Im Aufzug mit Collien Monica Fernandes

Wie viel Kraft kostet der Kampf gegen Hass im Netz wirklich?

Heute habe ich Collien Monica Fernandes zu Gast. Viele kennen sie vielleicht als Moderatorin bei Viva, andere als Schauspielerin oder Autorin.

In den vergangenen Jahren ist sie aber vor allem durch etwas anderes sichtbar geworden: Sie hat öffentlich gemacht, wie digitale Gewalt aussieht. Nicht abstrakt, sondern ganz konkret. Sie hat recherchiert, dokumentiert und mit Betroffenen gesprochen.

Wir sprechen über Macht im digitalen Raum, über KI-Deepfakes und die Frage, warum technischer Fortschritt oft alte Ungleichheiten verstärkt.

Am Ende geht es auch um Hoffnung. Wie verändert man eine Gesellschaft, ohne sich dabei selbst zu verlieren?
Aus einer persönlichen Erfahrung ist gesellschaftliche Aufklärungsarbeit geworden.

Aufzugtür auf für Collien Monica Fernandes.

[00:00:00] Es wartet wieder eine spannende Fahrt mit Raul im Aufzug auf dich.
[00:00:04] Hast du dich schon mal gefragt, wie Hunde oder Katzen ein Aufzugfahrt erleben?
[00:00:08] Wir bei Schindler planen Aufzüge für Millionen Menschen und wissen, dass oft auch ihre vierbeinigen Begleiter mitfahren.
[00:00:14] Deshalb beschäftigen wir uns damit, wie sich eine Aufzug-Fahrt für alle möglichst angenehm anfühlt.
[00:00:20] Warum Tiere dabei manchmal skeptisch reagieren, hörst du am Ende dieser Folge!
[00:00:24] Jetzt viel Spaß mit Im Aufzug.
[00:00:26] Wünsch Schindl.
[00:00:31] Heute habe ich Colleen Pernandes zu Gast.
[00:00:34] Viele kennen sie vielleicht als Moderatorin bei Viva, andere als Schauspielerin oder Autorin.
[00:00:41] In den vergangenen Jahren ist sie aber vor allem durch etwas anderes sichtbar geworden Sie hat öffentlich gemacht wie digitale Gewalt aussieht – nicht abstrakt sondern ganz konkret!
[00:00:51] Sie hat recherchiert dokumentiert und mit Betroffenen gesprochen.
[00:00:56] Wir sprechen über Macht im digitalen Raum über KI-Deepfakes und die Frage, warum technischer Fortschritt oft alte Ungleichheiten verstärkt.
[00:01:07] Am Ende geht es auch um Hoffnung!
[00:01:09] Wie verändert man eine Gesellschaft ohne sich dabei selbst zu verlieren?
[00:01:15] Aus einer persönlichen Erfahrung ist gesellschaftliche Aufklärungsarbeit geworden.
[00:01:34] Nee,
[00:01:41] tatsächlich nicht.
[00:01:42] Es ist ja so vor Live-Sendungen darf man immer nicht auf Zug fahren.
[00:01:47] Wir hatten das nämlich einmal dass Interviewgäste kurz vor der Sendung im Aufzug stecken blieben und das ist natürlich das schlimmste was bei einer live Sendung passieren kann.
[00:01:55] Das wusste ich
[00:01:55] gar nicht okay.
[00:01:56] Deswegen gibt es eigentlich bei allen sendern die Ansage es wird nicht mehr auf zu gefahren Und dann laufen manchmal alle zwanzig Stoppwerke runter je nachdem wo sie gerade oben sind.
[00:02:07] aber seit dem irgendwie bei allen.
[00:02:10] Wahrscheinlich hat jeder mal die Erfahrung gemacht, keine Aufzug mehr aufzuverboten.
[00:02:14] Ja krass!
[00:02:15] Das habe ich noch nie gehört.
[00:02:16] also... Ich kenne es nur das Schalsspielerinnen bevor vor dem Dreh ganz bewusst mit einem Taxi oder Schoffeur abgeholt werden damit sie auf jeden Fall pünktlich sind.
[00:02:25] Das ist so ja.
[00:02:27] Das war mir auch neu.
[00:02:28] Das is auf jeden fall so.
[00:02:31] Setz wir doch mal alles auf Anfang.
[00:02:33] mich würde nämlich interessieren wie bist du die Person geworden?
[00:02:36] Du bist sehr jung an die Öffentlichkeit gekommen.
[00:02:40] Damals als Moderatorin bei Viva beispielsweise, hattest du das Gefühl, du bist auf das neue Leben vorbereitet?
[00:02:50] Ich glaube dass wir alle natürlich irgendwie durch unseren Lebenswerk... Am Ende ist es der Weg, der Person macht, die man am Ende ist und da passieren Dinge.
[00:03:08] Die man natürlich so nicht vorhersehen konnte und die einen natürlich irgendwie prägen.
[00:03:15] Und ich muss sagen auch von dem was ich jetzt mittlerweile beruflich mache das ließ sich so nicht voraus sehen aber ich freue mich dass es einfach viele kleine Steps gab wo ich mich neu ausprobieren durfte sodass an dem Punkt bin, wo ich bin und diese Dokumentationen drehen darf zu Themen die ich für relevant halte.
[00:03:39] Das finde ich tatsächlich ganz interessant weil ich mich gefragt habe warum bin ich eigentlich da wo ich stehe?
[00:03:45] Und ich glaube weil ich es einfach nicht wusste und man dann einfach weiter macht und dann guck okay wohin drückt er denn das?
[00:03:53] und dann stellt man jedes mal sich die Frage.
[00:03:55] also man steht dann jedes Mal vor neuen Entscheidungen und
[00:03:59] am Ende ist es aber auch der Mut, sage ich jetzt mal von Leuten nicht die naheliegendste Entscheidung zu treffen.
[00:04:08] Also ich habe das jetzt mit einem aktuellen Format wofür ich im Gespräch bin in einem ganz anderen Bereich wieder und da gibt es dann natürlich wieder so Redakteure, die sagen Ach, wir nehmen lieber jemanden den man schon in dem Bereich kennt.
[00:04:25] Und das finde ich schade!
[00:04:26] Ich find's eigentlich viel überraschender wenn man Leute in neuen Rollen sieht.
[00:04:31] also irgendwann gab es Michaela Hummel die erste Produzentin die mich für eine Doku besetzt hat und da waren Leute erstmal ach die für Doku.
[00:04:42] Aber es ist ja viel überraschender, wenn man Leute sieht die man vielleicht in dem Bereich noch nicht gesehen hat oder jetzt zum Beispiel auch mit extra drei dass ich da fest als Zeitkick mitmachen darf.
[00:04:53] Da hat einfach jemand gesagt wir probieren das mal aus und ich habe bei einer Sendung mitgemacht als Zeitkick und dann hieß es wir machen das jetzt fest und Ich finde es viel toller auch für die Fernsehlandschaft, wenn nicht die immer gleichen Leute, die immer gleiche Dinge tun.
[00:05:10] Und dazu gehört aber eben auch – weil man kann es ja am Ende nicht alleine entscheiden – der Mut von Menschen aus dem Fernsehen, die sagen wir machen jetzt mal Dinge anders und den Mut haben leider viele nicht.
[00:05:22] Woran glaubst du liegt das?
[00:05:24] Weil man auf Nummer sicher gehen will.
[00:05:26] Man will nicht schuld sein, wenn irgendwas schiefläuft.
[00:05:30] Aber ich denke mir im Best Case hat man etwas angestoßen, was vorher noch nicht da war und das ist am Ende auch irgendwie spannender als ja.
[00:05:43] gut den haben wir jetzt auch schon eine Million mal in einem ähnlichen Format gesehen.
[00:05:49] Also ich kann zumindest darrelaten an der Stelle dass ich merke dass Menschen mit Behinderung zum Beispiel in der Öffentlichkeit immer nur dann auftauchen wenn es um das Thema Behinderungen geht.
