssen zum Beispiel Anbieter von Wohnungen folgendes leisten ja oder nein. [00:47:33] Das kann ja auch ein Gericht mit einer in einem Prozess klären das eine staatliche Stelle im Sinne der Bürgerin vorantreibt. [00:47:42] so und bei uns ist aber so dass immer gesagt wird ne die Einzelperson also du als Betroffener du musst mit eigenen Mitteln vor Gericht sie nur zu deinem Fall und dann darf da auch keine strukturelle so Unterstützung sein. [00:47:56] Es gibt keinen Verbandsklagerecht, keinerlei Unterstützungsmöglichkeiten und da können wir wirklich besser werden in [00:48:01] Deutschland.". [00:48:03] Das ist ja so wenn man als Mannerin in Deutschland wird und Leute kritisiert, Institutionen kritisieren [00:48:10] usw., [00:48:11] das ließ immer einfaches auch im Feedback also die Feedback Kritik von dir bekommen, die schlagen dann auch gerne mal zurück. [00:48:21] Wie gehst du mit dieser Kritik, die du dann wieder erfernst bzw. [00:48:25] mit der Reaktion darauf um? [00:48:28] Also ich habe tatsächlich viel gelernt zum Beispiel dass dieser Vorwurf... Ich würde jetzt alles zu Diskriminierung erklären nur noch Opfer sehen, sozusagen oder Identitätspolitik betreiben. [00:48:47] Oder was so kommt wenn man eben Antidiskriminierung macht? [00:48:51] Dass das nicht nur von Person X an mich gerichtet ist sondern zu verstehen, dass es eine Diffamierungsstrategie gibt in Deutschland die gibt's aber auch weltweit. [00:49:03] Das Thema Gleichbehandlung gleiche Rechte für alle wird gerade angegriffen. [00:49:08] Am krassesten ist es, glaube ich in den USA zu sehen. [00:49:10] Wo eben der Präsident an seinem zweiten Tag glaube ich aber auch am ersten schon sämtliche Diversity Equity and Inclusion Dinge per Decret verboten hat und damit auch Gleichstellungspolitik gleich Behandlung in der Arbeit usw. [00:49:27] Hat er total massiv eingeschränkt. [00:49:29] Und das ist eine Strategie zu finden. [00:49:31] Es ist eben nicht so dass alle Menschen die gleichen Rechte zustehen sollen. [00:49:37] Wenn das staatliche Stellen sagen, ist es schon krass. [00:49:42] Ich gehe damit um indem ich's nicht persönlich nehme sondern auf eine als politischen Kampf betrachte und dann kränkt mich das nicht so persönlich. [00:49:50] Ich bin immer noch manchmal ein bisschen im Pört vor allem wenn es von PolitikerInnen kommt von denen ich erwarte dass sie eigentlich sachlich umgehen also demokratische Parteien. [00:49:58] da erwarte ich von allen dass die erst mal offen uns sachlich damit umgehen. [00:50:02] wir müssen uns nicht einig sein aber dass sie das nicht irgendwie verhetzen, nicht populistisch angehen und dass Sie verstehen, dass keine Identitätspolitik ist. [00:50:12] Wenn man gleiche Rechte für alle will sondern das Gegenteil davon. [00:50:16] ja dann da bin ich bei mir so, dass ich leichte Emotionen kriege. [00:50:23] Aber wenn jetzt eine rechtsextreme Partei auf mir rumhackt und wie findet ich sie doof? [00:50:28] Dann nehme ich das, glaube ich fast schon nicht als Kompliment. [00:50:30] Aber ich sage mal dann machen die ihren Job Und dann mache ich mich darüber jetzt keine Gedanken warum die das doch missverstanden haben und ob Ich besser kommunizieren muss oder so. [00:50:39] aber Du hast es vorhin angesprochen und ich finde ein bisschen Die Frage Wie kommuniziert man ist so dass Es auch konservative Menschen zum Beispiel mitnimmt. [00:50:49] Das Ist Schon eine Herausforderung an der arbeite ich auch lange. [00:50:51] Ich bin total dankbar für alle Tipps und Hinweise, die ich bekomme. [00:50:56] Manchmal merkt man aber auch, dass manche Leute ideologisch einfach keinen Bock haben auf bestimmte Themen und dann muss man das halt auch akzeptieren. [00:51:03] Aber hast du auch schon mal das Gefühl gehabt, dass aus dem konservativen Lager es Einsicht gab? [00:51:08] Und