Im Aufzug mit Jan Steeger (Schindler Aufzüge)

Wer entscheidet eigentlich, wo ein Aufzug gebaut wird –
und für wen?

Jan Steeger ist Head of Communications und Marketing bei Schindler Aufzüge – und ist vor allem eins: ein echter Aufzugsnerd. Einer, der stehen bleibt, wenn er irgendwo eine neue Kabine entdeckt, der auf Geräusche achtet, auf Türen, auf dieses kurze Gefühl, wenn sie sich schließen. Aufzüge sind für ihn keine bloße Technik, sondern soziale Infrastruktur. Wir sprechen darüber, warum uns Aufzüge meist erst auffallen, wenn sie nicht funktionieren, und warum sie trotzdem ein Spiegel unserer Gesellschaft sind.

Jan erklärt mir, warum so viele Aufzüge gefühlt ständig kaputt sind, obwohl niemand absichtlich versagt. Es geht um alte Anlagen, um komplizierte Zuständigkeiten zwischen Eigentümerinnen, Betreiberinnen und Wartungsfirmen – und um die Frage, wer eigentlich entscheidet, wo ein Aufzug gebaut wird und für wen er mitgedacht wird. Besonders bei Barrierefreiheit wird klar, wie politisch Technik sein kann.

Und wir landen bei der Verantwortung: Aufzüge als Voraussetzung für Teilhabe, Mobilität und Würde. Bei der Vision, Gebäude vom Aufzug aus zu denken – und nicht umgekehrt. Aufzugtür auf für Jan Steeger!

Jans Empfehlung: Nils Jablinski, Broken Lifts

00:00:04,019 –> 00:00:21,259 [Schindler]
Gibt es eigentlich berühmte Songs über Aufzüge? Tatsächlich gibt es einige und einer der bekanntesten erzählt von der Liebe im Fahrstuhl. Welcher das ist, erfährst du am Ende dieser Folge. Jetzt viel Spaß mit Raoul im Aufzug wünscht Schindler.

00:00:23,260 –> 00:01:09,960 [Raul Krauthausen]
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00:01:09,960 –> 00:02:26,440 [Raul Krauthausen]
Jan Steeger ist Head of Communications und Marketing bei Schindler Aufzüge. Und er ist vor allem eins, ein echter Aufzugsnerd. Einer, der stehen bleibt, wenn er irgendwo eine neue Kabine entdeckt, der auf Geräusche achtet, auf Türen, auf dieses kurze Gefühl, wenn sie sich schließen. Aufzüge sind für ihn keine bloße Technik, sondern soziale Infrastruktur. Wir sprechen darüber, warum uns Aufzüge meist erst auffallen, wenn sie nicht funktionieren und warum sie trotzdem ein Spiegel unserer Gesellschaft sind. Jan erklärt mir, warum so viele Aufzüge gefühlt ständig kaputt sind, obwohl niemand absichtlich versagt. Es geht alte Anlagen, komplizierte Zuständigkeiten zwischen Eigentümerinnen, Betreiberinnen und Wartungsfirmen und die Frage, wer eigentlich entscheidet, wo ein Aufzug gebaut wird und für wer da mitgedacht wird. Besonders bei Barrierefreiheit wird klar, wie politisch Technik sein kann. Also Aufzugtür auf für Jan Steeger. Die Tür geht auf und wer kommt rein? Ich freue mich wirklich sehr. Vielleicht ein kleiner Disclaimer: Wir fahren ja seit fast hundert Folgen Aufzug und, ähm, wir reden sehr viel über Aufzüge

00:02:26,440 –> 00:03:08,800 [Raul Krauthausen]
und haben dann uns irgendwann gefragt, wie wäre es, wenn wir mal mit dem echten Aufzugsprofi unterhalten? Und wie der Zufall und das Glück und auch die Freundschaft es will, ähm, habe ich das große Privileg, äh, Jan Steeger hier zu Gast zu haben. Jan Steeger arbeitet bei Schindler als Head of Communications und Marketing. Ähm, Schindler ist auch Sponsor dieses Podcasts. Ähm, aber wir reden gar nicht so viel über Werbung und über die Marke, sondern wir wollen wirklich über Aufzüge reden und die Philosophie und, äh, was man alles rund Aufzüge noch nicht wusste oder vielleicht, äh, schon immer wissen sollte. Herzlich willkommen, Jan Steeger. Schön, dass du da bist.

00:03:08,800 –> 00:03:15,240 [Jan Steeger]
Vielen Dank für die Einladung, Raoul. Ich freue mich total, mit dir mal Aufzug zu fahren. Das wollte ich schon immer mal gerne.

00:03:15,240 –> 00:03:17,900 [Raul Krauthausen]
Bist du eigentlich Profiaufzugsfahrer?

00:03:17,900 –> 00:03:44,600 [Jan Steeger]
Ich weiß nicht, kann man Profiaufzugsfahrer werden? Ich glaube, da gibt es noch kein Diplom oder Ähnliches, was man da erwirbt. Aber natürlich, ähm, ich fahre so oft Aufzug, wie ich nur kann. Das ist so eine Berufskrankheit. Immer wenn ich irgendwo einen Aufzug entdecke, dann will ich da immer auch mit fahren, einfach mal zu sehen, zu hören, wie der Sound ist, wie der aussieht und so weiter. Aber das ist schon ein bisschen nerdig. Das kommt mit den Jahren, wenn man sich professionell mit Aufzügen beschäftigt.

00:03:44,600 –> 00:03:50,140 [Raul Krauthausen]
Gibt es so ’nen awkward Moment in dem Aufzug oder der krasseste Aufzug, mit dem du je gefahren bist?

00:03:50,140 –> 00:04:32,040 [Jan Steeger]
Ähm, ich habe ehrlich gesagt immer ein awkward Moment, wenn ich mit jemandem im Aufzug fahre und wir uns nicht unterhalten, also es keine Form von Kommunikation gibt. Also wenn man da drin steht und sich anschweigt und, und irgendwie versucht, den Blickkontakt zu vermeiden und, und dann immer darauf wartet, dass man doch endlich in die vierte Etage kommt und die Tür aufgeht und das wie so ein Befreiungsschlag ist, das empfinde ich immer als wahnsinnig unangenehm. Und, äh, das Einzige, was da wirklich hilft, ist immer… Also, ich sag eigentlich meistens Hallo und versuche, irgendwie eine Form von Smalltalk im Aufzug anzufangen, weil das dann einfach für alle viel angenehmer ist zu fahren.

00:04:32,040 –> 00:04:38,380 [Raul Krauthausen]
Und hattest du da auch schon ’ne besondere Begegnung, wo dann gute Gespräche oder gar Deals entstanden?

00:04:38,380 –> 00:05:04,380 [Jan Steeger]
Deals ist immer gut, ne? Also der Elevator Pitch. Nein, ich muss dir ehrlich gestehen, ich habe noch nie einen Elevator Pitch im Aufzug gehabt. Ähm, ich habe schon gute Gespräche gehabt und ich freue mich auch immer, wenn man so ein paar Aufzugsgags irgendwie machen kann, wenn man mit anderen da drin steht. Ähm, dadurch, dass ich ja viel in der Richtung kenne, fällt mir das eigentlich auch immer relativ einfach und leichter, ins Gespräch zu kommen.

00:05:04,380 –> 00:05:06,060 [Raul Krauthausen]
Oh, was ist ein Aufzug Gag?

00:05:06,060 –> 00:05:14,719 [Jan Steeger]
Aufzug Gag? Da kannst du natürlich immer, immer, immer fragen. Keine Ahnung. Mal sehen, was passiert, wenn die Tür aufgeht. Und, äh, also,

00:05:14,720 –> 00:05:18,960 [Jan Steeger]
es ist ja immer eine Überraschung. Es ist ’ne Überraschungstüte. Also,

00:05:18,960 –> 00:05:48,700 [Jan Steeger]
anders als ein Bus zum Beispiel. Nehmen wir mal ein anderes Verkehrsmittel. Ein Bus oder ein Auto oder whatever. Da siehst du ja immer, wo du hinfährst. Das gibt Fenster. Selbst die U-Bahn hat ja Fenster. Aufzug ist alles dicht. Das ist eine Blechdose. Und du weißt nicht, was passiert, wenn die Tür aufgeht. Wer steht da vor dir? Wie sieht die Etage auf? Vielleicht, und das regt ja auch die Imagination an, vielleicht kommst du auch in ganz andere Welten. Alles ist möglich und deswegen macht Aufzugfahren immer irgendwie auch Spaß.

00:05:48,700 –> 00:06:15,284 [Raul Krauthausen]
Es gab eine Werbung, ich weiß gar nicht mehr, von wem das war, aber irgendwie kann das Esso gewesen sein, so ’ne Tank-, äh, Tankstelle. Ich weiß gar nicht, warum, aber, ähm, es gab eine Werbung in den Neunzigern, wo jemand, äh, Pizzazusteller ist-Und dann mit dem Aufzug ganz viel fährt und immer fragt, Pizza für Thomas Wagner? Kennst du die zufällig, die Werbung?

00:06:15,284 –> 00:06:17,103 [Jan Steeger]
Ne, ne, kenne ich nicht. Hört sich aber gut an.

00:06:17,104 –> 00:06:22,584 [Raul Krauthausen]
Und am Ende ist er im Weltall mit dem Aufzug gefahren, weil einfach niemand seine Pizza wollte.

00:06:22,584 –> 00:06:37,563 [Jan Steeger]
Ja, das ist relativ naheliegend. Ich kenne das nur aus verschiedenen Filmen und der Literatur. Der Aufzug regt schon die Fantasie an. Und ob das dann

00:06:37,563 –> 00:07:06,443 [Jan Steeger]
die Schokoladenfabrik ist und wo man mit Aufzügen einfach ins Weltall reist und so. Da gibt es viele Geschichten und das liegt, glaube ich, wirklich daran, dass du nicht weißt, wo du hinfährst. Also natürlich weiß man es, aber das Einzige, was du siehst, ist ja das Tablo, wo dir irgendeine Etage angezeigt wird. Das ist alles. Dem musst du vertrauen. Das kann ja auch sein, dass der in die andere Richtung fährt und du merkst das gar nicht.

00:07:06,443 –> 00:07:16,384 [Raul Krauthausen]
Ich habe gerade mal geguckt, das ist die Firma BP gewesen, Beyond Petrol von 92. Pizza für Jonas Wagner heißt der Spot. Kann man googeln.

00:07:16,384 –> 00:07:17,464 [Jan Steeger]
Okay, gucke ich mir an.

00:07:17,464 –> 00:07:21,964 [Raul Krauthausen]
Im Prinzip ist ein Aufzug so was wie ein Adventskalender.

00:07:21,964 –> 00:07:28,424 [Raul Krauthausen]
Jeder halt eine neue Tür. Du weißt, nicht wer reinkommt, du weißt nicht, was dich erwartet.

00:07:28,484 –> 00:07:33,284 [Raul Krauthausen]
Du hast gerade Literatur und Filme erwähnt und du hast Philosophie studiert.

00:07:33,284 –> 00:07:34,104 [Jan Steeger]
Das stimmt.

00:07:34,104 –> 00:07:37,263 [Raul Krauthausen]
Was sagt denn die Philosophie

00:07:37,264 –> 00:07:45,844 [Raul Krauthausen]
über Aufzüge? Oder was könnte man Philosophisches zum Thema Aufzug sagen und denken? Ist es dieses Magische, dass man nicht weiß, was einen erwartet?

00:07:45,844 –> 00:09:09,824 [Jan Steeger]
Ja, also die Philosophie meines Wissens hat sich noch recht wenig bis gar nicht mit Aufzügen beschäftigt. Also wäre vielleicht mal ein Vorhaben „Philosophie des Aufzugs. Aber die Soziologen beschäftigen sich durchaus hin und wieder mal mit Aufzügen. Da gibt es ein paar Publikationen. Da geht es natürlich vor allen Dingen unser Verhalten im Aufzug, weil es doch ein besonderer Ort ist. Also ich habe das ja schon angesprochen: Du hast diese Abgeschlossenheit. Das ist ein Raum, der sich bewegt in einem Gebäude. Gibt es ansonsten nicht. Wir kennen Räume, die sich bewegen. Wir nennen das Fahrzeuge. Das können U-Bahnen sein, das können Flugzeuge sein. Aber ein Raum im Gebäude, ein hermetisch abgeschlossenen, der sich bewegt und in dem Menschen auf engstem Raum zusammenkommen, fremde Menschen. Wir kennen das aus öffentlichen Verkehrsmitteln, aber wie gesagt, da hast du auch noch Fenster, da hast du mehrere. Im Aufzug ist das sehr begrenzt. In der Regel, dann hast du zwei bis drei bis vier Menschen, die da zusammenkommen und dann geht die Tür zu und dann sind sie für einen kurzen Moment da unter sich und da passiert eine ganze Menge. Und das zu untersuchen, das haben sich einige Soziologen zur Aufgabe gemacht. Und ich weiß, dass

00:09:09,824 –> 00:09:26,124 [Jan Steeger]
Marc Augé, auch ein französischer Soziologe, der hat mal diesen Begriff der Nicht-Orte geprägt. Und Aufzug hat er da mit reingenommen. Das sind Orte, die wie zwischen den Welten sind. Das sind Orte, in denen möchte sich eigentlich keiner aufhalten.

00:09:26,124 –> 00:09:27,684 [Raul Krauthausen]
So eine Art Transitbereich.

00:09:27,684 –> 00:09:50,164 [Jan Steeger]
Genau, transitorische Orte, so hat er es auch gedacht. Da gehst du rein, nur irgendwo anders hinzugelangen. Der Ort hat ansonsten ja keinen Aufenthaltswert. Wir können gleich noch mal darüber sprechen, ob das so stimmt, aber er hat keinen Aufenthaltswert. Er ist nur dafür da, dich quasi von A nach B zu bringen. Und das macht ihn, glaube ich, auch so spannend, weil er wirklich damit

00:09:50,164 –> 00:09:59,824 [Jan Steeger]
ganz anders funktioniert als andere Räume, wo wir hingehen, etwas dort zu tun. Im Aufzug

00:09:59,824 –> 00:10:32,604 [Jan Steeger]
verschwindest du als Subjekt, das mal ein bisschen philosophischer auszudrücken, dadurch, dass du zum Beispiel den Kontakt auch mit anderen vermeiden willst, also dass du nichts tust, dass du eigentlich nur dastehst und eigentlich wartest darauf, dass das vorbei ist, wirst du auch als Subjekt, nimmst du dich quasi komplett raus. Deswegen habe ich gesagt, du kannst auch anders damit umgehen. Du kannst dich natürlich unterhalten, aber erst mal, was viele versuchen, ist diese Kontaktvermeidung. Und dann

00:10:32,604 –> 00:10:43,483 [Jan Steeger]
kommst du in so einen Bereich des Nichtseins und dann bist du in einem Nicht-Ort nicht existent. Jetzt wird es sehr

00:10:43,483 –> 00:10:53,503 [Jan Steeger]
philosophisch, aber das ist schon etwas Besonderes und deswegen würde ich glaube, wäre es auch sinnvoll, dass man sich als Philosoph mal mit dem Aufzug beschäftigt.

00:10:53,503 –> 00:11:03,944 [Raul Krauthausen]
Da gibt es vielleicht den einen oder anderen Philosophen, der sich das ja mal antun könnte. Antun, klingt zu schlimm? Nein, also widmen könnte.

00:11:03,944 –> 00:11:22,144 [Raul Krauthausen]
Ich hatte mein Gespräch mit der Astronautin Insa Tiele-Eich und ich habe sie gefragt, welche Frage kann sie nicht mehr hören? Und sie hat gesagt, wie man im Weltall auf Toilette geht. Das hat sie schon eine Million Mal beantwortet und da hat sie gar keine Lust drauf. Welche Frage kannst du nicht mehr hören?

00:11:22,144 –> 00:11:36,684 [Jan Steeger]
Wir bekommen ja wirklich regelmäßig immer wieder dieselben Fragen und du wirst es schon ahnen: Die Frage, die ich wirklich nicht mehr beantworten möchte und kann, ist: „Können Aufzüge abstürzen? Ich hoffe, du

00:11:36,743 –> 00:12:28,916 [Jan Steeger]
hast die nicht noch bereit für mich. Also das ist wirklich so ein Klassiker, der immer wieder gerne gestellt wird. Und eine zweite Frage, die ich immer gerne noch beantworte, aber die wirklich auch sehr, sehr häufig gestellt wird, ist die Frage nach dem: Gibt es irgendwie einen geheimen…Griff, dass du irgendwie fünf Tasten gleichzeitig drückst und damit der Aufzug schneller kommt. Also das ist wirklich auch, dass das kursiert im Netz. Kommt immer mal wieder hoch, wird auch immer wieder gerne mal von Journalistinnen und Journalisten aufgegriffen. Ob es solche Geheimcodes in Aufzügen gibt und die eigentlich nur Eingeweihte wissen, es hat so ein bisschen was von Verschwörungsideologie, die wissen nur Eingeweihte. Und dann drücken die da drauf und dann weiß ich nicht, dann kommt der Aufzug besonders schnell oder

00:12:28,916 –> 00:12:36,156 [Jan Steeger]
fährt durch, ohne die Türen zu öffnen für andere Fahrgäste. Und ich lasse das mal so stehen, ob es sowas gibt.

00:12:36,156 –> 00:12:38,306 [Raul Krauthausen]
Ach, das ist gemein. [Stimme wird von Thorsten Üppert unterbrochen].

00:12:38,306 –> 00:12:38,306 [Jan Steeger]
Ja, oder? [lacht]

00:12:38,306 –> 00:12:40,556 [Raul Krauthausen]
Das hätte ich jetzt gerne gewusst.

00:12:40,556 –> 00:12:48,856 [Jan Steeger]
Nein, natürlich. Ich beantworte das gerne. Es gibt sogenannte Vorzugsfahrten, so sagen wir das.

00:12:48,856 –> 00:12:50,516 [Raul Krauthausen]
Da braucht man einen Schlüssel wahrscheinlich.

00:12:50,516 –> 00:13:36,716 [Jan Steeger]
Ja, da braucht man einen Schlüssel. Das haben wirklich auch manche Menschen, zum Beispiel Feuerwehrleute, die haben so etwas. Oder auch, wenn du der Besitzer des Penthouses bist und wo der Aufzug exklusiv oben hinfährt, dann hast du sogenannte Schlüsselschalter. Und wenn du dann diese Steuerung betätigst mit diesem Schlüsselschalter, dann kriegst du eine Vorzugsfahrt. Also dann löscht die Steuerung alle anderen Rufe, die es da vielleicht noch gibt. Und dann wird die Aufzugskabine direkt zu dir geschickt und dann fährst du auch exklusiv in die Etage, wo du möchtest, ohne dass es da irgendwelche Zwischenstopps gibt. Das gibt es alles. Aber dass du irgendwie einen geheimen Code irgendwo eingeben kannst, quasi auf dem Etagenwaltableau, das gibt es nicht.