[00:05:58] Das ist eine Zeit lang auch so gewesen mit POC.
[00:06:02] Also ich habe immer im Drehbuch geschaut, warum fragen Sie jetzt jemanden der nicht irgendwie blonde Haare hat?
[00:06:09] So und dann hab' ich geguckt, ah darum geht's deshalb!
[00:06:12] Und es änderte sich tatsächlich mit der ersten Anfrage für ein internationales Projekt Wobei ich mich dann noch nicht getraut habe auf englisch Sachen zu machen und da war ich einfach, die haben international gecastet.
[00:06:27] Also die sollte einfach eine sein, die in der Bank arbeitet so ne Sachbearbeiterin.
[00:06:33] Die lernt den Main Character kennen und dann werden sie später ein paar und ich hab die ganze Zeit gesucht.
[00:06:39] Warum suchen die jetzt doch jemanden mit?
[00:06:41] mit dunklem Haar und ich habe das nicht gefunden.
[00:06:44] Und dann dachte ich so, ah die sind weiter!
[00:06:46] Man muss es gar nicht begründen sondern ist einfach die Frau.
[00:06:50] und dann kasten sie alle möglichen durch und gucken dann einfach wer die Frau sein kann.
[00:06:54] Es ist nicht so dass man irgendwie sagt ja wir haben hier eine Diessinderenweil und dann erklärt sich warum Sie einen anfragen.
[00:07:04] Wird es für dich damit leichter?
[00:07:06] Also je weiter du solche Projekte ausprobiert hast wirst du dann auch mutiger gecastet.
[00:07:12] Also ich glaube, dass man gerade in der Fektion relativ wenig Mut hat.
[00:07:18] Es ist dann irgendwie doch auch wieder das wie man es in der Moderation hat.
[00:07:21] Ach die hat schon zehn historische Filme gedreht, die besetzen wir für was Historisches.
[00:07:27] und ich habe jetzt zum ersten Mal einen Film gedreet für die ARD.
[00:07:31] da durfte ich so eine Ich sag jetzt einfach mal Arschlochmanagerin sein.
[00:07:37] Also ich war eine Plattenfirmenchefin und hatte so ne Girlband, die so ein bisschen unter mir gelitten haben.
[00:07:43] wirklich ein ganz tolles Projekt.
[00:07:46] Alicia von Rittberg war meine Assistentin und Hauptansprechpartnerinnen Und die hat glaube ich ganz schön unter mir gelitten und das war einfach mal eine schöne Rolle weil es so ganz ganz anders war also auch gegen den Typ besetzt.
[00:08:00] oft ist ja Film gerade totaler Typecast?
[00:08:06] Heute recherchierst du viel über digitale Gewalt.
[00:08:10] Du führst politische Gespräche, du schreibst Bücher darüber und andere schreiben Bücher über dich.
[00:08:16] Wann hast du gedacht ich möchte eigentlich aus dieser Rolle der Unterhalterin, der Schauspielerin, der Moderatorin raus und jetzt gesellschaftlichen Wandel bewirken?
[00:08:27] Das kam tatsächlich durch Michaela.
[00:08:29] die hat mich angefragt für eine Dokumentation und da habe ich mir dann zwei Monate frei genommen.
[00:08:37] Da ging es um die Textilindustrie, wo ich auch gemerkt hab dass es wahnsinnig viele Missverständnisse gibt über das Thema.
[00:08:44] also das Leute sagen Ich gehe doch nicht in das Counter wegen der schlechten Arbeitsbedingungen Und dann gehen sie einladen weiter und Es gibt wirklich premium Brands.
[00:08:52] Also wir haben da in Kambodscha Wo wir gedreht haben Brands gefunden Die wirklich hochpreisig sind, also Designer die irgendwie zweieinhalb Euro für ein T-Shirt nehmen.
[00:09:04] Die genauso produzieren wie der Discounter und da habe ich so gemerkt... Da gibt es auch viele falsche Gedanken zu dem Thema da draußen und viel falsche Informationen wobei es ja gar keine richtige Information ist sondern eigentlich mit einem Mutmaßung.
[00:09:22] Und da hab' ich so gedacht Ich möchte eigentlich dazu beitragen aufzuklären und mittlerweile bin ich aber auch ein bisschen verzweifelt mit dem Menschen, weil ich habe irgendwie das Gefühl die sind oft auch so ein bisschen faktenallergisch.
[00:09:36] Also es ist völlig absurd man kommt mit Fakten und die sagen nee das glaube ich nicht!
[00:09:40] Ich kann mich selber denken wo man irgendwie merkt ja aber so ein bischen Harpers auch mit dem selber denken.
[00:09:46] also irgendwie gibt's da gerade nicht so richtig gute Tendenzen im Internet.
[00:09:51] Würdest du sagen du bist auch Aktivistin?
[00:09:55] Ähm...also Die Sache ist die, dass man immer in eine gewisse Ecke gepackt wird.
[00:10:06] Also zum Beispiel wenn man sich für feministische Themen einsetzt dann wird man auch immer gleich mit ja das ist so ne Grüne wo ich mir denke hey Moment wie kommt ihr denn jetzt darauf?
[00:10:20] Ja die äußert sich immer zum Thema Umweltschutz und dann sitzt sie im Flugzeug noch nie zum Thema Umweltschutz öffentlich geäußert.
[00:10:31] Aber das wird dann so gemutmaßt, also alle die irgendwie für Feminismus sind, sind gleichzeitig für Umweltschutz und die Leute sind gar nicht mehr in der Lage zu differenzieren oder wirklich hinzuhören oder zu gucken.
[00:10:43] wer hat denn jetzt was konkret gesagt?
[00:10:45] Sondern dass ist immer alles einhaufen und die Menschen hören gar nicht mir richtig zu habe ich irgendwie das Gefühl
[00:10:55] Ich wollte zum Beispiel nie der Berufsbehinderte werden Und irgendwie ist es jetzt dann doch der Beruf geworden.
[00:11:01] Ich glaube, aber ich habe mich damit so ein bisschen jetzt auch angefreundet und auch arrangiert weil man kann ja dann trotzung auch in den Bereichen weitermachen.
[00:11:12] Hast du das Gefühl, dass Luisa Neubauer hat mir das mal erzählt?
[00:11:16] Dass wenn sie Aktivistin genannt wird was die vielleicht auch ist, dass aber eigentlich gesagt wird um ihre Arbeit zu diskreditieren weil sie ist ja auch Expertin, sowie du Expertin bist.
[00:11:33] Ja ich glaube sobald jemand so einen gewissen Kampfesgeist an den Tag legt gilt man als aktivistisch.
[00:11:39] aber für mich es ist total wichtig dass ich also natürlich gibt's zum Beispiel gewisse Strömung, wo ich denke da ist der vermeintliche Feminismus zu weit gegangen oder da kann nicht mitgehen.
[00:11:54] Und wenn man dann dagegen spricht heißt das hey aber Moment mal du bist doch so.
[00:11:58] also mir ist es total wichtig immer neutral auf die Dinge zu schauen und einfach auf der Basis von Studien.
[00:12:06] Also ich liebe deshalb Studien, ich finde es total wichtig dass man einfach Themen wissenschaftlich analysiert und wenn man dann etwas hat was für eine gewisse Maßnahme spricht oder gegen eine gewissen Maßnahme das man das dann einfach neutral beurteilt und deswegen ja so richtig kann nicht mit dem Begriff Aktivismus nichts anfangen, beziehungsweise ich glaube schon dass ich einen gewissen Kampfesgeist habe und ich freue mich auch wenn der wieder da ist weil manchmal ist man einfach so emotional in so einem Loch das man es nicht schafft.
[00:12:39] Aber trotzdem versuche ich mich nicht von einem Thema vereinnahmen zu lassen sondern neutral zu bleiben.
[00:12:45] und natürlich da wo es ein Missstand gibt will man den auch aufdecken.
[00:12:49] aber da wo's irgendwie totaler Quatsch isst da kann man dann auch sagen ey übertragts jetzt total.