Leute gesagt haben ja krass! [00:51:10] Das haben wir so noch gar nicht gesehen oder [00:51:12] gewusst?! [00:51:14] Also... was immer gut funktioniert ist, wenn man mit konkreten Beispielen kommt. [00:51:18] Also viele Frauen kann man wirklich darüber abholen dass sie selber auch schon erlebt haben das sie als Frauen anders behandelt wurden am Arbeitsplatz vielleicht sogar sexuell belästigt oder zumindest so. [00:51:30] also sexuelle Belästigung ist ja mehr als körperliche Annäherungsversuche das es auch schon. [00:51:35] wenn man Sprüche macht wenn man eben bestimmte Dinge sagt und das haben ja fast alle Frauen schon erlebt Da gibt es dann trotzdem auch Frauen, die sagen ja aber das war halt schon immer so da muss man jetzt nicht so empfindlich sein. [00:51:48] Aber viele kriegt man damit. [00:51:49] oder wenn man mit dem Thema Antisemitismus argumentiert, dann macht's bei vielen so ein bisschen Aha-Momente weil sie ja da gelernt haben zu Recht dass wir da eine starke Verantwortung haben. [00:52:02] und ich sage mal einen Schild Wir bedienen keine Juden oder wir bedienen kein Israelis, wie es jetzt auch ein paar Mal vorgekommen ist. [00:52:11] Dass das nicht geht, das leuchtet glaube ich jedem ein. [00:52:14] Wenn man dann aber sagt ja wenn da andere Gruppen draufstehen, dann geht's halt auch nicht. [00:52:18] Diese Transferleistung die kann man vielleicht besser gemeinsam machen und gehen so. [00:52:24] Also ich versuche schon, die Argumente zu schärfen. [00:52:27] Ich mache aber auch die Erfolgen, dass es konservative Kreise gibt also auch im Rahmen des demokratischen Spektrums Leute gibt, die sagen boah nee, also Antidiskriminierung oder mit der Atamann... also auf gar keinen Fallen mit der will ich nicht reden das ist mir.. Die haben dann glaube ich so, ich nenne das immer so Vokismus-Kontaminierungsängste Dass man irgendwie Angst hat wenn man dann auf einem Bild zusammen ist, dass dann Leute schon sagen er ist ja auch vogue oder so. [00:52:51] Aber das ist dann halt so. [00:52:53] Ich sage mal, man muss im Gesprächsbereitschaft zeigen und offen sein. [00:53:00] Und ich mache auch wirklich tolle Erfahrungen natürlich. [00:53:02] Es gibt auch Konservative und Leute die erstmal mit dem Thema überhaupt nicht zu tun hatten. [00:53:06] Auch viele Unternehmen, die vielleicht selber jetzt gar nicht so sich schon damit auseinandergesetzt haben. [00:53:12] aber die dann finden ja klar das leuchtet ihnen sofort ein und wenn es so einfach ist da was zu machen, dann machen wir das so! [00:53:20] Ich würde können sagen, dass du die eine Diskriminierungsstelle auf ein neues Level geroben hast seitdem du im Amt bist. [00:53:27] Gibt es eine Sache, wo du noch mal echt gerne auf den Putz hauen wollen würdest? [00:53:40] Also... Vielleicht jetzt gar nicht auf dem Putzhorn. [00:53:43] Ich würde gerne erzählen, ich habe noch ein Jahr Amtszeit. [00:53:46] in der Zeit werde ich verschiedene Studien vorlegen die ich super spannend finde. [00:53:52] eine davon betrifft das Thema psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz und Das ist ein Riesenthema sowohl für die Arbeitgebenden aber vor allem auch für die Menschen. [00:54:03] Ja Und ich mag dass immer wenn wir so über so unerwartete Themen reinholen sozusagen in diesen Themenkomplex Gleichbehandlungen am Arbeitsplatz zum Beispiel. [00:54:15] Und wir haben auch eine Studie, die demnächst rauskommt zum Thema Werkstätten und das Beschwerde und Diskriminierungs- also Antidiskriminierungsmöglichkeiten in Werkstädten. [00:54:26] Das sind so Themen, die eher eben nicht auf den Pots hauen aber auch nicht... Also da wird es keinen Aufschrei geben, da wird's keine große Reaktion geben weil diese Themen hier chronisch unterbeachtet sind. [00:54:37] Aber umso wichtiger ist es mir dann da rein zu