00:13:36,716 –> 00:13:56,076 [Jan Steeger]
Ich habe auch schon Aufzüge gesehen, da ist daneben so eine Art, da musst du irgendeinen Code eingeben, um überhaupt das Tableau bedienen zu können. Das ist auch möglich, aber es gibt meines Wissens keine geheime Tastenkombination, die bei jedem Aufzug irgendwie

00:13:56,076 –> 00:13:57,236 [Jan Steeger]
funktionieren würde.

00:13:57,236 –> 00:14:05,336 [Raul Krauthausen]
Und wenn dann, also wenn es so was gäbe, wahrscheinlich auch pro Hersteller andere Codes. Die würden sich ja untereinander die Codes nicht verraten.

00:14:05,336 –> 00:14:14,916 [Jan Steeger]
Davon würde ich ausgehen, dass es so etwas gibt. Aber dann ist die Frage natürlich auch: Für wen sollte das nützlich sein?

00:14:14,916 –> 00:14:17,376 [Raul Krauthausen]
Was ich mich immer frage,

00:14:17,376 –> 00:14:21,176 [Raul Krauthausen]
jetzt mal ganz unabhängig von

00:14:21,176 –> 00:14:22,916 [Raul Krauthausen]
Schindler.

00:14:22,916 –> 00:15:02,096 [Raul Krauthausen]
Jede Firma denkt ja in ihren eigenen Silos. Also ich habe mal beim Rundfunk gearbeitet und dann ging es immer nur die Frage: Wie erreichen wir den RBB-Zuhörer? Und dann denke ich: „Ja, aber der RBB-Zuhörer guckt vielleicht auch ProSieben und RTL. Also der wird ja jetzt nicht nur RBB konsumieren, sondern wir müssen ja die ganze Lebenswelt irgendwie abbilden beziehungsweise verstehen können. Und wenn jetzt so ein Aufzugshersteller jetzt, sagen wir mal, in ihren Silos denken, was vielleicht auch Daten angeht oder Codes oder Interfaces,

00:15:02,096 –> 00:15:06,016 [Raul Krauthausen]
dann vergessen sie ja vielleicht auch, dass es aber so

00:15:06,016 –> 00:15:15,616 [Raul Krauthausen]
grundsätzliche Codes gibt, wie man Aufzüge benutzt. Und die größte Irritation, die ich immer noch empfinde, ist, dass wo man hin will,

00:15:15,616 –> 00:15:34,296 [Raul Krauthausen]
also dieser Knopf, dass der jetzt in vielen, vielen Aufzügen außen angebracht ist. Also dass man erst sagt, wohin man will und dann in diese Kabine steigt, die noch nicht mal mehr Knöpfe hat, wo ich noch so eine gefühlte Kontrolle habe. Und da erlebe ich allein durch Beobachtung, wie viele Menschen das irritiert.

00:15:34,296 –> 00:16:45,016 [Jan Steeger]
Absolut. Es ist eine komplett andere Bedienung, als wir das erlernt haben. Und es wird ja noch schwieriger. Also erst mal eine Umstellung, wenn du vielleicht auch den Aufzug nur noch mit einer App rufst. Können wir auch noch drüber sprechen, ob das sinnvoll ist und für welche Situation. Das, was du ansprichst, das ist die sogenannte Zielrufsteuerung. Ist relativ alt schon, weil das in den Achtziger Jahren entwickelt wurde und das hat ein Riesenvorteil: Du kannst natürlich, wenn die Fahrgäste ihren Fahrtwunsch schon außerhalb der Kabine angeben, dann kannst du, sobald dir mehrere Aufzüge zur Verfügung stehen, sogenannte Aufzugsgruppen, kannst du natürlich Fahrgäste mit demselben Fahrziel, also sprich alle, die in die sechste Etage wollen, weist du einen dieser zwei oder drei Aufzüge zu. Das heißt, die können in die sechste Etage fahren und müssen nicht noch in der zweiten, dritten, vierten, fünften halten, nur weil die Leute, die mit dir die Kabine teilen, vielleicht andere Etagen ansteuern möchten als du. Also es hat wirklich einen Riesenvorteil, gerade in Gebäuden, die

00:16:45,016 –> 00:16:56,676 [Jan Steeger]
sehr hoch sind, wo es sehr viel Personenverkehr gibt, ist es von Riesenvorteil, wenn du solche Zielrufsteuerungen hast. Du verkürzt die Fahrzeit wirklich

00:16:56,676 –> 00:17:57,456 [Jan Steeger]
bis zu achtzig Prozent und du kannst natürlich auch einfach diese Aufzüge effizienter ausnutzen und auslasten. Und ich habe das selber mal erlebt in einem Hotel, in dem es so etwas nicht gab. Und dann stehst du da, weiß ich nicht, morgens neun oder zehn, wenn alle auschecken wollen, dann stehst du in der neunten Etage. Und jedes Mal, wenn die Aufzugskabine anhält, ist der Aufzug schon voll, ist ja schon belegt und du kannst nicht mehr zusteigen. Und irgendwann bist du halt genervt, weil du so lange warten musst. Und dann kannst du sagen, ja, das ist ein Luxusproblem. In dem Fall ist es das vielleicht auch, aber es gibt ja wirklich Gebäude, wo es auch wichtig ist, dass die Leute dann irgendwie nicht zu viel Zeit verlieren, um dahin zu kommen, wo sie hin wollen. Und dann bringen dir solche Zielrufsteuerung wahnsinnigen Vorteil. Gerade bei High Rise Gebäuden, also Skyscraper und so weiter, wo du dann mal in die dreißigste oder sechzigste Etage musst.

00:17:57,456 –> 00:17:59,136 [Raul Krauthausen]
Hast du einen Lieblingsaufzug?

00:17:59,136 –> 00:18:16,944 [Jan Steeger]
Boah, gute Frage.Ich finde, ich finde nach ich habe einmal durfte ich damit fahren in der Schweiz, in Luzern, da wo auch Schindler herkommt, da gibt es den sogenannten Hammetschwandlift. Ja, und das ist ein das ist ein Außenaufzug und

00:18:16,944 –> 00:18:47,384 [Jan Steeger]
der widerlegt eigentlich alles das, was ich vorhin gesagt habe. Der ist nämlich nicht im Gebäude, der ist außen und der ist auch noch verglast. Also du kannst von innen rausgucken und dann fährst du so am Berg hoch, am Berg hoch und guckst raus. Und das ist. Das ist wunderschön. Und das ist meines Wissens auch der höchste Open Air Aufzug Europas, den es dort gibt. Und das ist einfach ein komplett anderes Aufzugserlebnis, was du dort hast.

00:18:47,384 –> 00:19:07,404 [Raul Krauthausen]
Ich finde immer wieder beeindruckend, wie unspektakulär die schnellsten und die höchsten Aufzüge sind. Ich war einmal im one on one in Taipeh. Ich bin da hochgefahren. Ich war einmal im Burj Khalifa, bin da hochgefahren, auch wirklich ganz nach oben für teuer Geld.

00:19:07,404 –> 00:19:21,744 [Raul Krauthausen]
Und ich denke so, ja, okay, der fährt jetzt halt schnell. Ja, man hat jetzt Ohren drücken, aber am Ende ist es halt auch nur eine Aufzugsfahrt, die genauso lange dauert wie andere Aufzugswarten auch. Nur die Aussicht, also dass die Belohnung ist quasi eine andere.

00:19:21,744 –> 00:19:33,644 [Raul Krauthausen]
Und dann erzählte man mir, dass man muss dann beim Busch Kalifa und ich glaube auch beim one oh one muss man umsteigen von dem einen Aufzug in den anderen. Aus physikalischen Gründen.

00:19:33,644 –> 00:19:34,514 [Jan Steeger]
Das ist so, ja.

00:19:34,514 –> 00:19:39,784 [Raul Krauthausen]
Dass es quasi keinen Aufzug gibt, der die ganze Strecke machen könnte. Warum?

00:19:39,784 –> 00:21:02,144 [Jan Steeger]
Das hat was mit den mit den Tragmitteln, mit den Seilen zu tun. Die werden. Irgendwann wird das Eigengewicht der Seile, die die Aufzugskabine nach oben und unten ziehen, einfach zu hoch. Also dann ist das Gewicht der Seile so groß, dass der Antrieb es nicht mehr schafft das Ganze hochzuheben. Und man sagt immer, dass so eine Schwelle gekommen ist bei 500 Metern ungefähr, wo das Eigengewicht der Seile halt höher ist als das, was es noch befördern kann. Und dann müsste man gegebenenfalls eben umsteigen in den nächsten Aufzug. Es gibt natürlich Entwicklungen, dass man auch sagt, wir setzen keine Stahlseile mehr ein, sondern ähm das haben wir bei Schindler auch, sogenannte Riementechnologie. Das sind dann im Prinzip, das sind dann im Prinzip andere Stoffe, die du da benutzt, also Kunststoffe, die leichter sind als Stahl. Das kannst du machen, aber du hast natürlich dann trotzdem irgendwann diese physikalische Größe, wenn auch das Gewicht dieser Tragmittel wieder zu hoch ist, dass es der Antrieb nicht mehr nach oben schafft. Und das ist auch das große Problem, was es gibt, wenn wir über irgendwelche Geschichten reden, wie Aufzug zum Mond oder oder so etwas, dass uns da einfach die Physik auch Grenzen setzt. Und

00:21:02,144 –> 00:22:17,004 [Jan Steeger]
es gibt mittlerweile Überlegungen oder beziehungsweise auch eine Technologie, ähm mit der Magnetschwebetechnik so etwas zu machen, also dass du Aufzug gar nicht mehr an Seile hängst. Das wäre eine Möglichkeit, natürlich auch noch höhere, noch längere Strecken ähm zu bewältigen. Ähm Aber dann hast du nicht mehr das klassische Aufzugsmodell. Also ich weiß gar nicht, deine Hörer sind ja alle geschulte Aufzugsfans und Fahrer Nutzer innen. Genau. Und ähm die wissen, also ich weiß nicht ganz, das Grundprinzip des Aufzugs ist ja über 150 Jahre immer gleich geblieben. Du hast eine Kabine, dann hast du auf der anderen Seite ein Gegengewicht und oben hast du eine Treibscheibe und dann legst du dein Seil drüber. Ja, Und dann brauchst du eigentlich mit wenig Energieaufwand ziehst du das über die Treibscheibe hin und her. Und wenn das Gegengewicht nach unten geht, bewegt sich die Kabine aufwärts und andersrum. Ja, und ähm dieses Prinzip hat sich nicht großartig geändert. Es könnte sich jetzt eben ändern, wie erwähnt, wenn es jetzt neue Antriebsformen gibt. Ja, und es gibt auch auch so etwas wie zum Beispiel Hydraulikaufzüge, die auch noch ein bisschen anders funktionieren, aber die.

00:22:17,004 –> 00:22:18,183 [Raul Krauthausen]
Gehen ja nicht so hoch dann.

00:22:18,184 –> 00:22:44,204 [Jan Steeger]
Die gehen nicht so hoch. Also das ist wirklich eine Technologie, die kannst du nur begrenzt machen und wird auch immer weniger, immer weniger installiert. Also eigentlich kommt es fast nur noch zu bei ähm Lastenaufzügen, also wo große Lasten einfach bewegt werden müssen, zum Einsatz. Aber diese klassische Aufzugstechnologie über die Seile, die hat sich eigentlich über die jetzt hundertfünfzig Jahre nicht verändert.

00:22:44,204 –> 00:22:46,704 [Raul Krauthausen]
Und sowas wie Zahnrad gibt es auch?

00:22:46,704 –> 00:22:59,004 [Jan Steeger]
Ja, gibt es auch vereinzelt noch Zahnradantriebe. Wird vor allen Dingen auch noch benutzt ähm bei solchen Schrägaufzügen, die kennst du vielleicht. Ja Manchmal sieht man das auch so im Gebirge oder so, dass es da so.

00:22:59,004 –> 00:23:00,864 [Raul Krauthausen]
Am Innsbrucker Platz gibt es einen.

00:23:00,864 –> 00:23:06,034 [Jan Steeger]
Okay, gibt es auch noch. Siehst du, du bist ja, ich sage ja hier, hier, hier begegnet ein Aufzugsexperte dem anderen.

00:23:06,034 –> 00:23:07,764 [Raul Krauthausen]
Am Brandenburger Tor. Genau.

00:23:07,764 –> 00:23:14,764 [Jan Steeger]
Ja, genau. Also das gibt es auch noch. Das sind aber, wie gesagt, eher eher ausgefallene, seltene ähm

00:23:14,764 –> 00:23:21,303 [Jan Steeger]
Technologien, die da eingesetzt werden. Ich würde sagen, neunzig % sind Seilaufzüge.

00:23:21,304 –> 00:23:26,464 [Raul Krauthausen]
Wenn du sagst, dass er seit hundertfünfzig Jahren sich nicht geändert hat, was hat sich denn dann geändert?

00:23:26,752 –> 00:23:42,192 [Jan Steeger]
Wenn du, wenn du mal vom Grundprinzip absiehst, natürlich, irgendwie kann man sagen, fast alles. Also, ne, die Materialien, die heute eingesetzt werden, sind natürlich ganz andere als früher. Da wurde einfach auch viel mit Holz

00:23:42,192 –> 00:25:01,092 [Jan Steeger]
gearbeitet. Heute haben wir vor allen Dingen natürlich Metalle und Kunststoffe, die eingesetzt werden. Ähm, das ganze, das ganze Fahrverhalten hat sich geändert. Ähm, du fährst heute wesentlich leiser, komfortabler, mit weniger Energieaufwand. Ähm, du hast natürlich ganz andere Sicherheits, äh, Sicherheits, ähm, Technologie heute im Einsatz, die du, die du früher so nicht kanntest. Ähm, die Aufzüge fahren heute mit, mit über, über Frequenzumrichter natürlich auch viel langsamer und, und viel angenehmer die Etagen an. Ja, alte Aufzüge, die, die haben im Prinzip beschleunigt und an der Etage gestoppt und, und dann hat’s richtig geruckt und, und dann stand’s. Und, und wenn du dann Pech hast, irgendwie war die, war da noch eine kleine Schwelle an der Tür, weil der nicht so bunt genau gehalten hat, ja? Und das ist heutzutage natürlich, äh, alles anders. Moderne Aufzüge halten, halten bunt genau. Ähm, sie fahren ganz leise und angenehm. Sie beschleunigen, ohne dass der Fahrgast das im besten, im besten Fall merkt. Und sie sind natürlich auch [hörbares Einatmen] noch mit weiteren Zusatzfunktionen ausgestattet, wie zum Beispiel eben, ähm, [Lippenschmatzen] auch digitale, digitale Anbindung. Und da hat sich wirklich schon in den letzten Jahren einfach extrem viel getan.

00:25:01,092 –> 00:25:09,512 [Raul Krauthausen]
Würdest du sagen, es gibt so was, wo etwas overengineert ist, also vielleicht auch zu viel Effort und Energie reingesteckt wurde?

00:25:09,512 –> 00:25:20,502 [Jan Steeger]
Also, ich, ich hab– ich würde mal ein kleines Fragezeichen dran machen, wie, ähm, ich sag mal, wie relevant das ist, dass du zum Beispiel einen Aufzug über eine App, äh, rufen kannst, ja?

00:25:20,502 –> 00:25:20,512 [Raul Krauthausen]
Ja.

00:25:20,512 –> 00:26:25,952 [Jan Steeger]
Das sind solche Sachen. Das bieten wir, das bieten wir auch an. Da gibt es sicherlich auch irgendwie Anwendungsmöglichkeiten, aber ich glaube, für, für, für die Mehrzahl der Fahrgäste ist es einfach nicht relevant, äh, da so einen Zusatznutzen zu haben. Ich würd auch mal ein Fragezeichen dran machen, ob, äh, ob es notwendig ist, ähm, ähm, eine Form von irgendwie, ähm, Spotify oder, oder, ähm, Musikunterhaltung im Aufzug zu machen, sodass das Fahrgäste sich irgendwas aussuchen können. Das sind alles nette Spielereien und man kann das mittlerweile natürlich auch alles machen, aber, ähm, hm, das wird auf jeden Fall ’ne Nische immer bleiben, weil ich glaub, die, die, die allermeisten Leute, das war das, was ich am Anfang sagte, die möchten einfach mit dem Aufzug irgendwo hinkommen, das möglichst schnell, bequem, äh, angenehm, äh, und, ähm, alles andere, was du darüber hinaus machst, wenn du so ’n Erlebnischarakter, ähm, irgendwie da versuchst zu installieren. Das, das kann nett sein, das wird aber immer Nische bleiben.

00:26:25,952 –> 00:26:37,452 [Raul Krauthausen]
Und hast du schon mal eine Anwendungsfälle gesehen, jenseits von Fahren, ähm, wo du sagst, ach, das ist eine sinnvolle Zweitnutzung oder Zusatz-, äh, äh, -anwendung, die man während der Fahrt machen kann?

00:26:37,452 –> 00:26:43,232 [Jan Steeger]
Du meinst, ähm, dass man den Aufzug zu anderen Dingen verwendet, außer zum-

00:26:43,232 –> 00:26:46,572 [Raul Krauthausen]
Oder die Zeit, äh, ähm, auch anders verbringt als mit Warten?