[00:12:56] Wagen wir doch mal ein Perspektivwechsel.
[00:12:58] Du machst viel zum Thema digitale Gewalt.
[00:13:01] Du recherchierst viel auch aus eigener Erfahrung und du hast mehrere Dokumentationen zu diesem Thema gedreht, dabei auch andere Geschichten von anderen Menschen gehört.
[00:13:11] Gab es da eine, die dich ganz besonders bewegt hat?
[00:13:16] Ich höre gerade super viele krasse Geschichten der Frauen, die mir schreiben.
[00:13:23] Und ich versuche sie so ein bisschen zu stützen soweit es geht... Und ich glaube, dass da draußen verdammt viel los ist.
[00:13:31] Wovon sich viele gar kein Bild machen weil es oft auch heiß und dieses Feedback kommt in erster Linie von Männern.
[00:13:39] ja das ist doch Quatsch!
[00:13:40] Wir leben doch in einer gleichberechtigten Gesellschaft und irgendwie hat man das Gefühl, dass sie Frauen die gewisse Erfahrungen machen alle so die gleichen Muster erleben.
[00:13:51] Und ich wünsche mir da auch vor den deutschen Gerichten, weil viele mir eben von ihren Urteilen schreiben, dass es einen Bewusstsein dafür gibt.
[00:13:59] und deswegen gab er gerade diese Petition mit der ich übrigens gar nichts zu tun habe.
[00:14:05] Die wurde in Solidarität mit mir gestartet.
[00:14:08] Ich hab's erst nach dem Start mitbekommen.
[00:14:11] Da ist eine Forderung Schwerpunktstaatsanwaltschaften den Erfahrungswert haben, wie sich Opfer verhalten.
[00:14:20] Weil wenn so viele Opfer mir schreiben – mir wurde gesagt ich verhalte mich nicht wie eine Opfer -, dann kann es ja nur daran liegen dass man ein falsches Opferbild hat.
[00:14:30] Denn wenn die das alle hören, die ja faktisch Opfer sind läuft ja irgendwas total schief!
[00:14:38] Ich habe meinen Bereich Inklusion mit einer Staatsanwältin gesprochen und sie meinte, Sie hat auch das Gefühl dass Staatsanweltenen oder überhaupt das juristische Umfeld relativ wenig weiß über Menschenrechte wenn es zum Beispiel um Inklusion geht.
[00:14:55] Oder vielleicht auch über Betroffene Und dass man eigentlich tatsächlich Richterinnen und Soweit auch tort bilden müsste.
[00:15:02] auf jeden Fall also was ich total Spannend finde Auch gut ist, dass hier jetzt anscheinend im Jura-Studium sich total viel tut.
[00:15:13] Also ich habe ja zu mehreren Juristinnen oder Angehenden das Feedback bekommen, dass aufgrund meines Falls darüber geredet wird ob Sexualstrafrecht nicht zum Basisstudium gehören könnte was aktuell nicht der Fall ist und viele die bereits in Beruf arbeiten haben festgestellt, dass einige Dinge, die man wohl im Basis Studium lernt gar nicht benötigt werden.
[00:15:37] und da scheint es wohl irgendwie gerade ein Umdenken zu geben.
[00:15:42] Und ich glaube, dadurch oder beziehungsweise ich freue mich wenn man dadurch was anstoßen kann weil sie ja die vielen kleinen Stellschrauben sind, die am Ende für eine andere Gesellschaft sorgen.
[00:15:57] Deine Kolleginnen vom Y-Kollektiv haben Dokumentation gedreht über die KI-Technologien, die allerdings genutzt werden um Frauen so zu manipulieren dass sie also sehen Sie aus als ob sie das Downsyndrom hätten.
[00:16:16] Und dazu dient es eine Fantasie von männlicher Dominanz zu bedienen.
[00:16:23] Es geht also um die Petifisierung einer vermeintlichen Wehrlosigkeit und da sehe ich ne Schnittmenge.
[00:16:30] Das Thema ist, so schlimm das alles ist.
[00:16:34] Wenn du diese Entwicklung dir anschaust und die Recherchen miteinander legst was glaubst du brauchtest damit dass nicht nur weniger wird sondern auch wirklich aufhört?
[00:16:45] Ich glaube da es einen ganz wichtigen Schlüssel gibt der gerade ein bisschen untergeht.
[00:16:50] also ja man möchte die Gesetze dann nach ganz viel Druck auf einmal doch ändern.
[00:16:57] ich habe ja beziehungsweise ich habe schon Druck gemacht, bei den Vorgängern von Stefan Nihubig.
[00:17:04] Die hielten das irgendwie nicht für nötig.
[00:17:07] jetzt also bereits bevor mein Fall an die Öffentlichkeit trat weiß ich von Menschen wie mit Stefan Nuhubig über diese Themen verhandelt haben dass sie das tatsächlich ernst genommen hat was sich schon mal gut finde.
[00:17:21] aber Gesetzesänderungen sind Ein Punkt, total wichtig und das macht man eben in Spanien richtig ist die Aufklärung.
[00:17:28] Also ich denke man muss ins Schulen gehen und die Kinder aufklären!
[00:17:34] Und dass es so die Zeit wo sich ein gewisses Menschenbild prägt und wo sich vielleicht auch präkt wie man als Menschen miteinander umgeht.
[00:17:44] und mich erstaunt tatsächlich viel auch so dieses Feedback von Leuten, die es einfach nicht kapieren.
[00:17:52] Die irgendwie sagen hey wo ist denn jetzt das Problem?
[00:17:57] Wo ich mir denke wie kann es dann sein dass ihr gar nicht mal versteht wo denn jetzt hier das Problem ist?
[00:18:02] und da muss es hin, dass man einfach direkt ganz klar macht wo gewisse Grenzen sind.
[00:18:10] Hast du auch weit über das Gefühl, dass diese Idee wir müssen aufklären dann gesagt wird, wenn man an allen anderen Bereichen nichts ändern will?
[00:18:21] Dass man alles gleichständig ändern müsste.
[00:18:23] Dass nur Aufklärung nicht reicht und nur Gesetze nicht reichen.
[00:18:26] Also es sind einfach verschiedene Bereiche und deswegen ist glaube ich so ein öffentlicher Aufschrei auch wichtig dass jeder einfach in seinem Bereich guckt wo könnte man denn hier was machen?
[00:18:39] Man hat ja gar nicht so einen Einblick viele Bereiche und mich schockiert vor allem auch dieses Täterstatement, dass man die Berichterstattung über oder beziehungsweise die Folgeberichterstatter nach dem Spiegelartikel als unverhältnismäßige Hysterie beschreibt.
[00:19:00] Also alleine dieses Wording zeigt mir, man hat nicht verstanden warum das die Menschen so bewegt.
[00:19:06] es bewegt die Menschen klar, vielleicht ausgelöst durch diesen Fall.
[00:19:10] Aber feier so viele Menschen eine eigene Geschichte haben wo sie nur Ungleichheit spüren und ich denke generell dass wir als Gesellschaft empathischer miteinander werden sollten.
[00:19:21] also was man da alles mitkriegt wer für was geschämt wird im Internet.
[00:19:26] und Ich glaube es heißt immer so ja das internet ist schuld nee Das sind ja menschen Und die trauen sich einfach mehr im internet.
[00:19:33] und deswegen müssen wir beim mensch ansetzen und sagen du pass mal auf Wir reden mal miteinander.
[00:19:39] Was ist denn eigentlich kaputt bei dir?
[00:19:41] Und da frage ich mich einfach bei vielen Leuten, was geht ab mit denen im Netz?
[00:19:47] auch sogar keine sachliche Debatte mehr sondern da wird direkt losgeschimpft.
[00:19:53] und ich denke mir okay vielleicht sollten wir auch mal in den Schulen anfangen Empathie zu lernen.
[00:19:58] Fängt dieses Losschimpfen nicht auch da schon an, wo der Journalismus eigentlich nur noch auf der Suche ist nach dem nächsten Skandal.
