<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Im Aufzug</title>
	<atom:link href="https://im-aufzug.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://im-aufzug.de/</link>
	<description>Der Podcast von Raul Krauthausen</description>
	<lastBuildDate>Thu, 22 Oct 2026 06:50:35 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.3</generator>

<image>
	<url>https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-Asset-2@300x-32x32.png</url>
	<title>Im Aufzug</title>
	<link>https://im-aufzug.de/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Im Aufzug mit Theo Koll</title>
		<link>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-theo-koll/</link>
					<comments>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-theo-koll/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian Gieske]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Podcast-Folge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://im-aufzug.de/?p=3931</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute treffe ich Theo Koll im Aufzug. Theo ist einer der erfahrensten TV-Journalisten Deutschlands. Er war dort, wo politische Entscheidungen entstehen, in Berlin, London, Paris, mitten im Geschehen. Er leitete das ZDF-Hauptstadtstudio, moderierte Berlin direkt, führte Interviews mit den wichtigsten politischen Akteurinnen des Landes. Seine Aufgabe: Nicht selbst Politik machen, sondern sie verständlich machen. Er [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-theo-koll/">Im Aufzug mit Theo Koll</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-uagb-info-box uagb-block-63ad1649 uagb-infobox__content-wrap  uagb-infobox-icon-left uagb-infobox-left uagb-infobox-stacked-tablet uagb-infobox-image-valign-middle"><div class="uagb-ifb-icon-wrap"><svg xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><path d="M96 96C42.98 96 0 138.1 0 192s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192C192 138.1 149 96 96 96zM448 192c0-53.02-42.98-96-96-96s-96 42.98-96 96s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192z"></path></svg></div><div class="uagb-ifb-content"><div class="uagb-ifb-title-wrap"></div><p class="uagb-ifb-desc"><strong>Wie lernen wir als Gesellschaft wieder, Fakten von Fakes zu unterscheiden?</strong></p></div></div>



<script class="podigee-podcast-player" src="https://player.podigee-cdn.net/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://podcast2ba52c.podigee.io/118-im-aufzug-mit-theo-koll/embed?context=external"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Heute treffe ich Theo Koll im Aufzug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Theo ist einer der erfahrensten TV-Journalisten Deutschlands. Er war dort, wo politische Entscheidungen entstehen, in Berlin, London, Paris, mitten im Geschehen. Er leitete das ZDF-Hauptstadtstudio, moderierte Berlin direkt, führte Interviews mit den wichtigsten politischen Akteurinnen des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Aufgabe: Nicht selbst Politik machen, sondern sie verständlich machen. Er kann ermöglichen, dass Menschen verstehen, wie Entscheidungen entstehen, wie Macht funktioniert und wie Gesellschaft gestaltet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Theo Koll spricht von einem wachsenden Vertrauensverlust in die Politik, von gesellschaftlicher Spaltung und Unzufriedenheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich frage mich, wenn man so nah an der Macht ist, kann man sie dann wirklich noch neutral beobachten? Oder wer entscheidet eigentlich, welche Geschichten erzählt werden und welche nicht?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufzugtür auf für Theo Koll!</p>



<div class="wp-block-kadence-accordion alignnone"><div class="kt-accordion-wrap kt-accordion-id3931_1ac03e-2c kt-accordion-has-11-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right" style="max-width:none"><div class="kt-accordion-inner-wrap" data-allow-multiple-open="false" data-start-open="none">
<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-10 kt-pane3931_af330e-5b"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show" type="button"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">Transkript</span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<pre class="wp-block-preformatted">[00:00:04] Bist du bereit für die nächste Aufzug-Fahrt?<br>[00:00:06] Dann steig ein.<br>[00:00:07] Hast Du Dich schon mal gefragt, woher der Begriff Elevator Pitch eigentlich kommt?<br>[00:00:12] Wir bei Schindler verbringen seit hundertfünfzig Jahren unser Berufsleben mit Aufzügen und dabei begegnen uns natürlich auch die spannendsten Geschichten rund um dieses besondere Verkehrsmittel.<br>[00:00:21] Ob der Elevater Pitch wirklich im Aufzug entstanden ist, hörst Du am Ende dieser Folge.<br>[00:00:27] Viel Spaß mit Im Aufzug Wünsch Schindl.<br>[00:00:37] Theo ist einer der erfahrensten TV-Journalisten Deutschlands.<br>[00:00:41] Er war dort, wo politische Entscheidungen entstehen in Berlin London Paris mitten im Geschehen.<br>[00:00:47] Er leitete das ZDF Hauptstadtstudio moderierte Berlin direkt für die Interviews mit den wichtigsten politischen Akteurinnen des Landes.<br>[00:00:55] seiner Aufgabe nicht selbst Politik waren sondern sich verständlich machen.<br>[00:01:01] er kann ermöglichen dass Menschen verstehen wie Entscheidungen entstehen wie Macht funktioniert und wie gesellschaftlich gestaltet wird.<br>[00:01:09] Theo Kolt spricht von einem wachsenden Vertrauensverlust in die Politik, von gesellschaftlicher Spaltung und Unzufriedenheit.<br>[00:01:17] Ich frage mich wenn man so nah an der Macht ist kann man sie dann wirklich noch neutral beobachten?<br>[00:01:23] oder wer entleidet eigentlich welche Geschichten erzählt werden?<br>[00:01:26] Und welche nicht?<br>[00:01:29] Aufzugt ihr auf für Theo Kold!<br>[00:01:35] Hattest du schon einen Awkward Moment im Aufzug?<br>[00:01:39] Ich finde Aufzüge eigentlich generell was Gutes.<br>[00:01:42] Ehrlich gesagt, ich bin immer froh wenn es einen gibt.<br>[00:01:48] Ich bin mal in Asien in einem Aufzug im Hotel gewesen und ich muss dazu sagen... ...ich bin einst neunzig also relativ groß!<br>[00:01:58] Und die Tür ging auf und es kam eine Basketball-Mannschaft rein.<br>[00:02:04] Ich glaube aus Südkorea wo man eigentlich ja nicht denkt dass die Riesen sind.<br>[00:02:08] Es waren alles Riesen und plötzlich stand ich da irgendwie ... mein einst neunzig und fühlte mich sehr klein.<br>[00:02:15] Also das war aber nicht awkward.<br>[00:02:19] Was ich sehr in Erinnerung habe, ist die beiden Kollegen von Frontal-Einundzwanzig.<br>[00:02:26] damals hieß es ja... Die Schlussartiere machen toll!<br>[00:02:31] Bernadolier und Andreas Wiemers zwei wunderbare Kollegen haben mich mal sehr auf den Arm genommen weil ich immer in den Abnahmen Von ihnen verlangt habe, wo ist die zweite Ebene?<br>[00:02:43] Macht nicht platte Scherze.<br>[00:02:45] Sondern ich möchte das hier eine zweite ebene, intellektuelle Ebene mit einbringt in eure Satire und hab sie damit offensichtlich so genervt dass Sie mir zum Abschied einen kleinen Film gemacht haben auf der Suche nach der zweiten Ebene Und sind es im Aufzug rauf und runter.<br>[00:03:01] dann haben wir zweite Ebne gesucht.<br>[00:03:03] Das war einfach herrlich und unvergessen.<br>[00:03:05] Ich musste gerade daran denken, als du gesagt hast, dass du in Asien und Aufzügen unterwegs bist.<br>[00:03:10] Es gibt Länder, in denen viel geht, reizende Etage weil das Unglück<br>[00:03:14] bringt.<br>[00:03:15] Genau ich weiß aber nicht ob es da so war...<br>[00:03:20] Du bist viel mit Kanzlern in Kontakt gewesen, mit Präsidentinnen, mit Papsten.<br>[00:03:25] vor welchen Begegnungen warst du persönlich am wöchselsten?<br>[00:03:29] Gibt's da einen Moment wo du gesagtest wow<br>[00:03:32] Also Papste waren nicht dabei Aber die anderen Reichlich Den Papst glaube?<br>[00:03:39] ich habe in meinem Leben ersetzt durch auch eine Kirchenchefin, nämlich die der anglikanischen Kirche, die Queen.<br>[00:03:47] Die habe ich ein paar Mal treffen dürfen und ehrlich gesagt war ich da wahrscheinlich am nervösesten weil es ja um Königin ein ganzes Set an Regularien gibt.<br>[00:04:01] Darf's ja nicht die Hand geben, ohne dass sie die Hand hinstreckt mit Handschuhe und so weiter... Und Queen Elizabeth hat eine wirklich Aura gehabt!<br>[00:04:14] Also die hatte eine ganz kleine Person, eine großartige Ausstrahlung und Kollegen haben, als sie ihr das erste Mal vorgestellt wurde.<br>[00:04:23] Da steht dann der Zeremodienmeister, da hat die Liste der Leute, die ihr hervorgestellt werden, dann sagt er so, dass es jetzt so und so vom deutschen Fernsehen ist.<br>[00:04:34] Dann begrüßt sich die Königin und auf den Fotos, die gemacht wurden konnte man offensichtlich erkennen, dass ich die Hacken zusammengeschlagen<br>[00:04:43] habe.".<br>[00:04:44] Ich bin kein Militär.<br>[00:04:46] Aber die war einfach so beeindruckend, dass ich dachte, ich muss mich da jetzt die Hacken zusammenschlagen.<br>[00:04:53] Gibt es wirklich so viele Möglichkeiten, wo man das falsch machen kann?<br>[00:04:59] gibt's da auch so viele Sicherheitsnetze.<br>[00:05:01] Unendlich,<br>[00:05:01] unendlich!<br>[00:05:02] Also ich meine Donald Trump hat ja und es gibt ja viele Berichte darüber das Leute sich dann am Arm gefasst haben oder meinten sie müssten Sie jetzt führen?<br>[00:05:11] Oder umarmen usw.<br>[00:05:14] Aber er war ja dann derjenige der sich ein bisschen teubhäufig benahm.<br>[00:05:17] In der Tat.<br>[00:05:17] Aber<br>[00:05:18] als Interviewer... also ich kenne es so wenn ich sagen wir mal im Politikerinnen in der oberen Ebene kenne bis zum Bahnchef die haben ja dann auch vom Protokoll, die einem genau sagen wo man stehen muss wie man das machen muss und so weiter.<br>[00:05:32] Ja absolut also Kürdighin gibt ja keine Interviews.<br>[00:05:36] aber beispielsweise im Gespräch mit ihr gibts ganz feste Regel.<br>[00:05:40] und wenn sie dann am Schluss hat sich in der Regel gesagt how very interesting?<br>[00:05:47] Und das war eigentlich das Ende des Gespräches.<br>[00:05:49] Das kann man aber natürlich missverstehen, dass man denkt.<br>[00:05:51] Die Königin sagt dir gerade das ist wahnsinnig interessant was du sagst nein sondern die sagt okay das war's!<br>[00:05:58] Wow da hätte man tatsächlich in die Falle tappen können.<br>[00:06:01] Gab es einen Moment wo du tatsächlich meine Falle getappt bist?<br>[00:06:04] Wo du dachtest wow am liebsten wäre ich jetzt im Erdboot versunken?<br>[00:06:13] Im Umgang mit den Royals gab es natürlich so Momente nicht im Erdboden versunken, aber wo ich gemerkt habe wie trainiert die sind in ihrem Sozialverhalten.<br>[00:06:28] Also wirklich perfekte Kommunikatoren!<br>[00:06:31] Ich hab mal eine kleine Runde erlebt mit dem jüngsten Sohn von der Königin Edward.<br>[00:06:37] Die sind ja alle im Grunde in königlichen Diensten und da gab es ein kleines Abendessen.<br>[00:06:45] Er ging im Grunde von einem zum anderen und redete mit jedem nur eine Minute.<br>[00:06:50] Man hatte nachher das Gefühl, dass war ein richtig gutes Gespräch.<br>[00:06:55] Und dann merkt man einfach wie trainiert es ist.<br>[00:06:58] Wie trainiert die sind, dich da mitzunehmen und dir gleichzeitig das Gefühl zu geben... Das war jetzt ein gutes Gesprächen, obwohl es ja in der Regel sehr oberflächlich bleibt.<br>[00:07:12] Dann dauern wir die Karte zurück.<br>[00:07:15] In deren Welt ist es ja wahrscheinlich fünfmal am Tag.<br>[00:07:18] Und für dieses Jahr auch sehr schwer, dann dieses eine Highlight zu finden sich zu merken und zu entdecken<br>[00:07:25] und zu führen.<br>[00:07:26] Aber das ist übrigens etwas was auch den... ich bin kein Monarchist.<br>[00:07:31] aber was den Wert dieser Monarchien in Großbritannien ausmacht also dass sie auf eine gewisse Art unpolitisch bleiben und trotzdem so dieses überaller politikschwebende verbindende Element haben, dann auch die Nationen Krisenzeiten zusammenzuführen.<br>[00:07:53] Also das ist etwas was Präsidenten bei uns nicht immer schaffen.<br>[00:08:02] Ja, das kann ich verstehen.<br>[00:08:04] Komm mit zum Anfang deines Lebens, eines Werdegangs.<br>[00:08:08] gab es in deinem In deinem Leben ein Wendepunkt, wo du gemerkt hast, das verändert alles.<br>[00:08:18] Kommt mir zu deinem Werdegang!<br>[00:08:20] Gab es in deinem leben den Wendelpunkt?<br>[00:08:23] Wo du gemerkt hast ab jetzt wird alles anders.<br>[00:08:27] Ja also auf einer sehr persönlichen Ebene.<br>[00:08:32] Den gab es dramatisch weil mein Vater verstarb als ich vierzehn war und Das hat für mich fast alles verändert.<br>[00:08:44] Also ich war eigentlich vorgesehen, mein Vater hat ein kleines Handwerksunternehmen und in zweiter Generation und das sollte ich eigentlich als ältester Sohn das übernehmen.<br>[00:09:04] deswegen habe ich auch nur die mittlere Reife erst mal gemacht.<br>[00:09:11] Mein Vater war dann länger krank und verstarb dann.<br>[00:09:14] Und das war natürlich dramatisch, den Vater zu verlieren.<br>[00:09:20] Und gleichzeitig war es auch für mich ein sofortiges Erwachsenwerden.<br>[00:09:28] Dann auch die Möglichkeit, wenn meine Mutter sagte, Junge du kannst das machen, dass dir Freude macht?<br>[00:09:34] Und dann habe ich Abitur gemacht und hab studiert und bin Journalist geworden.<br>[00:09:37] also in dieser ganzen Dramatik lag dann eben auch ein Stück selbstbestimmtes... ...selbstbestimmte Freiheit.<br>[00:09:48] Das heißt, du hattest vorher das Gefühl dein Karriereprat war vorgeplant?<br>[00:09:53] Ja also ich hätte, ich wäre sicher mit meinem Vater in eine lange Auseinandersetzung gegangen aber ich kann das jetzt nicht genau sagen wie vorgezeichnet ist wirklich dann oder Gezwungen es dann gewesen wäre.<br>[00:10:11] Aber so war der familiäre Gedanke, dass ich das mache und ... Ich vermute mal, dass mich auch durchgesetzt hätte, aber es wär sehr viel schwieriger gewesen.<br>[00:10:23] Und wie bist du auf die Idee gekommen in den Journalismus zu gehen?<br>[00:10:27] Das war in den Jahren ... War's auch extrem ... glaub ich.<br>[00:10:32] modisch also in die Medien zu gehen.<br>[00:10:36] War jetzt nicht so fern.<br>[00:10:39] Für mich war es sehr schnell, sehr früh klar.<br>[00:10:43] Ich wollte einerseits das Gesamtgesellschaftliche begleiten ohne selber Politik zu machen und dann waren Medien eigentlich relativ klar.<br>[00:10:57] Und da habe ich im Studium – ich hab politische Wissenschaft studiert und vieles andere – während des Studiums verschiedene Harten von Journalismus ausgetestet, also Nachrichtenagentur, Monatzeitschrift, Tageszeitung, Radio und Fernsehen.<br>[00:11:17] Und dann war am Ende für mich klar, Fernsehen ist eigentlich für mich das Perfekte weil ich alleine arbeiten kann und gleichzeitig aber mit anderen zusammen.<br>[00:11:28] Es gibt so diese beiden Elemente und man vereint ganz viele Talente.<br>[00:11:34] In Sendungen, in Berichten ist ja nicht nur dein Text oder das was du machst.<br>[00:11:39] Es ist eben die gute Kamerade, gute Ton der perfekte Schnitt und daraus entsteht etwas Gemeinsames und das fand ich auch immer faszinierend.<br>[00:11:50] Im Vorbespräch hast Du gesagt dass man ist dann in so dem Nachrichtenstrom wenn man quasi in der Gedaktion sitzt weil da einfach kausen Nachrichten am Tag auf einen Niederprasseln wie viele Zeitung liest Du am Tag?<br>[00:12:04] Also ich hab in den meisten Zeiten acht Zeitungen gelesen, so sechs bis acht am Tag.<br>[00:12:12] Wow!<br>[00:12:13] Oft ja online und am Vorabend.<br>[00:12:17] Jetzt sind es im Moment ... nach dem also zwei mindestens, Süddeutsch-und FHZ lese ich jeden Tag aber das können auch mehr sein.<br>[00:12:26] Aber der Nachrichtenstrom war einerseits die Zeitung für einen aktuellen Journalisten ist es viel wichtiger, dann die Agenturen zu lesen.<br>[00:12:39] Das sind ja auch viele hundert am Tag und gleichzeitig auch die Hintergrundgespräche zu führen.<br>[00:12:44] Und hier – meine letzte Stelle war ja als Studioleiter in Berlin – und da bist du natürlich in ständigen Hintergrund-Gesprächen mit Politikern, die alle dir ihre Version erzählen, ihre Perspektive.<br>[00:13:00] aber wenn du mit allen sprichst hast du im Grunde ein Gesamtbild Und das ist extrem wichtig, dass du aus allen Hintergründen erfährst einerseits was war los andererseits was will x oder y dir als seine Wirklichkeit verkaufen?<br>[00:13:20] und aus diesem Spannungsverhältnis all dieser Perspektiven entsteht auch ein großes Wissen.<br>[00:13:26] Das ist dann für die Grunde für die Einordnung extrem gut und wichtig.<br>[00:13:32] Ich habe jetzt ein Leistungskurs, nur Politikwissenschaften gehabt.<br>[00:13:35] Du hast Politikwissenschaften studiert und dann später arbeitest du in dem Bereich permanent quasi.<br>[00:13:44] Welche Illusion über Politik die du hattest?<br>[00:13:49] zuvor?<br>[00:13:49] bei im Studium oder auch in der Schule lernt man ja so ihre eigene Lehre von Politik.<br>[00:13:55] und wie das so ist welche Illusion musstest du aufgeben?<br>[00:13:59] Ich glaube nicht, dass ich Illusionen aufgeben musste weil ich mir keine Illusion über Politik gemacht habe.<br>[00:14:08] Politik in Deutschland ist ja immer ein sehr zähes Geschäft also in der bundesdeutschen Geschichte gewesen.<br>[00:14:17] Ich erinnere mich, während des Studiums für eine englische Zeitung auch gearbeitet als Assistent des Korrespondentens und Erinnere sehr gut dessen Ungeduld mit der deutschen Politik.<br>[00:14:29] Er sagte, bei euch ist alles so zäh und so langsam und das dauert oder kommt noch der Bundesrat usw.<br>[00:14:36] Unser deutsches System ist ja nach fünfundvierzig genauso komponiert worden dass wir im Grunde ein sehr langsamer Strom an Entwicklung sind, immer alles kontrolliert und so weiter damit wir auf keinen Fall wieder aus dem Ruder laufen politisch.<br>[00:14:53] Das macht es sehr konzentriert und auch stabil.<br>[00:14:58] das ist mal klammer auf jetzt im Moment ja auch etwas was uns wahnsinnig bremst in der Veränderung.<br>[00:15:06] Und gleichzeitig hat es bei mir eben als Student dazu beigetragen dass ich wie jetzt nicht irgendwelche überbordenden Erwartungen hatte, sondern wusste es ist Max Weber's Buren ganz dicker Bretter.<br>[00:15:21] Wenn man im ZDF arbeitet dann sind ja viele Sendungen die vorbereitet werden für jeden Tag und in einem Wochenend.<br>[00:15:30] Da gibt es sicherliche Redaktionskonferenzen wo dann abgestimmt wird.<br>[00:15:33] okay ihr macht das Thema wir machen das Thema gibt es eigentlich auch über die ARD also mit der ARD zusammen.<br>[00:15:41] Ja, es gibt auf der Supra-Ebene also bei den Chefredaktionen eine Abstimmung über Sondersendung.<br>[00:15:49] Weil ist ja so dass wir versuchen... Also wir ZDF bieten um neunzehn Uhr Nachrichten an.<br>[00:15:56] die Tagesschau kommt dann um zwanzig Uhr und dann haben wir das heute um viertel vor zehn und dann kommen tages Team.<br>[00:16:01] Es ist bewusst so gestaffelt wenn jemand am Abend wann immer er Zeit hat kann er dann die Abendnachrichten sehen Und wenn es Sondersendungen gibt, versuchen wir das zu koordinieren damit wir nicht parallel im Grunde uns gegenseitig Konkurrenz machen.<br>[00:16:21] Wir hatten gestern zum Beispiel jetzt die Situation eines März-Spezial nach der Reformentscheidung und die hatte einen Brennpunkt.<br>[00:16:32] also man stimmt sich da ab Aber in den Redaktionen gibt es natürlich keinerlei Abstimmung, sondern da sind wir befreundete Konkurrenzen.<br>[00:16:41] Schönes Wort!<br>[00:16:43] Ich deine immer Mitstreiterinnen.<br>[00:16:46] Du hast im Berufsleben viel Zeit damit verbracht politische Entwicklungen einzuordnen ohne selbst letztendlich auch als politischer Akteur aktiv zu sein?<br>[00:16:58] Wie schwer fällt es dir neutral zu sein.<br>[00:17:02] und gleichzeitig Ist Neutralität, was ja auch immer gesagt wird, Journalismus muss nicht neutral sein.<br>[00:17:09] Auch ein Wort, das man benutzt um bloß die Verantwortung zu übernehmen?<br>[00:17:15] Also ich glaube, Neutralkeit ist in der Tat nichts, was man erreichen kann.<br>[00:17:22] wir alle haben als Menschen Positionen.<br>[00:17:27] Das wäre, glaube ich eine Illusion wenn man sagt also Ich bin neutral aber was mir extrem wichtig war und ist, ist eine durchgängige Unabhängigkeit.<br>[00:17:39] Und meine Erfahrung ist das es wirklich... Also die Zuschauer, die Leser, die Zuhörer haben ein sehr feines Gespür dafür ob jemand sich auf eine Seite schlägt.<br>[00:17:56] Ich habe immer versucht diese Unabhängigkeit ... in meiner Arbeit einfließen zu lassen und zu behalten.<br>[00:18:06] Und am Ende ist das Beste, was du also aus meiner Sicht... ...was du erreichen kannst, ist dass dir Menschen zurecht vertrauen,... ...dass du so gut du kannst unabhängig die Dinge beurteilt und einordnest... ...und damit auch eine gewisse Glaubwürdigkeit erreichst.<br>[00:18:26] Ich glaube, das ist... Jetzt gerade in diesen Zeiten, in denen wir sind mit Social Media und KI.<br>[00:18:34] Die Wahrheit kommt gerät ins Rutschen.<br>[00:18:38] Und ich meine das genauso dramatisch wie ich es sage.<br>[00:18:41] Wir sind in einer Zeit wo wir eine mediale Zeitenwende haben und wir haben uns noch gar nicht ausreichend klar gemacht wie dramatisch das ist.<br>[00:18:51] Hannah Arendt hat ja darüber gearbeitet Wie gefährdet die die Wahrheit dann ist?<br>[00:18:57] Trump missbraucht das jetzt dramatisch.<br>[00:19:00] Also diese Ansage von seinem ehemaligen Mitarbeiter flat the zone is shit, also schütte alles zu mit einem Mist... Wenn du Lüge propagierst und als eine Parallel-Wahrheit, also diese chumpische Strategie da einführst dann Hast du am Ende ein unglaublicher Gefahr, dass die Wahrheit ins Rutschen gerät?<br>[00:19:37] Dass sie erst mal zerfasert wird und dann am Ende weiß keiner mehr so richtig was es war.<br>[00:19:43] Und da glaube ich ist es die Aufgabe von uns Journalisten glaubwürdig zu sein und Vertrauen zu verdienen!<br>[00:19:56] Wenn man sich so Interviews mit dir anschaut, also wo du interviewt wirst.<br>[00:19:59] Gibt's gar nicht so viele was ich interessant finde oder auch fortregend von dir sich anschaut dann redest du viel über die Wählerinnen und ZuschauerInnen usw.<br>[00:20:11] Und alles hat sich verändert und das stimmt ja übrigens wahrscheinlich auch.<br>[00:20:15] haben sich nicht auch Medien verändert und hat sich nämlich auch die Politik verändert dass sie auch Verantwortung tragen für die Veränderung an der Gesellschaft?<br>[00:20:24] absolut Ja, absolute richtige Analyse und Diagnose.<br>[00:20:28] Ich glaube wirklich dass wir sind in einer Phase der Individualisierung die ja weit fortgeschritten ist und das führt dazu dass wir einen gewissen demokratischen Diskurs den wir hatten ... in dieses berühmte Lagerfeuer der Demokratie.<br>[00:20:45] Alle haben gemeinsam die gleichen Nachrichten gesehen?<br>[00:20:48] Genau, also bis hin zu Wetten das!<br>[00:20:51] Also ein Psychologe hat das mal beschrieben... Das Phänomen war beschrieben Thomas Gottschalk, der war zugleich Gott und Schalke für die Nation.<br>[00:21:02] Aber im politischen Sinne hatten wir gemeinsame Analysen, gemeinsame Einordnungen und so weiter.<br>[00:21:10] Und das geht natürlich dramatisch verloren jetzt!<br>[00:21:13] Ich habe es noch mal nachgeschlagen.<br>[00:21:15] Tiktok hat über einen Komma fünf Milliarden User.<br>[00:21:22] Das ist die größte jemals bestehende mediale Plattform der Geschichte.<br>[00:21:32] Für Junge ist das natürlich die Hauptinformationsquelle Und gleichzeitig ist es so, dass über neunzig Prozent dessen was du auf deinem Tiktok-Account siehst hast du selber gar nicht abonniert.<br>[00:21:44] Sondern das wird dir für den Algorithmen reingeschmunt.<br>[00:21:47] Die sogenannte For You Page!<br>[00:21:49] Ja<br>[00:21:50] und da sind wir in einem Punkt wo du im Grunde von einem Algorithmus den wir gar nicht kontrollieren können Wir wissen nicht wie der funktioniert.<br>[00:21:59] Das<br>[00:21:59] lasst nur die Chefredaktion waren ist jetzt der Alkohol.<br>[00:22:03] Ja, aber das ist natürlich kontrolliert.<br>[00:22:06] Das ist ja kein Black Box sondern da sitzen Leute die das professionell gemacht haben, die jederzeit kontrolliert werden und so weiter.<br>[00:22:14] also da sind wir in einer dramatischen Veränderung.<br>[00:22:18] Du bist ja auch im Kuratorium der Aktienmensch.<br>[00:22:20] Kannst du es verstehen wenn Betroffene, also in dem Fall Menschen mit Behinderungen sagen dass Politikerinnen Wohlfahrtsverbände Und Medien, vor allem überbehilderte Menschen reden und viel zu selten mit ihnen bzw.<br>[00:22:38] Menschenverbinderungen auch gar nicht an Entscheidungen beteiligt sind?<br>[00:22:43] Ich kann das verstehen!<br>[00:22:44] Also aus Sicht der Aktion Mensch jetzt nicht weil da sind wir glaube ich ganz gut unterwegs.<br>[00:22:49] Ich bin ja also im Kuratorium.<br>[00:22:52] Wir entscheiden über die Fördermaßnahmen.<br>[00:22:55] Da ist eine ganze Reihe von Kollegen, Kolleginnen die eigene Erfahrung haben, wenn Menschen mit Behinderung sind oder Kinder haben.<br>[00:23:07] Also ich glaube da sind wir sehr dicht dran.<br>[00:23:12] In der Politik ist das Problem in Anführungsstrichen dass wir als repräsentative parlamentarische Demokratie ein Verfahren haben unsere Stimme delegiert haben.<br>[00:23:28] Wir haben Menschen gewählt im Parlament, die jeweils für alle entscheiden und das Verfahren ist dadurch in allen Bereichen dass die, die wir gewählt haben sich dann kundig machen um die Entscheidung zu treffen.<br>[00:23:46] In den Ausschüssen werden alle angehört Und dann fällen diese Vertreter für uns alle die Entscheidungen Und das gilt natürlich für alle Bereiche.<br>[00:23:57] Insofern muss man aufpassen, dass man dann nicht sagt also in einzelnen Bereichen sollte das rausgenommen werden, dass die Betroffenen selber entscheiden sondern wir müssen sicherstellen, dass jeweilig Betroffene und es gilt ja jetzt gerade auch in dieser Reformphase in allen Bereichen, dass sie ausreichend gehört dass die Positionen einfließen und sich dann in diesem politischen Prozess umsetzen.<br>[00:24:30] Aber woher glaubst du entsteht dieses Gefühl, vor allem von Menschen mit Behinderung, die sagen es wird alles eher schlechter?<br>[00:24:41] Die da oben machen was sie wollen.<br>[00:24:43] wir können noch so viele Anhörungen Beteiligung Stellungnahmen abgeben am Ende entscheidet doch ja die Wirtschaft.<br>[00:24:52] Ja, ich glaube das ist eines dieser Paradoxen die wir haben.<br>[00:24:59] Die Mehrheit der Menschen im Land sehr für Integration und Inklusion sich ausspricht und wenn es dann hart auf hart geht sind andere Sachen wichtiger und das erleben wir leider gesellschaftlich immer wieder<br>[00:25:20] Und da sind ja nicht nur die Wähler innen, sondern eben auch die gewählten.<br>[00:25:24] Genau!<br>[00:25:24] Die vertreten dann im Grunde diese Mehrheit, die zwar sagt – ich bin dafür aber dann….<br>[00:25:32] Wie könnte man das lösen?<br>[00:25:39] Also wir haben jetzt gerade dieses neue BGG... glaube ich ein kleiner Fortschritt, so nehme ich es jedenfalls wahr.<br>[00:25:49] Es ist nicht so weitgehend wie es sein sollte.<br>[00:25:52] Das ist wirklich nur ein kleiner Schritt aber zumindest mal jetzt das öffentliche Gebäude verpflichtet sind also dass in den öffentlichen Gebäuden barrierefrei herrschen muss und so.<br>[00:26:04] Ich glaube es braucht mehr Menschen als dich und zwar auch im Sinne von gesamtgesellschaftlicher Präsenz.<br>[00:26:17] Wir haben uns ja kennengelernt beim Maischberger.<br>[00:26:19] Ja!<br>[00:26:21] Und da fand ich es genau richtig, dass du im Grunde... Du bist da und nicht als Protagonist von Menschen mit Behinderung und zu den Themen sondern zu allem.<br>[00:26:32] Dass du kenntnisreich bist und gefragt wirst und einfach ein normaler Präsent bist.<br>[00:26:40] Und davon glaube ich braucht's viele weil das ... dann auch in anderes Bewusstseinschaft.<br>[00:26:48] Sind da jetzt eigentlich, also ich kann aus dem Nähgästchen plaudern... Die Meistergerkredaktion hatte mir erzählt, dass sie mich schon länger auf der Liste hatten an potenziellen Gästen,... ...dass das Studio aber nie barrierefrei war?<br>[00:27:02] Ja!<br>[00:27:03] So und es heißt, da finden ja Auslösen statt von denen ich vorher nie wusste,...<br>[00:27:07] ...und Sie<br>[00:27:07] überhaupt<br>[00:27:07] gibt's?!<br>[00:27:08] Und es gibt bestimmt noch viel, viel mehr Ausschlüsse.<br>[00:27:11] Ja.<br>[00:27:12] Wo man doch so sehr will ... Ich kenne viele Menschen mit Binderungen, die über das Thema Spelten würden und könnten.<br>[00:27:17] Die aber diese Chance gar nicht bekommen, diese Gläser in der Decke zu nicht brechen.<br>[00:27:22] Weil das Stuhl, den ich bei Gerufgeil war oder weil man nicht an sie gedacht hat.<br>[00:27:25] Weil Behinderte im Fernsehen nur über Behinderung gehen.<br>[00:27:30] Was können wir tun?<br>[00:27:32] Das ist ein wichtiger Punkt, das bewusstzumachen.<br>[00:27:35] War der Redaktion wahrscheinlich lange nicht bewusst?<br>[00:27:39] Bei Maibert Ilner, glaube ich ist es ein eben-erdiges Studio.<br>[00:27:44] Ich habe auch von dort gesendet aber das sind genau die zentralen Punkte.<br>[00:27:50] Gleich geht's weiter!<br>[00:27:51] Eine gute Aufzugfahrt ist ganz schön auffällig.<br>[00:27:54] mit Steady kannst du aber diesen Podcast finanziell unterstützen.<br>[00:27:58] selbst einen kleiner monatlicher Beitrag hilft mir und meinem Team dabei den Podcast unabhängig zu produzieren und voranzubringen.<br>[00:28:07] werde jetzt supporter in und erhalte exklusiven Zugang zu neuen Folgen.<br>[00:28:12] Und wenn du das möchtest, wirst du sogar namentlich hier im Podcast erwähnt!<br>[00:28:16] Alle Informationen findest du auf im-aufzug.de.<br>[00:28:20] Ein herzliches Dankeschön geht diese Woche an die großzügigen Unterstützerinnen und Unterstützer Linda Birgit und Claudia.<br>[00:28:28] Schön dass ihr da seid.<br>[00:28:30] Ende der Servicedurchsage viel Spaß beim zweiten Teil der Folge.<br>[00:28:39] Was muss anders werden, wenn du etwas verändern könntest?<br>[00:28:43] Was würdest du sofort<br>[00:28:44] tun?".<br>[00:28:48] Also für mich wäre das Wichtigste eine umfassende gleichberechtigte Bildungsschoß.<br>[00:28:59] Ich glaube wir müssen als Industrienation viel mehr in Bildung investieren weil das ist der sogenannte Rohstoff den wir selbst kreieren können und es gibt ja keine gleichberechtige oder keine Gleichheit.<br>[00:29:21] Wohlhabende Menschen, die selber Akademiker sind, haben einen ganz anderen Input in ihre Kinder als jemand der aus einer Bildungsferneschicht kommt – ich habe das selber erlebt!<br>[00:29:31] Also da ist es viel schwieriger.<br>[00:29:34] aber Das können wir uns nicht mehr leisten.<br>[00:29:38] Und das dürfen wir uns auch unter keinem Aspekt leisten, nicht nur wirtschaftlich sondern einfach auch unter der Gleichheit.<br>[00:29:47] und das wäre für mich etwas ganz, ganz Wesentliches dass wir versuchen da die besten Bildungschancen zu ermöglichen.<br>[00:30:02] nach ihrer Legislatur erst Wirkung entfalten.<br>[00:30:05] Und in dem Moment Ihrer Legislatur erstmal nur Geld kostet, wie kriegen wir quasi diese Langzeitigkeit und sinnvolle Entscheidungen zu treffen wieder implementiert?<br>[00:30:16] Du hast mich ja gerade quasi aufgefordert zu träumen.<br>[00:30:19] also das wäre etwas was ich vorschlagen würde wenn ich es könnte oder umsetzen könnte.<br>[00:30:26] Ich finde es durchaus überlegenswert, ob man eine Legislatur nicht verlängert.<br>[00:30:30] Dass man sagt wir sind bei fünf Jahren.<br>[00:30:32] ich finde das auch einen vernünftigen Gedanken die Wahlen in den Bundesländern zu synchronisieren dass wir nicht ständig getrieben sind.<br>[00:30:41] aber jetzt sind in XY sind doch wahlen und dann kann die Partei so und so sich nicht bewegen Und muss erstmal diese Landtagswahl abwarten.<br>[00:30:50] also Das würde ich, ich würde die synchronisieren zu einem bestimmten Zeitpunkt und würde gleichzeitig die Legislatur verlängern um ein Jahr.<br>[00:31:00] Ich glaube dann hat man... Dann hat man ein Jahr mehr Zeit denn bisher ist es ja so du brauchst erstmal Zeit bis die Koalition sich schüttelt?<br>[00:31:08] Hundert Tage!<br>[00:31:09] HundertTage wenn's gut geht Und dann hast du einen kleinen Zeithorizont, um Reformen durchzusetzen.<br>[00:31:17] Weil dann kommen schon wieder die Vorbereitung für den nächsten ...<br>[00:31:20] Unter dem Zeitfenster sind wir ja gerade, wo was<br>[00:31:23] passiert?<br>[00:31:24] Genau!<br>[00:31:25] Also der Zeitraum für Veränderungen ist zu kurz.<br>[00:31:30] Jetzt, wo du nicht mehr so tief im Newsstrom drinsteckst, gibt es etwas, worüber dir gesellschaftlich wirklich Sorgen machst, weil du mehr Zeit hattest, darüber nachzudenken?<br>[00:31:43] Das eben angesprochene mediale Thema finde ich ist so wichtig, dass wir das unbedingt angehen müssen.<br>[00:31:53] Wir sind ja längst in einer Situation wo diese Büchse der Pandora geöffnet ist.<br>[00:31:57] Die lässt sich auch nicht mehr schließen.<br>[00:31:59] Ich<br>[00:31:59] habe manchmal das Gefühl die Leute glauben man kann...das geht weg!<br>[00:32:03] Ja das ist aber ein Trugschluss.<br>[00:32:05] Das verändert sich ja in einem dramatischen Tempo und ich glaube ehrlich gesagt Menschen wie du und ich, wir sind eher ein Auslaufmodell weil Journalismus der klassische Journalismus dramatisch an Bedeutung verliert.<br>[00:32:28] Und diese das was durch die Individualisierung bei Social Media passiert ist dass der einzelne befähigt sein muss Medien zu beurteilen so gut es geht.<br>[00:32:41] Da müssen wir daran arbeiten.<br>[00:32:44] Das heißt also, der Empfänger, der jetzt ungefilterte Informationen bekommt, muss in der Lage sein die Halbwegs zu beurteilen?<br>[00:32:56] Das ist ein gutes Stichpunkt.<br>[00:32:59] Ich kann mich an einem Gespräch erinnern mit einer ARD-Hauptstadtkorrespondentin, die mir in der Pause mal gesagt hat... Immer dann, wenn Politikerinnen sagen Entlastung niedriger und mittlerer Einkommen.<br>[00:33:13] Das ist so eine Floskel die man sagt Steuersenkungen egal was an Reformthemen ist.<br>[00:33:18] Es spielt immer dieser einen Satz dass dann nie Menschen gemeint sind die sowieso schon keine Steuern bezahlen weil sie zum Beispiel SozialhilfeempfängerInnen sind oder Grundsicherungsentfänger Innen Und dadurch ist quasi nie um die notwendige Transferleistungen aber auch geht, nämlich von oben nach unten.<br>[00:33:38] Sondern immer nur um die Menschen, die verwertbar sind.<br>[00:33:43] in Anführungsstrichen und dass das so eine Art Nebelkerze ist, die gerne geworfen wird weil es klingt gut, aber eigentlich ändert es an strukturellen Problemen wenig.<br>[00:33:53] Welche Nebelkerzen kennst du noch aus der Politik?<br>[00:33:58] Also eine ist ... dieses Trickle-down Phänomen, ... ... ja sich verändert hat.<br>[00:34:05] Also diese alte Wirtschaftstheorie, dass wenn es irgendwie den ... ... Spitzenverdiener gut geht dann kommt das so langsam runter zu allen.<br>[00:34:15] Das ist, wenn man sich die Social Media ... ... multimiljadäre Billionäre oder ein Billionär jetzt anschaut... dann scheint das eher die andere Richtung zu.<br>[00:34:25] Also, dass es im Grunde von uns Nutzern dieser Riesensysteme hochgeht.<br>[00:34:32] Das ist sicherlich etwas, was sich da verändert.<br>[00:34:36] Als<br>[00:34:37] Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios kriegt man bestimmt auch eine Menge Kritik einfach von anderen politischen Seiten oder vielleicht auch überhandwerkliche Fehler.<br>[00:34:51] Welche Kritik hast du dir zu Herzen genommen?<br>[00:34:57] Alle berechtigte Kritik, also ich bin da glaube ich relativ selbstkritisch.<br>[00:35:03] Wenn man Fehler macht muss man sie korrigieren, muss man sich dafür entschuldigen, muss die klarstellen.<br>[00:35:09] Bei allem anderen ist es natürlich so dass man sehr klar aufpassen muss das man die Türe nicht öffnet für solche Versuche.<br>[00:35:23] Also das habe ich aber bei Frontal einundzwanzig ... bin ich da durch eine gute Schule gegangen.<br>[00:35:28] Weil, da haben wir natürlich vor viele Schienenbeine getreten... Da<br>[00:35:30] gab es sehr innere Menge Menschen, die<br>[00:35:32] Probleme da waren.<br>[00:35:33] Da waren viele von Betroffenen und waren auch nicht amüsiert durch unsere Kritik.<br>[00:35:40] Und dann musst du wirklich aufpassen wenn du das Gefühl vermittelst dass du die Tür rein spaltweit aufmachst dass da Leute reinkommen können, dann hast du verloren.<br>[00:35:53] Und das habe ich, glaube ich, einigermaßen durchgehalten.<br>[00:35:59] Du bist seit zwei Jahren im Ruhestand und trotzdem machst du sehr viel noch?<br>[00:36:05] Wie schaffst du es nicht auszubrennen?<br>[00:36:07] Es macht mir Spaß!<br>[00:36:09] Ich glaube, ich werde noch nie in der Gefahr auszubreden, sondern ... Ich bin sicher in der Gefahr zu viel zu arbeiten.<br>[00:36:21] Ich hab meine Familie sehr viele Wochenenden verdorben und auch sonstige Abende im Theater, da sind sehr viele Karten ... Kann<br>[00:36:33] grad nicht.<br>[00:36:33] der Kanzler ist am Telefon?<br>[00:36:35] So was oder ich muss noch ins Heutejournal oder so.<br>[00:36:38] also das erlebt man einfach als aktueller Journalist ständig.<br>[00:36:41] Ich fahre ja auch fünf Jahre in Paris Und das war genau die Zeit der Terroranschläge und da waren zwar so oft unerwartete Dinge in der Berichterstattung.<br>[00:36:55] Das ist dann ein Teil der sozialen und menschlichen Kosten, die man erzeugt – familiär!<br>[00:37:03] Ich war kaseitig überrascht, als ich aufruhr, dass du in den Ruhestand gehst.<br>[00:37:07] Weil seitlich Fernsehguckel warst du irgendwie immer im Ob-Mein-Bild schon regelmäßig zu sehen.<br>[00:37:13] und wenn man in diesen Newsstrom steckt dann gibt es natürlich auch Höhepunkte, Wahlkämpfe was auch immer.<br>[00:37:21] alles sehr stressige Zeiten könnte sein.<br>[00:37:24] wie hast Du dafür gesorgt, dass Du wieder Energie tanken kannst?<br>[00:37:29] Was gibt dir Kraft?<br>[00:37:31] Ich glaube, in der Frage steckt eine Erwartung die bei mir gar nicht zutrifft.<br>[00:37:39] Natürlich ist das anstrengend aber es ist nicht so dass mich das überanstrengende hätte sondern es hat mir Freude gemacht und macht mir Freud.<br>[00:37:50] Insofern braucht ich jetzt nicht irgendwie ein Hobby das mich in eine Balance bringt.<br>[00:37:56] also ich habe versucht unter Ist meine Frau eine sehr strenge und kluge Begleiterin, mich gesund zu ernähren?<br>[00:38:07] Nichts bewegen so gut es geht.<br>[00:38:10] Das mache ich jetzt nach dem Eintritt in die Rente mehr – also ich spiele ja sogar Tennis wieder.<br>[00:38:19] Aber das Problem hatte ich eigentlich<br>[00:38:24] nicht!<br>[00:38:25] Du bist im Kuratorium der Aktion Mensch, du hast Politik beobachtet.<br>[00:38:30] Wo siehst du den größeren Hebel für gesellschaftliche Veränderungen wenn es zum Beispiel um Inklusion geht?<br>[00:38:36] In der Politik oder im Verändern von Machtstrukturen oder in der Begegnung?<br>[00:38:41] Es sind alles kluge wichtige Punkte.<br>[00:38:46] Wir versuchen bei der Action Mensch wir haben ja eine Förderung von über zweihundert zwanzig Millionen im Jahr So gut wir können, kluge gute Projekte zu fördern und zu unterstützen.<br>[00:39:02] Gleichzeitig glaube ich dass es wichtig ist das Bewusstsein bei jedem Einzelnen zu prägen und zu verschärfen und da sind wir irgendwie alle gefordert also mit unserer Art wie wir das öffentlich machen, wie wir's thematisieren.<br>[00:39:21] letztendlich muss die Politik verbessern.<br>[00:39:26] Ich glaube ehrlich gesagt, wenn wir es schaffen als Land aus dieser Niedergangsstimmung und Situation rauszukommen.<br>[00:39:36] Wenn es uns wirtschaftlich wieder besser geht das dann nicht nur mehr wirtschaftlicher Spielraum ist für die Verbesserung sondern dass dann auch es leichter ist das als eine der Top Prioritäten umzusetzen.<br>[00:39:51] Also ich glaube in dem Problembereich als europäische Nation wie auch unsere Nachbarn, dass wir eigentlich in einer Art von Verlustsituation sind.<br>[00:40:06] Wir sind in der Konkurrenz-Situation international nicht mehr so konkurrenzfähig und wir sind an einem Punkt wo wir uns klarmachen müssen, wir müssen möglicherweise zum ersten Mal Verluste realisieren Verlust in Relation zu dem Wohlstand, den wir jetzt haben und der Wohlstandserwartung die wir immer hatten über all die Jahre und Jahrzehnte.<br>[00:40:31] Und das führt dazu dass man auch so eine emotionale Konzentration hat auf das was ist mir ganz wichtig?<br>[00:40:44] Die Mehrheit sagt dann eben Das ist mein Biedermeier also solange es mir gut geht bis zum Gartenzaun.<br>[00:40:53] Das ist eine ganz gefährliche Entwicklung in so einer Verlustsituation und in der sind wir.<br>[00:40:58] Und deswegen glaube ich, bin auch froh dass jetzt Reformen versucht werden das wir als Nationen und als Wirtschaftsmacht versuchen müssen wieder Wachstum zu erzeugen.<br>[00:41:13] So oberflächlich das klingt aber ich glaube es wird vieles entspannen und verändern.<br>[00:41:19] Jetzt kannst du auf vierzig Jahre Journalismus zurückblicken Und wir haben gerade über KI gesprochen, wir haben über die sozialen Medien gesprochen.<br>[00:41:28] Die alles verändern.<br>[00:41:30] Wir haben vielleicht eine Menge verloren von früher aber haben wir vielleicht auch was gewonnen?<br>[00:41:34] Ja!<br>[00:41:34] Ich meine die Erwartung an Social Media war ja positiv.<br>[00:41:40] Jetzt werden alle vernetzt.<br>[00:41:42] Autokraten können ihre Völker nicht mehr unterdrücken weil jeder kriegt die Nachrichten über Social Media.<br>[00:41:50] Die Wirklichkeit ist auch ein Teil der Wirklichkeit, aber viele andere negative Faktoren haben wir nicht vorher gesehen.<br>[00:41:56] Und ich glaube also meine größte Sorge ist dass diese Lügnerdividende, die ausbezahlt wird an Leute wie Trump und Putin<br>[00:42:07] usw.,<br>[00:42:12] durch das Setzen von Parallelschein-Wahrheiten oder Wirklichkeiten alles ins Rutschen gerät.<br>[00:42:21] Ich dramatisiere das etwas.<br>[00:42:23] Das Glas ist halb voll?<br>[00:42:25] Ja, mein Glas ist auch halbvoll aber ich glaube wir dürfen das nicht unterschätzen.<br>[00:42:35] Wenn man bei Trump erlebt dass der sagt die Inauguration als ich Präsident wurde da waren die meisten Besucher und Zuschauer Jemals in der amerikanischen Geschichte.<br>[00:42:48] Dann schaust du dir die Bilder an zu Obama's inauguration, da waren viel mehr so.<br>[00:42:53] dann denkt man sich beruhigt naja gut also wenn jemand so offensichtlich lügt und die Sprecherin von Trump sagt das war ein alternative Fakten dann denkt Man Sich Ja ist ja harmlos dass glaubt Ja Keiner So Der Entzaubert sich Erselbst.<br>[00:43:11] Nein Es gibt Es gibt immer noch eine Mehrheit von Republikanern und republikanischen Anhängern, die sagen beiden hat uns die Wahl gestohlen.<br>[00:43:23] Also das ist ein ganz gefährliches Gift!<br>[00:43:27] Aber ich warke trotzdem mal in den Hoffnungsräumen weg weil es gab auch meine Zeit als das Kino eingeführt wurde dass sie Leute schreiend aus dem Kinosaal raus gerannt sind weil einen Zug auf sich zufuhr.<br>[00:43:38] So, dann könnt ihr jetzt auch sagen okay vielleicht lernen wir als Gesellschaft kulturell mit den neuen Medien umzugehen und das auch neu und anders einzuordnen.<br>[00:43:49] Ja, das glaube ich auch.<br>[00:43:51] Das ist auch meine Hoffnung aber mir wäre es wohler wenn wir das mitsteuern.<br>[00:43:56] also wenn wir... Besser einer!<br>[00:43:58] ...ja wenn wir im Grunde sagen darüber nachdenken was braucht es eigentlich?<br>[00:44:02] Also brauche ich in Schulen Medienunterricht Brauche ich einen Bewusstmachen der Prozesse, die da abläuscht?<br>[00:44:11] Oder<br>[00:44:11] auch eine Regulation der sozialen Medien.<br>[00:44:15] Verantwortung übernehmend.<br>[00:44:16] Das ist also jetzt bei Facebook zum Beispiel wieder die Fact-Checker abgeschafft<br>[00:44:23] worden.<br>[00:44:25] Zum Ende noch eine Frage.<br>[00:44:27] Gibt es eine Organisation jenseits der Aktienmensch oder eine Person, eine Literatur, ein Film, ein Podcast, ein Buch ... Was auch immer, dass du den ZuschauerInnen und ZuhörerInnen empfehlen würdest.<br>[00:44:40] Also unbedingt zu dem Thema das wir gerade besprochen haben eine Organisation in einer kleine gemeinnützige Organisation in Dresden die heißt Spreuweizen da bin ich jetzt gerade im Begriff da in den Beirat zu gehen Und sie machen nämlich genau das.<br>[00:44:57] Die gehen in Schulen, die gehen zu Lehrlingen, die bilden Lehrer weiter in Medienfragen Also versuchen, bewusst zu machen wie was passiert in Social Media.<br>[00:45:09] Wie muss man damit umgehen?<br>[00:45:11] Wo muss man vorsichtig sein?<br>[00:45:12] und das finde ich eine ganz großartige Initiative.<br>[00:45:16] Lieber Theo wir sind am Ende.<br>[00:45:18] schön dass du da warst wenn dir aufzuklärts aufgeht.<br>[00:45:21] wo geht es für dich weiter?<br>[00:45:22] Ich<br>[00:45:22] gehe jetzt gleich in eine Schalte der Aktion Mensch Und dann muss ich mich vorbereiten Auf ein Interview die sich nächste Woche habe mit Markus Söder.<br>[00:45:32] Dann wünsche ich dabei ganz viel Erfolg und danke, dass du da warst.<br>[00:45:35] Es kam hier Ehre und Vergnüge.<br>[00:45:37] Gerne wieder!<br>[00:45:39] Danke fürs Mitfahren.<br>[00:45:41] Wenn ihr mögt und euch diese Folge Spaß gemacht habt, bewert diese Folge bei Apple Podcast, Spotify oder wo auch immer ihr zuhört.<br>[00:45:50] Alle Links zur Folge sowie die Menschen, die mich bei diesem Podcast unterstützen findet ihr in den Show Notes.<br>[00:45:57] Schaut da gerne mal rein.<br>[00:46:01] Wenn ihr meine Arbeit unterstützen möchtet, würde ich mich freuen euch bei Steady zu begrüßen.<br>[00:46:06] Mit einer Steady-Mitgliedschaft bekommt ihr exklusive Updates von mir und die Gelegenheit mich zweimal im Jahr persönlich zu treffen!<br>[00:46:16] Im Aufzug ist eine Produktion von Schönelein Media.<br>[00:46:19] Ich freue mich auf das nächste Mal hier im Aufzug.<br>[00:46:30] Diese Folge wurde depräsentiert von Schindler.<br>[00:46:33] Am Anfang der Folge haben wir uns gefragt woher der Begriff Elevator Pitch stammt.<br>[00:46:38] Tatsächlich geht die Geschichte auf den neunzehn-achtziger Jahre zurück.<br>[00:46:41] Ein Herausgeber nutzte eine kurze Aufzugfahrt, um einer viel beschäftigten Chefredakteurin seine Magazinidee vorzustellen – mit Erfolg!<br>[00:46:50] Seitdem steht der Elevator Pitch für die Kunst eine Idee in kürzester Zeit überzeugend auf den Punkt zu bringen.<br>[00:46:56] Gute Ideen brauchen übrigens nicht immer nur zwei Minuten.<br>[00:46:59] Bei Schindler freuen wir uns auf Menschen, die etwas bewegen wollen.<br>[00:47:03] Unter schindler.de slash Karriere findest du viele Möglichkeiten um bei uns einzusteigen.</pre>
</div></div></div>
</div></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://steadyhq.com/de/krauthausen/about" class="ek-link">Dieser Podcast ist nur möglich durch die Unterstützung meiner Steady-Mitglieder</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine gekürzte 30-Minuten Version des Podcasts kannst Du Dir auch bei YouTube ansehen:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="IM AUFZUG mit Raúl Krauthausen &amp; Theo Koll | Wie viel Macht hat Journalismus?" width="900" height="506" src="https://www.youtube.com/embed/ftZFxw7jCvU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Folge wurde dir präsentiert von Schindler Aufzüge. Willst du noch mehr über Aufzüge erfahren und vielleicht mit uns ganz nach oben fahren, dann steig gern ein. Unter <a href="https://www.schindler.de/de/karriere.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schindler.de/karriere</a> findest du viele Möglichkeiten für Einsteiger und Senkrechtstarter.</p>


<figure class="aligncenter wp-block-post-featured-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1536" height="1920" src="https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/10/1-Feed-Post-Theo-Koll-5.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Ein hochformatiges Podcast-Cover vor einem hellen, neutralen Hintergrund. Auf der linken Seite sitzt Raúl Krauthausen in einem Rollstuhl; er trägt eine Schiebermütze, eine Brille, ein blaues Jeanshemd und blickt lächelnd in die Kamera. Rechts neben ihm sitzt Theo Koll in einem hellgrünen Anzug und karierten Hemd, ebenfalls mit Brille. Oben links steht in großen, weißen Blockbuchstaben der Podcast-Titel „IM AUFZUG“. Im unteren Bereich befindet sich folgendes Zitat in weißer Schrift: „»Wir sind in einer Zeit, wo wir eine mediale Zeitenwende haben – und wir haben uns noch gar nicht ausreichend klargemacht, wie dramatisch das ist.«“. Darunter stehen links die Angaben „Theo Koll - Folge 116“ sowie der Fotocredit „Foto: Judith Stiegler-Trost“, und unten rechts der Hinweis „Finanziert durch Steady Mitglieder“." style="height:450px;width:350px;object-fit:fill;" srcset="https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/10/1-Feed-Post-Theo-Koll-5.jpg 1536w, https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/10/1-Feed-Post-Theo-Koll-5-240x300.jpg 240w, https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/10/1-Feed-Post-Theo-Koll-5-819x1024.jpg 819w, https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/10/1-Feed-Post-Theo-Koll-5-768x960.jpg 768w, https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/10/1-Feed-Post-Theo-Koll-5-1229x1536.jpg 1229w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></figure>


<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-podcast-abonnieren" class="wp-block-heading">Podcast abonnieren</h2>



<div class="wp-block-wpzoom-blocks-social-icons is-style-with-canvas-round show-icon-labels-style" style="--wpz-social-icons-block-item-font-size:20px;--wpz-social-icons-block-item-padding-horizontal:6px;--wpz-social-icons-block-item-padding-vertical:6px;--wpz-social-icons-block-item-margin-horizontal:7px;--wpz-social-icons-block-item-margin-vertical:5px;--wpz-social-icons-block-item-border-radius:50px;--wpz-social-icons-block-label-font-size:16px;--wpz-social-icons-block-label-color:#2e3131;--wpz-social-icons-block-label-color-hover:#2e3131;--wpz-social-icons-alignment:flex-start"><a href="https://imaufzug.podigee.io/feed/mp3" class="social-icon-link" title="RSS" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-rss"></span><span class="icon-label">RSS</span></a><a href="https://open.spotify.com/show/0129AhRWxXuXi9LPflwltN" class="social-icon-link" title="Spotify" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-spotify"></span><span class="icon-label">Spotify</span></a><a href="https://www.deezer.com/show/3624987" class="social-icon-link" title="Deezer" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-deezer"></span><span class="icon-label">Deezer</span></a><a href="https://podcasts.apple.com/podcast/id1620854436" class="social-icon-link" title="Apple Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-apple"></span><span class="icon-label">Apple Podcasts</span></a><a href="https://https://podcasts.google.com/subscribe-by-rss-feed?feed=aHR0cHM6Ly9pbWF1Znp1Zy5wb2RpZ2VlLmlvL2ZlZWQvbXAz" class="social-icon-link" title="Google Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-google-podcasts"></span><span class="icon-label">Google Podcasts</span></a></div>
</div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-hier-findest-du-mehr-uber-mich" class="wp-block-heading">Hier findest du mehr über mich:</h2>



<ul class="wp-block-social-links has-visible-labels has-icon-color is-style-logos-only is-layout-flex wp-block-social-links-is-layout-flex"><li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-chain has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://raul.de" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M15.6,7.2H14v1.5h1.6c2,0,3.7,1.7,3.7,3.7s-1.7,3.7-3.7,3.7H14v1.5h1.6c2.8,0,5.2-2.3,5.2-5.2,0-2.9-2.3-5.2-5.2-5.2zM4.7,12.4c0-2,1.7-3.7,3.7-3.7H10V7.2H8.4c-2.9,0-5.2,2.3-5.2,5.2,0,2.9,2.3,5.2,5.2,5.2H10v-1.5H8.4c-2,0-3.7-1.7-3.7-3.7zm4.6.9h5.3v-1.5H9.3v1.5z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Webseite</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-instagram has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.instagram.com/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M12,4.622c2.403,0,2.688,0.009,3.637,0.052c0.877,0.04,1.354,0.187,1.671,0.31c0.42,0.163,0.72,0.358,1.035,0.673 c0.315,0.315,0.51,0.615,0.673,1.035c0.123,0.317,0.27,0.794,0.31,1.671c0.043,0.949,0.052,1.234,0.052,3.637 s-0.009,2.688-0.052,3.637c-0.04,0.877-0.187,1.354-0.31,1.671c-0.163,0.42-0.358,0.72-0.673,1.035 c-0.315,0.315-0.615,0.51-1.035,0.673c-0.317,0.123-0.794,0.27-1.671,0.31c-0.949,0.043-1.233,0.052-3.637,0.052 s-2.688-0.009-3.637-0.052c-0.877-0.04-1.354-0.187-1.671-0.31c-0.42-0.163-0.72-0.358-1.035-0.673 c-0.315-0.315-0.51-0.615-0.673-1.035c-0.123-0.317-0.27-0.794-0.31-1.671C4.631,14.688,4.622,14.403,4.622,12 s0.009-2.688,0.052-3.637c0.04-0.877,0.187-1.354,0.31-1.671c0.163-0.42,0.358-0.72,0.673-1.035 c0.315-0.315,0.615-0.51,1.035-0.673c0.317-0.123,0.794-0.27,1.671-0.31C9.312,4.631,9.597,4.622,12,4.622 M12,3 C9.556,3,9.249,3.01,8.289,3.054C7.331,3.098,6.677,3.25,6.105,3.472C5.513,3.702,5.011,4.01,4.511,4.511 c-0.5,0.5-0.808,1.002-1.038,1.594C3.25,6.677,3.098,7.331,3.054,8.289C3.01,9.249,3,9.556,3,12c0,2.444,0.01,2.751,0.054,3.711 c0.044,0.958,0.196,1.612,0.418,2.185c0.23,0.592,0.538,1.094,1.038,1.594c0.5,0.5,1.002,0.808,1.594,1.038 c0.572,0.222,1.227,0.375,2.185,0.418C9.249,20.99,9.556,21,12,21s2.751-0.01,3.711-0.054c0.958-0.044,1.612-0.196,2.185-0.418 c0.592-0.23,1.094-0.538,1.594-1.038c0.5-0.5,0.808-1.002,1.038-1.594c0.222-0.572,0.375-1.227,0.418-2.185 C20.99,14.751,21,14.444,21,12s-0.01-2.751-0.054-3.711c-0.044-0.958-0.196-1.612-0.418-2.185c-0.23-0.592-0.538-1.094-1.038-1.594 c-0.5-0.5-1.002-0.808-1.594-1.038c-0.572-0.222-1.227-0.375-2.185-0.418C14.751,3.01,14.444,3,12,3L12,3z M12,7.378 c-2.552,0-4.622,2.069-4.622,4.622S9.448,16.622,12,16.622s4.622-2.069,4.622-4.622S14.552,7.378,12,7.378z M12,15 c-1.657,0-3-1.343-3-3s1.343-3,3-3s3,1.343,3,3S13.657,15,12,15z M16.804,6.116c-0.596,0-1.08,0.484-1.08,1.08 s0.484,1.08,1.08,1.08c0.596,0,1.08-0.484,1.08-1.08S17.401,6.116,16.804,6.116z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Instagram</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-twitter has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://twitter.com/raulde" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M22.23,5.924c-0.736,0.326-1.527,0.547-2.357,0.646c0.847-0.508,1.498-1.312,1.804-2.27 c-0.793,0.47-1.671,0.812-2.606,0.996C18.324,4.498,17.257,4,16.077,4c-2.266,0-4.103,1.837-4.103,4.103 c0,0.322,0.036,0.635,0.106,0.935C8.67,8.867,5.647,7.234,3.623,4.751C3.27,5.357,3.067,6.062,3.067,6.814 c0,1.424,0.724,2.679,1.825,3.415c-0.673-0.021-1.305-0.206-1.859-0.513c0,0.017,0,0.034,0,0.052c0,1.988,1.414,3.647,3.292,4.023 c-0.344,0.094-0.707,0.144-1.081,0.144c-0.264,0-0.521-0.026-0.772-0.074c0.522,1.63,2.038,2.816,3.833,2.85 c-1.404,1.1-3.174,1.756-5.096,1.756c-0.331,0-0.658-0.019-0.979-0.057c1.816,1.164,3.973,1.843,6.29,1.843 c7.547,0,11.675-6.252,11.675-11.675c0-0.178-0.004-0.355-0.012-0.531C20.985,7.47,21.68,6.747,22.23,5.924z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Twitter</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-linkedin has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.linkedin.com/in/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M19.7,3H4.3C3.582,3,3,3.582,3,4.3v15.4C3,20.418,3.582,21,4.3,21h15.4c0.718,0,1.3-0.582,1.3-1.3V4.3 C21,3.582,20.418,3,19.7,3z M8.339,18.338H5.667v-8.59h2.672V18.338z M7.004,8.574c-0.857,0-1.549-0.694-1.549-1.548 c0-0.855,0.691-1.548,1.549-1.548c0.854,0,1.547,0.694,1.547,1.548C8.551,7.881,7.858,8.574,7.004,8.574z M18.339,18.338h-2.669 v-4.177c0-0.996-0.017-2.278-1.387-2.278c-1.389,0-1.601,1.086-1.601,2.206v4.249h-2.667v-8.59h2.559v1.174h0.037 c0.356-0.675,1.227-1.387,2.526-1.387c2.703,0,3.203,1.779,3.203,4.092V18.338z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">LinkedIn</span></a></li></ul>



<h2 id="h-so-kannst-du-meine-arbeit-unterstutzen" class="wp-block-heading">So kannst du meine Arbeit unterstützen!</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://im-aufzug.de/unterstuetzen/">Unterstütz mich</a></div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Podcast ist eine Produktion von <a href="https://www.schonlein.media" class="ek-link">Schønlein Media</a>.<br>Produktion: Fabian Gieske, Judith Stiegler-Trost<br>Schnitt und Post-Produktion: Hanne Pasdzior<br><br>Coverart: Amadeus Fronk</p>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-theo-koll/">Im Aufzug mit Theo Koll</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-theo-koll/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Aufzug mit Collien Monica Fernandes</title>
		<link>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-collien-monica-fernandes/</link>
					<comments>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-collien-monica-fernandes/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian Gieske]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2026 08:27:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Podcast-Folge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://im-aufzug.de/?p=3881</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute habe ich Collien Monica Fernandes zu Gast. Viele kennen sie vielleicht als Moderatorin bei Viva, andere als Schauspielerin oder Autorin. In den vergangenen Jahren ist sie aber vor allem durch etwas anderes sichtbar geworden: Sie hat öffentlich gemacht, wie digitale Gewalt aussieht. Nicht abstrakt, sondern ganz konkret. Sie hat recherchiert, dokumentiert und mit Betroffenen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-collien-monica-fernandes/">Im Aufzug mit Collien Monica Fernandes</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-uagb-info-box uagb-block-63ad1649 uagb-infobox__content-wrap  uagb-infobox-icon-left uagb-infobox-left uagb-infobox-stacked-tablet uagb-infobox-image-valign-middle"><div class="uagb-ifb-icon-wrap"><svg xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><path d="M96 96C42.98 96 0 138.1 0 192s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192C192 138.1 149 96 96 96zM448 192c0-53.02-42.98-96-96-96s-96 42.98-96 96s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192z"></path></svg></div><div class="uagb-ifb-content"><div class="uagb-ifb-title-wrap"></div><p class="uagb-ifb-desc"><strong>Wie viel Kraft kostet der Kampf gegen Hass im Netz wirklich?</strong></p></div></div>



<script class="podigee-podcast-player" src="https://player.podigee-cdn.net/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://podcast2ba52c.podigee.io/117-im-aufzug-mit-collien-fernandes/embed?context=external&#038;token=hhlyDb5IPiYC-sMOpVF5wg"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Heute habe ich Collien Monica Fernandes zu Gast. Viele kennen sie vielleicht als Moderatorin bei Viva, andere als Schauspielerin oder Autorin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Jahren ist sie aber vor allem durch etwas anderes sichtbar geworden: Sie hat öffentlich gemacht, wie digitale Gewalt aussieht. Nicht abstrakt, sondern ganz konkret. Sie hat recherchiert, dokumentiert und mit Betroffenen gesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sprechen über Macht im digitalen Raum, über KI-Deepfakes und die Frage, warum technischer Fortschritt oft alte Ungleichheiten verstärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende geht es auch um Hoffnung. Wie verändert man eine Gesellschaft, ohne sich dabei selbst zu verlieren?<br>Aus einer persönlichen Erfahrung ist gesellschaftliche Aufklärungsarbeit geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufzugtür auf für Collien Monica Fernandes.</p>