00:26:46,572 –> 00:28:53,532 [Jan Steeger]
Ja, absolut. Also, ähm, es gibt ein– Ich hab da wirklich auch schon viel gesehen. Da wurde auch schon viel, ähm, experimentiert vom Aufzug als Kunstraum, ja, wo er quasi als Minigalerie, ähm, äh, wo du Kunstwerke ausgestellt hast. Es gab auch mal ein Experiment, wo du beim Auf-Aufzug irgendwie deinen eigenen Abdruck hinterlassen hast, in dem jeder die Möglichkeit hat, einen Handabdruck auf die Kabinenwand, äh, äh, zu marken. Dann hast du natürlich das auch quasi ’ne Verbindung zu anderen Fahrgästen aufgenommen, ohne dass du sie siehst, ne? Weil in der Regel sind wir ja auch alleine im Aufzug. Wir kriegen ja gar nicht mit, wer vor oder nach uns, äh, äh, da gefahren ist. Es sei denn, der Fahrgast vor uns hat noch mal kurz eine Zigarette durchgezogen und, äh, ähm, und, und, und man riecht es einfach noch, dass, äh, äh, da jemand vor uns im Aufzug war. Aber ansonsten nehmen wir da keinen Kontakt auf. Und, äh, da gibt es viele Überlegungen und auch spielerische Mittel, wie wir eben auch diese Interaktion im Aufzug, ähm, generieren können und, und dafür sorgen können, dass mehr los ist. Wie gesagt, ich hab’s erwähnt, natürlich, Musik spielt ’ne Rolle. Also, ähm, ähm, Elevator Music, äh, ist, ist, ist natürlich auch, auch spannend. Äh, und wenn du den Fahrgästen die Möglichkeit gibst, vielleicht ihr eigenes Musikstück auszuwählen, bekommst du auch wieder Kommunikation im Aufzug, [Lachen] weil es vielleicht dann darüber auch unterschiedliche Meinungen gibt, was jetzt die angemessene Musik, äh, äh, sein könnte. Und was natürlich in letzter Zeit vor allen Dingen, äh, immer stärker geworden ist, das ist, ähm, dass es halt Screens in Aufzügen gibt, ja? Und so ähnlich wie du das vielleicht aus der, aus der U- und S-Bahn kennst, dann natürlich die Fahrgäste dort, ähm, äh, sich Dinge angucken können, ja, von, von irgendwelchen Informationen, die vielleicht relevant sind für sie: Wetterbericht, Nachrichten etc. Bis hin zu Werbeeinblendungen, die es dann wieder natürlich für den, ähm, für den Werbetreibenden, ähm, ja, einfach machen, Leute zu erreichen in einer Situation, wo du die volle Aufmerksamkeit hast, ja? Also, ähm, das ist ein Riesenvorteil und ich glaub, das ist auch etwas, was in den nächsten Jahren noch zunehmen wird.

00:28:53,532 –> 00:29:05,792 [Raul Krauthausen]
Aber wenn wir jetzt mal ehrlich sind, äh, unter uns Pastorenkindern, ich habe selten eine Aufzugsbildschirminformation konsumiert, die mir weitergeholfen hat. Es ist entweder Werbung-

00:29:05,792 –> 00:29:06,492 [Jan Steeger]
Ja.

00:29:06,492 –> 00:29:19,516 [Raul Krauthausen]
Ähm, oder veraltet.Oder sind einfach drei Slides, die sich wiederholen. Also wer steuert das? Wo kommen denn die Daten her? Wer pflegt das? Fühlt sich irgendjemand verantwortlich?

00:29:19,516 –> 00:29:20,976 [Jan Steeger]
Ganz

00:29:20,976 –> 00:29:22,716 [Jan Steeger]
unterschiedlich.

00:29:22,716 –> 00:29:57,296 [Jan Steeger]
Ich kenne es ja noch viel und du bist ja auch viel unterwegs und kennst das sicherlich aus den Hotels, dass da überall Zettel hängen und dann steht irgendwie, wann du frühstücken kannst und ich weiß nicht, ab wann der Spa-Bereich geöffnet hat und so. Und die Screens, wenn so ein Hotel so etwas überhaupt hat, bietet denen schon die Möglichkeit, das natürlich so ein bisschen ordentlicher und auch aktueller zu gestalten. Den Content selber spielen natürlich die Betreiber des Aufzugs ein. Also

00:29:57,296 –> 00:30:05,676 [Jan Steeger]
wir bieten unseren Kunden auch die Möglichkeit, dass wir für die etwas übernehmen, also quasi schon vorgenerierte Inhalte da auch auszuspielen.

00:30:05,676 –> 00:30:07,136 [Raul Krauthausen]
So wie das Berliner Fenster in der Bude.

00:30:07,136 –> 00:30:53,376 [Jan Steeger]
Ja, genau so etwas. Wir haben da auch eine Kooperation mit NTV zum Beispiel und können dann halt kurze Nachrichten einspielen, einen Wetterbericht einspielen und wir können auch unseren Kunden eben Werbespots zur Verfügung stellen, sodass sie wiederum die Möglichkeit haben, über diese Werbung, die sie in ihren Aufzügen ausspielen, auch eben noch mal Geld zu generieren. Und das, was du meinst, dass das manches ungeordnet ist und vielleicht auch nicht sehr informativ, das ist natürlich immer… Das hängt jeweils vom Betreiber ab, was der daraus macht. Und wenn der da irgendwie Tag und Nacht denselben Content laufen lässt, dann

00:30:53,376 –> 00:31:43,996 [Jan Steeger]
nutzt er die Möglichkeiten nicht. Aber du könntest sie wirklich nutzen, indem du den Leuten gezielt auch Informationen an die Hand gibst und da ist immer die, ich sage mal, der Grad zwischen Information und Werbung, der ist da sehr, sehr, sehr, sehr schmal. Du kannst natürlich sagen: „Mensch, wenn ich mittags mit dem Aufzug fahre und spiele den Leuten irgendwie einen Hinweis ein, dass es im Hotelrestaurant gerade einen leckeren Salat für den halben Preis gibt, ist es Werbung? Natürlich ist es Werbung. Andererseits ist es vielleicht für manchen Hotelgast auch eine relevante Information, weil der dann sagt: „Ach, muss ich gar nicht raus, gehe ich unten ins Hotelrestaurant und bestelle mir das, wo ich weiß, dass das jetzt so einen bevorzugten Preis gibt. Also das kann man machen. Und was ich immer wieder interessant finde, ist ja auch, dass du gerade mhm im Aufzug in so mikrolokale

00:31:43,996 –> 00:32:15,095 [Jan Steeger]
Muster reinkommst. Also du kannst ja wirklich Leuten auch, ich sage mal jetzt in einem normalen Wohnhaus, wo das noch nicht so verbreitet ist, dass es da Screens in aufzunehmen gibt, könntest du zum Beispiel haushaltsnahe Dienstleistungen dort wirklich für einen schmalen Taler auch anpreisen. Das war es, was man früher noch so im Prinzip aus den lokalen Anzeigenblättern oder jetzt aus den lokalen Newslettern kennt, weil du dann wirklich die Leute erreichst, für die das relevant ist, weil sie dort eben auch wohnen und für die der Back-up …

00:32:15,096 –> 00:32:17,345 [Raul Krauthausen]
Also was wie die Telefonnummer des Hausmeisters?

00:32:17,345 –> 00:32:21,976 [Jan Steeger]
Genau. Telefonnummer des Hausmeisters, vielleicht eben auch

00:32:21,976 –> 00:32:32,016 [Jan Steeger]
den Malermeister, der irgendwie eine Straße weiter ist, den Friseur die Ecke. Also alle, die quasi in deinem lokalen Umfeld auch aktiv sind, die können …

00:32:32,016 –> 00:32:36,996 [Raul Krauthausen]
Aber das muss ja jemand pflegen. Da frage ich mich immer, da fühlt sich am Ende niemand zuständig.

00:32:36,996 –> 00:32:42,035 [Jan Steeger]
Ja, wir bieten es unseren Kunden an, dass die das im Prinzip

00:32:42,036 –> 00:33:28,456 [Jan Steeger]
selber entscheiden können. Entweder wir stellen ihnen ein CMS zur Verfügung, dann können sie da selber reinstellen, was sie möchten, oder sie sagen: „Boah, übernehmt ihr das mal bitte? Dann machen wir das. Und dann gibt es so Mischmodelle, wo die sagen: „Spielt ihr mal 50%, 80% der Zeit was rein? Und wenn ich dann eben eine relevante Information habe, wie weiß ich nicht, dann kommt der Heizungsableser, dann stelle ich das noch rein. Aber du musst dir eins vorstellen: Jetzt gerade größere Hausverwaltung. Wenn da wirklich so was ist, wie ich gerade gesagt habe, Stromablesen oder auch eine Aufzugswartung oder was auch immer, dann müssen die ja in jedes ihrer Häuser im Prinzip hinfahren und dann Aushang machen.

00:33:28,456 –> 00:34:03,216 [Jan Steeger]
Wenn du natürlich die Möglichkeit hast, das digital gleich mal in 10, 20, 30 Aufzügen auszuspielen, hast du natürlich einen riesen Vorteil. Und wenn sich dann eine Terminverschiebung gibt, dann kannst du es einfach digital aktualisieren. Also da sehe ich ein riesen Potenzial, aber ich gebe dir auch recht: Es muss eben auch genutzt werden und da tun sich bisher noch viele, also gerade auch Hausverwaltungen, schwer, die dann vielleicht auch gar niemanden haben, der sich da so mit auskennt und das macht. Und das muss, glaube ich, noch ein bisschen

00:34:03,216 –> 00:34:05,716 [Jan Steeger]
wachsen und dann auch besser werden.

00:34:05,716 –> 00:34:44,536 [Raul Krauthausen]
Und dann ist mir aufgefallen, wenn wir Aufzüge benutzen als Anwenderinnen, dann machen wir uns oft gar nicht klar, wie viele Parteien an diesem Aufzug eigentlich Stakeholder sind, also mitwirken. Es gibt den Hersteller, der das Ding gebaut hat, dann gibt es den Hausbesitzer, dem das Haus gehört, in dem der Aufzug verbaut wurde, und dann gibt es den Betreiber, also keine Ahnung, die Hausverwaltung, zum Beispiel, die ja nicht die gleiche sein muss, wie der das Haus gehört. Und auf einmal reden ganz viele Parteien mit,

00:34:44,536 –> 00:34:52,616 [Raul Krauthausen]
sodass dann auch, ich erlebe das beim ÖPNV manchmal, dass ich wenig Leute

00:34:52,616 –> 00:35:18,036 [Raul Krauthausen]
… Also dass nicht immer klar ist, wer zuständig ist, auch für die Wartung. Richtig. Ich war in einer kleinen Stadt, bin ausgestiegen und da war der Aufzug kaputt vom Regularen Express und dann habe ich mich bei der Bahn erkundigt, was ich jetzt machen kann und dann sagten die mir in der 3S-Zentrale: „Ja, da können die nichts machen, weil der Aufzug gehört der Stadt. Und dann habe ich mich gefragt: „Okay, und jetzt? Wer hilft mir jetzt?

00:35:18,852 –> 00:35:21,292 [Raul Krauthausen]
Ähm, passiert das häufig?

00:35:21,292 –> 00:35:57,672 [Jan Steeger]
Ja, das ist ein Riesenproblem. Also dass– genau wie du es geschildert hast, äh, ist es für den Nutzer eben auf den ersten Blick überhaupt gar nicht klar, an wen kann ich mich wenden? Ne? Also, du hast manchmal hast du, äh, so Wartungsaufkleber. Das ist immer ein ganz guter Indiz dafür, wer wartet den Aufzug. Also, wer fährt da regelmäßig vorbei und führt im Zweifelsfall auch Reparaturen durch. Ähm, das, das– da gibt es in, in, in, in, in Deutschland irgendwie Pi mal Daumen achthundert Unternehmen, die so Aufzugswartungen irgendwie, äh, durchführen und-

00:35:57,672 –> 00:35:59,292 [Raul Krauthausen]
Alle Hersteller dann quasi?

00:35:59,292 –> 00:37:16,932 [Jan Steeger]
Alle Hersteller natürlich. Du kannst aber nicht, wenn du dein Logo im Aufzug siehst, also ein Herstellerlogo, kannst du nicht davon ausgehen, dass der Hersteller auch diesen Aufzug wartet. Also quasi sich darum kümmert. Es kann nämlich sein, dass der Betreiber gesagt hat, es ist zwar irgendwie ein Schindleraufzug, aber ich gebe gerne, ich gebe die Wartung an ein anderes Serviceunternehmen raus, weil die günstiger sind, besser, was auch immer. Und jetzt kommt das dann auch noch. Selbst wenn du das Wartungsunternehmen vielleicht verständigst und sagst, „Ich habe hier ein Problem“, dann kann das Wartungsunternehmen im Zweifelsfall auch gar nichts machen, weil die wiederum eine Beauftragung von dem Betreiber brauchen. Der Betreiber, der dann sagt ja richtig, weiß ich nicht, ihr tauscht da mal das Teil aus oder, oder macht mal dies und das so. Und dann kommt es noch– Geht’s noch weiter, dass der Betreiber manchmal, äh, gerade wenn es um größere, ich sage mal, jetzt größere Reparaturen geht, das auch nicht alleine entscheiden kann, sondern dass der dann wiederum den Eigentümer fragen muss. Du, sagen wir Eigentümer, hier steht gerade eine größere Reparatur an dem Aufzug an, ist das okay, wenn ich das so beauftrage? Oder muss ich mir noch zwei andere Angebote einholen? [übersprechen 00:02:06] Und wenn das dann eben auch noch

00:37:16,932 –> 00:37:19,742 [Jan Steeger]
eine Wohneigentümergesellschaft, äh, Gemeinschaft ist?

00:37:19,742 –> 00:37:20,572 [Raul Krauthausen]
Oh mein Gott, ja.

00:37:20,572 –> 00:37:56,592 [Jan Steeger]
Ja, also, du weißt, wo ich drauf– Du kennst das ja genau. Du weißt ja, wo ich hin will. Dann haben wir da wahnsinnig viele Parteien, die da mit, mitreden. Und im Zweifelsfall ist derjenige, der, äh, der, der Mieter, der Bewohner, der, äh, der Fahrgast, der einfach nur diesen Aufzug nutzen will, der Leidtragende, weil es dann zum Teil länger dauert, ehe da eine Lösung gefunden wird. Und, ähm, ich kann nur für alle, äh, die sprechen, mit denen ich auch da täglich zu tun habe. Ich habe relativ häufig eben auch Fälle, wo es uns, ich sage mal, wo es dann eben auch

00:37:56,592 –> 00:39:31,852 [Jan Steeger]
un, un– Ähm, wie sagt man, äh, verschiedene Meinungen darüber gibt jetzt, äh, ähm, wer da, äh, äh, für zuständig ist und so weiter. Ich kann nur immer wieder wiederholen, ähm, es ist in, in der Regel, wenn ein Aufzug irgendwo liegen bleibt und man sich nach zwei Tagen immer noch fragt, warum der nicht funktioniert. Es ist keine Böswilligkeit der beteiligten Akteure. Jeder will, dass der Aufzug möglichst schnell repariert wird. Es sind dann oft genau solche Themen, dass man dann eben irgendwie ’ne Beauftragung braucht. Erst wenn die Beauftragung da ist, kann man dann eben auch, äh, ähm, zwar n Ersatzteil bestellen, das Ersatzteil muss dann auch wiederum geliefert werden, wird dann verbaut. Und gerade, ich meine gerade in, ähm, Gebäuden, wo wir wissen auch, dass es da einen hohen Bedarf gibt, ja, weil dort eben, äh, äh, Menschen sind, die auf den Aufzug angewiesen sind, ja, äh, äh, deren Leben komplett eingeschränkt ist, äh, wenn der Aufzug nicht funktioniert, dann wird das natürlich alles auch mit hoher Priorität bearbeitet. Und, äh, dann schicken wir auch die Techniker da mal irgendwie, äh, ähm, äh, in, in, in der Nacht los. Und, äh, aber, ähm, wir können nicht, wir können als Wartungsunternehmen nicht quasi alleine reagieren [übersprechen], sondern wir sind immer. Wir sind natürlich ein Dienstleister und wir müssen auch immer den Betreiber, den Eigentümer, der muss sagen: „Ja, mach das mal, erledige das jetzt.“

00:39:31,852 –> 00:39:35,232 [Raul Krauthausen]
Würde man als Hausbesitzer

00:39:35,232 –> 00:39:38,012 [Raul Krauthausen]
am besten haben, wenn alles aus einer Hand kommt?

00:39:38,012 –> 00:40:08,392 [Jan Steeger]
Klar, natürlich. Also wenn, wenn– Je weniger Abstimmungs, äh, wege du hast und je einfacher natürlich auch so etwas ist zu beauftragen, umso schneller kann so etwas auch, ähm, erledigt und repariert werden. Du hast immer noch den– Du hast natürlich dann immer noch das Problem, dass, ähm, es im Zweifelsfall lange dauert, so einen Aufzug zu reparieren, wenn zum Beispiel Ersatzteile nicht verfügbar sind. Oder wenn-

00:40:08,392 –> 00:40:11,452 [Raul Krauthausen]
Passiert das noch häufig, dass Ersatzteile fehlen?

00:40:11,452 –> 00:40:24,912 [Jan Steeger]
Das passiert sehr häufig. Das liegt einfach vor allen Dingen daran, dass der Aufzugsbestand in, in Deutschland, äh, hoffnungslos überaltert ist, ne. Also wir haben, ähm, wir haben in Deutschland

00:40:24,912 –> 00:40:32,632 [Jan Steeger]
circa achthunderttausend Aufzüge, davon sind fünfzig Prozent älter als, äh, fünfundzwanzig Jahre.

00:40:32,632 –> 00:40:33,592 [Raul Krauthausen]
Wow.

00:40:33,592 –> 00:40:41,131 [Jan Steeger]
Das heißt, äh, je– Und natürlich ist es so wie bei allen technischen Geräten. Je älter die sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass da auch mal irgendwas kaputt geht.

00:40:41,132 –> 00:40:42,191 [Raul Krauthausen]
Na klar.

00:40:42,192 –> 00:41:15,972 [Jan Steeger]
Und, ähm, und vor allen Dingen, desto schwieriger ist es dann auch Ersatzteile zu beschaffen. Ja. Also wir sind, wir sind jetzt ein großes Aufzugsunternehmen. Ähm, wir haben, ähm, wir haben, äh, zwanzigtausend, äh, äh, Ersatzteile auf Lager. Das kann, das kann nicht jedes Unternehmen von sich behaupten. Aber selbst wir kommen natürlich an unsere Grenzen, wenn wir einen Aufzug betreuen, der vielleicht auch gar nicht von Schindler ist, sondern von irgendeiner anderen Aufzugsfirma. Irgendwann mal in den sechziger Jahren gebaut worden ist und da jetzt ein Teil defekt ist. So.

00:41:15,972 –> 00:41:17,912 [Raul Krauthausen]
Oder das die Firma auch gar nicht mehr gibt.

00:41:17,912 –> 00:42:47,801 [Jan Steeger]
Genau, die Firmen gibt es zum Teil nicht mehr [übersprechen], die gibt es nicht mehr. Und dann ist die einzige Chance, die du hast, dieses Teil nachzufertigen. So, und das ist, das ist, das ist, äh, Alltag bei uns. Dann geben wir im Auftrag, dass ein Teil nachgefertigt wird. Dann werden Frequenzumrichter aufgearbeitet, äh, äh, zum Teil in anderen Ländern Europas. Und-Und dann dauert so eine Reparatur auch gerne mal irgendwie zwei, drei, vier Wochen und zum absoluten Unverständnis aller, die diesen Aufzug benutzen wollen, total nachvollziehbar. Du kannst ja auch heutzutage sagen, wo du im Prinzip jede Ware innerhalb von vierundzwanzig Stunden über große Onlinehändler bekommst. Und dann erzählst du den Kunden und den Nutzern: „Du, ja, also ganz ehrlich, als Ersatzteil zwei Wochen, also Minimum. Und dann sagen die alle: „Sag mal, was seid ihr denn für ein Unternehmen? Das ist doch nicht möglich. Wir sind doch nicht mehr 1950. Aber das hat wirklich damit zu tun, dass wir es mit wirklich alter Technik zu tun haben, mit alten Anlagen. Du könntest das vielleicht damit vergleichen, wenn du einen Oldtimer, also ein Fahrzeug hast, dann hast du auch genau dieselben Herausforderungen, die wir wirklich jeden Tag auch mit den Aufzügen in Deutschland haben.