[00:20:06] Also ne?
[00:20:06] Du machst was öffentlich und dann weist natürlich die Gegenseite auch wie sie das neu frame'n kann dass sie neue Parallelkonflikte aufmachen, die nie Thema waren Und die Medien sich wieder darauf stürzen und nichts zu Ende recherchieren.
[00:20:20] Ja, das ist leider auch so ein bisschen das Problem weswegen diese Täterstrategien funktionieren.
[00:20:26] Also man muss es nur so klingen lassen als sei man irgendwie entlastet worden nach einem Urteil wo steht alle Kernvorwürfe sind unstrittig Das ist ja einen relativ klarer Punkt.
[00:20:37] und dann gibt man einfach eine Pressemitteilung raus in der steht ja seht ihr ich wurde vorverurteilt.
[00:20:45] Nein, im Moment.
[00:20:46] Es wurde ein Vorwurf gemacht und jetzt sagt ein Gericht die Kernvorwürfe sind allesamt unstrittig!
[00:20:54] Das ist keine Entlastung in der Sache.
[00:20:57] so es gibt eine E-Mail wo man selber ziemlich drastische Begriffe benutzt für das was man getan hat und da hieß es zum Beispiel also das ist einen Punkt wo man recht bekam wie man selbst Das beschreibt, mit welch drastischen Worten.
[00:21:11] das ist Privatangelegenheit.
[00:21:12] Das wurde zurückgenommen!
[00:21:13] Das darf nicht mehr berichtet werden.
[00:21:15] mit welchen drastischem Worten.
[00:21:16] Das entlastet einen aber nicht in der Sache.
[00:21:18] und dann zu sagen seht ihr euch wurde vorverurteilt.
[00:21:21] Hä?
[00:21:22] Was ist das für ne... Dumme Konklusio!
[00:21:25] Nein, das ist einfach nur so wie du selbst das beschreibst.
[00:21:28] Darf nicht mehr kommuniziert werden aber das entlastet dich in der Sache nicht.
[00:21:32] und dass es einfach so eine Manipulation und die funktioniert leider.
[00:21:36] dann schreibt man seht ihr ich wurde vorverurteilt und dann schreiben wieder andere auch guck mal da wurde jemand vor verurteilen ohne nachzulesen was überhaupt der konkrete punkt ist.
[00:21:45] Wie schwer ist es für dich eigentlich immer wieder darauf hinzuweisen?
[00:21:48] also ich meine jetzt hier erklärs das schon wieder
[00:21:53] Das muss man leider.
[00:21:54] Also ich habe das Gefühl, dass muss ich leider und was den Menschen auch nicht so klar ist... Ich reagiere!
[00:22:00] Weil es heißt irgendwie die ganze Zeit ja er sagt ja nix aber sie geht die ganze zeit raus doch er sagt schon fast.
[00:22:05] Er sagt es nur nicht selbst sondern sein Sprecher sagt das für ihn.
[00:22:09] hiermit teile ich im Namen meines Mandanten mit dann wird das und das kostet ja auch viel Geld, also das kostet eine vielstellige Summe.
[00:22:17] Das einfach mal per Push Pressemitteilung an alle Medien zu schicken.
[00:22:22] Das heißt man äußert sich ja sehr so dass es wirklich alle mitbekommen und sagt dann lieber alle Medien hier ist mein Statement Und dann muss ich natürlich darauf reagieren.
[00:22:37] Aber was meine Leute nicht wahrgenommen wird, er agiert und ich reagiere!
[00:22:42] Ich habe ein altes Haus gekauft und ich hing da und dachte so jetzt kann ich mich mal entspannen bisschen Türen aufbereiten und so... und dann geht wieder eine Pressemitteilung raus und ich denke, was für ne Unverschämtheit?
[00:22:53] Dann musste ich halt wieder rausgehen und antworten aber es ist ja nicht initial von mir.
[00:22:58] Ich reagiere auf das, was der Theater die ganze Zeit macht Trump-Prinzip flopped the zone with shit.
[00:23:07] Und da gehen auch so viele Falschmeldungen raus, die faktisch falsch sind!
[00:23:12] So dann müssen wir natürlich wieder reagieren und so eine Gegenpressemitteilung funktioniert leider nicht weil... Die News ist schon raus und das ist halt super spannend und klickt und wenn dann jemand sagt, dass stimmt nicht, ist für die Leute einfach keine spannende News.
[00:23:27] also muss ich halt rausgehen und dann in Sendung sagen, das stimmt übrigens nicht.
[00:23:33] Gleich geht's weiter.
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[00:23:40] Im Gegenzug kannst du alle Folgen vorab hören und wirst wenn du das möchtst hier im Podcast namentlich genannt.
[00:23:47] Alle Infos findest du auf im-aufzug.de.
[00:23:51] Diese Woche geht der Dank an Yvonne Meytel und Jan.
[00:23:55] Ende der Serviceturchsage.
[00:23:57] viel Spaß beim zweiten Teil der Folge!
[00:24:03] Was ich ja so interessant finde an deiner Arbeit ist wirklich auch sehr bewundere Und mir dafür selber diese Kraft wünschen manchmal für meine Arbeit.
[00:24:14] Du hast es vorhin gesagt, du versuchst schon auch weiter in diesen neutralen Blick auf das Thema zu haben und dann man natürlich nicht alle verurteilen kann aber gleichzeitig dass Thema so wichtig ist diese Balance zu halten und immer wieder die Hand zu reichen und das kostet ja unglaublich viel eigene Kraft und Energie.
[00:24:36] Wo nimmst du die her?
[00:24:39] Das ist tatsächlich schwer zu sagen.
[00:24:43] Manchmal merke ich so, dass ich auch unter die Räder komme und dann einfach nur da liege und heule und total fertig bin.
[00:24:50] Und ich bin ja ganz froh, wenn dieser Kampfesgeist wieder rauskommt – und ich habe glaube ich eh so ein Gerechtigkeitsding!
[00:25:01] Ich war viele Jahre Fernsehpreis, Jurorin und da gibt es seine immer auch viele Debatten.
[00:25:08] Und auch so Dinge die ich einfach super ungerecht finde.
[00:25:11] Da bin ich schon bekannt für... Jetzt steht wieder Kulinen auf und hält eine Rede!
[00:25:17] Und ich meine, da geht's ja gar nicht um was das kriegt ihr draußen niemand mit.
[00:25:22] aber man kämpft dann zum Beispiel im Bereich Dokumentationen für oder gegen Themen weil da ist immer die große Frage Was ist relevant?
[00:25:30] Und das beantwortet ja jeder anders.
[00:25:32] So, und da bin ich immer so, dann stehe ich halt auf und sage... Also und da haben eben dann viele auch so gesagt, als ich dann ... Ich hab in diesem Jahr gesagt, ich schaff das nicht.
[00:25:44] Ich muss pausieren!
[00:25:45] Ich kann das nicht auch noch nebenbei machen.
[00:25:47] Und dann haben viele gesagt, dass werden sie so ein bisschen vermissen, dass Kuline irgendwie aufsteht und sagt, nee, das geht gar nicht immer so auf den Tisch haut.
[00:25:54] Und irgendwie ist es so in mir, dass da wo ich Ungerechtigkeiten sehe, da muss ich kämpfen.
[00:26:01] Und ich finde diese Fernsehpreis-Sache weil da geht's ja gar nichts... Also da hab ich ja gar nix von, wenn ich so für oder gegen irgendwas kämpfe.
[00:26:09] Das ist ja am Ende für mich völlig egal wer der Preis nach Hause nimmt.
[00:26:13] Aber ich habe einfach dieses Gerechtigkeitsding und wenn ich irgendwas ungerecht finde dann kann ich nicht anders.
[00:26:20] Wenn Frauen auf Missstände hinweisen... ...dann ist es oft am Ende die Folge schlimmer.
[00:26:28] Oder die Folge danach oft sehr schlimmer, das ist meistens gewaltvoll.