<div class="wp-block-kadence-accordion alignnone"><div class="kt-accordion-wrap kt-accordion-id3881_e6eb12-6e kt-accordion-has-11-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right" style="max-width:none"><div class="kt-accordion-inner-wrap" data-allow-multiple-open="false" data-start-open="none">
<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-10 kt-pane3881_dfbf7c-05"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show" type="button"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">Transkript</span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<pre class="wp-block-preformatted">[00:00:00] Es wartet wieder eine spannende Fahrt mit Raul im Aufzug auf dich.
[00:00:04] Hast du dich schon mal gefragt, wie Hunde oder Katzen ein Aufzugfahrt erleben?
[00:00:08] Wir bei Schindler planen Aufzüge für Millionen Menschen und wissen, dass oft auch ihre vierbeinigen Begleiter mitfahren.
[00:00:14] Deshalb beschäftigen wir uns damit, wie sich eine Aufzug-Fahrt für alle möglichst angenehm anfühlt.
[00:00:20] Warum Tiere dabei manchmal skeptisch reagieren, hörst du am Ende dieser Folge!
[00:00:24] Jetzt viel Spaß mit Im Aufzug.
[00:00:26] Wünsch Schindl.
[00:00:31] Heute habe ich Colleen Pernandes zu Gast.
[00:00:34] Viele kennen sie vielleicht als Moderatorin bei Viva, andere als Schauspielerin oder Autorin.
[00:00:41] In den vergangenen Jahren ist sie aber vor allem durch etwas anderes sichtbar geworden Sie hat öffentlich gemacht wie digitale Gewalt aussieht – nicht abstrakt sondern ganz konkret!
[00:00:51] Sie hat recherchiert dokumentiert und mit Betroffenen gesprochen.
[00:00:56] Wir sprechen über Macht im digitalen Raum über KI-Deepfakes und die Frage, warum technischer Fortschritt oft alte Ungleichheiten verstärkt.
[00:01:07] Am Ende geht es auch um Hoffnung!
[00:01:09] Wie verändert man eine Gesellschaft ohne sich dabei selbst zu verlieren?
[00:01:15] Aus einer persönlichen Erfahrung ist gesellschaftliche Aufklärungsarbeit geworden.
[00:01:34] Nee,
[00:01:41] tatsächlich nicht.
[00:01:42] Es ist ja so vor Live-Sendungen darf man immer nicht auf Zug fahren.
[00:01:47] Wir hatten das nämlich einmal dass Interviewgäste kurz vor der Sendung im Aufzug stecken blieben und das ist natürlich das schlimmste was bei einer live Sendung passieren kann.
[00:01:55] Das wusste ich
[00:01:55] gar nicht okay.
[00:01:56] Deswegen gibt es eigentlich bei allen sendern die Ansage es wird nicht mehr auf zu gefahren Und dann laufen manchmal alle zwanzig Stoppwerke runter je nachdem wo sie gerade oben sind.
[00:02:07] aber seit dem irgendwie bei allen.
[00:02:10] Wahrscheinlich hat jeder mal die Erfahrung gemacht, keine Aufzug mehr aufzuverboten.
[00:02:14] Ja krass!
[00:02:15] Das habe ich noch nie gehört.
[00:02:16] also... Ich kenne es nur das Schalsspielerinnen bevor vor dem Dreh ganz bewusst mit einem Taxi oder Schoffeur abgeholt werden damit sie auf jeden Fall pünktlich sind.
[00:02:25] Das ist so ja.
[00:02:27] Das war mir auch neu.
[00:02:28] Das is auf jeden fall so.
[00:02:31] Setz wir doch mal alles auf Anfang.
[00:02:33] mich würde nämlich interessieren wie bist du die Person geworden?
[00:02:36] Du bist sehr jung an die Öffentlichkeit gekommen.
[00:02:40] Damals als Moderatorin bei Viva beispielsweise, hattest du das Gefühl, du bist auf das neue Leben vorbereitet?
[00:02:50] Ich glaube dass wir alle natürlich irgendwie durch unseren Lebenswerk... Am Ende ist es der Weg, der Person macht, die man am Ende ist und da passieren Dinge.
[00:03:08] Die man natürlich so nicht vorhersehen konnte und die einen natürlich irgendwie prägen.
[00:03:15] Und ich muss sagen auch von dem was ich jetzt mittlerweile beruflich mache das ließ sich so nicht voraus sehen aber ich freue mich dass es einfach viele kleine Steps gab wo ich mich neu ausprobieren durfte sodass an dem Punkt bin, wo ich bin und diese Dokumentationen drehen darf zu Themen die ich für relevant halte.
[00:03:39] Das finde ich tatsächlich ganz interessant weil ich mich gefragt habe warum bin ich eigentlich da wo ich stehe?
[00:03:45] Und ich glaube weil ich es einfach nicht wusste und man dann einfach weiter macht und dann guck okay wohin drückt er denn das?
[00:03:53] und dann stellt man jedes mal sich die Frage.
[00:03:55] also man steht dann jedes Mal vor neuen Entscheidungen und
[00:03:59] am Ende ist es aber auch der Mut, sage ich jetzt mal von Leuten nicht die naheliegendste Entscheidung zu treffen.
[00:04:08] Also ich habe das jetzt mit einem aktuellen Format wofür ich im Gespräch bin in einem ganz anderen Bereich wieder und da gibt es dann natürlich wieder so Redakteure, die sagen Ach, wir nehmen lieber jemanden den man schon in dem Bereich kennt.
[00:04:25] Und das finde ich schade!
[00:04:26] Ich find's eigentlich viel überraschender wenn man Leute in neuen Rollen sieht.
[00:04:31] also irgendwann gab es Michaela Hummel die erste Produzentin die mich für eine Doku besetzt hat und da waren Leute erstmal ach die für Doku.
[00:04:42] Aber es ist ja viel überraschender, wenn man Leute sieht die man vielleicht in dem Bereich noch nicht gesehen hat oder jetzt zum Beispiel auch mit extra drei dass ich da fest als Zeitkick mitmachen darf.
[00:04:53] Da hat einfach jemand gesagt wir probieren das mal aus und ich habe bei einer Sendung mitgemacht als Zeitkick und dann hieß es wir machen das jetzt fest und Ich finde es viel toller auch für die Fernsehlandschaft, wenn nicht die immer gleichen Leute, die immer gleiche Dinge tun.
[00:05:10] Und dazu gehört aber eben auch – weil man kann es ja am Ende nicht alleine entscheiden – der Mut von Menschen aus dem Fernsehen, die sagen wir machen jetzt mal Dinge anders und den Mut haben leider viele nicht.
[00:05:22] Woran glaubst du liegt das?
[00:05:24] Weil man auf Nummer sicher gehen will.
[00:05:26] Man will nicht schuld sein, wenn irgendwas schiefläuft.
[00:05:30] Aber ich denke mir im Best Case hat man etwas angestoßen, was vorher noch nicht da war und das ist am Ende auch irgendwie spannender als ja.
[00:05:43] gut den haben wir jetzt auch schon eine Million mal in einem ähnlichen Format gesehen.
[00:05:49] Also ich kann zumindest darrelaten an der Stelle dass ich merke dass Menschen mit Behinderung zum Beispiel in der Öffentlichkeit immer nur dann auftauchen wenn es um das Thema Behinderungen geht.
[00:05:58] Das ist eine Zeit lang auch so gewesen mit POC.
[00:06:02] Also ich habe immer im Drehbuch geschaut, warum fragen Sie jetzt jemanden der nicht irgendwie blonde Haare hat?
[00:06:09] So und dann hab' ich geguckt, ah darum geht's deshalb!
[00:06:12] Und es änderte sich tatsächlich mit der ersten Anfrage für ein internationales Projekt Wobei ich mich dann noch nicht getraut habe auf englisch Sachen zu machen und da war ich einfach, die haben international gecastet.
[00:06:27] Also die sollte einfach eine sein, die in der Bank arbeitet so ne Sachbearbeiterin.
[00:06:33] Die lernt den Main Character kennen und dann werden sie später ein paar und ich hab die ganze Zeit gesucht.
[00:06:39] Warum suchen die jetzt doch jemanden mit?
[00:06:41] mit dunklem Haar und ich habe das nicht gefunden.
[00:06:44] Und dann dachte ich so, ah die sind weiter!
[00:06:46] Man muss es gar nicht begründen sondern ist einfach die Frau.
[00:06:50] und dann kasten sie alle möglichen durch und gucken dann einfach wer die Frau sein kann.
[00:06:54] Es ist nicht so dass man irgendwie sagt ja wir haben hier eine Diessinderenweil und dann erklärt sich warum Sie einen anfragen.
[00:07:04] Wird es für dich damit leichter?
[00:07:06] Also je weiter du solche Projekte ausprobiert hast wirst du dann auch mutiger gecastet.
[00:07:12] Also ich glaube, dass man gerade in der Fektion relativ wenig Mut hat.
[00:07:18] Es ist dann irgendwie doch auch wieder das wie man es in der Moderation hat.
[00:07:21] Ach die hat schon zehn historische Filme gedreht, die besetzen wir für was Historisches.
[00:07:27] und ich habe jetzt zum ersten Mal einen Film gedreet für die ARD.
[00:07:31] da durfte ich so eine Ich sag jetzt einfach mal Arschlochmanagerin sein.
[00:07:37] Also ich war eine Plattenfirmenchefin und hatte so ne Girlband, die so ein bisschen unter mir gelitten haben.
[00:07:43] wirklich ein ganz tolles Projekt.
[00:07:46] Alicia von Rittberg war meine Assistentin und Hauptansprechpartnerinnen Und die hat glaube ich ganz schön unter mir gelitten und das war einfach mal eine schöne Rolle weil es so ganz ganz anders war also auch gegen den Typ besetzt.
[00:08:00] oft ist ja Film gerade totaler Typecast?
[00:08:06] Heute recherchierst du viel über digitale Gewalt.
[00:08:10] Du führst politische Gespräche, du schreibst Bücher darüber und andere schreiben Bücher über dich.
[00:08:16] Wann hast du gedacht ich möchte eigentlich aus dieser Rolle der Unterhalterin, der Schauspielerin, der Moderatorin raus und jetzt gesellschaftlichen Wandel bewirken?
[00:08:27] Das kam tatsächlich durch Michaela.
[00:08:29] die hat mich angefragt für eine Dokumentation und da habe ich mir dann zwei Monate frei genommen.
[00:08:37] Da ging es um die Textilindustrie, wo ich auch gemerkt hab dass es wahnsinnig viele Missverständnisse gibt über das Thema.
[00:08:44] also das Leute sagen Ich gehe doch nicht in das Counter wegen der schlechten Arbeitsbedingungen Und dann gehen sie einladen weiter und Es gibt wirklich premium Brands.
[00:08:52] Also wir haben da in Kambodscha Wo wir gedreht haben Brands gefunden Die wirklich hochpreisig sind, also Designer die irgendwie zweieinhalb Euro für ein T-Shirt nehmen.
[00:09:04] Die genauso produzieren wie der Discounter und da habe ich so gemerkt... Da gibt es auch viele falsche Gedanken zu dem Thema da draußen und viel falsche Informationen wobei es ja gar keine richtige Information ist sondern eigentlich mit einem Mutmaßung.
[00:09:22] Und da hab' ich so gedacht Ich möchte eigentlich dazu beitragen aufzuklären und mittlerweile bin ich aber auch ein bisschen verzweifelt mit dem Menschen, weil ich habe irgendwie das Gefühl die sind oft auch so ein bisschen faktenallergisch.
[00:09:36] Also es ist völlig absurd man kommt mit Fakten und die sagen nee das glaube ich nicht!
[00:09:40] Ich kann mich selber denken wo man irgendwie merkt ja aber so ein bischen Harpers auch mit dem selber denken.
[00:09:46] also irgendwie gibt's da gerade nicht so richtig gute Tendenzen im Internet.
[00:09:51] Würdest du sagen du bist auch Aktivistin?
[00:09:55] Ähm...also Die Sache ist die, dass man immer in eine gewisse Ecke gepackt wird.
[00:10:06] Also zum Beispiel wenn man sich für feministische Themen einsetzt dann wird man auch immer gleich mit ja das ist so ne Grüne wo ich mir denke hey Moment wie kommt ihr denn jetzt darauf?
[00:10:20] Ja die äußert sich immer zum Thema Umweltschutz und dann sitzt sie im Flugzeug noch nie zum Thema Umweltschutz öffentlich geäußert.
[00:10:31] Aber das wird dann so gemutmaßt, also alle die irgendwie für Feminismus sind, sind gleichzeitig für Umweltschutz und die Leute sind gar nicht mehr in der Lage zu differenzieren oder wirklich hinzuhören oder zu gucken.
[00:10:43] wer hat denn jetzt was konkret gesagt?
[00:10:45] Sondern dass ist immer alles einhaufen und die Menschen hören gar nicht mir richtig zu habe ich irgendwie das Gefühl
[00:10:55] Ich wollte zum Beispiel nie der Berufsbehinderte werden Und irgendwie ist es jetzt dann doch der Beruf geworden.
[00:11:01] Ich glaube, aber ich habe mich damit so ein bisschen jetzt auch angefreundet und auch arrangiert weil man kann ja dann trotzung auch in den Bereichen weitermachen.
[00:11:12] Hast du das Gefühl, dass Luisa Neubauer hat mir das mal erzählt?
[00:11:16] Dass wenn sie Aktivistin genannt wird was die vielleicht auch ist, dass aber eigentlich gesagt wird um ihre Arbeit zu diskreditieren weil sie ist ja auch Expertin, sowie du Expertin bist.
[00:11:33] Ja ich glaube sobald jemand so einen gewissen Kampfesgeist an den Tag legt gilt man als aktivistisch.
[00:11:39] aber für mich es ist total wichtig dass ich also natürlich gibt's zum Beispiel gewisse Strömung, wo ich denke da ist der vermeintliche Feminismus zu weit gegangen oder da kann nicht mitgehen.
[00:11:54] Und wenn man dann dagegen spricht heißt das hey aber Moment mal du bist doch so.
[00:11:58] also mir ist es total wichtig immer neutral auf die Dinge zu schauen und einfach auf der Basis von Studien.
[00:12:06] Also ich liebe deshalb Studien, ich finde es total wichtig dass man einfach Themen wissenschaftlich analysiert und wenn man dann etwas hat was für eine gewisse Maßnahme spricht oder gegen eine gewissen Maßnahme das man das dann einfach neutral beurteilt und deswegen ja so richtig kann nicht mit dem Begriff Aktivismus nichts anfangen, beziehungsweise ich glaube schon dass ich einen gewissen Kampfesgeist habe und ich freue mich auch wenn der wieder da ist weil manchmal ist man einfach so emotional in so einem Loch das man es nicht schafft.
[00:12:39] Aber trotzdem versuche ich mich nicht von einem Thema vereinnahmen zu lassen sondern neutral zu bleiben.
[00:12:45] und natürlich da wo es ein Missstand gibt will man den auch aufdecken.
[00:12:49] aber da wo's irgendwie totaler Quatsch isst da kann man dann auch sagen ey übertragts jetzt total.
[00:12:56] Wagen wir doch mal ein Perspektivwechsel.
[00:12:58] Du machst viel zum Thema digitale Gewalt.
[00:13:01] Du recherchierst viel auch aus eigener Erfahrung und du hast mehrere Dokumentationen zu diesem Thema gedreht, dabei auch andere Geschichten von anderen Menschen gehört.
[00:13:11] Gab es da eine, die dich ganz besonders bewegt hat?
[00:13:16] Ich höre gerade super viele krasse Geschichten der Frauen, die mir schreiben.
[00:13:23] Und ich versuche sie so ein bisschen zu stützen soweit es geht... Und ich glaube, dass da draußen verdammt viel los ist.
[00:13:31] Wovon sich viele gar kein Bild machen weil es oft auch heiß und dieses Feedback kommt in erster Linie von Männern.
[00:13:39] ja das ist doch Quatsch!
[00:13:40] Wir leben doch in einer gleichberechtigten Gesellschaft und irgendwie hat man das Gefühl, dass sie Frauen die gewisse Erfahrungen machen alle so die gleichen Muster erleben.
[00:13:51] Und ich wünsche mir da auch vor den deutschen Gerichten, weil viele mir eben von ihren Urteilen schreiben, dass es einen Bewusstsein dafür gibt.
[00:13:59] und deswegen gab er gerade diese Petition mit der ich übrigens gar nichts zu tun habe.
[00:14:05] Die wurde in Solidarität mit mir gestartet.
[00:14:08] Ich hab's erst nach dem Start mitbekommen.
[00:14:11] Da ist eine Forderung Schwerpunktstaatsanwaltschaften den Erfahrungswert haben, wie sich Opfer verhalten.
[00:14:20] Weil wenn so viele Opfer mir schreiben – mir wurde gesagt ich verhalte mich nicht wie eine Opfer -, dann kann es ja nur daran liegen dass man ein falsches Opferbild hat.
[00:14:30] Denn wenn die das alle hören, die ja faktisch Opfer sind läuft ja irgendwas total schief!
[00:14:38] Ich habe meinen Bereich Inklusion mit einer Staatsanwältin gesprochen und sie meinte, Sie hat auch das Gefühl dass Staatsanweltenen oder überhaupt das juristische Umfeld relativ wenig weiß über Menschenrechte wenn es zum Beispiel um Inklusion geht.
[00:14:55] Oder vielleicht auch über Betroffene Und dass man eigentlich tatsächlich Richterinnen und Soweit auch tort bilden müsste.
[00:15:02] auf jeden Fall also was ich total Spannend finde Auch gut ist, dass hier jetzt anscheinend im Jura-Studium sich total viel tut.
[00:15:13] Also ich habe ja zu mehreren Juristinnen oder Angehenden das Feedback bekommen, dass aufgrund meines Falls darüber geredet wird ob Sexualstrafrecht nicht zum Basisstudium gehören könnte was aktuell nicht der Fall ist und viele die bereits in Beruf arbeiten haben festgestellt, dass einige Dinge, die man wohl im Basis Studium lernt gar nicht benötigt werden.
[00:15:37] und da scheint es wohl irgendwie gerade ein Umdenken zu geben.
[00:15:42] Und ich glaube, dadurch oder beziehungsweise ich freue mich wenn man dadurch was anstoßen kann weil sie ja die vielen kleinen Stellschrauben sind, die am Ende für eine andere Gesellschaft sorgen.
[00:15:57] Deine Kolleginnen vom Y-Kollektiv haben Dokumentation gedreht über die KI-Technologien, die allerdings genutzt werden um Frauen so zu manipulieren dass sie also sehen Sie aus als ob sie das Downsyndrom hätten.
[00:16:16] Und dazu dient es eine Fantasie von männlicher Dominanz zu bedienen.
[00:16:23] Es geht also um die Petifisierung einer vermeintlichen Wehrlosigkeit und da sehe ich ne Schnittmenge.
[00:16:30] Das Thema ist, so schlimm das alles ist.
[00:16:34] Wenn du diese Entwicklung dir anschaust und die Recherchen miteinander legst was glaubst du brauchtest damit dass nicht nur weniger wird sondern auch wirklich aufhört?
[00:16:45] Ich glaube da es einen ganz wichtigen Schlüssel gibt der gerade ein bisschen untergeht.
[00:16:50] also ja man möchte die Gesetze dann nach ganz viel Druck auf einmal doch ändern.
[00:16:57] ich habe ja beziehungsweise ich habe schon Druck gemacht, bei den Vorgängern von Stefan Nihubig.
[00:17:04] Die hielten das irgendwie nicht für nötig.
[00:17:07] jetzt also bereits bevor mein Fall an die Öffentlichkeit trat weiß ich von Menschen wie mit Stefan Nuhubig über diese Themen verhandelt haben dass sie das tatsächlich ernst genommen hat was sich schon mal gut finde.
[00:17:21] aber Gesetzesänderungen sind Ein Punkt, total wichtig und das macht man eben in Spanien richtig ist die Aufklärung.
[00:17:28] Also ich denke man muss ins Schulen gehen und die Kinder aufklären!
[00:17:34] Und dass es so die Zeit wo sich ein gewisses Menschenbild prägt und wo sich vielleicht auch präkt wie man als Menschen miteinander umgeht.
[00:17:44] und mich erstaunt tatsächlich viel auch so dieses Feedback von Leuten, die es einfach nicht kapieren.
[00:17:52] Die irgendwie sagen hey wo ist denn jetzt das Problem?
[00:17:57] Wo ich mir denke wie kann es dann sein dass ihr gar nicht mal versteht wo denn jetzt hier das Problem ist?
[00:18:02] und da muss es hin, dass man einfach direkt ganz klar macht wo gewisse Grenzen sind.
[00:18:10] Hast du auch weit über das Gefühl, dass diese Idee wir müssen aufklären dann gesagt wird, wenn man an allen anderen Bereichen nichts ändern will?
[00:18:21] Dass man alles gleichständig ändern müsste.
[00:18:23] Dass nur Aufklärung nicht reicht und nur Gesetze nicht reichen.
[00:18:26] Also es sind einfach verschiedene Bereiche und deswegen ist glaube ich so ein öffentlicher Aufschrei auch wichtig dass jeder einfach in seinem Bereich guckt wo könnte man denn hier was machen?
[00:18:39] Man hat ja gar nicht so einen Einblick viele Bereiche und mich schockiert vor allem auch dieses Täterstatement, dass man die Berichterstattung über oder beziehungsweise die Folgeberichterstatter nach dem Spiegelartikel als unverhältnismäßige Hysterie beschreibt.
[00:19:00] Also alleine dieses Wording zeigt mir, man hat nicht verstanden warum das die Menschen so bewegt.
[00:19:06] es bewegt die Menschen klar, vielleicht ausgelöst durch diesen Fall.
[00:19:10] Aber feier so viele Menschen eine eigene Geschichte haben wo sie nur Ungleichheit spüren und ich denke generell dass wir als Gesellschaft empathischer miteinander werden sollten.
[00:19:21] also was man da alles mitkriegt wer für was geschämt wird im Internet.
[00:19:26] und Ich glaube es heißt immer so ja das internet ist schuld nee Das sind ja menschen Und die trauen sich einfach mehr im internet.
[00:19:33] und deswegen müssen wir beim mensch ansetzen und sagen du pass mal auf Wir reden mal miteinander.
[00:19:39] Was ist denn eigentlich kaputt bei dir?
[00:19:41] Und da frage ich mich einfach bei vielen Leuten, was geht ab mit denen im Netz?
[00:19:47] auch sogar keine sachliche Debatte mehr sondern da wird direkt losgeschimpft.
[00:19:53] und ich denke mir okay vielleicht sollten wir auch mal in den Schulen anfangen Empathie zu lernen.
[00:19:58] Fängt dieses Losschimpfen nicht auch da schon an, wo der Journalismus eigentlich nur noch auf der Suche ist nach dem nächsten Skandal.
[00:20:06] Also ne?
[00:20:06] Du machst was öffentlich und dann weist natürlich die Gegenseite auch wie sie das neu frame'n kann dass sie neue Parallelkonflikte aufmachen, die nie Thema waren Und die Medien sich wieder darauf stürzen und nichts zu Ende recherchieren.
[00:20:20] Ja, das ist leider auch so ein bisschen das Problem weswegen diese Täterstrategien funktionieren.
[00:20:26] Also man muss es nur so klingen lassen als sei man irgendwie entlastet worden nach einem Urteil wo steht alle Kernvorwürfe sind unstrittig Das ist ja einen relativ klarer Punkt.
[00:20:37] und dann gibt man einfach eine Pressemitteilung raus in der steht ja seht ihr ich wurde vorverurteilt.
[00:20:45] Nein, im Moment.
[00:20:46] Es wurde ein Vorwurf gemacht und jetzt sagt ein Gericht die Kernvorwürfe sind allesamt unstrittig!
[00:20:54] Das ist keine Entlastung in der Sache.
[00:20:57] so es gibt eine E-Mail wo man selber ziemlich drastische Begriffe benutzt für das was man getan hat und da hieß es zum Beispiel also das ist einen Punkt wo man recht bekam wie man selbst Das beschreibt, mit welch drastischen Worten.
[00:21:11] das ist Privatangelegenheit.
[00:21:12] Das wurde zurückgenommen!
[00:21:13] Das darf nicht mehr berichtet werden.
[00:21:15] mit welchen drastischem Worten.
[00:21:16] Das entlastet einen aber nicht in der Sache.
[00:21:18] und dann zu sagen seht ihr euch wurde vorverurteilt.
[00:21:21] Hä?
[00:21:22] Was ist das für ne... Dumme Konklusio!
[00:21:25] Nein, das ist einfach nur so wie du selbst das beschreibst.
[00:21:28] Darf nicht mehr kommuniziert werden aber das entlastet dich in der Sache nicht.
[00:21:32] und dass es einfach so eine Manipulation und die funktioniert leider.
[00:21:36] dann schreibt man seht ihr ich wurde vorverurteilt und dann schreiben wieder andere auch guck mal da wurde jemand vor verurteilen ohne nachzulesen was überhaupt der konkrete punkt ist.
[00:21:45] Wie schwer ist es für dich eigentlich immer wieder darauf hinzuweisen?
[00:21:48] also ich meine jetzt hier erklärs das schon wieder
[00:21:53] Das muss man leider.
[00:21:54] Also ich habe das Gefühl, dass muss ich leider und was den Menschen auch nicht so klar ist... Ich reagiere!
[00:22:00] Weil es heißt irgendwie die ganze Zeit ja er sagt ja nix aber sie geht die ganze zeit raus doch er sagt schon fast.
[00:22:05] Er sagt es nur nicht selbst sondern sein Sprecher sagt das für ihn.
[00:22:09] hiermit teile ich im Namen meines Mandanten mit dann wird das und das kostet ja auch viel Geld, also das kostet eine vielstellige Summe.
[00:22:17] Das einfach mal per Push Pressemitteilung an alle Medien zu schicken.
[00:22:22] Das heißt man äußert sich ja sehr so dass es wirklich alle mitbekommen und sagt dann lieber alle Medien hier ist mein Statement Und dann muss ich natürlich darauf reagieren.
[00:22:37] Aber was meine Leute nicht wahrgenommen wird, er agiert und ich reagiere!
[00:22:42] Ich habe ein altes Haus gekauft und ich hing da und dachte so jetzt kann ich mich mal entspannen bisschen Türen aufbereiten und so... und dann geht wieder eine Pressemitteilung raus und ich denke, was für ne Unverschämtheit?
[00:22:53] Dann musste ich halt wieder rausgehen und antworten aber es ist ja nicht initial von mir.
[00:22:58] Ich reagiere auf das, was der Theater die ganze Zeit macht Trump-Prinzip flopped the zone with shit.
[00:23:07] Und da gehen auch so viele Falschmeldungen raus, die faktisch falsch sind!
[00:23:12] So dann müssen wir natürlich wieder reagieren und so eine Gegenpressemitteilung funktioniert leider nicht weil... Die News ist schon raus und das ist halt super spannend und klickt und wenn dann jemand sagt, dass stimmt nicht, ist für die Leute einfach keine spannende News.
[00:23:27] also muss ich halt rausgehen und dann in Sendung sagen, das stimmt übrigens nicht.
[00:23:33] Gleich geht's weiter.
[00:23:34] Wenn du diesen Podcast unterstützen möchtest, dann kannst du das mit einem kleinen monatlichen Beitrag tun.
[00:23:40] Im Gegenzug kannst du alle Folgen vorab hören und wirst wenn du das möchtst hier im Podcast namentlich genannt.
[00:23:47] Alle Infos findest du auf im-aufzug.de.
[00:23:51] Diese Woche geht der Dank an Yvonne Meytel und Jan.
[00:23:55] Ende der Serviceturchsage.
[00:23:57] viel Spaß beim zweiten Teil der Folge!
[00:24:03] Was ich ja so interessant finde an deiner Arbeit ist wirklich auch sehr bewundere Und mir dafür selber diese Kraft wünschen manchmal für meine Arbeit.
[00:24:14] Du hast es vorhin gesagt, du versuchst schon auch weiter in diesen neutralen Blick auf das Thema zu haben und dann man natürlich nicht alle verurteilen kann aber gleichzeitig dass Thema so wichtig ist diese Balance zu halten und immer wieder die Hand zu reichen und das kostet ja unglaublich viel eigene Kraft und Energie.
[00:24:36] Wo nimmst du die her?
[00:24:39] Das ist tatsächlich schwer zu sagen.
[00:24:43] Manchmal merke ich so, dass ich auch unter die Räder komme und dann einfach nur da liege und heule und total fertig bin.
[00:24:50] Und ich bin ja ganz froh, wenn dieser Kampfesgeist wieder rauskommt – und ich habe glaube ich eh so ein Gerechtigkeitsding!
[00:25:01] Ich war viele Jahre Fernsehpreis, Jurorin und da gibt es seine immer auch viele Debatten.
[00:25:08] Und auch so Dinge die ich einfach super ungerecht finde.
[00:25:11] Da bin ich schon bekannt für... Jetzt steht wieder Kulinen auf und hält eine Rede!
[00:25:17] Und ich meine, da geht's ja gar nicht um was das kriegt ihr draußen niemand mit.
[00:25:22] aber man kämpft dann zum Beispiel im Bereich Dokumentationen für oder gegen Themen weil da ist immer die große Frage Was ist relevant?
[00:25:30] Und das beantwortet ja jeder anders.
[00:25:32] So, und da bin ich immer so, dann stehe ich halt auf und sage... Also und da haben eben dann viele auch so gesagt, als ich dann ... Ich hab in diesem Jahr gesagt, ich schaff das nicht.
[00:25:44] Ich muss pausieren!
[00:25:45] Ich kann das nicht auch noch nebenbei machen.
[00:25:47] Und dann haben viele gesagt, dass werden sie so ein bisschen vermissen, dass Kuline irgendwie aufsteht und sagt, nee, das geht gar nicht immer so auf den Tisch haut.
[00:25:54] Und irgendwie ist es so in mir, dass da wo ich Ungerechtigkeiten sehe, da muss ich kämpfen.
[00:26:01] Und ich finde diese Fernsehpreis-Sache weil da geht's ja gar nichts... Also da hab ich ja gar nix von, wenn ich so für oder gegen irgendwas kämpfe.
[00:26:09] Das ist ja am Ende für mich völlig egal wer der Preis nach Hause nimmt.
[00:26:13] Aber ich habe einfach dieses Gerechtigkeitsding und wenn ich irgendwas ungerecht finde dann kann ich nicht anders.
[00:26:20] Wenn Frauen auf Missstände hinweisen... ...dann ist es oft am Ende die Folge schlimmer.
[00:26:28] Oder die Folge danach oft sehr schlimmer, das ist meistens gewaltvoll.
[00:26:32] Männer hingegen können die ganze Zeit auf Missstände hinweisen, ohne dafür online gehasst zu werden und noch Schlimmeres
[00:26:40] erleben.
[00:26:41] Frauen werden schnell als zickig oder hysterisch oder als anstrengend wahrgenommen.
[00:26:49] Was glaubst du muss geschehen damit das wirklich besser wird?
[00:26:57] Das erstaunt mich gerade tatsächlich sehr wenn man so im Internet schaut.
[00:27:03] Ich lese keine Beleidigungen in Richtung des Täters, aber ich lese unendlich viele Beleidingen in meine Richtung und natürlich auch ganz viel sie lügt.
[00:27:16] Und was mich aber erstaunt dass selbst dann wenn mehrere Gerichtsurteile das bestätigen?
[00:27:21] In dieser Sache!
[00:27:24] Das erste Gerichtsurteil hat gesagt es gibt einfach ganz klare Beweistatsachen.
[00:27:29] Das zweite Gerichts- urteil sagt Ihre Kernvorwürfe sind unstrittig.
[00:27:34] Warum sind die unstritten wegen der Beweistatsachen?
[00:27:38] Und dass man selbst dann noch als Kollegin erfand es, ich glaube nicht, die lügt, die blöde Tussi und so weiter... Und ich werde weiterhin beschimpft und das erstaunt mich, weil es am Ende nicht mal auf einer Faktenbasis sich ändert.
[00:27:52] Also selbst dann wenn die Frau recht bekommt und das heißt ja wir als Gericht können sagen sie hat nachweislich stimmt das was sie sagt dass man weiter beschimpft wird.
[00:28:03] Und das muss ja dann irgendwie mit einem Männerbild und einem Frauenbild zu tun haben.
[00:28:07] oder zum Beispiel auch, ja dann sucht sie sich den nächsten reichen Typen wo ich mir denke es gibt Interviews von Christian Ulmen zahlreiche wo er sagt Ich habe wohlhabend geheiratet also er sagt selbst Sie hat mehr Geld als ich.
[00:28:19] trotzdem bin nicht an die Frau die irgendwie...und das kann ja nur mit einem Frauen- und einem Männerbild zu Tun haben weil es eben nicht auf Basis von Fakten ist.
[00:28:29] Und das meine ich auch so mit dieser Faktenallergie.
[00:28:32] Das erstaunt mich, dass egal was man tut es werden einfach gewisse Dinge koalportiert und dann sagt man aber hier sind die Fakte dazu und sie sagen nein ich bleib dabei, sie lügt.
[00:28:42] Moment!
[00:28:42] Aber hier im Gerichtsbeschluss und so bin ich halt drauf.
[00:28:45] Hier steht doch und da steht doch... Nein?
[00:28:47] Glaub' ich nicht und ich denke so wie soll man denn euch denn dann erreichen wenn ihr Fakta nicht lauft?
[00:28:52] Was ich mich gefragt habe der jetzt auch bei den Geschirrschenden trinkt er ja wirklich in so einen Sumpf rein, wo es auch gar keinen Ende nach unten gibt.
[00:29:01] Wirklich, wirklich furchtbar!
[00:29:03] Da ich mich gefragt habe wenn Menschen Frauenverein oder marginalisierte Gruppen oder diskriminierte Gruppe sich äußern und ein Missstand äußeren dann so ein Widerstand erfahren wer alles schon verstummt ist und sich gar nicht mehr traut was zu sagen.
[00:29:24] Kennst du wen?
[00:29:25] Ja, beziehungsweise mir wurde viel von Feministinnen berichtet.
[00:29:32] Ich war mit einer Frauessen die auch viel im Feminismus bewegt hat – ich sage den Lamptennamen lieber nicht weil ich weiß nicht ob sie das möchte und die hat mir damals so ein paar Sachen erzählt von Feministinnen.
[00:29:47] wo dann obwohl man kann ja eine Meldregister-Sperre machen Die Adresse ist eigentlich nicht rauszufinden.
[00:29:55] Die haben dann irgendwelche Schmierereien am Haus und den wird halt oft auch, also das erlebe ich ja selbst auch mit dem Tode gedroht.
[00:30:04] Und da heißt es dann irgendwie... Ich weiß in welche Schule deine Kinder gehen?
[00:30:07] Haben die denn auf einmal so einen Zettel im Briefkasten?
[00:30:11] oder ich schmeiß hier bald eine Briefbomber rein und gerade wenn sowas im eigenen Briefkassen ist, dann weiß man ja okay da weiß jemand, wo ich wohne.
[00:30:20] Und natürlich macht einem das Angst und das ist auch was, was ich wirklich klar dem Täter vorwärfe.
[00:30:26] denn momentan heißt es Moment wir haben ja die Sache nie dementiert.
[00:30:32] Das ist so das letzte Schreiben was so intern verschickt wurde Wo ich mir denke Ja dass Es wurde aber so formuliert Dass es eben als Dementi gelesen wurde.
[00:30:46] deswegen Schreiben ja so viele, aber er streitet das doch ab und dann sage ich immer nein.
[00:30:51] Eigentlich streitete er das gar nicht ab sondern er schreitet neben Erklagt gegen Nebenaspekte auch eine sehr typische Täterstrategie.
[00:30:58] Und er sagt wieso?
[00:30:59] Ich habe das doch niemals abgestritten dass sich das gemacht hat was mir vorgeworfen wird.
[00:31:02] So Ja, genau.
[00:31:04] Aber es werden permanent Schreiben rausgegeben die suggerieren sollen er würde etwas abstreiten weil dann heißt das irgendwie.
[00:31:10] unter so marischer Betrachtung müssen wir sagen da stimmt so nicht.
[00:31:15] Wir gehen deshalb gegen die Berichterstattung vor.
[00:31:18] Wenn man dann irgendwie sagt, okay sie sagt ich habe Sie bei Regen vergewaltigt und ich bin mir sicher die Sonne schien.
[00:31:25] Das sind ja Details.
[00:31:26] aber dadurch dass diese Verhandlungen nicht öffentlich sind wissen die Leute gar nicht teilweise was verhandelt wird sondern man klagt einfach gegen Nebenaspekte um Recht zu bekommen damit man dann hinterher sagen kann ich hab doch hier in diesem Nebenaspekt recht bekommt das heißt die ganze Arbeit des Täters sorgt dafür Morddrogen bekommen, weil ich ihn angeblich zu Unrecht verleumdet habe.
[00:31:53] Und das finde ich krass.
[00:31:55] und das finde vor dem Hintergrund krass dass ich Morddrohungen bekomme und irgendwie reagieren Männer – und es waren in diesem Fall tatsächlich ausschließlich Männer mit Mord drohen auf Peminismus!
[00:32:08] Das ist so krass sind ausschliesslich Männer.
[00:32:13] wenn Leute anfangen dich zu wehren juristisch tätig zu werden und sagen, wir machen auch Anzeigen zu erstatten.
[00:32:21] Erleben sie oft erst die Gewalt danach oder noch stärkere Gewalt dann eben wie du sagst.
[00:32:27] Morddrohung, die man vorher gar nicht erfahren hat.
[00:32:31] Und dass man jetzt natürlich auch sagen kann ja gut da muss man mehr aufklären
[00:32:36] usw.,
[00:32:37] aber was macht Spanien zum Beispiel anders
[00:32:41] als
[00:32:41] Deutschland wenn es um solche Verfahren geht?
[00:32:45] Die machen richtig viel anders.
[00:32:48] Ich habe im Jahr zwanzig, dreiundzwanzig damit Erfahrung gemacht und es gab eine Situation... Da ist er ziemlich ausgerastet!
[00:33:01] Er hat diese cholerischen Ausbrüche und ich wollte... Ich hab mich versteckt in einem Raum, ich hatte einfach Angst vor ihm Und dann hat er zum Beispiel gegen die Scheibe getreten, da war dann ein Riss und dann hat der einen Stein gegen die scheibe geworfen.
[00:33:20] Ich saß dahinter und er versteht nicht warum das eine bedrohliche Situation ist.
[00:33:24] aber so eine Scheibe kann ja auch brechen und er hat dann eben auch geguckt nach größeren Steinen und so.
[00:33:32] Absoluterweise versteht er das nicht, warum das für eine bedrollige Situation ist und ich hatte einfach Angst Und hab mit einer geschrieben und gesagt, ich weiß nicht was ich tun soll.
[00:33:42] Ich sitze hier und habe Angst.
[00:33:44] Die hat mich dann irgendwie bei so ner Nummer gemeldet.
[00:33:51] Da kam dann irgendwie per SMS, da gibt es irgendwie ein Hilfesystem.
[00:33:58] Und die haben sich dann gemeldete.
[00:33:59] Dann hatte ich aber ein bisschen Angst, weil ich wollte eigentlich gar nicht... Ja, also ich hab am Anfang immer versucht so gewisse Dinge abzublocken und habe dann zurückgeschrieben.
[00:34:08] Nein nein ist alles gut!
[00:34:11] Aber es gibt zumindest so ein Hilfesystem.
[00:34:13] Und ich glaube tatsächlich auch Frauen brauchen viele Anläufe, also das heißt im Schnitt braucht eine Frau die sowas erlebt sieben Anläufen habe ich mal irgendwo gelesen bis man dann tatsächlich sagt jetzt muss sich was tun weil der Täter scheint selber nichts zu merken.
[00:34:29] Ich hab immer gedacht man kann an so etwas wie Verstand appellieren und da habt ihr einen Lange gebraucht festzustellen, dass das eben nicht der Fall ist.
[00:34:38] Aber es gibt dort ein Hilfssystem und da hätte man zum Beispiel auch zurückschreiben können ja hier gibt's eine Gefahrensituation und die haben einem direkt gespiegelt wir wären innerhalb von zwanzig Minuten da.
[00:34:51] also überhaupt das ist dann so was wie ne weiß nicht, so ein System gibt was einem hilft.
[00:34:56] oder eben im zwanzig-trauenzwanziger Vorfall kamen die sofort an und ich habe halt gesagt ne wir kommen nicht mit.
[00:35:04] Und dann haben sie irgendwie meinen Arm angeschaut, haben gesehen der ist voll mit Blutergüsten, haben gesagt nee Sie kommen mit!
[00:35:09] Wir machen hier die Ansagen da sind die Polizei und in Deutschland ist es glaube ich so.
[00:35:13] Ich hab's nicht nachgelesen aber das wurde mir berichtet dass man die wieder wegschicken kann.
[00:35:18] Und dann haben sie auch gesagt, ja wir sind hier nicht Deutschland!
[00:35:20] Sie kommen mit und das ist nämlich das womit er gerade arbeitet?
[00:35:23] Ja wir waren beide festgenommen.
[00:35:25] was er damit sagen wollte ist es war nicht freiwillig, dass wir da mitgegangen sind weil die haben halt gesehen ich war voller Blutergüsse.
[00:35:31] Dann haben sie mich in eine Notaufnahme gebracht.
[00:35:34] Ich musste mich davon der Ärztin entblößen und ihr habt halt gesehen, dass ich am ganzen Körper Prällungen und Blutergüsse habe.
[00:35:41] Daraufhin wurde ein Verfahren wegen Körperverletzung gegen ihn eingeleitet und ich wurde als Opfer- und Betroffene kategorisiert.
[00:35:50] Und er arbeitet jetzt mit, wir wurden beide festgenommen was einfach nur bedeutet Wir sind nicht freiwillig dort mitgegangen.
[00:35:56] aber Ich wurde so.
[00:35:58] nachdem man mich ausgezogen hat stand da nur noch in allen Dokumenten Siehst das Opfer sie ist die betroffende Er is der Tatverdächtige es wird ein Verfahren gegen ihn eingelitet Wegen Körper Verletzungen Super, also das System hat total gut funktioniert.
[00:36:15] Dieses Opferberatungsgespräch was ich hatte da waren ganz einfühlsame Menschen!
[00:36:19] Man fühlte sich ernst genommen.
[00:36:21] und da muss ich sagen aus der Erfahrung die mir Frauen in Deutschland schildern die sagen Ich hatte das Gefühl die nehmen mich überhaupt nicht ernst Die sagen mir Was ist das schon Gewalt gegen Frauen?
[00:36:31] Pillepalle.
[00:36:32] Und wenn so viele mit dieser Erfahrungen von der deutschen Justiz zurückkehren dann läuft ja irgendwas im System schief.
[00:36:39] Du sprichst ja auch viel mit Politikerinnen und so weiter.
[00:36:43] Wo erlebst du im Moment den größten Veränderungswillen?
[00:36:47] Und du hast von der Frau Rubik gesprochen, wo quasi es keine Symbolpolitik ist sondern das wirklich ernst gemeint ist.
[00:36:56] Leider schlafen diese Themen immer wieder ein weil ich glaube insgesamt vermutlich im Bundestag zu viele Menschen sitzen die nicht selber diese Erfahrungswerte haben.
[00:37:09] und ich glaube insofern profitieren wir auch alle von einer diversen Gesellschaft, weil jeder einfach Missstände aus seiner Perspektive einbringen kann.
[00:37:18] Und das bringt uns am Ende als Gesellschaft weiter.
[00:37:22] wenn dort eine nicht besonders heterogene Gruppe sitzt die gewisse Themen gar nicht auf dem Schirm hat, weil sie sich selbst nicht betreffen dann gibt es da eben keine Veränderungen, es sei ein Skandal.
[00:37:39] Dann geht man mal kurz raus und sagt ja finde ich auch doof so.
[00:37:42] und dann geht man wieder nach Hause und denkt ach ist mir doch egal und ich glaube deswegen ist das total wichtig dass man laut bleibt was gewisse Themen angeht denn sonst verändert sich nichts.
[00:37:55] Was mir aufgefallen ist beschäftige mich auch schon sehr lange mit dem Thema Hass im Netz nicht unbedingt aus eigener Erfahrung sondern weil ich das wirklich schrecklich finde, was für eine Verantwortung auch Plattformen nicht wahrnehmen.
[00:38:10] Siehst du da eine Chance dass wir in Deutschland und Europa aus gegen diese US-Megatec Konzerne die von Männern geführt werden überhaupt etwas tun können?
[00:38:24] Naja man könnte vielleicht eigene Gesetze schaffen und sagen wenn ihr bei uns überhaupt noch da sein wollt, dann solltet ihr euch an unsere Regeln halten.
[00:38:35] Irgendwie traut man sich das aber nicht?
[00:38:38] Ich weiß nicht warum man dann nicht sagt wir liefern jetzt eine europäische Antwort weil das was die machen finden wir irgendwie nicht so richtig gut.
[00:38:44] in meiner letzten Deep Fake Dokumentation haben wir uns ganz bewusst mal mit einem anderen Themenbereich befasst und da habe ich einen Interview geführt mit einem von Meta.
[00:38:56] Da ging es zum Beispiel um Fake Werbung.
[00:38:58] Ich glaube, es sind um die dreißig Prozent bei Facebook unter anderem Werbespots.
[00:39:08] Also zum Beispiel für Medizinprodukte, die eine Wirkung versprechen, die völliger Quatsch ist.
[00:39:14] also man hat eben nicht verifizierte Werbepartner und jeder kann da Reklame hochladen für allen möglichen Quatsch.
[00:39:25] Das habe ich total erschrocken.
[00:39:26] und warum dämmen die das nicht ein?
[00:39:29] weil sie damit Geld verdienen.
[00:39:30] und da, wo Sie feststellen oder wo eine Werbung öfter als Betrugswerbung gemeldet wird.
[00:39:36] Da sagen Sie dann nicht pass mal auf du darfst nicht mehr bei uns werden sondern für dich wird es einfach teurer.
[00:39:42] also verdient man noch mehr Geld mit Betruchswerbungen.
[00:39:45] Und da gab's so ein paar Sachen die ich auch erst im Rahmen der Recherche für die Dokumentation erfahren habe Wo ich so dachte Was ist da eigentlich los?
[00:39:55] Also können wir da nicht als Gesetzgeber sagen in unserem Land In Deutschland gibt's das nicht.
[00:40:01] Und dann könnt ihr halt bei uns, werdet ihr dann abgeschaltet wenn ihr euch nicht an gewisse Stand erzahltet?
[00:40:07] Der Anwalt Jean-Jojeun hat mir mal erzählt dass es in Skandinavien ist zum Beispiel die Regel gibt, dass Menschen ein Copyright auf ihr aussehen und ihre Stimme haben und man quasi diese Mechanik der Copyrightsverletzung was es ja sonst noch für Marken gibt auch auf die eigene Person anwenden kann letztendlich auch dann diese Technologien dafür eingesetzt werden können und ob plötzlich Geld im System ist, weil dann auch die Strafzahlung
[00:40:33] hoch sind.
[00:40:34] Ja also da muss man sagen zum Glück... passiert das mittlerweile.
[00:40:40] Das haben wir gemerkt, als wir ein Deepfake von mir kreieren wollten und deshalb so ist es selbst wenn ich live vor der Kamera sitze also nicht mal ein Foto hochlade dann heißt es sie haben einen hier verbotenes Gesicht.
[00:40:53] Also er kennt mich.
[00:40:54] Aber das bin doch
[00:40:55] ich!
[00:40:56] Es hat funktioniert zumindest und das ist ja schonmal gut dass ich nicht mal wenn ich ihn echt vor der Kamerasitze mit mir aktuell ein DeepFake erstellen kann.
[00:41:08] Aber andere haben es dann wieder gemacht.
[00:41:09] Es war tatsächlich nur bei ein paar Apps, da war ich ein verbotenes Gesicht und bei anderen ging's dann wieder.
[00:41:16] Was kann man denn als Kollegin, als Freund die sich solidarisch zeigen will tun ohne das Problem selbst direkt lösen zu können?
[00:41:29] Ich glaube ehrlich gesagt dass wir alle nochmal ein bisschen Rapaz machen müssen von dem, was man so mitbekommt.
[00:41:36] im politischen Berlin ist für die jetzt Frauengedöns oder generell sich mit marginalisierten Gruppen auseinanderzusetzen wieder ein bisschen so ein Pillepalle-Thema geworden.
[00:41:47] Und ich glaube es wäre ganz gut wenn man da vielleicht einfach nochmal so ein bisschen laut wird gemeinsam und sagt hey hallo wir hätten gerne eine gerechtere Gesellschaft.
[00:41:57] könnt ihr jetzt mal – und das Problem Was ich daran nicht verstehe ist, die müssen sich ja auch gewisse Arbeit gar nicht machen.
[00:42:06] Weil gewissearbeit schon gemacht wurde.
[00:42:08] also es haben sicher in jedem Bereich Juristen und Juristinnen, die sich damit auskennen, damit auseinandergesetzt und gesagt, weil wenn ihr ein Paragraf das und das hinzufügen würdet wie auch immer dann wäre Freundesproblem gelöst.
[00:42:23] Das heißt sie müssten einfach nur zuhören und sagen interessant denken wir mal drüber nach.
[00:42:28] so die nehmen solche Themen aber einfach nicht ernst.
[00:42:32] Und das finde ich schade.
[00:42:34] und gerade im Bereich Gewalt gegen Frauen muss man einfach sagen, wenn sie ihren eigenen Zahlen glauben und ihre eigenen Zahlen sagen dass es ein Dunkelfeld gibt von ninety fünf bis siebenundneinzig Prozent so da muss man doch sagen ist eine große Zahl könnte man mal hinschauen.
[00:42:52] und ich glaube wir müssen einfach Mal wieder auf die Straße gehen und weiterhin laut sein
[00:43:00] Als du mit dem Erlebnis an die Öffentlichkeit gegangen bist und das siehst du, Collin kommt in diesen Podcast rein.
[00:43:07] War wirklich intuitiv.
[00:43:09] meine erste Frage Wie macht man weiter nach der Katastrophe?
[00:43:16] Ich wollte jetzt gerne eigentlich mir frei nehmen danach Und arbeite jetzt noch fünf Tage.
[00:43:24] ich hatte es aber schon mehrfach vor und dann wollte ich erstmal einfach ein bisschen heimwerkern und sonst nichts mehr machen.
[00:43:34] Und dann kommt aber immer wieder so eine unverschämte Pressemitteilung, und haut irgendwelche absoluten Falschmeldungen, Unverschämtheiten etc.
[00:43:44] raus und dann habe ich irgendwie das Gefühl, ich muss wieder reagieren, aber ich würde mich eigentlich freuen mal so ein bisschen Privatkram machen zu können.
[00:43:54] Gibt es einen Thema in diesem gesamten Komplex?
[00:43:59] digitale Gewalt, die Zeit danach nach der Anzeige und so weiter, psychische Belastung.
[00:44:05] Über das immer noch zu wenig gesprochen wird?
[00:44:10] Ich glaube oder beziehungsweise ich habe auch versucht das Ganze in einem gewissen Bereich zu halten.
[00:44:21] also vielleicht nimmt man das auch wahr wenn man sich anschaut wo ich war gerade am Anfang.
[00:44:31] Der Spiegel hat die Geschichte veröffentlicht.
[00:44:34] Danach habe ich mit der Tagesschau gesprochen, war bei Karen Mioska und ich finde es total wichtig.
[00:44:41] dass es eben nicht darum geht so einen gewissen Boulevard durchzustillen sondern auf diesen politischen Missstand hinzuweisen finde ich wichtig.
[00:44:52] Und da gehört dieses Thema hin.
[00:44:54] und ich meine das Tollste wäre, wenn wir die Arbeit gar nicht mehr bräuchten, wenn einfach sich auf der politischen Ebene was ändert und man die Regeln so verändert dass wir gar nicht darüber reden müssen.
[00:45:08] Wegen mir doch meinen Blick nach vorne, so hoffnungsvoll es geht unter der Kategorie Glashalb voll.
[00:45:13] Viele Aktivistinnen kennen ein wiederkehrendes Gefühl von Ohnmacht, von Burnout.
[00:45:19] Von denen Sie selber oft betroffen sind vor allem wenn sie sich für etwas engagieren das von dem sie selbst betroffen ist.
[00:45:26] Ich mache jetzt mal einen Unterschied zum Thema Klimaschutz.
[00:45:29] da sind wir irgendwie alle betroffen aber man kann auch leicht auf Feierabend machen.
[00:45:34] Was hat dir in den vergangenen Monaten Hoffnung gegeben?
[00:45:39] Tatsächlich habe ich das aber selber dann auch festgestellt, dass es für mich leichter war für ein Thema zu kämpfen.
[00:45:45] Was ja im Ende hatte schon mit mir zu tun, aber die privaten Geschichten lagen nicht so da beziehungsweise der Grund warum man für gewisse Dinge kämpft und gegen gewisse.
[00:46:00] Und da hab ich so gemerkt, auch wenn man dann in eine Talkshow geht und man weiß.
[00:46:04] Man bringt ein unpopuläres Thema mit und er wird am Ende ne Befragung gemacht sind sie ihrer Meinung oder nicht?
[00:46:10] Da ist mir schon völlig klar dass die meisten nicht meiner Meinung sind aber das ist dann okay.
[00:46:13] Dann kann ich abschließend gehen nach Hause.
[00:46:15] Tatsächlich is es härter wenn's um einen selbst geht Wenn das Leid was man erfahren hat nicht ernst genommen wird... ...und das ist echt sehr viel belastender.
[00:46:28] Und ich glaube, dadurch brauchen wir manchmal auch so Rückzug und rumliegen und einfach mal ein paar Tage heulen.
[00:46:36] Dann freue ich mich aber wenn der Kampfesgeist wieder kommt, weil das sind die schlimmsten Tage, wenn man einfach nur da liegt und verzweifelt ist.
[00:46:46] Ich freue mich dann, wenn nichts wieder packe rauszugehen und zu kämpfen, Das ist ja ein Prozess und ich habe ja viel erlebt auch so.
[00:46:59] Es gab schon viele Zeiten, wo ich einfach nur völlig gelehmt da lag und einfach nur noch geheult habe.
[00:47:06] Und für mich ist es dann auch so... Ich hab das Gefühl dass der Täter gewinnt mit seiner Strategie.
[00:47:15] Weil ich das schon so viel erlebt habe, dass sich dann irgendwelche Drehs absage weil ich einfach darliege und nicht mehr kann und weine Und dann denke ich immer so, ich will mich nicht schon wieder kaputt machen lassen.
[00:47:30] Von wem hättest du dir gerne mehr Unterstützung gewünscht?
[00:47:42] Ich finde es toll dass jetzt auch Männer-Demos organisiert worden sind weil ich glaube wenn wir wirklich eine gleichberechtigte Gesellschaft wollen in diesem Bereich Dann funktioniert das ja nur wenn die Männer mitmachen.
[00:47:55] also generell muss ich sagen Wobei auch gar nicht unbedingt mehr Support von Männern gewünscht.
[00:48:03] Ich habe damit eigentlich gar nicht gerechnet und ich freue mich über jeden Mann, der das Thema wahrnimmt.
[00:48:10] aber ich glaube wir müssen auch so ein bisschen die älteren Herren noch mit ins Boot holen weil da geht es wie ich das somit bekomme verdammt viele die das immer noch nicht checken wo eigentlich das Problem ist.
[00:48:22] Hast du das Gefühl deiner Arbeit hat was verändert?
[00:48:26] Ähm...ich
[00:48:28] bekommen von vielen Frauen Nachrichten.
[00:48:36] durch deinen Fall habe ich den Mut gefasst, meinen Täter anzuzeigen.
[00:48:40] Und ich freue mich über jeden einzelnen Fall und dadurch hat es schon was verändert durch diese vielen kleinen Stellschrauben.
[00:48:53] Ich finde es gut dass jede... Ich freue mich wirklich über jede Einzelne die sagt mir reicht's jetzt und ich stehe auf und bin laut geht so nicht mehr.
[00:49:06] Und da wünsche ich mir aber generell auch so ein gesellschaftliches Umdenken.
[00:49:10] und das ist zum Beispiel einen wichtiger Punkt in Spanien, da hat man eben im Programm und da hat wir wirklich viel Geld auch investiert den Menschen klar gemacht alles was strafrechtlich relevant ist keine Privatangelegenheit.
[00:49:23] also wenn ich irgendwie zu Hause jemanden töte aus dem Verwandtenkreis und ich packe den in meine Tiefkühltruhe.
[00:49:32] Und dann klingelt die Polizei, kann nicht sagen Entschuldigung das ist mein Verwandter.
[00:49:36] was ich mit dem mache es meine Privatangelegenheit so.
[00:49:38] und genauso kannst du auch nicht als Mann aufmachen und sagen Das ist meine Frau und ob die da jetzt mit blauen Flecken steht das kann euch mal egal sein.
[00:49:45] Nein Es ist alles was strafrechtlich relevant ist Ist keine Privatangelegenheit Auch wenn's in den eigenen vier Bänden stattfindet
[00:49:53] selbst an wenn es andersrum wäre.
[00:49:54] und die fraude im mann
[00:49:56] Niemand sollte irgendwelchen wehen auch immer.
[00:49:59] Was
[00:49:59] ja auch gerne benutzt wird als Argument, ne?
[00:50:01] Ja aber Männer werden ja auch von ihren Frauen...
[00:50:03] Ja und das krasse ist dass Gesetze ja nicht so formuliert werden.
[00:50:08] also man stellt natürlich fest, dass es einen gewissen Anteil an Frauen gibt bei gewissen strafrechtlich relevanten Dingen.
[00:50:14] So aber da steht nichts!
[00:50:15] Also wenn ich jetzt mein Mann gegen die Wand schlage und der hat eine Million blaue Flecke dann sagen sie nicht achso Frauen dürfen das!
[00:50:22] Also gute Nachricht für alle gesetzes sind so formulierte dass es für alle gilt, egal welches Geschlechtopfer oder Täter haben.
[00:50:29] Dein Wort in Gottes Ohren.
[00:50:31] Letzte Frage.
[00:50:32] Gibt es Menschen die dich gerade inspirieren und warum?
[00:50:40] Tatsächlich diese vielen Frauen, die mir schreiben weil sie mir auch den... das ist glaube ich so eine wechselseitige Sache.
[00:50:47] also Sie geben ja auch den Mut und die Kraft weiter zu machen und deswegen versuche ich auch möglichst viel zu antworten.
[00:50:54] Ich glaube, das ist irgendwie so ein Kreis und am Ende müssen wir uns alle gegenseitig stützen.
[00:50:59] Würdest du eine Organisation oder ein Thema Literatur empfehlen die man sich vielleicht nochmal genauer anschauen sollte?
[00:51:06] Ähm ich finde U-Port ganz toll!
[00:51:08] Die haben nämlich so eine Hilfs-Hotline... Also gerade viele Jugendliche haben mit Sex-Torschen zu tun, die werden entweder mit echten oder mit gediebfägten Nacktbildern erpresst und das ist super weit verbreitet.
[00:51:25] Und viele Jugendlichen trauen sich natürlich nicht mit den Eltern darüber zu reden andere Jugendliche aus.
[00:51:31] Das heißt, die haben dann eine gewisse psychologische Basis, ein gewisses juristisches Wissen über das Thema und du kannst dich beraten lassen von jemandem der gleich alt ist und immer nach dem gleichen Ansprechpartner verlangen.
[00:51:43] Das kostet auch nichts!
[00:51:45] Und das finde ich eine mega gute Idee dass man dann irgendwie mit dreizehn sagt Ich muss nicht mit einem Erwachsenen darüber reden sondern ich kann mit einem anderen dreizehnjährigen Mädchen darüber sprechen.
[00:51:53] Das find' ich so ne tolle Idee.
[00:51:54] also U-Port mit Doppelu machen da richtig gute Arbeit.
[00:52:01] Liebe Kolleginnen, die Zeit rast mal wieder.
[00:52:03] Ich bin sehr froh, dass du da warst und mich sehr gefreut.
[00:52:07] Danke für deine Zeit!
[00:52:08] Danke für die Einladung!
[00:52:13] Danke fürs Mitfahren!
[00:52:15] Wenn ihr mögt und euch diese Folge Spaß gemacht hat, bewert diese Folge bei Apple Podcast, Spotify oder wo auch immer ihr zu hört.
[00:52:24] Alle Links zur Folge sowie die Menschen, die mich bei diesem Podcast unterstützen findet ihr in den Show Notes.
[00:52:31] Schaut da gerne mal rein.
[00:52:34] Wenn ihr meine Arbeit unterstützen möchtet, würde ich mich freuen euch bei Steady zu begrüßen.
[00:52:40] Mit einer Steady-Mitgliedschaft bekommt ihr exklusive Updates von mir und die Gelegenheit mich zweimal im Jahr persönlich zu treffen.
[00:52:49] Im Aufzug ist eine Produktion von Schönelein Media.
[00:52:53] Ich freue mich auf das nächste Mal hier im Aufzug.
[00:53:01] Diese Folge wurde depräsentiert von Schindler.
[00:53:03] Am Anfang der Folge haben wir uns gefragt wie Haustiere ein Aufzugfahrt erleben.
[00:53:07] Für viele Hunde und Katzen ist sie zunächst ungewohnt.
[00:53:10] Sie betreten einen kleinen Raum, die Türen schließen sich und kurz darauf befinden sie sich an einem ganz anderen Ort.
[00:53:16] Weil sie diese Bewegung nicht richtig einordnen können reagieren manche Tiere anfangs vorsichtig.
[00:53:22] Mit etwas Geduld wird die Aufzugfahrt für die meisten aber schnell zur Routine.
[00:53:26] Wir bei Schindler entwickeln Aufzüge in denen sich alle Fahrgäste wohlfühlen auf zwei oder vier Beinen.
[00:53:32] Willst du mit uns die Mobilität von morgen gestalten?
[00:53:35] unter schindler.de slash Karriere findest Du viele Möglichkeiten, um bei uns einzusteigen!</pre>
</div></div></div>
</div></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://steadyhq.com/de/krauthausen/about" class="ek-link">Dieser Podcast ist nur möglich durch die Unterstützung meiner Steady-Mitglieder</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine gekürzte 30-Minuten Version des Podcasts kannst Du Dir auch bei YouTube ansehen:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="IM AUFZUG mit Raúl Krauthausen &amp; Collien Monica Fernandes | Deepfakes, Fake-Profile &amp; Gewalt im Netz" width="900" height="506" src="https://www.youtube.com/embed/o7Ql-HwJIqY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Folge wurde dir präsentiert von Schindler Aufzüge. Willst du noch mehr über Aufzüge erfahren und vielleicht mit uns ganz nach oben fahren, dann steig gern ein. Unter <a href="https://www.schindler.de/de/karriere.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schindler.de/karriere</a> findest du viele Möglichkeiten für Einsteiger und Senkrechtstarter.</p>


<figure class="aligncenter wp-block-post-featured-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="1350" src="https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/10/colline.jpeg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" style="height:450px;width:350px;object-fit:fill;" /></figure>


<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-podcast-abonnieren" class="wp-block-heading">Podcast abonnieren</h2>



<div class="wp-block-wpzoom-blocks-social-icons is-style-with-canvas-round show-icon-labels-style" style="--wpz-social-icons-block-item-font-size:20px;--wpz-social-icons-block-item-padding-horizontal:6px;--wpz-social-icons-block-item-padding-vertical:6px;--wpz-social-icons-block-item-margin-horizontal:7px;--wpz-social-icons-block-item-margin-vertical:5px;--wpz-social-icons-block-item-border-radius:50px;--wpz-social-icons-block-label-font-size:16px;--wpz-social-icons-block-label-color:#2e3131;--wpz-social-icons-block-label-color-hover:#2e3131;--wpz-social-icons-alignment:flex-start"><a href="https://imaufzug.podigee.io/feed/mp3" class="social-icon-link" title="RSS" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-rss"></span><span class="icon-label">RSS</span></a><a href="https://open.spotify.com/show/0129AhRWxXuXi9LPflwltN" class="social-icon-link" title="Spotify" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-spotify"></span><span class="icon-label">Spotify</span></a><a href="https://www.deezer.com/show/3624987" class="social-icon-link" title="Deezer" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-deezer"></span><span class="icon-label">Deezer</span></a><a href="https://podcasts.apple.com/podcast/id1620854436" class="social-icon-link" title="Apple Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-apple"></span><span class="icon-label">Apple Podcasts</span></a><a href="https://https://podcasts.google.com/subscribe-by-rss-feed?feed=aHR0cHM6Ly9pbWF1Znp1Zy5wb2RpZ2VlLmlvL2ZlZWQvbXAz" class="social-icon-link" title="Google Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-google-podcasts"></span><span class="icon-label">Google Podcasts</span></a></div>
</div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-hier-findest-du-mehr-uber-mich" class="wp-block-heading">Hier findest du mehr über mich:</h2>



<ul class="wp-block-social-links has-visible-labels has-icon-color is-style-logos-only is-layout-flex wp-block-social-links-is-layout-flex"><li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-chain has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://raul.de" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M15.6,7.2H14v1.5h1.6c2,0,3.7,1.7,3.7,3.7s-1.7,3.7-3.7,3.7H14v1.5h1.6c2.8,0,5.2-2.3,5.2-5.2,0-2.9-2.3-5.2-5.2-5.2zM4.7,12.4c0-2,1.7-3.7,3.7-3.7H10V7.2H8.4c-2.9,0-5.2,2.3-5.2,5.2,0,2.9,2.3,5.2,5.2,5.2H10v-1.5H8.4c-2,0-3.7-1.7-3.7-3.7zm4.6.9h5.3v-1.5H9.3v1.5z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Webseite</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-instagram has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.instagram.com/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M12,4.622c2.403,0,2.688,0.009,3.637,0.052c0.877,0.04,1.354,0.187,1.671,0.31c0.42,0.163,0.72,0.358,1.035,0.673 c0.315,0.315,0.51,0.615,0.673,1.035c0.123,0.317,0.27,0.794,0.31,1.671c0.043,0.949,0.052,1.234,0.052,3.637 s-0.009,2.688-0.052,3.637c-0.04,0.877-0.187,1.354-0.31,1.671c-0.163,0.42-0.358,0.72-0.673,1.035 c-0.315,0.315-0.615,0.51-1.035,0.673c-0.317,0.123-0.794,0.27-1.671,0.31c-0.949,0.043-1.233,0.052-3.637,0.052 s-2.688-0.009-3.637-0.052c-0.877-0.04-1.354-0.187-1.671-0.31c-0.42-0.163-0.72-0.358-1.035-0.673 c-0.315-0.315-0.51-0.615-0.673-1.035c-0.123-0.317-0.27-0.794-0.31-1.671C4.631,14.688,4.622,14.403,4.622,12 s0.009-2.688,0.052-3.637c0.04-0.877,0.187-1.354,0.31-1.671c0.163-0.42,0.358-0.72,0.673-1.035 c0.315-0.315,0.615-0.51,1.035-0.673c0.317-0.123,0.794-0.27,1.671-0.31C9.312,4.631,9.597,4.622,12,4.622 M12,3 C9.556,3,9.249,3.01,8.289,3.054C7.331,3.098,6.677,3.25,6.105,3.472C5.513,3.702,5.011,4.01,4.511,4.511 c-0.5,0.5-0.808,1.002-1.038,1.594C3.25,6.677,3.098,7.331,3.054,8.289C3.01,9.249,3,9.556,3,12c0,2.444,0.01,2.751,0.054,3.711 c0.044,0.958,0.196,1.612,0.418,2.185c0.23,0.592,0.538,1.094,1.038,1.594c0.5,0.5,1.002,0.808,1.594,1.038 c0.572,0.222,1.227,0.375,2.185,0.418C9.249,20.99,9.556,21,12,21s2.751-0.01,3.711-0.054c0.958-0.044,1.612-0.196,2.185-0.418 c0.592-0.23,1.094-0.538,1.594-1.038c0.5-0.5,0.808-1.002,1.038-1.594c0.222-0.572,0.375-1.227,0.418-2.185 C20.99,14.751,21,14.444,21,12s-0.01-2.751-0.054-3.711c-0.044-0.958-0.196-1.612-0.418-2.185c-0.23-0.592-0.538-1.094-1.038-1.594 c-0.5-0.5-1.002-0.808-1.594-1.038c-0.572-0.222-1.227-0.375-2.185-0.418C14.751,3.01,14.444,3,12,3L12,3z M12,7.378 c-2.552,0-4.622,2.069-4.622,4.622S9.448,16.622,12,16.622s4.622-2.069,4.622-4.622S14.552,7.378,12,7.378z M12,15 c-1.657,0-3-1.343-3-3s1.343-3,3-3s3,1.343,3,3S13.657,15,12,15z M16.804,6.116c-0.596,0-1.08,0.484-1.08,1.08 s0.484,1.08,1.08,1.08c0.596,0,1.08-0.484,1.08-1.08S17.401,6.116,16.804,6.116z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Instagram</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-twitter has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://twitter.com/raulde" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M22.23,5.924c-0.736,0.326-1.527,0.547-2.357,0.646c0.847-0.508,1.498-1.312,1.804-2.27 c-0.793,0.47-1.671,0.812-2.606,0.996C18.324,4.498,17.257,4,16.077,4c-2.266,0-4.103,1.837-4.103,4.103 c0,0.322,0.036,0.635,0.106,0.935C8.67,8.867,5.647,7.234,3.623,4.751C3.27,5.357,3.067,6.062,3.067,6.814 c0,1.424,0.724,2.679,1.825,3.415c-0.673-0.021-1.305-0.206-1.859-0.513c0,0.017,0,0.034,0,0.052c0,1.988,1.414,3.647,3.292,4.023 c-0.344,0.094-0.707,0.144-1.081,0.144c-0.264,0-0.521-0.026-0.772-0.074c0.522,1.63,2.038,2.816,3.833,2.85 c-1.404,1.1-3.174,1.756-5.096,1.756c-0.331,0-0.658-0.019-0.979-0.057c1.816,1.164,3.973,1.843,6.29,1.843 c7.547,0,11.675-6.252,11.675-11.675c0-0.178-0.004-0.355-0.012-0.531C20.985,7.47,21.68,6.747,22.23,5.924z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Twitter</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-linkedin has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.linkedin.com/in/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M19.7,3H4.3C3.582,3,3,3.582,3,4.3v15.4C3,20.418,3.582,21,4.3,21h15.4c0.718,0,1.3-0.582,1.3-1.3V4.3 C21,3.582,20.418,3,19.7,3z M8.339,18.338H5.667v-8.59h2.672V18.338z M7.004,8.574c-0.857,0-1.549-0.694-1.549-1.548 c0-0.855,0.691-1.548,1.549-1.548c0.854,0,1.547,0.694,1.547,1.548C8.551,7.881,7.858,8.574,7.004,8.574z M18.339,18.338h-2.669 v-4.177c0-0.996-0.017-2.278-1.387-2.278c-1.389,0-1.601,1.086-1.601,2.206v4.249h-2.667v-8.59h2.559v1.174h0.037 c0.356-0.675,1.227-1.387,2.526-1.387c2.703,0,3.203,1.779,3.203,4.092V18.338z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">LinkedIn</span></a></li></ul>