00:42:47,802 –> 00:43:16,882 [Raul Krauthausen]
Gleich geht es weiter. Wenn du diesen Podcast unterstützen möchtest, dann kannst du das mit einem kleinen monatlichen Beitrag tun. Im Gegenzug kannst du alle Folgen vorab hören und wirst, wenn du das möchtest, hier im Podcast namentlich genannt. Alle Infos findest du auf im-auzug. De. Ende der Servicedurchsage. Viel Spaß beim zweiten Teil der Folge.

00:43:16,882 –> 00:43:21,542 [Raul Krauthausen]
Haben andere Länder da schnellere Austauschzyklen von Aufzügen?

00:43:21,542 –> 00:43:28,262 [Jan Steeger]
Es gibt unheimlich Es gibt Unterschiede in den ganzen Regularien der verschiedenen Länder,

00:43:28,262 –> 00:44:36,902 [Jan Steeger]
auch was zum Beispiel Wartungszyklen und so was angeht. Da kann ich dir jetzt nicht quasi etwas sagen, was die einzelnen nationalen Regelungen angeht. Was ich aber natürlich sagen kann, ist, dass alle, zumindest die europäischen Länder, bei denen ich mich da auskenne, die haben natürlich alle ein ähnliches Problem, weil natürlich diese Anlagen dort auch nicht so schnell modernisiert werden, wie es eigentlich wünschenswert wäre. Und die haben dann natürlich auch alte Anlagen da und müssen auch gucken, wie sie Ersatzteile herbekommen und zum Teil dann eben auch in anderen europäischen Ländern nachfragen. Das ist ein riesen Vorteil, den wir jetzt haben als großes Unternehmen. Wir können natürlich in anderen Landesgesellschaften nachfragen. Wir haben zum Teil eben auch noch die Möglichkeiten, dass irgendwo anders etwas ausgebaut wurde, vielleicht bei einer Deinstallation, was wir wieder woanders verbauen können. Also wir haben da eine höhere Flexibilität und haben ein größeres Netzwerkzugriffe. Grundsätzlich gibt es aber natürlich auch Regularien, die zum Beispiel besagen, dass

00:44:36,902 –> 00:44:46,762 [Jan Steeger]
du jetzt als auch natürlich verpflichtet bist, ein Ersatzteil auch einem Wettbewerber möglichst schnell zur Verfügung zu stellen.

00:44:46,762 –> 00:44:57,462 [Jan Steeger]
Da sorgt der Gesetzgeber natürlich dafür, dass es da einen freien Wettbewerb gibt, aber dass es eben auch Regeln gibt, die alle einzuhalten haben, sodass du als

00:44:57,462 –> 00:45:23,082 [Jan Steeger]
Aufzugsunternehmen auch jeden Aufzug einer anderen Firma betreuen kannst und auch warten und reparieren kannst. Und dann vergleiche ich das auch wieder so ein bisschen wie mit den Automarken. Du wirst immer zu einem gewissen Schritt kommen – ich kenne das leider aus eigener Erfahrung auch –, wo dir dann die Reparaturwerkstatt deines Vertrauens, die Typenoffene sagt: „Oh,

00:45:23,082 –> 00:45:54,082 [Jan Steeger]
da müssen sie dann doch zur Fachwerkstatt. Da kommen wir nicht weiter. Wir haben jetzt den Fehlerspeicher ausgelesen und merken aber, nein, gehen sie mal zum Opel, Ford oder VW-Händler. Das hast du bei Aufzügen natürlich auch, gerade wenn es Steuerungsproblematiken geht, dass du irgendwann vielleicht auch einen Punkt hast, wo du selber nicht weiterkommst, sondern dann wirklich den Hersteller fragen musst und dass der dann quasi ein spezielles

00:45:54,082 –> 00:45:55,781 [Jan Steeger]
Problem behebt.

00:45:55,781 –> 00:46:21,162 [Raul Krauthausen]
Was ich ja interessant finde, dass man zu Aufzügen eher die negativen Geschichten sich speichert und selten die positiven. Ich würde jetzt nicht sagen, das ist der schönste Aufzug oder der angenehmste, riechendste oder was auch immer, sondern man erinnert sich ja eher an die negativen. Und einer der negativen Aufzüge, die ich kenne, ist der am Berliner Hauptbahnhof. Ehrlich gesagt, die keine welche, vor allem diese runden,

00:46:21,162 –> 00:47:01,942 [Raul Krauthausen]
die zu viele Etagen anfahren, die Türen viel zu langsam auf-und zugehen. Und weil er rund ist, ist er relativ ineffizient ist beim Ein-und Aussteigen, wenn du ein, sagen wir mal, rechteckiges Fahrrad oder Koffer reinfährst, der Aufzug aber rund ist. Und das ist 100% eine Designfragen gewesen, der die Architektin fand das irgendwie cool, da Röhren aufzüge hin zu bauen, was, wenn man das sich so anschaut, wie der quietscht und knarzt, aber wahrscheinlich auch so viele Sonderbauten und Ersatzteile sind, dass man ja sich eigentlich das alles schon im Voraus hätte ahnen können

00:47:01,942 –> 00:47:17,861 [Raul Krauthausen]
und der Aufzugshersteller wahrscheinlich sowieso das auch hätten wissen können, dass das eine relativ unsinnige Installation ist, die eigentlich nur frustriert. Also es gibt Situationen, wo ich schon Züge verpasst habe, weil der Aufzug 20 Minuten gebraucht hat.

00:47:17,922 –> 00:47:18,622 [Jan Steeger]
Glaube ich.

00:47:18,622 –> 00:47:19,902 [Raul Krauthausen]
Wie passiert so was?

00:47:19,902 –> 00:47:21,942 [Jan Steeger]
Ja,

00:47:21,942 –> 00:47:25,182 [Jan Steeger]
ich glaube, du hast es wirklich schon gut

00:47:25,182 –> 00:48:48,069 [Jan Steeger]
auf den Punkt gebracht. Also da gibt es dann …Natürlich haben die Kunden, unsere Kunden, die Architekten, die Bauherren auch gewisse Vorstellungen, was was Aufzüge dann angehen und und haben dann eine Idee, wie das aussehen könnte und wie sich das gut ins Gebäude einfügt. Und in der Regel bei großen Projekten nehmen sie dann noch sogenannte Fachplaner hinzu, also dann auch Aufzugsexperten, die dann noch mal beraten und sagen wenn du einen Aufzug einbaust, dann solltest du darauf und darauf und darauf achten. Ja. Und ein Lieblingsbeispiel von mir, was ich immer wieder gerne erwähne, das ist. Das ist der Aufzug im Glasschacht. Kennst du ja auch von vielen. Ich glaube, die am Hauptbahnhof sind ja auch so, das ist ja, das ist ja sehr beliebt, auch bei der Deutschen Bahn. Und und Aufzügen Glasschacht werden auch ganz gerne, ganz gerne irgendwie an außen angebracht, an Häuserfassaden oder auf Bahnsteigen und so weiter. Und wir? Also wenn wir dann quasi auch gefragt werden als Aufzugsfirma, könnt ihr dann sowas da machen usw, dann beraten wir natürlich auch gerne und dann sagen wir immer unseren Kunden Ja klar können wir das für dich so realisieren. Achte aber mal bitte darauf, wo steht denn dieser Aufzug und wie ist es dann mit der Sonneneinstrahlung über den Tag? Ja, und

00:48:48,069 –> 00:48:59,330 [Jan Steeger]
da gibt es bestimmte Standorte, wo wir dann eben auch unseren Kunden immer davon abraten, da einen Aufzug im Glasschacht hin zu machen. Denn Glasschacht sieht super schick aus, hat aber einen Riesennachteil

00:48:59,330 –> 00:49:59,129 [Jan Steeger]
super, die wird super heiß. Die Sonne, die Sonne steht drauf, das Ding wird super heiß und und und. Es gibt eine gesetzliche Regelung bei Aufzügen, die einfach besagt, wenn die Temperatur im Schacht eine bestimmte Gradzahl überschreitet, dann muss ich die Anlage abschalten. Das ist nichts was, was die Hersteller sich ausgedacht haben. Das ist eine gesetzliche Regelung, die einfach dafür sorgen soll, dass im Zweifelsfall, wenn jemand in der Kabine eingeschlossen ist, dass der nicht noch irgendwie gesundheitliche Beeinträchtigungen haben, weil sich dann die Kabine so erhitzt. Deswegen hat der Gesetzgeber gesagt Du, wenn, wenn, wenn die Temperatur im Schacht irgendwie über 45 Grad ist, dann brauchst du einen Sensor, der dir sagt abschalten. So, und dann sagen wir dem Kunden ja, wir würden das da nicht hinbauen. Wir können nicht garantieren, dass dann dieser Aufzug immer einwandfrei läuft, weil es könnte sein, dass der sich dann doch im Sommer häufiger mal abschaltet. Vor allem Klimawandel.

00:49:59,129 –> 00:50:00,049 [Raul Krauthausen]
Das wird ja schlimmer.

00:50:00,049 –> 00:51:04,490 [Jan Steeger]
Zum Beispiel Ja, und und dann beraten wir und dann haben wir natürlich viele Kunden, die dann auch auf uns hören und die dann sagen Ja, nee, sehe ich ein, was können wir da für eine andere Lösung machen? Dann sieht es vielleicht nicht so schick aus, aber dann gehen wir da sicher, dass der auch häufig oder dass der immer fährt. Und dann gibt es auch wieder andere Kunden, die sagen dann Oh nee, Aber es ist uns schon wichtig, dass das vom Design her halt super ist und das wird schon. Das wird schon passen und und wir kriegen das schon hin. Und wenn dir dann ein, zweimal ausfällt, ist es auch nicht schlimm. Und das ist immer so, ich sage mal die Bandbreite und da muss man eben als als Hersteller wirklich versuchen, die Leute gut zu beraten in ihnen zu sagen, mach das lieber so und wir würden dir das empfehlen. Ich meine, wir kennen unsere Produkte, wir machen das schon ein paar Jahre. Wir haben da auch viel Erfahrung, wir haben auch gute Leute, die so etwas einschätzen und projektieren können. Aber letztendlich ist dann immer der Bauherr, der Auftraggeber, der Architekt, derjenige, der entscheidet, was dann wie eingebaut wird und

00:51:04,490 –> 00:51:06,850 [Jan Steeger]
wenn der dann halt die

00:51:06,850 –> 00:52:13,350 [Jan Steeger]
Style over Substance oder Design vor Verfügbarkeit setzt, ja, dann ist es, ist es nicht so gut. Und natürlich sind wir als Hersteller aber auch darauf bedacht, dann im Zweifelsfall auch mal zu sagen, dass wir bestimmte Aufträge auch nicht übernehmen wollen, weil wir natürlich auch wissen, danach in der Kritik ist. Natürlich immer sind natürlich immer wir, weil an den Aufzügen steht dann im Zweifelsfall unser Logo dran und dann und dann kommst du an und sagst so die scheiß Schindler Aufzüge, die die stehen ja hier immer so und und da kann man ja auch gar keinem irgendwie einen Vorwurf machen, weil natürlich und das führt uns ja wieder darauf zurück, die Nutzer gar nicht wissen, wer jetzt hier eigentlich dafür zuständig ist und wer dafür gesorgt hat. Da wird einfach ein Produkt eingebaut und das macht es so, das macht es so komplex. Und ich? Ich bin auch immer Fan von von Aufzügen, die irgendwie toll aussehen und Aber ich finde auch immer, die müssen was können und und und und Und das ist das Allerwichtigste. Und das Allerwichtigste bleibt nach wie vor Leute schnell, zuverlässig, sicher von A nach B zu kriegen. Und gerade beim Bahnhof sollte das oberste Priorität.

00:52:13,350 –> 00:52:16,149 [Raul Krauthausen]
Du kennst diese berührenden Aufzüge am Hauptbahnhof, oder?

00:52:16,149 –> 00:52:17,990 [Jan Steeger]
Ich kenne die. Natürlich kenne ich die.

00:52:17,990 –> 00:52:20,270 [Raul Krauthausen]
Was würdest du anders machen? Eckig? Schneller?

00:52:20,270 –> 00:52:56,129 [Jan Steeger]
Ja. Nur mit eckig und rund. Das ist natürlich jetzt wirklich eine Designfrage, weil es ist natürlich, es ist. Ich sage mal so es machte diese ganze Produktion Installation sehr, sehr aufwendig. Ja, du kannst dir vorstellen, das sind. Das sind keine Standardaufzüge. Ja, die die müssen, die müssen angefertigt werden. Da gibt es ein ganz genaues Leistungsverzeichnis, wie die, wie die aussehen sollen usw. Und da müssen wir auch als großer Hersteller dann eben da Sonderanfertigungen machen, um das um das hinzukriegen und

00:52:56,129 –> 00:54:40,214 [Jan Steeger]
runde Aufzüge per se. Finde ich eigentlich ganz ganz schick, weil sie weil sie doch so ein bisschen ja eben aus aus dem aus dem Rahmen fallen, wie man es immer kennt. Aufzüge haben wir darüber gesprochen, immer so als als als Blechdosen und die sind halt rund. Das finde ich schon schon interessant und und und. Verglast auch. Das heißt man hat eine Transparenz, man kann rein und rausgucken. Die Türöffnungszeiten, die du angesprochen hast, das ist immer auch wieder eine schwierige Geschichte, gerade in Bahnhöfen. Ja.Viele Betreiber und auch da informieren wir gut und beraten, äh, versuchen natürlich die Türöffnungszeiten, auch wieder eine Entscheidung, die jeder Betreiber fällt innerhalb eines gewissen Rahmens, ne. Wir sagen dann einfach, wir können dir die Türen so einstellen, dass die schnell zugehen oder langsam. Und dann sagt der Betreiber im Zweifelsfall, ich möchte das so und so haben. Und, ähm, gerade jetzt, ich sage mal in, in Seniorenheimen ist es sicherlich sinnvoll, dass die Türen nicht ganz so schnell zu gehen, weil du einfach andere, andere Fahrgäste hast. Ähm, im Bahnhof ist es so, da sagt man ja okay, da haben die Leute immer eilig. Wäre es ja auch nicht schlecht, wenn die Türen schnell auf und zu gehen. Nun hast du aber da auch diese ganze Spanne von, von, von Menschen. Manche sind eben vielleicht dann auch eben mobilitätsbeeinträcht, andere sind, sind, sind alt und so weiter. Das heißt, da gehen natürlich viele Betreiber auch davon aus, dass man da keinem irgendwie, ähm, die Tür zu schnell zugehen lassen möchte. Deswegen wählt man dann da vielleicht eben etwas längere Türöffnungszeiten, ne, damit du auch noch mit dem Koffer und Kinderwagen und so weiter reinkommst. Und das nervt dann aber natürlich wieder andere Fahrgäste wie dich, [übersprechen] die dann eben schnell nach unten.

00:54:40,214 –> 00:54:41,754 [Raul Krauthausen]
Muss man dann so ein Mittel finden.

00:54:41,754 –> 00:54:43,234 [Jan Steeger]
Ja, es ist aber nicht einfach.

00:54:43,234 –> 00:55:36,774 [Raul Krauthausen]
Aber es gibt da halt… Also mir müsste jetzt auch nicht nur über diesen einen aufzuklären, aber ich finde bei dem wirklich besonders interessant, dass der so viel falsch läuft. Also, äh, der redet unfassbar lange, dass er erstmal einem erzählt, wo er alles hinfährt, wo er war, was für ein Fernzeichen ist und so weiter. Äh, äh, dann ist man drin und dann fährt man zur Etage, wenn man reingekommen ist, wenn er nicht zu voll ist. Sonst musst du genau das ganze Spiel nochmal hier anhören. Aber du fährst du dann zur Etage und dann bleibt der stehen auf der Etage und du zählst wirklich bestimmt fünf Sekunden, bis die Tür aufgeht, die super langsam aufgeht. Und ich sehe keinen Grund, warum die Tür langsam aufgehen muss. Und ich sehe keinen Grund, warum ich fünf Sekunden warten muss, die, äh, äh, wenn der Aufzug eh schon steht. Und ich glaube, das ist einfach so ’nen… Man hat es halt repariert, aber dann nicht benutzt. Also ich würde gerne

00:55:36,774 –> 00:56:02,154 [Raul Krauthausen]
so ’n Gesetz einführen, wo man sagt, die Leute, die dann warten, die müssten dann auch mal eine halbe Stunde gefahren sein, um so ’n, so ’n Gefühl zu entwickeln: „Wie fühlt sich dieses Ding eigentlich an?“ Wartezeiten, kann ich da noch was optimieren und so, anstatt einfach nur Ersatzteil zu wechseln. Ähm, das ist bei Rollstühlen übrigens genauso. Also ich wünsche die Leute, die die bauen würden auch mal einen Tag damit fahren. [Schmunzeln] Ähm.

00:56:02,154 –> 00:56:58,554 [Jan Steeger]
Absolut. Das ist ’n, das ist wie gesagt ein guter Hinweis und ich kenne natürlich die, die Bahnaufzüge auch. Das hast du ja nicht nur im Berliner Hauptbahnhof, sondern überall, die dann immer, äh, äh, wirklich sehr langsam, uh, äh, unterwegs sind und, und, und gemächlich. Aber, ähm, wie gesagt, das ist, ähm, das ist ’ne letztendlich eine Betreiberanforderung. Das ist nichts, ne– Es ist nichts, wo wir als Aufzugsunternehmen jetzt sagen, wir wollen die besonders langsam machen. Wir können ja auch einen super schnellen Aufzug einbauen oder wir können auch diesen, diesen Aufzug, der da super langsam fährt, schneller fahren lassen. Ähm, das ist eine Vorgabe, die, die wir umsetzen und da können wir beratend zur Seite stehen und dann vielleicht auch mal sagen: „Ja boah, wollt ihr nicht mal ein bisschen da Tempo anziehen?“ Aber wenn die sagen: „Nee, wir haben da Vorgaben, gute Gründe“, was auch immer, um das einheitlich zu machen. Und ich finde auch die Ansagen, ja, da gebe ich dir recht. Boah, könnt, könnte…

00:56:58,554 –> 00:56:59,614 [Raul Krauthausen]
Aufzug eins.