[00:26:32] Männer hingegen können die ganze Zeit auf Missstände hinweisen, ohne dafür online gehasst zu werden und noch Schlimmeres
[00:26:40] erleben.
[00:26:41] Frauen werden schnell als zickig oder hysterisch oder als anstrengend wahrgenommen.
[00:26:49] Was glaubst du muss geschehen damit das wirklich besser wird?
[00:26:57] Das erstaunt mich gerade tatsächlich sehr wenn man so im Internet schaut.
[00:27:03] Ich lese keine Beleidigungen in Richtung des Täters, aber ich lese unendlich viele Beleidingen in meine Richtung und natürlich auch ganz viel sie lügt.
[00:27:16] Und was mich aber erstaunt dass selbst dann wenn mehrere Gerichtsurteile das bestätigen?
[00:27:21] In dieser Sache!
[00:27:24] Das erste Gerichtsurteil hat gesagt es gibt einfach ganz klare Beweistatsachen.
[00:27:29] Das zweite Gerichts- urteil sagt Ihre Kernvorwürfe sind unstrittig.
[00:27:34] Warum sind die unstritten wegen der Beweistatsachen?
[00:27:38] Und dass man selbst dann noch als Kollegin erfand es, ich glaube nicht, die lügt, die blöde Tussi und so weiter... Und ich werde weiterhin beschimpft und das erstaunt mich, weil es am Ende nicht mal auf einer Faktenbasis sich ändert.
[00:27:52] Also selbst dann wenn die Frau recht bekommt und das heißt ja wir als Gericht können sagen sie hat nachweislich stimmt das was sie sagt dass man weiter beschimpft wird.
[00:28:03] Und das muss ja dann irgendwie mit einem Männerbild und einem Frauenbild zu tun haben.
[00:28:07] oder zum Beispiel auch, ja dann sucht sie sich den nächsten reichen Typen wo ich mir denke es gibt Interviews von Christian Ulmen zahlreiche wo er sagt Ich habe wohlhabend geheiratet also er sagt selbst Sie hat mehr Geld als ich.
[00:28:19] trotzdem bin nicht an die Frau die irgendwie...und das kann ja nur mit einem Frauen- und einem Männerbild zu Tun haben weil es eben nicht auf Basis von Fakten ist.
[00:28:29] Und das meine ich auch so mit dieser Faktenallergie.
[00:28:32] Das erstaunt mich, dass egal was man tut es werden einfach gewisse Dinge koalportiert und dann sagt man aber hier sind die Fakte dazu und sie sagen nein ich bleib dabei, sie lügt.
[00:28:42] Moment!
[00:28:42] Aber hier im Gerichtsbeschluss und so bin ich halt drauf.
[00:28:45] Hier steht doch und da steht doch... Nein?
[00:28:47] Glaub' ich nicht und ich denke so wie soll man denn euch denn dann erreichen wenn ihr Fakta nicht lauft?
[00:28:52] Was ich mich gefragt habe der jetzt auch bei den Geschirrschenden trinkt er ja wirklich in so einen Sumpf rein, wo es auch gar keinen Ende nach unten gibt.
[00:29:01] Wirklich, wirklich furchtbar!
[00:29:03] Da ich mich gefragt habe wenn Menschen Frauenverein oder marginalisierte Gruppen oder diskriminierte Gruppe sich äußern und ein Missstand äußeren dann so ein Widerstand erfahren wer alles schon verstummt ist und sich gar nicht mehr traut was zu sagen.
[00:29:24] Kennst du wen?
[00:29:25] Ja, beziehungsweise mir wurde viel von Feministinnen berichtet.
[00:29:32] Ich war mit einer Frauessen die auch viel im Feminismus bewegt hat – ich sage den Lamptennamen lieber nicht weil ich weiß nicht ob sie das möchte und die hat mir damals so ein paar Sachen erzählt von Feministinnen.
[00:29:47] wo dann obwohl man kann ja eine Meldregister-Sperre machen Die Adresse ist eigentlich nicht rauszufinden.
[00:29:55] Die haben dann irgendwelche Schmierereien am Haus und den wird halt oft auch, also das erlebe ich ja selbst auch mit dem Tode gedroht.
[00:30:04] Und da heißt es dann irgendwie... Ich weiß in welche Schule deine Kinder gehen?
[00:30:07] Haben die denn auf einmal so einen Zettel im Briefkasten?
[00:30:11] oder ich schmeiß hier bald eine Briefbomber rein und gerade wenn sowas im eigenen Briefkassen ist, dann weiß man ja okay da weiß jemand, wo ich wohne.
[00:30:20] Und natürlich macht einem das Angst und das ist auch was, was ich wirklich klar dem Täter vorwärfe.
[00:30:26] denn momentan heißt es Moment wir haben ja die Sache nie dementiert.
[00:30:32] Das ist so das letzte Schreiben was so intern verschickt wurde Wo ich mir denke Ja dass Es wurde aber so formuliert Dass es eben als Dementi gelesen wurde.
[00:30:46] deswegen Schreiben ja so viele, aber er streitet das doch ab und dann sage ich immer nein.
[00:30:51] Eigentlich streitete er das gar nicht ab sondern er schreitet neben Erklagt gegen Nebenaspekte auch eine sehr typische Täterstrategie.
[00:30:58] Und er sagt wieso?
[00:30:59] Ich habe das doch niemals abgestritten dass sich das gemacht hat was mir vorgeworfen wird.
[00:31:02] So Ja, genau.
[00:31:04] Aber es werden permanent Schreiben rausgegeben die suggerieren sollen er würde etwas abstreiten weil dann heißt das irgendwie.
[00:31:10] unter so marischer Betrachtung müssen wir sagen da stimmt so nicht.
[00:31:15] Wir gehen deshalb gegen die Berichterstattung vor.
[00:31:18] Wenn man dann irgendwie sagt, okay sie sagt ich habe Sie bei Regen vergewaltigt und ich bin mir sicher die Sonne schien.
[00:31:25] Das sind ja Details.
[00:31:26] aber dadurch dass diese Verhandlungen nicht öffentlich sind wissen die Leute gar nicht teilweise was verhandelt wird sondern man klagt einfach gegen Nebenaspekte um Recht zu bekommen damit man dann hinterher sagen kann ich hab doch hier in diesem Nebenaspekt recht bekommt das heißt die ganze Arbeit des Täters sorgt dafür Morddrogen bekommen, weil ich ihn angeblich zu Unrecht verleumdet habe.
[00:31:53] Und das finde ich krass.
[00:31:55] und das finde vor dem Hintergrund krass dass ich Morddrohungen bekomme und irgendwie reagieren Männer – und es waren in diesem Fall tatsächlich ausschließlich Männer mit Mord drohen auf Peminismus!
[00:32:08] Das ist so krass sind ausschliesslich Männer.
[00:32:13] wenn Leute anfangen dich zu wehren juristisch tätig zu werden und sagen, wir machen auch Anzeigen zu erstatten.
[00:32:21] Erleben sie oft erst die Gewalt danach oder noch stärkere Gewalt dann eben wie du sagst.
[00:32:27] Morddrohung, die man vorher gar nicht erfahren hat.
[00:32:31] Und dass man jetzt natürlich auch sagen kann ja gut da muss man mehr aufklären
[00:32:36] usw.,
[00:32:37] aber was macht Spanien zum Beispiel anders
[00:32:41] als
[00:32:41] Deutschland wenn es um solche Verfahren geht?
[00:32:45] Die machen richtig viel anders.
[00:32:48] Ich habe im Jahr zwanzig, dreiundzwanzig damit Erfahrung gemacht und es gab eine Situation... Da ist er ziemlich ausgerastet!
[00:33:01] Er hat diese cholerischen Ausbrüche und ich wollte... Ich hab mich versteckt in einem Raum, ich hatte einfach Angst vor ihm Und dann hat er zum Beispiel gegen die Scheibe getreten, da war dann ein Riss und dann hat der einen Stein gegen die scheibe geworfen.
[00:33:20] Ich saß dahinter und er versteht nicht warum das eine bedrohliche Situation ist.