gehen. [00:54:39] Aber auch mir gelingt es tatsächlich nicht. [00:54:41] Und ich würde sagen du und ich, wir sind relativ erfahrene Menschen wenn es darum geht Dinge so zu kommunizieren dass sie dann manchmal im doch auf den Putzone oder Aufmerksamkeit kriegen. [00:54:51] Ich finde schon beachtlich wie wenig beim Thema Gleichbehandlung und Teilhabe inklusion für Menschen mit Behinderung Wie groß der Konsens offiziell ist also gesellschaftlich die wenigsten menschen würden sagen will ich nicht laut Studien und trotzdem passiert so wenig. [00:55:12] Und es gibt so wenig Aufmerksamkeit dafür, da bin ich wirklich am Rätsel... Also das ärgert mich! [00:55:19] Das ist so ein Wunderpunkt. [00:55:21] Die anderen Themen kriegen mehr Aufmerksamkeit. [00:55:24] Fällt mir auch auf. [00:55:25] also wenn wir über Vielfaltdimensionen sprechen dann wird die Dimension Behinderung tatsächlich als Letzte oder gar nicht genannt. [00:55:33] Offiziell hat man dann das Gefühl Viele Menschen stimmen ja zu, wenn man jetzt irgendwie über Diskriminierung spricht. [00:55:40] Trotzdem gibt es so eine Art Not-In-My-Backyard-Phänomen. [00:55:43] Also ich habe nicht gegen Behinderte solange sie in der Schule meiner Kinder sind oder solange Sie nicht meine Nachbarinnen sind. [00:55:50] Aber [00:55:51] ich hab ja vorhin erzählt dass Parteien sehr nach der Logik arbeiten was zahlt auf ihr Konto ein? [00:55:59] Auf welchen Konto würde das denn einzahlen? [00:56:03] Was tut für Menschen mit Behinderung beziehungsweise da Gleichberechtigung und Gleichbehandlung herstellt? [00:56:08] Vielleicht klappt das nur dann, wenn man klar macht dass wir alle alt werden. [00:56:14] Dass wir alle früher später mit dem Alter auch Behinderungen haben werden oder wie ja auch gesagt wird Wir sterben alle behindert. [00:56:25] Ich versuch das auch immer. [00:56:26] ich habe aber gelernt dass Menschen emotional nicht so weit fühlen können. [00:56:33] Also irgendwie in zwanzig oder dreißig Jahren sehe ich vielleicht auch nicht mehr so gut und deswegen brauche ich dann eine barrierefreie Webseite, ist glaube ich kein Gefühl... also keinen colte Action! [00:56:44] Und vielleicht müssen wir dann doch noch mal mehr darüber argumentieren. [00:56:47] erstens es sind zehn Millionen Menschen jetzt schon sozusagen statistisch erfasst das ist eine riesengröße, dass heißt eigentlich in jeder Familie gibt es jemanden. [00:57:00] Ich liebe ja diese Gerechtigkeitsthema, aber ich hab auch verstanden, dass sie nicht alle Menschen abholen. [00:57:06] Das heißt wir suchen noch so ein bisschen ... Aber vielleicht kann man es so argumentieren, als ich mal in einen Schweizer Zug gestiegen bin echt nicht schlecht gestaunt wie angenehm Züge sind die barrierefrei gebaut sind weil die schon alleine mit, wenn man sagen will, mal gepackt hat und vielleicht auch nicht alleine da rein steigt. [00:57:29] Also in einen ICE reinzukommen mit Gepäck ist ja an sich schon eine Herausforderung und da braucht man noch nicht mal irgendeine Einschränkung zu haben, außerdem Gepack. [00:57:37] Oder man ist vielleicht auch einfach nicht mehr super topfit körperlich und so. [00:57:42] dann ist es auch schon schwierig. [00:57:43] also unsere Fortbewegungsmittel insbesondere die Bahn ist ja von vornherein so gebaut dass sie eigentlich für super gesunde, super fitte sportliche Menschen mit keinem Gepick gemachtes und schon gar keinen Kinderwagen kann man sich ungefähr vorstellen, wie es dann noch ist. [00:57:58] Wenn man irgendwelche körperlichen Einschränkungen hat und besondere Erleichterung braucht, wie kompliziert das ist. [00:58:04] Und da... Also vielleicht wirklich ... Es ist für alles was barrierefrei gemachtes. [00:58:08] Das ist für alle Beteiligten schöner, angenehmer und zugänglicher. [00:58:11] Und das vielleicht auch nochmal mitzugeben? [00:58:13] Und