00:56:59,614 –> 00:57:00,004 [Jan Steeger]
Auch zu eins. [Lachen]

00:57:00,004 –> 00:57:05,394 [Raul Krauthausen]
Übergang zu den… [Lachen] Ja. Ähm.

00:57:05,394 –> 00:57:21,594 [Jan Steeger]
Und ich will dir auch noch ein, ein Geheimnis verraten. Es ist wahrscheinlich aber gar kein Geheimnis, ähm, ähm. Wir bauen die Aufzüge in, in Stuttgart einundzwanzig ein, äh, ähm, und auch die Fahrtreppen. Und, ähm,

00:57:21,594 –> 00:57:38,234 [Jan Steeger]
da gibt es wieder runde, runde Aufzüge. Ich kann dir noch nicht, ich kann dir noch nicht sagen– Sie sehen sehr schick aus. Ich kann dir noch nicht sagen, wie schnell die dann fahren und, und die Türen öffnen werden, aber, äh, meine Kollegen, die sind gerade wirklich dabei und, äh, äh, da aufm, aufm Bahnhof und bauen da-

00:57:38,234 –> 00:57:51,814 [Raul Krauthausen]
Also wenn ihr Aufzug-Tester braucht. Also einfach von, wie fühlt sich das an? Ich hab ja keine Ahnung, aber wie fühlt sich das an? Das kann ich subjektiv beurteilen. Äh, äh, komme ich gerne mal vorbei. Das ist…

00:57:51,814 –> 00:57:53,694 [Jan Steeger]
Das ist super. Das ist super.

00:57:53,694 –> 00:58:21,604 [Raul Krauthausen]
Aufzüge, ich finde es unfassbar erstaunlich: Jeder hat eine Aufzugsgeschichte zu erzählen und es gibt viele Mythen rund um das Thema Aufzüge. Ähm, und, äh, ab und zu unterhalte ich mich dann auch mit meinen Gästen über diese Mythen. Ähm, also das Thema Abstürzen, äh, ignorieren wir jetzt mal, [übersprechen] aber Aufzüge stürzen nicht ab. Das ist nur in Filmen so und es gibt aber immer diesen einen Sticker, worauf steht „Aufzug im Brandfall nicht benutzen“.

00:58:21,604 –> 00:58:22,734 [Jan Steeger]
Mhm.

00:58:22,734 –> 00:58:39,994 [Raul Krauthausen]
Und dann gibt’s, da würde ich dich gerne fragen, warum? Also was ist wirklich der, der Grund? Weil oft ist es ja die einzige Option, die du, wenn du in der Mobilität eingeschränkt bist, äh, die du dann überhaupt hast. Und ich kann mir schon vorstellen, dass ich das dann sogar trotzdem machen würde.

00:58:39,994 –> 00:58:40,934 [Jan Steeger]
Ja.

00:58:40,934 –> 00:58:53,414 [Raul Krauthausen]
Ähm, und die andere Frage, die ich mir stelle, wenn dann da steht Maximallast sechshundert Kilo oder fünfzehn Leute in einen Aufzug, der einfach nur zwei Quadratmeter groß ist, dann frage ich mich wie?

00:58:53,414 –> 00:58:53,734 [Jan Steeger]
Mhm.

00:58:53,734 –> 00:58:56,334 [Raul Krauthausen]
Wie sollen hier fünfzehn Leute reinpassen?

00:58:56,334 –> 00:59:27,502 [Jan Steeger]
Ja. Was bedeutet das alles? [Lachen] Was bedeutet das alles? Ist irgendwie eine gute Frage. Du, ähm, zum Thema, zum Thema Brandfall, das ist natürlich, ähm, da hat der, da hat der Gesetzgeber auch eine Vorgabe gemacht und, ähm, die besagt beim Aufzug haben wir ja, das, das, äh, wir haben es vorhin angesprochen, dass das Thema du weißt nicht, was passiert, wenn die Tür aufgeht, ja? Und, ähm-Wenn es einen Brand in einem Gebäude gibt und

00:59:27,502 –> 01:00:03,342 [Jan Steeger]
du eben nicht weißt, auch wo kommt das Feuer her usw., kann es natürlich passieren, dass du im Aufzug fährst und und und und glaubst oder hoffst, dich in Rettung zu bringen. Und dann geht die Tür auf und dann und dann schlagen die Flammen rein. Das ist natürlich der der Riesennachteil. Du kannst im Aufzug nicht rausgucken. Du siehst nicht, was dich erwartet. Das ist das eine und das andere ist aber auch natürlich, dass der Aufzug zur Falle werden kann. Ja, das kann er. Das kann er auch. Aus demselben Grund. Dass das du nicht rein und raus gucken kannst. Und

01:00:03,342 –> 01:00:16,822 [Jan Steeger]
in einem brennenden Gebäude kann es natürlich auch sein, dass der Aufzug da zu Schaden kommt, dass er im Prinzip dann nicht mehr fährt, weil keine Ahnung Strom nicht mehr funktioniert, was auch immer. Und dann steckst du in der Kabine fest.

01:00:16,822 –> 01:00:19,042 [Raul Krauthausen]
Haben wir keine Akkus für die letzte Fahrt?

01:00:19,042 –> 01:00:38,082 [Jan Steeger]
Doch, doch. Aber da ist auch wieder Wenn ich das jetzt so pauschal doch sage, dann kann ich nur von diesen Aufzügen neueren Datums sprechen, die so etwas haben, die eine Akkupufferung haben. Das heißt, wenn da auch der Strom ausfällt, dann fahren die in eine vorher definierte Etage

01:00:38,082 –> 01:00:53,242 [Jan Steeger]
in die Evakuierungsetage und machen die Türen auf. Das heißt, dir kann dir kann da nichts passieren. Weißt du was die Evakuierungsetage ist wiederum, das hängt vom Brandschutzkonzept des Gebäudes ab. Das ist meistens das Erdgeschoss. So. Ja.

01:00:53,302 –> 01:03:33,022 [Jan Steeger]
Nun gibt es Aufzüge mit einer sogenannten Brandfallsteuerung. Das ist auch was ganz Spannendes. Dann sind die Aufzüge gekoppelt an das Brandmeldesystem des Gebäudes. Und dann kannst du nämlich Folgendes machen. Dann hast du zum Beispiel eine Evakuierungsetage definiert. Das ist das Erdgeschoss. Das heißt, im Brandfall, wenn Alarm ausgelöst wird, fährt der Aufzug automatisch. Egal welche Rufe du da noch im Aufzug betätigt hast, also welche Etagen du anfahren wolltest. Fährt er in die Evakuierungsetage, öffnet die Türen dann aber und das ist diese sogenannte Brandfallsteuerung. Sobald ein Sensor auch Alarm gegeben hat, dass es Rauchentwicklung zum Beispiel in der im Erdgeschoss gibt, dann fährt die Steuerung oder der Aufzug nicht das Erdgeschoss an, sondern die als zweite Evakuierungsetage definierte. So, das heißt, du bist da ein bisschen sicherer damit, dass du quasi nicht vom Himmel in die Traufe kommst, also letztendlich in die Flammen transportiert wirst, sondern dass du dann auf einer Etage rausgelassen wirst, wo noch keine Feuer und Brandentwicklung ist. Dann haben wir als drittes Thema Rauchentwicklung im Schacht ähm, ja, genau. Das ist so ähnlich wie im Treppenhaus. Bloß, dass du dich im Treppenhaus vielleicht dann noch irgendwie flüchten kannst, wenn du in der Aufzugskabine eingeschlossen bist und irgendwie in einem brennenden Gebäude Rauch in den Schacht kommt, hast du keine Chance mehr. Du kommst. Du kommst halt nicht mehr raus und im Zweifelsfall erstickst du in der Kabine. Deswegen sagt der Gesetzgeber Aufzug im Brandfall nicht benutzen. Aber es gibt natürlich auch Aufzüge, die du im Brandfall benutzen kannst. Das sind die sogenannten Feuerwehraufzüge. Die dürfen wiederum jetzt. Die sind so ausgestattet, dass sie eben auch im Brandfall, ähm, äh, äh, sicher sind. Die haben zum Beispiel speziell verstärkte Türen. Die haben ähm in der Regel immer einen Vorraum vor der Kabinentür, äh, dass da quasi noch Platz ist, um Evakuierungsleistungen hinzukriegen. Sie haben manchmal ein Fenster in der Tür, dass die Feuerwehrleute erst rausgucken können aus dem Aufzug, bevor sie die Türen öffnen. Die können das alles mit einer Schlüsselsteuerung auch auch schalten, wo sie hinkommen, dass nicht automatisch die Türen aufgehen. Das sind Aufzüge, die sind speziell dafür designt, um im Brandfall Leben retten zu können. Die dürfen dann aber natürlich auch nur benutzt werden von Feuerwehrleuten, die da speziell ausgebildet sind. Ja, die haben auch noch eine Leiter drinne usw. und so fort. Und

01:03:33,082 –> 01:03:40,701 [Jan Steeger]
in größeren Gebäuden sind Feuerwehr auf Feuerwehraufzüge Pflicht. Das siehst du vielleicht auch gar nicht als als Nutzer, dass das ein Feuerwehraufzug ist.

01:03:40,702 –> 01:03:42,602 [Raul Krauthausen]
Man erkennt sie am Fenster.

01:03:42,602 –> 01:04:13,722 [Jan Steeger]
Aber am Fenster erkennst du sie auf jeden Fall. Manchmal erkennst du sie auch daran, dass sie hinten noch quasi wie dass du quasi hinten auch noch die Kabinenwand aufmachen könntest und den vergrößern könntest. Das sind wie gesagt spezielle Aufzüge, aber für uns normal Normalnutzer gilt äh Aufzug im Brandfall nicht benutzen. Natürlich, wenn du keine andere Möglichkeit hast, wie zu fliehen, sehe ich das genauso wie du. Dann gibt es ja. Dann ist das alternativlos.

01:04:13,722 –> 01:04:16,322 [Raul Krauthausen]
Oder werden die dann automatisch auch deaktiviert.

01:04:16,322 –> 01:04:57,282 [Jan Steeger]
Dass die Aufzüge nicht nicht mehr funktionieren? Genau. Na ja, wie gesagt, das hängt in dem Fall damit zusammen, wie die äh wie die Brandfallsteuerung für den Aufzug definiert ist. Wenn die natürlich mit der mit der Gebäude, ähm, mit dem. Mit der Gebäudebrandmeldeanlage zusammenhängt, dann passiert genau das, was ich eben beschrieben habe. Dann werden die Aufzüge alle mit oder ohne Person in die Zieletage gefahren, Türen auf und dann könntest du die auch nicht mehr rufen. Wenn du im achten Stock bist, dann passiert da nichts. So, es sei denn, du hast dann wie gesagt einen Feuerwehraufzug mit Schlüsselschalter, wo du dann eben

01:04:57,282 –> 01:04:58,162 [Jan Steeger]
diesen Aufzug benutzt.

01:04:58,162 –> 01:05:48,702 [Raul Krauthausen]
Du hast vorhin gesagt, dass Aufzüge wie eine Art Flaschenzug sind. Also man hat dann so ein Gegengewicht. Und als ich damals bei euch in der Werkstatt war oder im Werk, fand ich ganz interessant. Da haben die, wenn ich mich richtig erinnere, erzählt, dass das Gegengewicht ungefähr die Hälfte der Maximallast ist oder die Hälfte der Durchschnittsnutzung ist, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Das heißt, wenn du alleine mit dem Aufzug fährst, der eigentlich für 20 Personen bestimmt ist, dann wird sehr viel Energie aufgewandt, weil gegen das Gewicht gearbeitet wird.Wenn aber zehn Leute in diesen Aufzug einsteigen, dann ist das relativ effizient, weil das ungefähr das ausgleicht und man nur wenig Energie aufwenden muss. Das bedeutet, wenn der Aufzug abstürzen würde, würden wir gar nicht abstürzen, sondern wir würden nach oben fliegen, wenn wir allein im Aufzug sind.

01:05:48,702 –> 01:06:17,502 [Jan Steeger]
Also das Gegengewicht ist schwerer als die Kabine ohne Fahrgäste, führt genau zu den Effekten, die du beschrieben hast. Im Zweifelsfall, wenn du alleine in einer Kabine bist und es keine Absturzsicherung nach oben oder nach unten gibt, könnte es passieren, dass der Aufzug dann eben nicht abstürzt, sondern nach oben fährt, quasi gegen die Schachdecke

01:06:17,502 –> 01:06:42,241 [Jan Steeger]
gepresst wird. Nun ist es aber auch so, dass es nicht nur Absturzsicherung nach unten gibt, sondern auch Absturzsicherung nach oben, dass genau dieses nicht passieren kann. Und auch da ist wieder der Punkt, das gilt quasi auch nur für die neuen Aufzüge. Du kannst jetzt nicht davon ausgehen, dass das ein Aufzug, der von 1950 ist, schon implementiert hat.

01:06:42,302 –> 01:07:40,382 [Jan Steeger]
Aber es hat einen Riesenvorteil, dass du dieses… Also wir nutzen diese physikalische Gegebenheit dafür auch, zum Beispiel mit Aufzügen Strom zu erzeugen. Das ist auch nichts Neues. Das geht relativ einfach, aber das hat genau damit zu tun, dass wenn zum Beispiel das Gegengewicht den Aufzug nach oben zieht, ohne dass du quasi Energie aufwenden musst. Ja, also dann kannst du natürlich, wenn du den abbremst, die Bremsenergie dann in Strom umwandeln. Genauso andersherum. Wenn der Aufzug gut besetzt ist, fährt nach unten, da braucht er gar keine Energie, sondern er erzeugt Energie. Dann nimmst du die Bremsenergie, in Wärme umgewandelt, wandelst du dann wieder in Strom um und dann kannst du natürlich diesen Strom ins Gebäudenetz zurückspeisen und quasi so… Ich glaube, das ist diese Rekuperationstechnik, die hast du bei jedem Elektroauto auch eingebaut. Und wir hatten sie bei Aufzügen schon ein paar Jahre früher.

01:07:40,382 –> 01:07:41,662 [Raul Krauthausen]
Und

01:07:41,662 –> 01:07:52,182 [Raul Krauthausen]
dann sind die… Da steht ja meine Maximallast. Das fand ich auch interessant. Und die Maximallast ist immer die Hälfte von dem, was der Aufzug wirklich kann.

01:07:52,182 –> 01:07:56,122 [Jan Steeger]
Ja, also es ist immer mit… Es ist immer mit

01:07:56,122 –> 01:07:59,982 [Jan Steeger]
Sicherheit konzipiert.

01:07:59,982 –> 01:08:21,862 [Jan Steeger]
Die Aufzüge, auch gerade die Traglast der Seile, die ist unfassbar viel höher als das, was da als Kabinenlast ist. Aber das ist diese Last, mit der auch der Aufzug dann, wenn der in Betrieb genommen wird, dann wird der auch getestet. Dann werden da ganz wirklich, dann werden da so Stahlgewichte reingelegt und geguckt.

01:08:21,862 –> 01:08:23,602 [Raul Krauthausen]
Auch wirklich, bei jedem Aufzug?

01:08:23,602 –> 01:08:57,041 [Jan Steeger]
Ja, wird bei jedem Aufzug gemacht. Das ist auch wieder vorgeschrieben. Und da wird getestet, ob der auch diese Förderlast, die er machen soll, schafft. Und es gibt eben auch, und das ist dann eben so, wenn ein Aufzug überlastet ist, das heißt nicht, das heißt nicht, dass da irgendwas gefährlich ist, sondern wie gesagt, der könnte eigentlich viel, viel, viel mehr Personen transportieren. Aber das, was quasi festgelegt ist, wenn er diese Grenze überschreitet, dann hast du vielleicht auch schon mal erlebt, dann fährt er einfach nicht. Dann gibt es irgendwie so ein Hubsignal oder so und dann

01:08:57,041 –> 01:09:21,461 [Jan Steeger]
fährt er einfach nicht, bis dann irgendwie einer rausgegangen ist. Also man erlebt es ja wirklich selten. Das ist meistens nur, wenn man wirklich was Schweres befördern will, dann kann das mal passieren, dass das die zugelassene Förderlast überschreitet und dann fährt die Kabine, bewegt sich einfach nicht. Um deine Frage noch zu beantworten, die ich nicht unterschlagen möchte: Wie kriegt man 15 Personen in einen Aufzug?

01:09:21,461 –> 01:09:23,322 [Raul Krauthausen]
Klein gehackt und kleingestapelt.

01:09:23,322 –> 01:09:51,081 [Jan Steeger]
Ja, genau, gestapelt. Da gibt es irgendeine Formel, das ist eine rein mathematische Rechnung. Das funktioniert in der Realität nie. Das weiß jeder, der sich schon mal diese irren Angaben da durchgelesen hat. Die Gewichtsangabe, das ist wirklich so, wenn da steht 600 Kilogramm und dann hast du da quasi die Förderhöchstgrenze, die natürlich, wie gesagt, eigentlich deutlich höher ist, aber mit Sicherheitspuffer. Und

01:09:51,082 –> 01:10:12,402 [Jan Steeger]
dass du diese 600 Kilogramm in 15 Personen umrechnet. Es gibt einen Faktor einfach. Es wird einfach diese Förderlast genommen oder das Fördergewicht und das wird irgendwie durch 70 Kilogramm oder irgendeinen Durchschnittswert teilt man das und dann steht da eine Personenanzahl, die du natürlich nie in die Kabine reinkriegt.

01:10:12,402 –> 01:10:14,902 [Raul Krauthausen]
Na klar.

01:10:14,902 –> 01:10:54,942 [Raul Krauthausen]
Mein allererster Podcast-Gast hier im Aufzug war Mai Thi, die Wissenschaftskommunikatorin und Moderatorin von ThinkX unter anderem. Und die hat ganz witzig dann so erzählt, dass man sich ja auch als Kind mal die Frage stellt, wenn man hochspringen würde, wenn der Aufzug abstürzen sollte, könnte man dann quasi das austricken oder wenn man mit dem Flugzeug abstürzt, man rechtzeitig springt, würde man das austicken? Dann meint sie: „Nein, weil man hat ja trotzdem diese Geschwindigkeit. Am sichersten wäre es, sich auf den Boden zu legen. Fand ich interessant, aus physikalischer Sicht.

01:10:54,942 –> 01:11:07,382 [Jan Steeger]
Ja, ist auch interessant. Ich glaube, das große Problem, also ich kenne diese These natürlich auch und diese Frage wird auch immer wieder gerne gestellt, auch im großen weiten Internet.