[00:33:24] aber so eine Scheibe kann ja auch brechen und er hat dann eben auch geguckt nach größeren Steinen und so.
[00:33:32] Absoluterweise versteht er das nicht, warum das für eine bedrollige Situation ist und ich hatte einfach Angst Und hab mit einer geschrieben und gesagt, ich weiß nicht was ich tun soll.
[00:33:42] Ich sitze hier und habe Angst.
[00:33:44] Die hat mich dann irgendwie bei so ner Nummer gemeldet.
[00:33:51] Da kam dann irgendwie per SMS, da gibt es irgendwie ein Hilfesystem.
[00:33:58] Und die haben sich dann gemeldete.
[00:33:59] Dann hatte ich aber ein bisschen Angst, weil ich wollte eigentlich gar nicht... Ja, also ich hab am Anfang immer versucht so gewisse Dinge abzublocken und habe dann zurückgeschrieben.
[00:34:08] Nein nein ist alles gut!
[00:34:11] Aber es gibt zumindest so ein Hilfesystem.
[00:34:13] Und ich glaube tatsächlich auch Frauen brauchen viele Anläufe, also das heißt im Schnitt braucht eine Frau die sowas erlebt sieben Anläufen habe ich mal irgendwo gelesen bis man dann tatsächlich sagt jetzt muss sich was tun weil der Täter scheint selber nichts zu merken.
[00:34:29] Ich hab immer gedacht man kann an so etwas wie Verstand appellieren und da habt ihr einen Lange gebraucht festzustellen, dass das eben nicht der Fall ist.
[00:34:38] Aber es gibt dort ein Hilfssystem und da hätte man zum Beispiel auch zurückschreiben können ja hier gibt's eine Gefahrensituation und die haben einem direkt gespiegelt wir wären innerhalb von zwanzig Minuten da.
[00:34:51] also überhaupt das ist dann so was wie ne weiß nicht, so ein System gibt was einem hilft.
[00:34:56] oder eben im zwanzig-trauenzwanziger Vorfall kamen die sofort an und ich habe halt gesagt ne wir kommen nicht mit.
[00:35:04] Und dann haben sie irgendwie meinen Arm angeschaut, haben gesehen der ist voll mit Blutergüsten, haben gesagt nee Sie kommen mit!
[00:35:09] Wir machen hier die Ansagen da sind die Polizei und in Deutschland ist es glaube ich so.
[00:35:13] Ich hab's nicht nachgelesen aber das wurde mir berichtet dass man die wieder wegschicken kann.
[00:35:18] Und dann haben sie auch gesagt, ja wir sind hier nicht Deutschland!
[00:35:20] Sie kommen mit und das ist nämlich das womit er gerade arbeitet?
[00:35:23] Ja wir waren beide festgenommen.
[00:35:25] was er damit sagen wollte ist es war nicht freiwillig, dass wir da mitgegangen sind weil die haben halt gesehen ich war voller Blutergüsse.
[00:35:31] Dann haben sie mich in eine Notaufnahme gebracht.
[00:35:34] Ich musste mich davon der Ärztin entblößen und ihr habt halt gesehen, dass ich am ganzen Körper Prällungen und Blutergüsse habe.
[00:35:41] Daraufhin wurde ein Verfahren wegen Körperverletzung gegen ihn eingeleitet und ich wurde als Opfer- und Betroffene kategorisiert.
[00:35:50] Und er arbeitet jetzt mit, wir wurden beide festgenommen was einfach nur bedeutet Wir sind nicht freiwillig dort mitgegangen.
[00:35:56] aber Ich wurde so.
[00:35:58] nachdem man mich ausgezogen hat stand da nur noch in allen Dokumenten Siehst das Opfer sie ist die betroffende Er is der Tatverdächtige es wird ein Verfahren gegen ihn eingelitet Wegen Körper Verletzungen Super, also das System hat total gut funktioniert.
[00:36:15] Dieses Opferberatungsgespräch was ich hatte da waren ganz einfühlsame Menschen!
[00:36:19] Man fühlte sich ernst genommen.
[00:36:21] und da muss ich sagen aus der Erfahrung die mir Frauen in Deutschland schildern die sagen Ich hatte das Gefühl die nehmen mich überhaupt nicht ernst Die sagen mir Was ist das schon Gewalt gegen Frauen?
[00:36:31] Pillepalle.
[00:36:32] Und wenn so viele mit dieser Erfahrungen von der deutschen Justiz zurückkehren dann läuft ja irgendwas im System schief.
[00:36:39] Du sprichst ja auch viel mit Politikerinnen und so weiter.
[00:36:43] Wo erlebst du im Moment den größten Veränderungswillen?
[00:36:47] Und du hast von der Frau Rubik gesprochen, wo quasi es keine Symbolpolitik ist sondern das wirklich ernst gemeint ist.
[00:36:56] Leider schlafen diese Themen immer wieder ein weil ich glaube insgesamt vermutlich im Bundestag zu viele Menschen sitzen die nicht selber diese Erfahrungswerte haben.
[00:37:09] und ich glaube insofern profitieren wir auch alle von einer diversen Gesellschaft, weil jeder einfach Missstände aus seiner Perspektive einbringen kann.
[00:37:18] Und das bringt uns am Ende als Gesellschaft weiter.
[00:37:22] wenn dort eine nicht besonders heterogene Gruppe sitzt die gewisse Themen gar nicht auf dem Schirm hat, weil sie sich selbst nicht betreffen dann gibt es da eben keine Veränderungen, es sei ein Skandal.
[00:37:39] Dann geht man mal kurz raus und sagt ja finde ich auch doof so.
[00:37:42] und dann geht man wieder nach Hause und denkt ach ist mir doch egal und ich glaube deswegen ist das total wichtig dass man laut bleibt was gewisse Themen angeht denn sonst verändert sich nichts.
[00:37:55] Was mir aufgefallen ist beschäftige mich auch schon sehr lange mit dem Thema Hass im Netz nicht unbedingt aus eigener Erfahrung sondern weil ich das wirklich schrecklich finde, was für eine Verantwortung auch Plattformen nicht wahrnehmen.
[00:38:10] Siehst du da eine Chance dass wir in Deutschland und Europa aus gegen diese US-Megatec Konzerne die von Männern geführt werden überhaupt etwas tun können?
[00:38:24] Naja man könnte vielleicht eigene Gesetze schaffen und sagen wenn ihr bei uns überhaupt noch da sein wollt, dann solltet ihr euch an unsere Regeln halten.
[00:38:35] Irgendwie traut man sich das aber nicht?
[00:38:38] Ich weiß nicht warum man dann nicht sagt wir liefern jetzt eine europäische Antwort weil das was die machen finden wir irgendwie nicht so richtig gut.
[00:38:44] in meiner letzten Deep Fake Dokumentation haben wir uns ganz bewusst mal mit einem anderen Themenbereich befasst und da habe ich einen Interview geführt mit einem von Meta.
[00:38:56] Da ging es zum Beispiel um Fake Werbung.
[00:38:58] Ich glaube, es sind um die dreißig Prozent bei Facebook unter anderem Werbespots.
[00:39:08] Also zum Beispiel für Medizinprodukte, die eine Wirkung versprechen, die völliger Quatsch ist.
[00:39:14] also man hat eben nicht verifizierte Werbepartner und jeder kann da Reklame hochladen für allen möglichen Quatsch.
[00:39:25] Das habe ich total erschrocken.
[00:39:26] und warum dämmen die das nicht ein?
[00:39:29] weil sie damit Geld verdienen.
[00:39:30] und da, wo Sie feststellen oder wo eine Werbung öfter als Betrugswerbung gemeldet wird.
[00:39:36] Da sagen Sie dann nicht pass mal auf du darfst nicht mehr bei uns werden sondern für dich wird es einfach teurer.
[00:39:42] also verdient man noch mehr Geld mit Betruchswerbungen.
[00:39:45] Und da gab's so ein paar Sachen die ich auch erst im Rahmen der Recherche für die Dokumentation erfahren habe Wo ich so dachte Was ist da eigentlich los?