<h2 id="h-so-kannst-du-meine-arbeit-unterstutzen" class="wp-block-heading">So kannst du meine Arbeit unterstützen!</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://im-aufzug.de/unterstuetzen/">Unterstütz mich</a></div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Podcast ist eine Produktion von <a href="https://www.schonlein.media" class="ek-link">Schønlein Media</a>.<br>Produktion: Fabian Gieske, Judith Stiegler-Trost<br>Schnitt und Post-Produktion: Hanne Pasdzior<br><br>Coverart: Amadeus Fronk</p>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-collien-monica-fernandes/">Im Aufzug mit Collien Monica Fernandes</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-collien-monica-fernandes/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Aufzug mit Sabine Vitua</title>
		<link>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-sabine-vitua/</link>
					<comments>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-sabine-vitua/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian Gieske]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Podcast-Folge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://im-aufzug.de/?p=3876</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie viel von einem Menschen bleibt, wenn alle nur noch eine Rolle in ihm sehen? Sabine Vitua ist Schauspielerin, vielen bekannt als Regine Holl aus „Pastewka&#8220;, die nur einen Bruchteil ihrer vier Jahrzehnte auf Bühne und Kamera zeigt. Vom Schauspielhaus Zürich bis zur Telenovela „Rote Rosen&#8220; hat sie sich ein ganzes Schauspielerinnenleben erarbeitet. Wir sprechen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-sabine-vitua/">Im Aufzug mit Sabine Vitua</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-uagb-info-box uagb-block-63ad1649 uagb-infobox__content-wrap  uagb-infobox-icon-left uagb-infobox-left uagb-infobox-stacked-tablet uagb-infobox-image-valign-middle"><div class="uagb-ifb-icon-wrap"><svg xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><path d="M96 96C42.98 96 0 138.1 0 192s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192C192 138.1 149 96 96 96zM448 192c0-53.02-42.98-96-96-96s-96 42.98-96 96s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192z"></path></svg></div><div class="uagb-ifb-content"><div class="uagb-ifb-title-wrap"></div><p class="uagb-ifb-desc"><strong>Kann man ein Leben nicht nur verdichten, sondern sogar vervielfältigen?</strong></p></div></div>



<script class="podigee-podcast-player" src="https://player.podigee-cdn.net/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://podcast2ba52c.podigee.io/116-neue-episode/embed?context=external&#038;token=hhlyDb5IPiYC-sMOpVF5wg"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Wie viel von einem Menschen bleibt, wenn alle nur noch eine Rolle in ihm sehen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sabine Vitua ist Schauspielerin, vielen bekannt als Regine Holl aus „Pastewka&#8220;, die nur einen Bruchteil ihrer vier Jahrzehnte auf Bühne und Kamera zeigt. Vom Schauspielhaus Zürich bis zur Telenovela „Rote Rosen&#8220; hat sie sich ein ganzes Schauspielerinnenleben erarbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sprechen über ihren Weg: von den klammen Anfangsjahren in Zürich bis zur Frage, ob eine ikonische Rolle zum Avatar wird, der einen verfolgt. Sabine erzählt, wie Awareness-Teams und MeToo die Dreharbeiten verändert haben, und wie unfair die Branche mit alternden Schauspielerinnen umgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz persönlich wird es bei ihrer Kindheit: aufgewachsen bei einer Mutter, die ein Kinderheim leitete. Sabine erzählt, wie sie ihre Mutter durch eine schwere Alzheimer-Erkrankung begleitet hat und warum sie seit 2023 Botschafterin der DZNE-Stiftung ist. Dazwischen: ihr eigener Aufzugmoment – 13 Stockwerke Angst in einem hässlichen Kreuzberger Hochhaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Frau, die gelernt hat, dass man ein Leben nicht nur verdichten, sondern auch vervielfältigen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufzugtür auf für Sabine Vitua!</p>