01:11:07,442 –> 01:11:40,566 [Jan Steeger]
Das große Problem beim Aufzug ist, du weißt ja nicht, wann der hypothetische Aufprall ist. Also du weißt ja nicht, wann du los springen musst. Nehmen wir mal an, du wüsstest es. Irgendwie, weiß ich nicht, würde das Signal geben, jetzt hoch springen, weil jetzt kommt gleich der Aufprall. Dann, und das ist eben auch klar, würde unsere Sprungkraft nicht ausreichen, das abzufedern. Also so ein Aufzug…Wenn der

01:11:40,566 –> 01:11:43,866 [Jan Steeger]
im freien Fall also

01:11:43,866 –> 01:12:15,726 [Jan Steeger]
würde vielleicht 50 50 km h innerhalb von zehn Metern erreicht er dann 50 km h. Wir unsere Sprungkraft maximal fünf km h. Also das funktioniert. Das funktioniert einfach nicht. Ich kann dir, ich bin. Ich bin jetzt auch kein kein Mediziner. Ich kann dir nicht sagen, ob was das Günstigste wäre, ob hinlegen oder so. Im Flugzeug sagt man ja immer, dass man sich dann irgendwie nach vorne beugen soll. Keine Ahnung. Zum Glück müssen wir uns mit sowas nicht nicht beschäftigen, weil es einfach in der Realität auch nicht vorkommt.

01:12:15,726 –> 01:12:27,165 [Raul Krauthausen]
Was viele Leute auch nicht wissen das 90 % der Aufzugstörungen in der Tür liegen. Gar nicht so sehr in den Seilen, im Motor oder was auch immer, sondern in der Tür.

01:12:27,206 –> 01:12:58,906 [Jan Steeger]
Die empfindlichsten Teile hat natürlich auch das. Wir haben es ja hier mit Mechanik zu tun. Es sind bewegliche Teile. Ja, es ist. Da kann immer irgendetwas dazwischen kommen. Die gehen, die gehen pausenlos auf und zu. Dann ist auch immer mal irgendwas dazwischen. Ob es. Ob es ein Einkaufswagen ist oder was auch immer dagegen kommt und und und. Ein Riesenproblem sind dort einfach auch so etwas wie Rollsplitt oder oder kleine Steinchen, die in diesen Führungsrillen vielleicht mal reinkommen.

01:12:58,906 –> 01:13:00,426 [Raul Krauthausen]
Kaugummis in der Lichtschranke.

01:13:00,426 –> 01:13:13,046 [Jan Steeger]
Kaugummis, alles Mögliche und und, natürlich auch jeder, der auf auf Bahnhöfen unterwegs ist, der der sieht das auch und kennt das auch. Wir haben einfach auch ein deutliches Vandalismus Problem.

01:13:13,046 –> 01:13:15,326 [Raul Krauthausen]
Ist das so oder ist das so eine Ausrede?

01:13:15,326 –> 01:13:42,566 [Jan Steeger]
Nee, es gibt immer noch. Es gibt immer noch Leute. Keine Ahnung, warum die das machen. Die haben wahnsinnig Spaß daran. Wahrscheinlich weil sie sich unbeobachtet fühlen, im Aufzug zu randalieren. Viele springen ja auch gerne. Das ist okay, kann man so sagen. Es ist harmlos. Aber wenn sie dann anfangen, gegen die Türen zu treten, dann kannst du halt auch schnell mal so einen Aufzug lahmlegen. Ja, wenn du da ordentlich. Wenn du da ordentlich gegen trittst,

01:13:42,566 –> 01:13:55,186 [Jan Steeger]
auch unabsichtlich. Ja, wir hatten neulich den Fall da auch. Da ist eine. Da ist eine Frau mit ihrem. Mit ihrem Auto in den Autoaufzug gefahren, obwohl die Türen noch zu waren.

01:13:55,186 –> 01:14:01,186 [Jan Steeger]
Das gibt es. Ja, das gibt es. Das gibt es auch. Aber Türen ist halt wirklich

01:14:01,186 –> 01:14:07,386 [Jan Steeger]
sind empfindliche Teile und machen dann eben eine Vielzahl von Störungen aus.

01:14:07,386 –> 01:14:20,686 [Raul Krauthausen]
Wenn ich mir so Aufzug Website angucke. Es ist egal, ob TKE, Otis, Schindler wie sie alle heißen, groß wie klein. Dann werben sie oft mit Energieeffizienz

01:14:20,686 –> 01:14:35,826 [Raul Krauthausen]
und Nachhaltigkeit. Und so gibt es auch das Thema Barrierefreiheit als als Alleinstellungsmerkmal unter Aufzügen. Also dass man sagt, das ist tatsächlich uns wichtiger als andere Themen in der Positionierung.

01:14:35,826 –> 01:14:42,166 [Jan Steeger]
Ja, also Barrierefreiheit ist natürlich also schon schon alleine produktbezogen

01:14:42,166 –> 01:14:51,326 [Jan Steeger]
unser wichtigstes Thema. Wir wir stellen Produkte her, die Barrierefreiheit ermöglichen sollen und

01:14:51,326 –> 01:14:57,326 [Jan Steeger]
unsere Produkte helfen Menschen dabei, Teilhabe,

01:14:57,326 –> 01:15:21,806 [Jan Steeger]
Teilhabe zu ermöglichen. Und insofern ist Barrierefreiheit eben auch ein Thema, mit dem wir uns beschäftigen. Ja, also natürlich, du kennst es besser als ich. Natürlich müssen Aufzüge auch gewisse Kriterien erfüllen, um dann eben auch als barrierefrei zu gelten. Und du kannst. Du kommst mit deinem Rollstuhl nicht in jeden Aufzug rein und

01:15:21,806 –> 01:15:35,106 [Jan Steeger]
da gibt es, da gibt es auch die Normen genau dafür, um das zu sagen. Aber letztlich ist ist Barrierefreiheit etwas, womit wir uns eben über unsere Produkte auch täglich beschäftigen? Ganz klar.

01:15:35,106 –> 01:15:42,886 [Raul Krauthausen]
Also wenn ich jetzt gehörlos bin und mit dem Aufzug fahre und der bleibt stecken, dann hilft mir eine Notsprechanlage relativ wenig.

01:15:42,886 –> 01:15:49,246 [Jan Steeger]
Ja, es gibt es gibt eine Zahl. Also es hilft dir auch. Es hilft dir auch zum Beispiel

01:15:49,246 –> 01:15:55,406 [Jan Steeger]
nichts, wenn du. Wenn du dich nicht artikulieren kannst, wenn du. Und

01:15:55,466 –> 01:16:00,125 [Jan Steeger]
es gibt keine Kamera in dem in dem Aufzug. Ja, also das sind

01:16:00,126 –> 01:16:12,806 [Jan Steeger]
wir haben viele Aufzüge, die sind einfach nicht barrierefrei. Das wissen wir auch. Und es gibt verschiedene Lösungen, auch, wie man das machen kann. Und hier ist es auch wieder letztendlich eine

01:16:12,806 –> 01:16:35,766 [Jan Steeger]
Entscheidung, die der Bauherr, die der Betreiber machen muss. Wir können ihm diese diese Leistung alle anbieten, aber die Entscheidung, ob er so etwas installiert und ob ihm das wichtig ist, das Thema, das sagt immer derjenige, unser Kunde, der das Produkt quasi kauft und

01:16:35,826 –> 01:17:18,986 [Jan Steeger]
das fängt ja, das fängt ja schon an, bei bei bei bei bei bestimmten. Also es geht ja los bei bestimmten Ausstattungslinien, da gibt es ja welche, ich sage mal, da kann man das Tableau besser erkennen als bei anderen. Ja, und es gibt eben alle, alle Modelle, auch in einer Version, wo du eben diese DIN Norm erfüllst. Aber was der Kunde dann letztendlich einbaut, das muss er, das entscheidet er selber. Und wie gesagt, wir können da, können da beraten und können sagen, was alles möglich ist. Bei der. Bei den Notruf gibt es auch schon verschiedene Möglichkeiten. Du kannst natürlich auch

01:17:18,986 –> 01:17:28,926 [Jan Steeger]
wir, wir probieren das auch gerade. Du kannst natürlich auch Notruf über Videotelefonie machen. Bisher ist es in der Regel eine Sprechverbindung,

01:17:28,926 –> 01:19:10,446 [Jan Steeger]
aber es wäre natürlich möglich, da auch eine Videoverbindung zu etablieren. Also gerade bei den Aufzügen, bei unseren modernen Aufzügen, die eh alle eine digitale Anbindung haben, da ist auch die Sprechverbindung übrigens digital und keine keine.Keine Festnetzleitung, die da noch liegt. Da kannst du natürlich auch eine Videoübertragung machen, da muss der andere dann irgendwie– du musst eine Form von Einwilligung haben, dass du dieses Video, also das einschalten darfst, datenschutzrechtlich. Und, und dann kannst du natürlich auch in die Kabine reingucken. Das große Problem, was wir nämlich haben, äh, ist, dass wenn jemand den Notrufknopf betätigt und wir auf die Sprech- und dann eine Sprechverbindung etabliert wird und dann hören unsere Leute in der Notrufzentrale nichts aus der Kabine, können sie gar nicht sagen, ist da noch jetzt jemand drin? Es kann ja wirklich jemand drin sein, der sich einfach nicht artikulieren kann. Ja, solche Fälle gibt es immer wieder. Es gibt auch Leute, die, die, äh, in– weiß ich nicht, in Ohnmacht fallen, eine Herzattacke haben, was auch immer. Die einfach sich dann in dem Moment nicht artikulieren können. Und dann können wir halt nicht mit Sicherheit feststellen, ob da jemand drinne ist. Dann gilt immer die Regel, im Zweifelsfall immer jemanden hinschicken, ähm, dann fährt der Techniker hin und entweder er findet da jemanden vor oder nicht. In der Regel findet er niemanden vor. Also, ähm, wir haben, ähm, ne Vielzahl von Aufzugsnotrufen, wo die Techniker dann vor Ort kommen und es ist keiner mehr in der Kabine. Da kannst du fragen, was ist der Grund? Da gibts viel– auch wieder da gibt es eine Vielzahl von Gründen. Es kann wirklich sein, dass der Aufzug

01:19:10,446 –> 01:19:37,466 [Jan Steeger]
sich, äh, resettet hat und, und dass die Türen wieder aufgegangen sind und die Person, die vielleicht den Notruf betätigt hat, ähm, nicht mehr, also die Kabine verlassen konnte und dann natürlich nicht wartet, bis da jemand kommt, sondern bist ja froh, dass du raus bist und haust ab. Es kann aber auch natürlich sein, äh, dass gar keiner in der Kabine war, sondern dass wirklich einer da irgendwie, äh, äh, sich n Spaß erlaubt hat, irgendwie ge-ge- gedrückt hat und dann abgehauen ist. Wir wissen es dann einfach nicht.

01:19:37,466 –> 01:19:37,926 [Raul Krauthausen]
Na klar.

01:19:37,926 –> 01:20:07,946 [Jan Steeger]
Und wenn du aber die Möglichkeit hast, äh, da eine Videoschaltung, äh, äh, zu etablieren und ich, ich hoffe auch sehr, dass das in Deutschland ein Standard wird. Das wäre auch zum Beispiel etwas, was der Gesetzgeber machen könnte, definieren könnte, dass er sagt, Aufzüge brauchen nicht nur eine Zwei-Wege-Sprechverbindung, sondern auch eine Videoverbindung. Ähm, dann, äh, würden wir das noch, würden wir das Aufzugsfahren noch sicherer machen, als es bisher schon ist.

01:20:07,946 –> 01:20:09,906 [Raul Krauthausen]
Gibt es sowas wie eine Aufzugslobby?

01:20:09,906 –> 01:20:57,006 [Jan Steeger]
Nee. Also, äh, wenn du, wenn du das vergleichst vielleicht mit, äh, dem, was man zumindest so, so hört, wo starke Lobbyvereinigungen, äh, da sind, muss ich sagen, ist die Aufzugsbranche dann doch n ziemlich verschlafener Haufen. Also wir haben, äh, kein großes Lobbyistenbüro in, in Berlin, wo wir immer neue Forderungen durchdrücken. Wir sind alle, äh, äh, beim, beim, ähm, oder die großen Unternehmen sind beim Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbauer, ähm, Mitglieder. Und wenn wir ein Thema haben, wenn wir das Gefühl haben, hier müsste der Gesetzgeber tätig werden, dann versuchen wir das über den Verband auch da zu platzieren. Aber, whoa, ich habe eher so das Gefühl, da passiert relativ, relativ wenig. Ja, also-

01:20:57,006 –> 01:21:05,746 [Raul Krauthausen]
Vielleicht wäre die, äh, Verkehrslobby oder die, äh, Behindertenrechtslobby, die Lobby, die man als Verbündete nutzen könnte.

01:21:05,746 –> 01:22:06,745 [Jan Steeger]
Zum Beispiel. Ja, also wir haben jetzt auch über den VDMA, ähm, ähm, dann, dann ein Treffen gehabt, äh, äh, mit Abgeordneten, die sich auch, ähm, äh, mit über das Thema eben Barrierefreiheit, äh, äh, ähm, damit beschäftigen und informieren. Ich habe eher so ein bisschen den Eindruck, ja, also ich weiß nicht, Raul, ob du das mitgekriegt hast, diese Diskussion um den Gebäudetyp E. Ne? Es geht ja jetzt immer um, um, äh, wie kriegen wir das, wie können wir das Bauen günstiger machen? Und da gibt es halt jetzt diesen Gebäudetyp E, wo man versucht eben, äh, ich sag mal, äh, äh, Gebäude günstiger zu bauen, indem man dann nicht den Super-, äh, äh, Superschallschutz hat und, und, und nicht noch zig Auflagen. Und da war wirklich im Gespräch, es ist zum Glück meines Wissens jetzt vom Tisch, dass man auch sagt, ja, dann können wir doch auch die Aufzüge weg. Und ja und, und da habe ich auch wirklich gedacht, da würde ich mir mal wünschen, dass die Aufzugslobby da. Also das es da wirklich eine Aufzugslobby gibt, die dann mal auf den Tisch haut und sagt: „Nee, Leute, so geht das nicht.“

01:22:06,746 –> 01:22:08,946 [Raul Krauthausen]
Gerade beim demografischen Wandel-

01:22:08,946 –> 01:23:03,566 [Jan Steeger]
Totaler Irrsinn. Ich meine, wieso solltest du heutzutage ein Gebäude bauen, ein mehrgeschossiges Gebäude und den Aufzug weglassen? Also wir haben ja eher, viel eher das Problem, dass wir noch viel, viel, viel, viel mehr Aufzüge nachrüsten müssen in Gebäude, die noch gar keinen Aufzug haben, um die zu erschließen. Und, und dann, und dann wird wirklich davon geredet. Ja, ein Aufzug. Ja. Mm. Muss denn das sein? Und macht nicht das, nicht nur das Bauen teurer? Ähm, da kann ich auch noch mal mit dem Mythos aufräumen, ja. Alle denken immer so Aufzüge, das, das ist irgendwie das wären wahnsinnig teure Dinge, Gerätschaften und so. Wenn du so’n, wenn du so’n Standardaufzug in so einem Mehrfamilienhaus irgendwie, keine Ahnung, vier, fünf, sechs Etagen hast, einbaust, da bezahlst du nicht viel. Da bezahlst du nicht mehr, als wenn du dir irgendwie einen neuen Golf als Neuwagen kaufst oder so. Also es ist jetzt wirklich nicht, das ist nicht der Kostentreiber, wenn es ums Thema Bauen geht. Da haben wir-

01:23:03,566 –> 01:23:05,506 [Raul Krauthausen]
Treppenhäuser kosten ja auch Geld.

01:23:05,506 –> 01:23:20,546 [Jan Steeger]
Ja, und vor allen Dingen ist es auch, finde ich, da– darüber müssen wir gar nicht reden. Also, äh, ob– Das würde ich selbst sagen, wenn ich nicht bei einer Aufzugsfirma arbeiten müsste. Ja, weil, wie du sagst, guck dir doch unsere, unsere Gesellschaft an. Also, ne? Also es wird-

01:23:20,546 –> 01:23:22,006 [Raul Krauthausen]
Kinderwagen, Rollator.

01:23:22,006 –> 01:23:51,946 [Jan Steeger]
Leute, Leute, die mobilitätsbeeinträchtigt sind. Wir haben so große Nutzergruppen und die wachsen immer mehr. Da kannst du doch nicht mehr heutzutage wirklich davon reden und sagen, ja, lassen wir den Aufzug weg, dann müssen halt alle die Treppe nehmen. Nein, wir können darüber reden, ob wir irgendwann mal die Treppe weglassen. Das finde ich eine viel, viel spannendere, äh, äh, Diskussion. Gerade wenn es um, um, um, um Gebäude geht und, und Flächen, die du nutzen kannst, muss man sich wirklich fragen, brauchen wir in diesem Umfang Treppenhäuser überall, oder?

01:23:51,946 –> 01:23:56,906 [Raul Krauthausen]
Das finde ich total interessant, weil ganz kurz, da würde ich gerne reingehen. Äh…

01:23:57,446 –> 01:25:05,806 [Jan Steeger]
Mhm. Bei bei dem One oh one in Taipeh, beim Burj Khalifa oder auch in unserem Bürogebäude, wo unser Büro ist, da sind Aufzüge das bevorzugte Mittel, um die Etage zu wechseln. Man kann natürlich die Notfeuertreppe nehmen, macht aber keiner, weil es kalt ist und komfortabel und vor allem lang. Das heißt, man kann Gebäude so bauen, dass der Aufzug das Hauptnutzungsmittel ist. Und selbst da wird sogar dann diskutiert, dass so ein Aufzug, der Schacht sehr viel Quadratmeterfläche braucht. Und je höher das Gebäude, desto teurer ist es auch, weil in so einem Hochhaus Quadratmeterfläche natürlich Geld kostet. Aber ein Treppenhaus kostet ja noch viel mehr Geld. Absolut. Ja, das ist genau. Das ist genau der Punkt, über den ich mir auch Gedanken mache. Du hast natürlich klar jeder, jeder, der ein Gebäude baut, der der versucht natürlich, so viel Fläche wie möglich auch nutzen zu können. So, das heißt, man kann ja da alles optimieren, du kannst auch die Wände dünner machen und so weiter. Es ist letztendlich alles, es geht immer natürlich dann ums Geld.

01:25:05,806 –> 01:25:19,746 [Jan Steeger]
Wie viel Geld kannst du mit dem Gebäude verdienen? Und je mehr Flächen du nutzen kannst, umso besser ist das. Dann ist natürlich die Frage, wir haben den Aufzug und der Aufzug ist, sag ich mal, da

01:25:19,806 –> 01:25:31,086 [Jan Steeger]
müssen wir nicht diskutieren. Den brauchst du halt, um so ein Gebäude zu erschließen. Dann würde ich sagen, ab einer gewissen Gebäudehöhe brauchst du auch noch einen zweiten Aufzug. Warum?