[00:39:55] Also können wir da nicht als Gesetzgeber sagen in unserem Land In Deutschland gibt's das nicht.
[00:40:01] Und dann könnt ihr halt bei uns, werdet ihr dann abgeschaltet wenn ihr euch nicht an gewisse Stand erzahltet?
[00:40:07] Der Anwalt Jean-Jojeun hat mir mal erzählt dass es in Skandinavien ist zum Beispiel die Regel gibt, dass Menschen ein Copyright auf ihr aussehen und ihre Stimme haben und man quasi diese Mechanik der Copyrightsverletzung was es ja sonst noch für Marken gibt auch auf die eigene Person anwenden kann letztendlich auch dann diese Technologien dafür eingesetzt werden können und ob plötzlich Geld im System ist, weil dann auch die Strafzahlung
[00:40:33] hoch sind.
[00:40:34] Ja also da muss man sagen zum Glück... passiert das mittlerweile.
[00:40:40] Das haben wir gemerkt, als wir ein Deepfake von mir kreieren wollten und deshalb so ist es selbst wenn ich live vor der Kamera sitze also nicht mal ein Foto hochlade dann heißt es sie haben einen hier verbotenes Gesicht.
[00:40:53] Also er kennt mich.
[00:40:54] Aber das bin doch
[00:40:55] ich!
[00:40:56] Es hat funktioniert zumindest und das ist ja schonmal gut dass ich nicht mal wenn ich ihn echt vor der Kamerasitze mit mir aktuell ein DeepFake erstellen kann.
[00:41:08] Aber andere haben es dann wieder gemacht.
[00:41:09] Es war tatsächlich nur bei ein paar Apps, da war ich ein verbotenes Gesicht und bei anderen ging's dann wieder.
[00:41:16] Was kann man denn als Kollegin, als Freund die sich solidarisch zeigen will tun ohne das Problem selbst direkt lösen zu können?
[00:41:29] Ich glaube ehrlich gesagt dass wir alle nochmal ein bisschen Rapaz machen müssen von dem, was man so mitbekommt.
[00:41:36] im politischen Berlin ist für die jetzt Frauengedöns oder generell sich mit marginalisierten Gruppen auseinanderzusetzen wieder ein bisschen so ein Pillepalle-Thema geworden.
[00:41:47] Und ich glaube es wäre ganz gut wenn man da vielleicht einfach nochmal so ein bisschen laut wird gemeinsam und sagt hey hallo wir hätten gerne eine gerechtere Gesellschaft.
[00:41:57] könnt ihr jetzt mal – und das Problem Was ich daran nicht verstehe ist, die müssen sich ja auch gewisse Arbeit gar nicht machen.
[00:42:06] Weil gewissearbeit schon gemacht wurde.
[00:42:08] also es haben sicher in jedem Bereich Juristen und Juristinnen, die sich damit auskennen, damit auseinandergesetzt und gesagt, weil wenn ihr ein Paragraf das und das hinzufügen würdet wie auch immer dann wäre Freundesproblem gelöst.
[00:42:23] Das heißt sie müssten einfach nur zuhören und sagen interessant denken wir mal drüber nach.
[00:42:28] so die nehmen solche Themen aber einfach nicht ernst.
[00:42:32] Und das finde ich schade.
[00:42:34] und gerade im Bereich Gewalt gegen Frauen muss man einfach sagen, wenn sie ihren eigenen Zahlen glauben und ihre eigenen Zahlen sagen dass es ein Dunkelfeld gibt von ninety fünf bis siebenundneinzig Prozent so da muss man doch sagen ist eine große Zahl könnte man mal hinschauen.
[00:42:52] und ich glaube wir müssen einfach Mal wieder auf die Straße gehen und weiterhin laut sein
[00:43:00] Als du mit dem Erlebnis an die Öffentlichkeit gegangen bist und das siehst du, Collin kommt in diesen Podcast rein.
[00:43:07] War wirklich intuitiv.
[00:43:09] meine erste Frage Wie macht man weiter nach der Katastrophe?
[00:43:16] Ich wollte jetzt gerne eigentlich mir frei nehmen danach Und arbeite jetzt noch fünf Tage.
[00:43:24] ich hatte es aber schon mehrfach vor und dann wollte ich erstmal einfach ein bisschen heimwerkern und sonst nichts mehr machen.
[00:43:34] Und dann kommt aber immer wieder so eine unverschämte Pressemitteilung, und haut irgendwelche absoluten Falschmeldungen, Unverschämtheiten etc.
[00:43:44] raus und dann habe ich irgendwie das Gefühl, ich muss wieder reagieren, aber ich würde mich eigentlich freuen mal so ein bisschen Privatkram machen zu können.
[00:43:54] Gibt es einen Thema in diesem gesamten Komplex?
[00:43:59] digitale Gewalt, die Zeit danach nach der Anzeige und so weiter, psychische Belastung.
[00:44:05] Über das immer noch zu wenig gesprochen wird?
[00:44:10] Ich glaube oder beziehungsweise ich habe auch versucht das Ganze in einem gewissen Bereich zu halten.
[00:44:21] also vielleicht nimmt man das auch wahr wenn man sich anschaut wo ich war gerade am Anfang.
[00:44:31] Der Spiegel hat die Geschichte veröffentlicht.
[00:44:34] Danach habe ich mit der Tagesschau gesprochen, war bei Karen Mioska und ich finde es total wichtig.
[00:44:41] dass es eben nicht darum geht so einen gewissen Boulevard durchzustillen sondern auf diesen politischen Missstand hinzuweisen finde ich wichtig.
[00:44:52] Und da gehört dieses Thema hin.
[00:44:54] und ich meine das Tollste wäre, wenn wir die Arbeit gar nicht mehr bräuchten, wenn einfach sich auf der politischen Ebene was ändert und man die Regeln so verändert dass wir gar nicht darüber reden müssen.
[00:45:08] Wegen mir doch meinen Blick nach vorne, so hoffnungsvoll es geht unter der Kategorie Glashalb voll.
[00:45:13] Viele Aktivistinnen kennen ein wiederkehrendes Gefühl von Ohnmacht, von Burnout.
[00:45:19] Von denen Sie selber oft betroffen sind vor allem wenn sie sich für etwas engagieren das von dem sie selbst betroffen ist.
[00:45:26] Ich mache jetzt mal einen Unterschied zum Thema Klimaschutz.
[00:45:29] da sind wir irgendwie alle betroffen aber man kann auch leicht auf Feierabend machen.
[00:45:34] Was hat dir in den vergangenen Monaten Hoffnung gegeben?
[00:45:39] Tatsächlich habe ich das aber selber dann auch festgestellt, dass es für mich leichter war für ein Thema zu kämpfen.
[00:45:45] Was ja im Ende hatte schon mit mir zu tun, aber die privaten Geschichten lagen nicht so da beziehungsweise der Grund warum man für gewisse Dinge kämpft und gegen gewisse.
[00:46:00] Und da hab ich so gemerkt, auch wenn man dann in eine Talkshow geht und man weiß.
[00:46:04] Man bringt ein unpopuläres Thema mit und er wird am Ende ne Befragung gemacht sind sie ihrer Meinung oder nicht?
[00:46:10] Da ist mir schon völlig klar dass die meisten nicht meiner Meinung sind aber das ist dann okay.
[00:46:13] Dann kann ich abschließend gehen nach Hause.
[00:46:15] Tatsächlich is es härter wenn's um einen selbst geht Wenn das Leid was man erfahren hat nicht ernst genommen wird... ...und das ist echt sehr viel belastender.
[00:46:28] Und ich glaube, dadurch brauchen wir manchmal auch so Rückzug und rumliegen und einfach mal ein paar Tage heulen.
[00:46:36] Dann freue ich mich aber wenn der Kampfesgeist wieder kommt, weil das sind die schlimmsten Tage, wenn man einfach nur da liegt und verzweifelt ist.