<div class="wp-block-kadence-accordion alignnone"><div class="kt-accordion-wrap kt-accordion-id3876_8b1436-6c kt-accordion-has-11-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right" style="max-width:none"><div class="kt-accordion-inner-wrap" data-allow-multiple-open="false" data-start-open="none">
<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-10 kt-pane3876_a6322e-4a"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show" type="button"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">Transkript</span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<pre class="wp-block-preformatted">[00:00:04] Eine spannende Aufzugfahrt mit Raul wartet auf dich.
[00:00:06] Aber hast du dich schon mal gefragt, welche Hollywood-Star in unzähligen Filmen auftaucht ohne jemals im Abspann genannt zu werden?
[00:00:13] Wir bei Schindler schauen bei Filmszenen mit Aufzügen natürlich immer ganz genau hin.
[00:00:17] Welcher Star gemeint ist, hörst du am Ende dieser Folge!
[00:00:21] Jetzt viel Spaß mit Im Aufzug Wünscht.
[00:00:23] Schindl Saminemitur ist Schauspielerin, vielen bekannt als Regine Heul aus Pastefka die nur einen Bruchteil ihrer vier Jahrzehnte auf Bühne und Kamera zahlt.
[00:00:42] Vom Schauspiel aus Zürich bis zur Telenovela Rote Rosen hat sie sich ein ganzes Schausspielerinnenleben erarbeitet.
[00:00:50] Wir sprechen über ihren Weg von den klammen Anfangsjahren in Zürch bis zu Frage ob eine ikonische Rolle zum Arbata wird der einen verfolgt.
[00:01:00] Sabine erzählt, wie Awareness-Teams und MeToo die Dreharbeiten verändert haben.
[00:01:05] Wie sie ihre Mutter durch eine schwere Eifsheinerkrankung begleitet hat.
[00:01:09] Und warum sie seit Jahrzehntelndzwanzig Botschafterinnen der DZNE-Stiftung ist.
[00:01:15] Eine Frau, die gelernt hat dass man ein Leben nicht nur verdichten sondern auch verfehlfähigen kann.
[00:01:21] Aufzugtier auf für Sabine Vitua.
[00:01:28] Die Tür geht auf und wer kommt rein?
[00:01:30] Ich freu mich wirklich sehr.
[00:01:31] herzlich willkommen als mein heutige Gästin.
[00:01:34] Sabine Vitua, schön, dass du da bist.
[00:01:36] Guten Tag, lieber Raul!
[00:01:37] Ich freue mich auch sehr.
[00:01:39] Ich frage all meine Gästinnen immer dieselbe Frage am Anfang.
[00:01:43] Wir sind ja hier im Aufzug.
[00:01:45] Hattest du schon mal einen denkwürdigen Moment in einem Aufzug?
[00:01:50] Also ich habe in einem wirklich extrem hässlichen Haus gewohnt in Berlin-Kreuzberg Mitte gegenüber der SPD Zentrale und das unterwohnte Ich weiß es nicht.
[00:02:04] Es war, glaube ich der dreizehnte Stock ganz oben.
[00:02:06] also wenn man oben war was schön.
[00:02:08] aber bis mein oben war und das war sozusagen vor allem so olfaktorisch ein riesen Abenteuer.
[00:02:14] Das heißt ich habe versucht gutes Atemtraining unten einzusteigen einmal kurz vorher tief Luft zu hören zu holen dann nicht mehr zu atmen und auch mich nicht großartig umzugucken.
[00:02:27] Also dieser Moment wo man sich tausend Nasen wünscht oder?
[00:02:33] Ja, also es ist ein furchtbarer Moment.
[00:02:37] Also das war wirklich scheißlich und ich hatte immer das Gefühl... Das war ganz gut wenn Besuch da war weil die konnten eigentlich nicht gehen, weil sie genauso wie ich Angst vor diesem Fahrstuhl hatten.
[00:02:47] Wir hatten alle Angst vor diesen Fahrstunden!
[00:02:50] Und bist du auch schon mal in den Dreltschen Stockwerke gelaufen?
[00:02:53] Ja,
[00:02:53] das bin ich aber nicht allzu oft.
[00:02:55] Es ist schon ganz schön anstrengend, weil ich muss sagen auch diese Treppenhauspaar Auch nicht gerade wunderschön.
[00:03:02] Das ist lange her, ich ... Aber ich war da bestimmt zwei Jahre.
[00:03:09] Damals als man noch öfter die Wohnung wechseln konnte?
[00:03:12] Genau so was ja, das war, als ich wieder zurückgekommen bin nach Berlin und dann bin ich vierneinzig wieder gekommen.
[00:03:20] Wo warst du?
[00:03:21] Ich war in Zürich.
[00:03:23] Wow!
[00:03:26] Ja, ich fände es gar nicht so wow Als ich fertig war mit der Schauspielschule bin ich nach Zürich an den Schauspeher ausgegangen und da war ich vier Jahre.
[00:03:36] Und warum war das nicht so?
[00:03:37] well?
[00:03:38] Man sagt doch, Schauspräger als Zürig ist eine Nummer!
[00:03:40] Ja also aber dieses Zürisch wenn man auch so Berlin gewohnt war und August neunundachtzig dahin gegangen Und ich war das oder wir waren das ja gewöhnt, dass man irgendwie nach zwei Mann Hunger hat.
[00:03:55] Geht meine Mini-Pizza essen für einst Fünfzig und dann hatte jetzt als ich war Anfänger an Ich habe auch nicht viel Geld verdient.
[00:04:01] Das heißt, ich musste mich eigentlich auch nach der Vorstellung konnte ich auch nur was trinken.
[00:04:07] Ich hab mich natürlich immer fürs Trinken entschieden und nicht fürs Essen.
[00:04:10] Und habe dann von den Menschen, die gegessen haben, den Brotkopf genommen.
[00:04:14] Also alles ein bisschen erbärmlich finde ich.
[00:04:15] also man konnte sich nichts leisten und die haben auch Döner gehabt und der kostete fünf Franken in Zürich einen Dönen.
[00:04:26] Man hatte keine Ausweichstellen.
[00:04:28] das ist dann etwas besser geworden.
[00:04:30] Auch die wurden ein bisschen sozialer.
[00:04:34] Wie ist es eigentlich wenn man am Theater arbeitet?
[00:04:39] wird man dann so nach Tarif bezahlt oder ist es auch je nachdem, wie bekannt oder erfahren oder neu man ist?
[00:04:46] Also als Anfänger bist du einfach ein Anfenger und da bist du sehr schlecht bezahlt.
[00:04:50] Und in Zürich bist du fantastisch bezahlt muss ich sagen weil Du auch ganz wenig Steuern zahlst.
[00:04:56] aber Du lebst in einer Stadt wo Du auch für einen Zimmer eben dann tausend Franken.
[00:05:01] damals waren so ungefähr gleich Demag und Franken also da blieb nichts übrig.
[00:05:06] Also, ich war froh.
[00:05:07] Man konnte unglaublich gute so Nebenjobs machen die so wahnsinnig gut bezahlt waren.
[00:05:12] also ein bisschen sprechen und etwas lesen da was wurde hier irgendwie einen Fuffi für gekriegt hast kriegtest du da auf einmal acht hundert Franken und so?
[00:05:23] Und Du hattest nicht so viel Konkurrenz wie ich hier in Berlin.
[00:05:26] Das war damit konnte man sich ganz gut aufbessern.
[00:05:30] aber eigentlich hatte ich das gefühlt Ich habe genauso bisschen ärmlich gelebt wie als arbeitsloser Schauspielerin in Berlin.
[00:05:41] Was ich lange gar nicht wusste, es gibt von der Arbeitsagentur tatsächlich auch so eine Künstlerinnen-Vermittlungskartei oder so, wenn das richtig versteht weil man ja als Schauspielerin oft nur kurzfristige Anstellungen hat, keine Ahnung einen Dreh lang und danach quasi wieder dem Arbeitsmarkt da zur Verfügung steht und dass gerade Menschen, die noch nicht so bekannt sind dann sich immer an- und abmelden quasi.
[00:06:09] Ja
[00:06:09] das mache ich tatsächlich bis heute aber es ist einfach schrecklich!
[00:06:16] Ich bin nur tatsächlich nach Zürich natürlich in das System gekommen und dann habe ich ja auch ein Jahr eine Telenovela in Lüneburg gemacht und danach kam ich auch mal ins System.
[00:06:30] sozusagen ist das Problem, dass wir auch wenn wir einer auf Drohne nach der anderen stemmen.
[00:06:38] Wir kommen nicht auf diese... ich weiß gar nicht wie es sind, dreihundertfünfundsechzig Tage in drei Jahren weil die Arbeitgeber uns übers Wochenende abmelden so ungefähr.
[00:06:49] also wir sind nie längerfristig engagiert.
[00:06:53] und dann gibt es eine Kurzzeit, da habe ich mich sehr gefreut weil ich wusste, da komme ich jetzt rein, weil ich so viel gearbeitet hatte ist natürlich auch wieder April-April.
[00:07:04] Dafür musst du nur ganz wenig verdient haben, aber ich kann natürlich nur... Ganz viel verdienen um da über Brein zu kommen!
[00:07:13] Also es wäre ja nur ein Monat gewesen.
[00:07:15] also naja so... Es bleibt ein Kreuz mit uns.
[00:07:20] Ich weiß meine Kollegen in Frankreich die sind da, also ich weiß nicht ob das immer noch so ist, die sind sehr viel besser aufgestellt.
[00:07:28] Die haben da sehr viel mehr Unterstützung zwischen ihren Projekten.
[00:07:33] Wir haben eine Sache gemeinsam.
[00:07:35] Wir haben beide an der Universität der Künste studiert, aber was ganz anderes als ich... Das
[00:07:42] nehme ich an, aber auch wahrscheinlich sehr viel früher!
[00:07:45] Genau und du hast an der Hochschule der Künstler
[00:07:47] studiert?
[00:07:48] Bei mir war es noch Hochschulleher.
[00:07:50] Ich habe angefangen also gerade die Universität des Künstlers.
[00:07:53] Und wann war das?
[00:07:55] zweitausend.
[00:07:57] Oh Gott, jetzt muss ich kurz nachdenken.
[00:07:59] zwei
[00:08:01] Ach, so spät sind die.
[00:08:02] Und was hast du studiert?
[00:08:04] Ich habe Gesellschaft und Wirtschaftskommunikation studiert.
[00:08:07] Und wo habt ihr gesessen?
[00:08:08] in welchem Stadtteil?
[00:08:10] Amierendorfplatz.
[00:08:12] Ah okay!
[00:08:13] Genau, die wird wahrscheinlich da am Guder an das Wetter.
[00:08:18] Wir waren tatsächlich in der Hartenbergstraße, da haben wir unsere Unterrichtige gehabt.
[00:08:23] Aber wir sind sehr viel gereist sozusagen weil wir hatten dann unser Aikido-Unterricht war dann wieder ein Kreuzberg.
[00:08:29] also ich kann mich erinnern oder die erste Semester war komplett in Friedenau.
[00:08:34] Dann haben sie sehr tolle Räume sich angeschafft am Kuhdamm tatsächlich In der Jahren Friedrichstraße wo man auch jederzeit reinkonnte.
[00:08:44] das war ganz toll.
[00:08:45] und Aber eigentlich waren wir nur unterwegs vom Zoner Kreuzberg nach, ich weiß nicht wohin noch.
[00:08:51] Ich kann mich an Haufen von Maßregel erinnern und Snickers, die ihr gekauft haben um uns irgendwie zu ernähren, um dann irgendwie von A nach B zu kommen.
[00:09:01] Weil da es war eine Hochschule und hatte eben das System dass man nur drei Monate glaube ich letztendlich studiert hatten, da hat man ja wieder so endlos frei.
[00:09:10] oder haben sie den ganzen Unterricht einfach zusammengestopft.
[00:09:14] Abends sind wir natürlich immer noch ins Theater gegangen und dann, na ja, dann sind die anderen natürlich in den Dschungel spaziert.
[00:09:22] Und irgendwie mussten wir morgens zwar im Atemunterricht schon um neun Uhr... Ich hatte Kohleofen also das ging regelmäßig aus, es hatte gar nicht... Also kam es jetzt zwischendurch nicht nach Hause.
[00:09:36] Und was hast du aus dieser Studienzeit mitgenommen fürs Leben?
[00:09:42] Meine Freundinnen, das trögerische Gefühl was heute nicht mehr gilt.
[00:09:49] Damals war das gut vielleicht auch wenn man jung war aber Berlin war eine Stadt da wo es... Das war okay weil man kein Geld hatte und man kam schon irgendwie durch.
[00:09:58] Wenn ich mal ein Zaherer hatte dann wurde schick essen gegangen in der Osteria Nr.
[00:10:02] Uno die sie auch immer noch gibt.
[00:10:04] ja die Plätze die liebe ich immer noch.
[00:10:08] Und so vom Studium her?
[00:10:12] Das stimmt, ja.
[00:10:13] Da war ja was vom Studium eher meine große Verehrung damals für die Schaubühne und ich hatte auch das Privileg bei Kleberunterricht zu haben, was mir sehr lange eine sehr denkwürdige Sprichweise abverlangt hat.
[00:10:35] Und ich sah mich eigentlich als große Heroin deutschen Theater und deutschsprachigen Theater.
[00:10:43] Und ich bin aber eher zur Komödie gewandert zu meinem Entsetzen erst mal.
[00:10:48] Und machst du lieber Theater oder Film?
[00:10:51] Inzwischen Film, muss ich sagen.
[00:10:53] jetzt bin ich auch ganz schön.
[00:10:54] Ich habe vor zwei Jahren also ich komme ja jetzt in ein normales Theater sozusagen gar nicht mehr rein.
[00:11:00] Also ich kann so Boulevard-Sachen machen.
[00:11:03] Also wo man dann die Fernsehschauspieler engagiert weil sie gekannt werden Und es ist einfach eine ganz andere Technik.
[00:11:13] Also ich spreche inzwischen so schluderig, also ich hab's dann wieder irgendwie.
[00:11:19] dann auf einmal hat sich der wie man so schön sagt, der Körper erinnert das ich jetzt eigentlich kann und da hat sie mir auch große Freude gemacht.
[00:11:27] aber es ist... Es ist auch schon verdammt anstrengend!
[00:11:31] Also und dadurch dass ich Lampenfieber habe ist das für mich auch nicht schön.
[00:11:35] Das ist ein sehr anstreggender Tag.
[00:11:40] Ich könnte das auf Dauer nicht.
[00:11:42] Wir haben vorhin in der Vorbereitung über Lampenfieber gesprochen und ich habe das ja tatsächlich auch, und ich dachte immer, dass wird besser oder es geht weg.
[00:11:51] aber irgendwann hat mir ein Regisseur erzählt, dass bleibt und das geht nicht wirklich egal wie oft man auf Bühnen- oder Vorkammergast stand.
[00:12:00] Man kann es aber als Kraftquelle nutzen um konzentriert zu sein
[00:12:07] Ja, das stimmt
[00:12:08] um an den Fokus zu bleiben.
[00:12:09] Also wenn es dann weggeht, ist schön, wenn so viel Energie freigesetzt wird.
[00:12:14] Aber wenn's stecken bleibt... Es ist mir auch schon passiert, dass ich einfach in meiner Angst versunken bin.
[00:12:22] Dann wirds ganz blöd und dann sind so zwei, drei Stunden auf der Bühne für die Zuschauer und auch für mich und meine Kollegen sehr, sehr anstrengend.
[00:12:32] Das kann ich mir vorstellen!
[00:12:35] Bevor wir weiter über Schauspieler reilsprechen, was ich bei der Vorbereitung unfassbar interessant fand war wie du aufgewachsen bist.
[00:12:44] Deine Kindheit.
[00:12:47] Deiner Mutter hat irgendwie zu dir gesagt sie hätte achtzig Kinder.
[00:12:51] Ich weiß immer nicht ob sie gesagt hat ich bin hier sechsen achtzig oder siebenundachtzig.
[00:12:56] das ist das weiß ich nicht mehr.
[00:12:57] ihr sieben und achtzigstes Kind glaube ich.
[00:12:58] es war ein kinderheim mit sechsten achtzig Kindern
[00:13:02] Und du warst das leibliche Kind.
[00:13:05] Ich war das leibliche Kind und wir waren, also nicht wie ihr, sondern sie war ziemlich schnell geschieden von meinem Vater.
[00:13:11] ich sozusagen sollte mal eine ganz bürgerliche Geschichte werden Also so Vater Mutter Kind und dann auch wenn es geht noch ein paar hinterher.
[00:13:20] und dann naja Dann haben die sich getrennt als ich bin geboren in Ludwigshafen da mein Vater ist Architekt, als Ingenieur gearbeitet ist dann nach Kiel gegangen.
[00:13:33] Dort haben sie sich getrennt und ich bin bei meiner Mutter die gebürtige Berlinerin ist und dort auch ihre Eltern hatte, die sie natürlich sehr unterstützt haben, nach Berlin zurückgegangen.
[00:13:43] und damals war es ja auch in den Sechziger das war ja dann vierundsechzig.
[00:13:48] und da gab es hier noch das berühmte Das schuldig geschieden.
[00:13:51] Meine Mutter war schuldigt geschieden, weil sie einen Liebhaber hatte und das heißt, sie bekam auch keine Unterstützung Und hat dann sozusagen eine Zusatzausbildung machen können, dass sie dieses Kinderheim, ich glaube mit neunundzwanzig dieses Kinderhämen geleitet.
[00:14:08] Wow!
[00:14:09] Ja finde ich auch wow.
[00:14:11] Wirklich wow.
[00:14:15] So viel erinnert man sich in dieser Zeit nicht.
[00:14:18] Aber ich kann mich auch da erinnern, dass bevor sie in dem Kinderheim war, wohnten wir dann im Einzimmer mit so einem Waschbecken, wohnten wir in so einem Haus, Bodelschwinghaus oder so.
[00:14:32] Das war ja das Johannes-Stift.
[00:14:34] Kennst du das in Berlin?
[00:14:35] Ja!
[00:14:38] Da war sie bei, ich glaube erst mal so in der Altenpflege oder sowas.
[00:14:42] Und da waren wir unter dem Dach also so... Ich finde enorm romantisch.
[00:14:45] zwei Betten standen darin einen Waschbecken und dann hat sie... Wir hatten was?
[00:14:51] Wir hatten ein Taschentücher.
[00:14:52] Also Stofftaschentürcher!
[00:14:54] Dann hat sie mich gefragt, was möchtest du als Bild haben?
[00:14:57] Und dann hatten wir Hans im Glück dahängen.
[00:15:01] Ja und das war wahnsinnig schön weil diese ganzen Sozialarbeiter waren so toll und irgendwie waren die Jungen, die waren immer verliebt.
[00:15:13] Und eigentlich wurde auf den Treppenabsetzen immer Gitarre gespielt.
[00:15:18] Und da sie viel arbeiten musste – und glaube ich auch Nachtschicht und sowas hatte – war ich oft im Nachthemd mit dem verliebten Pärchen da und habe der Gitarrenmusik gelauscht.
[00:15:28] Also eigentlich schön!
[00:15:30] Das heißt für dich war es eine schöne Zeit?
[00:15:32] Ja, es war schön.
[00:15:35] Es war in gewisser Weise sogar sehr schön, weil das für mich war irgendwie ... aber ich glaube so irgendwas in mir war auch so... Ich war Betrachterin.
[00:15:45] Manchmal habe ich das Gefühl vielleicht war ich gar nicht dabei.
[00:15:48] Es ist ein bisschen merkwürdig, weil ich gehörte ja auch nicht so dazu und ich hatte schon sehr viel Schmerz, dass mein Vater weg war.
[00:15:57] Das hatte ich schon.
[00:16:01] Wer hat die dieses Heim dann geprägt?
[00:16:04] Na ja, also so dass ich in ganz jungen Jahren schon den kompletten Glauben an eine funktionierende Zweierbeziehung.
[00:16:15] An eine bürgerliche... Also eine Frau sein und Kinder haben und ein Beruf haben.
[00:16:21] Das war mir klar das das ein Kraftakt ist, den ich vielleicht nicht unbedingt leisten werde oder möchte
[00:16:29] Dass sie dann auch korrelierte mit der Trennung deiner Eltern?
[00:16:32] Ja, natürlich.
[00:16:34] Und dass die Kinder ... Naja... Ich bin ja sozusagen dann mit denen so mitgewachsen.
[00:16:43] Die waren bis sechs Jahre.
[00:16:44] Dann wurden die verteilt in andere Heime, die man damals noch heim für Schwererziehbaren nennen durfte und die wenigsten wurden adaptiert.
[00:16:55] Also wirklich die Wenigsten kamen mir auch aus sozial schwachen Gruppen Und also das war übrigens auch immer ein... Das war wirklich ein Riesenvergnügen.
[00:17:04] Es waren alle zwei Wochen, war ein Besuchssondag und dann kamen die und das waren ja doch meistens aus dem Milieu sozusagen.
[00:17:13] Also es waren sehr viele Prostituierte und mir ist es fast zugegangen wie Dolly Parton mit ihrem Vorbild einer Prostituten.
[00:17:21] Die sahen einfach toll aus, die Frauen!
[00:17:23] Die waren irgendwie bisschen bunter.
[00:17:28] Das fand ich schon ziemlich aufregend.
[00:17:30] Aber es war auch so, dass ... Eigentlich so tagsüber war's schön.
[00:17:39] Wir wohnten hier, also Spandauer Forst eigentlich waren wir im Wald und da gab's Wildschweine und man hat zu viel unternommen.
[00:17:49] Und abends sind die in Ihres Stockbettchen, da haben sie sich verzogen oder wurde viel geweint!
[00:17:57] Das ist ja auch krass das alles mitzuerleben ne?
[00:18:00] Ja, und das war dann zum Beispiel.
[00:18:03] Deshalb war es glaube ich so für mich ein bisschen wie Kino, weil auch da gehörte ich ja nicht richtig hin.
[00:18:09] Also für mich dankbarerweise, weil wir wohnten auch übrigens in dem Heim.
[00:18:15] Es blieb so, es waren zwei Zimmer und die Toilette war... also Badezimmer war auch noch über den Flur mit einer kleinen Küche und da hatte ich meine Mutter.
[00:18:26] Ich hatte jemanden
[00:18:28] Und wenn die Kinder bis sechs da in dem Halbem waren und dann wegzogen, bist du ja gleichzeitig älter geworden?
[00:18:34] Ja.
[00:18:35] Also ich bin dann sozusagen als ab dem Moment wo ich in der Schule war hatte ich mit denen nicht mehr so viel zu tun und da kam mir auch neue nach.
[00:18:45] Ich hatte eigentlich zwei enge Freundinnen da und die eine hatte das Down-Syndrom, die ist auch Sabine Und die durfte ganz viel bei so Skappe, also kürchlich.
[00:18:56] Die Dankfest wurde ganz groß gefeiert und irgendwie durfte sie nicht mit weil sie hätte eine eigene Betreuerin gehabt.
[00:19:03] Also da kann ich mich erinnern dass sie viel zu Hause bleiben musste aber das waren meine Freundinnen und einer die dann tatsächlich adoptiert worden ist.
[00:19:16] Ja es war ein schlimmer Abschied ihr?
[00:19:19] Das glaube ich.
[00:19:21] Wo bist du zur Schule gegangen?
[00:19:23] Im Johannes-Stift selber.
[00:19:24] Das war dann... Na ja, also ich kam dann für die anderen Angestellten auf so eine Kinder der Angestellen auf so ne Privatschule.
[00:19:32] Es war schon alles... Also ich hab mir das später dann als Jahrzehnte noch mal alles angeguckt.
[00:19:38] Das ist so eine super, super, Superschule!
[00:19:40] Also wo die Leute auch mit so Limousinen hingekart wurden, die Kinder Ja Mit einem großen Angebot.
[00:19:48] Also wunderschön.
[00:19:49] Ich bin sehr gerne in die Schule gegangen Also ich bin da.
[00:19:53] ja, dann mussten wir... also was heißt wie mussten?
[00:19:55] Meine Mutter ist dann neunzehnt zwanzig.
[00:19:58] Hat sie genau abgepasst dass ich in Berlin war das Jahr anders mit dem Gymnasium.
[00:20:02] Da machte man ja sechs Jahre und in einem Rest der Bundesrepublik vier Jahre und dann ist sie mit mir ins Allgäu gezogen, genau zum Übergang sozusagen.
[00:20:12] Dann hatte ich noch eine halbes Jahr Grundschule im Allgäusch.
[00:20:17] Und dann war halt Gymnasiam in Isni-Imallgäue.
[00:20:24] Die Zeitpunkt hat sie abgepasst, aber sie sagte auch die Verantwortung für so viele Kinder war ihr zu fehl.
[00:20:30] Und sie ist dann in die Psychosomatik gegangen.
[00:20:32] Sie hat eine sehr große Klinik geleitet.
[00:20:35] Dann war ich bei den psychisch Kranken sozusagen.
[00:20:42] Man sieht ja immer krass, wenn man das hört was die Eltern alles machen, was man als Kind gar nicht mitbekommen hat.
[00:20:50] So etwas wie dieses Abpassen des Richtigenen und
[00:20:54] das,
[00:20:54] weil man die Fule bezügt.
[00:20:56] Eben weil noch ein Kinderheimleitend alleinerziehend ist und den
[00:20:59] ganzen Saunen... Wahnsinn!
[00:21:01] Und dann hatte sie aber... Also ich finde ihren Anspruch ans Leben der war super.
[00:21:05] Sie hatte Freunde also sie ging auch aus.
[00:21:08] Ich weiß nicht,
[00:21:08] also...
[00:21:10] Und sie hat so einen schicken kleinen roten Sportwagen und sonntag sind wir an der Wand in die Nationalgalerie gegangen mit ihren Verehren auch teilweise.
[00:21:20] Also, es war toll!
[00:21:22] Roger Billenson hat mal gesagt man kann das Leben nicht verlängern aber verdichten und da muss sie gerade dran denken.
[00:21:31] Das ist zum Thema Kindheit.
[00:21:34] ich habe Roger einmal am Bahnhof kennengelernt in Berlin.
[00:21:38] Ja.
[00:21:39] Das waren zweitausend so Erkamen mit.
[00:21:43] Sender Berger hatte irgendeine Moderation gemacht die Musik nehme ich an Und ich musste zum Dreh.
[00:21:50] Wir waren fast identisch angezogen, da war Obergin die Farbe des Herbstes und dann haben wir uns ... Er hatte einen so guten Humor und er sagte, das haben wir aber gut gemacht und wir sind ja gleich angezogen.
[00:22:04] So haben wir in den Zug unterhalten und der fuhr damals sehr lange wie heute ungefähr vier Stunden nach Hamburg Und ich war ein bisschen aufgeregt nicht wegen des Drehs, ich hab da so eine Kinderserie geprägt.
[00:22:19] Sondern weil ich nach fünf oder sechs Jahren Abstand meinen Vater mal wiedersehen wollte.
[00:22:25] der lebt in Hamburg und haben uns sehr lange unterhalten also über dieses... Weil er fand wenn ein Vater sich beschissen verhält muss man den auch nicht... Muss man den noch nicht sehen?
[00:22:37] Muss man sich nicht... Man kann Kontakte brechen.
[00:22:40] Da haben wir uns sehr lang unterhalten.
[00:22:41] darüber habe gesagt, ja.
[00:22:44] Ich finde aber dass man bestimmte Dinge erledigen sollte weil ich merke das ist tatsächlich mein Verhältnis überhaupt zu Männern beeinflusst und ich möchte gucken ob ich da was klären kann.
[00:22:55] Ja so.
[00:22:56] Aber es fand nicht schön!
[00:22:58] Ich fand deine Radikalität gut.
[00:23:00] Konntest du etwas klären?
[00:23:03] Nein ich konnte sich was klaren.
[00:23:05] also ich habe mit meinem Vater tatsächlich ein sehr schönes Ende gehabt.
[00:23:10] interessanterweise In der ist es im Jahr zwanzig verstorben.
[00:23:17] Und unser Kontakt blieb immer sehr sporadisch, das ging dann mal und da haben wir uns wieder gestritten.
[00:23:27] Ich wurde einfach schon mit einer großen Verachtung behandelt.
[00:23:33] Das habe ich mir natürlich auch nicht angeguckt länger.
[00:23:37] Aber als die Situation kam, als er sozusagen Hilfe brauchte ... war ich in dem Konflikt, da war meine Mutter auch schon krank.
[00:23:46] Helfig oder helfig nicht?
[00:23:48] Also ich müsste nicht und ... Ich habe mich aber das ging auch nur weil ich tatsächlich dann in eine Analyse gegangen bin.
[00:23:57] also ich brauchte Unterstützung.
[00:23:59] Ich hab mich dazu entschieden was ich ihm begleite.
[00:24:04] Und es war so erlebt in Hamburg, meine Mutter am Bodensee und ich habe sehr viel gearbeitet So, dass aber nicht zu viel Zeit für meine Mutter abgeht.
[00:24:15] Also ... Und ich hatte mein Cousin oder der ist Arzt und er hatte noch eine Freundin, die ist Rechtsanwältin.
[00:24:23] also wir haben das ganz gut aufteilen können.
[00:24:25] Ich hab mich ums Heim gekümmert und bin oft, ich bin dann doch oft hingefahren.
[00:24:30] Auch viel unterwegs gewesen?
[00:24:31] Ja ja genau und da war eigentlich, da ist irgendwie ... Passierte eine Annäherung.
[00:24:44] Und als die Beerdigung war, er hat sich eine Seebestattung gewünscht, dann waren eben nur genau diese Rechternwelt in Lutz der Arzt und ein Pärchen, Für mich Gott sei Dank, weil deshalb habe ich abgelehnt die Betreuung.
[00:25:05] Also wie nennt man die rechtliche Betreuungen übernommen worden?
[00:25:09] Das war ein ehemaliger Arbeitskollege.
[00:25:11] Da sind wir in so einer kleinen Runde sozusagen rausgefahren in die Bucht in Niendorf glaube ich war das also Lübecker-Bucht und mein Vater stand in der Urne so neben mir und da hab' ich gedacht Wahnsinn!
[00:25:25] Das ist die erste Reise die wir zusammen machen.
[00:25:28] Ah krass!
[00:25:29] Krass
[00:25:29] ne?!
[00:25:30] Ja.
[00:25:30] Und sie waren auf einer Höhe, weil er stand ja auf so einem Socken und ähm ... Ja.
[00:25:38] Wow!
[00:25:40] Und irgendwie war das ähm... Ich weiß nicht.
[00:25:45] Es klingt zu komisch aber es war schön, ja?
[00:25:47] Freaklich.
[00:25:48] Nimm das so.
[00:25:50] Roger Willimsen war sowieso auch eine Person, die uns gleich nicht bis heute nie wieder getroffen habe.
[00:25:59] im Sinne von Da konnte sich an alles erinnern, was man ihm erzählt hat.
[00:26:06] Auch wenn es schon zehn Jahre her war.
[00:26:09] Er hat eine superklure Frage gestellt und ich habe mich mal gefragt ob ich da irgendwas idealisiere oder so?
[00:26:17] Und dann hab' ich den wieder getroffen ein Jahr bevor er starb...
[00:26:23] Ein
[00:26:23] Jahr?!
[00:26:24] Ja!
[00:26:27] Es war unglaublich dass das Klischee der sich von ihm hatte, der sich bestätigt hat Dass er sich wirklich an den Dingen erinnert hat, die ich ihm vor zehn Jahren erzählt hatte und er wusste sogar noch wie meine Einzelverhelferin hieß.
[00:26:41] Also wirklich Details wo man denkt das muss man sich nicht merken aber das war so eine Tiefe.
[00:26:50] Ich hatte auch ... Meine Mutter war auf Reisen gewesen mit einer Freundin Und die mussten umsteigen in Brüssel.
[00:27:00] Das war vor der Begegnung, ich glaube meine Begehung war wahrscheinlich zweitausend, also fast als ich ein zwei Jahre vorher und hat sie mir nach der Reise lachend erzählt dass sie ihm hinterher gerannt ist und gesagt hat Hallo wir kennen uns doch!
[00:27:16] Und dann saß er ganz freundlich gesagt nein sagt es doch aber natürlich ah wahrscheinlich über meine Tochter kann hatte er nie gehört den Namen.
[00:27:25] Dann sagt sie doch vielleicht aber über ihren Freund, den kannte er wirklich Karl-Lehgemann.
[00:27:31] Und als ich ihn die Geschichte ... Wir haben dann fürchtlich drüber gelacht und als wir uns dann getroffen haben, konnte er sich genau an diese Geschichte auch noch erinnern wie ein Brüssel auf der Rolltreppe meine Mutter auf ihn zustürmt.
[00:27:44] Ja, ja.
[00:27:45] Und nicht von ihm ließ!
[00:27:50] Aber bin bei einer Erscheinung.
[00:27:54] Im Zeiten wie diesen verdisst man so jemanden, der das auch noch mal für einen Einordnen kann oder doch aus einer anderen Perspektive betrachten würde.
[00:28:07] Wenn deine Mutter dich heute spielen sehen würde, würde sie sofort etwas erkennen wo sie sagt ja da warst du als Kind auch schon so?
[00:28:21] Das Lustige war, dass meine Mutter das ganz toll fand.
[00:28:23] Dass ich Theater spiele.
[00:28:26] Das fand sie ganz aufregend und schön.
[00:28:28] Und hat auch manchmal so hinter die Bühne kommen oder sowas.
[00:28:31] Das war sie ganz toll!
[00:28:33] Und das Fernsehen, da war sie auch manchmal dabei.
[00:28:37] Ich hab vor irgendwelchen Sachen... Ich glaub Bulle vom Tölz zum Beispiel, weil wir uns an Ehembar-Tölz getroffen hatten, war sie dann Statistin und so.
[00:28:45] Dann hat sie mir mal ins Ohr geschlüstert.
[00:28:46] Die war sehr lustig, ne?
[00:28:47] Meine Mutter hat sie gesagt Das ist kackenlangweilig hier.
[00:28:52] Die Fahrt, das furchtbar!
[00:28:54] Wie sagt du immer wie kannst du deinen Tag so verbringen?
[00:28:58] Ich sag das... Das ist ja man sitzt da bloß blöde rum.
[00:29:01] Ja die Frage habe ich jetzt tatsächlich zu stehen.
[00:29:04] Wie geht bei mir dieser ganzen Warterei um?
[00:29:07] Diese Warterei ist natürlich so ein... ist schrecklich, weil wir hatten ja über dieses Nervositiv mit Lampenfieber gesprochen.
[00:29:20] Weil die ist natürlich auch der Fokus auf das was passieren wird.
[00:29:26] Der ist ja da und eigentlich diese Warterei versuchen da nicht zu sehr daran zu denken, sondern irgendwie quatscht zu machen ein bisschen rumzualbern.
[00:29:41] Sich mal irgendwie die anderen an zu betrachten.
[00:29:43] also um irgendwie in so eine andere Ebene zu kommen ja nicht zu sehr in diese Geschichte um natürlich frisch zu bleiben aber dadurch dass man läuft sozusagen auf zwei Spuren und irgendwie ist das auch In gewisser Weise gar nicht uninteressant.
[00:30:02] Ich kann gar nicht sagen, dass ich mich langweile.
[00:30:06] Ich sehe dann Dinge an die ich nie angucken würde.
[00:30:10] Es ist so was Kontemplatives oder ich weiß nicht, ob man sowas nennt?
[00:30:13] Also von den Trittagen im Moment in der Konzentration zu sein, das geht natürlich auch oft genug schief weil man braucht ja im Grunde Wir brauchen nur zwei Dinge, also jetzt außer gelernten Text und so weiter.
[00:30:32] Aber man braucht eine Lockerheit, eine Wachheit und eine Konzentration, dass man rauskommt aus diesem Verbissenen.
[00:30:42] Und das ist ein sehr schwieriger Zustand.
[00:30:48] Ich weiß nicht in der Physik gibt es doch sowas, das weiße Rauschen.
[00:30:51] Man muss irgendwie in so einer Möglichkeit sein, dass alles passieren kann.
[00:30:58] Also, dass man emotional auch ganz aufgewraut ist.
[00:31:05] Also das was man im normalen Leben immer schön zudeckt wenn man ja immer so berein ist, wenn es geht.
[00:31:12] Wobei, das finde ich im Alter schön, das leg' ich ab.
[00:31:14] Das bin ich auch ganz stolz... also bin ich froh drüber und das gefällt mir!
[00:31:18] Aber man ist sozusagen die Po, also man ist eben letztendlich auch sehr lebendig.
[00:31:27] Das ist das Schöne
[00:31:28] Ja, das stimmt.
[00:31:30] Man spießt halt doppelt durch?
[00:31:32] Im Maskenwagen zu sitzen, zu warten bis man dran kommt und dann die ganze Zeit aufgeraut zu bleiben...
[00:31:38] Na ja also man schafft das nicht so lange aufzurauben.
[00:31:41] aber ich gehe zum Beispiel auch ganz oft spazieren.
[00:31:43] Ich weiß wie viel Zeit ich ungefähr habe.
[00:31:48] Wunderschön ist es grundsätzlich wenn ich eine nette Maskenbilderin habe.
[00:31:53] Dann wird geplaudert über so wichtige Dinge Was macht einen Falten frei und solche Sachen oder was?
[00:32:01] Wo halten die Locken am besten, dass ich sie nicht am nächsten Tag schon wiederwaschen muss.
[00:32:04] So solche Dinge, die sind wahnsinnig schön und erheitern dann wenn man genügend Zeit hat.
[00:32:11] weiß man kann auch schnell ein paar Telefonate machen aber man ist also Ich zumindest muss auch immer sehr drauf achten was das Essen anbelangt weil ich eben Wenn es nur langweilig sehen würde oder wenn's manchmal kann man sich auch gar nicht zusammenreißen, dann ist es langweilig.
[00:32:27] Dann habe ich zum Beispiel das dringende Bedürfnis ganz viel zu essen und wenn ich ganz viel esse werde ich ganz müde und ganz träge und überhaupt nicht fähig irgendwie irgendeine Emotion von mir hochzuspüren.
[00:32:39] also das ist so ja aber interessant.
[00:32:46] Aber lesen kann ich zum beispiel nicht, was ich sehr gerne tue.
[00:32:51] Ich habe so eine Serie gemacht, also wenn du so Serien machst dann bist du natürlich in den Strukturen, in deiner Figur, die Art von Texte gesprochen sind.
[00:33:02] Sehr firm würde ich mal sagen und vor allem als ich dann noch so jung war und mir das alles gut merken konnte aber da hab' ich dann zum Beispiel ein Buch mitgenommen nicht allzu interessant aber eher sowas wie ein Kremier oder sowas.
[00:33:17] Aber es war so wenn man mich dann gerufen hat dass ich jetzt dran bin schlechte Laune gekriegt, dass ich das nicht mehr machen konnte.
[00:33:24] Ich war so wütend, weil ich lieber weiterlesen wollte als da jetzt was zu spielen.
[00:33:30] und deshalb ist es, ich kann nichts Interessantes, ich könnte so Mode-Zeitschriften durchgucken oder mich bei Instagram verhaken aber sowas richtig interessantes, was mich auffühlt, kann ich mich nicht mit beschäftigen.
[00:33:45] Das kann ich nur als Vorarbeit machen.
[00:33:48] Das ist eine schöne Beobachtung welche Lektüre funktioniert und welche nicht, dass zu wissen ist doch gut.
[00:33:56] Ach so!
[00:33:56] Und das bin ich leider... Ich hatte in zwei, drei Jahren eine Rolle gespielt.
[00:34:04] Da ging es um einen Sudoku-Würfel.
[00:34:06] Und da ich das in meinem Leben noch nie gemacht habe, hab ich angefangen mit so einem Heft gekauft und erst mal ein Sudoku zu machen.
[00:34:13] Und ich bin an diesem blöden Sudoku so hängen geblieben, dass zum Beispiel was ist, Ich habe mir auferlegt, weil ich es dafür nicht für eine süchtige Verhalte.
[00:34:25] Wir haben den Tagesspiegel abonniert, da sind zwei immer drin ein mittleres und schweres.
[00:34:30] Wenn ich mein Tag gefüllt ist darf ich nur das mittlere Schwere machen, weil das weiß ich nicht, zwanzig Minuten oder so hab' ich das aber das schwere das dauert schon richtig.
[00:34:41] Aber wenn ich dann beim Drehen Zeit habe...
[00:34:45] Dann sammelst du die, schneidest du dir aus tust in deine Klebe
[00:34:47] Eier?
[00:34:49] Ja, ohne Scheiß.
[00:34:49] Sie sind dabei!
[00:34:50] Ich freue mich dann schon immer und mein Mann muss die immer dann auch liegen lassen zu Hause.
[00:34:54] Ach, das ist ja gut so.
[00:34:55] Wenn ich da nachhause komme... Und kann noch nicht in die Sudoku stürzen.
[00:34:59] Ich kann jetzt nicht, musst du Sudoku machen.
[00:35:04] Sehr gut sehr gut.
[00:35:06] Aber jetzt sind wir mit der Frage irgendwie abgeschweift was würde deine Mutter in dir als Kind wiederentdecken wenn du spielst?
[00:35:19] Ich weiß es gar nicht.
[00:35:20] Also ich muss sagen dass meine Mutter mich Ich würde fast sagen, abgöttisch geliebt hat.
[00:35:27] Und ich glaube immer Angst hatte wenn ich zu konventionell bin.
[00:35:34] und ich glaube sie würde sich freuen dass sich ein bisschen freier geworden
[00:35:41] sind.
[00:35:43] Ja!
[00:35:44] Ich glaube sie freut sich immer wenn ich schlagfertig bin, wenn ich intelligent bin... Ja, für mir das blöde Aussehen egal ist.
[00:36:02] Wenn ich überraschend bin und die Spontanität ... Das hat sie wirklich auch sehr gefordert.
[00:36:07] Und wenn ich lustig bin?
[00:36:08] Sie hat mich wahnsinnig geliebt als Regine.
[00:36:13] Und hat immer gesagt, mein Kind kann besoffen spielen!
[00:36:17] Das gibt es nicht.
[00:36:18] Das finde ich toll.
[00:36:19] Und sie hat mich immer halt mal gesagt, das kannst du ja nicht machen.
[00:36:23] Aber trinkst du nicht vielleicht
[00:36:24] doch?!
[00:36:25] Also wenn du das spielst Das gibt's doch nicht.
[00:36:28] Und dass ich das nüchtern spielen kann, das fand sie super!
[00:36:32] Regina Oll bei
[00:36:34] Pasta... Wer war Pascal?
[00:36:35] Genau.
[00:36:36] Daher kenne ich wahrscheinlich auch viele.
[00:36:39] Ja, ich glaube auch.
[00:36:41] Gerne gesehen.
[00:36:45] Du hast vorhin erzählt – das fand ich ganz schön -, dass du im Kinderheim natürlich eher als Besucherin gesehen hast und du in dem Film geschaut hast quasi.
[00:36:54] Hat dich das vielleicht auch...?
[00:36:57] geöffnet für verschiedene Lebenskonzepte.
[00:37:01] Es gibt und durch Beobachtung auch sich reinfüllen konnte...
[00:37:06] Ich glaube, ich glaube tatsächlich dieses ... das ist jetzt ja auch wieder sehr interessant im Älterwerden also dass ich eine eindeutige Randständigkeit hatte
[00:37:20] und
[00:37:22] tatsächlich sehr mit meiner Einsamkeit konfrontiert war.
[00:37:26] Aber es ist natürlich einen guten Blick ermöglicht hat, einen genauen Blick.
[00:37:32] Und dann kam die Jahre so... Eigentlich schon mit der Pubertät da.
[00:37:36] was andere für andere furchtbar war, war für mich toll.
[00:37:39] Ab der Puvertät war ich mitten im Leben und ich gehörte so dazu.
[00:37:45] Ich hatte so Möglichkeiten nach außen.
[00:37:49] Und ich glaube, war auch saut dumm in dieser ganzen Zeit als ich meine Gut wäre, welcher Bogotierende nicht.
[00:37:55] Aber
[00:37:55] es war ein bisschen ... Ich hatte Oberwasser und ich glaube das war charakterlich sicherlich nicht so gut aber es hat Spaß gemacht!
[00:38:06] Und jetzt tatsächlich ist so Ja, habe ich oft mal nachgedacht dass so dieses Wenn man so als frau in die wechseljahre kommt das ist so Das ist so kind plus auf einmal oder frau minus.
[00:38:23] Ich kann es gar nicht sagen das ist So das isso anders.
[00:38:27] also weil man Tatsächlich aus diesem markt und auch für einen selber dass sich er so dass ich mich nicht mehr Als marktobjekt oder als marktsubjekt betrachte verändert ja alles.
[00:38:46] Total, darüber werden wir wahrscheinlich noch reden über wie sich der Markt auch geändert hat aber natürlich durch das Alter die Anfragen vielleicht sich auch verändern haben.
[00:39:02] ich würde trotzdem vorher noch ganz gerne wissen wann hast du gemerkt Ich will und muss Geschichten erzählen auf der Bühne vor der Kamera.
[00:39:14] Also ich habe tatsächlich dadurch, dass ich... also wenn ich sage, da umflurte mich immer so eine Einsamkeit, die wurde natürlich auch sehr geschürt von mir selber.
[00:39:31] Ich habe sehr viel gelesen auch!
[00:39:32] Also ich hab sehr viele Dinge alleine gemacht sozusagen.
[00:39:39] Und ich hatte wahrscheinlich so das Gefühl oft das Gefühl, ich bin so übervoll.
[00:39:46] Ich explodiere wahrscheinlich irgendwann.
[00:39:50] Da muss was raus und ich habe keinen Kanal so richtig gefunden und dann hatte ich auch nicht so richtig gutes Zutrauen.
[00:40:00] also den Sport.
[00:40:02] Ich war sportlich aber jetzt auch kein Kreik oder so.
[00:40:06] Darüber konnte kann man natürlich eine ganze Menge ablassen.
[00:40:08] Ich war aber nicht so sonderlich musikalisch, also ich bin nur bis zur Blockflöte gekommen.
[00:40:13] und ja da ich Literatur schon als Kind, also Lesen so toll fand und dann Hochachtung vor Literatur habe, war mir immer klar schreiben kann ich nicht und die Kunst waren ja auch zu weit weg.
[00:40:32] Aber ich gedacht das Einzige was geht ist Spielen!
[00:40:34] Es ist natürlich ja so... Also so war es ein bisschen Wie gesagt, das andere schaffe ich ja nicht.
[00:40:39] Spielen könnte ich zur Not!
[00:40:45] Das ist sehr, sehr naiv gedacht und so bin ich da auch ran gegangen.
[00:40:51] Ja,
[00:40:51] weil dann wurde es so aufgenommen?
[00:40:53] Es
[00:40:53] hat aber auch ein bisschen gedauert.
[00:40:55] Es war dann schon glaube ich meine dritte oder vierte Prüfung.
[00:41:01] Gab es in meiner Ausbildung auch Ballett- und Feften?
[00:41:06] Kannst du mir erklären, warum das eine Bedingung ist?
[00:41:09] Also bei der Ausnahmeprüfung nicht.
[00:41:11] Aber Fechten gab es ja tatsächlich in einigen Stücken, dass gefochten wurde und ich fand es tatsächlich interessant weil am Fechten bin ich ziemlich gescheitert, weil ich... Und das fand ich sehr... Das hat viel nach sich gezogen, Du kannst halt die Stiche mal in den unten rummachen oder eben ins Gesicht, ins Gesicht gehen.
[00:41:36] Und ich konnte einfach nicht ins Gesicht zählen.
[00:41:38] Ich konnte es nicht und mir
[00:41:41] ist... Was ja erstmal sympathisch ist?
[00:41:45] Ja, aber es ist auch wahrscheinlich sympathisch wenn ich sage mit setzen möchte weil ich weiß was für Sätze, für eine Kraft haben, auch nicht ins Gesicht treffen.
[00:42:01] Schwäche Angst sozusagen.
[00:42:04] Und das hat ganz lange gedauert, bis ich das eigentlich... Ich weiß auch gar nicht so richtig durch was es sich eigentlich dieses ganze Innere, dass ich nach außen gehen konnte und auch jemanden verletzen, also das musst du können.
[00:42:20] als Spieler ist ja ein Spiel!
[00:42:24] Das ist mir tatsächlich, da habe ich ganz lange zu überaucht.
[00:42:29] Also als Mensch mit Behinderung fragte ich mich schon, wie viele Menschen man ausschließt wenn Ballett und Fächten Teil der Ausbildung ist.
[00:42:40] Ich glaube sie hätten dich jetzt nicht an die Stange gezwungen.
[00:42:44] Das glaubst du?
[00:42:47] Nein aber...
[00:42:48] Aber dann würde ich gleich von vorne her sagen naja da kann das halt eh nicht.
[00:42:52] deswegen nehme mir den gar nicht auf.
[00:42:55] Es wird sich doch jetzt auch in Ausbildungen sehr verändert haben, nehme ich doch mal an.
[00:42:59] Ich weiß nicht, das ist ja jetzt meine Frage eher an dich.
[00:43:02] Kennst du Schauspielerinnen mit Behinderung die die Ausbildung durchlaufen haben?
[00:43:06] Naja und jetzt fehlt mir der Vorname blöderweise Samuel Koch.
[00:43:13] Der hat es ja innerhalb seiner Ausbildung erlebt und ist dann zu Ende gemacht sehr guten Theater gelandet.
[00:43:24] Aber das ist ja bald der einzige, zumindest den man so kennt?
[00:43:26] Ich glaube auch ...
[00:43:30] ich fürchte, dass es noch ... Das stimmt schon.
[00:43:39] Wir sind schon sehr viel weiter, dass Queere und Menschen mit anderer Hautfarbe dabei sind.
[00:43:46] Also Spiele, neulich haben wir eine Serie gemacht fünf Hauptdarstellern und zwei davon waren asiatisch gelesen.
[00:43:58] Das ist schon toll!
[00:44:02] Früher hat man weiße Menschen schwarz angemalt, heutzutage setzt man aber immer noch nicht mehr nette Schauspieler in einen Rollstuhl und lässt den rollgefahrenen Spielen.
[00:44:16] Ja, das ist ja hier krass.
[00:44:19] Es zeigt wie wenig in der Stelle passiert im Vergleich zu anderen Bereichen
[00:44:23] Absolut.
[00:44:24] Ich kann Sie mir auch vorstellen, ich sehe die Produktionsleiter der Hersteller, es kostet aber... Was haben
[00:44:30] sie denn gefunden?
[00:44:31] Genau, das ist ... Ja.
[00:44:37] Du hast ja jetzt schon seit vielen Jahren in der Wunsch unterwegs.
[00:44:42] Gibt es einen Unterschied zwischen öffentlich-rechtlichen Produktionen und privaten Produktion oder auch flexible neuen Netflix &amp;
[00:44:52] Co.?
[00:44:53] Also ich kann jetzt so, weil ich gerade was für Netflix gemacht habe.
[00:44:56] Da fällt mir zum Beispiel auf ob die schon damit arbeiten dass die Aufmerksamkeitsspanne sehr gering ist bei den Menschen.
[00:45:06] Die Szenen sind sehr verknabbt und entsprechend nicht allzu viel Informationen.
[00:45:17] also ich finde es ein bisschen.
[00:45:19] das klingt jetzt auch saudof mein ich jetzt nicht aber es wird ein bisschen simpler Glaube ich.
[00:45:25] Mhm, kriegt die da auch her?
[00:45:27] Na?
[00:45:28] Auf der anderen Seite sehen wir ja alle ... Also ich hab zuletzt diese Serie Adolescents gesehen, die mich wirklich umgeblasen hat also... Die ich gar nicht nach erzählen kann so komplex ist sie.
[00:45:43] oder jetzt übrigens?
[00:45:44] ähm das spiele ganz, ganz klein mit aber deshalb habe ich's schon gesehen weil eine Teampremiere war Babylon Berlin.
[00:45:51] das startet ab morgen.
[00:45:52] diese letzte Staffel.
[00:45:55] so unfassbar gut.
[00:45:58] ARD und Sky.
[00:46:00] Sky gibt es ja gar nicht mehr,
[00:46:03] aber früher Sky.
[00:46:04] Ja genau.
[00:46:07] Und wie unterscheidet sich das von öffentlich-rechtlichen Produktionen?
[00:46:10] Also ich bilde mir das so ein als Zuschauer.
[00:46:13] Öffentlich-rechtlich hat noch ein bisschen Geld die Privaten da muss alles zack zack gehen und dann kommen die Streamer.
[00:46:20] die haben innovative neue kreative Ansätze und Ideen müssen aber schnell produzieren.
[00:46:28] Ist bei den öffentlich-rechtlichen leider inzwischen auch so, also ich würde sagen es gibt unfassbar gute Stoffe die im Grunde genommen.
[00:46:41] wenn man's von der Verantwortung her sehen würde müsste man sagen das ist so eine geile Idee die ist so außergewöhnlich.
[00:46:50] wir müssen uns aber noch ein Jahr dran setzen um die richtig zu vertiefen und die richtige Spannung da reinzukriegen.
[00:47:01] Und das findet nicht statt, weil ein Sender dann plötzlich eben so eine Serie zum Beispiel vergibt und keine Produktionsfirma der Welt inzwischen mehr in der Lage ist, das abzulehnen und zu sagen Nein wir können das nicht machen sondern es wird dann gemachten dass es dann diese sogenannte mit heißem Nadeln und das ist sehr schade So empfinde ich das.
[00:47:31] und trotzdem würde auch sagen, dass die öffentlich-rechtlichen mit einer ganz... anderen einem doch einen größeren Anspruch an die ganze Geschichte gehen und inzwischen allerdings auch sehr, sehr viel Angst haben.
[00:47:46] Weil das Publikum also weil es doch im Quote geht, dass Publikums veraltet wie kriegt man die Jungen ran?
[00:47:51] natürlich indem man Influencer mit reinzieht ins Boot die dann noch spielen.
[00:47:57] Das wird inzwischen, es ist ein merkwürdiges Konglomerat.
[00:48:02] Also wie man da alles so zusammenspielt auf verschiedenen Ebenen also.
[00:48:08] Ach Qualitätsnebenen?
[00:48:09] Absolut ja natürlich!
[00:48:12] Es werden andere Instinkte gefragt sozusagen und das empfinde ich schon als schwierig.
[00:48:23] und nun ist das auch so dass sich bei beiden Sendern, also weil ich jetzt die ARD einfach mal zusammennehme mit allen Untersendern.
[00:48:31] Und das ZDF dann haben die leichte Unterhaltung des ZDf am Sonntag, dass die ARd am Freitag so ein bisschen für die breite Masse, ein bisschen komisch nicht allzu komisch aber auch ein bisschen ernst meines Thema drin, aber auch nicht als so vertieft, Also ich würde nennen sowas immer so ein bisschen auf Schlagerniveau.
[00:48:51] Also da ist so Gefühl drin, aber eher Gefühltchen ne?
[00:48:55] Also das ist nicht... Ja die Ablenkungsgeschichte.
[00:49:01] Aber dann gab es der Bullen von Tolles und Pastefter, die auch nicht vor den öffentlich-rechtlichen.
[00:49:05] Ne, das stimmt!
[00:49:06] Und die waren zum Beispiel beide gut, ne?
[00:49:09] Aber die hatten auch eine interessante Geschichte.
[00:49:12] als Bullen Von Tolles weiß ich nichts darüber.
[00:49:14] Aber also habe ich nur mal mitgemacht.
[00:49:18] Aber bei Pascal war es so, dass wir angetreten sind für RTL.
[00:49:22] Und dann wurde ein Pilot gemacht und dann ist der Haus hoch durchgefallen also bei den Umfragewerten.
[00:49:34] Dann hatte aber die Produktionsfirma und sicherlich auch Pascal und Pascal haben daran geglaubt zurückgekauft und sind damit tingeln gegangen.
[00:49:45] Und dann hat Satz-Einstein zu Schlag bekommen, später eben Amazon.
[00:49:51] Das heißt welchen diesen dreien also privat öffentlich-rechtlich oder streamer sag ich jetzt mal würdest du mehr Mut zutrauen bei der Produktion von Stoffen?
[00:50:04] Das kann ich gar nicht sagen.
[00:50:05] das ist... Ich habe jetzt einfach sehr viel mehr für die ARD gearbeitet, also einmal für den SWR größer und einmal ansonsten jetzt mehrmals für den WDR.
[00:50:21] Und da finde ich es ist ein sagen wir mal zumindest transparenteres Verhältnis bei, dass man als größere Rolle sozusagen anders beteiligt wird und auch Änderungen stattfinden.
[00:50:46] Ich war jetzt mal eine provokante Frage.
[00:50:51] Es gibt so einen gewissen Volksport in Deutschland, der eine Volksport ist zu sagen die Bahn is doof, der andere Volksport es zu sagen tatsächlich deutsche Produktionen sind immer schlecht.
[00:51:08] Woran glaubst du liegt das?
[00:51:10] Also es gibt Leute die sagen zu mir Ich könnte das niemals gucken, ohne's gesehen zu haben.
[00:51:17] Ja ich weiß es ist auch gerade.
[00:51:19] also übrigens ganz schlimm.
[00:51:20] ist es natürlich bitte ein deutschen deutschen deutschen Humor und auch so super Stefka was ja an sich in der Volksserie ist wird höre ich dann auch dass mir Leute einfach sagen nee du das kann ich nicht gucken.
[00:51:31] Das ist nicht mein Ding!
[00:51:32] Das finde ich nicht lustig ne?
[00:51:35] Es ist gar nicht lustige.
[00:51:36] In Amerika wird das viel interessanter erzählt.
[00:51:42] Ich weiß es nicht, das sind so verschiedene Sachen.
[00:51:44] In vielen Punkten haben sie recht mit der Bahn natürlich auch aber wobei ich bin eigentlich auch wenn ich Stunden drinsitze kann ich sagen dass es rundläuft aber ich bin ein großer Anhänger der Bahn.
[00:51:55] Ich fahre sehr gern Bahn.
[00:51:59] Es ist natürlich auch ein bisschen... ... ein deutsches Phänomen.
[00:52:03] Erstmal hat man sich mal abgesichert, dass die Masse ist doof findet, da kann man auch noch darauf kacken sozusagen.
[00:52:09] Also es ist so richtig schön wo's nicht weh tut, dass man auch nicht so dabei ist sein Stimpchen abgibt das Doof und das Doaf und es ist übrigens total doof.
[00:52:18] Jetzt ist natürlich das nächste wird wahrscheinlich jetzt die armen Autos mal treffen ne?
[00:52:22] Die waren ja, das war ja stolz wenn die jetzt mal so überholt werden von den Chinesen oder Japanern.
[00:52:29] Ja also das finde ich so'n bisschen... Das ist so die eine Sache und auf der anderen Seite finde ich allerdings auch, dass es zu wenig Sachen gibt, die interessant sind.
[00:52:44] Und weil ich glaube das die Verantwortlichen auch viel zu sehr man versucht zu kopieren.
[00:52:50] also was hat denn da funktioniert?
[00:52:53] Passt einfach als auch ne Kopie!
[00:52:56] Aber irgendwas eigenes zu machen... Da gab's doch dann auf einmal dieses Wie hieß denn das mit Caroline Peters da, was auf dem Land gespielt hat?
[00:53:08] Und das mit Morty.
[00:53:10] Hengar schießt diese Ort.
[00:53:12] Mord mit Aussicht ist das!
[00:53:15] Das lief zuerst gar nicht, dann war das ganz... Dann lief das wie Bolle.
[00:53:20] und dann haben sie auf einmal gesagt, haben Sie Heiter bestürztlich erschaffen um zu sagen ja es muss immer grimmig sein aber es muss sehr witzig sind, immer regional.
[00:53:28] Man musste ein bisschen schwäbisch, dann brauchst du ein bisschen hessisch.
[00:53:31] Dann brauchst Du ein bisschen norddeutsch und ein bisschen platt.
[00:53:33] Da oben in die Insel ist auch noch gut.
[00:53:35] Und da machten alle das Gleiche!
[00:53:37] Und dann merkte man naja es hat ein bisschen abgekupfert... ...und dann wurden alle wieder eingedampft.
[00:53:41] Also ich weiß ja komisches Geschäftsmodell oder?
[00:53:46] Schon ziemlich ja aber auch so.
[00:53:49] Keine Ahnung, Babylon Berlin ist jetzt schon eine Seele wo ich sagen würde okay, die ist hochkarätig produziert auch aufwendig von den Kostümen, von den Effekten her würde wahrscheinlich international auch bethalten.
[00:54:08] Ich habe heute gelesen übrigens es ist sogar... ich muss dich sehr lachen das ist nach Nordkorea verkauft.
[00:54:16] Wer
[00:54:16] schafft das denn schon?
[00:54:19] Aber zum Beispiel ist da das Hotel
[00:54:23] Ja,
[00:54:25] da hast du ja mitgespielt.
[00:54:26] Ich habe ehrlich gesagt nur den Trailer gesehen und ich hatte ein Cringe-Gefühl wenn es um so Effekte geht.
[00:54:34] Einfach nur komputeranimierte Effekten!
[00:54:38] Und da hab' ich das Gefühl... Das kriegen wir in Deutschland einfach nicht hin.
[00:54:45] Also ist es der Vorspann?
[00:54:47] Ich muss sagen dass sich das visuell sehr gerne mag auch gerade in dem nicht ganz, ganz perfekten und in diesem Hotel selber was so ein altes Gronnhotel ist.
[00:55:01] Das finde ich wunderschön als Sehnsortsort.
[00:55:06] also ich muss sagen dass ich das... Also ich habe da auch meine Kritikpunkte.
[00:55:10] so es ist nicht aber ich finde das wunderschöne Räume.
[00:55:19] Und ich muss auch sagen, da ist die Erde als das Hotel beworben.
[00:55:26] Dass eben so ein alter Kasten ist und dann ist ja auch kaum Zulauf interessiert sich ja kaum einen Gast dafür.
[00:55:35] Dann siehst du den blauen Planeten und es ist natürlich eine Projektion der Werbung des Hotels.
[00:55:42] Manchmal flackert das also funktioniert der Strom wieder nicht oder was?
[00:55:47] Und dann siehst du, wie die Erde wirklich aussieht in rot, in verbrannt.
[00:55:52] Also sie brennt.
[00:55:54] und ich muss dir sagen, wenn dieses Bild bei unser blauer Planet unsere Erde da so...
[00:56:02] Mehr an der Realität als beim...
[00:56:04] Ja das war so dass ich ... Wir hockten dann in dieser Studiologischer Weise und das war so stickig.
[00:56:13] Und wir waren eigentlich alle mal krank, weil wir eine steckte den anderen an.
[00:56:17] Meiner Meinung nach waren die Farben auch noch nicht ganz getrocknet, weil es ... Man wusste so ganz schnell von großem Frohstadt, wo wir aussehen, wie er einziehen.
[00:56:25] Aber wenn ich dann unsere Erde gesehen habe, da waren wir oft zum Heulen zum Mute, so schön fand ich den.
[00:56:33] Ja, ich hatte es jetzt auf Original bezogen auf diese komputergenerierten Animationen und Grafiken.
[00:56:39] Ich glaube da... Also ich frag mich ob das eine Budgetfrage oft auch ist oder einfach die Experten empfehlen?
[00:56:50] Da bin ich immer fragt.
[00:56:51] Das ist ich glaube beides aber es gibt ja so viele Computer animiertes gibt's ja gar nicht.
[00:56:57] Es gibt einmal Bendy Hoteldach dann rumlaufen und irgendwas reparieren.
[00:57:07] Das finde ich auch ein bisschen aus, als ob so kleine Legofiguren da lang laufen.
[00:57:14] Genau!
[00:57:16] Aber ja... Ich mag eigentlich diesen... Ja, ich mag da einiges an dieser Serie enorm gerne.
[00:57:24] Also das Aufeinandertreffen von Maschinen-und Mensch find' ich schon interessant.
[00:57:31] Packen wir auf jeden Fall eine Zwillingung in die Show Notes.
[00:57:34] Es ist eine öffentlich-rechtliche Produktion und da habe ich auch in der Mediathek kostenlos schaubar.
[00:57:45] Du bist viel Fahrerin bei mir im Aufzug, und hast dich schon mal gefragt wie du mich unterstützen kannst?
[00:57:52] Mit Steady hast du die Möglichkeit diesen Podcast finanziell unter die Arme zu kaufen um deine Wertschätzung zu zeigen.
[00:57:58] Schon ein kleiner monatlicher Beitrag hilft mir und dem Team dabei, diesen Podcast Schritt für Schritt unabhängig zu produzieren.
[00:58:06] Wäre jetzt Unterstützerin!
[00:58:08] Erhalte vor Abzugang zu neuen Folgen – und werde, wenn du das möchtest, namentlich hier im Podcast genannt.
[00:58:14] Alle Infos findest Du wie immer unter im-Aufzug.de.
[00:58:19] Diese Woche geht der ganz besondere Dank an die Supporterinnen Uschi &amp; Thomas, Laurin David und Ariane.
[00:58:27] Danke, dass ihr dabei seid.
[00:58:32] Wie ist es eigentlich als Schauspielerin, die unfassbar viel produziert hat?
[00:58:38] Dann auf der Straße aber immer als Regine Heul angesprochen zu werden oder vor allem auf die Rolle Regina Heul?
[00:58:45] Ehrlich
[00:58:46] gesagt ganz schön weil ich will wiederholen mich da, aber ich empfinde dadurch das Regine Mit mir persönlich nichts zu tun hat, außer dass ich auch ganz gerne trinke.
[00:59:03] Aber jetzt noch nicht in dem Ausmaß.
[00:59:08] Diese Unverschämtheit und diese Faule von der finde ich sehr faszinierend.
[00:59:17] Und sie ist ein wundervolles Schutzschild.
[00:59:20] Also sagen wir mal es ist ein schöneres Versteck oder eine schöne Maske als Rigide-Hol gibt das gar nicht!
[00:59:29] Es ist einfach gefühlt, die jetzt nicht reduziert auf diese eine Rolle.
[00:59:33] Nö,
[00:59:34] komischerweise nicht nur.
[00:59:37] Sollte ich vielleicht?
[00:59:37] Nein keine Ahnung.
[00:59:38] nein also es wäre jetzt... Ich meine auch was sich reduziert war natürlich aber das habe ich dann... Na gut in Stardustotel trinke ich ja auch.
[00:59:46] Aber ich bin wie mich... Also ich versuche vielleicht könnte ich's mehr einfacher machen und Regina einfach nochmal kopieren irgendwo.
[00:59:52] Aber das wollte ich nicht.
[00:59:53] Ich hab' natürlich sehr viel Anfragen bekommen für Merkwürdigerweise immer wieder für Agentinnen, die gibt's gar nicht so oft und dann trinken sie alle gerne.
[01:00:02] Also das auch das, weil da weiß man ah, das kann die!
[01:00:06] Das ist natürlich ein bisschen schade, also mir als Professionell nervt es mich dass ich da reduziert wäre.
[01:00:15] aber sagen wir mal so als Rolle finde ich haben wir das auch irgendwie?
[01:00:24] Die Schreiber natürlich vorne weg Die fantastischen Kollegen haben wir natürlich etwas Besonderes geschaffen.
[01:00:30] Hast du da eigentlich
[01:00:32] mit Sprache recht über Regine Hall?
[01:00:37] Das war tatsächlich so ein Glücksfall an Produktion, dass ich bei Regine nicht mal einen Komma verändert.
[01:00:48] Nichts!
[01:00:50] Ich habe diese Texte geliebt und die Situation geliebten...
[01:00:53] Du hättest aber gedurft.
[01:00:55] Ich hätte bestimmt gedürft, ja.
[01:00:58] Aber ich fand das einfach ganz toll.
[01:01:01] Und es gab, und ich bin sehr froh, dass ich mich nicht durchgesetzt habe, weil ich wäre ein bisschen realistischer dran gegangen ... Weil ist ja so ... Ich meine letztendlich, das ist natürlich genau lustig, dass sie immer perfekt aussieht und so versoffen ist.
[01:01:17] Das ist natürlich sehr unrealistisch.
[01:01:18] Es ist eine gute Wärmung für Alkohol, was es da anscheinend konserviert.
[01:01:24] Die Maskenbildnerinnen Die hat da drauf verstanden, nicht?
[01:01:28] Und genau gut.
[01:01:30] Dann macht ... die sagt, nein das ist gut wenn sie so perfekt ist.
[01:01:33] und recht hat sie also dass wenn man Reginen wie ich das womöglich mit einem nicht ganz so guten Geschmack sozusagen Ich hätte sie ein bisschen ja Dass man da mal gesehen hat da sehr auch wurscht ob der Liedstrich sitzt oder nicht setzt.
[01:01:49] Das wäre glaube ich was anderes geworden Wenn dann so eine Schlamppigkeit reingekommen wäre.
[01:01:53] Oder was eben so was Sozialdrama, Frau trinkt.
[01:01:57] Oder genau andersrum wenn sie gerade nüchtern ist das alles schief?
[01:02:00] Ja oder so rumknauen.
[01:02:03] Wobei das eigentlich eine lustige Idee ist.
[01:02:08] Er hat es auch wirklich verpasst Regine in der Reha.
[01:02:10] Das hätte mich doch sehr interessiert.
[01:02:14] Ach siehst du ich habe zum Beispiel immer gedacht... Also diese verschiedensten Version, die man sich zu einer Figur dann so aushängt.
[01:02:25] Die natürlich nie gefragt hat immer überlegt.
[01:02:27] erstens war ich immer der festen Überzeugung.
[01:02:29] Ich habe das auch glaube ich damals erzählt bei bei so einer haben.
[01:02:32] doch in den letzten Staffel wurde so ein bisschen Interviews gemacht mit uns.
[01:02:36] Ich war mal der Überzeugungen dass Regina eigentlich ein Mann ist.
[01:02:40] da war ich mir ziemlich sicher und ich hab mehr als background Geschichte.
[01:02:43] für mich habe ich immer gedacht dass Regine Zuhause ganz anders ist.
[01:02:47] sie lebt mit ihrer Mutter und ihre Mutter übrigens sitzt im Rollstuhl Und zwar schon immer.
[01:02:53] Das war meine Geschichte zur Regine und dass Regine total liebevoll mit dieser Mutter ist.
[01:03:00] Interessant!
[01:03:02] Ja...
[01:03:04] Wenn man an so einem Set arbeitet, dann in einer Serie mit ja auch so einem Erfolg Wie viel von dem ist da wirklich vorher festgelegt worden?
[01:03:16] Und wieviel wird aber auch am Set beim Improvisieren?
[01:03:19] Ich habe mir vorstellen mit PASTEVKA Jetzt ist es auch super einfach, viel aus der Situation herauszumachen.
[01:03:25] Der ist nun sowas von präzise und genau, er verändert nichts also man improvisiert gar nicht.
[01:03:32] Ich ja denke immer dass er so ein Impro-Superstar ist.
[01:03:34] Das
[01:03:34] kann der natürlich.
[01:03:38] aber wir haben da sehr sehr exakt und eigentlich auch immer sehr sehr präcise und sehr schnell gearbeitet.
[01:03:47] So zwischendurch haben wir wahnsinnig viel Quatsch gemacht.
[01:03:51] Ja, da mussten wir unterbrechen weil wir so lachen mussten.
[01:03:52] Also wenn der guckt oder sowas... also für mich war es teilweise schwer.
[01:03:57] Weil ich kann den gar nicht aushalten weil er mich so zum Lachen bringt.
[01:04:01] Ihr versteht euch gut?
[01:04:02] Wir verstehen uns hervorragend!
[01:04:04] Den einzigen Kampf haben wir, weil wir den gleichen Geschmack für Süßigkeiten teilen.
[01:04:10] Es sind die Kinder-Schokolade und Rittersport Nougat.
[01:04:18] Jetzt war gerade kein Geheimnis.
[01:04:20] Ich bin ja auch viel unterwegs und lasse viele meiner Termine von einer Agentur organisieren.
[01:04:29] Und wir haben über die Jahre gemerkt, es wäre sinnvoll so eine Art Rider zu haben also wo drin steht was ich brauche um vor Ort zu funktionieren.
[01:04:40] Also das ist sowas wie ein rolltje gerechtes Hotel oder etwas so gemacht.
[01:04:45] Da gibt es jetzt einen neuen Merkmal Und das heißt, Backstage wünscht sich Herr Krauthausen Haribo Quaxie.
[01:04:54] Oh!
[01:04:55] Was ist Quaxi?
[01:04:56] Genau und genau diesen Moment wollten wir erzeugen.
[01:05:00] Man kann das googeln ohne Weiteres gibt es in jedem Supermarkt aber Haribo-Quaxies sind die Gummifrische.
[01:05:09] Ah!
[01:05:09] Passt ja dann vom Namen da zum Beispiel wäre ich raus.
[01:05:12] also Das sind genau die Sachen Fruchtgummis und Gummibärchen, obwohl ich auch die Bärchen schon so liebe.
[01:05:20] Freustrophinien ist wirklich cool!
[01:05:23] Aber sie schmecken mir nicht.
[01:05:24] Ja, aber wenn wir dieses Haare überquatschen, ich bin jetzt auch kein großer Fan davon... Wir haben es da reingeschrieben weil wie gesagt haben Wenn das Backstage vorhanden ist, dann sind wir sicher dass der Rider gelesen wurde
[01:05:37] Und dass Sie sich auch wirklich Mühe geben?
[01:05:39] Genau
[01:05:40] Weil ich könnte mir vorstellen, die kriegt man nicht überall
[01:05:43] Doch in jedem Supermarkt.
[01:05:46] Wir wollen jetzt auch nicht sagen, es muss bei vollem und geschöpftes Wasser sein.
[01:05:50] Das ist ja
[01:05:51] auch völlig Absurdus.
[01:05:53] Ich will keine Diva sein aber wir brauchten dieses eine auch lustige was man gerne erzählt um zu gucken ob das gelesen wurde.
[01:06:02] Und tatsächlich muss ich sagen seitdem es diesen Rider gibt fühle ich mich viel mehr verstanden weil plötzlich muss ich ganz viele Dinge gar nicht mehr klären.
[01:06:18] Früher wurde immer gefragt, wie schwer ist dein Rollstuhl?
[01:06:20] Wie breit ist dein rollstuhel?
[01:06:22] Wie steil darf die Rampe sein?
[01:06:24] Wie sieht der aus und so weiter und so fort?
[01:06:25] Was für Mikrofon brauchst du?
[01:06:27] Und wenn man das hundertmal im Jahr beantworten muss, dann kann man auch irgendwann eine Liste machen.
[01:06:33] Ja, das stimmt!
[01:06:35] Ich finde es einfach unangenehm, gefragt zu werden, wie schwär man ist.
[01:06:39] Ich finde sollte man niemandem fragen.
[01:06:41] Das stimmt... Das wäre ja das stimmt.
[01:06:46] Ich finde es übrigens auch, also ich habe mir zum Beispiel ziemlich egal ob ich erst oder zweite Klasse fahre, das ist für mich gar nicht so wichtig aber ich bin ein bisschen hotelabhängig und brauche meine Ruhe absolut und das ist mir einfach wichtig.
[01:07:04] kann ich dieses irgendwo in einem Lärm da sein.
[01:07:10] Ich brauche so ein Rückzugsort.
[01:07:11] Das kann total verstehen.
[01:07:12] und wenn man beruflich viel unterwegs ist, das wird einem manchmal als Arroganz ausgelegt.
[01:07:19] aber ich glaube wenn man viel unterwegs isst, man wünscht sich ja nichts mehr als das eigene Bett.
[01:07:25] Genau.
[01:07:25] Und
[01:07:25] dann kennt es man schon auch froh wenn's im Hotel... Einigermaßen funktioniert.
[01:07:30] Wenn
[01:07:30] es schön ist und man sozusagen auch da auf Bude bleiben kann, also dass man sich da wohl fühlt, dass man nicht noch so rum... Weil dieses viele Mensch was man... Also das ist so das was mich am drehen ich meine wirklich anstrengend diese vielen Menschen die man um sich drum hat.
[01:07:48] Das ist auf der einen Seite schön und man ist auch interessant weil Also viel, also man hat wirklich die Chance so viele unterschiedliche Menschen zu sehen.
[01:07:57] Dann hat man das schon aber... Aber es ist wie die Kommunikation ist was mich langsam anstrengt.
[01:08:05] Hab das durch das Alter oder woran ich glaube so liegt?
[01:08:11] Kann sein dass es das Alter ist.
[01:08:14] Also doch kann sein, dass ich auch womöglich ist ja wahrscheinlich das Alter Ah, nicht mehr.
[01:08:26] Ich war sonst irgendwie so ... auch ich hab mich irgendwo hingestellt und hab irgendwas gelabert.
[01:08:31] Also, es gibt ja eigentlich fast nirgends was nicht Interessantes.
[01:08:37] Irgendwie alles immer so ganz merkwürdig.
[01:08:39] Und das kann man ja auch mitteilen.
[01:08:42] Ich teile das eigentlich auch gerne mit.
[01:08:43] Aber ich weiß nicht, wahrscheinlich bin ich ruhiger geworden, kann sein.
[01:08:48] Oder manchmal denke ich vielleicht nehm' ich auch zu viel ... Weil ich hab schon von diesem aufgerauten Zustand erzählt, dann nimmst du ja auch viel auf.
[01:08:58] Weil jetzt mit das zuviel ... Ich krieg zuvier ... Nein, ich will mich nicht als übersensibel darstellen.
[01:09:04] Aber es hat ja noch was mit dieser Situation der Arbeit zu tun.
[01:09:09] Das ist zu viel Information sozusagen Aufsauge.
[01:09:12] Vielleicht ist aber auch ein bisschen die Erfahrung.
[01:09:14] Also ich finde Alter ist etwas Negatives.
[01:09:16] So meint ich das gar nichts und so diese Erfahrung hatte halt eine Menge gesehen.
[01:09:22] Es ist jetzt auch nicht mehr alles neu und aufregend oder wild, sodass dann
[01:09:27] vielleicht
[01:09:29] zu bestimmten Dingen nichts mehr sagen möchte.
[01:09:34] Das stammt ja.
[01:09:38] Vielleicht ist es auch... Na ja!
[01:09:40] Und ich habe glaube schon mal ganz gerne geflirtet.
[01:09:42] Dafür waren so ein Set natürlich auch super mit so vielen Menschen also.
[01:09:48] Also mache ich auch nicht Gerne und find's auch... Also da hat sich ja auch ein bisschen was, also so das Plumpeflirten noch nicht.
[01:09:58] Aber es hat sich hier auch etwas verändert, dass man jetzt nicht einfach eine Frau total grob auf den Arsch starten oder ihn gar anfasst oder sowas.
[01:10:09] Das war aber so ein bisschen zu flirten mit Wortwitz.
[01:10:16] Das gefällt mir eigentlich gut.
[01:10:19] Vielleicht sollte ich mich dann auch wieder mehr eröffnen?
[01:10:21] Keine Ahnung.
[01:10:26] Mein letzter Gast hier im Podcast war Dr.
[01:10:30] Stefan Marx und Dr.
[01:10:33] Stephan Marx ist Schamforscher.
[01:10:37] Also ich schäme mich oder schahm?
[01:10:40] Genau,
[01:10:41] ich schähme mich.
[01:10:42] Ich schäbe mich!
[01:10:43] Ja also von wow
[01:10:45] das ist so ein tolles Gebiet.
[01:10:47] Das hat Bankierin einfach nochmal komplett umgekrempelt Und er hat so ein paar Sachen gesagt, seitdem ich wieder auch darüber nachgedacht habe und recherchiert habe, die mich schwer beeindruckt haben.
[01:11:01] Zum Beispiel sagte er, dass das Hauptgefühl unserer Zeit die Scham ist und dass die Charme ganz verschiedene Formen des Ausdrucks hat zum Beispiel Arroganz oder Zynismus oder Wut.
[01:11:19] Und auch Alter ist etwas Schambehaftetes.
[01:11:24] Also wir schämen uns für Alter, wir beschämen Alte.
[01:11:28] Alleine dadurch dass wir davon ausgehen, dass alte Menschen große Tasten auf dem Telefon brauchen, geht sie halt schon.
[01:11:37] irgendwie macht es ja unmündig auf einer Art oder das wir alte Menschen ... Es hat auch ein anderer Wissenschaftler der über Vorurteile forscht gesagt alte menschen unterstellen wir kompetenz aber behandeln sie wie kinder nicht wie behinderte menschen.
[01:12:00] nur dass sie inkompetent sind auch noch, aber wir betätscheln sie quasi und mein du gerade gesagt hast das irgendwie wenn du dann mit der maskenbilderin darüber sprichst wie man die locken an besten hält oder wie man über feiten erreduktionen sprich Es ist ja gerade in der Schauspielbranche, alt werden, alt sein und alte Menschen vor der Kamera auf der Bühne sehen gar nicht so üblich.
[01:12:33] Also das stimmt.
[01:12:34] also ich meine... Ich glaube?
[01:12:37] Ich weiß es nicht!
[01:12:38] Es wird jetzt alles wieder ein bisschen rückläufig mit dieser Buddy-Positivity.
[01:12:46] Also die Mörtels werden wieder dünn und also es wird jetzt alles wieder noch mehr Standard, glaube ich.
[01:12:53] Aber... Ich hoffe so sehr, weil wir komischerweise beim Film werden wir alle weniger geschminkt als die Leute draußen rumlaufen.
[01:13:05] Das wird so reduziert!
[01:13:06] Man kriegt da wirklich nur ein bisschen Wimperntusche dran, dass die Augen nicht ganz verschwinden ungefähr.
[01:13:12] Aber es ist so reduziert, also bei Babylon Berlin zum Beispiel sowieso.
[01:13:16] Da kriegst du gar kein Make-up und das macht auch... Gut die haben natürlich tolle Filter und tolles Licht aber das macht das Schöne dass du die Menschen ja auch erröten siehst was im Gesicht passiert.
[01:13:30] ich finde das so wundervoll.
[01:13:32] Und mit den Falten habe ich jetzt ein sehr ein ambivalentes Verhältnis.
[01:13:39] Sagen wir mal, ich find's bei anderen Menschen wunderschön!
[01:13:42] Die können gar nicht genug verhalten haben.
[01:13:44] Meine eigenen bin ich natürlich... Ich finde sie sitzen an der falschen Stelle und also aber wenn ich mal unausgeschlafen bin dann sehe ich auch wirklich gleich dreimal so alt aus.
[01:14:00] Also solche Sachen.
[01:14:02] Aber an sich würde ich mich Und im Großen und Ganzen muss ich sagen so eitel.
[01:14:09] Ich bin nicht ziemlich gerne, also ich interessiere mich ja sehr viel Mode aber eigentlich bin ich froh, na wo die Haare sollten sitzen irgendwie, aber und dass ich mich gar nicht zu sehr damit beschäftige.
[01:14:22] Wann hast du zum ersten Mal gemerkt das die Branche anders auf dich blickt weil du älter geworden bist?
[01:14:31] Das war schon bei mir schon lustigerweise sehr früh.
[01:14:35] Also weil ich habe ja spät angefangen, also ich hatte da irgendwann mal so auch während der Schauspielschule schon in Berlin war und schon gedreht.
[01:14:42] Aber ... Ich bin ja dann als ich nach Berlin zurückgekommen bin, hab ich ja sozusagen angefangen zu drehen.
[01:14:50] Da war ich thirty-two.
[01:14:51] Das waren die meisten schon viel zu alt!
[01:14:54] Du auch?
[01:14:56] Also eigentlich ging das... Was sollen denn mit dir anfangen?
[01:15:00] was willst du denn spielen?
[01:15:03] So sowas.
[01:15:05] Also eigentlich, eigentlich immer falsch sozusagen.
[01:15:11] Ja und dann war es natürlich auch so... Mir war das ja ich wollte erst in... Na ja, ich hab jetzt nicht an so eine riesen Karriere gedacht oder sowas.
[01:15:22] Ich wollte halt oder musste halt, da musst du ja Geld verdienen!
[01:15:27] Und dann habe ich halt immer ganz alte Männer an die Seite bekommen.
[01:15:31] also ihr habt wirklich eine Serie gemacht.
[01:15:36] Das war das erste Gruß, was ich gemacht habe im ZDF.
[01:15:39] Also sie ist jetzt neunzehntfünfeundzwanzig.
[01:15:42] da ging es um vier Freunde und wir haben alle gemeinsam Abitur gemacht.
[01:15:47] Ich war fünfvierunddreißig der Hauptdarsteller war einundsechzig die Frau dazu wo ich denn...ich war von dem die geliebte Die Frau dazu war fünfzig Und dann noch irgendjemand war auf Mitte fünfzig oder sowas.
[01:16:05] Und dann habe ich mir den Kopf zu brauchen.
[01:16:07] Ich hab das Ding gekriegt und gedacht, wow ist er geil!
[01:16:09] Da waren sich viele Drehtage.
[01:16:10] Manchmal wäre zu meinem damaligen Freund gesagt wir sind jetzt reich und so... Aber wie mache ich das?
[01:16:17] Und da habe ich gedacht ja, ich weiß, wie ich das mache.
[01:16:20] Ich mach einfach die Haare zurück also bloß diese Locken da weg.
[01:16:24] Dann sehe ich schon mal älter aus.
[01:16:25] Ich werde ein bisschen gebückt laufen.
[01:16:28] Also damit ich so ein bisschen daran passe Ja, Haare färben oder so muss ich nicht.
[01:16:33] Aber auf gar keinen Fall ziehe ich Jeans oder sowas an.
[01:16:36] So in so längeren Röcken oder so vielleicht so Faltenröcke hab mir einen Mordskopf gemacht habe sogar gedacht Vielleicht sollte ich sogar so eine Brille.
[01:16:47] und dann was war das Ende vom Lied?
[01:16:50] Ich kriegte jeans an!
[01:16:51] Ich hatte nur offene Haare.
[01:16:53] Ich hatte weiße helle Blusen an weil ich damit besonders schön aussehe dem armen Mann, den einen sechzigjährigen haben sie ganz verzweifelt versucht blond in seinen Grau zu färben.
[01:17:05] Der sah furchtbar aus wie so ein Honigtopf.
[01:17:10] also Sie haben sich in keinster Weise und wir haben Alten.
[01:17:12] dann habe ich gesagt dann werden sie das aber ändern dass natürlich kann.
[01:17:17] man muss ja nicht behaupten dass ich dreißig Jahre jünger bin aber man kann vielleicht sagen Das ist ja so was.
[01:17:27] Nein, nichts!
[01:17:28] Wir haben zusammen Abitur gemacht.
[01:17:30] Also kann man sich so ein Scheiß vorstellen?
[01:17:33] Krass.
[01:17:34] Ja, finde ich auch.
[01:17:38] Umgekehrt wäre das nie gegangen.
[01:17:39] Ich habe mir gedacht umgekehrten musste das mal bringen.
[01:17:42] Natürlich nicht.
[01:17:46] Ein anderes Beispiel... Ich habe Nalik mit meiner Frau eine Serie geguckt auf Disney Plus, amerikanische Serie Furious.
[01:17:55] Und wir haben ihm nach der vierten oder fünften Folge gesagt meine Frau zu mir ist eigentlich mal aufgefallen dass er hält in der Serie einfach ein ganz normaler Typ ist, der einfach nur nicht scheiße ist und dadurch schon hält es weil er einfach kein Arschloch ist.
[01:18:14] Und die Frauen in der Serie, die die gleichen Aufgaben machen wie er, gar nicht als Heldinnen gesehen werden sollen einfach davon ausgehen dass Frauen halt so sind.
[01:18:24] Als Mann erreichte das per Minimum um ja der Held der Serie zu sein und ich war also ja total recht und ich ärgere mich wirklich, dass man mich darauf stoßen musste und dass selber nicht gesehen habe.
[01:18:44] und es ist eine neige neue Serie.
[01:18:46] Wie heißt sie Phyllis?
[01:18:47] Phyrrius.
[01:18:48] Phyrius, also Phyrris.
[01:18:49] Genau.
[01:18:52] Habe ich wirklich interessant.
[01:18:53] Die Serie ist teilt trotzdem.
[01:18:56] Gibt einen Schauspieler mit Behinderungen, der da auch eine interessante Rolle hat und deswegen habe ich die überhaupt erst angemacht weil ich dachte, rücken wir das mal an Und diese Serie auf interspannend und top produziert.
[01:19:11] aber dieses Bärminimum von den Typen kann ich ja gar nicht mehr nicht sehen.
[01:19:17] Das
[01:19:18] fällt jetzt wirklich auf.
[01:19:23] Lass uns nicht nur über das eigene Alter speiten, sondern auch Dinge die altern.
[01:19:27] Also es gibt ja auch Filme, die schlechthaltern und es gibt Filme wie Gut-Altern oder Stücke... Was macht ein Stück aus, dass gut altert?
[01:19:42] Wow da ist sie mich jetzt!
[01:19:57] thematisch immer an diesen wichtigen Dingen bleibt, an Liebe macht.
[01:20:05] Wie lebt man?
[01:20:06] Wie stirbt man ?
[01:20:08] Wie geht man miteinander um ?
[01:20:11] Eiversucht, Neid, Ehrgeiz für Gärte zur Macht.
[01:20:20] Aber auch so ob nach unten oder nach oben getreten wird und wer ist oben oder unten
[01:20:26] in dieser Beschreibung.
[01:20:29] Und vor allem die
[01:20:29] Frau, die einfach nur hübsch sein muss Und die alte Frau, die plötzlich intelligent sein muss.
[01:20:34] Sonst wird sie gar nicht keine Rolle bekommen.
[01:20:36] Absolut!
[01:20:40] Ja und am liebsten übrigens ich glaube Am liebesten wirklich in Reihenform.
[01:20:46] beides also bloß nicht hübsch und intelligent am Anfang und am Schluss auch nicht hüpft dazu.
[01:20:56] Aber eigentlich weiß ich es ehrlich gesagt gar nicht so genau.
[01:20:59] Ich weiß nur dass sich die alten Stücke ich weiß nicht doch immer lieber gucke.
[01:21:06] Aber ich habe auch meine große Leitschaft fürs Theater ist leider nicht mehr so riesig, neulich hab' ich per Günd gesehen in der Volksbühne von einem Norweger mein Namensgedächtnis übrigens grauenhaft jedenfalls.
[01:21:26] das waren glaube ich sechs oder sieben Stunden.
[01:21:30] und außer dass da Jetzt wieder so, das haben wir auch alles in den Siebzigern oder ich zumindest schon mal in den siebzigeren gesehen.
[01:21:36] Es wird alles wieder.
[01:21:37] so viel mit Pippi und Kaka da bin ich jetzt nicht so ein Freund von.
[01:21:42] Aber Weger Dwingel heißt der Regisseur, es ging ja nicht mehr aus.
[01:21:46] Also Weger-Dwinge und Ida ist eine Kostüm-Bühnenbildnerin, tolle Räume.
[01:21:54] aber das hat mich sehr fasziniert.
[01:21:56] also da hatte ich Freude an diesem riesen Werk.
[01:22:01] Und wieder, ich weiß gar nicht so genau was ich verstanden hab.
[01:22:06] Wenig!
[01:22:06] Also ... Aber ...
[01:22:08] Sechs Stunden.
[01:22:10] Sechs schon wenig verstanden aber ich habe zumindest verstanden dass ... Ich wollte hier verstanden das Leben.
[01:22:18] Beschissen anstrengend ist.
[01:22:22] Ja und wer wird von Filmen- und Fernsehproduktionen stehen?
[01:22:26] Das ist ganz komisch, dass ich eigentlich Viele Sachen, die ich gerne geguckt habe.
[01:22:33] Ich hab früher schon immer so gerne die Lubitsch gesehen zum Beispiel.
[01:22:37] To be or not to be.
[01:22:38] Ich sehe den einfach wenn es geht alle zwei Jahre.
[01:22:41] Den finde ich so toll oder?
[01:22:43] ich habe mir immer so gern die Franzosen angeguckt und die funktionieren für mich aber immer noch.
[01:22:50] also Trifo.
[01:22:51] Es heißt nein Godard!
[01:22:53] Ich musste nicht mit Godard beschäftigen und da habe ich festgestellt das kann ich nicht mehr ertragen.
[01:22:57] Warum nicht?
[01:22:59] Das ist Ja, ganz... Das ist mir zu zynisch.
[01:23:04] Mir ist ja typisch so unsympathisch, das war er ja schon immer.
[01:23:09] Ich mag es auch auf einmal nicht mehr weil ich's inzwischen auch wahrscheinlich zu oft gesehen habe dass die Leute in die Kamera sprechen was hier damals ein Lobum war.
[01:23:18] Es hat mich nicht mehr so interessiert.
[01:23:19] Früher hat sie mich umgeblasen.
[01:23:20] Ich weiß Pierrot Luffoud war glaube ich der erste Film den ich gesehen habe von Guthaar.
[01:23:27] Nein!
[01:23:27] Ich mag' es nicht mehr.
[01:23:28] Es interessiert mich nicht.
[01:23:30] Also du meinst das tatsächlich die Kunstform.
[01:23:33] Die Kunstform, ja!
[01:23:34] Genau ich dachte jetzt eher so an Geschichten sowas wie der Mann ist dann der Oberentscheider in der Familie oder der Bechtel-Test worüber reden zwei Frauen?
[01:23:47] In Abwesenheit von Männern.
[01:23:49] Ach so!
[01:23:50] Ach siehst du da bin ich... wow also ich meine sicherlich nun so gar nicht ausstehen kann.
[01:23:59] Es sind also unsere fünftiger Jahre oder sechstiger Jahre, wenn mir einem das vorgeführt wird wie Frauen und die Männer sich verhalten.
[01:24:07] aber zum Beispiel in den alten Filmen bei den vierziger Jahren tauche ich zu gerne in diese Welt ein und da ich dass diese Filme meistens mit Catherine Hepburn sehe einfach eine unfassbar starke Frau ist, die scheitet sich doch einen ob die nun fünfzigern ist Die ist einfach präsent.
[01:24:31] und diese anderen Filme, also Marilyn Monroe gucke ich auch sehr gerne an.
[01:24:35] Aber da empfinde ich das nicht... Ich empfindet die nicht als dumm und auch mich als Weibchen!
[01:24:42] Ich mag die Sensibilität gerne und wie sie sensibel durchs Leben geht.
[01:24:48] Also das sind so ... aber da denke ich gar nicht so drüber nach dass die Jüten da doof sind.
[01:24:55] Und am Set hat sich, du bist ja schon viele Jahre dabei.
[01:24:59] Hat sich am Set irgendwie das verändert?
[01:25:01] Also es gibt jetzt irgendwie Awareness-Teams und...
[01:25:05] Ja, dass man so da drauf guckt und wie man Sex sehen.
[01:25:10] Nur habe ich damit nicht mehr so viel zu tun gestaltet.
[01:25:14] Ich finde, dass der Umgang am Set tatsächlich besser geworden ist also Dass darauf geachtet wird, dass man auf jeden Fall nicht verletzt wird.
[01:25:28] Und es geht ja vor allem um ... Ich finde schon das ist ein hierarchisches Problem.
[01:25:33] Also ich find, dass vor allem sein Produzent ein Regisseur, also sagen wir mal die wirklichen Machtposition sitzen oder einen Hauptdarsteller sitzt auch in einer Machtposition.
[01:25:45] Ich hab Filme erlebt wo Skriptfrau gesagt hat, Fickknödel!
[01:25:52] sei mal schneller in Anflüssen.
[01:25:54] Also ich meine, das gibt es Gott sei Dank nicht mehr.
[01:26:02] Das wurde auch Zeit.
[01:26:03] also wie sich da so habe ja auch meistens mit Männern am Anfang zu tun gehabt, die sich selber gefeiert haben und das war schrecklich.
[01:26:18] Also ich hab ganz oft diese Geste erlebt, dass ein Regisseur so einen Zeichen gemacht hat.
[01:26:24] Ich soll mich auf seinen Schoß setzen.
[01:26:25] Das muss man sich mal vorstellen.
[01:26:26] Da waren wir in meinen Schnellen in den Neunzigern.
[01:26:28] Wow!
[01:26:31] Und ja und das... also wenn man das nicht gemacht hat was ich natürlich nicht gemacht hatte dann hat er es schön...ich verstehe nichts.
[01:26:42] Dann kam's jetzt auf der Ebene.
[01:26:44] Wir redest zu Dälen?
[01:26:45] So
[01:26:47] Also wenn man so lange dabei ist in der Branche, ich würde sagen du hast bei der Premituerer produziert und dann kam Mitu das viel wahrscheinlich auch aufgedeckt hat.
[01:27:00] Ja man selber hat ja auch das Spiel natürlich... also wir haben es gar nicht als Spiel, also man wusste es!
[01:27:07] Ich habe als Maxime immer gehabt, jetzt überleg mal wie anstrengend das ist.
[01:27:12] Du musst die typen irgendwie damit sie dich auch besetzen muss ich dazu irgendwie kriegen, dass wir dich interessant finden.
[01:27:17] Aber bloß nicht so interessant das ihr mit dir schlafen wollen weil wenn sie mit ihr schlaffen wollen ist es scheiße und wenn Sie mit den Schlafnamens ist genau so scheiße.
[01:27:24] also Und das ein im kopf zu haben die
[01:27:29] ganze zeit
[01:27:31] Ja aber das du sozusagen den flirt motor weil das mögen die schon gerne wenn er dann ein bisschen geklimpert hast.
[01:27:38] Wenn er einen Witz gemacht hat, dann sei er noch so schlecht.
[01:27:41] Das ist ein bisschen so... von einem tollen Witz und hat sich gefreut.
[01:27:46] Also man hat sehr viel zu ... Ja ich bin habe so einen Zuspruch gegeben.
[01:27:52] Und ich kann nicht erinnern es war am Theater auch ganz schlimm.
[01:27:55] da war so ein Typ der war mir ja ein Kollege der war mehr wahnsinnig sympathisch am Anfang einem im ersten Stück Da hab' ich schon mit dem zusammengespielt Der war so traurig.
[01:28:05] Und ich mochte den so wahnsinnig gern, stellte sich heraus und hatte eine Depression.
[01:28:09] Dann war der weg vom Fenster und kam wieder aus der Klinik und dann war es Fahrstuhl übrigens.
[01:28:16] Ging die Tür auf und dieser für mich traurige große Trauerkloß, den ich so mochte, der mir sympathisch war, sagte Na da ist ja mein kleiner Sonnenschein.
[01:28:28] Du lecker Ding!
[01:28:30] Ich
[01:28:31] dachte, Scheiß!
[01:28:32] Was haben Sie mir denn gemacht?
[01:28:33] Das Falsche.
[01:28:35] Und da musste ich zum Beispiel eine Umbesetzung spielen und das war ein Stück Dürrenmatt der Meteor.
[01:28:42] Schreckliche Inszenierung.
[01:28:45] Und ich hab ne Prostifierte gespielt klar was sonst und musste zu ihm.
[01:28:49] ins Bett war danach Pause und das heißt man blieb, musste so kurz liegen bleiben bevor der Vorrang runter geht.
[01:28:59] Da fängt er an an mir rum zu fummeln ja?
[01:29:02] Und ich schlag schon mit meinem Bein aus oder so... ...und dann rannte er mich.
[01:29:06] Er hat einen Schlafanzug an und ich halte meine Nuttersachen da.. ..und dann rante er mir in die... In meine Garderobe hinterher.
[01:29:16] dort wartete meine Mutter auf mich weil ich war ein... Nach der Pause fertig, weil das war der Vorabend.
[01:29:24] Ich habe am nächsten Tag ein dreißigstens Geburtstag gehabt.
[01:29:27] Nee, Dreißigsten sogar!
[01:29:28] Und meine Mutter stand also auch da an der Garderobe wartete, weil wir noch abends weggefahren sind.
[01:29:35] und dann kommt er hinterher baut sich auf in der Gartrobe.
[01:29:39] Meine Mutter war dem scheiße egal und sagt zu mir Na da Das war Pech, das es so schnell fertig war.
[01:29:49] Sonst hätten wir uns da gut gehen lassen und da habe ich geguckt.
[01:29:55] aber ich weiß dass ich gelächelt habe.
[01:29:58] Und dann ist der verschwunden habe ich zu meiner Mutter gesagt und die lächelte auch.
[01:30:04] Ich sagte Mami!
[01:30:05] Das ist so total scheiße, das ist ein voll Idiot.
[01:30:10] und was machen wir?
[01:30:12] Wir lächeln.
[01:30:13] Du auch!
[01:30:14] Was bist du für eine Mutter?
[01:30:15] Was hast du mir beigebracht?
[01:30:17] Das ist das Letzte.
[01:30:19] Ich weiß dass ich mich darüber so aufgeregt habe... Also wir haben dann noch lange drüber gesprochen.
[01:30:25] Und
[01:30:25] das ist auch Scham übrigens.
[01:30:27] Ja
[01:30:27] genau, natürlich Ja, aber weil da man es gibt ja man kommt dann Konflikte wenn man dann jemand auch wirklich toll findet also oder.
[01:30:39] Aber das war so ein Einverrat an uns selber.
[01:30:44] Also und da kommt dann sofort bist du im Ekel drin im Selbstekel.
[01:30:49] Und wir haben Gott sei Dank Weil wir nun so viel also beide viel Humor haben haben was Dann auch irgendwie über den humor hingekriegt dass wie immer gesagt Bäh, sind wir schlimme Frauen.
[01:30:58] Damit hören wir aber auch auf!
[01:30:59] Das mache ich nie wieder.
[01:31:00] Ich glaube, ich habe es in der Form nie wieder gemacht.
[01:31:03] Also weil das war wirklich...
[01:31:05] Aber es blieb konsequenzlos für den Herrn?
[01:31:08] Ja, leider ja.
[01:31:09] Es bliebe konnt.
[01:31:10] Ich musste aber nicht mehr spielen die Kollegen da wieder.
[01:31:14] Aber sehen Sie, auch da ... Ich hab nie mit der Kollegin darüber gesprochen.
[01:31:20] Macht er das mit dir auch?
[01:31:21] Kannst du davon
[01:31:22] ausgehen?!
[01:31:24] Wir haben es sozusagen den Kampf alleine geführt.
[01:31:28] Wow!
[01:31:29] Furchtbar, oder?
[01:31:31] Und dann kam das so.
[01:31:32] und
[01:31:32] dann kam natürlich noch immer hinzu... Oh fuck jetzt hast du wahrscheinlich eben auch irgendwie mit den braunen Augen geblinzelt.
[01:31:39] Das war eine Einladung.
[01:31:40] Du hast gelächelt Der musste gar nicht anders der Arme, der musste dich anfassen.
[01:31:45] Bei mir ging's soweit wenn ich am Tisch saß und unter dem Tisch Wenn mich ein Bein berührt hat habe ich immer gedacht Oh Gott, der Arbe!
[01:31:53] Der verwechselt mich mit dem Tischbein.
[01:31:56] Also ich hab das lieber... Das ist ja auch so was Psychologisches.
[01:31:59] Ich habe lieber damit die anderen reinbleiben in meinem Leben, habe ich es lieber auf mich geschoben?
[01:32:04] Dass ich zu doof bin.
[01:32:07] Also der will ja nichts.
[01:32:09] Das ist das Tischbeinn.
[01:32:11] Der denkt, er will sich ja anlehnen.
[01:32:13] Da muss er sich unbedingt anlehmen.
[01:32:16] Aber weißt du, ich bin ganz aufgeregt wenn ich darüber spreche.
[01:32:20] aber es ist auch zum Aufregen.
[01:32:23] Du hast auf der einen Seite gesagt, dass gleichzeitig die Schauspielerinnen immer jünger und dünner werden.
[01:32:30] Trotzdem hat sich das denn verbessert?
[01:32:37] Also ich finde... Ich glaube, es gibt so eine Phase, wo wir es besonders schwer haben.
[01:32:48] Frauen sind die Wechseljahre, weil du auf einmal rausgestoßen bist aus dem System und auch aus deinem eigenen, deiner Selbstverständlichkeit und deiner Macht, der Kraft.
[01:33:04] Dafür habe ich das Gefühl, da werden wir sehr abgestraft, dass wir kein Objekt mehr sein.
[01:33:11] Und wir schämen und scharmen wieder.
[01:33:12] Wir schäumen uns auch dafür, würden das auch gerne alles tun?
[01:33:16] Ich glaube da fängt es auch an, weil er spritzt man sich mit Macht und Tod und Ideen und Krafttraining und was man alles macht um irgendwie noch dazu zu gehören um nicht wegzufallen.
[01:33:30] also ist ja auch eine existenzielle Angelegenheit.
[01:33:34] aber da ist man so richtig finde ich erbarmungslos raus Dann, wenn man da so ein bisschen drüber ist.
[01:33:41] Also ich fand jetzt meine letzten Arbeitsjahre eigentlich ganz interessant.
[01:33:46] Das ist natürlich genau was du sagst.
[01:33:47] Ich war so oft... So waren natürlich auch die Rollen... ...ich war so auf die Freundin von... also von einem Mann!
[01:33:53] Die Frau von einem Mann!
[01:33:54] Die Witwe von einem MANN!
[01:33:56] Ich habe meistens keine Beruf.
[01:33:58] keinen Beruf gehabt.
[01:33:59] Ich war einfach ganz Frau, ganz Gefühl, ganz Verständnis wahrscheinlich auch.
[01:34:06] Ganz lustig für sicherlich auch.
[01:34:08] Schamant war ich sicherlich so was halt.
[01:34:12] Wütend war ich glaube nicht.
[01:34:14] und dann kam es sich jetzt dann sagen so ja ich würde sagen Anfang, also ab Mitte Fünfzig ungefähr.
[01:34:24] Wurde ich auf einmal Richterin?
[01:34:25] Ich war ganz glücklich, muss man sagen zu viel Text lernen aber... ...ich fahre ich das so einen tollen Beruf finde!
[01:34:31] Aber es wurde niemals mir angeboten.
[01:34:34] Ich finde ich liege drauf wie sonst was.
[01:34:37] Habe ich endlich eine Richterin gespielt.
[01:34:39] Ich war eine Frau mit Beruf und ich war eine Akademikerin.
[01:34:43] Mir wurde eine Intelligenz unterstellt nachdem die Attraktivität wahrscheinlich abgezogen worden ist.
[01:34:47] Also genau solche Sachen Und das fand ich schön.
[01:34:52] Ja,
[01:34:53] also und mir ist auch übrigens die... Ich glaube eigentlich die Wärme auch wieder entzogen worden.
[01:34:57] Ich habe nie die kuschelige Oma gespielt!
[01:34:59] Ich werde natürlich... Ich hab eine Sache, dass es... ...ich habe keine grauen Haare.
[01:35:03] Also diese sind nicht gefärbt, sie sind halt so.
[01:35:06] Und ich werde doch immer wieder gefragt ob ich mir... Ich habe dann auch mal ein Grau gespielt, da hatte ich halt ne Brücke.
[01:35:12] Ob ich mich mal grau färben könnte?
[01:35:14] Dann habe ich gesagt... Da müssen mich ja dafür blondieren lassen und dann, dass da auch ... Sag ich nee das möchte ich nicht.
[01:35:22] Das kann man ja auch mit einer Berücke regeln.
[01:35:31] Also so.
[01:35:32] Man stellt ja auf der einen Seite seinen Körper zur Verfügung aber im Darin gibt es ja dann so viele Grenzüberschreitungen die ja nicht gleich sexuell sein müssen.
[01:35:40] Aber
[01:35:41] macht keine Haare anders oder rasiert sie ab?
[01:35:43] Oder was
[01:35:44] so
[01:35:44] immer.
[01:35:44] Ja genau.
[01:35:45] Das ist halt eine Auswirkung aufs Privatleben.
[01:35:47] Ganz genau!
[01:35:50] Ja.
[01:35:50] Und Männer werden ja dafür gefeiert, wenn sie ihren Körper stellen, wenn sich ein Rauschenbad wachsen lassen ...
[01:35:56] Jetzt muss man allerdings dazu sagen dass natürlich Frauen die zwanzig Kilo zunehmen und dann wieder abnehmen auch aus Gas bekommen.
[01:36:02] also so ist nicht ne?
[01:36:04] Ja okay das stimmt!
[01:36:07] Und sagen wir mal für das Gehalt und für die Art von Vorbereitung Würde ich das auch machen?
[01:36:16] Mich würde es tatsächlich, wenn ich die Zeit hätte.
[01:36:19] Würde mich das auch interessieren wie fühlt sich das eigentlich an dicker zu sein?
[01:36:25] Wie fühlten Sie sich das an... Ja also ich habe jetzt eine Frau gespielt in steifes Knie hatte.
[01:36:32] Das fand ich hochinteressant so durch die Stadt zu laufen wie das ist.
[01:36:43] Ich könnte noch super viele Fragen über die Schauspielerei stellen Also über die Frage, wie lernt man einen Text auswendig?
[01:36:52] Ja da hat jeder so seine Methode und ich muss den sehr sorgfältig lernen.
[01:36:58] Und ich habe eine Freundin von mir, die ist ganz langweilig und es funktioniert aber ganz gut.
[01:37:05] wenn der Satz einfach heißt Ich muss jetzt nach Hause dann mache ich zieh mal Und dann mache ich, ich muss.
[01:37:13] Ich muss.
[01:37:16] Und die anderen Worte hinterher und das funktioniert gut.
[01:37:21] Aber bei einem Satz kriegt man auch noch memoriert?
[01:37:25] Naja aber so ziehst du dann die ganzen Absatz durch.
[01:37:29] Also ich strukturiere mir das natürlich weil ich finde schon denken... Strukturierung kriegt man natürlich, also mit dem Sinn arbeiten kann.
[01:37:39] Ganz schlimm ist es übrigens, dass lernen sich sehr gute Texte sehr gut und schlimme Texte die so ohne Sinn und Verstand sind, lernen sich grauenhaft.
[01:37:47] Und dann hast du deine Zungebrecher da drin.
[01:37:51] Schwierige Worte, schwierige Zusammenhänge... Also da muss man biffeln einfach wirklich zu einfach lernen.
[01:37:57] ich gehe ja viel schwimmen und dann mache ich's bei auf meinen Bahnen dann immer dann schon nicht so langweilig.
[01:38:03] Und gibt es Sätze, die man nie wieder vergisst?
[01:38:06] Die man gelernt hat oder gar nicht mehr braucht.
[01:38:09] Leider ... leider die Blödszen!
[01:38:12] Ich hab bei der Tilo Novella ... gab's den schönen Satz, ähm ... Den habe ich mir gemerkt, er heißt Gibt mir Raum, Roland!
[01:38:22] Gibt me Raum, Rolatet!
[01:38:23] Ähm... und das andere ist wirklich schade, dass ich nur diese Sätze kann auch von Roterosen.
[01:38:30] Ich muss dich zu der Freundin sagen, die haben sich natürlich den Spaß gemacht.
[01:38:35] Die Autoren fahre da nicht hin!
[01:38:37] Du reibst dich da unten nur auf und es hat ein einziger Kollege den schmutzigen Doppelsinn verstanden.
[01:38:49] Die anderen haben das gar nicht ... Da bist du so auf Maschine geschaltet.
[01:38:53] Keiner hat das kapiert und wir haben uns da beermeldet natürlich.
[01:38:59] Was mich sehr beeindruckt hat, dass du ja auch Botschafterin Das
[01:39:04] ist
[01:39:05] für die DZNE-Stiftung, das ist das Deutsche Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen.
[01:39:14] Und du bist dort im Jahr zwanzig beigetreten als Botschafterin aus eigener Erfahrung heraus?
[01:39:23] Ja
[01:39:23] ich habe also meine Mutter jetzt endlich weiß ich gar nicht... den richtigen Beweis und Grunde genommen nur nach ihrem Tod gehabt, weil sie war hingefallen.
[01:39:33] Und dann wurde noch mal ein CT gemacht und das habe ich analysieren lassen.
[01:39:38] Das war sozusagen wie mir der Radiologe sagte einen Paradebeispiel eine sehr weit fortgeschrittenen Alzheimererkrankung.
[01:39:51] Im Grunde könnte man fast ins Medizinbuch machen so toll war die.
[01:39:55] also Ja, also meine Mutter hatte das.
[01:40:02] Das hat auch sehr lange gedauert bis man die Demenz überhaupt oder ich dir erkannt habe.
[01:40:06] Man war das gar nicht gewusst und sie ... Die letzten zwei Jahre war sie im Heim aber sie war schon ... Nennen wir es mal auffällig und ich fand das eine grausame Entwicklung, dass sich der Verstand auflöst.
[01:40:27] Am Ende muss ich dazu sagen, es ist interessant das bei beiden eigentlich.
[01:40:31] Also meine Beziehung mit meiner Mutter, das habe ich ja schon gesagt, die war ja ... Das war eine sehr, sehr gute, eine sehr innige, eine herzliche, fast von meiner Seite zumindest, symbiotische Beziehungen, die viel mit bewunderndem Grund zu tun hatte.
[01:40:49] und als ich hier in Berlin die Verpsichins reinbekommen da letztendlich hat sie, ihr war, Ihr Verstand war so ungefähr klein Kind Niveau.
[01:41:01] Also wir haben, ich hab Bilderbücher mitgebracht, wir haben Bilderbühche angeguckt und viele muss jeweils hier bei mir aus, also die Tierchen.
[01:41:09] Und es gibt einen schönen Laden hier an der Nähe, der hat so Schokotierchen, die sehen so hübsch aus!
[01:41:18] Sie sind nur in so einer ganz bunten Folie weil sie mochte bunte Farben gerne Gibt's da Hasen und es gibt Fische, es gibt Bären.
[01:41:26] Und da hab ich immer so eins mitgebracht, dann wurde das immer verfreite sich das auf in ihre Tiersammlung und dann wurde damit gespielt also ob man die nach Farben ordnet oder ob man sie nach Rassen sozusagen zuordnet und sowas haben wir dann zusammen gemacht.
[01:41:44] Das heißt eure Wolle haben dich plötzlich vertauscht?
[01:41:46] Total
[01:41:46] vertauschte!
[01:41:48] Und das ist auch ... ja Es ist tatsächlich, ich hab sie auch mein Mami-Baby genannt.
[01:41:56] Und sie hat auch manchmal ein Mami zu mir gesagt.
[01:42:00] Das hat sich wirklich extrem vertauscht und dann war ... Sie war es ziemlich schwach schon.
[01:42:07] Wenn ich dann so weggegangen bin, das war so spannender und Katharina quasi.
[01:42:10] Dann bin ich dann in der Havel lang gelaufen bin.
[01:42:14] Ich habe sie ganz lange gestanden, ganz lange gewinnt.
[01:42:19] Sie war ganz weich und zart.
[01:42:22] Auch das war schon ein harter Finger eigentlich bei der Chefin, also wurde ganz zart und ganz weig.
[01:42:32] Ein wunderschöner Mensch!
[01:42:35] Und abends unser Telefonat, wir haben jeden Abend um achtzehn Uhr telefoniert wenn ich gearbeitet habe hat mein Mann sie oft angerufen.
[01:42:44] dann hat sie immer... hat sie gesagt, gar nicht zugehört.
[01:42:47] Hat nur abgehoben und hat gesagt mein kleines Hühnchen jetzt hab ich ähm... Jetzt liege ich schon im Bettchen und gleich schlafe ich und dann träume ich von dir auch mit so einer Stimme.
[01:42:59] Ja.
[01:42:59] Süß!
[01:43:01] Und da als er gestorben war um damit überhaupt zurechtzukommen, hat meinen Mann, dann hat der wiederum bei uns wird nur gespielt.
[01:43:08] Ähm habe ich gesagt Josef bitte Ich ruft dich einfach an am Handy Und kannst du mir diese Sätze sagen?
[01:43:18] Dann hat er die Sätze gesagt.
[01:43:22] Zum Verarbeitung!
[01:43:26] Ja, und dann diese DZNE machen einfach unfassbar gute Projekte finde ich... Sei es durch einen Film, ich weiß nicht ob du den auch gesehen hast.
[01:43:43] Wo sie eine Umdrehung machen von einem immens kranken Frau als ein Kind und das stehen also... Die sieht man nicht!
[01:43:51] Man sieht nur das Kind.
[01:43:54] Und das sagt dann immer Ich will nicht ins Heim Ich will nicht ins Heim.
[01:43:59] Und dann sagt eine Frau, das ist meine Stimme ... Aber das haben wir doch schon besprochen und am Schluss siehst du die richtige Frau sozusagen.
[01:44:08] Also auch ne gellistische Situation?
[01:44:10] Ja, genau so umgedreht.
[01:44:12] Genau!
[01:44:15] Also jetzt ist auch Demenzwoche, ich weiß gar nicht ... Ab siebzehnt noch irgendwie sowas.
[01:44:22] Da gibt es ja auch den Alzheimer-Tag.
[01:44:26] Da haben wir auch wieder viele Interviews gemacht zusammen, die sind sehr in Bonn.
[01:44:32] Und ich hab sie kennengelernt weil die haben eine Bademantel-Challenge gemacht, die ich auch so toll fand.
[01:44:39] Hast du den mitbekommen?
[01:44:41] Ja
[01:44:41] genau
[01:44:42] und ich habe dann also dass jeder einen bademantl anhörte.
[01:44:47] Und an öffentlichen Orten und ich hab mir die Buchhandlung rausgesucht also meine von der Ich immer bin Auch
[01:44:56] eine schöne Metapher eigentlich.
[01:44:58] Das ist so nah, so realistisch.
[01:45:03] Und diesen Blick kenne ich natürlich ... Diesen verlorenen Blick, diese Nichtorientierung und Verankerung.
[01:45:11] Klar, den habe ich aufgesaugt, diesen Blick.
[01:45:15] Sie im Raum stehen sich das angucken.
[01:45:17] Ich fand es ein ganz toller Aktion!
[01:45:21] Darüber haben wir uns sozusagen kennengelernt.
[01:45:25] Das sind die von der Stiftung so unfassbar tolle Menschen und kreative Menschen.
[01:45:33] Und lustige Menschen auch.
[01:45:39] Eigentlich, wenn ich in Köln drehe, gehe ich sie besuchen.
[01:45:45] Die machen jetzt auch was Großes im Philharmonie.
[01:45:48] Ich glaube es ist am zehnten November.
[01:45:51] Das haben Sie schon ausprobiert... weil Musik natürlich auch heilt.
[01:45:58] Da ist so ein Experiment, dass man bei klassischer Musik Knöpfe drückt muss man aber nicht ... Welche Erregung wann stattfindet sozusagen?
[01:46:10] Also es sind Arbeiten mit ganz vielen, also mit verschiedenen Wissenschaftlern zusammen natürlich mit den ganzen Nobelpreisträgern und die sehe ich dann auch alle und da denke Das zum Beispiel, da denke ich.
[01:46:25] Ist das geil!
[01:46:25] Da kommt dann diese Sabine so vom Land von Wald und steht da mit diesen tollen Typen die echt was drauf haben.
[01:46:34] Und die erklären mir etwas?
[01:46:36] Für den Moment habe ich gelernt zu tun als wenn ich was verstehe.
[01:46:40] Wie versteh' ich denn auch tatsächlich im ersten Moment was?
[01:46:45] Unterhalte mich mit denen.
[01:46:48] Die haben natürlich da auch so Geräte Das können nur Physiker bedienen und das können gar keine Herzte bedienen.
[01:46:54] Also es ist Wahnsinn!
[01:46:56] Was müsste sich gesellschaftlich und politisch ändern, um auch das Stigma Demenz besser zu verstehen?
[01:47:06] Aber auch Betroffene besser zu unterstützen?
[01:47:10] Es ist übrigens natürlich auch wieder, dass es im Schaumbereich feststeckt... bei einer Familie aufgeschlossene Familie Akademiker.
[01:47:24] Da wurde, dass der Mann jetzt dem Alzheimer hat.
[01:47:27] das durfte nicht gesagt werden.
[01:47:29] Das muss man sich mal vorstellen.
[01:47:33] und auch der Umgang mit meiner Mutter den fand ich auch ziemlich unmöglich.
[01:47:41] Also das geht jetzt wieder in das Verhalten rein.
[01:47:47] also... Klar sind alle unsicher, aber du kannst zu einem dementen Menschen nicht sagen.
[01:47:53] Na?
[01:47:53] Erkennen Sie mich gar nicht mehr!
[01:47:55] Das ist ja komisch und ich habe dann doch manchmal auch ein bisschen einen Wut.
[01:48:01] und ich hab dann gesagt, jetzt stellen sie sich einfach vor.
[01:48:04] Es ist ja wohl möglich wer sie sind und fragen dich das merkt die bekommen doch mit dass meine Mutter nicht mehr alles versteht Und es ist auch keine schöne Art so zu reden, also kann man auch daran arbeiten.
[01:48:19] Aber jedenfalls ja wenn man Menschen die nicht, wo der Verstand sich auflöst den sagt man zu denen ist man erstmal freundlich weil sie wirklich alles nur noch über ihre Sinne aufnehmen können.
[01:48:32] und das tun Sie!
[01:48:33] Sie sind wach auf einer anderen Ebene dass man ihnen einen guten Tag sagt, sagt wenn man isst kein... Wenn es geht, nicht so viele Fragen stellt und bloß nicht.
[01:48:42] Möchten Sie lieber ein Eis oder einen Kaffee?
[01:48:44] Oder ein Eiskafé plus ein Stück Kuchen?
[01:48:46] Und wenn's der Kuchen ist möchten sie vielleicht Kirsche oder Moen oder Schokolade oder uns mit Sahne dazu.
[01:48:52] also das geht alles nicht sondern am besten ist du magst auch Käsekuchen so gerne.
[01:48:58] Komm wir essen beide Käsekuchern sowas!
[01:49:01] Also dass man mit einfachen Sätzen arbeitet.
[01:49:05] bei meiner Mutter muss ich sagen... Ich war sehr überrascht Weil der Humor lange ausgesetzt hatte, der kam plötzlich wieder.
[01:49:15] Und das Humor bedeutet ja dass man eine Distanz zu sich haben kann.
[01:49:20] Ich habe gedacht was ist los jetzt?
[01:49:22] kommt der Verstand, aber das war toll.
[01:49:25] Das ist einfach glaube ich weil der Druck wegfiel sich irgendwie verhalten zu müssen dass man den Menschen ganz klar zu verstehen gibt am besten küsst man sie ganz viel streichelt sie ganzviel kämpft.
[01:49:37] es ist körperlich dass man ihnen ein gutes Gefühl gibt dass sie tolle Leute sind.
[01:49:44] und bei meiner Mutter in dem Nebenzimmer Und da war ein reger Wechsel, also das heißt die Damen verstarben so am laufenden Meter ungefähr.
[01:49:56] Und dann habe ich zu meiner Mutter gesagt als ich sie besucht hab, du hör mal mita, ist er drüben schon wieder einen Wechsel?
[01:50:04] Sagt sie ja weiß auch nicht was mit der ist und so.
[01:50:07] Dann habe ich sie gesagt na gut dass du nicht in das Zimmer gezogen bist Und dann hat die einen Lachanfall gekriegt und wir haben uns da halt dort drüber gelacht.
[01:50:18] Ich habe mich so gefreut, also man kommt dran in ein paar Momente.
[01:50:28] Was müsste sich politisch ändern?
[01:50:32] Es muss mehr geforst werden es muss mehr Aufklärung.
[01:50:40] Die hinken ja der Krebsforschung, dreißig Jahre hinterher.
[01:50:46] Gefährliche Zeiten für die Forschung glaube ich, die auf uns zukommen.
[01:50:50] Also die Forschungsgläubigkeit ist nicht so populär momentan.
[01:50:54] Ich
[01:50:54] bin gerade ab und leide noch.
[01:50:56] Deshalb sage ich nur spenden, spenden auch um das alles bezahlen zu können diese Aufklärung dass man dass man das nicht dämonisiert, diese Erkrankung.
[01:51:12] Also es ist was ganz Schlimmes.
[01:51:17] aber Angst ist ja so ein fürchterlicher Faktor und den kann man durch Wissen etwas eindämmen, dass man sich klarer verhalten
[01:51:27] kann... Ja auch durch Konfrontation und Begegnungen?
[01:51:29] Ganz genau!
[01:51:30] Dass man sie nicht wegsperrt.
[01:51:33] Dass man ganz klar bei allem kein Mensch ist nur seine Diagnose Ein Mensch ist mehr als Alzheimer.
[01:51:42] Und dass man wahrscheinlich wirklich viel über Verhaltensformen... Also es gibt so viele Bücher, es gibt übrigens ein ganz tolles Buch der jetzt auch Botschaft auf einer DZNE gefördene Jo Pfeiler.
[01:51:55] Der ich denke nicht dran heißt das Buch.
[01:51:59] Der hat sozusagen eines Frühdemenz bekommen einen Moderator, der hat ran moderiert und er glaube die Diagnose schon mit neun fünfzig bekommen Und ...
[01:52:10] Palatibel auch.
[01:52:12] Ganz
[01:52:13] toll, der ganze Typ ist toll!
[01:52:15] Der ist auch in sehr vielen Talkshows, weil dem geht es wahrscheinlich durch die... Ich müsste Ihnen das mal fragen, durch das Lampenfieber so dass da ein Konzentrationsschub dann auch ist.
[01:52:26] Also er arbeitet bei der ZV also für die Künstlervermittlung.
[01:52:33] Ich weiß nicht genau was er da macht aber auf jeden Fall.
[01:52:35] Bei den Schauspielern ist er im München?
[01:52:39] Und dieses Buch ist zum Beispiel sehr empfehlenswert, weil es ist ganz toll und ganz einfach geschrieben.
[01:52:47] Also z.B.
[01:52:49] ein Beispiel er will sich einen Röhrei machen und weiß auch dass man da, da mag er Paprikapulvern das weiß ich alles kann Butter und das alles noch Und Milch und dann macht er das auch.
[01:53:07] Dann machte sich das auf den Teller und denkt, es schmeckt merkwürdig.
[01:53:13] Das schmeckt irgendwie... Ich weiß nicht, das schmeckt nicht hier überall.
[01:53:16] Und dann merkt der hat die Eier vergessen.
[01:53:19] Also das ist ein gutes klassisches Beispiel.
[01:53:25] Dadurch dass er so konkret schreibt kann man so ein bisschen in die in die Welt des Denkens und des Fühlen eines Demenzkranken einleben.
[01:53:40] Also ich hab das natürlich auch verschlungen, weil ... meine große Frage ist ja auch immer was hat meine Mutter empfunden?
[01:53:47] Und ich habe mir gedacht, ich will nur nicht dass sie Angst hat, sie soll keine Angst haben.
[01:53:53] Manche Sachen... Und es ist übrigens dann auch manchmal sehr lustig.
[01:53:57] Ich hatte ihr als ich so viel dann, ich hab in Frankreich getreten und konnte sie selten besuchen von Joseph dann immer für jede Woche ein Päckchen aufgeben lassen.
[01:54:06] Da kannst du ja nicht viel reinschicken, außer eben so ein Halstuch und so was.
[01:54:14] Ein schönes Tuch habe ich hier geschickt.
[01:54:17] Als ich dieses nächste Mal besucht hab, da hat sie sich gemerkt... Tuch war hergekommen und das hatte ich natürlich zusammengefaltet, damit es in diesen vertierten Umschlag passt.
[01:54:27] Und dann kam sie mir stocksteif entgegen weil sie das gefaltete Tuch um die Schultern hatte was natürlich ... Sie musste ganz steif laufen, damit das nicht runterfällt!
[01:54:36] Ich musste so lachen... Da war ich dann, da war ich Gott sei Dank endlich mal an einem Punkt wo ich auch adäquat immer reagieren konnte dass sich ähm.. Ich habe gelacht mich gefreut aber gesagt Mami dir steht dieses tuch so gut.
[01:54:51] und jetzt guck ma Weißt du, was das verrückt an dem Tuch ist?
[01:54:54] Das kann man ganz viel machen.
[01:54:56] Dann hab ich es hier ausgefaltet und das fand sie dann ganz toll, dass er so groß wurde.
[01:55:01] Und so ... Also, das ist jetzt oben nämlich selber zu loben.
[01:55:04] aber ich habe zehn Jahre Zeit gehabt zum Üben.
[01:55:06] also das sind die Sachen wie man schön mit denen umgehen kann, dass man nicht auch Fehler hinweist oder ungeduldig wird.
[01:55:14] Oder dann auch solche Sachen.
[01:55:16] natürlich kann der Haushalt funktioniert und ich hab immer gesagt, ich sauge jetzt.
[01:55:20] Sowas Blödes!
[01:55:21] Ich konnte doch in ... Ja, der ist schwerhörig.
[01:55:23] Ich konnte noch in den Saugen als sie geschlafen hat.
[01:55:25] Also man muss ein bisschen pfiffig werden.
[01:55:29] Dietrich Grönemeyer hat auch einen Buch darüber geschrieben bei, mit dem sind ja beide Eltern auch in Demenz erkrankt.
[01:55:34] also gibt ja nur verschiedene Demenzformen.
[01:55:39] Und dann ist wenn man da auch als Betroffener und Angehöriger die oder auch eben einfach nur als Begegnung, dann ein bisschen die Scham verliert.
[01:55:49] Da kann man eine gute Zeit haben und auch mit sich selber.
[01:55:56] Tatsächlich wäre jetzt auch einer meiner Fragen gewesen.
[01:55:59] Gibt es eine Organisation?
[01:56:01] Eine Literatur?
[01:56:02] Eine Person, die du unseren Hörerinnen empfehlen würdest?
[01:56:09] Ich denke nicht dran, oder Jo Pfeiler könnten sagen.
[01:56:11] Ja
[01:56:11] das könnte ja unbedingt... Also ich denke nicht daran.
[01:56:13] von Jo Pheiler über Demenz finde ich ein ganz hervorragendes Buch.
[01:56:19] Ich bin einen Riesenfan von Siri Hufstedt und da... Und das ist auch jedem wie zahlen Menschen der gerade in also der schlimme Verluste erlebt hat auch sehr zu empfehlen dass es Siri Huffstedts ja Und jetzt weiß ich den Titel nicht.
[01:56:41] Geister, das heißt was mit Geistern zu tun?
[01:56:45] Es reicht hier nach.
[01:56:46] Das ist nämlich wirklich ein wunderschönes tröstendes Buch und diese Frau ist so intelligent und es macht auch eine Riesenfreude und tröstet!
[01:57:00] Es hilft, tröstets, macht Freude... bringt ein zum nachdenken.
[01:57:09] Das sind doch die Sachen, die wichtig sind oder?
[01:57:11] Also dass man sich lebendig fühlt und aufgehoben fühlt.
[01:57:17] Und ansonsten... Ja ich finde, man kann sich natürlich um so viel kümmern.
[01:57:25] Also erstmal persönlich ist es ja bei mir tatsächlich die Demenz- und die Trauer.
[01:57:31] Aber Themen... Ich finde natürlich auch Amnesty International Und also unterstütze ich einen Unterstützensbettenverein, ganz tolle aufregende kluge Menschen arbeiten dort.
[01:57:45] Aber so in Berlin... Ich finde die großen Gefahren sind ja nun mal Armut und ich finde auch was Frauen angetan wird, was in der letzten Zeit wieder in Berlin passiert ist oder was in dieser tollen Serie hervorkam Adolescence das macht mich einfach sprachlos wie das wieder zunimmt.
[01:58:07] Ein Mann denkt, der hat das Recht eine Frau umzubringen.
[01:58:11] Einfach weil er ein Mann ist.
[01:58:13] und deshalb würde ich bei die Berliner Tafel noch hervorheben und das Hilfstelefon Gewalt gegen Frauen.
[01:58:22] Die Berliner Trafel-Gründerin Sabine Wert war ja auch zu Gast?
[01:58:26] Ja!
[01:58:27] Ach, dass ihr die anhört.
[01:58:28] Wie toll!
[01:58:29] Da fährt ein Freund von mir... Mein Mann macht es oft und einen Freund und ich wollte da mit ausfahren.
[01:58:36] Ja, ganz tolle Organisationen.
[01:58:38] Auch die erste Tafel in Deutschland gewesen?
[01:58:40] Ja.
[01:58:42] Sehr beeindruckend und dann so unten aus.
[01:58:45] Wenn der Aufzug dir jetzt aufgeht, liebe Sabine... Wo geht's für dich weiter?
[01:58:52] Ich hab heute einen ganz tollen Tag weil ... Ungefähr in der Stunde kommt eine ganz enge Freundin von mir, die lebt in Düsseldorf und dreht hier in der Nähe.
[01:59:03] Und sie kommt für zwei Tage und ich freue mich wahnsinnig, dass sie kommt.
[01:59:07] Ach wunderbar!
[01:59:08] Meine Friederin geht das.
[01:59:10] Sehr gut liebe Sabine super schön, dass du da warst.
[01:59:13] Aber ich habe mich auch sehr gefreut.
[01:59:14] Ich denke man denkt natürlich immer... Ich hab das unwesentliche erzählt, das wesentliche liegen gelassen.
[01:59:22] Also, wenn du das immer denkst ... Ich
[01:59:24] denke seitlich immer.
[01:59:26] Aber ich hatte das Gefühl, dieses Gespräch war tief, es war reich und warm!
[01:59:33] Ich hätte auch gerne noch so viel mit dir über Schauspielerei sprechen wollen, über Impro-, Übererfahrung am Set und was das mit einem selber macht.
[01:59:42] Ja.
[01:59:42] Das machen wir vielleicht ein anderer Mal entweder.
[01:59:44] Da hab' ich mich genau.
[01:59:45] Ich kann nur also zum Spielen... Es ist wirklich eine Vervielfältigung von Leben.
[01:59:51] Das ist eigentlich die große Freude daran, dass man durch so viel durch kann.
[01:59:56] Und ich bin am Anfang vor mir weg und fand das das Interessante.
[02:00:02] Und inzwischen finde ich es eigentlich irre, dass ich mich mitnehmen kann.
[02:00:06] Wow!
[02:00:07] Aber das nehmen wir bitte auch in den Geschichtsbücher.
[02:00:10] Also Roger Willemsen sagt, man kann das Leben nicht verlängern aber verdichten.
[02:00:14] Und Sabine Vitua sagt Man kann das leben vervielfältigen.
[02:00:18] Ja gerne
[02:00:21] Wunderschön.
[02:00:25] Vielen Dank!
[02:00:26] Ich danke dir, Lieber Raul.
[02:00:30] Danke fürs Mitfahren.
[02:00:32] Wenn ihr mögt und euch diese Folge Spaß gemacht hat, bewerte diese Folge bei Apple Podcast, Spotify oder wo auch immer ihr zuhört.
[02:00:41] Alle Links zur Folge sowie die Menschen, die mich bei diesem Podcast unterstützen findet ihr in den Show notes.
[02:00:48] Schaut da gerne mal rein.
[02:00:52] Wenn ihr meine Arbeit unterstützen möchtet, würde ich mich freuen euch bei Steady zu begrüßen.
[02:00:57] Mit einer Steady-Mitgliedschaft bekommt ihr exklusive Updates von mir und die Gelegenheit mich zweimal im Jahr persönlich zu treffen.
[02:01:07] Im Aufzug ist eine Produktion von Schönelein Media.
[02:01:10] Ich freue mich auf das nächste Mal hier im Aufzug.
[02:01:21] Diese Folge wurde dir präsentiert von Schindler.
[02:01:24] Am Anfang der Folge haben wir uns gefragt, welche Hollywood-Star in unzähligen Filmen auftaucht ohne jemals im Abspann genannt zu werden.
[02:01:31] Die Antwort?
[02:01:31] Schindleraufzüge!
[02:01:33] Wer in Filmen oder Serien genauer hinschaut, entdeckt auf vielen Aufzugstüren oder in den Kabinen unser Typenschild.
[02:01:40] So spielen unsere Aufzüger weltweit jeden Tag ihre ganz eigene Nebenrolle – nicht nur im Alltag sondern auch auf der großen Leinwand.
[02:01:48] Willst du mit uns beruflich hoch hinaus?
[02:01:51] unter schindler.de slash Karriere findest du viele Möglichkeiten um bei uns einzusteigen.</pre>
</div></div></div>
</div></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://steadyhq.com/de/krauthausen/about" class="ek-link">Dieser Podcast ist nur möglich durch die Unterstützung meiner Steady-Mitglieder</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Folge wurde dir präsentiert von Schindler Aufzüge. Willst du noch mehr über Aufzüge erfahren und vielleicht mit uns ganz nach oben fahren, dann steig gern ein. Unter <a href="https://www.schindler.de/de/karriere.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schindler.de/karriere</a> findest du viele Möglichkeiten für Einsteiger und Senkrechtstarter.</p>