jeder von uns kriegt auch mal könnte, könnte mein Kinder kriegen oder temporär eben sich ein Bein brechen oder so. [00:58:20] Ja aber es ist schwierig! [00:58:24] Was macht dir Hoffnung? [00:58:29] Menschen wie du Lieber Raul, aber auch mir macht Hoffnung dass Entwicklungen nicht linear sind. [00:58:38] Das heißt es passieren immer wieder Dinge die wir jetzt noch gar nicht sehen. [00:58:42] also weil wenn ich jetzt so mir vorstelle alles geht hierzu weiter wie's gerade ist dann kriege ich schon manchmal ein bisschen komisches Gefühl mit der internationalen Weltlage aber auch mit dem Thema Diskriminierung des... Also jetzt mal mein Arbeitsbrech das geht alles so langsam voran und so weiter und die Kurve. [00:58:58] Aber es passieren ja oft unerwartete Dinge und dann kann das auch mal sehr hochgehen. [00:59:03] Das heißt, ich setze so ein bisschen auf dieses Karma Lotto, dass einfach etwas passiert was dann wieder ganz viel Motor reinbringt. [00:59:16] Und was mir aber am Ende des Tages Hoffnung macht vielleicht... Das habe ich jetzt gesagt um die Zeit zu überbrücken weil das eine schwierige Frage ist. [00:59:24] Mir macht total Hoffnung dass die Bevölkerung in Deutschland schon ziemlich weit ist. [00:59:33] Also wenn man sich Befragungen anguckt, dann ist es so das ... Die politischen Debatten, die gerade in Berlin im ... In diesen politischen Bubbles geführt werden, ganz schön weit weg sind von dem wie Menschen im Alltag fühlen und ich weiß nicht ob du das auch erlebst. [00:59:49] aber wenn wir dann eben zum Beispiel damals mit meinem Buch als ich auf Tour gegangen bin Opa Amagau, also was jetzt Synonym für irgendein bayerisches Dorf an der Grenze zu Schwaben steht in einer Kirchengemeinde und habt da gelesen. [01:00:04] Ich weiß nicht wie es dazu kam das du mich eingeladen haben aber ich hatte dort die spannendsten Gespräche von Leuten die eben eigentlich sich nicht tagtäglich damit beschäftigt haben mit Antirassismus und Antidiskriminierung Die aber so tolle Fragen hatten und so toll waren einfach und so offen. [01:00:24] Ich habe durch die Bank weg in ganz Deutschland oben unten, also links rechts Norden Süden überall Menschen kennengelernt, die mir ganz viel Hoffnung machen. [01:00:34] Also ich finde die Menschen in Deutschland, die machen wir schon hoffen... ...ich weiß, in manchen Regionen im Moment hat man... ...also können das vielleicht viele nicht bestätigen? [01:00:43] Da hat man eher Angst durch bestimmte Gegenden zu gehen. [01:00:46] aber alles in allem muss ich sagen sind wie eine sehr stabile Demokratie bislang Und das soll auch so bleiben und daran arbeiten wir natürlich. [01:00:57] Das ist doch eine super Überleitung für die letzten Fragen, nämlich diese Menschen, die für eine gerechtere Welt sorgen haben Organisationen gegründet Bücher geschrieben Filme gedreht war es doch immer sie alles tun. [01:01:15] welche würdest du besonders hervorheben und empfehlen für die Zuschauerinnen und Zuschauer um ZuhörgerInnen? [01:01:25] Ich hoffe, das ist okay. [01:01:26] Ich scheue mich immer ein bisschen davor, Werbung für Bücher zu machen. [01:01:31] Vielleicht bin ich da etwas übervorsichtig aber da habe ich dann wieder diesen Bundesadler und so und ich weiß noch dass ich mich früher manchmal der Innenminister hatte mal so zehn Bücher rausgegeben die er ganz toll findet und da war finde ich echt schwierige Sachen dabei. [01:01:45] also deswegen würde ich jetzt vielleicht nicht so sehr auf gedruckte Publikationen hinweisen, aber auch auf Menschen die wirklich sehr inspirierend sind und da bist du auf jeden Fall ganz vorne mit dabei. [01:01:56] Und das sage ich jetzt nicht weil ich hier sitze und mit dir quatsche und das gerne zu dir sagen möchte damit du dich freust sondern... Weil du jemand bist der jetzt kontinuierlich