01:25:31,086 –> 01:25:35,706 [Jan Steeger]
Einfach ab einer gewissen Personenanzahl. Und weil du natürlich immer wieder

01:25:35,706 –> 01:26:14,506 [Jan Steeger]
Themen hast, dass ein Aufzug mal ausfallen kann oder gewartet werden muss und so weiter. Das heißt, du hast nie eine Verfügbarkeit von hundert Prozent, sondern der Aufzug steht dir vielleicht fünfundneunzig Prozent der Zeit zur Verfügung. Ja. Nützt aber jemandem nichts, der in der zehnten Etage wohnt und am nächsten Tag runter muss und auf den Aufzug angewiesen ist. Das heißt, du brauchst dann vielleicht noch einen zweiten. Ein Treppenhaus brauchst du meines Erachtens in der Regel nicht. Da brauchst du natürlich eine Möglichkeit, irgendwie eine Nottreppe und so weiter. Das kennen wir ja auch alle von anderen Gebäuden, aber die kannst du auch im Zweifelsfall draußen dran machen an so ein Gebäude. In der Kennze in New York, die

01:26:14,506 –> 01:26:17,165 [Jan Steeger]
Geschichten und so weiter.

01:26:17,166 –> 01:26:20,906 [Jan Steeger]
Meine Forderung wäre wirklich zu sagen

01:26:20,906 –> 01:26:24,466 [Jan Steeger]
liebe Architekten, liebe

01:26:24,466 –> 01:27:15,466 [Jan Steeger]
Investoren oder so, denkt doch mal über den Aufzug als ersten Erschließungsweg. Klassisch ist immer Treppenhaus, erster Erschließungsweg, Aufzug zweiter. Dreht das doch einfach mal um, sagt Aufzug ist der erste Erschließungsweg und natürlich brauchen wir dann irgendwie eine Art von Nottreppe. Ja, dann gucken wir, dass wir die Kosten günstig irgendwo draußen dran machen. So wie der Glaskasten vom Aufzug, den man ja oft auch. Und vor allem, man würde damit diese halbe Etage endlich loswerden. Also ich frag mich immer, gerade in so alten Gebäuden gibt es Aufzüge, die dann erst ab der halben Etage beginnen und da hat ja auch wirklich von den Leuten, die wirklich Aufzüge brauchen, niemand was davon. Nee, das ist klassisch, wenn du Aufzüge nachrüstest, dann wurden die immer vielfach ans Treppenhaus angebracht und wie du sagst, dann immer auf der halben Etage. Das heißt, wenn du auf dem Aufzug aussteigst, musst du entweder eine Treppe nach oben laufen oder eine Treppe nach unten laufen. Ja, genau.

01:27:15,466 –> 01:27:18,826 [Jan Steeger]
Und das ist natürlich totaler Kokolores. Also

01:27:18,826 –> 01:27:38,806 [Jan Steeger]
es gibt mittlerweile natürlich andere Sachen, wenn das Gebäude das zulässt. Eigentlich finde ich, der schönste Weg der Nachrüstung ist, wenn du es ins Treppenauge integrieren kannst. Also wenn du so ein großes Treppenhaus hast, dass der Aufzug ganz klassisch dann im Treppenauge fährt, ist natürlich toll. Meistens hast du den

01:27:38,806 –> 01:27:50,786 [Jan Steeger]
Platz nicht und dann könnte man aber auch darüber nachdenken, und wir haben auch schon solche Projekte realisiert, wo du dann wirklich das Treppenhaus rausreißt. Ja, du reißt das Treppenhaus,

01:27:50,786 –> 01:28:10,786 [Jan Steeger]
baust da einen Aufzug ein und versuchst dann eben, also entweder das Treppenhaus kleiner zu machen oder eben nach draußen zu verlegen, um mehr Platz für den Aufzug zu haben. Denn es nützt dir ja auch nichts, einen Aufzug wiederum zu haben, der dann eben z.B. eben nicht barrierefrei ist

01:28:10,786 –> 01:28:15,166 [Jan Steeger]
oder eben einen Aufzug zu haben, in dem du nicht

01:28:15,166 –> 01:28:16,806 [Jan Steeger]
dein

01:28:16,806 –> 01:29:10,306 [Jan Steeger]
E Bike mit nach oben nehmen kannst und so. Also das sind ja so klar, ich wohne selber in einem Haus, ich habe so einen Miniaufzug oder wir haben so, da passen zwei Personen rein. Also das ist schon alleine, wenn du darauf angewiesen bist, das ist einfach zu klein. Also du kannst damit ja auch, du kannst damit nichts transportieren. Du würdest mit deinem Rollstuhl bei uns auch nicht, auch nicht reinkommen. Also das sind schon so Sachen. Und dann hast du eben auch noch unten im Haus irgendwie fünf Treppenstufen. Ja, das ist so der Klassiker. Nein, also deswegen mal darüber nachdenken. Aufzug, erster Erschließungsweg und dann glaube ich, ersparen wir uns auch viele Probleme. Was antwortet man denn als Aufzugprofi, wenn jemand sagt, aber der Denkmalschutz?

01:29:10,386 –> 01:29:34,146 [Jan Steeger]
Der Denkmalschutz ist ja immer ein Riesen. Ist ja oft. Ist das der Endgegner? Ja, es ist oft der Endgegner. Weil wir sind natürlich, jeder Bauherr ist davon abhängig, dass er eine Baugenehmigung kriegt. Und wenn das zuständige Denkmal, wenn die zuständige Denkmalschutzbehörde sagt, nee, geht nicht, es gibt gar keinen Weg daran vorbei, dann kannst du das halt nicht

01:29:34,146 –> 01:29:51,506 [Jan Steeger]
machen. Und Denkmalschutz ist ein Thema, mit dem wir halt auch oft konfrontiert sind, auch wenn es um Nachrüstung von Aufzügen geht. In der Regel gibt es immer gibt es immer eine Lösung, die man auch, die man auch finden kann, dann vielleicht nicht immer die schönste,

01:29:51,506 –> 01:30:08,214 [Jan Steeger]
aber der Anspruch sollte einfach sein, auch auch bei Denkmalschutz, dass Barrierefreiheit immer zweitausendein.Das Wichtigste immer das Wichtigste ist immer Priorität hat. Und dann, dann würde ich sagen, kommt danach der Denkmalschutz.

01:30:08,214 –> 01:31:07,434 [Raul Krauthausen]
Wir haben in unserer Organisation Sozialheldinnen äh ein Projekt realisiert, das nennt sich Broken Lifts, weil wir einfach für den ÖPNV in Berlin, U Bahn S Bahn, die ja zwei verschiedene Firmen sind und die verschiedene Aufzugsanbieter nutzen. Ähm dass wir gemerkt haben, dass es aus der Perspektive der U Bahn oder S Bahn Fahrerinnen gar keinen Sinn macht, nur zu wissen, ob der U Bahn Aufzug funktioniert oder der SBahn Aufzug. Äh Wenn das umsteigebahnhöfe sind, zum Beispiel am Alexanderplatz oder Friedrichstraße oder auch Hauptbahnhof, dann ist mir als Anwender das relativ egal, ähm wer der Hausmeister von diesem Aufzug ist, ähm sodass wir dann angefangen haben, die Aufzüge alle zu sammeln, diese Daten zu scrapen und nach alphabetischer Reihenfolge zu sortieren. Also A wie Alexanderplatz bis Z wie Zoologischer Garten. Ähm Und auf einmal hat sich quasi diese, ähm

01:31:07,434 –> 01:31:19,273 [Raul Krauthausen]
hat sich der Mehrwert total gesteigert, weil wir konnten einfach jetzt sagen, okay, auf dem Weg von A nach B gibt es funktionierende Aufzüge. Und im zweiten Schritt gucke ich, wem gehört der Aufzug? Brauche ich den überhaupt? Ähm

01:31:19,273 –> 01:32:39,614 [Raul Krauthausen]
Und dabei haben wir gemerkt, dass es so viele verschiedene Hersteller gibt, dass es auch gar nicht so leicht ist, an zuverlässige Informationen zu kommen. Ob der Aufzug überhaupt an ist oder nicht. Ja, aber die meisten Aufzüge sind online. Die Deutsche Bahn hat irgendwie viertausend Aufzüge inzwischen online gebracht. Das heißt die melden selbstständig, wenn sie funktionieren oder vor allem, wenn sie nicht funktionieren. Und dann werden Techniker innen losgeschickt und dann kann man diese Daten natürlich auch anzeigen und so weiter. Ähm Und als wir dann diese Schnittstelle hatten, ähm sind wir damit auf äh ein Konsortium zugegangen, die untereinander dafür zuständig sind, dass ähm der ÖPNV Navigation oder Navigation überhaupt auf Onlinekarten standardisiert wird. Das ist der sogenannte GTFS Standard, äh wo alle Kartenanbieter weltweit sich mehr oder weniger darauf verständigen, wie stellt man eigentlich eine U Bahn Station dar oder Fahrzeiten und so, damit es auch kompatibel ist, damit ich als U Bahn oder Deutsche Bahn ähm eine Schnittstelle programmiere und es dann egal ist, ob Apple Maps, Google Maps oder wer auch immer diese Daten benutzt, dass es dann immer gleichwertig angezeigt wird. Und wir saßen also in diesem Konsortium

01:32:39,614 –> 01:32:51,394 [Raul Krauthausen]
und haben die Frage gestellt, ob Aufzugsinformationen nicht auch sinnvoll wären, dort zu implementieren, also ob der Aufzug funktioniert oder nicht. Und dann sagt der eine der Entwickler dort,

01:32:51,394 –> 01:33:43,114 [Raul Krauthausen]
da hat er noch nie drüber nachgedacht, aber wenn er so länger jetzt darüber sinniert, dann ist für ihn ein Aufzug nichts anderes als ein Zug. Er hat nur einfach keine Abfahrtzeiten, aber er hat auch eine Richtung, er hat Stationen, und es heißt auch Aufzug. Also es ist ein Zug, für die am Ende des Tages äh im Datenbank fällt egal, ob sie jetzt noch eine Fährverbindung einbauen oder eine Straßenbahn oder eine Seilbahn oder ein Aufzug. Es ist am Ende immer das gleiche Prinzip, nur dass die Fahrzeiten wegfallen. Und die Relevanz, ob der Aufzug funktioniert, ist tatsächlich relevant, wenn du umsteigen musst. Und es kann die ganze Route zerstören, wenn du äh nicht mit dem Aufzug fahren kannst. Und die haben diesen Standard jetzt quasi implementiert

01:33:43,114 –> 01:34:30,674 [Raul Krauthausen]
äh dank unserer Lobby. Ähm Und jetzt warten wir quasi darauf, dass die großen Anbieter, Deutsche Bahn, Hafa, SPV und so weiter, mhm diese Daten dann quasi auch einspielen. Aber der Weg ist gelegt. Absolut Und das fand ich unfassbar spannend. Und könnte man ja noch viel weiter denken. Hotelaufzüge ja oder Büroaufzüge. Aber da hängen wir jetzt plötzlich nicht mehr an Verkehrsverbünden, sondern da hängen wir dann an Aufzugsherstellern, an Immobilienwirtschaft und so weiter. Und die erzählen sich ja teilweise auch nicht, wer für den Neubau am Stuttgarter Hauptbahnhof, hast du es jetzt erzählt, ähm aber wer für den Neubau den Zuschlag gewonnen hat, diesen Aufzug zu bauen, weil es ja 1 Milliarden Business ist. Absolut. Ja Das heißt, ihr wisst dann teilweise auch nicht, wer die Konkurrenz ist.

01:34:30,754 –> 01:34:36,494 [Raul Krauthausen]
Das widerspricht ja dann der Idee, die Daten zu teilen, welcher Aufzug gerade funktioniert oder welcher nicht.

01:34:36,494 –> 01:36:30,974 [Jan Steeger]
Ja, also da sprichst du einen ganz, ganz wichtigen Thema an, also ähm die erstmal Punkt eins, die diese Vernetzung der Aufzüge gibt uns Riesenmöglichkeiten, ja. Ähm ähm Nämlich, dass man diese Information ist ein Aufzug verfügbar äh in Echtzeit überall teilen kann, ja. Und das ist eben genau das, was du meinst, gerade für Routenplanung ein großes Thema. Ähm Ich finde es ganz lustig, dass ähm äh dass der ähm Forscher, von dem du sprachst, das auch so gesehen hat, weil das immer so mein Lieblingsbeispiel gewesen, äh wenn es um das Thema Zielrufsteuerung ging, weil immer viele Leute gesagt haben, ganz ehrlich, Aufzüge spielen doch überhaupt gar keine Rolle. Ob du da nun zehn Sekunden wartest, dass ein Aufzug kommt oder drei Minuten, äh ist es nicht relevant. Dann habe ich gesagt, ja nee, doch, das ist schon relevant. Denn zum einen ist es natürlich relevant, ob er überhaupt kommt und dann aber auch wenn du eine Strecke nimmst von A nach B, dann musst du natürlich auch letztendlich die Strecke berechnen von dem Zeitpunkt, wo du deine Wohnungstür oder wo du deine Wohnung z.B. verlässt und dann dort ankommst. Und wenn du aber schon im Gebäude was, was ich äh wie mein Hotelbeispiel ewig brauchst, um runterzukommen und dann vielleicht beim Umsteigen und dann ankommst. Das sind alles natürlich, das sollte alles in eine Route mit eingeplant werden. Deswegen das, was du sagst, ist absolut sinnvoll. Und wenn du dann eben noch diese Aufzüge am Berliner Hauptbahnhof erwähnst, könnte man sogar doch noch von Abfahrtszeiten sprechen, denn da müsste man einfach noch mal drei Minuten mindestens extra für das Umsteigen und diese Aufzugsbenutzung einberechnen. Das ist schon sinnvoll, absolut. Und ähm ich finde das auch gut und richtig, dass es da, äh dass das kommt und dass es da diesen Standard eben auch gibt. Und wenn du jetzt die anderen Gebäude ansprichst, die ähm ähm öffentlichen Gebäude vielleicht, aber auch Hotels und so weiter.Und dann ist es natürlich wieder

01:36:30,974 –> 01:36:59,533 [Jan Steeger]
wichtig, da diese Daten auch freizugeben. Und wir sind auch wir haben auch schon darüber gesprochen, wir beide, wir sind auch bereit das zu machen. Aber wir können natürlich nur so etwas auch machen, wenn der Kunde das auch möchte. Und wir sind ja, wir sind nicht in der Position zu sagen, dass die Aufzüge uns noch gehören würden, sondern das ist so ähnlich, als ob du irgendwie als

01:36:59,534 –> 01:37:11,354 [Jan Steeger]
Autohersteller dein Auto verkauft hast und dann hast du raumhast, dann hast du das Auto und dann kommt einer zu dir

01:37:11,354 –> 01:37:18,214 [Jan Steeger]
oder zu VW und sagt, der VW Golf von Raul, der parkt immer vor meiner Einfahrt.

01:37:18,214 –> 01:37:19,334 [Raul Krauthausen]
Schickt mir meine Standortdaten.

01:37:19,334 –> 01:37:20,834 [Jan Steeger]
Genau.

01:37:20,834 –> 01:37:38,034 [Jan Steeger]
Das geht halt nicht. Das heißt, woran wir arbeiten können und das auch gerne machen, das ist natürlich, mit den Kunden darüber zu sprechen, ob es da Möglichkeiten gibt, dass sie uns erlauben, diese Daten zum Beispiel mit euch oder mit anderen zu teilen.

01:37:38,034 –> 01:37:39,754 [Raul Krauthausen]
Ohne zu sagen, wer der Hersteller ist.

01:37:39,754 –> 01:38:12,874 [Jan Steeger]
Ohne zu sagen, wer der Hersteller ist. Und am einfachsten wäre es natürlich wieder, da komme ich wieder zurück, wenn da der Gesetzgeber einfach auch eine Regelung macht. Weil es kann einfach dann auch nicht sein, dass ein Unternehmen dann vielleicht solche Daten teilt und bereitstellt und ein anderes Unternehmen dann nicht. Da ist weder den Nutzer geholfen, noch dem einen Unternehmen, was bereitwillig seine Daten zur Verfügung stellt und dann damit natürlich dann vielleicht auch Gefahr läuft, dass der Wettbewerber sagt, oh, ist ja super fein, jetzt wissen wir,

01:38:12,874 –> 01:38:30,634 [Jan Steeger]
welches Portfolio irgendwie das andere Unternehmen hat und jetzt können wir da angreifen und versuchen da Marktanteile zu gewinnen und so. Es ist halt immer Wettbewerb und ich glaube, die einzige Möglichkeit, um da ein verbindliches, einen verbindlichen, gerechten,

01:38:30,634 –> 01:38:56,174 [Jan Steeger]
ja Vorgabe für alle, eine verbindliche, gerechte Vorgabe für alle zu finden, ist, dass man da irgendwie eine Norm aufstellt und sagt, ihr müsst euch daran halten, ihr müsst das und das und das zur Verfügung stellen. Und ich glaube, das wäre dann eben wieder eine Sache, da sagst du, wenn du wieder Lobby ansprichst. Ganz ehrlich, ich meine, da brauchst du wahrscheinlich, da brauchst du eine starke Lobby, um das eben durchzusetzen.

01:38:56,174 –> 01:39:13,994 [Jan Steeger]
Und dann, glaube ich, würde das auch ein Riesenvorteil für alle bringen, weil wir alle wüssten, selbst wenn wir nicht auf Aufzüge angewiesen sind, aber wie du sagst, vielleicht mal am Bahnhof und so weiter, dass man das in die Routenplanung mit einbeziehen kann und dann sicher auch sein kann, dass man pünktlich ankommt dahin, wo man hin will.

01:39:13,994 –> 01:39:19,914 [Raul Krauthausen]
Wie würde der Aufzug der Zukunft aussehen, wenn wir jetzt 150 Jahre in die Zukunft schauen oder 20?