[00:46:46] Ich freue mich dann, wenn nichts wieder packe rauszugehen und zu kämpfen, Das ist ja ein Prozess und ich habe ja viel erlebt auch so.
[00:46:59] Es gab schon viele Zeiten, wo ich einfach nur völlig gelehmt da lag und einfach nur noch geheult habe.
[00:47:06] Und für mich ist es dann auch so... Ich hab das Gefühl dass der Täter gewinnt mit seiner Strategie.
[00:47:15] Weil ich das schon so viel erlebt habe, dass sich dann irgendwelche Drehs absage weil ich einfach darliege und nicht mehr kann und weine Und dann denke ich immer so, ich will mich nicht schon wieder kaputt machen lassen.
[00:47:30] Von wem hättest du dir gerne mehr Unterstützung gewünscht?
[00:47:42] Ich finde es toll dass jetzt auch Männer-Demos organisiert worden sind weil ich glaube wenn wir wirklich eine gleichberechtigte Gesellschaft wollen in diesem Bereich Dann funktioniert das ja nur wenn die Männer mitmachen.
[00:47:55] also generell muss ich sagen Wobei auch gar nicht unbedingt mehr Support von Männern gewünscht.
[00:48:03] Ich habe damit eigentlich gar nicht gerechnet und ich freue mich über jeden Mann, der das Thema wahrnimmt.
[00:48:10] aber ich glaube wir müssen auch so ein bisschen die älteren Herren noch mit ins Boot holen weil da geht es wie ich das somit bekomme verdammt viele die das immer noch nicht checken wo eigentlich das Problem ist.
[00:48:22] Hast du das Gefühl deiner Arbeit hat was verändert?
[00:48:26] Ähm...ich
[00:48:28] bekommen von vielen Frauen Nachrichten.
[00:48:36] durch deinen Fall habe ich den Mut gefasst, meinen Täter anzuzeigen.
[00:48:40] Und ich freue mich über jeden einzelnen Fall und dadurch hat es schon was verändert durch diese vielen kleinen Stellschrauben.
[00:48:53] Ich finde es gut dass jede... Ich freue mich wirklich über jede Einzelne die sagt mir reicht's jetzt und ich stehe auf und bin laut geht so nicht mehr.
[00:49:06] Und da wünsche ich mir aber generell auch so ein gesellschaftliches Umdenken.
[00:49:10] und das ist zum Beispiel einen wichtiger Punkt in Spanien, da hat man eben im Programm und da hat wir wirklich viel Geld auch investiert den Menschen klar gemacht alles was strafrechtlich relevant ist keine Privatangelegenheit.
[00:49:23] also wenn ich irgendwie zu Hause jemanden töte aus dem Verwandtenkreis und ich packe den in meine Tiefkühltruhe.
[00:49:32] Und dann klingelt die Polizei, kann nicht sagen Entschuldigung das ist mein Verwandter.
[00:49:36] was ich mit dem mache es meine Privatangelegenheit so.
[00:49:38] und genauso kannst du auch nicht als Mann aufmachen und sagen Das ist meine Frau und ob die da jetzt mit blauen Flecken steht das kann euch mal egal sein.
[00:49:45] Nein Es ist alles was strafrechtlich relevant ist Ist keine Privatangelegenheit Auch wenn's in den eigenen vier Bänden stattfindet
[00:49:53] selbst an wenn es andersrum wäre.
[00:49:54] und die fraude im mann
[00:49:56] Niemand sollte irgendwelchen wehen auch immer.
[00:49:59] Was
[00:49:59] ja auch gerne benutzt wird als Argument, ne?
[00:50:01] Ja aber Männer werden ja auch von ihren Frauen...
[00:50:03] Ja und das krasse ist dass Gesetze ja nicht so formuliert werden.
[00:50:08] also man stellt natürlich fest, dass es einen gewissen Anteil an Frauen gibt bei gewissen strafrechtlich relevanten Dingen.
[00:50:14] So aber da steht nichts!
[00:50:15] Also wenn ich jetzt mein Mann gegen die Wand schlage und der hat eine Million blaue Flecke dann sagen sie nicht achso Frauen dürfen das!
[00:50:22] Also gute Nachricht für alle gesetzes sind so formulierte dass es für alle gilt, egal welches Geschlechtopfer oder Täter haben.
[00:50:29] Dein Wort in Gottes Ohren.
[00:50:31] Letzte Frage.
[00:50:32] Gibt es Menschen die dich gerade inspirieren und warum?
[00:50:40] Tatsächlich diese vielen Frauen, die mir schreiben weil sie mir auch den... das ist glaube ich so eine wechselseitige Sache.
[00:50:47] also Sie geben ja auch den Mut und die Kraft weiter zu machen und deswegen versuche ich auch möglichst viel zu antworten.
[00:50:54] Ich glaube, das ist irgendwie so ein Kreis und am Ende müssen wir uns alle gegenseitig stützen.
[00:50:59] Würdest du eine Organisation oder ein Thema Literatur empfehlen die man sich vielleicht nochmal genauer anschauen sollte?
[00:51:06] Ähm ich finde U-Port ganz toll!
[00:51:08] Die haben nämlich so eine Hilfs-Hotline... Also gerade viele Jugendliche haben mit Sex-Torschen zu tun, die werden entweder mit echten oder mit gediebfägten Nacktbildern erpresst und das ist super weit verbreitet.
[00:51:25] Und viele Jugendlichen trauen sich natürlich nicht mit den Eltern darüber zu reden andere Jugendliche aus.
[00:51:31] Das heißt, die haben dann eine gewisse psychologische Basis, ein gewisses juristisches Wissen über das Thema und du kannst dich beraten lassen von jemandem der gleich alt ist und immer nach dem gleichen Ansprechpartner verlangen.
[00:51:43] Das kostet auch nichts!
[00:51:45] Und das finde ich eine mega gute Idee dass man dann irgendwie mit dreizehn sagt Ich muss nicht mit einem Erwachsenen darüber reden sondern ich kann mit einem anderen dreizehnjährigen Mädchen darüber sprechen.
[00:51:53] Das find' ich so ne tolle Idee.
[00:51:54] also U-Port mit Doppelu machen da richtig gute Arbeit.
[00:52:01] Liebe Kolleginnen, die Zeit rast mal wieder.
[00:52:03] Ich bin sehr froh, dass du da warst und mich sehr gefreut.
[00:52:07] Danke für deine Zeit!
[00:52:08] Danke für die Einladung!
[00:52:13] Danke fürs Mitfahren!
[00:52:15] Wenn ihr mögt und euch diese Folge Spaß gemacht hat, bewert diese Folge bei Apple Podcast, Spotify oder wo auch immer ihr zu hört.
[00:52:24] Alle Links zur Folge sowie die Menschen, die mich bei diesem Podcast unterstützen findet ihr in den Show Notes.
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[00:52:49] Im Aufzug ist eine Produktion von Schönelein Media.
[00:52:53] Ich freue mich auf das nächste Mal hier im Aufzug.
[00:53:01] Diese Folge wurde depräsentiert von Schindler.
[00:53:03] Am Anfang der Folge haben wir uns gefragt wie Haustiere ein Aufzugfahrt erleben.
[00:53:07] Für viele Hunde und Katzen ist sie zunächst ungewohnt.
[00:53:10] Sie betreten einen kleinen Raum, die Türen schließen sich und kurz darauf befinden sie sich an einem ganz anderen Ort.
[00:53:16] Weil sie diese Bewegung nicht richtig einordnen können reagieren manche Tiere anfangs vorsichtig.
[00:53:22] Mit etwas Geduld wird die Aufzugfahrt für die meisten aber schnell zur Routine.
[00:53:26] Wir bei Schindler entwickeln Aufzüge in denen sich alle Fahrgäste wohlfühlen auf zwei oder vier Beinen.
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Dieser Podcast ist eine Produktion von Schønlein Media.
Produktion: Fabian Gieske, Judith Stiegler-Trost
Schnitt und Post-Produktion: Hanne Pasdzior

Coverart: Amadeus Fronk

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