<figure class="aligncenter wp-block-post-featured-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="1350" src="https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/09/Feed-Posts-im-Aufzug-2.png" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Ein hochformatiges Podcast-Cover vor einem lilafarbenen Hintergrund. Es zeigt ein Porträt von Sabine Vitua mit dunklen, schulterlangen Haaren und rotem Lippenstift, die leicht lächelnd in die Kamera blickt. Sie trägt eine leuchtend rote, seidige Bluse. Oben links steht in großen, weißen Blockbuchstaben der Titel „IM AUFZUG“. Im unteren linken Bereich ist folgendes Zitat in weißer Schrift platziert: „»Alter ist eigentlich nichts Negatives – man hat einfach schon eine Menge gesehen.«“. Darunter stehen die Angaben „Sabine Vitua - Folge 114“ und der Fotocredit „Foto: Privat“. Unten rechts befindet sich der Hinweis „Finanziert durch Steady Mitglieder“." style="height:450px;width:350px;object-fit:fill;" srcset="https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/09/Feed-Posts-im-Aufzug-2.png 1080w, https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/09/Feed-Posts-im-Aufzug-2-240x300.png 240w, https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/09/Feed-Posts-im-Aufzug-2-819x1024.png 819w, https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/09/Feed-Posts-im-Aufzug-2-768x960.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></figure>


<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-podcast-abonnieren" class="wp-block-heading">Podcast abonnieren</h2>



<div class="wp-block-wpzoom-blocks-social-icons is-style-with-canvas-round show-icon-labels-style" style="--wpz-social-icons-block-item-font-size:20px;--wpz-social-icons-block-item-padding-horizontal:6px;--wpz-social-icons-block-item-padding-vertical:6px;--wpz-social-icons-block-item-margin-horizontal:7px;--wpz-social-icons-block-item-margin-vertical:5px;--wpz-social-icons-block-item-border-radius:50px;--wpz-social-icons-block-label-font-size:16px;--wpz-social-icons-block-label-color:#2e3131;--wpz-social-icons-block-label-color-hover:#2e3131;--wpz-social-icons-alignment:flex-start"><a href="https://imaufzug.podigee.io/feed/mp3" class="social-icon-link" title="RSS" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-rss"></span><span class="icon-label">RSS</span></a><a href="https://open.spotify.com/show/0129AhRWxXuXi9LPflwltN" class="social-icon-link" title="Spotify" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-spotify"></span><span class="icon-label">Spotify</span></a><a href="https://www.deezer.com/show/3624987" class="social-icon-link" title="Deezer" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-deezer"></span><span class="icon-label">Deezer</span></a><a href="https://podcasts.apple.com/podcast/id1620854436" class="social-icon-link" title="Apple Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-apple"></span><span class="icon-label">Apple Podcasts</span></a><a href="https://https://podcasts.google.com/subscribe-by-rss-feed?feed=aHR0cHM6Ly9pbWF1Znp1Zy5wb2RpZ2VlLmlvL2ZlZWQvbXAz" class="social-icon-link" title="Google Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-google-podcasts"></span><span class="icon-label">Google Podcasts</span></a></div>
</div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-hier-findest-du-mehr-uber-mich" class="wp-block-heading">Hier findest du mehr über mich:</h2>



<ul class="wp-block-social-links has-visible-labels has-icon-color is-style-logos-only is-layout-flex wp-block-social-links-is-layout-flex"><li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-chain has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://raul.de" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M15.6,7.2H14v1.5h1.6c2,0,3.7,1.7,3.7,3.7s-1.7,3.7-3.7,3.7H14v1.5h1.6c2.8,0,5.2-2.3,5.2-5.2,0-2.9-2.3-5.2-5.2-5.2zM4.7,12.4c0-2,1.7-3.7,3.7-3.7H10V7.2H8.4c-2.9,0-5.2,2.3-5.2,5.2,0,2.9,2.3,5.2,5.2,5.2H10v-1.5H8.4c-2,0-3.7-1.7-3.7-3.7zm4.6.9h5.3v-1.5H9.3v1.5z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Webseite</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-instagram has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.instagram.com/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M12,4.622c2.403,0,2.688,0.009,3.637,0.052c0.877,0.04,1.354,0.187,1.671,0.31c0.42,0.163,0.72,0.358,1.035,0.673 c0.315,0.315,0.51,0.615,0.673,1.035c0.123,0.317,0.27,0.794,0.31,1.671c0.043,0.949,0.052,1.234,0.052,3.637 s-0.009,2.688-0.052,3.637c-0.04,0.877-0.187,1.354-0.31,1.671c-0.163,0.42-0.358,0.72-0.673,1.035 c-0.315,0.315-0.615,0.51-1.035,0.673c-0.317,0.123-0.794,0.27-1.671,0.31c-0.949,0.043-1.233,0.052-3.637,0.052 s-2.688-0.009-3.637-0.052c-0.877-0.04-1.354-0.187-1.671-0.31c-0.42-0.163-0.72-0.358-1.035-0.673 c-0.315-0.315-0.51-0.615-0.673-1.035c-0.123-0.317-0.27-0.794-0.31-1.671C4.631,14.688,4.622,14.403,4.622,12 s0.009-2.688,0.052-3.637c0.04-0.877,0.187-1.354,0.31-1.671c0.163-0.42,0.358-0.72,0.673-1.035 c0.315-0.315,0.615-0.51,1.035-0.673c0.317-0.123,0.794-0.27,1.671-0.31C9.312,4.631,9.597,4.622,12,4.622 M12,3 C9.556,3,9.249,3.01,8.289,3.054C7.331,3.098,6.677,3.25,6.105,3.472C5.513,3.702,5.011,4.01,4.511,4.511 c-0.5,0.5-0.808,1.002-1.038,1.594C3.25,6.677,3.098,7.331,3.054,8.289C3.01,9.249,3,9.556,3,12c0,2.444,0.01,2.751,0.054,3.711 c0.044,0.958,0.196,1.612,0.418,2.185c0.23,0.592,0.538,1.094,1.038,1.594c0.5,0.5,1.002,0.808,1.594,1.038 c0.572,0.222,1.227,0.375,2.185,0.418C9.249,20.99,9.556,21,12,21s2.751-0.01,3.711-0.054c0.958-0.044,1.612-0.196,2.185-0.418 c0.592-0.23,1.094-0.538,1.594-1.038c0.5-0.5,0.808-1.002,1.038-1.594c0.222-0.572,0.375-1.227,0.418-2.185 C20.99,14.751,21,14.444,21,12s-0.01-2.751-0.054-3.711c-0.044-0.958-0.196-1.612-0.418-2.185c-0.23-0.592-0.538-1.094-1.038-1.594 c-0.5-0.5-1.002-0.808-1.594-1.038c-0.572-0.222-1.227-0.375-2.185-0.418C14.751,3.01,14.444,3,12,3L12,3z M12,7.378 c-2.552,0-4.622,2.069-4.622,4.622S9.448,16.622,12,16.622s4.622-2.069,4.622-4.622S14.552,7.378,12,7.378z M12,15 c-1.657,0-3-1.343-3-3s1.343-3,3-3s3,1.343,3,3S13.657,15,12,15z M16.804,6.116c-0.596,0-1.08,0.484-1.08,1.08 s0.484,1.08,1.08,1.08c0.596,0,1.08-0.484,1.08-1.08S17.401,6.116,16.804,6.116z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Instagram</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-twitter has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://twitter.com/raulde" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M22.23,5.924c-0.736,0.326-1.527,0.547-2.357,0.646c0.847-0.508,1.498-1.312,1.804-2.27 c-0.793,0.47-1.671,0.812-2.606,0.996C18.324,4.498,17.257,4,16.077,4c-2.266,0-4.103,1.837-4.103,4.103 c0,0.322,0.036,0.635,0.106,0.935C8.67,8.867,5.647,7.234,3.623,4.751C3.27,5.357,3.067,6.062,3.067,6.814 c0,1.424,0.724,2.679,1.825,3.415c-0.673-0.021-1.305-0.206-1.859-0.513c0,0.017,0,0.034,0,0.052c0,1.988,1.414,3.647,3.292,4.023 c-0.344,0.094-0.707,0.144-1.081,0.144c-0.264,0-0.521-0.026-0.772-0.074c0.522,1.63,2.038,2.816,3.833,2.85 c-1.404,1.1-3.174,1.756-5.096,1.756c-0.331,0-0.658-0.019-0.979-0.057c1.816,1.164,3.973,1.843,6.29,1.843 c7.547,0,11.675-6.252,11.675-11.675c0-0.178-0.004-0.355-0.012-0.531C20.985,7.47,21.68,6.747,22.23,5.924z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Twitter</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-linkedin has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.linkedin.com/in/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M19.7,3H4.3C3.582,3,3,3.582,3,4.3v15.4C3,20.418,3.582,21,4.3,21h15.4c0.718,0,1.3-0.582,1.3-1.3V4.3 C21,3.582,20.418,3,19.7,3z M8.339,18.338H5.667v-8.59h2.672V18.338z M7.004,8.574c-0.857,0-1.549-0.694-1.549-1.548 c0-0.855,0.691-1.548,1.549-1.548c0.854,0,1.547,0.694,1.547,1.548C8.551,7.881,7.858,8.574,7.004,8.574z M18.339,18.338h-2.669 v-4.177c0-0.996-0.017-2.278-1.387-2.278c-1.389,0-1.601,1.086-1.601,2.206v4.249h-2.667v-8.59h2.559v1.174h0.037 c0.356-0.675,1.227-1.387,2.526-1.387c2.703,0,3.203,1.779,3.203,4.092V18.338z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">LinkedIn</span></a></li></ul>



<h2 id="h-so-kannst-du-meine-arbeit-unterstutzen" class="wp-block-heading">So kannst du meine Arbeit unterstützen!</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://im-aufzug.de/unterstuetzen/">Unterstütz mich</a></div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Podcast ist eine Produktion von <a href="https://www.schonlein.media" class="ek-link">Schønlein Media</a>.<br>Produktion: Fabian Gieske, Judith Stiegler-Trost<br>Schnitt und Post-Produktion: Hanne Pasdzior<br><br>Coverart: Amadeus Fronk</p>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-sabine-vitua/">Im Aufzug mit Sabine Vitua</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-sabine-vitua/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Aufzug mit Dr. Stephan Marks</title>
		<link>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-dr-stephan-marks/</link>
					<comments>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-dr-stephan-marks/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian Gieske]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Podcast-Folge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://im-aufzug.de/?p=3850</guid>

					<description><![CDATA[<p>Diese Woche spreche ich mit Dr. Stephan Marks, einem der führenden Schamforscher im deutschsprachigen Raum. Er ist Politik- und Sozialwissenschaftler und Autor, aber vor allem eines: ein Mensch, der sich unerschrocken einem unserer schmerzhaftesten, verdrängtesten und zugleich politischsten Gefühle widmet. Wir sprechen darüber, wie ihn die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus zur Schamforschung führte und welche [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-dr-stephan-marks/">Im Aufzug mit Dr. Stephan Marks</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-uagb-info-box uagb-block-63ad1649 uagb-infobox__content-wrap  uagb-infobox-icon-left uagb-infobox-left uagb-infobox-stacked-tablet uagb-infobox-image-valign-middle"><div class="uagb-ifb-icon-wrap"><svg xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><path d="M96 96C42.98 96 0 138.1 0 192s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192C192 138.1 149 96 96 96zM448 192c0-53.02-42.98-96-96-96s-96 42.98-96 96s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192z"></path></svg></div><div class="uagb-ifb-content"><div class="uagb-ifb-title-wrap"></div><p class="uagb-ifb-desc"><strong>Warum treibt uns verdrängte Scham direkt in die Arme von Radikalen?</strong></p></div></div>



<script class="podigee-podcast-player" src="https://player.podigee-cdn.net/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://podcast2ba52c.podigee.io/115-im-aufzug-mit-stephan-marks/embed?context=external&#038;token=HkLXVhawh0wyWiLHUQ2TGQ"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Woche spreche ich mit Dr. Stephan Marks, einem der führenden Schamforscher im deutschsprachigen Raum. Er ist Politik- und Sozialwissenschaftler und Autor, aber vor allem eines: ein Mensch, der sich unerschrocken einem unserer schmerzhaftesten, verdrängtesten und zugleich politischsten Gefühle widmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sprechen darüber, wie ihn die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus zur Schamforschung führte und welche zentrale Rolle unbewusste Beschämung beim Aufstieg rechter Bewegungen und gesellschaftlicher Spaltung spielt. Wir tauchen tief ein in die großen Fragen unserer Zeit: Warum macht uns unbewusste Scham narzisstisch und einsam? Wie unterscheiden sich die vier menschlichen Grundbedürfnisse – von Anerkennung über Intimität und Zugehörigkeit bis hin zur eigenen Integrität? Und warum ist Schamlosigkeit oft nur der verzweifelte Versuch, eigene Entwürdigung zu überspielen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stephan erklärt, wie wir in der Erziehung und Pflege Räume der Würde schaffen können, beleuchtet das Phänomen der mitgefühlten Scham und zeigt auf, warum echtes Hinsehen der Schlüssel für ein verständnisvolles Miteinander ist. Gemeinsam blicken wir auf das feine Netz zwischenmenschlicher Beziehungen, diskutieren gesellschaftliche Sündenböcke und hinterfragen den Umgang mit Leistung, Armut und Alter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stephan erforscht die Scham nicht nur theoretisch, sondern hilft uns aktiv dabei, sie aus der Schmutzecke zu holen und ihr mit Würde zu begegnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufzugtür auf für Dr. Stephan Marks!</p>