über die Jahre in der Öffentlichkeit steht, dass ist harte Arbeit! [01:02:09] Du ganz viel aufnimmst, abfederst damit beschäftigt bist, aufzuklären und so ein Brückenbauer zu sein. [01:02:20] Und dann wird man auch kritisiert gerade aus den eigenen Reihen, sage ich mal, der eigenen Community. [01:02:25] Das ist nicht immer einfach! [01:02:27] Und ich finde das zu machen, wenn man es solange macht sehr beeindruckend. [01:02:32] Ich bin aber auch tatsächlich ein Fan von ... Ja jetzt traue ich mich nicht, dass zu sagen... In meinem alltäglichen Arbeiten treffe ich ganz viele Politikerinnen, die mich sehr inspirieren und sehr beeindrucken. [01:02:46] Ich würde es ungern jetzt sagen weil ich dann Werbung wieder für Parteien mache – das soll ich nicht! [01:02:51] Ich kann aber sagen dass in allen demokratischen Parteien Frauen, aber auch Männer vor allem aber Frauen kennengelernt habe, die das wirklich sehr ernst nehmen diesen Auftrag Deutschland oder ihre manchmal ist auch kommunal ihre Gegend voran zu bringen bei Politikerinnen. [01:03:10] Das ist, finde ich so eine Gruppe die auf die haut man drauf oder beschwert sich oder findet sie gut. [01:03:15] aber kaum jemand sagt wie krass dieser Job ist und damit meine ich nicht meinen Ich bin Teil der Verwaltung oder mehr oder weniger Teil der verwaltung Aber ich finde so parteipolitik zu machen. [01:03:25] also da muss ich schon sagen was manche Menschen sich für ein dickes Fell aufgelegt haben um etwas Gutes durchzubringen. [01:03:32] das ist schon sehr beeindruckend So und die einen oder anderen wirst du kennen von irgendwelchen veranstaltungen Aber auch im parlamentarischen Raum. [01:03:41] Das ist richtige Schwerstarbeit, das sind Leute die arbeiten achtzig Stunden die Woche oder mehr und kriegen vor allem sehr viel heftiges Feedback. [01:03:51] Und selten sagt mal jemand, boah danke dass du hier das alles für uns machst und versuchst irgendwelche Kompromisse im Bundestag hinzubekommen. [01:03:59] Stattdessen hören dir ich immer wie so ob wir das nicht hinbekommen und das nicht inbekommen. [01:04:05] Wenn der Aufzug jetzt aufgeht wo geht es für dich weiter? [01:04:09] Ich werde mich erst mal ... werde ich Zeit nutzen und wieder Sachen lesen, was alles auf meinem Handy aufgelaufen ist. [01:04:16] Aber dann werde ich tatsächlich heute mit meinem Mann unseren Hochzeitstag feiern. [01:04:22] Wow! [01:04:22] Ja? [01:04:23] Sehr schön. [01:04:24] Bin schon einige Jahre verheiratet und noch mehr ja schon zwanzig Jahre mit meinen Partner zusammen. [01:04:29] Und genau da werden wir es uns gut gehen lassen. [01:04:32] Das ist doch der beste Anlass, dass die Chill jetzt gleich aufgeht. [01:04:36] Gehen wir Pferde an. [01:04:38] Vielen, vielen Dank, dass du heute Gast warst. [01:04:40] Ich hoffe wir sehen uns wieder! [01:04:42] Ja, vielen dank Raul für die Einladung. [01:04:44] War sehr schön mit dir rauf und runter zu fahren. [01:04:47] Sehr gern! [01:04:51] Danke fürs Mitfahren. [01:04:53] Wenn ihr mögt und euch diese Folge Spaß gemacht hat, bewerte diese Folge bei Apple Podcast, Spotify oder wo auch immer ihr zuhört. [01:05:02] Alle Links zur Folge sowie die Menschen, die mich bei diesem Podcast unterstützen findet ihr in den Show Notes. [01:05:09] Schaut da gerne mal rein. [01:05:13] Wenn ihr meine Arbeit unterstützen möchtet, würde ich mich freuen euch bei Steady zu begrüßen. [01:05:18] Mit einer Steady-Mitgliedschaft bekommt ihr exklusive Updates von mir und die Gelegenheit mich zweimal im Jahr persönlich zu treffen. [01:05:28] Im Aufzug ist eine Produktion von Schönelein Media. 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Dieser Podcast ist eine Produktion von Schønlein Media.
Produktion: Fabian Gieske, Judith Stiegler-Trost
Schnitt und Post-Produktion: Hanne Pasdzior
Coverart: Amadeus Fronk