01:39:19,914 –> 01:39:58,874 [Jan Steeger]
Na, wir haben vor ein paar Jahren mal ein Buch rausgebracht, das war irgendwie 40 Thesen zum Aufzug und da war die These 40 dann, die hieß nur noch „Beam. Das ist immer das, worein ich denke, dass das irgendwann mal der Aufzug sein sollte, also dass du einfach irgendwo quasi einsteigst und dann keine Ahnung, wie das bei Star Trek funktionalisiert hat, ob du da dematerialisiert wirst. Dann müsstest du mal einen deiner Aufzugsgäste fragen, der sich da auskennt, aber irgendwie so etwas, dass wir unabhängiger werden vom Schacht, dass

01:39:58,874 –> 01:40:05,154 [Jan Steeger]
man irgendwo anders wieder auftaucht. Im Prinzip so eine Art von

01:40:05,154 –> 01:40:43,633 [Jan Steeger]
Transportation. Das könnte ich mir durchaus vorstellen. Ich weiß nicht, ob das in 150 Jahren schon realistisch ist, aber da könnte mal die Reise hingehen, was ein bisschen näher liegt jetzt. Darüber haben wir eigentlich jetzt schon geredet. Das wird aber, glaube ich, uns noch mal einen deutlichen Innovationssprung auch bringen. Das ist wirklich die ganze Digitalisierung, weil allein jetzt schon ist es so, dass über die Vernetzung der Aufzüge, also über die Daten, die wir auch zur Verfügung haben, können wir halt wirklich Aufzüge verfügbarer und sicherer machen. Das ist kein so ein Marketingsprech, ob

01:40:43,633 –> 01:40:47,013 [Raul Krauthausen]
weil es vielleicht so klingt. Aber ist Sicherheit wirklich ein Thema?

01:40:47,013 –> 01:40:59,334 [Jan Steeger]
Ja, Sicherheit ist immer ein Thema. Sicherheit ist immer natürlich das Wichtigste. Und sag mal, Sicherheit in einem sehr, sehr weiten Spektrum. Also alleine schon, dass du

01:40:59,334 –> 01:41:29,454 [Jan Steeger]
vielleicht nicht Gefahr läufst, irgendwie steckenzubleiben, wäre schon mal ein Riesenvorteil. Auch wenn dir dann quasi da ja auch nichts passiert, außer dass du vielleicht Zeit verlierst und dass du Angst hast. Aber wenn du das schon hinkriegst und wenn du es schaffst, dass man wirklich diese Verfügbarkeit der Aufzüge, das heißt erhöht, dass die Aufzüge nicht so häufig defekt sind. Und das, glaube ich, das kriegst du schon mit so etwas hin, wie zum Beispiel, dass du Muster erkennst, dass du einfach

01:41:29,454 –> 01:41:38,834 [Jan Steeger]
bestimmte Verschleißmittel austauschst, bevor der Aufzug irgendwie defekt ist. Und das können wir alles über diese Daten schon sehr, sehr gut erheben.

01:41:38,834 –> 01:41:40,934 [Raul Krauthausen]
Und um der einen … Vibrationen z. B..

01:41:40,934 –> 01:41:55,954 [Jan Steeger]
Z. B. Oder Türen. Riesen thema, dass du dann irgendwie einen Türsensor hast und dann ist es das Muster und dann weißt du einfach, oh, der könnte jetzt, nächsten Tag steht das Ding wieder, wenn wir jetzt nichts machen. Zack, Techniker hin,

01:41:55,954 –> 01:41:59,494 [Jan Steeger]
dafür sorgen, dass da eine Rolle ausgetauscht wird. Das kann man alles machen.

01:41:59,494 –> 01:42:01,134 [Raul Krauthausen]
Predictive Maintenance.

01:42:01,134 –> 01:42:26,213 [Jan Steeger]
Predictive Maintenance und ich will da mal eine Zahl dran hängen, weil ich finde das echt beeindruckend. Es ist schon jetzt so, wir machen das jetzt erst seit irgendwie ein paar Jahren, dass bei den Aufzügen, die wir quasi über Predictive Maintenance fernüberwachen, wir schon die Verfügbarkeit um 30% gesteigert haben. Das heißt,

01:42:26,214 –> 01:43:32,578 [Jan Steeger]
die fallen wirklich deutlich.Deutlich weniger aus. So, und das ist dieses ganze Thema, wo wir eben auch darüber reden, die ganze Zeit. Das hast du ja auch gesagt. Ja, Aufzüge und irgendwie alles, worüber wir reden, ist, dass sie immer defekt sind. Stell dir doch mal raus, stell dir doch mal eine nähere Zukunft vor, wo das eigentlich gar nicht mehr das große Thema ist. Also wo du, wo es vielleicht für dich trotzdem wichtig ist in der Routenplanung, dass du weißt, wo ein Aufzug ist, aber dass du eigentlich davon ausgehst, der funktioniert, er funktioniert und nicht immer denken musst, wer weiß, ob der funktioniert. Und dann sage ich mal eins, da sage ich mal eins Diese, diese, diese Vernetzung, die, die trägt da unheimlich viel dazu bei. Jetzt lass mich noch einen 0.2 nehmen. Gerade in Aufzügen, in öffentlichen Bereichen, wenn wir es dahin kriegen, auch da müsste das. Müsste auch wieder natürlich eine gesetzliche Regelung geben, dass die zum Beispiel alle eine Kamera drinne haben. Ja, haben wir das Thema, was wir vorhin hatten, dass du im Notfall irgendwie da schnell sehen kannst, ob da eine Person drin ist. Ja oder nein? Hast das Thema Vandalismus im Griff,

01:43:32,578 –> 01:43:59,878 [Jan Steeger]
weil das können wir selbst mit irgendwie mit mit irgendwie predictive Maintenance nicht ausschließen, dass da irgendwelche Idioten immer anfangen, in den Aufzügen irgendwas kaputt zu machen. Aber das glaube ich auch. Das könntest du auch über so eine Videoüberwachung schon zumindest deutlich eindämmen. Und dann hätten wir schon mal zwei Riesenthemen Themen weg und dann könnten wir uns um die schönen Dinge im Aufzug kümmern. Gute Musik, tolles Design. Also dann,

01:43:59,878 –> 01:44:08,818 [Jan Steeger]
dann, dann, wenn, dann, wenn du mich mal wieder ein Aufzug einlädst, dann unterhalten wir uns nur noch so über diese, über diese netten Themen und wie wir das.

01:44:08,818 –> 01:44:12,678 [Jan Steeger]
Welche Kunstwerke wir zukünftig in den Aufzügen ausstellen wollen.

01:44:12,678 –> 01:44:35,318 [Raul Krauthausen]
Aufzüge sind ja auch etwas sehr Emotionales und Subjektives. Und es gibt ja immer diese Aussage, die auch ich oft getätigt habe Immer sind alle kaputt. Und das ist natürlich nicht der Fall. Und du kennst die Zahlen? Genau. Seitdem wir uns mit diesen Themen beschäftigen, fällt schon tatsächlich auf. Jetzt in Berlin, da sind ungefähr 400 Aufzüge

01:44:35,378 –> 01:44:54,698 [Raul Krauthausen]
an Broken Lifts angeschlossen und davon sind aktuell 23 kaputt. Das ist 5 %. Und es ist immer noch viel klar. Aber es sind nicht immer alle. Ja, und gerade bei diesem immer alle fällt mir auch auf, wenn man sich jetzt eine Störung anschaut,

01:44:54,698 –> 01:45:22,158 [Raul Krauthausen]
dann wurde der letzte Gabo eine Störung gemeldet. Vor zwei Stunden. Und die Störungen davor wurden innerhalb von zwei Stunden gelöst und oft ist es ein Reset oder vielleicht kam sogar ein Techniker vorbei. Das heißt, es sind auch nicht immer alle ständig kaputt, sondern. Also das finde ich interessant, wenn man sich mit diesen Daten auseinandersetzt. Aber Gefühle mit Daten zu widerlegen, ist immer schwierig. Eine eigene Wissenschaft. Ja.

01:45:22,158 –> 01:45:40,618 [Jan Steeger]
Das wissen, das wissen wir auch. Wir kennen auch diese Zahlen und ich gucke mir das auch immer gerne an es gibt ja immer die kleinen, die kleinen Anfragen dann im Abgeordnetenhaus usw. Die Zahlen, die sind eigentlich ziemlich beeindruckend und wir können das auch von unseren, von denen, von uns betreuten Aufzügen auch

01:45:40,618 –> 01:46:11,718 [Jan Steeger]
bestätigen. Also wir haben da auch Verfügbarkeiten von 95 %, also 95 % der Zeit funktioniert so ein Aufzug. Ja, und dann hast du immer, immer mal wieder, je nachdem, auch mal Ausfälle. Aber dieses Trotzdem haben wir natürlich die Wahrnehmung bei den Menschen, dass die Dinger immer kaputt sind. Ja, und wie du sagst, da kannst du mit Daten auch schlecht gegen angehen, weil jeder hatte sein eigenes Empfinden. Und ich glaube, das hat viel damit zu tun, dass du natürlich

01:46:11,718 –> 01:46:47,538 [Jan Steeger]
auch so einen Aufzug erst bemerkst, wenn er nicht funktioniert. Also wenn du dreimal am Tag fährst und und und. Das Ding funktioniert dann. Dann nimmst du das nicht zur Kenntnis. Das ist halt STANDARD, so genauso wie wie du irgendwie ja auch auch dich nicht dir nicht großartige Gedanken um die S Bahn machst oder die U Bahn, wenn sie fährt. Aber wenn du dann am da stehst und und und wartest und. Und dann fällt der Zug aus und und so ich glaube, wir würden uns auch über die Deutsche Bahn eigentlich überhaupt nicht unterhalten, wenn die. Wenn die funktionieren würde, dann wird also dann wäre das kein Thema für uns in der Debatte. Aber

01:46:47,538 –> 01:47:01,818 [Jan Steeger]
so sehen wir halt auch immer bei Aufzügen natürlich nur die Defekten und auch nur die schaffen es immer, auch mal medial zum Thema zu werden. Ansonsten ist ein Aufzug wie eine Türklinke oder ein Dachziegel.

01:47:01,818 –> 01:47:03,117 [Raul Krauthausen]
Er muss da sein und funktionieren.

01:47:03,118 –> 01:47:05,258 [Jan Steeger]
Er muss da sein. Man nimmt ihn aber nicht zur Kenntnis.

01:47:05,258 –> 01:47:08,698 [Raul Krauthausen]
Jetzt haben wir super viel über Aufzüge gesprochen.

01:47:08,698 –> 01:47:12,798 [Raul Krauthausen]
Vielleicht jetzt zum Ende der Fahrt

01:47:12,798 –> 01:47:26,498 [Raul Krauthausen]
noch die Frage, die ich all meinen Gästen stelle, stelle Hast du eine gemeinnützige Organisation oder Literaturtipp oder Filmtipp oder Person, die du unseren Hörerinnen empfehlen möchtest?

01:47:26,498 –> 01:47:30,958 [Jan Steeger]
Ich habe. Ich habe auf jeden Fall einen super Literaturtipp.

01:47:30,958 –> 01:48:11,057 [Jan Steeger]
Es wird jetzt ein Buch erscheinen von Niels Jablonski, das heißt Aufzüge im Film. Und ja, und ich, ich durfte auch einen Beitrag zusteuern. Deswegen ist es nicht ganz uneigennützig, dass ich das empfehle. Da geht es um. Da geht es um Aufzugsszenen in berühmte Aufzugsszenen in Filmen, die wir da ein bisschen analysieren und auch gucken, was spielen da Aufzüge für für Rollen. Und das ist ein total total spannendes Thema. Aus all den Gründen, die wir hier auch schon angeführt haben, weil eben Aufzüge bestimmte besondere Räume sind und das auch von Regisseuren gerne genutzt wird.

01:48:11,058 –> 01:48:59,214 [Jan Steeger]
Und wenn ich natürlich eine eine Organisation und Initiative empfehlen kann, dann mache ich das auch ganz uneigennützig und sage ich schon, was ihr da von den Sozialhelden auch mit Broken Lifts gemacht habt, das ist wirklich schon irgendwie. Das hat, glaube ich, die ganze Branche einfach auch mal ein bisschen vorangebracht zu gucken, einfach zu sehen, noch noch stärker darauf zu fokussieren, dass wir da wirklich auch noch Themen haben, wo wir besser werden müssen und dass es da immer und und auch und uns wieder selber vor Augen geführt, was für 1.Wichtige Funktionen eben auch Aufzüge in der Gesellschaft haben und eben damit verbunden, auch was für eine wichtige Funktion auch wir als Aufzugsunternehmen in so einer Gesellschaft erfüllen. Und

01:48:59,214 –> 01:49:02,534 [Jan Steeger]
das ist, glaube ich, einfach ein Punkt,

01:49:02,534 –> 01:49:05,834 [Jan Steeger]
der mir persönlich auch dann immer

01:49:05,834 –> 01:49:27,714 [Jan Steeger]
mich motiviert, wenn ich sage: „Okay, es ist nicht nur Spaß und Marketing und so, was ich mache. Hier geht es auch wirklich um was. Hier geht es um was Wichtiges, hier geht es Mobilität, hier geht es Barrierefreiheit, hier geht es darum, auch die Welt in Bewegung zu halten und deswegen freue ich mich auch, dass ich das machen darf und hoffentlich noch lange machen werde.

01:49:27,714 –> 01:49:39,914 [Raul Krauthausen]
Hast du irgendeinen Tipp für Bewohnerinnen eines Hauses oder Eigenheimbesitzerinnen von einem zwei, drei Etagen Haus, wie man einen Aufzug

01:49:39,914 –> 01:49:51,694 [Raul Krauthausen]
sich anschafft, kostengünstig, vielleicht sogar teilweise fördern lassen kann? Gibt es dafür Förderung oder gibt es nur diese viertausend Euro von der Krankenkasse für Wohnraumanpassung?

01:49:51,694 –> 01:50:00,514 [Jan Steeger]
Da bin ich überfragt. Wir haben auf unserer Website mal so eine Zusammenstellung gemacht. Da gibt es KfW-Förderungen und

01:50:00,514 –> 01:50:19,514 [Jan Steeger]
andere. Es gibt zum Teil in den einzelnen Bundesländern verschiedene Förderungen. Kann ich dir jetzt so pauschal nicht sagen, aber wie gesagt, auf der Schindler-Website haben wir da eine Zusammenstellung. Vielleicht kannst du das noch irgendwo verlinken. Genau. Also da

01:50:19,514 –> 01:50:22,594 [Jan Steeger]
gibt es auf jeden Fall Möglichkeiten,

01:50:22,594 –> 01:50:26,074 [Jan Steeger]
das auch da sich ein bisschen unterstützen zu lassen.

01:50:26,074 –> 01:50:29,394 [Raul Krauthausen]
Und wenn die Aufzugtür jetzt aufgeht, wie geht es für dich weiter?

01:50:29,394 –> 01:50:32,674 [Jan Steeger]
Du, wie immer, das hatte ich eben schon erwähnt,

01:50:32,674 –> 01:50:40,334 [Jan Steeger]
ich darf mich ja beruflich mit Aufzügen beschäftigen. Das werde ich auch weiterhin machen. Und

01:50:40,334 –> 01:50:46,034 [Jan Steeger]
ja, und ich hoffe ganz, ganz ehrlich, dass wir uns auch mal wieder im Aufzug

01:50:46,034 –> 01:51:07,714 [Jan Steeger]
begegnen. Du warst ja mal Letztes Jahr warst du mal bei uns im Aufzug und das hat sehr, sehr viel Spaß gemacht und war eine ganz tolle Geschichte. Ja, das fand ich auch. Das war eine ganz tolle Geschichte und ich freue mich total, dass ich heute mal bei dir einsteigen durfte und muss sagen, du hast einen fantastischen Aufzug und ich hoffe, dass der auch weiterhin so gut fährt und immer, Raul, wie wir in der Aufzugsbranche sagen: „Immer nach oben.

01:51:07,714 –> 01:51:08,634 [Raul Krauthausen]
Immer nach oben, natürlich.

01:51:08,634 –> 01:51:10,254 [Jan Steeger]
Immer nach oben.

01:51:10,254 –> 01:51:16,314 [Raul Krauthausen]
Egal wohin, ich werde überall gebraucht. Genau. Das sage ich immer, wenn jemand mich fragt, ob er drücken soll.

01:51:16,314 –> 01:51:18,094 [Jan Steeger]
Ja.

01:51:18,154 –> 01:51:38,094 [Raul Krauthausen]
Lieber Jan, vielen, vielen Dank, dass du da warst. Sehr gern. Ich wusste, dass wir locker zwei Stunden füllen können, Wahnsinn, das ist zu viel. Um über Aufzüge zu reden. Wahrscheinlich ist da noch so viel mehr Luft. Wir haben noch gar nicht alles abgearbeitet, was hier auf meinem Fragenkatalog steht. Vielleicht wiederholen wir das an einer anderen Stelle noch mal. Danke, dass du da warst.

01:51:38,094 –> 01:51:39,994 [Jan Steeger]
Sehr gern. Vielen Dank für die Einladung.

01:51:39,994 –> 01:51:41,054 [Raul Krauthausen]
Hat echt Spaß gemacht.

01:51:41,054 –> 01:51:42,954 [Jan Steeger]
War super.

01:51:42,954 –> 01:52:04,553 [Raul Krauthausen]
Danke fürs Mitfahren. Wenn ihr mögt und euch diese Folge Spaß gemacht habt, bewertet diese Folge bei Apple Podcast, Spotify oder wo auch immer ihr zuhört. Alle Links zur Folge, sowie die Menschen, die mich bei diesem Podcast unterstützen, findet ihr in den Show Notes. Schaut da gerne mal rein.

01:52:04,554 –> 01:52:19,534 [Raul Krauthausen]
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01:52:19,534 –> 01:52:28,074 [Raul Krauthausen]
Im Aufzug ist eine Produktion von Schönlein Media. Ich freue mich auf das nächste Mal, hier im Aufzug.

01:52:34,594 –> 01:53:10,474 [Schindler]
Diese Folge wurde präsentiert von Schindler. Am Anfang der Folge haben wir uns gefragt, welcher berühmte Song von einem Aufzug handelt. Die Antwort: Love in an Elevator von Arrowsmith. Eine Rockhymne über die Liebe im Fahrstuhl. Auf Deutsch gibt’s: Liebe im Fahrstuhl von den Prinzen. Und wer es etwas härter mag, sollte mal Elevator Operator von Electric Callboy hören. Willst du auch mehr über Aufzüge erfahren, dann steig bei uns ein. Unter schindler. De/karriere findest du viele Möglichkeiten, mit uns nach ganz oben zu fahren.

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Diese Folge wurde dir präsentiert von Schindler Aufzüge. Willst du noch mehr über Aufzüge erfahren und vielleicht mit uns ganz nach oben fahren, dann steig gern ein. Unter schindler.de/karriere findest du viele Möglichkeiten für Einsteiger und Senkrechtstarter.

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Dieser Podcast ist eine Produktion von Schønlein Media.
Produktion: Fabian Gieske , Tim Rodenkirchen
Schnitt und Post-Produktion: Tim Rodenkirchen

Coverart: Amadeus Fronk

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