<div class="wp-block-kadence-accordion alignnone"><div class="kt-accordion-wrap kt-accordion-id3850_372b19-f0 kt-accordion-has-11-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right" style="max-width:none"><div class="kt-accordion-inner-wrap" data-allow-multiple-open="false" data-start-open="none">
<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-10 kt-pane3850_f49873-d8"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show" type="button"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">Transkript</span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<pre class="wp-block-preformatted">[00:00:01] Bei Raul im Aufzug geht es um spannende Menschen und inspirierende Gespräche.
[00:00:05] Aber hast du dich schon mal gefragt, wie weit ein Aufzug eigentlich fahren könnte?
[00:00:08] Wie bei Schindler entwickeln seit über hundertfünfzig Jahren Lösungen für die vertikale Mobilität?
[00:00:13] Da liegt die Frage nahe – wäre sogar ein Aufzug bis ins Weltall möglich oder bleibt das Science-Fiction?
[00:00:18] Die Antwort hörst du am Ende dieser Folge!
[00:00:20] Jetzt viel Spaß mit Im Aufzug wünscht Schindlern.
[00:00:35] Er ist Politik- und Sozialwissenschaftler – und Autor.
[00:00:38] Aber vor allem eins, ein Mensch der sich unerschrocken einem unserer schmerzhaftesten, verdrängtesten und zugleich politischsten Gefühle widmet!
[00:00:48] Wir sprechen über seinen Weg wie ihn die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus zur Schamforschung führte und welche zentrale Rolle unbewusste Beschämungen beim Aufstieg rechter Bewegungen und gesellschaftlicher Spaltung spielt….
[00:01:03] Wir tauchen tief ein in die großen Fragen uns erzahlt.
[00:01:06] Warum
[00:01:07] machte uns
[00:01:07] unbewusste Scham nazistisch und einsam?
[00:01:10] Und warum ist Schamlosigkeit oft nur der verzweifelte Versuch, eigene Entwürdigungen zu überspielen?
[00:01:17] Stefan erforscht sich schamlich noch theoretisch sondern hilft uns aktiv dabei sie aus der Schwutzeige zu holen und ihr mit Würde zu begegnen.
[00:01:26] Aufzugt hier auf für Dr.
[00:01:27] Stefan Marx.
[00:01:30] Die Tür geht auf und wer kommt rein?
[00:01:32] Ich freue mich wirklich sehr.
[00:01:34] Weil wenn ich ehrlich bin, ich wirklich seit mindestens zwei Jahren mich auch privat stark mit dem Thema Scham auseinandersetze Und als ich dann ein Podcast gehört habe.
[00:01:46] Mit ihm dachte ich den will ich unbedingt persönlich mal sprechen.
[00:01:50] Herzlich willkommen Aufzugtür für Dr.
[00:01:52] Stefan Marx.
[00:01:53] Schön dass du da bist.
[00:01:55] Ja vielen Dank Raul Für die Einladung.
[00:01:59] Ich beginne immer in meinem Podcast-Aufseigling mit der Frage, hattest du schon mal einen awkward Moment in einem Aufzug?
[00:02:05] Ja ich vermeide Auszüge.
[00:02:08] Weil das auch so komisch ist sich dagegen überzustehen und so... Deswegen gehe ich lieber zu Fuß, sechs, sieben Starkwerke was auch gut für meinen Körper ist.
[00:02:20] Eher so beklemmende Schweigen!
[00:02:24] Ist das auch schon Scham?
[00:02:26] Ja vielleicht schon ja
[00:02:28] Und welche Scham wäre das?
[00:02:31] Es entspricht eigentlich nicht meinem Wunsch, wie wir miteinander umgehen.
[00:02:36] Mein eigentlicher Wuns ist schon dass wir begegnern freundlich miteinander um gehen herzlich uns anschauen und Kontakt treten aber zugleich die Angst.
[00:02:54] wenn ich jetzt auf jeden Fall zugehe, war ich aufdringlich oder das konnte komisch verstanden werden.
[00:03:00] Oder die gegenüberstehende Person denkt, ich hab... Ich bin nicht ganz... Ich tickle nicht ganz richtig und ich bin komisch.
[00:03:10] So diese zwei stehen dann im Widerspruch.
[00:03:13] oft ist dann eher so die Bequemlichkeit, die mich denken lässt.
[00:03:20] Ah ja, die zwanzig Sekunden gehen auch so vorbei und man wieder eine Chance verpasst Mensch zu Mensch zu sein.
[00:03:31] Ein Ausdruck von Scham ist ja auch, dass wir dann unserem Gegenüber nicht in die Augen blicken können und das erlebe ich auf jeden Fall im Aufzug, dass man weitend auf den Boden startet oder im Spiegel oder irgendwo an die Decke aber auf gar keinen Fall das Gegenüber anschauen
[00:03:52] Ja, oder die Fingernägel plötzlich?
[00:03:54] Ja genau.
[00:03:57] Zu reinigen sind!
[00:04:01] Was ich interessant finde ist dein Weg zu diesem Thema Scham.
[00:04:04] also du bist offiziell Scharmforscher dich über die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus gebracht hat.
[00:04:13] was hat Scham mit der Frage zu tun warum Menschen sich den Nationalsocialismus angeschlossen haben?
[00:04:24] Kurz versuche.
[00:04:30] Viele Menschen haben ein voller Schamgefühl nach dem ersten Weltkrieg in der sogenannten Weimarer Republik auf verschiedenen Ebenen, also oberflächlich erst mal die Schamarm zu sein alles was mit einem damaligen Wertessystem beschämend war Arm zu sein Verlierer als Verlier aus dem Krieg zu kommen Schulden vielleicht zu haben keine Arbeitsplatz zu haben und Adolf Hitler spricht ja darüber auch.
[00:04:55] Aber auf einer tiefergehenden Ebene ist es gewiss auch die deutsche Säugniserziehung, die ja traditionell darin besteht.
[00:05:03] Und Bibi nicht anzulechnen.
[00:05:04] Das sind wir wieder bei dieser Aufzugssituation wo wir vorher sprachen.
[00:05:09] Dass traditionelle Säugelinge in Deutschland schon vor der Drei- und Dreißig erst mal massiv missachtet wurden das wird dann nochmal intensiviert.
[00:05:18] im Dritten Reich also so eine Hunger nach Anerkennung.
[00:05:22] So jetzt kommt Hitler.
[00:05:24] Wir haben ein ganz falsches Bild von Hitler.
[00:05:28] Wenn wir heute über Filme, über Hitler sehen, da sehen wir nur den letzten Teil einer Hitlerrede.
[00:05:34] aber tatsächlich hatte er einen oder zwei Stunden vorher ganz langsam ruhig geredet hat seine Geschichte erzählt eben mit anderen Worten so gedemütigt sich zu fühlen arbeitslos zu sein arm zu sein und das sozusagen die Schamgefühle der Zuhörerenden Eingesammelt.
[00:05:54] und erst ganz am Schluss hat er die Schamgefühle in Wut verwandelt gegen die Juden, gegen die Menschen mit Behinderung.
[00:06:03] Gegen die sogenannten Segueuner
[00:06:04] usw.,
[00:06:06] ähnlich wie es heute Donald Trump macht.
[00:06:08] Ein Journalist hat mal geschrieben, nimmt den weißen Arbeitern die Schamen und verwandelt sie in Wutt gegen die Mexikaner so.
[00:06:17] Die Schaben wegnehmen, das müssen Sie nicht spüren indem andere verachtet verfolgt, diskriminiert ausgegrenzt vernichtete werden.
[00:06:26] Du hast das mal so beschrieben dass quasi dann andere Minderheiten benutzt werden als Schwamm die dann die Scham alle anderen aufsaugen und dann also stellvertretend für sie sich schämen sollen?
[00:06:43] Ja um ihr eigenes Scham nicht füllen zu müssen werden andere gezogen sich zu schämeln indem Sie verachtet nicht angelächelt werden, ausgegrenzt, verhöhnt, verspottet werden.
[00:06:55] Im Extrem vernichtet
[00:06:56] werden.".
[00:06:58] Also insofern war der Nationalsozialismus eine Charme-Abwehrmaschinerie.
[00:07:03] Und könnte man das jetzt übertragen?
[00:07:05] Was gerade Donald Trump erwähnt auch auf Deutschland und den Aufstieg der Rechten...
[00:07:13] Ja, auf jeden Fall!
[00:07:14] Schauen wir uns mal die sogenannte Wiedervereinigung an.
[00:07:18] Die war ja mit massiven Beschämungen vieler Ostdeutschen verbunden, das was sie Jahrzehnte lang geleistet gemacht haben.
[00:07:26] Ihr Leben wurde plötzlich weggewischt.
[00:07:29] es gibt Firmen da die wurden von westdeutschen Firmen übernommen Betriebe ostdeutsche betriebe und dann mussten sich die Mitarbeiter in der langen Schlange bei einer öffentlichen Telefonzelle hinstellen.
[00:07:45] und dann der Manager aus dem Westen hat per Telefon angerufen ob die Menschen ihren Job verlieren oder nicht.
[00:07:51] Und hinzu kommen noch die ganzen DDR.
[00:07:54] Jahrzehnte, das war ja auch mit ganz viel Schamgefühlen verbunden.
[00:07:59] Ich unterscheide ja vier Grundformen der Scham und die letzte und für mich eigentlich so existenzielle Form von Scham ist Gewissenscham.
[00:08:06] ich blicken den Spiegel mein Gott was habe ich getan?
[00:08:10] oder ich bin mir selbst untreu geblieben?
[00:08:12] Ich bin mir etwas schuldig gebliben und ich glaube da wurden in der DDR werden ganz viele Integritäten gebrochen.
[00:08:26] Jemand, der vielleicht gerne Kunst studiert hätte und musste stattdessen in einer Fabrik arbeiten.
[00:08:34] Und das hat natürlich Auswirkungen, wenn Menschen... Das ist mir schon klar dass es eine Luxusfrage ist auch menschheitsgeschichtlich zu fragen wer bin ich, der mich selbst treu bleibt?
[00:08:46] Integrität!
[00:08:47] Wer bin ich?
[00:08:49] Und das wurde massiv verletzt Systematisch durch DDR.
[00:08:54] Und all diese Scham, also aus der DDR-Geschichte plus nochmal diese Beschälmung die mit der Westdeutschen... ...mit der Wiedervereinigung der sogenannten Verbunden waren das hat so viel Scham zurückgelassen, viel böses Blut und das hat seine Auswirkungen.
[00:09:09] Das geht nicht einfach weg!
[00:09:11] Das wird jetzt abgeräumt von rechts.
[00:09:14] Und dass abräumen von rechts funktioniert dann so, dass man einen Sündenbock sucht und identifiziert und findet sind das mal die Menschen mit Migrationsgeschichte, es sind Menschen mit Behinderung.
[00:09:28] Es sind die sogenannten Schwachen.
[00:09:32] Jetzt gibt es aber auch viele Leute, die sagen ja man muss da mit Fakten gegenarbeiten.
[00:09:38] Man muss sie ganz klar benennen, die Fehler die Rechten machen.
[00:09:44] und du sagst Ja wir müssen aber auch in den Dialog kommen dass wir eben nicht immer nur uns gegenseitig anschreien, sondern eben auch in den Dialog kommen.
[00:09:56] Und ich frage mich manchmal wo... Also hilft Dialog wirklich noch?
[00:10:00] Hat man das nicht lange versucht?
[00:10:02] oder wo ziehst du da eine Grenze?
[00:10:04] Wir haben doch gar nicht mal angefangen mit dem Dialog.
[00:10:09] Ich wohne ja bei Freiburg im Preiskaar im Schwarzwald Vor ein paar Jahren große Demonstration gegen rechts und gefühlt jedes dritte Plakat zeigte AfD und daneben so einen Kackhaufen, unser Gestank.
[00:10:24] Also die Haltung ihr seid scheiße sozusagen.
[00:10:28] und das ist natürlich genau die Tradition von der ich von der Bevorsparen dass in bestimmten Bevölkerungsgruppen ausgegrenzt verachtet werden.
[00:10:37] Und natürlich können wir sagen die haben es ja verdient aber so ändern man niemandem.
[00:10:41] Wir ändern sie und indem wir sie oder ihnen beschämen.
[00:10:44] Das ist die komische Logik dass wir denken, jemand verändert sich, verbessert sich wenn ihn oder sie beschämen.
[00:10:52] Das heißt ja nicht in den Dialog-Innen und die Außeneinandersetzung heißt der nicht das wir das Verhalten des Gegenübers gut finden.
[00:11:00] aber da beginnt er gerade.
[00:11:02] Christina Thürmerrohr hat mal geschrieben, Dialog endet oft dort wo er beginnen müsste.
[00:11:09] Das ist das Einzige was wir haben Wenn wir Menschen beschäme ändern bei niemandem.
[00:11:13] im Gegenteil wie treiben Sie erst recht?
[00:11:17] Das ist wie Öl ins Feuer gießen.
[00:11:19] Und da sage ich nicht, dass das leicht ist und dass es immer gelingt aber wir haben keine andere Möglichkeit.
[00:11:25] Was willst du denn sonst machen?
[00:11:27] Sonst wird alles immer schlimmer.
[00:11:29] Genau
[00:11:31] Ich hatte vor einigen Monaten oder Jahren sogar leider schon den Aktivisten Tadje Müller zu Gast und Tadji Müller is einer der ja Strategien der Klimabewegung Und er hat mal in dem Podcast gesagt, als Olaf Scholz Kanzler wurde.
[00:11:51] Da nannte er sich Klimakanzler und er, Tarja Müller meinte zu mir, irgendjemand muss Olaf Scholze sagen dass er es nicht ist.
[00:12:02] Dass er nicht Klima-Kanzler ist.
[00:12:04] Und je nachdem wie man das jetzt tut laufen wir quasi Gefahr, der kritisierte beschämte Kanzler vielleicht sogar, dann bockig wird und zu macht.
[00:12:20] Und wir erleben es ja auch ähnlich gerade bei zum Beispiel Friedrich Merz dass man ihm auf der einen Seite vorwirft er würde nicht empathisch sein und argumentieren und die Bevölkerung quasi beschämen.
[00:12:35] aber gleichzeitig habe ich den Eindruck wird er auch die ganze Zeit beschämt und reagiert dann umso trotziger und härter.
[00:12:43] Ist das vielleicht sogar, auch weil es jetzt hier Luxusbeispiele sind wenn wir von diesen zwei Kanzlern sprechen, ist das nicht eigentlich auch ein Ausdruck unserer Empörungsgesellschaft geworden?
[00:12:57] Vielleicht ja aber natürlich glaube ich müssen wir jemandem sagen kritische Rückmeldung geben.
[00:13:06] Das bedeutet aber nicht unbedingt Beschämungen.
[00:13:09] Gehen wir mal vom politischen Bereich Erziehung zurück.
[00:13:13] Ein tägliches Beispiel.
[00:13:16] Schweizer Schulpsychologen haben aber beobachtet, dass heute viele junge Lehrerinnen in die Schule gehen, die haben so sehr den Wunsch ihrer Schülerinnen nicht zu beschämen, das sie gar nicht mehr Stellung nehmen zu fehlen oder viel verhalten.
[00:13:29] Viele junge Lehrpersonen haben sie denn so sehr dem Wunscht bessere Lehrer zu werden, nicht zu beschämen dass sie lieber den übernächsten Schüler oder Schülerin aufrufen, aus lauter Angst zu beschämen.
[00:13:40] und darum geht es mir nicht.
[00:13:42] Nietz hat mal geschrieben was ist dir das menschlichste jemandem im Charme ersparen?
[00:13:46] Nein finde ich nicht!
[00:13:47] Der Junge der etwas geklaut haben muss man sagen stopp stehen ist nicht in Ordnung.
[00:13:51] Das ist ja keine Beschälmung.
[00:13:54] Oder einem Menschen der ein Beispiel kann sein, der etwas sagt was sich nicht in ordnung findet Ja, es gehört dazu und dass das Dialog zu sagen stoppt.
[00:14:06] Das finde ich nicht in Ordnung.
[00:14:08] Es ist ja noch keine Beschämung beschämen wird zu sagen Dass der Scheiß war das ist ein blöde oder ist ein Arschloch.
[00:14:15] Und diese Unterscheidung zwischen Scham zumuten ohne zu beschäumen das ist nicht der Kernpunkt
[00:14:20] und das ist der Dialog
[00:14:22] genau.
[00:14:23] Also meine Meinung zu sagen, das macht dann einen Unterschied.
[00:14:25] Ob ich sage Ich bin nicht ihre Meinung aus diesem oder jenem Grund?
[00:14:29] Oder ist es ein Blöder?
[00:14:30] Das ist ein Arsch und in den Sinn der Rechte sauer.
[00:14:33] Also mal auf guter Hatsch gesagt Und diese Quadratwanderung und dass kann Charme auslösen beim Gegenüber.
[00:14:40] also ich spreche durchaus dass wir manchmal In der Erziehung zum Beispiel jung Menschen Charm zumuten müssen Aber wenn es ihn nicht beschämende Weise geschieht, in einem würdevollen Kontext kann das ganz wichtige Lernenimpulse sein.
[00:14:53] Scham zumuten ohne zu beschämen
[00:14:56] Das heißt scham zumutend bedeutet genau also Die ist ja dann aus einem heraus gelebt und gefühlt.
[00:15:05] Und Beschäben bedeutet ich weise jemandem die Scham zu.
[00:15:12] Man kann Menschen nicht Aus ihrer Scham entschämen
[00:15:18] Ja, aber ich kann in der jeweiligen Begegnung einen Raum schaffen wo die Scham sein darf.
[00:15:36] Ich kann mich erstmal selber ändern so dass sich nicht beschämend auftrete und respektvollerweise mit Menschen sprechen und in den Dialog gehen.
[00:15:49] und ja es kann trotzdem zu Missverständnissen kommen Aber wir haben keinen anderen Mittel, Menschen zu verändern.
[00:15:58] Respektvoll mit Menschen reden ist auch interessant dass viele junge Menschen vor allem das Wort Respekt sagen.
[00:16:03] Das ist das wichtigste Wort.
[00:16:05] ich sage Würde dazu.
[00:16:07] Wir kommen gleich zu dem Sinn von Scham.
[00:16:10] Ich wollte nochmal kurz auf dieses Kanzler Beispiel kommen weil ich selber als Aktivist manchmal das Gefühl habe dass wir in einer Gesellschaft leben, die schon soweit ja wie sagt man sagen In ihre extreme gespalten wurden also zwischen ganz links und ganz rechts Dass sie mir einander auch gar nicht mehr erreichen können.
[00:16:40] Also die linken können die rechten gar nicht merken die rechte die linke nicht.
[00:16:45] Und wenn wir jetzt also anfangen uns politisch zu äußern oder zu wehren dann habe ich die Beobachtung gemacht, dass ganz oft die Handlung, die man tut eigentlich eher ein Bedürfnis nach Selbstwirksamkeit ist.
[00:17:08] Also ich beschäme dann vielleicht Menschen in den eigenen Reihen weil ich die noch erreichen kann.
[00:17:14] Weil ich da noch sagen kann das hast du aber nicht richtig gemacht und bei dem Kanzler würde ich jetzt mal sagen Da würde man das halt auch so machen.
[00:17:25] Da ist es irgendwie okay und politisch und medial auch inszeniert, dass wir uns alle anschreien.
[00:17:32] Aber der Dialog muss ja auch zulassen, dass ich zuhöre und nicht einfach nur wie eine Werbung meine Botschaftsende sondern eben auf die Gegenmeinung eingehen bereit bin Und das werde ich tun wir kaum noch.
[00:17:54] Genau, und das hat wiederum – ich hoffe, ich unterbreche dich gerade nicht – viel mit Scham zu töten!
[00:17:59] Denn Scham macht narzistisch.
[00:18:01] Gucken wir uns schon mal die Körperhaltung an in Zustand von massiver akuter Scham passiert sowas.
[00:18:09] Das ist winzig einigeln.
[00:18:12] Kennst du noch das Mädchen Hans mein Igel?
[00:18:15] von Brüdern Grimm.
[00:18:17] Das sind Junge, der als Igel geboren wurde und Ingrid Riel die Psychoanalytikerin vergleicht jetzt Egelverhalten mit menschlichen Verhaltensweisen.
[00:18:25] Igel haben eine ganz weiche zarte verletzliche Unterseite aber wenn wir zu nahe in einen Igel kommen dann fauchte er sich ein.
[00:18:33] Mit einem eingeilten Igel habe ich auch keinen Blickkontakt mehr.
[00:18:35] das ist immer nur die Stache und das weist auf eine wichtige Eigenschaft der Scham hin.
[00:18:41] Auch die Sprache nagt, ich schäme mich.
[00:18:42] Du schämt sich.
[00:18:43] Sie schämts
[00:18:44] dich.".
[00:18:44] Das heißt sie schähmende Person kreist radikal um sich selbst.
[00:18:49] Wir und Wurmser vergleichen das mit Narzissmus.
[00:18:52] Wursern Psychoanalytiker einer der wichtigsten Autoren zum Thema beschreibt die Scham als verhüllte Begleiterin des Narzismes dieses radikale Um sich selbst kreisen.
[00:19:03] Ich möchte mal illustrieren psychotherapeut hat Mal in der Fortbildung berichtet von einem älteren Patienten ein Älteremann, der hat Jungsexuellen missbraucht und der Therapeut erzählt über die Therapie.
[00:19:16] Seit Wochen erzählt er mir, sagt er mir das, dass sie schämt und ich kann es nicht mal hören.
[00:19:21] Es ist wichtig, daß er sich schämte aber solange es sich nur schämts kreist er nur um sich.
[00:19:26] Das heißt wer im Abgrund der Scham versinkt in der totalen Einsamkeit nur noch um sich selbst zu kreisen.
[00:19:33] und gesellschaftlich Weil wir aufgrund unserer Geschichte so eine massiv Scham überflutete Gesellschaft sind, die Schamdeutsche zu sagen.
[00:19:42] Nur mal das zu sagen, die kennen viele von uns.
[00:19:46] Wir haben daran gewöhnt in einer Anhäufung von Narzissen zu leben.
[00:19:55] Jeder kreist nur noch um sich... Da ist es so schwierig aus diesem Abgrund der Scham mal rauszugehen und den Dialog mit dem Gegenüber zu wagen.
[00:20:06] Es ist so viel einfacher, sich in seinem Abgrund der Scham zu verbalkadieren und die neuen Medien geben natürlich alle Möglichkeiten jetzt aus dieser Gruft sozusagen zum Giftpfeile loszuschicken, mit den neuen Medien anonymisiert und es vergiftet immer mehr unsere Zwischenmenschlichkeit.
[00:20:25] also Scham, zu viel Scham macht narzistisch und daher unser Unfähigkeit zum Dialog hat, glaube ich historische Gründe.
[00:20:35] Und das geht ja dann auch in die eigenen Reihen?
[00:20:37] Also wenn ich das Gefühl habe, ich wirke kaum noch nach außen gegen gerechten Beispielsweise, dann suche ich mir Leute, die ich noch erreichen kann, wo ich noch was bewirken kann nur um meine eigene Integrität nicht zu hinterfragen oder zu verletzen.
[00:20:58] Nur... der eigene Integrität treu zu bleiben, das ist eine große Leistung und es ist nicht immer einfach.
[00:21:04] Und gerade erleben wir wieder was für eine Herausforderung das sein kann sich selbst treuzubleiben.
[00:21:10] Das sozusagen die letzte von den vier Grundformen der Scham, die ich vorstelle.
[00:21:16] Also Raul, selbst wenn die Umstände noch schwieriger werden du würdest doch nicht aufhören mit deinem Engagement und dich auch nicht eben weil Ja, wir gucken oft so nach einem Erfolg.
[00:21:30] Wie sinnvoll ist das wenn ich das und das bringe?
[00:21:33] Wir tun es trotzdem!
[00:21:34] Das ist Integrität.
[00:21:36] Ich tue es um mich nicht... damit ich mir abends in den Spiegel blicken kann wie erfolgreich das ist.
[00:21:41] Das ist eine ganz andere Frage.
[00:21:43] Und meine Erfahrung ist im Hintergrund, ich bin, aus dem Jahr vierundachtzig war mit der Gruppe kleine Gruppe von europäischen Friedenswanderern durch die USA gezogen.
[00:21:54] Zeit von Ronald Reagan.
[00:21:57] uns ging's um Atomaffen Freiheit und Gewaltfreiheit in der Politik.
[00:22:02] Wir sind zum Tag so zwanzig, dreißig Kilometer gegangen und jeden Abend Präsentationen, Diskussionsveranstaltung zum Thema Atomwaffen und immer wieder Gegenwind gegen Wind.
[00:22:13] Es waren immer so heftige Konfrontation!
[00:22:17] Ja das war heftig... Ich weiß nicht was wir bewegt haben, aber ich würde es sofort wieder machen unabhängig vom Erfolg
[00:22:28] auch wenn es keinen Dialog gab man nur einander anschrieb.
[00:22:33] Wir können nur anbieten, einen Dialog und ich kann dafür sorgen dass ich in einer Haltung bin wo ich wirklich gucken kann.
[00:22:41] Wo ich wirklich zuhören kann wenn mein Glas... wir haben ja vorher von Tim Übersche... ne, haben er noch nicht gesprochen.
[00:22:49] Vielleicht sage es gerade jetzt.
[00:22:50] also Schamforsche unterscheiden zwischen einem gesunden Maß an Charme will die Psyche halb voll halb leer ist versus einem traumatischen Charm Wenn das Glasrand voll ist oder beflutet wird mit Charmegefühlen.
[00:23:08] So, wenn mein Glasrand Voll ist mit Charm gefühlt, da gibt es genügt eine Kleinigkeit ein Schälerblick oder eine Bemerkung und ich rutsche selber in die Charmeüberflutung.
[00:23:20] dann rutsch ich selber in den Charmenabwehren dem ich verächtlich aggressiv pampelt.
[00:23:24] was weiß ich bin.
[00:23:26] Das was wir tun können ist Ich sorge für meine eigene Würde indem ich gucke dass man Mein Gefäß nicht dran voll ist.
[00:23:33] Ich bin sicher Regener, zum Beispiel indem ich mit Treu
[00:23:37] bleibe.".
[00:23:40] Was ist der Sinn von Charme?
[00:23:42] Ja da müssen wir die verschiedenen Arten von Charmen angucken.
[00:23:45] Charme ist nicht gleich Charm.
[00:23:49] Können wir das gerade machen?
[00:23:49] Geht es?
[00:23:50] Ja sehr gerne!
[00:23:50] Es sind schon Bausche gebammt.
[00:23:54] Die Gefahr ist dass wir die Charme undifferenziert betrachten weil im Grunde ist Charme nur ein Oberbegriff hinter der sich vier ganz verschiedene Themen verbergen.
[00:24:07] Ich stelle sie mal vor so knapp wie möglich, wie Sie sich entwicklungspsychologisch hintereinander auftun.
[00:24:14] Ganz am Anfang das Bedürfnis nach Anerkennung.
[00:24:20] Du merkst ich habe die Schamforschung und die gewaltfreie Kommunikation zusammengeschoben.
[00:24:25] Wenn wir keine Anerkernung finden wenn wir missachtet werden, wie Luft behandelt Das Gefühl ganz am Anfang unseres Gesprächs, wir werden nicht angesehen oder verächtlich angeguckt.
[00:24:37] Blicke könnten töten wenn unser Bedürfnis nach Anerkennung verletzt wird.
[00:24:43] Siehe Säuglingsexperiment der blickte Eltern.
[00:24:49] Ab Mitte des zweiten Lebensjahres ab jetzt geht es um die eigentliche Schab.
[00:24:53] und hier ist die Botschaft seh mich an!
[00:24:58] Abmittelt des zweiten Lebensjahres heißt die Botschaft, seh mich nicht oder sehe nicht alles von mir.
[00:25:03] Das Bedürfnis nach Schutz, nach Intimität.
[00:25:06] Es geht es um die Gefühle, die zurückbleiben können wenn etwas was privat intimes körperlich-selisch öffentlich wird.
[00:25:13] Intimitätsscham Drittens das schiebt sich mit der Pubertät in den Vordergrund ist aber schon vorher da Wenn ich etwas getan habe was peinig ist.
[00:25:24] Was denken die Leute?
[00:25:25] Bin ich normal?
[00:25:27] Anführungszeichen Was denken die Leute?
[00:25:29] Die Kumpel sind die Peers, die Nachbarn, die Gesellschaft.
[00:25:34] Wenn unsere Bedürfnisse nach Zugehörigkeit verletzt werden und ganz spät wenn überhaupt das Bedürfen ist danach sich selbst treu zu bleiben.
[00:25:43] Integrität.
[00:25:44] haben wir schon darüber gesprochen Mensch überhaupt?
[00:25:47] So?
[00:25:47] ich möchte mal illustrieren an einem Beispiel Wie wichtig wie hilfreich es sein kann die Schamze differenzieren.
[00:25:54] Als Giselle Pelikot sagt hat die Schamen soll die Seite wechseln hat sie nicht die Intimitätsscham gemeint.
[00:26:02] Das haben viele Leute durch die Übersetzung falsch verstanden, das ist nämlich die Scham der Opfer von Missbrauchfoltervergewaltigung.
[00:26:10] Diese Scham kann die Seite nicht wechseln und es ist nicht gerecht wenn Folter oder Vergewaltigungsopfer mit massiven Schamgefühlen zurückbleiben.
[00:26:19] Sie hat gemeint und wir würden sagen schande Die gesellschaftliche Bewertung und traditionellen partheutralischen Gesellschaften wurde die Opfer von Vergewaltigung noch zusätzlich verhöhnt.
[00:26:35] Ihr seid da selber schuld, wenn ihr euch so bekleidet
[00:26:39] habt.".
[00:26:40] Und das meinte Giselle Pelicot – «Die gesellschaftlichen Bewertungen der Scham muss sich verändern.».
[00:26:48] Das, als ich das von dir gehört habe ... ganz viele Folgefragen gehabt.
[00:26:57] Also wie entstehen solche Übersetzungsfehler?
[00:27:00] Das ist tatsächlich, weil es wurde ja nur noch die deutsche Übersetzung genutzt.
[00:27:04] Die Scham muss die Seite wechseln.
[00:27:06] Es stand auf Plakaten und es wurden ganze Demonstrationen unter diesem Titel veranstaltet.
[00:27:13] Und dann aber nochmal zurückzugehen an den Ursprung Also an die Quelle dieser Aussage und dann festzustellen, sie meinte Schande.
[00:27:23] Was ja eine viel stärkere Aussage ist weil letztendlich der Täter derjenige ist, der am Zugehörigkeit einbüßen muss und nicht das Opfer würde das wahrscheinlich auch die Debatte ganz anders führen.
[00:27:41] Wie passiert sowas?
[00:27:42] Was glaubst du?
[00:27:43] Wir beginnen ja gerade erst, uns mit der Scham auseinanderzusetzen.
[00:27:49] Das war ja massiv tabuisiert.
[00:27:52] diese Emotionen auch in der Psychologie und der Psychotherapie Leon Wurmser den ich vor erwähnt habe.
[00:28:00] Inzwischen ein Standardwerk sein Buch Die Maske Der Scham.
[00:28:03] er schreibt in der dritten Auflage seines Buches dass das Buch in siebziger Jahren glaube ich neun Jahre lang in der Schublade lag weil Sein psychoanalytischer Institut wollte nicht, dass das Buch veröffentlicht wird.
[00:28:17] Das ändert sich und ich versuche natürlich beizutragen durch meine vielen Fortbildungen zum Thema... ...das ist zum Thema Worten weil ich glaube, ich bin überzeugt,... ...dass das das Thema unserer Zeit ist.
[00:28:27] Aber es sind natürlich extrem schmerzhaft!
[00:28:29] Das Gefühl.... Ich vergleiche das gerne mit Trauer bis vor fünfzig sechzig Jahren Trauer die ihr mir hört.
[00:28:35] was soll ich machen?
[00:28:36] Und da kam Elisabeth Kürbler raus und sagt ja es gibt dich trauer sie schmerzerft Ja aber sie hat eine Aufgabe.
[00:28:42] Und wie können Sie begleiten?
[00:28:44] Die sprechen von Schamarbeit und Schambegleitung.
[00:28:50] Ich möchte sie zum Thema machen, weil es so grundlegend ist.
[00:28:54] Wir sind voller Scham und merken das nicht oft.
[00:28:58] Das heißt die Schaden um in eigenen Braten zu versuchen und damit zu fassen, dass im Prinzip auch eine Art
[00:29:08] Kraft
[00:29:09] um die eigene menschliche Würde zu erhalten.
[00:29:15] Ist das Gefühl, dass zuständig ist für die Scham?
[00:29:19] Und wenn wir uns schämen dann wissen wir ich kann mich korrigieren.
[00:29:22] Genau!
[00:29:24] Ich bin ein Mensch.
[00:29:26] Ist ja interessant im Alten Testament, metaphorisch.
[00:29:30] Dort wo der Mensch beginnt, beginnt die Charme und wenn wir die Charm weghauen verlinne unsere Menschlichkeit.
[00:29:36] Das ist die Fähigkeit auf uns selbst zu blicken, Adam und Eva.
[00:29:40] Oh, ich bin ja nackt.
[00:29:43] Ich bin in einer sozialen Situation und da passiert etwas, was nicht in Ordnung ist.
[00:29:50] Oh!
[00:29:51] So möchte ich eigentlich nicht zahlen oder ich bin im Aufzug und übersehe jemandem weil ich so beschäftigt bin mit meinen eigenen... Was war es sich?
[00:30:00] Dann ist ein leichtes Gefühl abends der Scham her scheiße.
[00:30:05] Denn hätte ich doch das vielleicht auch wollen nicht... Hätte ich doch angucken können.
[00:30:09] Vielleicht wäre eine Chance gewesen.
[00:30:12] Du hast gerade gesagt dass Schamen ein sehr starkes Gefühl ist, sowie Trauer.
[00:30:21] Ich habe mich gefragt ob Scham nicht vielleicht sogar ein schlimmeres Gefühl
[00:30:25] war.
[00:30:26] Ja, definitiv.
[00:30:28] Eines der schmerzsaftesten Gefühle überhaupt.
[00:30:30] Im Zustand von massiver Scham gibt es eine interessante Forschung von Gehirnforschern.
[00:30:36] Eventuell rutschen wir in den Zustand über Lebensangsten, dieselben Regionen aktiv wie bei Überlebensangst Und das ist so schmerzhaft.
[00:30:45] weg von der Angstquelle.
[00:30:46] Gehörnforscht bringt von Fight, Flight oder Heid weil es so schmierzhaft ist alles andere weniger unerträglich.
[00:30:53] Fight, flight or heid angreifend.
[00:30:56] Andere werden verächtlich arrogant gewalttätig angegangen habe mir vorhin drüber gesprochen oder gegen mich selbst gerichtet weg von einer Angstquelle.
[00:31:06] sich unsichtbar machen.
[00:31:08] Das
[00:31:08] sind zum Selbstmord?
[00:31:09] Genau!
[00:31:10] Lieber tot als rot wenn rot die Farbe der Schaden ist.
[00:31:16] Wie kann aber eine Kraft, die so zerstörerisch ist gleichzeitig so wertvoll sein?
[00:31:26] Ich möchte mal illustrieren, vielleicht wird es dann deutlich wie wertvoll sie ist in jeder Situation.
[00:31:35] nehmen wir an ich wäre ein Schüler.
[00:31:37] ob ich kann sich übertragen auf unsere Gesprächssituation.
[00:31:41] nehmen wir nicht ein Schüler.
[00:31:42] ich habe ne Idee mein Bedürfnis nach Anerkennung sagt Guck doch mal, meine Idee ist auch interessant.
[00:31:51] Oder unser Gespräch.
[00:31:53] kann ich das hier... Ich möchte, dass ihr meinen Gedanken wahrnimmt.
[00:31:59] Mein Bedürfnis nach Schutz warnt mich.
[00:32:01] wenn ich meine Idee sage werde ich ausgelacht verachtet.
[00:32:04] jetzt habe ich Fantasien.
[00:32:05] was es eigentlich so ein Podcast weiß ich ja kaum.
[00:32:08] wer sieht das?
[00:32:09] kriege ich jetzt irgendwie so Hassmails oder so?
[00:32:12] dann sag ich vielleicht dieses oder jenes nicht oder macht sich jemand lustig über mich.
[00:32:17] Wenn ich meine Gedanken sage Denken die Leute, ich habe eine Knecke.
[00:32:23] Der ist auch der Spind aber ein komischer Typ.
[00:32:26] Wir hatten Daraul da eingeladen und wenn ich das nicht sage, bin ich, wenn ich dieses Regenis nicht sage aus Angst ausgegrenzt zu werden, bin Ich mir selbst untreu geblieben.
[00:32:38] Wenn mit Zugehörigkeit so wichtig ist was muss ich stattdessen tun oder sagen um mich bei der Gruppe bei den potenziellen Zuschauern zu hören einzuschleimen?
[00:32:50] Wenn mir Integrität so wichtig is wieviel Einsamkeit ertrage ich, die das eventuell bedeutet.
[00:32:57] Und dass man in jede Situation was kann nicht zeigen?
[00:33:00] Nicht Anerkennungsschutz gehört dazu.
[00:33:03] oder denkt die Leute so und es ist eigentlich unser zwischenmenschliches Leben steht raus.
[00:33:09] Das heißt Ich kann es nur freischmachen und Es ist ein permanenter Balance von Wie viel dieser vier Schramarten ich quasi zulasse.
[00:33:24] Wohl dem, der in einem ... In einen Kontext lebt.
[00:33:28] In einer Gesellschaft.
[00:33:29] In einem Team.
[00:33:30] In eine Familie.
[00:33:31] In ein Freundeskreis wo alles zusammengeht.
[00:33:36] Wo ich mich zeigen darf.
[00:33:39] Wo meine Grenzen respektiert werden.
[00:33:42] Wo Ich dazugehöre auch wenn ich mir selbst treubleibe.
[00:33:47] Ob viele Menschen erleben es als entweder oder und das ist schmerzhaft ja Also es ist schon ideal, schon großes Glück und Privileg alles das zu erleben.
[00:34:02] Aber für mich die Vision einer menschenwürdigen Schule ist auch Auftrag des Grundgesetzes.
[00:34:08] Menschenwürde, unsere Behörden, Auto der Wertschätzer, ein Auto wo wir das alles erleben wird deutlich.
[00:34:15] da haben wir noch viel Arbeit vor uns.
[00:34:18] Wie hat sich dein... Schamgefühl geändert, seitdem du dich wissenschaftlich damit auseinandersetzt.
[00:34:25] Schämst du dich weniger oder erkennst du schneller was gerade passiert?
[00:34:30] Letzteres Jahr!
[00:34:32] Ich erschähl mich mehr ja aber ich muss nicht mehr weg hauen.
[00:34:36] Ja und das ist manchmal schmerzhaft.
[00:34:38] jetzt eben der Situation vorhin da hab' ich mich blöd vor einem Aufzug habe ich mich Blöd fallen dass es schmerzwert immer wieder zu sehen diesen Blick auf mich aber das macht mich als menschen aus Nachhinein.
[00:34:53] Es hat sehr viel gemacht, die Begegnung mit der Scham.
[00:34:58] Ich meine im Grunde was wir besprechen ist ja nichts Neues.
[00:35:02] Wir kennen das doch alles.
[00:35:03] nur ich versuche es jetzt bewusst sein zu heben und eine gefühlte Scham ist ein anderer als wenn die Scham unbewusst so irgendwie ist.
[00:35:12] Eine gefüllte Schame ist immer noch schmerzhaft aber einen unbewussten Scham vergift.
[00:35:20] Ich verstehe... Das ist spannend!
[00:35:24] Ich bin völlig begeistert von diesen ganzen Erkenntnissen, die wir glaube ich gesellschaftlich viel zu wenig beleuchten.
[00:35:35] Die ich aber auch durch diese Recherche immer wieder mitbekommen habe weil wenn ich zum Beispiel aus der Perspektive eines behinderten Menschen auf das Thema Scham blicke dann gibt es also wahrscheinlich wie viele andere nicht beinahe Menschen auch kennen die Körperscham, also wie man aussieht.
[00:36:00] Die Scham fremde Menschen um Hilfe zu bitten und zu wissen das Scham etwas ist dass man immer mit sich selber ausmachen muss Und man gar nicht andere dafür verantwortlich machen kann.
[00:36:16] Dass man sich schämt Ist glaube ich das was wirklich Das ist was mir Am schwersten fällt weil Wenn man aktivistisch unterwegs ist, dann ist man auch sehr schnell dabei.
[00:36:32] Das meinte ich vorhin auch mit dem Gefühl von Selbstwirksamkeit, sehr schnell den Grund im Außen zu suchen.
[00:36:42] Es gibt zum Beispiel in der Behindertenbewegung den Spruch Wir sind nicht behindert wir werden behindert.
[00:36:48] und da denke ich so ja aber Ich bin auch behindert.
[00:36:53] Ein Aufzug hilft mir nicht immer Wenn ich mir einen Wein gebrochen habe, hab' ich ja trotzdem Schmerzen.
[00:37:00] Da hilft mir kein Aufzug.
[00:37:02] Er hilft mir vielleicht hochzukommen ab die Schmerz und bleiben.
[00:37:05] Die Schmerze bleibt bei mir.
[00:37:08] Sie kann nur Ich bewältigen und Hand haben.
[00:37:12] Das heißt wenn wir sagen Wir sind nicht Binnert, wir werden behindert ist das ja nur ein Teil der Wahrheit.
[00:37:20] Weil die andere Wahrheit ist man is es eben auch.
[00:37:23] Und das auszuhalten und zu akzeptieren und anzuerkennen, macht es nicht weg.
[00:37:30] Aber vielleicht handhabbarer!
[00:37:36] Was denkst du darüber?
[00:37:40] Ich würde gerne auf ein Wort von dir eingehen.
[00:37:44] Du sagst ich bin behindert.
[00:37:47] Die Schwierigkeit bei der Scham, ich bringe mal ein unverfängliches Beispiel.
[00:37:52] Nimmer hat einen Fehler gemacht.
[00:37:54] die Scham macht daraus, ich bin ein Fehler.
[00:37:56] Ich habe dieses oder jenes erlebt, wird durch die scharmende Botschaft über die ganze Person.
[00:38:02] Deswegen ist die Scham so total ich bin!
[00:38:06] Deswegen sind die Lösungen, die Auswege aus der Scham oft so total bis hinzu wollte den Totalen Krieg.
[00:38:15] Jeder du bist Satz oder ich bin Satz.
[00:38:19] das sind wir im Scharm-Modus.
[00:38:20] Ich würde sagen Raul Du hast eine Behinderung und es fühlt sich anders an.
[00:38:26] Im Scharmmodus Verhalten oder diese oder jene Eigenschaft verklebt mit der ganzen Person.
[00:38:34] Sobald so lang wir im Schammodus sind und diesen Scham modus verstärken wird durch jeden, du Bissatz.
[00:38:39] zum Beispiel Erziehung.
[00:38:40] Wir können einem Kind tausendmal sagen Du bist toll!
[00:38:42] Du bist super!
[00:38:44] Eine nette Frankenberger Familientherapeutin spricht von der Tollwut.
[00:38:47] manche Eltern die alles toll finden.
[00:38:49] Du bist toll gut gemeint aber mit jedem du bis Satz
[00:38:53] wird
[00:38:54] aus diesem Verhalten verarbeitet als Botschafter über die ganze Person, stellen mir auch vor so den neuronalen Verknüpfung im Gehirn.
[00:39:02] So immer automatischer wird dich aktivst getan oder erlebt sozusagen Botschafte über die ganzen Personen.
[00:39:07] Gut gemeint aber das Problem entsteht spätestens dann wenn das Kind eine Mathe sechs schreibt.
[00:39:13] Mathe Sechs schrieben.
[00:39:14] ah ich bin Versager!
[00:39:16] Deswegen verhalten und Personen trennen.
[00:39:20] also Raul du hast eine Behinderung ja?
[00:39:23] Aber du bist nicht behindert Fühlt sich, glaube ich, anders an auch.
[00:39:28] Das heißt du hast die Matheaufgabe nicht so gut gelöst?
[00:39:31] Anstatt Du bist schlechte Mathe.
[00:39:33] Genau.
[00:39:35] Du bist ein Versager.
[00:39:39] Alle, du bist Sätze!
[00:39:40] Am besten keine, du bis Sätze.
[00:39:42] Spezifisches Verhalten benennen.
[00:39:44] Da hast du dieses jenes getan und so weiter.
[00:39:47] Anstalt ist es auch eine Anmaßung.
[00:39:49] Ich wüsste wer du bist.
[00:39:51] Und vielleicht hilft uns das aus der Nummer rauszukommen... Ich schrie zu viel.
[00:39:57] Ja, ich finde das unfassbar spannend weil ich schon auch das Gefühl habe dass in der Community der Menschen mit Behinderung dieses Scharnthema also den was im meinem Kosmos wenig beleuchtet und bearbeitet wird und wenn dann sehr oft von nicht behinderten Therapeutinnen Und dann führt sich es manchmal zu sehr an wie so ein Arztbesuch Und weniger wie ein Ich erforsche, wie andere die eine Behinderung haben das erleben sich darüber auszutauschen und so.
[00:40:42] So dann es muss dann therapiert werden.
[00:40:48] Dabei kann man ja auch sagen natürlich gibt das einen Spektrum.
[00:40:53] jeder von uns empfindet irgendwie eine Art von Scham und das ist auch okay.
[00:40:58] jetzt muss die tatsache eine Behnderung zu haben ist nicht der Automatismus deswegen Therapie zu brauchen.
[00:41:09] Meintest du mit Therapie, dass die Scham weg soll?
[00:41:12] Zum Beispiel ja!
[00:41:13] Ja, das ist ein Riesenthema.
[00:41:17] Darf ich eine Geschichte erzählen dazu?
[00:41:18] Gerne!
[00:41:19] Bekannte von mir hat man erzählt er und seine Frau sie haben ihren Sohn besucht mit dessen Familie Und im Laufe dieses Wochenendbesuchs hatte Enkelsohn die Oma gehauen.
[00:41:29] Irgendwann sagt die OMA zum Enkelsohn Tobias Herr Auftutust me weh Und je schämt sich der kleine Tobias.
[00:41:36] Und als ich schäme, dass Tobias kommt zum Opa und kuschelt sich sondern arm.
[00:41:39] und dann sagt der Opa, Tobias du brauchst dich aber nicht zu schämen.
[00:41:45] Wurden wir so umgehen wenn ein Kind traut weil die geliebte Schwester gestorben ist?
[00:41:48] Du musst da aber nicht trauig sein!
[00:41:50] Natürlich darf kein Kind trauen und genauso denke ich das Tobias sich schämend nach.
[00:41:55] Denn weil dir Scham so schmerzhaft ist steckt für Tobias... ...der Entwicklungsimpuls drin.
[00:42:01] Das möchte ich nie wieder tun.
[00:42:03] Wenn wir gut gemeint dem Tobias die Charme nehmen, dann nehmen wir ihm den Stahl für moralische Entwicklung.
[00:42:10] Ich glaube das hat der Opa nicht ausgehalten.
[00:42:13] Wenn der Oma in Kontakt wäre mit der Charme, könnte er eine Haltung vermitteln, die möchte ich mal so umschreiben.
[00:42:19] Tobias ich kenne die Charm und weiß wie sie sich anfühlt.
[00:42:23] Extrem schmerzhaft ja?
[00:42:25] Von daher glaube ich kann mich einführen wie es dir gerade geht.
[00:42:28] Willkommen!
[00:42:30] Hier bei mir darfst du sein mit deiner Scham.
[00:42:32] Ich nehme dich ernst, ich werde deine Scham nicht banalisieren und bagatellisieren.
[00:42:37] Du brauchst dich nicht zu schämen einerseits aber andererseits werde ich dich auch nicht zusätzlich beschämend verspotten verhöhnen lächerlich machen in die Ecke stellen das nämlich die lange Erziehungstradition aus der Willkommen.
[00:42:49] über Jahrhunderte war pädagogik erziehungen gleich beschähmend Und aus dieser langen, langen Tradition einer beschäbenden Pädagogik sind beim Lauf der letzten Jahrzehnte ins Gegenteil geschwungen.
[00:43:00] Du brauchst dich nicht zu schämen.
[00:43:02] Weil das halte ich nicht für hilfreich.
[00:43:05] Ich schlage einen dritten Weg vor und er heißt bekommen ihr darfst du sein mit deiner Scham?
[00:43:10] Ich nehme dich ernst und ich werde dich nicht zusätzlich
[00:43:13] beschämen.".
[00:43:14] Das nenne ich ein Raum der Würde.
[00:43:16] Diesen Raum kann ich aber erst dann zur Verfügung stellen wenn ich in Kontakt bin mit der Scham.
[00:43:23] Ja.
[00:43:25] Wenn ich bei mir die Scham weghaue, kann ich diesen Raum auch nicht bieten?
[00:43:29] Da fänden eine andere Anekdote ein.
[00:43:35] An meiner Grundschule gab es einen Schulpsychotherapeutin der für die Kinder da war.
[00:43:41] Meine Schule war eine Schule wo Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet wurden Und man hatte damals die Idee dass es sinnvoll sei ein Psychotherapeuten in der Schule zu haben falls das irgendwie Bedarf gibt für die Kinder, egal ob behindert oder nicht.
[00:43:57] Und einen zwanzig Jahre nach meiner Schulzeit habe ich diesen Schulpsychotherapeuten auf einer Veranstaltung wieder getroffen und er ist relativ bekannt in der Inklusionspädagogik weil er viele Konzepte auch mitgeschrieben hat wie man Kinder mit- und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet und so.
[00:44:20] Ich hab ihn gefragt woran arbeitest du gerade?
[00:44:23] Das ist dein Thema Keine Ahnung, in den Zeitausendzehnerjahren.
[00:44:28] Was ist dein Thema?
[00:44:30] Woran du gerade arbeitest zum Thema
[00:44:31] Inklusion?".
[00:44:33] Und dann sagte er, seit Neuestem unterrichten wir an der Grundschule auch Kinder, die im Laufe ihres Grundschulalters sterben werden.
[00:44:44] Das heißt, die Kinder bringen das Thema Tod mit in die Klasse und was ihn überrascht hat war dass die Kinder natürlich traurig sind, wenn jemand stirbt und dass das furchtbar ist für Kinder.
[00:45:01] Dass aber gar nicht die größte Herausforderung für ihn war, sondern die größten Herausforderungen für ihn waren die Erwachsenen, die Lehrerinnen, die Eltern, die mit dem Thema Tod nicht umgehen konnten und dann den Kindern eben genau diese Sätze gesagt haben wie du musst nicht trauriger sein ihnen das wirklich schockiert hat auf eine Art, dass da so viel unbearbeitet ist bei erwachsenen Menschen die ja dann auch fünfzig oder sechzig Jahre alt sind.
[00:45:35] Die vielleicht auch viele Beerdigung schon erlebt haben in der zweiten Lebenshälfte wie man so schön sagt, sodass wir als Gesellschaft eigentlich gut daran täten, so früh wie möglich mit dem Thema Trauer, Scham und Tod umgehen zu lernen.
[00:45:58] Und dass da ein Ausdruck dessen ist.
[00:46:05] Das passt in deine Anekdote.
[00:46:09] Danke schön!
[00:46:11] Gleich geht es weiter... Wenn du diesen Podcast unterstützen möchtest dann kannst du das mit einem kleinen monatlichen Beitrag tun.
[00:46:18] Im Gegenzug kannst du alle Folgen vorab hören und wirst wenn du das möchtesst hier im Podcast namentlich genannt.
[00:46:25] Alle Infos findest du auf im-aufzug.de.
[00:46:28] Diese Woche geht der Dank an meine Steadyunterstützerin Evelyn, Sarah und Karl.
[00:46:34] Ende der Servicedurchsage.
[00:46:35] viel Spaß beim zweiten Teil der Folge.
[00:46:41] Ich habe mich gefragt bei der Polarisierung unserer Gesellschaft gibt es ja auch Schamlosigkeit.
[00:46:50] Nein das heißt wir machen schlimmste Handlungen.
[00:46:56] Wir zünden eine Asylbewerberunterkunft an oder wir jagen Menschen auf der Straße.
[00:47:03] Wir auch ein paar Rollen raus und steckt in Schamlosigkeit nicht extra viel Scham.
[00:47:15] Ja, ja genau weil die Scham so schmerzhaft ist alles andere weniger unerträglich als die Schamen.
[00:47:22] Wir graten in Zustand von Überlebensangst und dann nur weg, weg.
[00:47:26] Es gibt Gernforsche die haben geschaut auf der Ebene von Sympathikus Parasympathicus.
[00:47:31] Das sind die beiden Nervensysteme die aktiv-passiv Anspannung, Entspannungsregulieren Und normalerweise arbeiten die abwechselnd wie so eine Wippe.
[00:47:39] So ein Gernforcher hat beobachtet im Zustand von massiver Akuterscharmen Sind beide Systeme extrem hochgefahren In Zustands von extrem aktiv unzugleich extrem passiv.
[00:47:49] Deswegen werden manche rot, manche bleich.
[00:47:51] Es kann auch sein dass jemand kippt.
[00:47:53] Ich habe neulichen Roman gelesen und da stand ... Sie ableichte und finde es jetzt zu spät.
[00:47:59] Sie wurde rot!
[00:48:00] So... Es gibt eine charmrelevante Situation und wir können nicht nicht reagieren aber unsere Reaktion geschien nicht primär aufgrund der höheren Gehirnfunktion sondern aus einem merkwürdigen Zustand von extrem aktiv und so gleich extrem passiv.
[00:48:15] Was passiert da?
[00:48:16] Wir haben mal den Sportunterricht beobachtet, eine kleine Studie gemacht Schüler, Jungs beim Fußballspiel und da gab es eine Szene.
[00:48:22] Ein Schüler macht ein Fehler, einen schlechten Pass.
[00:48:25] Er wird ausgelacht von seinen Mitschülern, dann konnten wir genau beobachten in ein paar Momente später wie diese ausgelachte Schüler plötzlich brutal eine Mitschule in die Knochen tritt.
[00:48:34] Das heißt er springt aus.
[00:48:35] der Scham.
[00:48:36] indigo-Wald.
[00:48:37] das ist schwieriger bei der Scharm dass kaum jemand sagt ich schäme mich sondern andere Verhaltensweisen weil die Scham so schmerzhaft ist und alles andere weniger unerträglich ist.
[00:48:49] Umso mehr dann, wenn wir so tun als gäbst du die Scham gar nicht mehr.
[00:48:54] Wir haben dir das Buch sein
[00:48:55] abgeschafft.".
[00:48:57] Wenn der Lehrer diese Situation beobachten würde könnten alle Schüler lernen.
[00:49:00] ja es gibt Fehler und sind mit Schamen verbunden.
[00:49:03] wie wollen wir damit umgehen?
[00:49:05] Eine konstruktive Fehlerkultur.
[00:49:08] Diese Lernchancen geht vorbei.
[00:49:10] vielleicht kriegt der Lehrer den Sportlehrer das nicht mit oder bekommt er's mit aber er versteht das Drama nicht weil Scham gehört Nicht oder kaum zur Lehre, Schwadlehrer ausbilden.
[00:49:22] Kann aber sein dass der Lehrer zusätzlich noch den Schüler verspottet.
[00:49:26] Das heißt das Schüler der sich schämt für seinen Fehler und es ist eine eigene Leistung.
[00:49:31] Ich schäme mich.
[00:49:32] so jemand möchte ich nicht sein das eine eigene Leistung.
[00:49:35] er würde zusätzlich beschämen von Mitschülern und kriegt nach einer Portion Sport Beschälmung durch den Lehrer obendrauf.
[00:49:41] Und was die Schüler was alle Schüler lernen in diesem Unterricht ist Schamgefühle durch Lachen treten zu ersetzen.
[00:49:49] Und wenn das wieder und wieder passiert, kann das mit der Zeit zum heimlichen Lehrplan dieses Unterrichts werden.
[00:49:54] Die Schüler lernen mit derzeit Schamgefühle durch Wörbebale oder körperliche Gewalt zu ersetzt.
[00:50:01] In meinen fünf Jahren in den USA habe ich auch vielen Highscrews unterrichtet.
[00:50:05] Rückblickend muss sich an bestimmte Jungs denken – es waren oft solche Kerle, die dann so eine bestimmte Karpersprache haben.
[00:50:14] Kennst du vielleicht auch so etwas?
[00:50:16] so massig gewaltbereit auftreten, sodass keiner auf die Idee kommt, dass hinter diese Maske an Gewaltbereitschaft steht.
[00:50:24] ein junger Mensch der psychischen seine Überleben kämpft.
[00:50:27] Charme und worauf erziehende wenn überhaupt reagieren ist diese Gewalt Bereitschaft aber den Menschen dahinter in existenzieller Not vorträufig übersehen.
[00:50:36] Aber es kann sein das der Junge der so durch die Schule geht zur Gewaltbreitschaft, dass der nach Respekt Bewunderung kriegt.
[00:50:42] Das ist ein richtiger Mann!
[00:50:43] Was sind Kerle?
[00:50:45] Warum sollte er dieses extrem schmerzhafte Gefühl der Scham noch spüren, fühlen empfinden?
[00:50:52] Wenn er stattdessen was anderes macht.
[00:50:54] Gewaltbrei durch die Schule marschiert.
[00:50:57] Warum solltet es noch führen wenn er dafür noch Respekt gebohnt drum kriegt und das ist das Thema der Knackpunkt dass häufig Schaden durch andere weniger unerträglich verhaltensweise ersetzt wird.
[00:51:09] Forscher in einer Schamforschung spricht man von Schamabwe-Mechanismen Verhalten die an die Die Stelle von gefühlten, gespürtem, empfundenen Schamgefühlen treten.
[00:51:20] Und zweck dieser anderen Faltensweise ist es sozusagen die Charme los zu werden.
[00:51:25] Jetzt haben wir deine Schamlosigkeit hier begriff und unsere Gesellschaft ist voll damit.
[00:51:30] Mhm.
[00:51:30] Na?
[00:51:31] Projektion!
[00:51:32] Wofür man sich schämt wird projiziert.
[00:51:33] um dir eigene Scham nicht fühlen zu müssen werden andere beschämt verachtet.
[00:51:37] Arroganzgewalt usw.
[00:51:40] Arroganz hatte ich ja auch aufgeschrieben das arroganze auch eben vielleicht nicht so weit verbreitet wie Gewalt oder Wut, aber dann doch praktiziert als Kompensation für gelebte Scharmen sein kann.
[00:51:56] Was ist mit Zynismus und Perfekt-Zynismus?
[00:51:59] Ja, kann alles Schamabwehr in mich in Desmond sein.
[00:52:05] Schwere Gefühle zu zeigen macht ja verletzbar!
[00:52:08] Dann zeige ich mich lieber zynisch, verächtlich, sarkastisch nach außen... Und das macht Vergift der natürlich unsere zwischenmenschlichen Beziehung.
[00:52:18] Oder cool, diese Coolness und wurde häufig beobachtet bei überlebenden von traumatischen Erfahrungen, dass Emotionen, emotionale Erstarrengefühle eingefroren werden.
[00:52:31] Es kann zu einer allesdurchdrehenen chronischen Langerweile werden.
[00:52:36] Bist du Depression?
[00:52:38] Alles scheißegal im Extrem bis zum Suizid.
[00:52:42] also Stadtkontakt statt Nähe.
[00:52:44] Andere werden verachtet, arrogant zynisch angegangen.
[00:52:47] Ich sage haustisch.
[00:52:49] Stacheln, ne?
[00:52:50] Verschiedene Version des Stachelthemas...
[00:52:55] Jetzt hast du gedacht wir brauchen Schamarbeit!
[00:52:58] Wir brauchen irgendwie eine Gesellschaft die mit dem Thema Scham bewusster umgeht und das auch sieht, trägt und hält.
[00:53:09] Und bei Trauer haben wir dafür ja auch eine Sprache gefunden Die Trauerarbeit.
[00:53:15] es gibt die fassen der Trauer.
[00:53:18] Wir wissen, wie man jemandem der Trauert begleiten kann.
[00:53:23] Man kann die Trauer eben nicht wegnehmen.
[00:53:25] oder hier und für Scham habe ich noch wenig dazu gefunden.
[00:53:34] Sind wir da wirklich gerade erst am Anfang?
[00:53:36] Ja!
[00:53:38] Wir fangen damit an und ich versuche dazu beizutragen dass es mehr in die Welt kommt.
[00:53:43] Ja beginn damit ja das ist natürlich kein populäres Gefühl.
[00:53:48] ne Wir tun ja alles, um die Scham nicht zu spüren.
[00:53:51] Ist auch viel durch Konsum.
[00:53:53] Kauft dieses Auto und kauf dieses Aufpulschmittel und dieses Potenzmittel und das Selbstoptimierungsprogramm und diese Schönheitsoperationen.
[00:54:01] Und du hast wieder dabei zu den jungen schönen Fitnesschlanken selbst optimierten.
[00:54:05] Es sind ganze Industrien damit beschäftigt, um uns diesen Schmerz der Scham zu ertragen.
[00:54:11] Fitness Tracker, Beautyprodukte?
[00:54:14] Genau!
[00:54:17] Die andere Seite, und wir reden ja gerade von Schamarbeit.
[00:54:20] Wie geht das?
[00:54:22] Ja im Grunde diejenigen, die zuhören... Wir machen gerade ein bisschen Schamarbeit.
[00:54:27] Immer werden wir in Kontakt treten mit Schamerfahrungen.
[00:54:29] Ich könnte mir vorstellen dass bei Menschen, die uns sehen oder zuhörn, dass da vielleicht die eine oder andere Schamsituation aus der Schule, aus der Kindheit wach wird.
[00:54:40] Und jedes Mal wenn wir die Scham spüren merken empfinden sind wir auf dem Weg zur Schamarbeit.
[00:54:48] Insofern, das was wir tun ist eminentpolitisch Raul
[00:54:52] Das heißt sie anzuschauen zu spüren?
[00:54:56] Was geht in uns vor?
[00:54:58] körperlich vielleicht auch biochemisch Und je öfter wir das tun dass du leichter wird es.
[00:55:09] Es wird anders gespürte Schaden tut weh ja schmerzhaft Aber es ist eine andere Scham, als wenn die Scham mich hat.
[00:55:20] Gibt das so was wie die Phasen der Schamarbeit?
[00:55:25] Sobald Trauer...
[00:55:28] Also zunächst mal überhaupt merken!
[00:55:29] Das ist das Wichtigste.
[00:55:31] Weil Scham... also wenn ich mal so grob vereinfacht gehören habe, stellen wir uns hier über einen Kopf vor.
[00:55:38] Ganz früh, das Reptil in Hirn benannt, sind diese frühen Überlebensmechanismen.
[00:55:43] Fight Flight oder Height, wofür fand ihr euch spät?
[00:55:46] Später In der mittleren Schicht des Gehirns, Emotionen ermöglichterlernen das ganze Zeug und dann noch später noch langsamer arbeiten die höheren Gehirnfunktion.
[00:55:58] Die Verbindung zwischen Reptilenhörnen und den höheren Gernfunktionen ist relativ abgeriegelt während die Verbindung between Emotion- und Kognitionen durchlässig.
[00:56:08] Das heißt wir sagen ja auch ich schäme mich aber wenn die Scham im Reptil... also nochmal Kognitions Emotion, Reptilienhirn ist ein bisschen sehr grob.
[00:56:22] Wenn ich sage Ich habe Angst dann ist die Verbindung zwischen Kognition und Emotion da.
[00:56:26] aber wenn die Angst im Reptilian Hirn ist dann hat nicht die Angst.
[00:56:32] Und auf unser Thema übertragen, wenn die Scham im Reptilienhirne ist und durch die Tabuisierung der Scham in den letzten Jahrzehnten haben wir die Schams sozusagen darunter gepresst Ist die Scharm den Abwehrmechanismen Fight-Flighterheit ausgeliefert.
[00:56:49] Und jedes Mal, wenn wir uns schämen und die Scharme merken, bringen wir die Scham aus dem Reptilienhirn in diesem Mittelbereich.
[00:56:57] Ich schäme mich... ich denke über die Schamen nach.
[00:57:02] Die Verbindung!
[00:57:03] Ich schähme mich an das Schmerzhaft.
[00:57:05] Aber es ist eine andere Scham als wenn die Schame nicht hat, dass er nicht.
[00:57:10] Schamarbeit, die Schaden von da noch dazu bringt.
[00:57:13] Es ist immer noch Schmerzerhaft ja aber es ist ein anderer Scham.
[00:57:17] unsere Scham nicht sehen und stattdessen wütend arrogant oder zynisch werden, dann leugten wir die Scham.
[00:57:28] So wie bei der Trauer, sie bleibt auch leugnen den Verlust und wird dann zu gut.
[00:57:38] Das heißt wenn wir jetzt in die Trauerphasen versuchen zu übertragen auf die Schanfasen wären wir erst bei der Bewältigung der Scham, wenn wir anfangen sie zu verhandeln.
[00:57:54] Zu spüren.
[00:57:57] Aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.
[00:58:00] Vielleicht auch zu testen.
[00:58:03] Bin ich das, der mich schämt oder werde ich beschämt?
[00:58:09] Und wenn es einfach nur eine Annahme ist, dass wenn ich etwas tue... ...beschämend ist also man mich von außen beschämen würde dafür und ich realisiere, das ist gar nicht so.
[00:58:24] Dann würde sie für mich ja vielleicht auch leichter das auszuhalten ohne zu sagen Ich liebe es seitdem sondern Es ist auch okay dass man sich unwohl fühlt.
[00:58:35] Mir fällt dabei ein Das erzähle ich auch ab und zum Beispiel im Podcast Zum Thema Behinderung und Scham.
[00:58:45] Meine allererste Partnerin Hatte keine Behinderungen Und sie hat.
[00:58:51] Es ist zu mir nach Hause gekommen und hat gesagt, dass ihr es komisch findet.
[00:58:56] Dass in meiner Wohnung kein Spiegel hängt.
[00:59:01] Und sie hat mich gefragt warum ich keinen Spiegel habe?
[00:59:05] Dann hab ich gesagt naja, ich hab ja Unterstützung im Alltag.
[00:59:08] Mir helfen wir ein- und ausziehen.
[00:59:10] Ich gehe davon aus, dass das schon richtig gemacht wird!
[00:59:13] Und ich muss das nicht kontrollieren... ...und ich weiß ja wie ich aussehe auf Fotos wenn ich mich keine Ahnung im Schaufenster spiegle oder was auch immer.
[00:59:23] Ich habe kein Bedürfnis, mich zu sehen.
[00:59:26] Und dann hat sie gegen meinen Willen einen Spiegel in der Wohnung aufgehangen und sehr den Hängen gelassen.
[00:59:34] Und ich habe ihn bis heute da.
[00:59:37] Und über die Wochen, die ich mich an jeden Morgen im Bad in dem Spiegelsaal gemerkt habe, dass dieser Typ, den ich am Spiegell sehe, immer mehr zu mir wird.
[00:59:50] Davor war der alten Fremder, der keine Miete zeigt.
[00:59:54] Und irgendwann habe ich gemerkt, okay das bin ja eigentlich ich.
[00:59:59] Ich finde mich jetzt immer noch nicht mega attraktiv aber ich habe ihn zu mir gemacht.
[01:00:07] also er ist einfach ich und es ist ok dass das so ist ohne dass es jetzt überschlagen muss in die Positivity ich find' mich jetzt ultra schön oder so sondern es ist schon eigentlich reich zu sagen ich akzeptiere mich so wie ich bin anstatt mich zu schämen.
[01:00:27] Ach oh, danke dir!
[01:00:31] Wie könnt ihr jemanden dabei helfen der sich schämt bei dieser Scham zu begleiten ohne die Scham durch Beschäbung größer zu machen?
[01:00:44] Die Geschichte so wunderbar wie du gerade erzählt hast.
[01:00:48] deine Partnerin hatte das geholfen.
[01:00:53] Anerkennung können auch uns selbst gemacht.
[01:00:55] wir können doch selber anschauen.
[01:00:58] Ich blicke in den Spiel an.
[01:01:01] Und es wird oft in unserer Gesellschaft so mit Leistung verwechselt, ich darf mich nur selbst lieben und loben wenn ich was Wichtiges, was Profundes geschafft habe.
[01:01:12] Pablo Casals Musik aus dem letzten Jahrhundert hat mal geschrieben So sollten wir unser Kinder anschauen!
[01:01:17] Ich denkst du dürfen mir auch ein Selbst anschauen.
[01:01:20] Du bist einmalig, du bist ein Wunder.
[01:01:22] In Millionen von Jahren hat das dich noch nie gegeben.
[01:01:25] Schau deine Hände dein Körper deiner Gedanken an.
[01:01:28] Du bist ein Wunder, dich wird es nie wieder geben.
[01:01:31] Das dürfen wir auch uns selbst sagen unabhängig von der Leistung was deine Partnerin da gemacht hat.
[01:01:40] das finde ich großartig so eine schöne Geschichte.
[01:01:44] Wahrscheinlich hatte sie kein Konzept von Schamarbeit in dem Moment sondern sie hat das aus dem Herzen herausgetragen.
[01:01:51] Ja also können wir jemand anderem machen.
[01:01:55] Sie hat dich gesehen, der in einer einzigen Artigkeit nimmt und hat die selbe geholfen, dich zu sehen.
[01:01:59] Das ist großartig!
[01:02:01] Und alle vier Themen können wir für uns selbst machen.
[01:02:04] Vorhin habe ich darüber gesprochen wie wir unsere Integrität sorgen.
[01:02:08] deswegen auch unser politisches Engagement.
[01:02:11] Wir können auch für unsere eigene Zugehörigkeit sorgen das von deiner Community von Menschen mit Behinderung gesprochen und natürlich auch zu respektieren.
[01:02:21] was zeige ich Ihnen was nicht?
[01:02:22] Die Grenzen zu wahren alles wichtige Aufgaben, die wir lernen.
[01:02:26] Und dazu brauchen wir die Schäme?
[01:02:29] Das heißt wenn jetzt jemand sich einem anvertraut und sagt ich muss dir was erzählen oder ich möchte dir etwas erzählen aber ich schäbe mich dann sage ich nicht du brauchst dich nicht schämen ja sondern ich sage einfach Ich bin gespannt oder erzähl
[01:02:53] Ja und das kannst du sagen Wenn du selber in Kontakt bist mit der Scham, wenn du bei dir die Samen selber weghaust, kannst du vielleicht nicht ... dann denkst du, damit will ich nichts dazu haben zu tun haben.
[01:03:07] Aber da du selber die Schaben kennst, kannst Du diesen Raum bieten?
[01:03:10] Ja interessant!
[01:03:11] Erzähl mir.
[01:03:12] Uri Weinblatt des israelischen Familientherapeuts sagt Neugierinteresse ist ein wichtiges Heilmittel bei Schamen.
[01:03:21] Gelegt es uns immer neu, neugierig interessiert zu sein oder sage ich nicht Noch so ein Behinderter, oder der schon wieder.
[01:03:29] Da bin ich nicht neugierig.
[01:03:31] Aber wenn ich neu gebne, wer ist denn der Raul?
[01:03:35] Oder wer ist derjenige, der mir jetzt im Fahrstück gegenübersteht?
[01:03:43] Das heißt es geht zunächst darum dass jemand oder wir unsere Scham erleben können ohne dabei noch einmal in der Würde verletzt zu werden.
[01:03:56] Es geht nicht darum die Scham wegzutun ... loszuwerden.
[01:04:01] Es geht darum, sie anzuschauen... ... ohne dass es schlimmer
[01:04:07] wird.".
[01:04:08] Ja?
[01:04:10] Aha!
[01:04:10] Da bist du ja wieder.
[01:04:11] Hallo!
[01:04:15] Und das ist nicht schön.
[01:04:16] Das ist schmerzhaft manchmal aber... Sie ist da.
[01:04:21] wenn wir sie bewusst machen... ... wird's eine Chance für uns selber runter, ganz alt zu werden.
[01:04:28] Aber wenn ich sie weghaue, ist sie ja nicht weg,... ... aber es vergiftet unsere Beziehung.
[01:04:34] Und je mehr Scham weghauert durch Auroganz, Verachtung und Zynismus wird der Abstand zu andieren, näher immer größer.
[01:04:40] Ein gewährter Scham macht einsam, trendisoliert, insolidarisiert geteilte Schamenschaft verbundenheit.
[01:04:50] Das kennst du bestimmt.
[01:04:50] auch wenn es Momente gibt wo Scham geteilt werden kann schafft ganz viel Verbundenheit
[01:05:00] Das stimmt.
[01:05:03] Wenn wir jetzt von Solidarität sprechen frag ich mich gerade Wenn wir das Beispiel Behinderung noch mal nehmen, ob die nichtbehinderte Gesellschaft oder die Mehrheitsgesellschaft der Nichtbehinderten Ob die Beim Thema Behinderungen mich auch eine Scham empfinden Die Angst selber behindert zu werden.
[01:05:34] Die Angst etwas falsch zu machen die angst Ja vielleicht ja.
[01:05:41] also diese zwei Ängste vor allem Und wir dann unseren Kindern beibringen, da fragt man nicht nach.
[01:05:48] Da guckt man nicht hin und die Kinder weg sagen.
[01:05:51] Dann bringen wir ihnen indirekt bei das Thema Behinderung ein Tabuthemalz.
[01:06:00] Das hat erst beim Nichts mit der behinderten Person zu tun, sondern es scheint ja ein kollektives Gefühl zu sein dass sich viel langsamer entwickelt also in der Auflösung entwickelt, befindet gefühlt wie zum Beispiel die Akzeptanz von queeren Menschen in unserer Gesellschaft.
[01:06:20] Also ich kann mich doch erinnern in den Neunzigern dabei schwul zu sein eigentlich gleich bedeuten mit HIV.
[01:06:31] Das war gesellschaftlich so stigmatisiert dass so Sätze gefallen sind wie bist du schwul, komm ich nicht zu nah?
[01:06:44] und so weiter.
[01:06:46] Und das hat sich ja in den letzten Jahrzehnten natürlich noch nicht aufgelöst aber schon groß gewandelt zum Positiven.
[01:06:54] Dass man solche Sätze einfach nicht mehr sagt und das irgendwie auch Kommensens ist, dass man sowas nicht sagt und dass es auch nicht stimmt
[01:07:01] usw.,
[01:07:02] Aber beim Thema Behinderung denke Da sind wir immer noch Jahrzehnte hinterher.
[01:07:11] Könnte das auch an der Scham liegen?
[01:07:13] Ich denke schon, ja.
[01:07:14] Das hast du sehr gut beschrieben!
[01:07:21] Und was ist denn normal wenn ich mal den Gegenbegriff nehme?
[01:07:24] Normal versus Behinderung... Was ist denn
[01:07:27] Normal?!
[01:07:28] Und was tun wir da?
[01:07:29] Also wie helfen wir den nicht behinderten Menschen dabei diese Scham sich einzuschauen auszuhalten zu tragen ohne dass die behinderten Menschen ständig die Erklärbär sind.
[01:07:46] Ich glaube es kommt noch einen elementierten Faktor dazu, den wir bisher gar nicht benannt haben das sogenannte Fremdschämen.
[01:07:56] Den bisher haben wir so getan wie unsere Gesellschaft tut oder wie auch Zoom tut oder Riverside.
[01:08:03] da ist Raul und du hast so ein Kasten so umdicht und hier steffer marx so ein kasten.
[01:08:08] unser Kultur tut ja Jeder Person hat seine, ihre Gefühle und die sind so abgeschränkt.
[01:08:15] Abgetrennt wie beim Zoom-Meeting diese Grenzen dazwischen.
[01:08:19] Das trifft er gerade für die Scham nur bedingt zu.
[01:08:22] Gerade für die Charme trifft zu was Jorin Bauer beschreibt in seinem Buch Warum ich fühle was du fühlst?
[01:08:29] Gerade die Schame ist ein stark zwischenmenschliches Gefühl.
[01:08:32] Jorim Bauer zitiert Experimente von Gehirnforschern.
[01:08:37] Die haben festgestellt Fußgängerzone, Fünfzig oder Achtzig Meter entfernt passiert einem Passanten oder ein Passantin was peinlich ist.
[01:08:47] Und die Zeugen, Fünftig oder Aachzig Meter entfernt erleben das mit wie wenn es ihnen selbst passiert.
[01:08:54] Gernforscher sprechen von Spiegelneuron schon zeige Jungsprach von psychischer Ansteckung, Tiefenpsychologen sprechen von Gegenübertragungen und Schamforsche bringen von empathische Charme- oder mitgefüllter Charmen.
[01:09:07] Ob etwas wollen oder nicht?
[01:09:08] Es findet statt.
[01:09:10] Ich glaube, das kennen wir alle.
[01:09:11] Das Gefühl wie Szenen in der Situation und es macht was mit uns.
[01:09:16] Ich hatte mal ein Bratislava-Anteilnehmer, der macht eine medizinische Massage und er sagt an dieser Stelle ich spüre manchmal die Scham meiner Patienten im Hintern wenn ich meine Probebacken zusammenkneife kann das den Zeichen sein dass sie sich viel schämen.
[01:09:32] Wir müssen uns nur einmal dem Arbeitsamt nähern da ist es.
[01:09:35] dann macht die Tür auf.
[01:09:38] Du kommst ja einem entgegen, ob was merken oder nicht es findet statt.
[01:09:45] Das heißt ist eine Gefahr und eine Chance.
[01:09:47] die Chance ist diese Fähigkeit.
[01:09:50] der Begriff fremdschämen popte vor ca.
[01:09:52] zwanzig Jahren aus der Jugendkultur aber es natürlich eine menschliche Eigenschaft.
[01:09:57] das heißt ob ich's mag oder nicht wenn ich eigentlich will dieses Charme Da deutet sich ein neues Menschenbild an.
[01:10:07] Denn unsere Kultur sagt, wenn dort jemand entwürdig wird, geht mich doch nichts an.
[01:10:10] Ist doch sein Ding!
[01:10:12] Und die Spiegelneuronen und die mitgefühlte Scham erinnern uns daran... Wenn was dort geschieht, es geht mich etwas an.
[01:10:21] Lädt mich eins zu einer wirklichen Mitmenschlichkeit.
[01:10:25] Eine Chance für eine neue Mittel in Menschlichkeit.
[01:10:28] Diese Trennung zwischen dir und mir – das ist ja Fission möglich mit Zwischenmenschlichkeit, aber wenn wir zu häufig Zeugen von der Entwürdigung sind.
[01:10:38] Lass mein Glasrück zurück voll!
[01:10:40] Da wäre ich gerade selber.
[01:10:42] Nimm mal an Pflegekraft.
[01:10:46] Ich klopfe an eine Tür um einen alten Menschen zu pflegen.
[01:10:49] Ich mach die Tür auf und oft passiert es dann typisch für Pflegekräfte dass sie bespuckt, gekarzt beleidigt geschlagen sind.
[01:10:56] Sie kriegen die Charme ab, wer ihre Patienten ab.
[01:10:59] Aber zusätzlich spüre ich noch die Scham des alten Menschen.
[01:11:03] Ob ich es merke oder nicht, es findet statt.
[01:11:05] Und wenn ich das nicht gut versorge, gerade die Rückzug in die Schamüberflutung – das führt bei vielen Pflegekräften zum Beispiel dazu -, dass sie ins chronische Cool-Out gehen und so viele Schaben exponiert sind vor allem über die Spiegelneuron, dass die nur noch den Alltag überleben um mechanisch hinter nach hinten abzuputzen ohne menschliche Beteiligung.
[01:11:27] Das heißt wichtig ist, dass ich merke hier ist viel Scham!
[01:11:30] Wenn wir noch genau hinspüren, es gibt viele Alltagssituationen.
[01:11:35] Da merken wir so und das könnte sein dass es bei manchen Menschen begegnet.
[01:11:41] ich komme mit zurück auf den Beitrag von vorhin.
[01:11:45] jemand sieht einen menschen mit Behinderung und kriegt und da glühnt die spiegelneuron und es ist so da wurde auch ein Schlag von Schamgefühl überwältigt dass er selber in die scham abwirrutscht Und dann eben verächtlich, blickvermeidend oder arrogant.
[01:12:04] Oder was für sich eine Menschen mit Behinderung gegenüber verhält.
[01:12:09] und der Ausweg ist zu merken es gibt die Scham ja schmerzhaft.
[01:12:15] Das heißt im Kindergarten und in der Schule schon zum Thema machen?
[01:12:20] Ja genau!
[01:12:21] Es gibt sie.
[01:12:23] Warum schaffen das andere Gruppen leichter?
[01:12:28] Wer schafft das leichter?
[01:12:29] Also ich habe ja vorhin gesagt, die queeren Menschen zum Beispiel.
[01:12:32] Dass sie in der Gesellschaft noch nicht ausreichend aber dann doch zu mehr Akzeptanz gefunden haben in den letzten Jahrzehnten als behinderte Menschen in der gleichen Zeit.
[01:12:46] Ist das die gefühlte Wahrheit?
[01:12:48] Das ist jetzt nichts gemessen.
[01:12:49] Ja
[01:12:50] es war auch ein jahrzehntelanger Kampf auseinandersetzen.
[01:12:55] Wie viel Aktivismus steckt dahinter damit homosexuelle oder queere Menschen diese gesellschaftliche Aka... Anerkennung bekommen, endlich.
[01:13:05] Weil welche Bänderungen ja auch schon immer aktivistisch unterwegs waren?
[01:13:09] Gibt es ungefähr gleich lang wahrscheinlich?
[01:13:12] Vielleicht weil... Ja, das ist eine interessante Frage!
[01:13:15] Vielleicht weil Quere oder vielleicht meine Behinderung vielleicht zu schmerzhaft ist.
[01:13:26] Also ich bin selber mit dem kleinen Bruder groß geworden als ich drei Jahre alt war und habe einen älteren Fotoskin bekommen ... das mit ganz starken körperlichen und geistigen Behinderungen.
[01:13:39] Und das war wie eine Bombe in unserer Familie, natürlich überhaupt kein Bewusstsein was da passiert... ...und ich erinnere mich gut durch das Dorf.
[01:13:46] Ich bin auf dem Dorf groß geworden, wie es war, durch das Dorf zu gehen mit dem Kinderwagen,... ...die Blicke zu merken und diese Beklemmung die plötzlich auftaucht.
[01:13:56] Und ich kenn schon auch Sprüche auf den Dorf, Vermutung... Da könnte jemand vom anderen Ufer sein, so hieß das damals so.
[01:14:05] Kannst du vielleicht noch diese blöden Sprüche?
[01:14:09] Vielleicht geht die körperliche und oder geistige Behinderung, vielleicht noch existenzielle.
[01:14:15] Das ist eine interessante Frage.
[01:14:16] Müssen wir mal verfolgen.
[01:14:21] Der Tatsof Wrenck, dieses Beispiel genannt mit dem... Man spürt es im Hintern wenn das gegenüber sich schämt.
[01:14:30] Oder man schämts quasi für andere, man spürte das im Hinteren.
[01:14:34] Das kennen wir glaube ich alle, dieses Gefühl, das will ich jetzt lieber nicht angucken Und du hast das Beispiel Arbeitsamt genannt, was mich zu der Frage führt.
[01:14:46] Das Säfelsystem, dass wir in Deutschland haben durch Behördenämter und so weiter, wie auch ganz stark von Scham geprägt ist also allein die Diskussion, wie wir Bürgergeldempfängerinnen damals beschreibt haben und es jetzt irgendwie neue Grundsicherung heißt.
[01:15:07] Wollte so Euphemismen dann auch benutzt werden, aber eigentlich geht es immer darum nach unten zu treten.
[01:15:13] Ja da hat das ja vorhin von Scham in den Sündenbock gesprochen.
[01:15:18] Eigentlich müssen wir von Schambock sprechen.
[01:15:23] Also vielleicht das noch?
[01:15:28] Ich habe ja vorher das Bild mit dem Glas gehabt ich gieße und wenn zu viel Scham da ist kippt das Gefäß über, das gefäß fließt über Und Soman Rushdie schreibt, viele Kulturen haben Minderheiten ausgewählt.
[01:15:48] Die Aufgabe dieser Minderheit ist all die Scham, die zu viel ist, sodass sich keiner bekennt... ...all diese Scham aufzuwischen, aufzusaugen und so verkaubern.
[01:16:00] Wir haben keine gute Meinung von diesen Leuten.
[01:16:03] zum Beispiel in hinduristischen Gesellschaften sind es die sogenannten Parias, die unberührbaren, die so sehr da abschauen.
[01:16:12] einer Gesellschaft verkörpern das nicht mal der Schatten eines Parias auf einen richtigen Menschen fallen darf.
[01:16:18] Im Peru sind es die Menschen aus dem Hochland, die für die großen Küstenstadtbewohner gelten als denen, die alles böse, schlechter und zur Städte bringen.
[01:16:27] Nationalsozialismus waren es die Juden, die sogenannten Zigeuner, die Osta-Europäe, die Menschen mit Behinderung in den schwäbischen Dorf, indem ich aufwuchs.
[01:16:35] Gab es auch eine Familie, die galten als Zigeuna, die wohnten am Rande... In vielen Familien ist es eine Familie, die die Scham des Systems wie ein Schwamm aufsaugt.
[01:16:51] Und in dem wir diese Leute ausgrenzen und verachten wird die Scharm entzorgt.
[01:16:57] Das ist wie beim alttesten testamentarischen Sinnenbock-Ritual.
[01:17:03] Eine Gemeinschaft mit einem symbolischen Irrsinn, einen Ziegenbock auf und der Ziegenblock wurde in die Wüste gejagt.
[01:17:09] Aber hier geht es um die Entsorgung von Scham.
[01:17:11] Und Scham ist viel schmerzhafter, viel existenzieller als nur Sünde.
[01:17:15] Auf diese Weise wird Scham zu einem Nicht-Thema gemacht, tabuisiert und das ich versuche halt... Was wir heute tun?
[01:17:24] Wir tragen dazu bei, die Scham aus der Schmuddelecke zu tun.
[01:17:28] Und Charme ist vielschmerzhafter, viel existenzieller.
[01:17:30] Charme is was Totales, was wir vorhin hatten!
[01:17:33] Ich bin der letzte Dreck, ich bin ein Fehler.
[01:17:36] Charm hat etwas Totales.
[01:17:37] deswegen sind Wenn es um Scham geht, geht's oft um totale Botschaften bis hin zu Wollte den totalen Krieg oder alles oder nichts.
[01:17:46] Das ist das Ufer und Undifferenzierter was er auch damit zu tun hat dass wir im Reptilienhörn sind.
[01:17:51] Dieses ganze Unterferenzierte Leben oder Tod dieses Totale.
[01:17:55] und sobald die Schamen bewusst machen kann die Differenzierung eintreten.
[01:18:01] Ich hab' müsste den Faden verloren.
[01:18:03] Raul tut mir leid
[01:18:05] Wir haben ja vorhin darüber gesprochen.
[01:18:08] Also Wut auch ein Ausdruck von Scham sein kann oder Zylismus.
[01:18:14] Ich kann mich erinnern, als ich Kind war da hat irgendwann meine Mutter zu mir gesagt du musst nicht immer lustig sein.
[01:18:24] die Leute werden dich auch mögen wenn du nicht der Klassenklang bist und ich glaube ich bin einfach immer schon eine Frohnatur gewesen.
[01:18:32] also mache gerne lustig.
[01:18:34] Aber irgendwie habe ich mich in dem Moment, als sie das zu mir gesagt hat, ertappt gefühlt.
[01:18:40] Weil ich genau wusste was sie sieht nämlich dass ich Humor als Mittel benutzt habe, als Strategie benutzt haben um eine eigene Unsicherheit zu überspielen und dieser Humor ging immer auf eigene Kosten.
[01:18:59] also ich hab immer Witze über meine Behinderung gemacht diesen unangenehmen Moment zu ersparen, jetzt auch nicht weiterzuwissen oder so.
[01:19:14] Und das hat dann irgendwann aber dazu geführt dass meine Freundinnen sich auch befähigt sahen, auch Witze darüber zu machen weil ich ja auch die ganze Zeit Witze gemacht habe und das hat mir dann wehgetan.
[01:19:30] Das heißt Humor ja auch eine Strategie sein kann.
[01:19:34] ...um mit der Scham... ...mit einer Leichtigkeit umzugehen.
[01:19:38] Und ich beobachte das in der Behindertbewegung auch sehr stark, dass man versucht diese Scham durch Leichtigkeiten zu ersetzen wie zum Beispiel Humor oder Kreativität.
[01:19:53] und gleichzeitig gibt es dann nicht behinderte Menschen die sagen Man sei so inspirierend weil man keine Ahnung bei Edeka einkaufen gegangen ist oder weil man irgendwie auch auf eine Disco gegangen ist zum Feiern.
[01:20:08] und wie oft man da Kommentare hört, ach schön dass du auch da bist.
[01:20:12] Schön das ist so inspirierend.
[01:20:14] Du streichst so viel Kraft aus!
[01:20:16] Und das ist ja eigentlich die Scham der Person, die sich selber nicht vorstellen könnte wäre sie in meiner Situation das zu tun.
[01:20:29] Vielleicht?
[01:20:30] Ja was sind Interessante Beobachterung?
[01:20:34] ...diese Feuillon, so ein Sätzchen oder so ein Wörtchen wie das aus dem Griff finde ich großartig beobachtet.
[01:20:44] Sehr spannend!
[01:20:48] Was passiert mit Menschen die sich dauerhaft gedemütigt fühlen und dadurch nicht mehr zugehörig zu einer Gesellschaft?
[01:20:59] Interessanterweise um auch die Scharnböcke zurückzukommen... ...die sogenannten unberührbaren.
[01:21:08] Da gibt es noch mal hundert und vierzig Unterkasten.
[01:21:12] Das heißt, fast alle unberührbaren haben nochmal unter sich Subkasten die noch verächtlicher sind.
[01:21:23] Und ganz unten, die haben natürlich ihre Frauen oder ihre Kinder und Tiere... Also jeder schafft sich seine Orte wo er die Scham hintut weghaut.
[01:21:38] Kann natürlich auch gegen sich selbst gerichtet sein ne?
[01:21:41] Traditionell, wir haben ja viel über die männlichen, traditionelle Männchen von Schamabwehr gesprochen.
[01:21:48] Um ihr eigenes Scham nicht füllen zu müssen werden andere arrogant verächtlich gewalttätig arrogant angegangen.
[01:21:54] aber es kann natürlich auch gegen sich gehen indem man sich abwertet sich klein macht sich versteckt seine Talente nicht zeigt nicht in die Disco geht nichts vortreibt sich unsichtbar macht oder in die Sucht geht oder in den Suizid.
[01:22:11] Das dann weniger auffällig ist für die Gesellschaft komoder, wenn Leute einfach so verschwinden oder nicht sichtbar sind.
[01:22:18] Für viele Lehrpersonen natürlich komot.
[01:22:21] Unsichtbare Schüler rennen eher tendenziell eher.
[01:22:25] Die machen ja nicht so viel Ärger, pflege leicht wie Jungs, die vielleicht eher aggressiv sind.
[01:22:33] Also vielpältige Nischen wo man verschwinnen kann und Subkulturen auch.
[01:22:37] Mir ist in den letzten Monaten, weil ich da bewusst darauf geachtet habe aufgefallen dass Frauen im meinem Freundeskreis sich sehr häufig entschuldigen für Dinge die sie gar nicht zu verantworten haben und Männer hingegen das nicht tun.
[01:23:02] Und dass Männer große Probleme haben um Verzeihung zu bitten.
[01:23:10] Also, das ist ja erst mal das glaube ich was man überhaupt machen kann.
[01:23:14] Man kann sich ja selber gar nicht entschuldigen.
[01:23:17] Man können um Verzeihung bitten, man kann um Entschuldigung bitten und dass wir Männer das scheinbar nicht gelernt haben sondern Männer müssen immer die starken sein.
[01:23:31] Haben wir ein Patriarchalsproblem auch in Bezug auf Scham?
[01:23:36] Ja, ich denke schon.
[01:23:36] also oft wird der Scham und Schuld verwechselt.
[01:23:40] Schuld kann mit Charme verbunden sein und da gibt es schon Unterschiede.
[01:23:50] Meine Frau und ich habe beobachtet, wenn wir unterwegs sind.
[01:23:57] sie hat kein Problem mal zu halten und passanten Umweg zu fragen würde ich nie machen.
[01:24:03] lieber mache ich Umwege oder Fahrzehmer hin und her.
[01:24:05] inzwischen gibt's ja diese Google Maps Wahrscheinlich eine männliche Erfindung, schätze ich mal.
[01:24:14] Ja ja also die traditionellen Rollenvorbilder um die geht es ja.
[01:24:19] Für Männer traditionell eher alles im Griff und Kontrolle und Souverän und Stark und Frauen eben helfend und bezogen usw.
[01:24:28] Das hat damit zu tun.
[01:24:29] und wer von den jeweils herrschenden Rollenbildern abweicht der muss dann mit Beschämung rechnen.
[01:24:35] Eine Art Schwul oder Schwechlinge oder Feigling.
[01:24:38] Aber da ändert sich ja gerade das.
[01:24:39] Wir sind wieder bei diesem Thema, beim Thema Zugehörigkeiten.
[01:24:44] wie hat man als Frau?
[01:24:46] Wie hat Frau als Frau zu sein?
[01:24:48] und da investiert er gerade.
[01:24:49] vielen letzten Jahrzehnten ist sehr viel im Streit in der Diskussion.
[01:24:53] Da verändert sich aber es.
[01:24:56] Es gibt ja Männer die auch liebevoll mit Kindern umgehen.
[01:24:59] plötzlich gibts das meiner Kindheit gab's das nicht unsere Väter waren traumatisierte Väter, den im Krieg des Lachen vergangen ist.
[01:25:08] und jetzt sehe ich immer wieder junge Männer die so liebevoll mit ihren Kindern umgehen.
[01:25:13] Ah, da kommen wir fast nicht rein wenn ich das sehe.
[01:25:16] großartig also es tut sich was auch.
[01:25:19] Wir haben viel über die negativen Veränderungen gesprochen.
[01:25:21] soweit aber es gibt auch positive Veränderung.
[01:25:26] Du als Scham Experte, Scham Forscher hast vielleicht auch eine Antwort auf die Frage Wo beschämen wir heutzutage völlig selbstverständlich Menschen?
[01:25:37] ohne es überhaupt zu bemerken.
[01:25:40] Das kann ich so generell nicht sagen, aber in dem Milieu, in dem ich bewege ist schon gegen die Neonazis, dass wir als die Nazis deneo-Nazis oft wird übergangen Menschen aus der sogenannten dritten Welt unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten um unsere tollen Rohstoffe zu schaffen.
[01:26:14] Die sind aus dem Blick.
[01:26:17] Ah, da gibt es so viele Möglichkeiten.
[01:26:20] Was ist mit dem Thema Alter?
[01:26:24] Also beschämen wir nicht beiläufig auch alte oder junge Menschen mit so saloppen Aussagen sowas wie die Jugend von heute ist auch nicht mehr das was sie mal war oder mit so Aussagen wie Smartphones für ältere Menschen brauchen besonders große Tasten.
[01:26:42] also machen wir sie dadurch nicht auch unmündig auf eine Art
[01:26:50] Also ich finde das Problem noch viel rapider, viel massiver in einer ganz anderen Stelle.
[01:26:55] Also meine Idee war ja unsere Gesellschaft lebt von die Wert- und Norm-Erwartung unserer Gesellschaft.
[01:27:04] Ist ja immer so jung und schön und fit und schlank und selbstoptimiert und gesund und fit oder erfolgreich und so weiter... Und da ist eben immer weniger Platz für Krankheit, Gebrechen, schmerzhafte Gefühle wie die Schaum.
[01:27:23] kein Platz, immer weniger Platz für Behinderung oder auch Alter.
[01:27:30] Es gibt durchaus alte Menschen in der Werbung aber die sind alles so herrlich.
[01:27:35] weißt du was ich meine?
[01:27:37] So glatt und so fröhlich und so schön und volle Haare.
[01:27:42] und dann haben sie zwar einen Schmerz im Knie und dann halten gleich die Medizin dagegen und sagen oh ich kann es nicht mehr hören.
[01:27:51] Altern ist richtig Manchmal richtig glöd, wenn Sehvermögen, Hörvermilken nachlöschen und so.
[01:27:59] Das ist nicht so schön wie es dargestellt wird aber dieser Schmerz findet eben nichts statt.
[01:28:05] Das geht immer darum zu reparieren, zu optimieren auszugleichen.
[01:28:12] Was ist mit dem Thema Klassismus?
[01:28:13] Also armreich!
[01:28:18] Armut wird ja auch sehr beschämt in unserer Gesellschaft
[01:28:21] In dieser unfassbar reichen Gesellschaft.
[01:28:24] Es gibt Gesellschaften, dort ist das verbreitet höchstverbreitet dass es Armut gibt und hier Stefan Selke Armutsforscher schreibt.
[01:28:33] Fünfzig Prozent der Anträge auf Soziallöfe werden nicht gestellt.
[01:28:38] Und die eine Seite ist die Scham vieler harmer Menschen.
[01:28:42] Die strukturelle Seite ist, dass viele Antragsverfahren so beschämend sind oder so elektronisch sind, dass manche Menschen nicht mitkommen Manche elektronische fahren, Blick ist nicht.
[01:28:56] Das... Manche Menschen kommen da nicht mehr mit?
[01:28:59] Die scharmen arme Menschen, ja.
[01:29:02] Die stören!
[01:29:04] Ist auch in Freiburg.
[01:29:06] Es gab einen Platz am Rande der Innenstadt.
[01:29:10] Da waren so Bäume, Gras und da waren eben immer wieder mal Menschen ohne Obdachlose, ohne Obtach.
[01:29:20] Ja, das war ein Hangout für die.
[01:29:22] Die haben gar nicht groß gestört oder so... Aber offenbar hat es die Stadt gestört.
[01:29:27] auf jeden Fall wurde der Platz plattgemacht, die Bäume weg, das Gras weg wurde mit ganz teuren Platten ausgedeckt was natürlich ökologisch sowieso Katastrophe ist.
[01:29:40] Die Innenstadt ist kein Ort für diese Menschen.
[01:29:43] Das ist ein trauriges Stör des Stadtbilds.
[01:29:47] In Freiburg ist es eine schöne Stadt so romantisch mit den alten Häusern und den schönen Touristen, denen wollen wir doch nicht sowas zumuten.
[01:29:55] Aus den Augen aus dem Sinn, damit wir uns auch nicht damit auseinandersetzen müssen wie es wäre wenn wir ahren sind unsere eigene angst vor dem Abstieg
[01:30:11] unserer eigenen Angst vor dem Alter
[01:30:13] von
[01:30:14] Krankheiten die diese oder jener Behinderung mit sich bringen mögen.
[01:30:19] Gibt es etwas, wofür du dich weniger schämst als früher?
[01:30:24] Das lange gedauert.
[01:30:25] Ich hatte einen sehr beschämten Sportunterricht.
[01:30:27] Ich wurde so oft bloß gestellt lächerlich gemacht von Sportlehrern.
[01:30:32] Ich habe Jahrzehnte gebraucht, weil ich auch viel sportlich auf viel geleistet habe, dass ich jetzt mit meinem Körper und meinen Beinen gut Frieden geschaffen habe.
[01:30:47] Mit meiner Glatze hadere ich noch aber... finde mich allmähig damit ab und so weiter.
[01:30:54] Ja, es dauert ja.
[01:30:56] Gibt es Kulturen oder Länder die mit Schaben einen besseren Umgang gefunden haben als wir?
[01:31:03] vielleicht?
[01:31:04] Oder die AmerikanerInnen, die vorhin als Beispiel genannt wurden?
[01:31:10] Schwierig zu sagen ich weiß nur bezüglich ob Schule das in Kanada zum Beispiel schule Orte der Wertschätzung sind.
[01:31:20] Deswegen wird noch mein Leiter von entfernt bei uns werden Lehrer Lehrerin bloßgestellt, beschämt von manchen Politikern als volle Säckefolge unter Halbtagsschaubar, Morbying-Ausgrenzung.
[01:31:30] Großes Problem.
[01:31:31] Dort sind Schulen der Orte der Wertschätzung und die achten auch drauf.
[01:31:35] Und das macht was!
[01:31:36] Deswegen kein Wunder dass Kanada zum Beispiel den internationalen Vergleichen besser abschneidet.
[01:31:43] Schulen als orte der Würde sind wir noch meilenweit davon entfernt.
[01:31:47] Kanada betrug auf Schule sehr viel besser aber es ist schwierig zu verallgemeinern Denn wir Deutschen haben unsere Geschichte mit sehr viel Charme.
[01:31:57] Ich glaube, das kennen viele von uns und andere Länder haben natürlich auch ihre Gewalterfahrung in der Geschichte, die er hofft, mit Schamgefühlen nachwirken.
[01:32:12] Gibt es etwas, dass deine eigene Charme dir über dich etwas beigebracht hat?
[01:32:21] Ja ja!
[01:32:23] Mehr als früher wäre ich bin.
[01:32:26] Nicht mehr ist
[01:32:27] noch nicht
[01:32:27] mich.
[01:32:29] Das werde ich jetzt nicht alles hier sagen, weil das zum Teil auch sehr intime Sachen sind.
[01:32:33] Aber ich habe viel über mich gelernt.
[01:32:36] Der Moment wo ich die Scham entdeckt habe war für mich bis heute ein sehr aufregender Prozess, mich selbst kennenzulernen.
[01:32:43] Nicht immer leicht, aber es bin ich.
[01:32:50] Was ich auf jeden Fall aus unserem Gespräch mitgenommen habe ist dass es keine Unschämung gibt
[01:32:59] und
[01:33:00] die Schaden bleibt.
[01:33:04] Die Schande muss die Seite wechseln und die Scham bleibt in einem drin.
[01:33:12] Man kann nur versuchen, besser mit ihr umzugehen aber sie bleibt.
[01:33:24] Kann man das so zusammenpassen?
[01:33:27] In Gedanken würde ich gar nicht hinzufügen.
[01:33:29] Ich habe vorher Gefäß getan.
[01:33:32] Manchmal sagen Pflegekräfte an Anfang von der Fortbildung was kann ich tun um einen Patienten deren Schamgefühle wegzuschlafen?
[01:33:40] Das können wir nicht.
[01:33:41] Aber wie können das Gefäß größer machen?
[01:33:44] Je enger das Gefehl ist, desto mehr bekommt die Scham ihre überflutende traumatische Qualität.
[01:33:50] Wenn ich's gefällsgrößern mache Dann singt der Pegel Die Scham verliert ihre traumatische Kualität.
[01:33:56] Und dass nenn'nicht ein Raum der Würde Ein Raum in dem Ich und mein Gegenüber Anerkennung erlebt.
[01:34:05] Ich sehe dich in deiner einzigartigkeit Schutz!
[01:34:08] Ich respektiere deine Grenzen.
[01:34:11] Willkommen, willkommen.
[01:34:14] Und zwar eben Stadtteil du kommen magst und so weiter.
[01:34:18] Und ich respektiere deine Werte.
[01:34:20] Das ist im Raum der Würde wie ich es nenne.
[01:34:22] Da sinkt da wird das Gefäß größer.
[01:34:25] Es ist dieselbe Menge an Scharmen aber sich verliert ihre traumatische Qualität.
[01:34:29] Wir können Neugierig sein.
[01:34:30] hat es ja interessant.
[01:34:31] was will denn diese Scham?
[01:34:34] Vielleicht hilft sie mir mich zum nächsten Mal Im Aufzug anders Fall zu verhalten.
[01:34:41] Lieber Stefan Das war ein großartiges Gespräch.
[01:34:46] Ich habe sehr viel mitgenommen und ich stelle bei Gästen am Ende immer noch eine Frage, nämlich gibt es eine Organisation?
[01:34:56] Eine Literatur?
[01:34:57] Eine Institution?
[01:35:00] Eine Person was auch immer die unsere Hörerinnen und Hörern im Aufbleich sich mal anschauen könnten, die du empfehlen würdest?
[01:35:16] Literatur fällt mir ein.
[01:35:17] Leon Wurmser, die Maske der Scham aber ziemlich dick und sehr schwierig.
[01:35:21] Ich habe viel über den Film von Wim Wenderski gehört, der diesen Toilettenreiniger beschreibt.
[01:35:31] Er glaub ich so gut in seiner eigenen Würde ist.
[01:35:36] Ich hab' den Film selber noch nicht gesehen, aber ich glaube das ist zum Beispiel dafür jemanden, der in seine eigene Würde isst.
[01:35:45] Ja, ich habe den Film gesehen und ich hatte ambivalente Gefühle.
[01:35:49] Ich hab mich gefragt wie jemand wie Wim Wenders der wahrscheinlich maximal privilegiert ist, wie sich diese Person aussuchen konnte ohne sich selber zu schämen.
[01:36:04] Also man könnte ja auch die Schärme der Reichen porträtieren beispielsweise anstatt dass es wie so eine Art Zoobesuch wird Wo wir dabei zuschauen, wie jemand ahnt.
[01:36:17] Das war so ein Gefühl das ich hatte.
[01:36:21] Aber ja du hast gleich der Film ist sehr würdevoll gezeigt.
[01:36:27] Der Toilettenreiniger findet Freude Schönheit in anderen Dingen als in seinem Beruf.
[01:36:35] Aber erfüllt seinen Beruf auch mittlerweile gewisse Leichtigkeit.
[01:36:44] Pack mir meine Show Notes können sich die Zuhörerinnen und Zuhürger gerne ein Bild von verschaffen.
[01:36:52] Wenn die Tür jetzt aufgeht, wo geht es für dich heute weiter?
[01:36:56] Für mich heute!
[01:37:00] Ich werde nachher mit meiner Frau Mittagessen dann gehe ich ein bisschen in den Garten und dann habe ich nachher noch ein Suchengespräch nachher Und morgen fahren wir in die Ferien.
[01:37:12] Ach das klingt wunderbar.
[01:37:15] Dann vielen Dank für deine Zeit Lieber Stabang.
[01:37:19] Ja Raul, das war eine große Freude.
[01:37:21] Ich kannte dich ja vorher gar nicht.
[01:37:23] Es war eine grosse Freude, die ich kennenzulernen und das Gesprächs war wirklich sehr berührend.
[01:37:27] Vielen Dank!
[01:37:28] Danke gerne wieder bis bald!
[01:37:31] Genau danke schön alles Gute!
[01:37:36] Danke fürs Mitfahren wenn ihr mögt und euch diese Folge Spaß gemacht hat.
[01:37:41] bewert diese Folge bei Apple Podcast, Spotify oder wo auch immer ihr zuhört.
[01:37:47] Alle Links zur Folge, so wie die Menschen, die mich bei diesem Padcast unterstützen findet ihr in den Shownauts.
[01:37:54] Schaut da gerne mal rein!
[01:37:58] Wenn ihr meine Arbeit unterstützen möchtet würde ich mich freuen euch bei Steady zu begrüßen.
[01:38:03] Mit einer Steady-Mitgliedschaft bekommt ihr exklusive Updates von mir und die Gelegenheit mich zweimal im Jahr persönlich zu treffen.
[01:38:13] Im Aufzug ist eine Produktion von Schönlein Media.
[01:38:16] Ich freue mich auf das nächste Mal hier im Aufzug.
[01:38:26] Diese Folge wurde präsentiert von Schindler.
[01:38:28] Am Anfang der Folge haben wir uns gefragt, ob ein Aufzug bis ins Weltall möglich wäre?
[01:38:33] Tatsächlich beschäftigt diese Idee WissenschaftlerInnen schon seit Jahrzehnten.
[01:38:37] Die größte Herausforderung ist ein Material das gleichzeitig extrem leicht und unglaublich reisfest sein müsste um einen mehrere Zehntausend Kilometer langes Seil zu tragen.
[01:38:46] Bislang gibt es dafür noch keine Lösung.
[01:38:49] Bis dahin entwickeln wir bei Schindlern die Aufzüge von heute und morgen für Gebäude auf der ganzen Welt.
[01:38:55] Willst du mit uns die Mobilität von morgen gestalten?
[01:38:58] unter schindler.de slash Karriere findest du viele Möglichkeiten, um bei uns einzusteigen.</pre>
</div></div></div>
</div></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://steadyhq.com/de/krauthausen/about" class="ek-link">Dieser Podcast ist nur möglich durch die Unterstützung meiner Steady-Mitglieder</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Folge wurde dir präsentiert von Schindler Aufzüge. Willst du noch mehr über Aufzüge erfahren und vielleicht mit uns ganz nach oben fahren, dann steig gern ein. Unter <a href="https://www.schindler.de/de/karriere.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schindler.de/karriere</a> findest du viele Möglichkeiten für Einsteiger und Senkrechtstarter.</p>


<figure class="aligncenter wp-block-post-featured-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="1350" src="https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/09/Feed-Post-Dr-Stephan-Marks.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Es zeigt eine extreme Nahaufnahme in Schwarzweiß von Dr. Stephan Marks. Er trägt eine Brille und er blickt direkt in die Kamera. Das Bild ist dramatisch beleuchtet, was Details betont. Oben links steht der Podcast-Titel „IM AUFZUG“. Darunter befindet sich das weiße Textzitat: „»Abgewehrte Scham macht einsam, trennt, isoliert, insolidarisiert. Geteilte Scham schafft Verbundenheit.«“. Im unteren linken Bereich stehen die Worte „Dr. Stephan Marks - Folge 113“ und darunter „Foto: Privat“. Unten rechts befindet sich ein kleinerer weißer Text: „Finanziert durch Steady Mitglieder“." style="height:450px;width:350px;object-fit:fill;" /></figure>


<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-podcast-abonnieren" class="wp-block-heading">Podcast abonnieren</h2>



<div class="wp-block-wpzoom-blocks-social-icons is-style-with-canvas-round show-icon-labels-style" style="--wpz-social-icons-block-item-font-size:20px;--wpz-social-icons-block-item-padding-horizontal:6px;--wpz-social-icons-block-item-padding-vertical:6px;--wpz-social-icons-block-item-margin-horizontal:7px;--wpz-social-icons-block-item-margin-vertical:5px;--wpz-social-icons-block-item-border-radius:50px;--wpz-social-icons-block-label-font-size:16px;--wpz-social-icons-block-label-color:#2e3131;--wpz-social-icons-block-label-color-hover:#2e3131;--wpz-social-icons-alignment:flex-start"><a href="https://imaufzug.podigee.io/feed/mp3" class="social-icon-link" title="RSS" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-rss"></span><span class="icon-label">RSS</span></a><a href="https://open.spotify.com/show/0129AhRWxXuXi9LPflwltN" class="social-icon-link" title="Spotify" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-spotify"></span><span class="icon-label">Spotify</span></a><a href="https://www.deezer.com/show/3624987" class="social-icon-link" title="Deezer" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-deezer"></span><span class="icon-label">Deezer</span></a><a href="https://podcasts.apple.com/podcast/id1620854436" class="social-icon-link" title="Apple Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-apple"></span><span class="icon-label">Apple Podcasts</span></a><a href="https://https://podcasts.google.com/subscribe-by-rss-feed?feed=aHR0cHM6Ly9pbWF1Znp1Zy5wb2RpZ2VlLmlvL2ZlZWQvbXAz" class="social-icon-link" title="Google Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-google-podcasts"></span><span class="icon-label">Google Podcasts</span></a></div>
</div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-hier-findest-du-mehr-uber-mich" class="wp-block-heading">Hier findest du mehr über mich:</h2>



<ul class="wp-block-social-links has-visible-labels has-icon-color is-style-logos-only is-layout-flex wp-block-social-links-is-layout-flex"><li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-chain has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://raul.de" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M15.6,7.2H14v1.5h1.6c2,0,3.7,1.7,3.7,3.7s-1.7,3.7-3.7,3.7H14v1.5h1.6c2.8,0,5.2-2.3,5.2-5.2,0-2.9-2.3-5.2-5.2-5.2zM4.7,12.4c0-2,1.7-3.7,3.7-3.7H10V7.2H8.4c-2.9,0-5.2,2.3-5.2,5.2,0,2.9,2.3,5.2,5.2,5.2H10v-1.5H8.4c-2,0-3.7-1.7-3.7-3.7zm4.6.9h5.3v-1.5H9.3v1.5z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Webseite</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-instagram has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.instagram.com/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M12,4.622c2.403,0,2.688,0.009,3.637,0.052c0.877,0.04,1.354,0.187,1.671,0.31c0.42,0.163,0.72,0.358,1.035,0.673 c0.315,0.315,0.51,0.615,0.673,1.035c0.123,0.317,0.27,0.794,0.31,1.671c0.043,0.949,0.052,1.234,0.052,3.637 s-0.009,2.688-0.052,3.637c-0.04,0.877-0.187,1.354-0.31,1.671c-0.163,0.42-0.358,0.72-0.673,1.035 c-0.315,0.315-0.615,0.51-1.035,0.673c-0.317,0.123-0.794,0.27-1.671,0.31c-0.949,0.043-1.233,0.052-3.637,0.052 s-2.688-0.009-3.637-0.052c-0.877-0.04-1.354-0.187-1.671-0.31c-0.42-0.163-0.72-0.358-1.035-0.673 c-0.315-0.315-0.51-0.615-0.673-1.035c-0.123-0.317-0.27-0.794-0.31-1.671C4.631,14.688,4.622,14.403,4.622,12 s0.009-2.688,0.052-3.637c0.04-0.877,0.187-1.354,0.31-1.671c0.163-0.42,0.358-0.72,0.673-1.035 c0.315-0.315,0.615-0.51,1.035-0.673c0.317-0.123,0.794-0.27,1.671-0.31C9.312,4.631,9.597,4.622,12,4.622 M12,3 C9.556,3,9.249,3.01,8.289,3.054C7.331,3.098,6.677,3.25,6.105,3.472C5.513,3.702,5.011,4.01,4.511,4.511 c-0.5,0.5-0.808,1.002-1.038,1.594C3.25,6.677,3.098,7.331,3.054,8.289C3.01,9.249,3,9.556,3,12c0,2.444,0.01,2.751,0.054,3.711 c0.044,0.958,0.196,1.612,0.418,2.185c0.23,0.592,0.538,1.094,1.038,1.594c0.5,0.5,1.002,0.808,1.594,1.038 c0.572,0.222,1.227,0.375,2.185,0.418C9.249,20.99,9.556,21,12,21s2.751-0.01,3.711-0.054c0.958-0.044,1.612-0.196,2.185-0.418 c0.592-0.23,1.094-0.538,1.594-1.038c0.5-0.5,0.808-1.002,1.038-1.594c0.222-0.572,0.375-1.227,0.418-2.185 C20.99,14.751,21,14.444,21,12s-0.01-2.751-0.054-3.711c-0.044-0.958-0.196-1.612-0.418-2.185c-0.23-0.592-0.538-1.094-1.038-1.594 c-0.5-0.5-1.002-0.808-1.594-1.038c-0.572-0.222-1.227-0.375-2.185-0.418C14.751,3.01,14.444,3,12,3L12,3z M12,7.378 c-2.552,0-4.622,2.069-4.622,4.622S9.448,16.622,12,16.622s4.622-2.069,4.622-4.622S14.552,7.378,12,7.378z M12,15 c-1.657,0-3-1.343-3-3s1.343-3,3-3s3,1.343,3,3S13.657,15,12,15z M16.804,6.116c-0.596,0-1.08,0.484-1.08,1.08 s0.484,1.08,1.08,1.08c0.596,0,1.08-0.484,1.08-1.08S17.401,6.116,16.804,6.116z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Instagram</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-twitter has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://twitter.com/raulde" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M22.23,5.924c-0.736,0.326-1.527,0.547-2.357,0.646c0.847-0.508,1.498-1.312,1.804-2.27 c-0.793,0.47-1.671,0.812-2.606,0.996C18.324,4.498,17.257,4,16.077,4c-2.266,0-4.103,1.837-4.103,4.103 c0,0.322,0.036,0.635,0.106,0.935C8.67,8.867,5.647,7.234,3.623,4.751C3.27,5.357,3.067,6.062,3.067,6.814 c0,1.424,0.724,2.679,1.825,3.415c-0.673-0.021-1.305-0.206-1.859-0.513c0,0.017,0,0.034,0,0.052c0,1.988,1.414,3.647,3.292,4.023 c-0.344,0.094-0.707,0.144-1.081,0.144c-0.264,0-0.521-0.026-0.772-0.074c0.522,1.63,2.038,2.816,3.833,2.85 c-1.404,1.1-3.174,1.756-5.096,1.756c-0.331,0-0.658-0.019-0.979-0.057c1.816,1.164,3.973,1.843,6.29,1.843 c7.547,0,11.675-6.252,11.675-11.675c0-0.178-0.004-0.355-0.012-0.531C20.985,7.47,21.68,6.747,22.23,5.924z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Twitter</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-linkedin has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.linkedin.com/in/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M19.7,3H4.3C3.582,3,3,3.582,3,4.3v15.4C3,20.418,3.582,21,4.3,21h15.4c0.718,0,1.3-0.582,1.3-1.3V4.3 C21,3.582,20.418,3,19.7,3z M8.339,18.338H5.667v-8.59h2.672V18.338z M7.004,8.574c-0.857,0-1.549-0.694-1.549-1.548 c0-0.855,0.691-1.548,1.549-1.548c0.854,0,1.547,0.694,1.547,1.548C8.551,7.881,7.858,8.574,7.004,8.574z M18.339,18.338h-2.669 v-4.177c0-0.996-0.017-2.278-1.387-2.278c-1.389,0-1.601,1.086-1.601,2.206v4.249h-2.667v-8.59h2.559v1.174h0.037 c0.356-0.675,1.227-1.387,2.526-1.387c2.703,0,3.203,1.779,3.203,4.092V18.338z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">LinkedIn</span></a></li></ul>



<h2 id="h-so-kannst-du-meine-arbeit-unterstutzen" class="wp-block-heading">So kannst du meine Arbeit unterstützen!</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://im-aufzug.de/unterstuetzen/">Unterstütz mich</a></div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Podcast ist eine Produktion von <a href="https://www.schonlein.media" class="ek-link">Schønlein Media</a>.<br>Produktion: Fabian Gieske, Judith Stiegler-Trost<br>Schnitt und Post-Produktion: Hanne Pasdzior<br><br>Coverart: Amadeus Fronk</p>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-dr-stephan-marks/">Im Aufzug mit Dr. Stephan Marks</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-dr-stephan-marks/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Aufzug mit Shai Hoffmann</title>
		<link>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-shai-hoffmann/</link>
					<comments>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-shai-hoffmann/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian Gieske]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Podcast-Folge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://im-aufzug.de/?p=3822</guid>

					<description><![CDATA[<p>Diese Woche spreche ich mit Shai Hoffmann, einem Mann, der sich unermüdlich dort engagiert, wo Diskurse festgefahren sind. Als Sozialunternehmer und Aktivist schafft er Räume für echte Begegnung und fordert uns heraus, Widersprüche und andere Perspektiven überhaupt erst auszuhalten. Im Gespräch mit mir ist er vor allem eines: Schonungslos ehrlich – mit sich selbst und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-shai-hoffmann/">Im Aufzug mit Shai Hoffmann</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-uagb-info-box uagb-block-63ad1649 uagb-infobox__content-wrap  uagb-infobox-icon-left uagb-infobox-left uagb-infobox-stacked-tablet uagb-infobox-image-valign-middle"><div class="uagb-ifb-icon-wrap"><svg xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><path d="M96 96C42.98 96 0 138.1 0 192s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192C192 138.1 149 96 96 96zM448 192c0-53.02-42.98-96-96-96s-96 42.98-96 96s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192z"></path></svg></div><div class="uagb-ifb-content"><div class="uagb-ifb-title-wrap"></div><p class="uagb-ifb-desc"><strong>Wie bleibt man im Gespräch, wenn man eigentlich nur alles falsch machen kann?</strong></p></div></div>



<script class="podigee-podcast-player" src="https://player.podigee-cdn.net/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://podcast2ba52c.podigee.io/114-im-aufzug-mit-shai-hoffmann/embed?context=external"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Woche spreche ich mit Shai Hoffmann, einem Mann, der sich unermüdlich dort engagiert, wo Diskurse festgefahren sind. Als Sozialunternehmer und Aktivist schafft er Räume für echte Begegnung und fordert uns heraus, Widersprüche und andere Perspektiven überhaupt erst auszuhalten. Im Gespräch mit mir ist er vor allem eines: Schonungslos ehrlich – mit sich selbst und unserer Gesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sprechen über seine familiären Wurzeln in Israel und die Zerrissenheit zwischen Alltagsrealität und dem Nahostkonflikt seit dem 7. Oktober 2023. Shai ordnet den Diskurs rund um Antisemitismus und deutsche Staatsräson ein und warnt vor einer gefährlichen Begriffsverwässerung. Er berichtet von seinen „Trialogen“ an Schulen, mit denen er Feindbilder abbaut, wo Lehrkräfte oft aus Unsicherheit schweigen. Doch wir blicken auch hinter die Kulissen des Aktivismus: Shai spricht offen über seine Schwerbehinderung nach einer Nierentransplantation, die körperlichen Grenzen des Engagements und warum Binsenweisheiten keine echten Begegnungen ersetzen. Ein Gespräch über Haltung, Scham und die Kunst, im Dialog zu bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufzugtür auf für Shai Hoffmann!</p>



<div class="wp-block-kadence-accordion alignnone"><div class="kt-accordion-wrap kt-accordion-id3822_96d62c-48 kt-accordion-has-11-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right" style="max-width:none"><div class="kt-accordion-inner-wrap" data-allow-multiple-open="false" data-start-open="none">
<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-10 kt-pane3822_08df89-4b"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show" type="button"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">Transkript</span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<pre class="wp-block-preformatted">[00:00:04] Was passiert eigentlich, wenn du um Aufzug die Notruf drückst?
[00:00:07] Leute dann wirklich sofort eine Sirene oder passiert erst mal nichts.
[00:00:11] Die Antwort geht's am Ende dieser Folge!
[00:00:14] Jetzt viel Spaß mit Raul im Aufzug Wünscht Schindler.
[00:00:22] Diese Woche spreche ich mit Schei Hoffmann, einem Mann der sich unermüdlich dort engagiert und das Kurse festgefahren sind.
[00:00:29] als Sozialunternehmer und Aktivist schafft der Räume für echte Bedingungen und fordert uns heraus, Widersprüche an andere Perspektiven überhaupt erst auszuhalten.
[00:00:39] Im Gespräch mit mir ist er vor allem eines – schonungslos ehrlich!
[00:00:43] Mit sich selbst und auch mit unserer Gesellschaft.
[00:00:47] Wir sprechen über seine familiären Wurzeln in Israel und die zerristenheitlichen Alltagsrealität und dem Neostkonflikt seit dem siebten Oktober-Zw.
[00:00:58] Schei atmet in das Kurs rund um Antisemitismus und deutsche Staatspersonen ein, doch wir blicken auch hinter die Kulissen des Aktivismus.
[00:01:06] Schei spricht offen über seine Sperrbehinderung nach einer lieren Transplantation, der körperlichen Grenzen des Engagements – und warum Winsenweisheiten keine echten Begegnungen ersetzen!
[00:01:18] Ein Gespräch über Haltung, Scham oder Kunst im Dialog zu bleiben?
[00:01:23] Aufzugt ihr auf für Schei Hoffmann?
[00:01:29] Die Tür geht auf und wer kommt rein?
[00:01:31] Ich freue mich wirklich sehr, denn wir sind auch Freunde.
[00:01:34] so viel vorweg gesagt.
[00:01:36] Herzlich willkommen im Aufzug Schreihoffmann!
[00:01:39] Vielen Dank lieber Raul.
[00:01:40] ich freue mich sehr hier am Aufzug zu sein.
[00:01:42] Ja eine Jahre wieder.
[00:01:43] Ich finde es schön dass wir uns mal auf der Straße aber auch mal in Veranstaltungen oder jetzt im Podcast wieder begegnen.
[00:01:53] Ich fange immer die Fragen an mit der Frage Hattest du schon mal einen Akultmoment in einem Aufzug?
[00:01:59] Ui, das ist ja eine spannende Frage.
[00:02:01] Ein Akult-Moment im Aufzug... ... immer mal wieder auch im Bundestag zu Gast.
[00:02:11] Und manchmal, wenn ich da mit meinen Gästen fahre... ... sind ja auf einmal Leute mit dem Fahrstuhl die man so aus Funk und Fernsehen kennt,... ...und dann ist man und dann finde ich das immer ein bisschen strange über gewisse Dinge schon in diesem Aufzug zu reden weil ich immer so ein bisschen das Gefühl habe so oh was greift diese Person jetzt auf?
[00:02:31] Und dann fühle ich mich immer so'n bisschen zurückhaltend.
[00:02:35] Das ist ein awkward Moment, ansonsten gucke ich manchmal auf Instagram kleine Videos wie wir alle wahrscheinlich.
[00:02:42] Und da gibt es manchmal so Erschreckvideos in Fahrstühlen und ich bin ja jemand der leider ein bisschen schadenfroh ist und dann muss ich mich immer totlachen wenn sich Leute erschrecken oder das Licht ausgeht in einem Fahrstuhl und das finde ich lustig.
[00:03:02] Es gab mal einen Fernsehersteller, der hat die bürdende Aufzüge mit Bildschirmen ausgestattet.
[00:03:09] Stimmt!
[00:03:09] Ja
[00:03:10] Und das war richtig gruselig weil dann ging plötzlich der Boden auf Weil die Leute sind tierisch ausgerastet und ich weiß gar nicht ob man das da auch, weil die Leute könnten ja ein Herzkasper kriegen oder so.
[00:03:20] Ja voll Ja genau über diese Videos bin ich auch gestolpert, fand ich auch irgendwie so bisschen... darf ich jetzt sagen, dass ich das lustig fand?
[00:03:29] Ich hab gelacht Ja ich auch.
[00:03:31] Aber wo du gerade sagst, Bundestagsaufzüge.
[00:03:33] Kevin Kühner hat mich hier im Podcast erzählt das seitdem eine bestimmte Fraktion ganz rechts... ...im Spektrum auch am Bundestag ist und arbeitet man wirklich merkt wenn diese den Aufzug betreten weil einfach immer so der graue Wolke dann mit denen quasi in den aufzug steigt.
[00:03:53] Und dass er dann manchmal lieber die Treppe gegangen ist.
[00:03:55] Ach krass spannend.
[00:03:57] ja kann ich verstehen.
[00:03:58] also kann ich verstehen, wenn ich jetzt alle MDBs bzw.
[00:04:06] auch deren Mitarbeiter und Mitarbeiterin kennen würde dann hätte ich das wahrscheinlich auch gemacht dass sich da nicht in den Fahrstuhl eingestiegen wäre.
[00:04:13] aber dafür brauchst du glaube ich sehr gute Kenntnisse um zu wissen wer eigentlich alles da... Das Ökosystem der ganz rechten Fraktionen da eigentlich so unterstützt im Bundestag.
[00:04:26] Eigentlich wäre damit auch schon fast beim Thema Weil das auf der einen Seite ein toxisches Arbeitsumfeld, aber auf der anderen Seite ist das nur mal der Prozess.
[00:04:37] Und es ist nun mal jetzt so und dass man dann quasi den Dialog gehen muss bzw diese Ambivalenz irgendwie auch aushalten muss.
[00:04:49] Hast du dafür dich irgendein Trick wo du sagst okay ich lass das jetzt einfach auch mal so stehen?
[00:04:55] Also das ist ja unsere eigentlich fast tägliche Praxis.
[00:05:00] Wir arbeiten jetzt zum Thema Israel-Palestiner und dort ist der Dialog extrem wichtig, da ist auch die Beobachtung dass eben dieser Dialog oder dass der Wille zum Dialog vor allen Dingen seit dem siebten Oktober XXIII extrem zurückgegangen ist super sichtbar und allgegenwärtig.
[00:05:21] Und die große Herausforderung ist es, genau diese Dialogräume wieder herzustellen und überhaupt wieder aufzumachen und anzubieten.
[00:05:29] Es gibt Menschen, die nehmen dieses Angebot an... ...es gibt aber auch viele Menschen, der sagen nee wir wollen dieses Angebote nicht weil wir unsere Sichtweise darauf haben und nur die eine Sichtweise ist die richtige Sichtweise.
[00:05:41] ich glaube dass wir genau in diesen Themen oder zu diesen Themen die so komplex sind die so multi perspektivisch behandelt werden müssen gar keine, also dass es alternativlos ist ins Gespräch zu gehen und eben genau das jedes mal zu üben.
[00:06:05] Ambiguitäten auszuhalten mit Widersprüchen umzugehen und zu gucken was macht das eigentlich mit mir und meiner bisherigen Haltung?
[00:06:14] bin ich überzeugt von Argumenten, also deliberativ in den Diskurs zu gehen und zu gucken.
[00:06:22] Überzeugt mich die Perspektive des Gegenübers weil ich vielleicht bis dato mehr in diesem ganzen Überlegensprozess diese Perspektiv überhaupt noch gar nicht angeschaut habe.
[00:06:35] Und genau darum muss es ja in einem Dialog gehen.
[00:06:38] und erst wenn wir so weit sind dass wir uns oft das gegenüber einlassen Und damit einhergeht, eben dieses Aushalten lernen.
[00:06:48] Wie man eigentlich mit dieser Ambiguitäten widersprüchen umgeht... Das ist das Ziel von Dialog, bin ich der Meinung?
[00:06:57] Da hast du als Kind auch schon jemanden, der streitsgeschlägt hat oder warst du ja der Wilde?
[00:07:02] Gar nicht!
[00:07:04] Ich komme hier aus einem extrem unpolitischen Haushalt und da haben wir nie über unbequeme Sachen gesprochen, um ehrlich zu sein Raul also da gab es immer das Bedürfnis, harmonisch zu sein.
[00:07:20] Also Harmonie süchtig eigentlich fast!
[00:07:23] Das habe ich auch schmerzlich mir aneignen müssen um ehrlich zu sein.
[00:07:29] also ich war ein super schlechter Schüler und wirklich angefangen damit hab' ich dann zwei fünfzehn fort folgend als die sogenannte Flüchtlings... Welle in Anführungsstrichen nach Deutschland kam und ich dann nach Wegen gesucht habe, um dieser Polarisierung entgegenzutreten.
[00:07:52] Und dort hab' ich tatsächlich das erste Mal eigentlich mich mit Meinungswelten anderer auseinandergesetzt.
[00:07:59] Das hat glaube ich mein Dialogmuskel trainiert!
[00:08:05] Wir kennen uns doch aber auch schon ein bisschen länger.
[00:08:07] da gab's noch den Bus der Begegnungen wo du durch Deutschland gefahren wirst und auch schon den Dialog gesucht hast mit Menschen im ländlichen Raum beispielsweise.
[00:08:16] Den meine ich genau, der Bus der Begegnung war zwei siebzehn.
[00:08:19] Also siebzene erst?
[00:08:19] Ich hätte jetzt gedacht das wären die zweitabend viertzehn oder so gebissen.
[00:08:23] Nee, nee.
[00:08:23] Das war das ja.
[00:08:24] Zwei vierzehn war ich noch gar nicht so politisch um ehrlich zu sein.
[00:08:27] Also es begann wirklich mit zwei fünfzehn und diesen Veränderungen in der politischen Landschaft in Deutschland mit Landtagen, in die die ganz rechte Partei eingezogen ist.
[00:08:41] Und das hat mir extreme Sorgen und Angst bereitet.
[00:08:44] Um ehrlich zu sagen...
[00:08:46] Was ich bei Gesebe eindruppen finde, dass du Sozialunternehmer bist?
[00:08:50] Das bist
[00:08:50] du ja auch.
[00:08:52] Ja, aber seit ich dich kenne machst du quasi viele verschiedene Unternehmungen, was irgendwie bei, wenn ich mich richtig erinnere, eine Schuhfirma mitgegründet.
[00:09:03] Du hast Magazinen rausgebracht das Thema Magazin, was sehr viel davon mit Crowd-Source und Crowdfunding angefangen zu finanzieren.
[00:09:12] Und je länger wir uns kennen, desto mehr habe ich auch gemerkt, fängst du an zu politisch zu engagieren.
[00:09:20] Der Dialog
[00:09:21] scheint ja dann der rote Farben zu sein, dass ich durch all deine Projekte zieht.
[00:09:27] Du hast eine israelische Familiengeschichte?
[00:09:31] Wann wurde gehn denn zum ersten Mal bewusst das die Herkunft etwas Politisches ist?
[00:09:42] Also mir also bewusst ist wir heute rückwirkend natürlich, Quargeburt eigentlich schon politisch ist.
[00:09:53] Wenn du aber in Deutschland groß wirst, wenn du in Deutschland Privilegien genießt die selbstverständlich sind weil du einen deutschen Pass hast und so weiter und sofort dann machst du dir darüber nicht so viel Gedanken.
[00:10:07] das musste ich schmerzlich selbst erleben.
[00:10:09] tatsächlich indem mich beispielsweise immer wieder zur Familie nach Israel geflogen bin und mit jedem mal Besuch vor Ort mich verschiedenen Fragen gestellt habe, deren Antworten ich nicht hatte.
[00:10:30] Und ich bin irgendwann tatsächlich... hab' ich angefangen für mich auf die Antwort suche zu gehen.
[00:10:39] und das war, was beschreibe ich immer gerne als eine wahnsinnig schmerzhaften prozess.
[00:10:45] Ein wahnsinn Schmerzhaftem Prozess deshalb weil ich einerseits eine Familie habe in Israel, die ich extrem liebe, die mich liebt.
[00:10:55] wir haben ein ganz enges Band, familiäres Band sind durch viele Höhen- und Tiefen zusammengegangen.
[00:11:04] Ich habe eine Tante, die wie meine Mama ist eigentlich.
[00:11:07] Weil meine Mama relativ früh verstorben ist und... ...die mich immer beherbergt und sich ja um mich kümmert als wäre ich ihr Sohn?
[00:11:17] Und gleichzeitig mache ich diese Erfahrung wenn ich dort drüben bin und auf die Suche nach Antworten gehe was eigentlich in dieser kleinen geografischen Enklave wenn man so will alles an Parallelwelten passiert in der Westbank, in Jerusalem, in Ost-Jerusalem.
[00:11:39] Ich versuche zu ergründen wie es Menschen geht und das ist eine krasse Diskrepanzraul zu dem erst mal was ich wahrnehme und was ich lerne jedes Mal wenn ich vor Ort bin.
[00:11:54] Und... ...der Realität mit der ich konfrontiert bin, wenn ich bei meiner geliebten Familie bin die mich sehr, muss ich sagen.
[00:12:05] Diese Gespräche in den letzten Jahren befremden mich und irritieren mich zunehmend weil ich merke es gibt da eine extreme Diskrepanz zwischen Realität und Zwischen dem was meine Familie für sich als Realität beansprucht.
[00:12:24] und das ist etwas was extrem schmerzhaftes.
[00:12:28] Und dann wieder zurück zu meiner ... zu meinem Privilegien, die ich hier in Deutschland habe als... ... Deutscher.
[00:12:34] Als Jude.
[00:12:35] Als soziale Unternehmer.
[00:12:37] Als Mensch der nicht einfach notatenlos zusehen kann wie auch gesellschaftspolitisch sich Dinge verändern gerade und zwar rasant.
[00:12:49] Habe ich festgestellt das Identitätspolitik sag' ich mal extremst wichtig ist und ich nicht umsonst auch Die Arbeittour, die ich tue und vielleicht auch das Gehör finde was ich finden möchte weil ich mich als deutsche Jude ausgebe.
[00:13:08] Und damit auch eine gewisse Legitimität habe vielleicht auch zu sprechen.
[00:13:14] Wie lebt es sich dort in Israel?
[00:13:16] Also du warst jetzt wahrscheinlich immer nur zu besuchen dort.
[00:13:19] Du hast jetzt wahrscheinlich in den letzten Jahren da nicht länger gelebt.
[00:13:22] Das ist vielleicht ein paar Wochen Aber wie lebt es sich da?
[00:13:25] Das ist dann so, dass man die ganze Zeit damit konfrontiert ist mit diesem Thema auch dieser raunen Konflikt behaupteten Stimmung.
[00:13:33] oder kann man das ausblenden wie keine Ahnung wenn René Tal den Urlaub macht und vergisst, dass es Meloni-Land ist.
[00:13:43] Meloni Land finde ich gut.
[00:13:46] also ehrlicherweise... Ich war ja jetzt auch Ich bin öfter jetzt da, ich hab ja auch ein Podcast und war auf Podcastreise in Israel und Palästina.
[00:13:58] Und verblüffenderweise ist es wirklich so dass du zum Beispiel in Tel Aviv bist also auch da wo der Flughafen ist wo man üblicherweise hinfliegt.
[00:14:08] wenn man nach Israel fliegt ist das schon auch eine absolute Parallelwelt indem du weiss nicht feiern gehen kannst in Restaurants gehen kannst an Strand gehst dich sonnen kannst und schon auch ein stück, ein großes stück die realität ausbrennen kann.
[00:14:28] Und das verblüffende ist ja dass du gerade in Tel Aviv auf teilweise menschen triffst die im reservedienst sind und die dann mit dir vielleicht selbst am strand liegen oder grade beach volleyball spielen und eine woche zuvor im dienst waren im gaser streifen und dort Dinge vielleicht getan haben, die sie selbst auch erst mal verarbeiten müssen.
[00:14:53] und mindestens die einen würden sagen Israel in Sicherheit gebracht haben.
[00:15:01] Die anderen würden sagen Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit unterstützt haben.
[00:15:05] Und das hinterlässt Spuren in einer Gesellschaft.
[00:15:09] Also mentale Spuren also mentale gesundheitliche Spuren.
[00:15:13] Aber es sind eben genau diese Gleichzeitigkeiten, die du dort siehst und erfährst.
[00:15:20] Aber gleichzeitig auch wenn du willst ein hedonistisches Leben führen kannst in dem du deinem Körperkult nachgehst, Sport machst und einfach stückweit die Realität vergessen kannst.
[00:15:33] Und das ist auf jeden Fall ein ziemlich strangest Gefühl um ehrlich zu sagen weil ich stand Ich hatte einen Moment wo ich wirklich im Wasser war und sozusagen im Wasser mich umgedreht hat, wo ich auf die Skyline Tel Avivs geguckt habe.
[00:15:48] Und dann hab' ich meinen Kopf nach rechts gedreht was sozusagen der Süden ist... ...und hab mir gedacht krass ein paar Kilometer weiter südlich von hier wird gerade einfach der Gaser streifen auseinander genommen.. ..und dieser Strand war brechend voll!
[00:16:05] BRECHEND VOLL!
[00:16:06] Und ich hab' mir gedacht das sind Gleichzeitigkeiten die wirklich schwer schwer zu ertragen sind.
[00:16:14] Wie erträgt man sowas dann aber?
[00:16:15] Das
[00:16:19] ist eine gute Frage.
[00:16:21] Ich glaube, mit dem Augenblick vielleicht ein Stück weit... ...mit so einem Selbstentlastungsgedanken den ich hatte weil ich mir gedacht habe, ich bin ja nicht hier zum Baden oder zum Genießen des Lebens wie ich es früher war als ich sozusagen Urlaub meine Sommerurlaube in Israel bei der Familie verbracht habe sondern ich bin da um meine Privilegien zu teilen, nämlich mit Menschen die vor Ort extremst wichtige Arbeit machen sowie du mit deinem Podcast.
[00:16:56] versuche ich mit meinem Podcast Menschen vor Ort in Israel und in Palästina eine Plattform zu geben.
[00:17:02] Und ihnen Sprachwort zu sein, weil ich mittlerweile der festen Überzeugung bin neben vielen Experten und Expertinnen auch dass einfach dieser israelisch-palästinensische Konflikt sich nicht mehr von innen heraus lösen lässt weshalb es extrem wichtig ist das menschen wie ich bescheidenen Reichweite, unter anderem Menschen wie ich dorthin kommen und einfach anderen Leuten die Plattform geben um über ihre extrem wichtigen Initiativen zu sprechen.
[00:17:36] Und das war so ein bisschen eine Selbstentlastung glaube ich dieser Gedanke und so lässt sich es glaube ich für mich jedenfalls ertragen.
[00:17:43] Gleichzeitig ist natürlich auch wie du sagst ein ganz schönes Privileg rein- und rausreisen zu können und dann sich hier vielleicht in einem geschützten Rahmen die Informationen von allen Seiten zu besorgen und zu beschaffen und auszuwerten.
[00:18:00] Ist das dann manchmal auch so für dich, dass du in einer Art Realitätskonflikte rätst?
[00:18:08] Also du hast dir das dann vielleicht quasi in deinem Büro erarbeitet und gedacht ach Mensch so und so.
[00:18:14] das ist mein Standpunkt.
[00:18:15] und dann kommt man dort an und dann wird man entweder dafür kritisiert weil man angeblich alles so klar hat was gar nicht so einfach ist Oder aber du merkst, die Realität ist doch meine ganz andere.
[00:18:29] Ja, das ist auch eine spannende Frage.
[00:18:30] also ich glaube tatsächlich dass ich mittlerweile nichts für gesetzt halte.
[00:18:38] Also ich komme oder ich versuche.
[00:18:41] es gelingt mich vielleicht nicht immer aber ich versuch mit immer mehr Fragen als Antworten zu kommen.
[00:18:47] und ich glaube dass diese diese fragende wohlwollende Haltung auf viel, viel positive Resonanz stößt.
[00:18:56] Weil da niemand kommt und vorgibt die eine Antwort zu wissen weil er oder sie im fernen europa aus einer sehr wie du richtig sagst einer sehr komfortabel privilegierten haltung heraus denkt Die vermeintlich die vermeintlichen antworten schon zusammengesucht zu haben.
[00:19:17] ich glaube die realität und die individuellen geschichten von menschen die vor ort Erlebt werden noch mal eine ganz andere Gewichtung haben, die auf jeden Fall Gehör verdienen und eine Plattform verdient.
[00:19:31] Und insofern würde ich von mir sagen dass Ich immer sehr offen In Die Begegnungen gehe um wirklich auch zu lernen und zu gucken Matcht es eigentlich mit dem was vielleicht ein Hier in Deutschland eher eurozentristisch, heraufblickender Wissenschaftler über Israel-Palestiner gesagt hat oder was nicht.
[00:20:00] Gibt es da eine Diskrepanz?
[00:20:01] Ist das vielleicht irgendwie aufgrund der Lebensrealitäten vor Ort ganz anders?
[00:20:05] und so versuche ich fortzugehen.
[00:20:08] also... Und ich glaube genau diese Neugier, genau dieser Haltung bräuchten wir einfach in der Gesellschaft viel, viel stärker vertreten um überhaupt wieder eine gemeinsame Sprache oder eine Diskurskultur zu finden.
[00:20:25] Kannst du irgendwas erzählen?
[00:20:29] Oder das Gefühl hattest diese Dialoge diesen Diskurs, den Du initiierst haben Erfolg gezeigt?
[00:20:37] Also ich hab dein Podcast auch gehört.
[00:20:39] wie ihr das welcher an Schulen anbietet diese Dialogformate Was beeindruckt, wie fandest du mal erzählt das im Podcast mit Frank Jung?
[00:20:51] Seit Jahrzehntelundzwanzig allerdings war das schon dazu erzählt dass es zum Beispiel kaum Unterkriegsmaterial gibt zu diesem Thema und dass ihr das erstellt habt.
[00:21:03] Und jetzt quasi an Schulen geht.
[00:21:04] ich habe das Interview gehört in der Rüttlischschule wo ein Projekt vorgestellt wurde also des gefälltes das bringt was.
[00:21:18] Also, ähm... Das ist eine schwierige Position mich zu frag' auf.
[00:21:24] Also ja ich hoffe das es was bringt was ich tue.
[00:21:27] Und
[00:21:27] als zähne Geschichte wo du sagst ja da bringt er's auf jeden Fall bei sich.
[00:21:30] Ich meine jetzt nicht im Sinne von Effizienz oder so, sondern in dem Sinne von wow und dann hat dich selbst überrascht
[00:21:36] Ja, ja, ja gibt ganz ganz viel.
[00:21:38] ehrlich gesagt Raul.
[00:21:39] also wir werden immer wieder aufs Neue überraschen und ich finde es schade weil weißt Du Wir tendieren immer dazu, so eine junge Generation ganz schnell abzustempeln und zu sagen irgendwie... Ach die ganze Generation TikTok aus der wird ja sowieso nichts mehr.
[00:21:58] Aber ich finde das ist oft ein bisschen zu einfach.
[00:22:03] Einfach weil ich glaube dass gerade eine junge generationen die Zugang hat zu so vielen Informationen hoch traumatisiert werden kann.
[00:22:22] Und zum Teil mental, und das sind ja Studien die wir nachlesen können also wie groß oder was von groß ist gesellschaftliche Problem?
[00:22:32] Wir auch haben mit mentaler Gesundheit bei jungen Menschen und wie wenig die Politik da eigentlich auch gegensteuert und Abhilfe leistet, aber das ist wahrscheinlich ein anderes Thema auch für den ganzen Podcastfolge eigentlich.
[00:22:46] Aber was ich sagen möchte ist dass wir eben diese Jugendlichen so schnell abstempeln obwohl so viele Jugendliche so sensibel sind und genau darauf reagieren was da in der Welt eigentlich passiert ob Remigrationspläne geschmiedet werden Potsdam oder ob wieder irgendwie einen Friedrich Merz CDU, CSU-Politiker oder eine Politikerin sagt der Islam gehört wieder nicht zu Deutschland.
[00:23:14] Und wie man merkt dass dann doch vielleicht auch auf einer politischen Ebene jüdisches Leben schützenswerter zu sein scheint als palästinensisches Leben.
[00:23:25] also all das wird extrem sensibel empfangen von Jugendlichen und solche Beispiele haben wir extrem oft in der Schule.
[00:23:36] Ich kann mich an ein Beispiel erinnern, wo wir reinkamen und es rochförmlich nach palästinensischer Identität und auch nach Demonstration von palästenensischen Symbolen.
[00:23:50] Und da war eine Gruppe von jungen Männern die offenbar mir demonstrieren wollten.
[00:23:56] wir sind palästinensisch beziehungsweise.
[00:23:59] Wir sind auf der seite palästeiners mit so genannten fußball trikots, mit koffies also dem paläste nenser halb heiztuch mit einer palestiner flagge die sozusagen ganz plakativ ja hinein gezeigt wurde in den stuhlkreis.
[00:24:19] und interessanterweise ist dann folgendes passiert im laufe des triologs haben sich genau diese demonstrativen identitätsstiftenden symboliken immer weiter in die hintergrund verzogen.
[00:24:35] Bei jünglichen gemerkt haben ach warte mal wir müssen gar nicht eine seite plakativ hervorheben bei der sitzen zwei, Beide für beide Seiten sind und
[00:24:50] Joana und du.
[00:24:51] Genau, Joana ist auch für die jüdische Seite.
[00:24:55] da sieht den Schmerz und das Leid von Juden und Jüdinnen unter anderem am siebten Oktober aber auch schon davor Und ich der Dabin als Jude Logischerweise auch den Schmerz der Palästinenser und Palästarin seit dem siebten Oktober sieht.
[00:25:12] Und einfach diesen Zerstörungsfeldzug im Gasastreifen.
[00:25:15] Und alleine, dass wir das sehen und benennen war oft oder war offenbar Grund genug für diese Jugendlichen diese Identitäts stiftenden Symbole so ein bisschen in den Hintergrund geraten zu lassen.
[00:25:29] Und extrem spannend Raul zum Ende dieses Trelochs.
[00:25:34] Extrem wichtig sind ja die die biografischen Bezüge, die wir mitbringen in den Trennhoek und mit denen wir ganz offen und ehrlich auch umgehen.
[00:25:43] Also das sind
[00:25:44] eure eigenen Bezücke?
[00:25:45] Unsere eigenen biografische Bezügen, die wie logischerweise dann auch zeigen bzw nicht nur zeigen sondern erklären.
[00:25:54] Und zum Ende des Dialogs hob einer dieser Menschen der Gruppe die Hand und wollte mir noch unbedingt sagen dass er es extrem berührend beschieben findet, was meinen Großeltern im Holocaust passiert ist.
[00:26:10] Und das war so ein schöner und starker Moment der eigentlich genau zeigt warum diese Dialoge in Schulklassen einfach keine Alternative sind sondern eine Pflicht.
[00:26:32] Die Lösung wahrscheinlich für den...
[00:26:34] Eine der Lösungen ja, zumindest in Deutschland.
[00:26:37] In Deutschland um diesem Thema Raum zu geben.
[00:26:41] Einem Thema das teilweise proaktiv auch sozusagen vermeidet wurde von vielen Lehrern und Lehrerinnen ehrlich gesagt.
[00:26:53] Diese Verneidung kommt ja wahrscheinlich auch daher dass wir uns alle nicht sprächfähig fühlen.
[00:26:57] also wir wurden ja auch in der Schule wahrscheinlich nicht ausreichend informiert.
[00:27:04] Also ihnen besser bin ich mich an meine Schulzeit erinnern, da war das jetzt nicht so ein Kernthema.
[00:27:11] Und dann als Lehrerinnen klar kann man sich damit wahrscheinlich fortbilden.
[00:27:14] gerade wenn mein Geschichte der Politikwissenschaften unterrichtet muss man das wahrscheinlich sogar auch.
[00:27:19] aber trotzdem habe ich das Gefühl ist dieser Angst plötzlich antisemitisch abgestempelt zu werden oder sich überhaupt positionieren.
[00:27:32] Oder das zu sagen, auch wenn du da nicht mal Positionen bezogen hast so groß dass man es lieber wegschminkt.
[00:27:40] Ja und ja und das ist ein Riesenproblem und das glaube ich zumindest hier in Deutschland ein... Das ist nicht nur großes Problem sondern eine Katastrophe um ehrlich zu sein.
[00:27:58] Ja, also ich glaube schon einfach auch aufgrund des historischen Bezugspunkts mit dem Spania und Spanierinnen über Isra und Palästina sprechen können.
[00:28:10] Und zwar eben nicht den historischen Betrugspunkt in die Shoah, also in die NS-Zeit sondern ja weiß nicht... andere Bezugspunkte, wo es aber dann auch darum ging.
[00:28:26] Die sephatischen Juden sind ja auch aus Spanien sozusagen nach Israel emigriert und dort gab es natürlich einen gewissen Hass gegenüber Juden und Jüdinnen.
[00:28:39] Aber der Bezugsspunkt in Deutschland spielt beim Sprechen über Israel und Palästina ein extrem wichtigen... Grundpfeiler, wenn man so will.
[00:28:51] Also die Shoah ist das, worum es in Deutschland zumindest für Politiker und Politikerin geht und dadurch abgeleitet eben genau auch Ja, ich würde sogar sagen nicht nur die außenpolitische Verantwortung.
[00:29:15] Sondern vor allen Dingen auch die innenpolitische Verantwortung.
[00:29:18] und ich habe manchmal das Gefühl dass die Staatsrison eher ein innenpolitisches Dogma ist weil man sieht was in Folge dieser Verantwortung die man gegenüber Juden fühlt oder auch dem Staat Israel dann im Inneren alles passiert.
[00:29:35] also von jetzt Neustens jetzt erst wieder ein Gesetzentwurf, das ja auch den Bundesrat passiert hat.
[00:29:43] Dass die Migierung des Existenzrechts Israels justiziabel macht.
[00:29:48] Was, wenn man sich damit auseinandersetzt und völkerrechtlich gibt es da gar keine Begründungen.
[00:29:54] Also der Bundesverfassungsgericht wird genau hingucken und vermutlich dieses Gesetz wieder einkassieren.
[00:30:00] nicht weil ich nicht glaube das Israel-Existenzrecht hat.
[00:30:03] ja jeder Staat sollte ein Existenzricht haben.
[00:30:06] Es geht aber im Völkerrecht natürlich um souveräne Grenzen und um Selbstbestimmung.
[00:30:11] Das ist verankert in einem Völkerecht oder völkerrechtlich gibt's keinen Existenzhrecht im klassischen Sinne.
[00:30:18] Also da ist nicht geregelt, dass Deutschland Existenzrecht hat zum Beispiel.
[00:30:21] Also all diese ganzen Dinge die da gerade passieren und auch die vermeintliche Bekämpfung von Antisemitismus.
[00:30:29] Ich wurde der Selbstziel im Berliner Senat beim Aktionsfonds Antisemitism, so wie ich ja selbst Ziel von CDU-Politikerinnen, den autoritären Kampf gegen Antisematismus führen mich als zu links, zu Vogue und zu BDS-Nah bezeichnet haben.
[00:30:50] Und mich damit auch aus einer Jury ausgeschlossen haben.
[00:30:54] Also dieser Kampf ... der vermeintliche Kampf gegen Antisemitismus wird hier total ad absurdum geführt weil er zeigt es geht gar nicht um den Kampf von Antisemitism in Deutschland also zumindest nicht allen Politikern und Politikerinnen sondern es geht vor allem um Selbstentlastung des eigenen nicht aufgearbeiteten Ressentiments gegenüber Juden und Jüdinnen.
[00:31:21] Und genau das wollte ich auch sagen, dass auf der einen Seite die Staatssekretärin so eine Art Verantwortungsübernahme vielleicht am Anfang war und jetzt aber auch eine Verantwortungsabgabe wurde.
[00:31:34] So nach dem Motto wir haben uns selbst einfach für eine Seite entschieden und dabei bleiben wir oder da fragen.
[00:31:38] Das alles auch gar nicht mehr replikieren unsere eigenen Positionen dazu kaum.
[00:31:43] Ich habe schon auch das Gefühl Also das, was sogar der erzählt hat ist dass doch so viele ausgeladen wurden und da gab es auch Skandale.
[00:31:51] Und dann sind ja auch Senatoren zurückgetreten deswegen.
[00:31:56] Ich habe schon auch das Gefühl, dass diese... Das hat sowas Verlogenes!
[00:32:04] Also, man hat ja eine Position ganz klar.
[00:32:07] Angeblich ist jetzt auch die Union total queerfreundlich und so weiter und so fort oder... ...die Doppelmoral bei Gänz Spahn unter der Leihmutterschaft, wo man schon auch denkt, wenn ihr euch mal ehrlich machen würdet, dann solltet ihr jetzt einfach alle ganz leise sein?
[00:32:22] Und jetzt nicht so behaupten wir, ihr hattet die Weißöpfe mit Löffeln gefressen!
[00:32:27] Ja also ich... Ich sehe viel, viel doppelmoral auch gerade auf einer Bundesregierungsebene wenn es um die Unterstützung von Israel geht und versteht mich nicht falsch.
[00:32:39] Also ich habe ja eingangs gesagt meine Familie wohnt in Israel und natürlich möchte ich dass Israel bzw.
[00:32:44] meine Familie geschützt wird, wenn Raketen aus dem Iran kommen und so.
[00:32:49] aber wir müssen uns ehrlich machen und wir müssen wirklich die Frage stellen inwieweit möchte ein Deutschland das Und das ist interessant, dass aus der Asche des Nationalsozialismus überhaupt auch das entstanden ist was uns das Völkerrecht im Prinzip gebracht hat.
[00:33:14] Internationales Völkerrechts, humanitäres Völker Recht?
[00:33:17] inwiefern verraten wir einfach genau diese Werte gerade in Deutschland wenn eine Regierung in Israel unterstützen, die noch nie so rechtsextrem bis faschistisch war und mittlerweile nicht nur hinter vorgehaltener Hand sondern ganz offen Vernichtungsfantasien.
[00:33:39] formuliert gegenüber Passenenzen.
[00:33:41] Und wir täglich sehen, was in der Westbank passieren wird, täglich seh'n wie die Westbank eigentlich immer noch echtst unter einer extremen Hungersnot, die uns eigentlich alle beschämen sollte und wir aber trotzdem auch in Deutschland nicht klar genug uns hinter das Völkerrecht stellen können und universelle Werte quasi ja universelle werte und damit dann auch Konsequenzen gegenüber Israel einfordern oder auch walten lassen.
[00:34:17] Und das ist etwas, was mich eigentlich jeden Tag zerfrisst ehrlich gesagt Auch etwas, was ich so nicht oft besprechen habe.
[00:34:25] Zumindest auch nicht mit Familien in Israel.
[00:34:28] also weil da der die Sichtweise eine ganz andere ist und nicht universell draufgeguckt wird sondern singulär oder selektiv zumindest darauf geguckt wird und gesagt wird nein wir stehen vor der existenziellen Bedrohung Was war war?
[00:34:44] Oder was war ist mit dem siebten oktober?
[00:34:46] das war auf jeden fall etwas was die gesellschaft in israel komplett komplett durchgeschüttelt hat und auch noch mal traumatisiert oder retraumatisiert hat.
[00:34:59] Und trotzdem möchte ich nicht wahrhaben, dass genau das instrumentalisiert wird für das was in Palestina passiert aber vor allen Dingen auch hierzulande passiert.
[00:35:12] Nämlich, dass dieses Trauma sich offenbar wiederfindet auf einer politischen Ebene die im Prinzip dann Menschenrechte total selektiv anwendet und nicht erkennen kann das einfach auch Palästinenser-Palästinserinnen die Zivilbevölkerung in Palestina auch geschützt werden muss.
[00:35:32] um jeden Preis.
[00:35:35] Jetzt heißt es ja Trialoge.
[00:35:36] wir haben jetzt gerade von zwei Seiten gesprochen.
[00:35:39] Ist die dritte Seite dann die Schülerinnenschaft, die vielleicht einfach Deutsche sind oder noch keine Ahnung in der Thematik haben?
[00:35:48] Genau.
[00:35:49] Ja also es ist... Die Dritte Seite sind Schüler und Schüllerinnen und ja sie sind Deutsche, die sind aber auch das eine postmigrantische Gesellschaften, Einwanderungsgesellschaft.
[00:35:59] Die haben mit auch anderen Bezugspunkten zu tun ganz viele Ukraine- und Ukrainerinnen Aber auch Menschen, die zwei Fünfzehn nach Deutschland gekommen sind.
[00:36:11] Die auch in ihrer Schulzeit noch nie was vom Holocaust gehört haben oder gelernt haben und all diese ganzen Menschen das ist sozusagen die dritte Partei wenn man so will.
[00:36:21] also im Kollektiv ja Und der Trierlog der schafft Raum um genau auf diese individuellen Draufschaungspunkte eingehen zu können.
[00:36:33] Du hast vorhin gesagt, da würde ich gerne mal kurz reinschauen.
[00:36:36] Dass es dich auch irgendwie zerfrisst wie dieser Konflikt und das ist auch so groß ist, dass das wahrscheinlich auch gar nicht lösbar ist in unserer Generation und wahrscheinlich viele Generationen brauchen wird wenn wir von Lösungen sprechen können überhaupt.
[00:36:58] Wie hat dich das verändert?
[00:37:00] Also dich als Scheihoffmann!
[00:37:04] Bist du trauriger, nachtäglicher geworden?
[00:37:10] Einerseits sicherlich das.
[00:37:11] Dass ich traurig nachtäglich geworden bin und mich manchmal auch in so einer Gedankenspirale wiederfinden lässt die mich schlecht fühlen lässt aus der ich dann ganz schnell wie eine Flucht suche um nicht weiter mit beschäftigen zu müssen.
[00:37:32] Ich versuche immer quasi auch andere Themen zu haben, mit denen ich mich beschäftige.
[00:37:38] Und es ist extrem schwer weil das ja nicht nur ein Teil meiner meine Arbeit ist sondern einfach auch einen Teil meiner Biografie ist.
[00:37:47] also quasi kann mich dem eigentlich nicht so leicht entziehen wobei dann noch mal... Also hab da Glück weil ich hier in Deutschland lebe und ich mich hier in Deutsch dann dem Thema doch wieder ein bisschen entziehen kann.
[00:38:05] Gleichzeitig erfahren wir extrem viel Angriffe und auch persönliche Angriffs gegen mich, gegen mich als deutscher Jude der progressive Ansichten hat.
[00:38:23] Und der merkt dass gewisse Politikerinnen oder auch Menschen aus der Zivilgesellschaft gezielt gezielt Angriffe starten um unsere oder meine arbeit zu.
[00:38:41] Unterminieren oder zu diskreditieren und darauf hinzuwirken, dass wir Gelder entzogen bekommen oder das uns zumindest das Leben schwer gemacht wird mit Stellungnahmen.
[00:38:52] Mit Veränderungen von irgendwelchen Materialien die wir erstellt haben von Bildungsmaterialien von denen du gesprochen hast und Das führt ehrlicherweise dazu, dass ich eher motivierter bin, mich in diesen Boxring zu begeben und mit den Erfahrungen die ich sammle von vor Ort.
[00:39:17] Und es ist extrem wichtig ja weil ich komme als jemand der hier in Deutschland lebt und der mit jüdischen Wurzeln in Deutschland spricht aber gleichzeitig eben auch die Menschen vor Ort besucht und deren Geschichte mitbringt hierher.
[00:39:36] Und es mir eine ganz bestimmte Kredibilität gibt, über Isra und Parsina zu sprechen die ich dann wenn ich merke dass wir von allen Seiten angegriffen werden und von allen Seiten meine ich auch wirklich von allen seiten also sowohl von ganz rechts als auch von ganz links bestärkt mich das eher nochmal genau diese Plattform, dieser Mediator zu sein der eben genau das da einfließen lässt in den Misskurs.
[00:40:05] und deswegen ich einerseits ja es macht mich nachdenklicher trauriger.
[00:40:10] Oft will ich flüchten aus diesen Gedankenspiralen die ins Endlose führen weil eine Lösung dieses Konflikts nicht in greifbarer Nähe liegt.
[00:40:22] gleichzeitig will ich aber auch diesen Boxkampf und sehe es ein bisschen als Schachspiel.
[00:40:35] dass du so strechfähig bist zu diesem Thema, das du gar nicht mehr so lange rumeiern musst jetzt die richtigen Worte zu finden.
[00:41:12] Ich habe auch das Gefühl, da ist eine Stärke drin steckt, dass du genau weißt wie du das formulierst und das dann nicht wie ich das vorhin aus Versehen gemacht habe der falsche Teil zum Beispiel gejobbt wird oder so dass das ein Jahr auf vielleicht gelassener werden lässt.
[00:41:29] Also ich kann es für mich sagen, am Anfang habe ich mich nicht sprechfähig gefühlt zum Thema Behinderung und jetzt so nach fünfundzwanzig Jahren in dem Bereich ist es schon schwer jetzt Leute zu finden, denen noch so viel mehr wissen, dass sich vor Erfurcht erblasse wenn du verstehst was ich mein.
[00:41:50] Ja muss die ehrlicherweise sagen also so geht's mir nicht.
[00:41:55] Ich glaube es gibt auf jeden Fall... Dieser Konflikt, der ist und alleine schon dieses Wort konflikt wird hierbei zuhörenden vier Gefühle auslösen.
[00:42:07] Wir sprechen aber in der politischen Bildung über den in der Ostkonflikt weil er einfach sich als Begriff so etabliert hat.
[00:42:13] dann natürlich muss man über die Macht also mit Frieden logischerweise nachdenken was wir auch machen.
[00:42:18] also wir machen kritische politisch bildungen.
[00:42:21] um einen kleinen Disclaimer hier noch hinzuzufügen Guckt euch gerne auch an wie wir, wie wir über islampreis diener sprechen bei uns.
[00:42:32] Ja vielen dank Genau aber nee ich würde meine haltung als Ich würde auf gar keinen fall sagen dass Dass sich alles weiß beziehungsweise zu allem so sprechfähig bin.
[00:42:46] es gibt.
[00:42:46] So viele dimensionen und perspektiven in diesem ja tausend gewachsenen Konflikt, wenn man so will.
[00:42:57] Es gibt die Ebene vor Ort und da auch immer die Frage in der politischen Bildung – die Gretchenfrage!
[00:43:04] Wo beginnst du eigentlich, die Geschichte dieser Region zu erzählen?
[00:43:10] Also das ist sozusagen die Grettchenfrage einer politischenbildung.
[00:43:13] Gleichzeitig spreche ich aber hierzulande also in den Gefilden in Deutschland mit der Historie auch, die Deutschland hat.
[00:43:25] Erinnerungskulturellen Spezifikation nenn ich es mal und ich versuche tatsächlich in jedes Gespräch relativ unbeflegt zu gehen.
[00:43:44] Bin immer sehr froh, auch jetzt in meinem Podcast über hundert Folgen haben wir jetzt schon gemacht bei Über Israel und Palästina sprechen.
[00:43:50] Dass ich jedes mal Raul, jedes Mal neue Perspektiven kennenlerne und darüber total, total dankbar bin weil es einfach so viel zu wissen gibt!
[00:44:00] Und vielleicht einmal ganz kurz zurück zu Frank Jung mit dem ich gesprochen habe, halbe Kartoffel, zwei, einundzwanzig da war ich tatsächlich noch nicht... Da war ich noch gar nicht draußen Also draußen im Sinne von, ich hab da mich zu Isra und Palästina nicht geäußert öffentlich.
[00:44:19] Deswegen habe ich da keinen Widerstand bekommen.
[00:44:21] aber jetzt wage ich mich als Deutscher Jude mit den Beobachtungen und mit den Erfahrungen die ich gesammelt habe vor Ort endlich auch vokal zu sein und sprechfähig zu sein von allen Seiten einen Widerstand, weil ich für die einen nicht pro-palästinensisch genug bin.
[00:44:43] Für die andere Seite nicht pro israelisch genug sondern versuche, die Multiperspektivität sichtbar zu machen und dann wird mir eine Normalisation vorgeworfen usw.
[00:44:55] Also man kann in dieser Thematik gerade zur Israel-Palästinerkammern hier in Deutschland eigentlich nichts richtig machen und alles falsch machen.
[00:45:08] Wenn du diesen Podcast unterstützen möchtest, dann kannst du das mit einem kleinen monatlichen Beitrag tun.
[00:45:13] Im Gegenzug kannst du alle Folgen vorab hören und wirst wenn Du das möchtet hier im Podcast namentlich genannt.
[00:45:20] Alle Infos findest du auf im-aufzug.de.
[00:45:24] Diese Woche geht der Dank an Katharina, Florian &amp; Marco.
[00:45:29] Ende der Servicedurchsage.
[00:45:31] viel Spaß beim zweiten Teil der Folge!
[00:45:37] Wie entscheidest du denn für dich, wann du in den Dialog gehst und wann das sich nicht mehr lohnt?
[00:45:43] Also ich gehe prinzipiell immer im Dialog oder versuche ihn immer zu suchen.
[00:45:50] Ich merke aber irgendwann wenn die Argumente, die wir austauschen, nicht mehr aufgenommen werden für die eigenen Argumentationsfindungen des Gegenübers sondern dass Sender und Empfängermodell in der Kommunikation nur noch zu einem Sender oder Senderin Modell wird.
[00:46:13] Dann irgendwann versuche ich höflich das Gespräch zu beenden, dann gibt es tatsächlich den sogenannten Wissenschaftler mit dem Begriff jetzt bekannt geworden ist.
[00:46:34] Dr.
[00:46:34] Peter Ulrich Dozent mittlerweile, ein Junior-Professor an der Hochschule für Wirtschaft und Recht war lange Zeit am Zentrum für Antisemitismusforschung in der TU.
[00:46:44] Und er hat den Begriff des autoritären Anti-Antisemitismos sich überlegt.
[00:46:53] Der autoritäre Anti-antisemitismo sagt im Prinzip dass die Regierung oder Menschen in machtvollen Positionen, ihre Macht ausspielen zugunsten eines vermeintlichen Antisemitismus.
[00:47:11] Kampfes der mit autoritären Mitteln geführt wird also von Diskreditierung bis hin zu Fördergeldentzug bis hin zur BDS-Resolution und anderen Resolutions die durch den Bundestag gehen.
[00:47:32] das vorhin genannte Gesetz, dass durch den Bundesrat gegangen ist.
[00:47:36] Dass die Negation des Existenzrecht Israels justitiabel macht.
[00:47:40] Also all dieser ganze Kampf der darauf hinführt, Diskursräume zu verengen, den nennt diese Person Dr.
[00:47:52] Peter Ulrich eben autoritärer Antisemitismus und... Und den erfahren wir, den erfahre ich am eigenen Leib auch wie schon gesagt habe mit der Ausladung aus dieser Jury unter dem Vorwand.
[00:48:07] Ich sei zu links zu was das auch immer bedeutet.
[00:48:09] ja also sorry Raul aber wenn wir als zu links und zu Vogue gesehen werden Wenn wir Menschenrechte universell lesen also menschenrechtsbasiert arbeiten Dann take ich das, dann nehme ich es als Kompliment mit Kusshand wenn ich zu links oder zu Vogue bezeichnet werde.
[00:48:29] Oder beschimpft werden Anfangstrichen.
[00:48:31] Ich finde das total interessant also weil diese autoritäre Anti-Anti ja auch in anderen Bereichen vorzufinden ist ne?
[00:48:43] Also wenn einmal eine Kritik geäußert wird ist sie sehr schwer mit Fakten zu widerlegen, weil ja viel von Gefühlen dann auch gesprochen wird.
[00:48:54] Und ich glaube gerade der Vorwurf des Antisemitismus ist nicht mehr einzufangen wenn er einmal ausgesprochen wurde.
[00:49:04] das
[00:49:04] heißt die Person, die ihn ausspricht hat ja auch Macht und Verantwortung.
[00:49:10] So ist es.
[00:49:10] Ja und weißt du was wovor ich richtig Angst habe Raul?
[00:49:13] Dass wir irgendwann den Begriff des Antisemitismus und diesen Antisemitism Vorwurf so ad absurdum in die Inflation geführt haben, dass wir gar nicht mehr erkennen als Gesellschaft was wirklich Antisemitismus oder antisemitisch ist.
[00:49:32] Und was nicht antisemitische ist das da ist die große Gefahr also dass wir das eine angrasierende Antisematismus der den wir eigentlich auch tagtäglich in der Schule merken logischerweise wer infiltriert ist.
[00:49:46] durch social media aber auch weiß ich sozialisierungs bedingt oder vielleicht auch im peer group sind vereinen und so weiter gibt es einen.
[00:49:56] vor allen Dingen durch Social Media katalysierten Hass gegenüber Juden und Israel.
[00:50:01] Und einer Vermengung dessen auch gar nicht mehr so auseinander gedacht, dass auch Juden zum Teil gar nichts mit Israel zu tun haben könnten.
[00:50:13] Auch dieser Begriff oder diese Red Flagbegriffe wie apartheid, Zionismus, Zionazis und all diese ganzen Dinge die da sind werden so Ja, verkannt teilweise in ihrer Bedeutung und in ihrer Gewalt.
[00:50:36] In Ihrer Gewalt kann man schon fast sagen dass wir ein großes großes Problem haben wenn wir Antisemitismus bekämpfen aber eben diesen Antisemtismusbegriff verwässern, indem wir Diskursräume, intellektuelle Diskursläume sei es in Universitäten oder in Büchern, in Artikeln, in Phrytons ja dann dazu bringen am Ende auch mit diesem vermeintlichen Kampf dass sich Menschen einfach zurückziehen und das merken wir.
[00:51:14] Wir machen ja Trialoge mittlerweile nicht mehr nur noch an Schulen Raul sondern wir sind überall.
[00:51:20] also überall gibt es einen Bedarf über Israel und Palästina zu sprechen, das wirst du gar nicht glauben.
[00:51:24] Also von Medienhäusern, über Kulturinstitutionen alle sind extrem verunsichert weil sie eben auch zum Beispiel Wolfram ... Gott wie heißt noch mal der?
[00:51:37] Jetzt müssen wir raus.
[00:51:38] Weimar!
[00:51:40] Wolfram ne?
[00:51:41] Ja, ich glaube ja, Wolfram.
[00:51:43] Genau übrigens auch vom Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, der irgendwelche Buch Buchladenpreise irgendwie absagt unter einem Vorwand, der Irre klingt.
[00:52:01] Also es sind autoritäre Prozesse die mir extrem große Angst machen und das ist tatsächlich die Gefahr, dass wir genau diesen Antisemitismus irgendwann verkennen und sich institutionalisiert im Sinne einer vielleicht bei der nächsten Bundestags.
[00:52:21] Wir müssen auch noch gar nicht so weit gucken, sondern jetzt im September sind Wahlen in Sachsen-Anhalt.
[00:52:26] Wenn die AfD gewählt wird, müssen wir Tachnitz reden?
[00:52:29] Dann kommt die AfD vielleicht in ein Kultusministerium in Sachsens Anhalt.
[00:52:35] und wie die AfD Geschichte erzählen wird ist der Beginn des Endes eines aufrichtigen Kampfes gegen Menschen ist der aufrichtige Kampf gegen gruppenbezogen Menschenverhältlichkeit.
[00:52:55] Es ist ein Ende sozusagen dieses Kampfes.
[00:52:58] Was ich so schockieren finde, ist ja dass wir das ja an ganz Gems vielen Fronten gerade erleben.
[00:53:07] also das ist ja nicht nur der israel-palestiner Konflikt, es ist auch keine Ahnung Mann Frau Ressismus Themen Abelismus-Themen.
[00:53:20] Überall scheinen wir uns gesellschaftlich gerade voneinander wegzuentwickeln, außer dann zu entwickeln quasi, zu polarisieren dass die Trialoge ja wahrscheinlich für fast alle Themenbereiche wichtig wären.
[00:53:36] Ja theoretisch schon.
[00:53:39] Könnte man das adaptieren auch auf andere Themenbereichen?
[00:53:44] Lass uns das vielleicht mal durchspielen spielen Menschen mit Behinderung, erblästische Themen.
[00:53:51] Wie wäre es denn wenn man eine Person mit Behnderungen und eine ohne Behinderungen zusammenbringt die vielleicht im Laufe ihres Lebens gelernt haben für einander Empathie zu entwickeln?
[00:54:04] Und sie damit auch sehr offen umgehen könnten.
[00:54:09] was könnte man sozusagen als Quintessenz durch die Vermittlung biografischer Bezüge zum einen und Lebenserfahrung zum anderen, aber vor allen Dingen jugendlich mitgeben.
[00:54:22] Also ich meine könnte man das vielleicht auch mit einem Ukrainer, einer Ukraine-Rin und einer Russin einen Russen machen beispielsweise.
[00:54:30] Das könntest
[00:54:30] du davon überzeugt?
[00:54:32] Ja, könnte man es mit dem Türken oder der Türken und einer Kurden und einem Kurden machen?
[00:54:37] also all diese ganzen Fragen kann man sich stellen und sicherlich hätte das was Unter dem unter der Voraussetzung glaube ich tatsächlich, dass beide zum einen sich gut kennen.
[00:54:55] Also ein Raul müsste sich mit einer Person zusammentunen die er oder sie schon sehr sehr gut kennt und eine Vertrauensbasis da ist.
[00:55:05] Wie Johann du?
[00:55:07] Genau wie Johann Ich.
[00:55:08] wir kennen uns ja schon lange vor dem... Oktober, dreiundzwanzig ehrlicherweise.
[00:55:13] Aber genau das müsste geprüft werden.
[00:55:16] aber ich glaube ja diese universellen Werte die wir vermitteln in diesem Dialograum gehen weit über Israel und Palästina hinaus sondern sie werben eigentlich für eine neue Diskurskultur ein neues zuhören für ein neues sich miteinander auseinandersetzen auf die Perspektiven des anderen Eingehen mit Schmerzen und Reibungen, die auch das Gesagte bei einem selbst erzeugen umgehen zu lernen.
[00:55:49] Also all das sind universelle Werte, die wir eigentlich vermitteln ja und das dürfte eigentlich adaptiert werden können auf viele andere Themen.
[00:55:58] Ist das der Grund warum deine Organisation geselbt im Wandel heißt?
[00:56:02] Und nicht Israel-Palestiner in Wandel?
[00:56:06] Ja, ich glaube das ist einer der Gründe.
[00:56:11] Warum?
[00:56:11] Ich glaube dass es wenn wir über wandel sprechen wir über die gesellschaft beziehungsweise vor allen Dingen auch über den individuellen wandeln sprechen.
[00:56:21] also jeder von uns Sollte einmal reflektieren was weiß sich eigentlich über menschen mit behinderung?
[00:56:27] was weiß ich über Menschen Die sich der synthese und romnia anschließen.
[00:56:37] Was weiß ich über Juden?
[00:56:39] Was weiß die über Passenenser erinnern, was weiß sich über als Deutscher vielleicht also als christlich-deutsch-sozialisierter...was weiß ich eigentlich über die Vergangenheit meiner Familie bevor ich mich überhaupt ein mische in die Thematik Israel-Palästine.
[00:56:54] Also all das spielt eine extrem wichtige Rolle und ich glaube da kommen wir in der immer komplexer werdenden Welt.
[00:57:01] beziehungsweise nee muss ich vielleicht auch korrigieren.
[00:57:06] Die Welt ist immer schon komplex, aber die Art und Weise wie die Komplexität uns erreicht über welche Medien sie uns heute erreicht da werden wir nicht drum herumkommen um auch jeden und jeder von uns Mittel- und Werkzeuge an den Hand zu geben, wie er oder sie wirkungsvoll werden kann im Rahmen seiner oder ihrer Möglichkeiten.
[00:57:30] Und dafür steht die gesellschaftlichen Wandel.
[00:57:36] Ich würde mal sagen, ich weiß gar nicht ob du dich selber als Aktivist sehen würdest.
[00:57:44] Aber Biaktivistinnen – ich nehme die jetzt mal kurz mit – Biaktiwistinnen haben ja irgendwie auch immer so das Gefühl vor allem wenn wir aus eigenem Betroffenen halt daraus arbeiten dass wir die ganze Zeit Verständnis zeigen müssen für die andere Seite und was wir aufklären usw.
[00:58:03] Und ich mich schon auch manchmal frage, wer zeigt eigentlich Verständnis für Aktivistinnen?
[00:58:14] Also weil wir bauen Brücken.
[00:58:19] Aber wer baut eigentlich Brücken zu uns?
[00:58:21] und das würde es mal sagen PolitikerInnen beispielsweise verantworten die mit dem Geld, die mit den Entscheidungshebeln.
[00:58:32] Da fehlt man sich doch auch manchmal relativ einsam, außer dass man mit anderen Aktivisten dann auch unterwegs ist.
[00:58:38] Aber das gleiche Problem haben?
[00:58:42] Ja also ich glaube tatsächlich, dass die Politikerinnen und Politikerin die nicht selbst entweder wirklich selbst oder in ihrer Familie zum Beispiel Menschen mit Behinderung haben, dass sie tatsächlich eher diese Brücken bauen würden zu einer Ich sag das jetzt mal sehr zugespitzt und vielleicht auch provokant, quasi die Brücken nur bauen wenn es ihnen selbst was nützt in ihrer politischen Agenda.
[00:59:16] In ihrer politische Arbeit, wenn sie eine Wählergruppe damit erreichen etc.
[00:59:22] Es gibt aber – und das merke ich – immer mehr Politikerinnen und Politikerin sich zumindest in dem Themenfeld Israel und Palästina Immer mehr auch damit auseinandersetzen, wie sich Deutschland die Bundesregierung eigentlich auch verhält.
[00:59:40] Und das sind noch lange nicht die allermeisten Mitglieder des Bundestages aber immer mehr Mitglieder dieses Bundestages dann doch die Frage stellen Wie wollen wir später einmal auf die Zeit zwei dreiundzwanzig fortfolgend?
[01:00:00] Und ich glaube, dass es da durchaus Menschen gibt die bereit sind auch Brücken zu bauen.
[01:00:07] Ich finde den Begriff Aktivist oder Aktivisten prinzipiell gut weil er zeigt das Menschen aktiv werden und ins Machen kommen und etwas verändern wollen proaktiv.
[01:00:19] aber auch dieser Begriff wird leider sozusagen ja auch von gewissen Gruppen als diskreditierender Begriff benutzt um irgendwie uns vielleicht nicht auf die gleiche Ebene wie Wissenschaftler oder wie auch immer eine Sprechaposition zu stellen, die vielleicht mehr Legitimität hätten zum sprechen.
[01:00:43] Deswegen bin ich da vorsichtig.
[01:00:45] aber ich würde mich auch als Aktivist bezeichnen... Oder
[01:00:48] Experte?
[01:00:49] Mindestens Experte!
[01:00:50] Genau.
[01:00:52] Aber ich merke tatsächlich Raul dass sich da was ändert.
[01:00:58] Wahrscheinlich wird das bei eblistischen Themen anders sein als bei Israel-Palästine oder anderen Themen wiederum.
[01:01:07] Aber ich glaube, dass die Zeit uns da so ein bisschen in die Karten spielt und ich jetzt zunehmend merke auch mit der Petition, die ich gestartet habe Sicherheit braucht recht auf Change.org, dass da auch zunehmt mehr Politikerinnen und Politikern drauf anspringen und tatsächlich die Brücken auch bauen wollen.
[01:01:25] zu mir.
[01:01:25] Wie gesagt, ich kann nicht für deine Thematik sprechen da bist du Experte aber zumindest sehe ich da auf jeden Fall eine Veränderung ne positive Veränderungen.
[01:01:35] was sie dann wirklich bewirkt letzten Endes weil
[01:01:38] es
[01:01:39] ist eine andere Frage genau
[01:01:41] Ich bin in meinem Engagement in den letzten Jahren zur stärkeren Erkenntnis gekommen dass sehr schnell auch so Floskeln gesagt werden um bloß jetzt nichts tun zu müssen.
[01:01:53] Das ist eine Floske, wie.
[01:01:55] wir müssen aufklären oder die Barriere in den Köpfen senken.
[01:01:59] Wir müssen Verurteile abbauen und wenn man dann, keine Ahnung, Markus Söder fragt, der solche Sätze sagt, was sollen wir denn jetzt tun?
[01:02:07] Wenn wir den Raum verlassen, dann ist Schwalgen im
[01:02:10] Walde.".
[01:02:11] Und die haben ja oft keine Antwort.
[01:02:14] Und das, was denen dann oft einwählt, ist wie man klebt Plakate oder macht Broschüren oder Werbespots und so immer.
[01:02:23] Und die Kommunikationseigezeugnisse dieser Plakate im Bereich Behinderung steht dann auf dem Plakat, Kinder mit Behinderungen haben ein Recht auf Spielplätze.
[01:02:35] Ja!
[01:02:35] Das ist doch eine Binse da brauche ich doch keinen Plakat für.
[01:02:38] und das ist auch kein Vorurteil weil die Bürgerinnen, die das Plakat liest ja auch nichts ändern kann an der Situation dass es nicht genug Spielplätze gibt, die barrierefrei sind und so weiter und sofort.
[01:02:50] Das heißt wir auch aus kommunikativer Sicht – und wir haben das ja beide auch studiert – aus kommunikativer Sicht, dass ja auch Streuverluste sind.
[01:03:03] Also wir kommunizieren eine Binzenweisheit an Menschen, die nie das Mandat hatten oder wahrscheinlich auch nie haben werden diese Situation zu ändern.
[01:03:12] Ja.
[01:03:13] Das heisst, es geht gar nicht darum... da Regen im Kopf abzubauen oder Vorurteile abzubauern, sondern es geht doch darum Begegnungen zu ermöglichen.
[01:03:24] Um dann einander kennenzulernen und dann... ...zumerken.
[01:03:28] ach er oder sie spielt auch gerne im Sandkasten oder er oder Sie ist vielleicht andere anderen Glaubens oder andere Überzeugung aber trotzdem hat er oder sich einen Lieblings-Eis.
[01:03:40] also versteht's was ich meine.
[01:03:42] Ja voll,
[01:03:42] ja.
[01:03:42] So banal zu machen uns fehlen einfach diese Begeglungsorte
[01:03:48] Absolut.
[01:03:50] Also erstmal plädiere ich dann dafür diese Plakate in das Büro von Markus Süder zu hängen und alle Wände in seinem Büro mit diesen Plakaten zu bekleben, weil obviously sollte der Adressat dieser Nachricht eigentlich genau er sein, der am Prinzip dann am Hebel sitzt.
[01:04:15] Aber ja du sagst etwas was enorm wichtig ist.
[01:04:18] Ich glaube hier an die Kraft von Begegnungen, wir haben ja auch schon in deinem Podcast drüber gesprochen.
[01:04:25] bei Frank habe ich darüber gesprochen was Begegenung einfach Kraft haben oder Begegendungen für Kraft haben Dinge Bei Menschen zu verändern.
[01:04:36] Das ist ja auch eine der Gründe warum es die Trelo gibt.
[01:04:38] ehrlich gesagt gerade also weil ich glaube oder erst mal die Beobachtung vorweggeschoben.
[01:04:45] Es gibt ganz viele Jugendliche, die in ihrem Leben noch nie einem Juden- oder einer Palästinenser begegnet sind.
[01:04:54] Exakt!
[01:04:55] Viele kennen vielleicht Palästenenser oder einen Juden von Erzählungen oder haben darüber bei irgendeinem Besuch einer KZ-Gedenkstätte gesehen, also die Toten Juden und Jüdinnen.
[01:05:07] Wie kennt man aber lebende Juden im Deutschland?
[01:05:12] Wie oft wurde ich gefragt ob ich Steuervergünstigung bekomme als Jude in Deutschland.
[01:05:18] Wie oft würde ich für das was die israelische Regierung da macht in Sippenhaft genommen.
[01:05:26] Also es sind wirklich sehr verschobene Perspektiven auf Juden und Jüdinnenhäuse.
[01:05:34] Und alleine Raul, dass eine Palästinenser in einem Klassenraum sitzen ist ein absoluter Brain-Explosion bei super vielen Schülerinnen und Schülern weil sie eigentlich gezeigt bekommen die beiden müssen sich hassen Weißt du?
[01:05:56] Und dann sitzen die beiden da und können miteinander sprechen.
[01:05:58] Sie sind nicht überall, in allen Themen einer Meinung aber machen das respektvoll miteinander.
[01:06:04] Das was stimmt, die Basis des Fundamenten ist dass Menschenrechte universell sind also dass sowohl Juden- und Jüdinnen ein Recht haben zu leben als auch Palästinenser und Passenenserin ein recht haben zu nehmen.
[01:06:18] Diese Basis stimmt und alles andere ist Demokratie.
[01:06:24] Deliberativer Diskurs ist miteinander ins Gespräch kommen und auch mal sich einzugestehen, dass man in gewissen Themen nicht einer Meinung ist.
[01:06:34] Und das alleine dieser Cocktail an.
[01:06:38] da sitzen zwei die doch sich eigentlich bekriegen müssten aber sich auf einer Basis von Menschenrechten, von universellen Menschenrechen verstehen Aber trotzdem nicht überall eine Meinung sind wenn es zum Beispiel um die um die Lösung vor Ort geht.
[01:06:53] Das ist eigentlich auch einer der Kerne des Trialogs.
[01:06:59] Um ehrlich zu sein, Begegnung!
[01:07:02] Also bei Bämme öffnet sich gerade eine Tür tatsächlich.
[01:07:06] Ich bin grade sehr dankbar für das, was du gesagt hast weil ich selber auch als jemanden, der sich mit dem Thema Inklusion schon Jahre beschäftigt oft auch das Gefühl hatte wenn wir jetzt von UN behinderten Rechtskonvention sprechen und von Grundgesetz und wie sind alle gleich?
[01:07:23] usw.. dass das für mich oft so eine Art Teebeutelspruch dann war oder Kalenderspruch.
[01:07:28] Man sagt es halt so, aber es wurde nicht mit Leben gefüllt und ihr fühlt es halt mit Leben.
[01:07:35] Zwei Menschen die das mitleben fühlen was das eigentlich erstmal bedeutet.
[01:07:41] Ja es wird greifbar auf einmal?
[01:07:42] Ja genau!
[01:07:43] Also ganz an uns, an uns Menschen wird das greifba... Versuche in anderthalb Stunden so viel Vertrauen aufzubauen, dass da auch Dinge gesagt werden die auch die Orten schlackern lassen.
[01:07:55] Also die hoch erblästisch werden oder antisemitisch sind, rassistisch sind anti-muslimisch rasistisch Aber das muss doch ausgesprochen werden.
[01:08:05] Also wo, wenn nicht in einer Schule, muss das ausgesprochen werden können?
[01:08:09] Damit wir es dekonstruieren können, damit wir sagen können bei allem Wohlwollen das aufgreifen können und sagen Wir würden es an der Stelle anders sehen und vielleicht ein Perspektivwechsel anregen und sage guckt mal Aus dieser Perspektive sieht es so aus Aber eine andere Perspektive würde vielleicht so darauf blicken.
[01:08:30] Das lässt sich auch nicht auflösen und alleine das ist extrem viel wert.
[01:08:38] Ein Thema, das mich in den letzten Monaten begleitet, weil ich glaube dass da extrem viel Musik drin ist, ist das Thema Scham.
[01:08:50] Ich hatte in diesem Podcast mal Katja Müller zu Gast, die ganze vielleicht, Aktivist-Strategie in der Klimabewegung vor allem Und der ist auf jeden Fall ein krasses Brain.
[01:09:05] Der hat mal gesagt, dass Scham tatsächlich etwas ist, das wir noch gar nicht ausreichend erforscht haben.
[01:09:12] Zum Beispiel als Olaf Scholz Kanzler wurde, dann nannte er sich der Klimakanzler und Daniel Müller meinte zu mir, irgendjemand muss jetzt Olaf Scholze sagen, dass er es nicht ist... Und die Frage ist, wie sagt man ihm das?
[01:09:29] Ohne dass er wütend zurückkauft.
[01:09:34] Das erleben wir gerade, wenn man Kritik äußert, man sofort in eine Ecke gestellt wird als Antisemit oder was auch immer.
[01:09:43] und diese Begleitung bei der Scham nicht klimakanzler zu sein ist quasi die Aufgabe, die wir wahrscheinlich gesellschaftlich haben, Menschen dabei zu begleiten.
[01:09:58] Also sich einzigestehen, dass sie nicht genug wissen über die Materie wie bei der anderen Seite ohne das das quasi eskaliert.
[01:10:07] und beim Thema Behinderung gibt's es tatsächlich auch ja?
[01:10:10] Es wird dann sehr schnell die Behindertenbewegungen zitiert mit dem Satz Wir sind nicht behindert, wir werden behindert wo?
[01:10:17] ich denke so Ja Aber wir sind auch behindert.
[01:10:20] Also da blickt mir nicht so gerne hin, dieses Schmerzen des Leids, die jetzt eingestehen... Man kann Dinge nicht mehr wie früher und man will ja nicht der Angry Cripple sein oder der frustierte Behinderte, der ja auch als Klischee existiert.
[01:10:39] Und diese Ambivalenz ist glaube ich ein ganz starkes Scharnthema.
[01:10:45] Ja voll!
[01:10:47] Ja, also ich merke das auch bei mir.
[01:10:49] Raul, da spricht du auch was total spannendes an?
[01:10:54] Also erst mal ... Ich hab ja eingangs erwähnt, dass ich aus einem ... Ich bin Arbeiterkind, der erste in meiner Familie studiert hat und wie oft fühle ich einen harten Imposter... Das hat ja auch ein bisschen etwas damit zu tun, ne?
[01:11:10] Dass man in manchen ... In manchen Umgebungen, in manchen Begegnungen fragt man sich oder fühlt man sich so ein bisschen Fehler am Platz.
[01:11:21] Also es ist sowieso auch eine Art von Charme hier nicht herzugehören, sich zu fragen, ist man überhaupt sprechfähig?
[01:11:31] und so weiter und sofort?
[01:11:32] Und dann natürlich die konstante Frage, die ich mir stelle, bin ich noch in der Lage überhaupt Alles zu sehen.
[01:11:44] Also bin ich noch in der Lage, alle Seiten und alle Perspektiven irgendwie... ...in meiner Haltungsfindung die eigentlich täglich passiert zu sehen?
[01:11:57] Und sich einzugestehen dass ich manchmal an der ein oder anderen Stelle weiße Flecken habe ist enorm enorm schmerzhaft und mit Charme behaftet weil ich dann ... in der Konsequenz, mir auch denke soll ich mich jetzt zu diesem Thema auf Social Media äußern oder eher nicht.
[01:12:19] Dann schiebe ich mich vielleicht dass ich gewisse Dinge irgendwie unter beleuchte... ...oder vielleicht unter komplex Darsteller.
[01:12:26] also das spielt die ganze Zeit läuft das wie so ein... Wie so einen Untertitel eigentlich mit?
[01:12:37] ehrlich gesagt
[01:12:41] Du hast in einigen Interviews auch offen über die Grenzen deiner Arbeit gesprochen, also Burnout-Erschöpfung.
[01:12:50] Das ist erstaunlich.
[01:12:51] wenig Menschen machen Wie merkst du für dich?
[01:12:57] Ich muss jetzt Pause machen Die Welt dreht sich trotzdem weiter.
[01:13:01] ich leiste sie nicht im Stich.
[01:13:05] Wie passt auf dich auf?
[01:13:08] Vielleicht erstmal vorweg.
[01:13:09] ich bin seventy Prozent schwerbehindert Was viele nicht wissen, weil es mir auch nicht auf der Stirn steht.
[01:13:17] Übrigens Behinderung, Schwerbehinderungen kommt oft auch als chronische Krankheit daher und ist in ganz vielen Fällen.
[01:13:25] Millionen von Bürgern sind behindert oder schwer behindert und man sieht's nicht auf den ersten Blick so.
[01:13:34] Vielleicht kennst du da andere Zahlen oder kannst das mit Zahlen untermauern?
[01:13:37] Ich kenne sie nicht.
[01:13:38] Aber genau, das ist auch eine Realität und manchmal... Zehn
[01:13:41] Prozent der Gesellschaft haben Erbähnungen!
[01:13:44] Zehn percent der Gesellschaft.
[01:13:45] vielen Dank!
[01:13:45] Und sieben-
[01:13:46] neunzig Prozent sind im Laufe des Lebens erworben.
[01:13:49] Ach krass also von den zehn Prozent.
[01:13:51] Genau.
[01:13:52] Ah ja, interessant.
[01:13:55] So einer bin ich denn mit fünfundzwanzig habe ich eine neue Niere bekommen Und ich bin jetzt fast zwanzig Jahre, also jetzt siebenundzwanzig, bin ich zwanzzig Jahre nie enttransplantiert.
[01:14:11] Das geht einher mit extremer harter Medikation von Immunsuppressionen und das schon zwanzich Jahre.
[01:14:17] und natürlich – und das will ich mir oft nicht eingestehen ehrlich gesagt – habe ich Nebenwirkungen wie Unkonzentriertheit Müdigkeit, Hautgeschichten irgendwie so hier was auch mit Schamen behaftet ist auf einer körperlichen Ebene.
[01:14:41] Ich nehme Cortison das hat mich auch über die letzten Jahrzehnte oder über den letzten Jahre auch körperlich verändern lassen.
[01:14:51] also es ist so etwas was ja wo ich versuche oft auch aus zu blenden und Wenn ich dann aber wieder ein Reality-Check mache Raul und mir vergegenwärtige, was sich da eigentlich täglich leiste als siebzig Prozent schwerbehinderte.
[01:15:13] Ist das oft schwer zu begreifen für mich?
[01:15:18] Weil ich das auch nicht will weil ich ein Stück weit auch nicht als der Schwerbehinderter gesehen werden möchte oder mich selbst auch so nicht begreifen möchte.
[01:15:27] mit der Arbeitslast die Ich habe mit den vielen, vielen Stunden die ich arbeite.
[01:15:32] Mit den körperlichen Einschränkungen, die ich habe.
[01:15:36] Untermauere ich oft auch meinen gesundheitlichen Zustand und manchmal gibt es so Momente wo ich eine extreme Form der Müdigkeit habe und das ausgesaugt fühlen meines Gehirns dass sich dann einfach mich was nicht ins Bett legen muss um sieben Uhr abends und schlafen muss oder auch mir eingestiegen muss, so irgendwann werde ich wahrscheinlich umklappen.
[01:16:03] Weil ich einfach nicht gesund bin und ich will es aber nicht wahrhaben.
[01:16:07] also immer dieser ja auch interessant weil ich da oft nicht drüber rede und viele das auch nicht wissen was mich irgendwo drauf weiß wer nicht irgendwo steht.
[01:16:21] im insta profil steht nicht sehr siebzig prozent schwer behindern.
[01:16:25] Sondern ich habe ein Unternehmen, bin Geschäftsführer.
[01:16:28] Ich bin aber auch jemand der in der Öffentlichkeit steht und eine Petition startet und da versucht irgendwie auch Dinge voranzubringen.
[01:16:35] Es ist eine extreme Mehrfachbelastung.
[01:16:39] In den Nacht haben wir Bücher geschrieben oder ein Buch geschrieben, Joanna und ich ... Und das ist manchmal auch für gesunde Menschen schon, ich meine es wird dir nicht anders gegen Raul.
[01:16:50] Also gesunde menschen würden unter unserer Arbeitslast wahrscheinlich schon zusammenbrechen aber wir funktionieren irgendwie weil unser Motivator oder Antreiber die Antreiberin ein anderer ist nämlich nicht geld unbedingt sondern vielleicht etwas bewegen zu wollen in der Gesellschaft und das hält uns sozusagen am leben und am machen und am tun.
[01:17:11] Aber irgendwann da bin ich mir sicher Und das ist eigentlich auch eine Frage der Zeit.
[01:17:16] Wäre ich vermutlich zusammenklappen?
[01:17:19] Das klingt hart, erzählen tatsächlich relativ viele Menschen mir die aktivistisch tätig sind und ich meine herauszuhören dass Menschen die im Bereich ihrer eigenen Betroffenheit unterwegs sind als Aktivistinnen eher darunter leiden als jemand der sagen wir mal zur freiwilligen Feuerwehr geht oder jemanden der das Klima schützt Auch wenn das natürlich für uns alle wichtig ist.
[01:17:46] Aber du kannst halt beim Klimaschutz um acht Uhr noch Feierabend machen und dein Leben leben, dass kein behindertes Menschen nicht so ohne Weiteres.
[01:17:57] Wenn der Aufzug trotzdem kaputt ist oder was auch immer?
[01:18:00] Voll!
[01:18:01] Ja.
[01:18:02] Gibt es etwas, was du bewusst nicht mehr tust obwohl es der Sache vielleicht gehen würde?
[01:18:14] Das ist eine gute Frage... Ich würde tatsächlich viel öfter gerne vor Ort sein, weil ich glaube diese Übersetzung.
[01:18:28] Diese Sprachrohr für die Menschen vor Ort nehme mich als extrem wertvoll und extrem wichtig war.
[01:18:40] Das kann ich aber aus diversen Gründen nicht so oft machen wie es gerne wollen würde, familiäre Gründe, aber auch andere Ja, aber auch andere Verpflichtungen sozusagen im Rahmen der Gesellschaft zum Wandel und anderer Dinge.
[01:18:59] Aber es gibt wenige Sachen, die ich eigentlich noch machen müsste obendrauf ohne tatsächlich dann irgendwann Gefahr zu laufen in den Burnout zu kommen.
[01:19:12] Und Gott sei Dank hatte ich bisher noch keinen Burnout.
[01:19:14] Ich habe da lange auch aufgrund meiner gesundheitlichen Geschichte, glaube ich daran gearbeitet an Angstzuständen und so.
[01:19:26] Und hab da jahrzehnte ehrlicherweise eine Psychotherapie gemacht die mir einen ganz wichtigen Werkzeughofer mitgegeben hat für die Zeit heute, die ich oft auch immer noch durchstehen muss.
[01:19:43] Gibt es Themen über die du heutzutage schweigst zu denen du aber gerne was sagen würdest?
[01:19:51] immer so ein Konflikt, ein innerer Konflik.
[01:19:56] Ich würde am liebsten zu so vielen Dingen sagen was sagen und ich sehe und beobachte die gesellschaftspolitische Entwicklung und auch anderenorts sehr bewusst bin mir aber auch bewusst dass viele andere Menschen sehr viele Meinungen und Dinge sagen auch auch zu diesen Dingen die vielleicht nicht in deutschland passieren sondern im sudan oder anderswo wo eben auch menschen tagtäglich getötet werden oder hungern zum beispiel.
[01:20:31] also ich würde ich würde viel lieber Ja, viel mehr themen ansprechen aber dann ist das tatsächlich eine abwägung einfach der kraft der emotionalen stärke Die ich habe und aufbringen kann Und da konzentriere ich mich auf eine, quasi ein Monothema und das ist Israel und Palestina.
[01:20:57] Aber natürlich ist mir bewusst traurig!
[01:20:59] Ich müsste viel vokaler sein gerade auch mit meinen Netzwerken die ich habe also Bescheiden habe.
[01:21:05] ja ich bin reich jetzt nicht Millionen von Menschen aber ein paar Zehntausend müsste ich viel mehr zu Behindertenrechten machen.
[01:21:13] ich müsste vielmehr zu Frauenrechten Diskriminierung gegen die Stintisse Romnias machen, die übrigens die meist diskriminierteste Ethnier in Deutschland sind.
[01:21:26] Im Übrigen wissen viele nicht.
[01:21:29] Ich könnte so vieles machen muss aber auch tatsächlich meine Kräfte und meine Krächte, die ich auch im Rahmen meiner gesundheitlichen Einschränkung habe ein bisschen portionieren.
[01:21:39] Und besonders von Canceling also dass du dich gerne trauen würdest zu etwas Konstituenten beziehen Aber du das Gefühl hast, du wirst oder wurdest gecancelt?
[01:21:49] Oder getowned policed.
[01:21:54] Ich glaube mittlerweile mit Blick auf Israel und vor allen Dingen auf Palästina Westbank Gaza Und den auch geopolitischen tektronischen Verschiebungen in Libanon Syrien Iran Irak Jordanien, Ägypten und so weiter.
[01:22:12] Und sofort ja.
[01:22:13] USA, China Russland, USA, all damit.
[01:22:17] Absolut!
[01:22:19] Ich glaube da gibt es eigentlich nicht mehr viel gerade zu Israel-Palästina.
[01:22:22] also ich merke ja ich versuche auch mit meiner Petition jetzt eine große breite Masse der drei bis vier Deutschen anzusprechen die sich der aus Politik wünschen, also der Bundesregierung gegenüber der israelischen Regierung.
[01:22:46] Und mittlerweile habe ich jegliche Akzeptanz verloren gegenüber Politikerinnen und Politiker, die sich... dermaßen einseitig und zum teil rassistisch auf die eine seite schlagen dass ich mir sage.
[01:23:20] Die menschen dort haben alles verloren.
[01:23:24] was kann ich hier in deutschland eigentlich verlieren?
[01:23:28] also fördergelder ok schlimm aber kann ich meine wohnung verlieren?
[01:23:33] kann nicht meine familie verlieren?
[01:23:35] und so weiter.
[01:23:35] sofort und diese abwägung.
[01:23:37] die fühlen eigentlich unweigerlich dazu das ich sage.
[01:23:41] auf die Befindlichkeiten, deutscher Politiker und Politikerinnen kann ich nicht mehr eingehen wenn ich vor Ort regelmäßig mit Menschen im Austausch bin.
[01:23:54] Und erlebe am eigenen Leib wie die vor der Zerstörung ihrer Existenz riecht.
[01:24:02] Und dann mittlerweile denke ich mir... Da gibt's nichts mehr, was ich eigentlich noch sagen könnte.
[01:24:09] Ich werde sowieso schon gecancelt aus Syries rausgestrichen oder von anderen Listen gestrichen weil ich einfach zu progressiv bin und auch die andere Seite und das Leite der anderen Seite sehe dass mir das mittlerweile Schnurzpips egal ist.
[01:24:27] Das war auch eine starke die daraus erwächst ne?
[01:24:29] Eine Resilienz ne?
[01:24:30] Absolut!
[01:24:32] Genau...eine Viermens auch
[01:24:36] Ich hab beim Radio damals gelernt, ja bei Radio Fritz gearbeitet und ganz anderes Thema aber das fällt mir dazu gerade ein.
[01:24:45] Das Thema beim Radio ist immer jungen Radio dass die höhere Inlandschaft Jünger ist als die Belegschaft Und wie er jetzt zu Augenhöhe.
[01:24:55] und dann wird lange gearbeitet an dem Thema und sind zu der Erkenntnis gekommen Wir begegnen Menschen über dreißig Schabant aber respektlos.
[01:25:05] Also nur weil jemand älter ist, heißt das nicht dass er oder sie recht hat.
[01:25:08] Nur weil jemand Politikerin ist... ...oder nicht behindert ist oder was auch immer heißt es nicht automatisch dass er... oder sie Recht hat.
[01:25:14] Aber wir bleiben höflich in der Sache.
[01:25:17] Voll!
[01:25:18] Ich habe auch bei dir das Gefühl, das hast du auch in dem Podcast gesagt,... ...dass man extrem weit kommt wenn man lange höflig bleibt.
[01:25:27] Oder überhaupt höfig bleibt.
[01:25:30] Ja.
[01:25:32] Das ist so ein... Ich glaube tatsächlich, dass wir respektvoll miteinander umgehen.
[01:25:38] Das ist zum Beispiel auch einer der Wünsche die wir in so ein Raum reintragen wenn wir so einen Trierlook eröffnen.
[01:25:43] also wir wünschen Wir kommen sozusagen mit Wünschen für einen mutigeren Raum den wir eröffneten und Einer der wünsche ist Respekt voll miteinander umzugehen und Miteinander sich hinzusetzen einander zuzuhören und das ist etwas, was in der Gesellschaft verloren gegangen ist.
[01:26:03] Und das zählt aber auch Politikerinnen und Politikerin mit ein.
[01:26:07] Also wenn ich nenne das jetzt mal ein konservativer CDU-Politiker, der Israel aus einem Schuldempfinden heraus unterstützt und wenn er an Juden und Jüdinnen denkt besonders Tote Juden und Jüdinnen denkt aufgrund der Shoah, dann versuche ich immer noch möglichst höflich auf diesen Politiker zuzugehen.
[01:26:37] Da gab es ein Gespräch das sich hatte im Deutschlandfunk zusammen mit einem CSU-Politiker aus Bayern und Daniel Marwetski, einem Wissenschaftler oder Professor aus China tatsächlich auch Bücher schreibt, wir haben zu dritt miteinander gesprochen und wir sind extrem höflich geblieben.
[01:26:54] Und wollten auch verstehen weil dazu gehört ein Stück weit einander verstehen zu wollen wohlwollend und fragend neugierig aufeinander einzugehen und zu fragen Raul.
[01:27:07] wie meinst du das eigentlich wenn du gewisse Dinge sagst?
[01:27:13] Nicht per se Raul als Rassist oder Antisemit abzustempeln, weil du gewisse Dinge sagst vielleicht auch aus einer... Aus einem Unwissen heraus.
[01:27:22] Einer Unsicherheit heraus, einer... Ja, genau, Unsicherheitsheraus sondern wirklich höflich die Motivation dahinter zu erfahren.
[01:27:38] Und wenn man dann aber merkt irgendwann, und dann kommt auch ein Dialog irgendwann an einen Ende.
[01:27:43] Wenn man dann merkt diese Person hört nicht auf die Argumente, die ich hervorbringe und sage weil einer der Argumete dieses Gesprächs, dieses Radiointerviews auf Deutschlandfunk war eben dass eine Anerkennung eines palästinensischen Staates am Ende eines Verhandlungsprozesses stehen sollte.
[01:28:09] Und dann habe ich das Argument aufgedraht, aber mit wem soll denn eine vermeintliche Terrororganisation einer Organisation die den israelischen Staat nicht anerkannt und eben am siebten Oktober das verrichtet hat was ihr verrichtelt habt?
[01:28:23] Mit wem soll diese Partei auf der anderen Seite wiederum auch mit einer Partei rechtsextremistisch und faschistisch ist, die sich auch keinen Palästinenserstaat neben sich vorstellen kann.
[01:28:39] Wie soll denn da ein Verhandlungsprozess stattfinden?
[01:28:41] Da gibt es kein Verhandlungsprozess!
[01:28:43] Und auf dieses Argument ist diese Person gar nicht eingegangen beispielsweise.
[01:28:46] Also da gibt's wie eine Art abgespugelte Textebene... fernab jeglicher Realität vor Ort ist, die aber übertüncht ist mit einem Schuldgefühl.
[01:29:03] Mit einem Schultkomplex der ja im Prinzip dazu verhilft eine Realitätsverweigerung an den Tag zu legen, die wirklich beeindruckend ist weil das auch ne Form von Resilienz ist.
[01:29:19] für die andere Seite vielleicht.
[01:29:20] Aber ich glaube genau an dieser Stelle setzt die Scham ein weil er vielleicht
[01:29:27] guter Mann war.
[01:29:28] Weil er vielleicht merkt, oh verdammt ich bin gar nicht Sprechfeld in dem Bereich und wiederhole mich, und wieder hole mich, ich wiederhole mir, weil der Schau einen Punkt hat.
[01:29:41] Im besten Fall Raul wäre das genau das was wir bräuchten in unserer Demokratie und auch im Sinne einer neuen Diskurskultur die wir finden müssen.
[01:29:53] dass so ein Politiker sagt live im radio ja sie haben einen punkt sie überzeugen mich soweit habe ich nicht gedacht.
[01:30:04] Bis wir dahin kommen und dass sich das aber auch fortführt in zum beispiel talk shows von mein brit ilna bis an der will gibt es ja nicht mehr aber markus lands und so weiter das menschen dort sitzen.
[01:30:16] Und tatsächlich mit ihrer agenda diese agenda runter rattern sondern wirklich versuchen zu verstehen dass da andere perspektiven sitzt mit anderen talking points mit anderen befindlichkeiten und diese befindlichkeit vielleicht auch im widerspruch stehen zu einem selbst und man Vielleicht auch merkt ja und sich auch eingesteht genau diese Scham überwindet.
[01:30:40] Und sagt Ja, schweren Herzens muss ich ihnen mitteilen dieser Punkt ist zwar und ich muss den mitnehmen und vielleicht muss ich da meine Haltung revidieren und das sehen wir aber nicht.
[01:30:53] genau diesen wie überkommen wir eben genau diesen diesen diesen Schritt diesen Tipping Point wenn wir es schaffen genau diesen Tipping point zu überkommen dass Der CSU-Politiker in diesem Radiointerview sagt, ja sie haben einen Punkt.
[01:31:07] Stimmt!
[01:31:08] Auf beiden Seiten gibt es gerade Parteien auch auf der Seite die ich sozusagen aus einer historischen Pflicht heraus unterstütze, gibt es sehr problematische Politiker und Politikern mit denen man sich nicht an einen Tisch steht weil Faschismus ist Faschwismus egal woher er kommt ob er aus Italien kommt oder Ungarn oder Israel das müssen wir benennen ...
[01:31:36] bin ich gerade ziemlich stark, dass wir das so rausarbeiten konnten.
[01:31:43] Es gibt ja... Ich hab das vor vielen, vielen Jahren meinem Radio gehört, ich habe es leider nie wiedergefunden.
[01:31:49] Bleib kannst du mir helfen?
[01:31:50] Es gibt Projekte wo versucht wird, Dialog aufrecht zu halten, ähnlich wie hier mit den Trialogen aber quasi vor Ort.
[01:32:02] Quasi auch an der Front.
[01:32:05] Kilo-Projekte, Filmprojekte.
[01:32:07] Theaterprojekte und so weiter.
[01:32:09] Und ich hab im Radio von einem Projekt gehört wo es gesagt wurde man versucht familientherapeutische Ansätze also wo zwei Paar Parteien eines Partes sich soweit auseinander entwickelt haben das sie nur noch streiten.
[01:32:28] da sucht man gemeinsame Themen zu finden wie zum Beispiel die Erziehung des gemeinsamen Kindes Auf dem man sich konzentriert und das zu übertragen auf internationale Ebene.
[01:32:40] Also zu sagen, in einem Kabelbeitrag ging es um die Frage der Kernfusionsreaktor oder die ISS oder die Klimafrage.
[01:32:49] Das könnten so Themen sein wo wir uns alle gleichermaßen drunter versammeln können und ein gemeinsames Thema haben dass wir versuchen und dabei vielleicht uns neu aneinander annähern können.
[01:33:07] Du kannst mir nicht so deutlich sagen, wirst du ein Projekt das gelitten machen?
[01:33:12] Nee leider nicht!
[01:33:14] Aber ich habe ganz ähnliches Gespräch geführt mit Professor José Brunner aus Israel, der sich eben genau die beiden Konfliktparteien in Anführungsstrichen-Konflikt-Parteien aus einer psychoanalytischen Sicht anschaut und sich dieses Trauma anschaut auf beiden Seiten und sagt welche Ableitungen folgt daraus auch in der Reaktion der israelischen Regierung aber auch der Hamas.
[01:33:44] was das eigentlich im Kollektiv bedeutet, wenn die Ehre verletzt ist und der siebte Oktober überhaupt hessieren konnte.
[01:33:50] Und wie Israel darauf reagiert hat.
[01:33:52] und so ist super super spannend aus einer psychoanalytischen kollektiven Ebene auch mit Vorsicht zu genießen natürlich sowas zu kollektivieren.
[01:34:00] aber ich glaube da ist ganz ganz viel viel drin wenn man überlegt dass in so vielen gesellschaftlichen Schichten und Themen vor allen Dingen Betroffene sitzen, die hoch traumatisiert sind.
[01:34:17] Und die alle in irgendeiner Weise einen Raum brauchen um vielleicht im Form einer Supervision oder Mediation einfach sprechen zu können.
[01:34:30] Wie man das auf eine gesellschaftliche Ebene hebt und diese auch kollektive Trauma.
[01:34:37] was da passiert ist am siebten Oktober mit dem Zerstörungsfeldzug der israelischen Armee auf die anderen Seite im Gaza-Streifen hat das ja auch nicht minder zu traumatischen Erlebnissen geführt, wie man dem eigentlich her oder Frau werden kann.
[01:34:53] Und das ist eine extrem spannende Frage und ich glaube einer der Fragen für die Zukunft Wie können wir die vielen Verletzungen und Brüche der Menschen, die sie in eine post-migrantische Gesellschaft mitbringen auf einer Ebene behandeln.
[01:35:14] Die uns am Ende als Gesellschaft gut tun und zwar so gut tun dass sie uns als Heterogene und diverse Gesellschaft zusammen bringen und in Frieden und Akzeptanz miteinander leben lassen?
[01:35:30] Wenn das meine ich ein fast perfektes Schlusswort ist, lieber ich weiß.
[01:35:37] Wir sind schon über eineinhalb Stunden im Aufzug drin und vielleicht mal Zeit, dass wir langsam nüften.
[01:35:44] Ich
[01:35:45] habe extra geduscht heute Morgen.
[01:35:47] Sehr gut!
[01:35:47] Vielen Dank.
[01:35:49] Aber bevor das Gespräch bei Ihnen und der Aufzug ankommt, tatsächlich noch eine Frage gibt es Literatur-, Filme-, Menschen-, Personen-, Projekte-Vereine, was auch immer die... über dein oder meinen Teamfeld hinaus.
[01:36:05] Du empfehlen würdest, jemand sich noch mal anschauen kann, die dich beeindruckt?
[01:36:12] Ja also sicherlich für mein Teamfeld.
[01:36:16] bin jetzt wieder bei meinem Teamfeld.
[01:36:19] Vereine und Menschen in Israel und Palästina.
[01:36:22] Da könnt ihr gerne in die Show notes gucken.
[01:36:24] vielleicht schicke ich sie dir dann Raul Und du bindest sie ein.
[01:36:30] Das sind Graswurzelbewegungen das sind einzelne Menschen.
[01:36:35] Und darüber hinaus, ich meine es gibt so die Initiative auf eine Gesellschaft, die ich spannend finde.
[01:36:43] Die viele spannende Projekte macht um einfach an dieser offenen Gesellschaftsidee festzuhalten.
[01:36:51] Es gibt soziale Helden Es gibt so viele tolle Initiativen Ähm, die Beachtung geschenkt werden müsste.
[01:37:07] Die wir hier in einer endlose Shownote-Liste einfügen könnten aber... Das
[01:37:11] Internet!
[01:37:13] Ja das Internet.
[01:37:16] Ich würde jetzt vielleicht unseren gemeinsamen Freund äh doch Herr Ben Fanbo mit seinem Projekt Heune Haus oder Gemeinwohlbau unbedingt auch schwamm da antworten ob ich frage
[01:37:29] voll
[01:37:31] der Mieten zu finden?
[01:37:33] Ja, danke dass du das zu wann wir erwähnt genau.
[01:37:35] Gemeinwohlbau machen gerade die vergeben gerade Genussrechte und sind haben es tatsächlich die vierhunderttausend Euro Marke überschritten was großartig ist.
[01:37:44] sie brauchen fünf hundertausend euro um Das Grundstück ihrer Wahl kaufen zu können und dort dann ein Bauprojekt zu starten alles in Form von sozusagen tiny Apartments, Einheiten die bezahlbares Wohnen in der Stadt und das ist wichtig.
[01:38:02] In der Stadt wieder ermöglichen und überhaupt diese Debatte anstoßen, die in Zukunft glaube ich eine der sozialen Fragen wie wir auch sehen im in der bevorstehenden Abgeordnetenhaus waren in Berlin nicht in Deutschland.
[01:38:18] Im Berlin ist es natürlich auch ein Riesenthema bezahlbare Bezahlbarer Mieten.
[01:38:22] Berlin ist Einer der teuersten Städte geworden mit verrückt hohen Mieten mittlerweile und wann man mit der Gemeinwohlbau versucht, da andere Antworten zu finden.
[01:38:35] Die experimentell sind die frisch sind, die innovativ sind und da lohnt sich auf jeden Fall den Blick in die Gemeinwohlbau vielleicht auch mit Geld.
[01:38:44] Auf welche Frage hast du keine Lust mehr antworten zu müssen?
[01:38:52] gibt es glaube ich keine Antwort.
[01:38:57] Keine Antwort gibt's auch, weil es gibt keine Frage die ich nicht beantworte.
[01:39:03] Ich bin jemand der Menschen liebt und ich gehe prinzipiell in alle Fragen erstmal offen rein und versuche Antworten zu finden.
[01:39:12] Auch wenn ich vielleicht nicht die richtige oder die eine Antwort dafür habe.
[01:39:17] aber ich glaube das sollte immer eine Öffnung sein für ein weiteres Gespräch.
[01:39:23] jede Frage
[01:39:26] Auch wegen die Frage, aber wo stehst du jetzt wirklich?
[01:39:29] Auf welcher Seite?
[01:39:30] Nee.
[01:39:31] Weil selbst diese Frage kann ich wieder in eine Antwort Münzen, die dazu anregt zu überlegen, brauchst eigentlich dieses Seitendenken?
[01:39:40] also muss ich diesen Positionierungsdruck auf einer Person überhaupt ausüben?
[01:39:47] oder wollen wir gemeinsam überlegen?
[01:39:50] Muss es die eine oder die andere Seite sein oder kann das nicht vielleicht auch beide Seiten sein?
[01:39:55] Dann hat man die Frage wahrscheinlich ständig gestellt bekommen, dass man einfach müde wird.
[01:40:01] Nee da wäre ich nicht müde, sondern da bin ich eher angespornt genau in diesen Austausch zu gehen.
[01:40:07] Dafür mache ich das auch was Ich mache.
[01:40:10] Du fragst dann zurück warum wollen sie das wissen?
[01:40:12] Zum Beispiel oder auf welche Seite stehen Sie denn?
[01:40:17] Das ist auch eine Behandlung einsteigen.
[01:40:19] Auf welcher Seite stehen sie denn?
[01:40:20] Warum willst du das
[01:40:21] wissen?!
[01:40:24] Sehr gut!
[01:40:25] Gleich mal demonstriert, wie man das richtig macht.
[01:40:28] Ich habe viel gelernt, lieber Schei.
[01:40:31] Tatsächlich auch über diese Anweberlinz und wie wir sie ausheigen... Und dass es auch immer scheinlich leichter wird.
[01:40:41] Dass ist aber etwas ist an dem man wächst, an dem er stärker wird.
[01:40:47] Ja
[01:40:48] Wenn die Aufzugtee jetzt aufgeht, wo geht's wirklich weiter?
[01:40:53] Also jetzt ganz konkret in den Alltag eines Geschäftsführers, der Gesellschaft im Wandel mit Meetings und Teammitgliedern.
[01:41:04] Jetzt ist aber wir sprechen ja jetzt Ende Juli miteinander.
[01:41:07] das heißt wir haben jetzt ein bisschen Ferienzeit bei uns.
[01:41:10] Das heißt es ist generell ein bisschen leiser und bald geht es in den Urlaub.
[01:41:16] die Aufzug bringt mich in die ganz obere Etage, wo dann hoffentlich die Sonne scheint und vielleicht ein See in der Nähe ist.
[01:41:26] Und ich ein bisschen mich erholen kann.
[01:41:28] Dann wünsche ich dir eine fantastische Aurolohn!
[01:41:31] Ich freue mich auf einen Wiedersehen im Real Life.
[01:41:34] Danke lieber Raul.
[01:41:35] Danke für das Gespräch und danke für die tollen Fragen.
[01:41:37] Dir gerne schön dass du da warst.
[01:41:39] Danke.
[01:41:44] Danke fürs Mitfahren Wenn ihr mögt und euch diese Folge Spaß gemacht hat, bewertet diese Folge bei Apple Podcast, Spotify oder wo auch immer ihr zuhört.
[01:41:55] Alle Links zur Folge sowie die Menschen, die mich bei diesem Podcast unterstützen findet ihr in den Show notes.
[01:42:02] Schaut da gerne mal rein!
[01:42:05] Wenn ihr meine Arbeit unterstützen möchtet würde ich mich freuen euch bei Steady zu begrüßen.
[01:42:11] Mit einer Steady-Mitgliedschaft bekommt ihr exklusive Updates von mir und die Gelegenheit mich zweimal im Jahr persönlich zu treffen.
[01:42:20] Im Aufzug ist eine Produktion von Schön Dein Media.
[01:42:24] Ich freue mich auf das nächste Mal hier im Aufzug!
[01:42:35] Diese Folge wurde dir präsentiert, von Schindler.
[01:42:38] Am Anfang der Folge haben wir uns gefragt was passiert wenn man den Notrufknopf drückt?
[01:42:43] Die Antwort keine Panik Du wirst direkt mit einer notrufzentrale verbunden.
[01:42:48] Wichtig halte den Knopf mindestens drei Sekunden gedrückt Dann kommt ein Techniker oder eine Technikerin um dich zu befreien.
[01:42:55] Willst du auch mehr über Aufzüge erfahren, dann steig bei uns ein.
[01:42:59] Unter schindler.de slash Karriere findest Du viele Möglichkeiten um mit uns nach ganz oben zu fahren!</pre>
</div></div></div>
</div></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://steadyhq.com/de/krauthausen/about" class="ek-link">Dieser Podcast ist nur möglich durch die Unterstützung meiner Steady-Mitglieder</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Folge wurde dir präsentiert von Schindler Aufzüge. Willst du noch mehr über Aufzüge erfahren und vielleicht mit uns ganz nach oben fahren, dann steig gern ein. Unter <a href="https://www.schindler.de/de/karriere.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schindler.de/karriere</a> findest du viele Möglichkeiten für Einsteiger und Senkrechtstarter.</p>


<figure class="aligncenter wp-block-post-featured-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="1350" src="https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/08/1-Feedpost-Shai-Hoffmann.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Das Bild zeigt ein Porträt von Shai Hoffmann für den Podcast „IM AUFZUG“ (Folge 112). Der Mann hat lockiges, dunkles Haar, einen Dreitagebart und blickt direkt in die Kamera, während er die Hände vor der Brust verschränkt. Er trägt einen dunklen Pullover über einem Hemd vor einem unscharfen Innenraum-Hintergrund. Über dem Bild liegt ein weißes Zitat: „»„[...] man kann in dieser Thematik, gerade zu Israel und Palästina, [...] hier in Deutschland eigentlich nichts richtig machen und alles falsch machen.“«“ Darunter stehen die Angabe „Shai Hoffmann - Folge 112“ sowie der Bildnachweis „Foto: Steve Herud“. Oben links befindet sich das Podcast-Logo „IM AUFZUG“, unten rechts der Hinweis „Finanziert durch Steady Mitglieder“." style="height:450px;width:350px;object-fit:fill;" /></figure>


<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-podcast-abonnieren" class="wp-block-heading">Podcast abonnieren</h2>



<div class="wp-block-wpzoom-blocks-social-icons is-style-with-canvas-round show-icon-labels-style" style="--wpz-social-icons-block-item-font-size:20px;--wpz-social-icons-block-item-padding-horizontal:6px;--wpz-social-icons-block-item-padding-vertical:6px;--wpz-social-icons-block-item-margin-horizontal:7px;--wpz-social-icons-block-item-margin-vertical:5px;--wpz-social-icons-block-item-border-radius:50px;--wpz-social-icons-block-label-font-size:16px;--wpz-social-icons-block-label-color:#2e3131;--wpz-social-icons-block-label-color-hover:#2e3131;--wpz-social-icons-alignment:flex-start"><a href="https://imaufzug.podigee.io/feed/mp3" class="social-icon-link" title="RSS" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-rss"></span><span class="icon-label">RSS</span></a><a href="https://open.spotify.com/show/0129AhRWxXuXi9LPflwltN" class="social-icon-link" title="Spotify" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-spotify"></span><span class="icon-label">Spotify</span></a><a href="https://www.deezer.com/show/3624987" class="social-icon-link" title="Deezer" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-deezer"></span><span class="icon-label">Deezer</span></a><a href="https://podcasts.apple.com/podcast/id1620854436" class="social-icon-link" title="Apple Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-apple"></span><span class="icon-label">Apple Podcasts</span></a><a href="https://https://podcasts.google.com/subscribe-by-rss-feed?feed=aHR0cHM6Ly9pbWF1Znp1Zy5wb2RpZ2VlLmlvL2ZlZWQvbXAz" class="social-icon-link" title="Google Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-google-podcasts"></span><span class="icon-label">Google Podcasts</span></a></div>
</div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-hier-findest-du-mehr-uber-mich" class="wp-block-heading">Hier findest du mehr über mich:</h2>



<ul class="wp-block-social-links has-visible-labels has-icon-color is-style-logos-only is-layout-flex wp-block-social-links-is-layout-flex"><li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-chain has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://raul.de" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M15.6,7.2H14v1.5h1.6c2,0,3.7,1.7,3.7,3.7s-1.7,3.7-3.7,3.7H14v1.5h1.6c2.8,0,5.2-2.3,5.2-5.2,0-2.9-2.3-5.2-5.2-5.2zM4.7,12.4c0-2,1.7-3.7,3.7-3.7H10V7.2H8.4c-2.9,0-5.2,2.3-5.2,5.2,0,2.9,2.3,5.2,5.2,5.2H10v-1.5H8.4c-2,0-3.7-1.7-3.7-3.7zm4.6.9h5.3v-1.5H9.3v1.5z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Webseite</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-instagram has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.instagram.com/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M12,4.622c2.403,0,2.688,0.009,3.637,0.052c0.877,0.04,1.354,0.187,1.671,0.31c0.42,0.163,0.72,0.358,1.035,0.673 c0.315,0.315,0.51,0.615,0.673,1.035c0.123,0.317,0.27,0.794,0.31,1.671c0.043,0.949,0.052,1.234,0.052,3.637 s-0.009,2.688-0.052,3.637c-0.04,0.877-0.187,1.354-0.31,1.671c-0.163,0.42-0.358,0.72-0.673,1.035 c-0.315,0.315-0.615,0.51-1.035,0.673c-0.317,0.123-0.794,0.27-1.671,0.31c-0.949,0.043-1.233,0.052-3.637,0.052 s-2.688-0.009-3.637-0.052c-0.877-0.04-1.354-0.187-1.671-0.31c-0.42-0.163-0.72-0.358-1.035-0.673 c-0.315-0.315-0.51-0.615-0.673-1.035c-0.123-0.317-0.27-0.794-0.31-1.671C4.631,14.688,4.622,14.403,4.622,12 s0.009-2.688,0.052-3.637c0.04-0.877,0.187-1.354,0.31-1.671c0.163-0.42,0.358-0.72,0.673-1.035 c0.315-0.315,0.615-0.51,1.035-0.673c0.317-0.123,0.794-0.27,1.671-0.31C9.312,4.631,9.597,4.622,12,4.622 M12,3 C9.556,3,9.249,3.01,8.289,3.054C7.331,3.098,6.677,3.25,6.105,3.472C5.513,3.702,5.011,4.01,4.511,4.511 c-0.5,0.5-0.808,1.002-1.038,1.594C3.25,6.677,3.098,7.331,3.054,8.289C3.01,9.249,3,9.556,3,12c0,2.444,0.01,2.751,0.054,3.711 c0.044,0.958,0.196,1.612,0.418,2.185c0.23,0.592,0.538,1.094,1.038,1.594c0.5,0.5,1.002,0.808,1.594,1.038 c0.572,0.222,1.227,0.375,2.185,0.418C9.249,20.99,9.556,21,12,21s2.751-0.01,3.711-0.054c0.958-0.044,1.612-0.196,2.185-0.418 c0.592-0.23,1.094-0.538,1.594-1.038c0.5-0.5,0.808-1.002,1.038-1.594c0.222-0.572,0.375-1.227,0.418-2.185 C20.99,14.751,21,14.444,21,12s-0.01-2.751-0.054-3.711c-0.044-0.958-0.196-1.612-0.418-2.185c-0.23-0.592-0.538-1.094-1.038-1.594 c-0.5-0.5-1.002-0.808-1.594-1.038c-0.572-0.222-1.227-0.375-2.185-0.418C14.751,3.01,14.444,3,12,3L12,3z M12,7.378 c-2.552,0-4.622,2.069-4.622,4.622S9.448,16.622,12,16.622s4.622-2.069,4.622-4.622S14.552,7.378,12,7.378z M12,15 c-1.657,0-3-1.343-3-3s1.343-3,3-3s3,1.343,3,3S13.657,15,12,15z M16.804,6.116c-0.596,0-1.08,0.484-1.08,1.08 s0.484,1.08,1.08,1.08c0.596,0,1.08-0.484,1.08-1.08S17.401,6.116,16.804,6.116z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Instagram</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-twitter has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://twitter.com/raulde" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M22.23,5.924c-0.736,0.326-1.527,0.547-2.357,0.646c0.847-0.508,1.498-1.312,1.804-2.27 c-0.793,0.47-1.671,0.812-2.606,0.996C18.324,4.498,17.257,4,16.077,4c-2.266,0-4.103,1.837-4.103,4.103 c0,0.322,0.036,0.635,0.106,0.935C8.67,8.867,5.647,7.234,3.623,4.751C3.27,5.357,3.067,6.062,3.067,6.814 c0,1.424,0.724,2.679,1.825,3.415c-0.673-0.021-1.305-0.206-1.859-0.513c0,0.017,0,0.034,0,0.052c0,1.988,1.414,3.647,3.292,4.023 c-0.344,0.094-0.707,0.144-1.081,0.144c-0.264,0-0.521-0.026-0.772-0.074c0.522,1.63,2.038,2.816,3.833,2.85 c-1.404,1.1-3.174,1.756-5.096,1.756c-0.331,0-0.658-0.019-0.979-0.057c1.816,1.164,3.973,1.843,6.29,1.843 c7.547,0,11.675-6.252,11.675-11.675c0-0.178-0.004-0.355-0.012-0.531C20.985,7.47,21.68,6.747,22.23,5.924z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Twitter</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-linkedin has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.linkedin.com/in/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M19.7,3H4.3C3.582,3,3,3.582,3,4.3v15.4C3,20.418,3.582,21,4.3,21h15.4c0.718,0,1.3-0.582,1.3-1.3V4.3 C21,3.582,20.418,3,19.7,3z M8.339,18.338H5.667v-8.59h2.672V18.338z M7.004,8.574c-0.857,0-1.549-0.694-1.549-1.548 c0-0.855,0.691-1.548,1.549-1.548c0.854,0,1.547,0.694,1.547,1.548C8.551,7.881,7.858,8.574,7.004,8.574z M18.339,18.338h-2.669 v-4.177c0-0.996-0.017-2.278-1.387-2.278c-1.389,0-1.601,1.086-1.601,2.206v4.249h-2.667v-8.59h2.559v1.174h0.037 c0.356-0.675,1.227-1.387,2.526-1.387c2.703,0,3.203,1.779,3.203,4.092V18.338z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">LinkedIn</span></a></li></ul>



<h2 id="h-so-kannst-du-meine-arbeit-unterstutzen" class="wp-block-heading">So kannst du meine Arbeit unterstützen!</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://im-aufzug.de/unterstuetzen/">Unterstütz mich</a></div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Podcast ist eine Produktion von <a href="https://www.schonlein.media" class="ek-link">Schønlein Media</a>.<br>Produktion: Fabian Gieske, Judith Stiegler-Trost<br>Schnitt und Post-Produktion: Hanne Pasdzior<br><br>Coverart: Amadeus Fronk</p>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-shai-hoffmann/">Im Aufzug mit Shai Hoffmann</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-shai-hoffmann/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Aufzug mit Marina Weisband</title>
		<link>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-marina-weisband-2/</link>
					<comments>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-marina-weisband-2/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian Gieske]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Podcast-Folge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://im-aufzug.de/?p=3794</guid>

					<description><![CDATA[<p>Diese Woche spreche ich mit Marina Weisband, einer der profiliertesten politischen Stimmen unseres Landes. Sie ist Psychologin, Autorin und Aktivistin, aber vor allem eines: eine Person, die unerschrocken für eine lebendige, digitale und gerechte Demokratie kämpft. Wir sprechen über ihren Weg: von ihrer Herkunft und der prägenden Erfahrung, als Kind aus der Ukraine nach Deutschland [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-marina-weisband-2/">Im Aufzug mit Marina Weisband</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-uagb-info-box uagb-block-63ad1649 uagb-infobox__content-wrap  uagb-infobox-icon-left uagb-infobox-left uagb-infobox-stacked-tablet uagb-infobox-image-valign-middle"><div class="uagb-ifb-icon-wrap"><svg xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><path d="M96 96C42.98 96 0 138.1 0 192s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192C192 138.1 149 96 96 96zM448 192c0-53.02-42.98-96-96-96s-96 42.98-96 96s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192z"></path></svg></div><div class="uagb-ifb-content"><div class="uagb-ifb-title-wrap"></div><p class="uagb-ifb-desc"><strong>Wie lernen junge Menschen echte Selbstwirksamkeit, statt nur Verbotspolitik zu erleben?</strong></p></div></div>



<script class="podigee-podcast-player" src="https://player.podigee-cdn.net/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://podcast2ba52c.podigee.io/113-neue-episode/embed?context=external&#038;token=JeJbhHwaLCxE-hD2VxJIaw"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Woche spreche ich mit Marina Weisband, einer der profiliertesten politischen Stimmen unseres Landes. Sie ist Psychologin, Autorin und Aktivistin, aber vor allem eines: eine Person, die unerschrocken für eine lebendige, digitale und gerechte Demokratie kämpft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sprechen über ihren Weg: von ihrer Herkunft und der prägenden Erfahrung, als Kind aus der Ukraine nach Deutschland zu kommen, bis hin zu ihrem plötzlichen Aufstieg in der Piratenpartei. Marina teilt mit mir ganz persönliche Einblicke in ihr Leben mit ADHS und der chronischen Erkrankung ME/CFS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir tauchen tief ein in die großen Fragen unserer Zeit: Passen Glaube und Psychologie zusammen? Wie begreifen wir, dass alle Menschen Menschen der Geschichte sind, und welche Verantwortung ist daran geknüpft? Und warum sehnen wir uns alle nach Gemeinschaft? Marina erklärt, wie wir junge Menschen beim Umgang mit Social Media begleiten können, stellt ihr Herzensprojekt Aula vor, das Schülern echte demokratische Mitbestimmung ermöglicht, und zeigt auf, was konstruktiven Aktivismus ausmacht. Gemeinsam blicken wir auf die Zukunft der Demokratie, diskutieren das Konzept von „Change by Catastrophe“ und den Begriff der Macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marina hinterfragt das System nicht nur, sondern gestaltet es aktiv mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufzugtür auf für Marina Weisband!</p>



<div class="wp-block-kadence-accordion alignnone"><div class="kt-accordion-wrap kt-accordion-id3794_d6f99b-2a kt-accordion-has-11-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right" style="max-width:none"><div class="kt-accordion-inner-wrap" data-allow-multiple-open="false" data-start-open="none">
<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-10 kt-pane3794_a99500-83"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show" type="button"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">Transkript</span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<pre class="wp-block-preformatted">[00:00:04] Gibt es eigentlich berühmte Songs über Aufzüge?<br>[00:00:06] Tatsächlich gibt es einige und einer der bekanntesten erzählt von der Liebe im Fahrstuhl.<br>[00:00:12] Welcher das ist erfährster am Ende dieser Folge.<br>[00:00:15] Jetzt viel Spaß mit Raulem Aufzug wünscht Schindler!<br>[00:00:22] Diese Woche spreche ich mit Marina Weisband, eine der profiliertesten politischen Stimmen unseres Landes.<br>[00:00:29] Sie ist Psychologin Autorin und Aktivistin aber vor allem eines eine Person, die unerschrocken für eine lebendige digitale und gerechte Demokratie kämpft.<br>[00:00:40] Wir sprechen über ihren Weg von ihrer herkunft- und prägen Erfahrung als Kind aus der Ukraine nach Deutschland zu kommen bis hin zu ihrem politischen Aufstieg in den Piratenpartei.<br>[00:00:50] Mahida treibt mit mir ganz persönliche Einblicke in ihr Leben – mit ADHS und der chronischen Erkrankung MECFS!<br>[00:01:04] Gemeinsam blicken wir auf die Zukunft der Demokratie, diskutieren über das Konzept von Change by Catastrophe und den Begriff der Macht.<br>[00:01:13] Marina hinterfragt das System nicht nur sondern sie gestaltet es aktiv mit.<br>[00:01:19] also Aufzugtier auf für Marina Weißband Die Tür geht auf und wer kommt rein?<br>[00:01:26] Ich freue mich wirklich sehr.<br>[00:01:28] jedes Mal zu Gast ist Marina Weissband heißt ich willkommen an Podcast.<br>[00:01:32] Hi!<br>[00:01:33] Danke dass ich hier sein darf.<br>[00:01:36] Ich bin, muss ich ehrlich gesagt zugeben ein großer Fan deiner Arbeit und deiner Person.<br>[00:01:41] Sehr gleichfalls!<br>[00:01:42] Ich glaube, ich kenne dich seit der Piratenpartei.<br>[00:01:47] da warst du bis zur Öffentlichkeit zumindest wie in Erscheinung getreten Und seitdem findest immer wieder faszinierend auch so wie weit vorausschauend Du denkst argumentierst und Projekte machst Und weiter honig, um den Mund zu schmieren.<br>[00:02:09] Ich finde es fantastisch völlig überraschend, dich immer wieder in Deutschland funkzuhören.<br>[00:02:15] Wieder irgendetwas Einordnis, weil das wirklich für mich so ein ... Ja, du hast einfach in meiner Meinung immer gerecht.<br>[00:02:24] Oh,<br>[00:02:24] danke schön!<br>[00:02:26] Bevor ich jetzt aber weiter mache, mit dem Honig um den Mund schmieren, habe ich mal eine Frage an dich.<br>[00:02:32] Hast du schonmal einen awkward Moment in einem Aufzug gehabt?<br>[00:02:38] Meistens nicht!<br>[00:02:40] Ich bin mit Aufzügen aufgewachsen und in Hochhäusern aufgewachsen.<br>[00:02:44] Das heißt, ich bin schon in Aufzügen stecken geblieben... Aber ich bin einer sehr ... Menschen liebende Person, das heißt ich sehe awkwardness immer als Begegnungsmoment.<br>[00:03:01] Also wenn etwas awkward ist dann benenne ich das und sage oh dass es gerade awkward nicht war und fange ich ein Gespräch an.<br>[00:03:08] Du hast keine Angst vor Smalltalk?<br>[00:03:13] Ich bin nicht gut in small talk, ich gehe immer sofort viel zu tief.<br>[00:03:16] also entweder ich fange dann an in Philosophie zu gehen, wie denken Sie über den Tod?<br>[00:03:21] Oder ich fange an, Fakten über Koalas zu erzählen.<br>[00:03:26] Aufzugt!<br>[00:03:26] Wie denken sie über den Tot?<br>[00:03:27] Weiß ich schon immer von Ihnen wissen wollte.<br>[00:03:31] Das genau hab' ich noch nie so gefragt aber das nächste Mal werde ich das<br>[00:03:34] tun.<br>[00:03:35] Okay, du hast Fakte über Koala's.<br>[00:03:38] So viele.<br>[00:03:39] Erzähl'.<br>[00:03:40] Okay, Koalass explodieren bei Waldbränden weil sie so viel Eukalyptusöl in ihrem Magen haben.<br>[00:03:46] Koalas essen nur Eukalyptus und davon auch nur eine Sorte.<br>[00:03:51] Und die ist nicht nur überhaupt nicht näherstoffreich, sondern auch giftig für sie!<br>[00:03:57] Das müssen Sie ausgleichen wenn Sie ihre Babys füttern weil die Babys können den noch nicht essen ohne daran zu sterben.<br>[00:04:02] also essen sie erst mal so ein kacke ähnliches Sekret von ihrer Mama.<br>[00:04:07] Koalass haben das glatteste Gehirn aller Beuteltierer...<br>[00:04:13] Was heißt was?<br>[00:04:14] Sie sind extrem dumm.<br>[00:04:15] Also wenn man ein Blatt vom Ekalyptusbaum, den sie fressen pflückt und auf einen Teller legt wissen Koalas damit nichts mehr anzufangen.<br>[00:04:26] Okay!<br>[00:04:27] D.h.,<br>[00:04:27] Koala, ich dachte mir, das EkalYptus macht sich heil?<br>[00:04:31] Nee, der ist einfach nur wirklich nicht verdaubar.<br>[00:04:38] d.h.<br>[00:04:38] sie müssen achtzehn Stunden am Tag schlafen Und sie haben auch keine... Möglichkeit ihre Zähne zu regenerieren.<br>[00:04:44] Bei manchen Grasfressern wachsen die Zähnen kontinuierlich weiter, bei anderen wandern sie immer nach hinten und fallen aus.<br>[00:04:51] Bei Koalas passiert einfach gar nichts.<br>[00:04:54] Wenn deren Zähn abgetragen sind dann sterben Sie einfach.<br>[00:04:58] Und Sie könnten heiß sein einfach weil Sie so dumm sind oder wegen der Klamydien?<br>[00:05:03] Aber wir sind doch so niedlich.<br>[00:05:06] Technisch gesehen ja!<br>[00:05:07] Die sind niedlich!<br>[00:05:10] Häm nie gesagt dass sie nicht niedlich sind<br>[00:05:12] Aber wo hast du die ganzen Funfacts her?<br>[00:05:15] Ich habe sehr viel ADHS und das heißt, ich vertiefe mich immer in irgendwas.<br>[00:05:20] Und manchmal lerne ich über alle oder die Geografie von Borneo oder die Nationalhymne von Vanuatu auswendig... ...oder mich interessiert die Welt!<br>[00:05:33] Und ich mag es über den Weltraum zu lesen.<br>[00:05:35] Ich mag es, mich in allen möglichen Rabbit Holds zu vertiefen.<br>[00:05:39] Das ist ja perfekt für jedes Aufzug gespritzt<br>[00:05:41] Ja.<br>[00:05:43] Fantastisch!<br>[00:05:46] Du hast gerade gesagt, dass du in Hochhäusern aufgewachsen bist?<br>[00:05:51] War das schon in Deutschland oder also noch in der Ukraine wasst?<br>[00:05:56] Beides – ich war in der OKAE in einem Hochhaus dessen Nachbarhaus übrigens nicht mehr existiert weil es zu Sowjetzeiten eine Fabrik gewesen war und jetzt von Raketen getroffen wurde.<br>[00:06:10] Genau, da war ich schon in einem Hochhaus.<br>[00:06:11] Und in Deutschland halt auch weil wir sind ja als Flüchtlinge hierher gekommen und man wird ja angesiedelt.<br>[00:06:19] also man kriegt eine Stadt gesagt und man hat dann auch nur ne begrenzte Auswahl an Wohnungen die halt das Sozialamt dann zulässt und das sind ja meistens Hochhäuser.<br>[00:06:31] Und wo wart ihr denn?<br>[00:06:33] Wir waren in Deutschland zuerst in der Notwohnung in Dortmund und dann wurden wir nach Wuppertal gesiedelt.<br>[00:06:40] Okay wenn ich mir so deine Biografie anschaue, dann bist du ja eine Person tatsächlich der Geschichte.<br>[00:06:49] Also nicht nur was alles passiert ist sondern auch ... Du hast so viele Anknöpfungspunkte zu Dingen die in der Gegenwart gerade passieren dass sich das wirklich beeindruckend finde.<br>[00:07:01] also wir reden jetzt keine Ahnung über die Ukraine, du kommst aus der Ukraine.<br>[00:07:06] Wir reden wahrscheinlich nachher über die Corona-Pandemie Vielleicht auch später über Aktivismus.<br>[00:07:15] Wir reden über Digitalisierung und alles Dinge, wo du nicht nur dabei warst, sondern auch Expertin bist.<br>[00:07:24] Solche Menschen gibt es selten?<br>[00:07:26] Das glaube ich nicht!<br>[00:07:27] Ich glaube tatsächlich dass jeder von uns ein Mensch der Geschichte ist weil wir...ich meine wir machen die Geschichte aus.<br>[00:07:34] Die Geschichte ist ja die Geschichte von uns und sie besteht aus uns.<br>[00:07:38] Und zum Beispiel, dass ich mich mit Digitalisierung beschäftige.<br>[00:07:41] Damit wurde ja nicht geboren, sondern ich habe ja gesehen, oh das ist ein relevantes politisches Feld also möchte ich es beackern Ich möchte mich darin auskennen und dann wurde ich zur Expertin über viele Jahre der Arbeit in diesem Feld.<br>[00:07:56] aber das ist...ich glaube egal worüber wir reden Wir alle haben Anschlusspunkte daran.<br>[00:08:03] Ich glaube, der Unterschied ist nur wie sehr wir uns dessen bewusst sind und wie sehr wird das als Verantwortung begreifen?<br>[00:08:11] Oder auch wie sehr andere das Bewusstsein bei jemandem sehen?<br>[00:08:15] Das ist auch aber das hängt meistens damit zusammen Wie sehr wir es selbst als unsere Verantwortung begrafen weil dass das trägt natürlich die Art wie wir kommunizieren und wo wir uns einmischen Und ich glaube wir sind alle Menschen der Geschichte.<br>[00:08:28] Ja natürlich Ich habe den Eindruck, dass du jemand bist, die diese ganze Verantwortung auch annimmt.<br>[00:08:37] Das ist eine Charakterschwäche von mir.<br>[00:08:39] ja!<br>[00:08:40] Fühlst du der große Last in deinen Sicht?<br>[00:08:44] Ich hab mich inzwischen daran gewöhnt.<br>[00:08:45] es gibt einfach Menschen und so war ich schon immer wenn jemand schreit hey könnte irgendjemand dann fühle ich mich angesprochen.<br>[00:08:54] Dann gucke ich, okay kann nicht helfen.<br>[00:08:56] Ich gehe tatsächlich jedes Mal wenn man im Zug nach einem Arzt fragt im Kopf durch ob ich Arzt bin.<br>[00:09:01] Also es ist nicht so dass irgendwas passiert wo ich mich einfach nicht angesprochen fühle und ich glaube da damit hängt das zusammen dass ich mir diese Dinge dann auch annehme.<br>[00:09:12] Und das führt aber natürlich dazu dass ich auch ein riesiges schlechtes Gewissen aufbaue weil Ich bin wie alle Psychologen.<br>[00:09:20] Ich kann mich in ein Taxi setzen und sagen, fahren Sie mich irgendwo hin?<br>[00:09:23] Ich werde überall gebraucht!<br>[00:09:24] Aber ich habe halt auch nur Begrenzzeit und Energie.<br>[00:09:27] Und besonders seit meiner Krankheit hab' ich wirklich, wirklich wenig Energie.<br>[00:09:32] Etwas das mich ständig begleitet ist dieser innere Druck und dieses schlechte Gewissen nicht alles zu machen was ich machen könnte.<br>[00:09:41] Das quält mich.<br>[00:09:43] unter manchen Tagen komme ich damit besser zurecht oder anderen schlechter.<br>[00:09:49] Das ist tatsächlich einer der Sätze, die seitdem wir persönlich Kontakt haben.<br>[00:09:54] Ich habe sehr oft von dir erzählt, dass ich von dir gelernt habe das wenn man wenig kapazitiert hat also energie levelmäßig, löffelmäßig beim sich dann die Frage stellen kann lernt man was dazu oder macht es einem Spaß?<br>[00:10:12] und nur dann sollte man es tun Und das finde ich tatsächlich eine sehr gute Frage um einfach auch zu selektieren, zu sagen wofür fühlt man sich aktuell in der Lage auch Verantwortung zu übernehmen.<br>[00:10:25] Ja ja ich muss tatsächlich sagen also diese Frage hat mich so ein bisschen gerettet.<br>[00:10:31] Ich fasse das für mich so.<br>[00:10:33] ist das wichtig für mich?<br>[00:10:34] Also ist es etwas mit meinen Werten dass für meine Werte wichtig ist oder macht es mir einfach Freude?<br>[00:10:40] dann darf ich es machen.<br>[00:10:42] alles andere darf ich sehr kategorisch nicht mehr machen habe ich mir verboten.<br>[00:10:47] aber Das führt natürlich dazu, dass ich ein Leben habe in dem ich nur noch Dinge mache die mir entweder wertvoll sind oder Spaß machen und das ist ja eigentlich die Definition eines glücklichen Lebens.<br>[00:10:59] Würdest du sagen, du fühlst dein glückliches Leben?<br>[00:11:03] Ja!<br>[00:11:03] Ich führe ein sehr glücklicheres Leben.<br>[00:11:06] Und das finde ich halt so interessant, dass es nichts damit zu tun hat ob man eine Behinderung oder eine chronische Krankheit hat, ob man glücklich oder unglücklich is'.<br>[00:11:18] Das ist aber uns sehr oft nachgesagt mit, wir müssten ja eigentlich unglücklich sein.<br>[00:11:22] Ja oder beziehungsweise dann gibt es auch so ein Falschverstandenes.<br>[00:11:30] So einen Inspirationporn und die Krankheit ist das Beste was mir passieren konnte weil jetzt habe ich mein ganzes Leben neu... Und das möchte ich auch so nicht sagen!<br>[00:11:38] Weil die Krankkeit ist schon definitiv ein Arschloch und das ist etwas Schlechtes für mich.<br>[00:11:43] Aber Es hat mir geholfen, etwas zu tun.<br>[00:11:49] Dass jeder Ton kann auch ohne Behinderung und zwar die Prioritäten in meinem Leben radikal neu bewerten und setzen.<br>[00:11:58] Das ist nur so dass Menschen mit erworbener Behinderungen häufig dazu gezwungen werden aber man muss nicht unbedingt eine Behinderungsbewerbung diesen Punkt zu kommen Aber es hilft.<br>[00:12:14] Ich finde auch, dass es eine gewisse Gemeinschaft gibt mit Menschen die eine Behinderung haben oder eine chronische Krankheit haben.<br>[00:12:21] Weil anders als Menschen des gleichen Geschlechts ich zumindest das Gefühl habe man kann eine Situation erklären in einer Tiefe, die sofort verstanden wird also irgendein Diskriminierungsumstand das muss noch nicht mehr derselbe sein.<br>[00:12:43] Man kriegt super schnell Verständnis.<br>[00:12:46] Von Leuten sagen, ja das kenne ich auch wenn es ein ganz anderer Bereich war.<br>[00:12:50] Das ist unter Männern kann ich dir sagen in der Tatsache einen Mann zu sein, dass man nicht so.<br>[00:12:56] Wobei ich sage muss selbst als Frau.<br>[00:12:59] Ich habe einfach nie auf der Welt... Ich bin ja in wirklich vielen Communities unterwegs!<br>[00:13:03] Ich bin in Phantoms, ich lerne gerne, ich habe viele viele Interessen.<br>[00:13:09] In keiner Community habe ich so viel Verständnis und Wärme und bedingungslose Liebe erlebt, wie in der Behinderten-Community.<br>[00:13:20] Also wo Aktivistinnen sind?<br>[00:13:24] Wir haben große Selbsthilfegruppen für MEcFS.<br>[00:13:30] Es ist einfach dieses radikale Verständnis für.<br>[00:13:36] wir sind alle Menschen und wir haben alle unterschiedliche Bedürfnisse.<br>[00:13:40] anstatt lauter Schubladen aufzumachen fragen wir das gegenüber einfach was in deine Bedürfnisse.<br>[00:13:46] Und dass es so warm und welcoming, ich glaube man hat das in mehreren marginalisierten Communities aber ich habe es gerade so in dem was ich an Aktivismus in diesem Bereich gesehen habe sehr stark gefühlt.<br>[00:14:09] Wir kommen da sicherlich auch gleich noch mal wenn wir über Corona sprechen darauf zurück.<br>[00:14:17] Als die Corona-Panemie anfing und wir ja alle in so einer Unsicherheit waren, hab ich meine Mutter gefragt, gibt es irgendeine vergleichbare Situationen in deinem Leben?<br>[00:14:30] Und sie ist Ärztin ... Also die sich an die Coronazeit erinnert.<br>[00:14:39] Da meinte sie zu mir wie aus der Pistole geschossen.<br>[00:14:55] Ich bin aus der Region weggezogen.<br>[00:15:12] Ich bin eineinhalb Jahre, also ich bin siebenundachtzig geboren und ich bin mit sechs weggezogen.<br>[00:15:18] Aber tatsächlich aus gesundheitlichen Gründen.<br>[00:15:23] Hatst du dich an irgendetwas erinnern oder deine Eltern etwas erzählen die von damals?<br>[00:15:26] Also<br>[00:15:28] was meine Mutter mir erzählt hat ist zu der Zeit als ich ein Baby war, war sie immer mit mir spazieren indem sie über meinen Kinderwagen ein feuchtes Tuch gehängt hat.<br>[00:15:39] Damals wurden die Straßen noch mit so Spezialschrauben gewaschen in Käf.<br>[00:15:43] Und meine Mutter hat täglich feuchten Hausputz gemacht, also überall Staubgewischt und so, weil Staub war halt der Gegner.<br>[00:15:51] Ich hab damals auch noch Kohletabletten zu essen bekommen was totaler Quatsch war.<br>[00:15:56] das hilft halt in den ersten achtundvierzig Stunden nach Bestrahlung.<br>[00:16:01] Das Problem ist dass die Katastrophe sich sehr ... viel stärker auf die Kinder, der er ausgewirkt hat.<br>[00:16:10] Die damals in der Gegend gelebt haben.<br>[00:16:12] Kehf hätte eigentlich evakuiert werden müssen.<br>[00:16:15] Es war einfach nur zu groß und wurde nicht.<br>[00:16:18] Und man hat ja auch nicht kommuniziert!<br>[00:16:22] Aber es war etwas das Leben meiner Mutter sehr geprägt hat aber dass in seinen gesundheitlichen Auswirkungen vor allem so mich und meine Kusinen, die nach mir geboren wurden, stärker geprägte als unsere Eltern.<br>[00:16:37] Ich hab irgendwie das Gefühl darüber mit Graben gesprochen.<br>[00:16:39] Ist das nur bei uns so oder ist es auch in Osteuropa so?<br>[00:16:44] Das ist tatsächlich auch ein Osteeuropan Stück weit so, also es wurde extrem wenig aufgearbeitet.<br>[00:16:49] ich habe zum Beispiel aus meiner Kindheit überhaupt keine Diagnose.<br>[00:16:52] Ich habe von einem Arzt diese typische Aussage ja was wollen sie denn junge Frau... Es ist halt ein Chernobyl-Kind.<br>[00:16:59] Das heißt einen Maß an kaputt sein war einfach erwartet.<br>[00:17:04] Ich glaube, das hängt so ein bisschen damit zusammen.<br>[00:17:07] Es wird natürlich gesprochen... es gab auch eine kleine Aufarbeitung aber nie nicht so dass ich das groß mitbekommen hätte.<br>[00:17:17] und das liegt glaube ich daran, dass es so viele Menschen sind und so viele Schicksale.<br>[00:17:24] was sollte man davon ableiten?<br>[00:17:27] Also können die irgendwie kompensiert werden?<br>[00:17:32] Es ist einfach zu groß.<br>[00:17:35] Und bist du dann da noch mal tief nach eingegangen in Studien, im Zahlengeschichte?<br>[00:17:42] Tatsächlich nicht so sehr.<br>[00:17:44] Ich bin auch in der Atomdebatte gar nicht am Start witzigerweise, und zwar weil ich mich in dem Thema einfach nicht für objektiv halte.<br>[00:17:55] Es ist einfach too close to home... Ich habe das Gefühl, ich bin nicht diejenige, die sich da jetzt total reinhängen sollte.<br>[00:18:03] Weil es für mich sehr emotional<br>[00:18:05] ist.".<br>[00:18:07] Und dass quasi dann klar eine Biografie sehr stark prägt?<br>[00:18:13] Aber wie machst du denn da den Unterschied?<br>[00:18:16] Du hast deine Gedenkreide im Bundestag gehalten und mit den Worten eingeleitet in der Ukraine hieß sie Unufrienko.<br>[00:18:25] Meine Familie hat damals mit Absicht den jüdischen Namen Weißband nicht tragen wollen.<br>[00:18:30] Und erst bei eurer Auswanderung nach Deutschland konntet ihr euren echten Namen wieder annehmen.<br>[00:18:35] Dein Großvater hat in Holocaust überlebt und danach Zeit deines Lebens angespannt, Zeitung gelesen immer auf der Suche nach Judenhass.<br>[00:18:47] Das heißt es gibt ja schon sehr starke persönliche Bezüge in dir wenn du dich<br>[00:18:55] mit der Tatsache,<br>[00:18:57] Jüdin zu sein oder jüdische Abstimmung zu sein recherchiert.<br>[00:19:02] Wenn du verstehst was ich meine.<br>[00:19:02] also das ist ja Unterschied.<br>[00:19:04] Ich glaube der Unterschied ist dass ich in meiner frühen Jugend nicht wusste, dass ich Jüdinn bin!<br>[00:19:11] Ich<br>[00:19:11] habe das ja erst relativ spät erfahren weil meine Familie typische Sowjetjuden waren Also sehr städtisch.<br>[00:19:22] es wurde einfach nicht darüber gesprochen bei uns und als Ich in die Gemeinde mit meinen Eltern ging so in Wuppertal, hielt ich das für das russische Kulturzentrum.<br>[00:19:33] Weil das war halt wo wir hingegangen sind um die Theaterstücke auf Russisch zu schauen und... ...ich habe das ewig in meinem Gehirn nicht zusammenbekommen und meine Mutter war dann ganz überrascht als ich aus der Schule kam und irgendwas vom Judentum erzählte Und sie war ganz überrrascht dass ich das nicht wusste.<br>[00:19:49] aber mit mir hat niemand explizit darüber gesprochen.<br>[00:19:53] Das heißt, dass alles kam auf mich in einem Alter, wo ich das einfach schon sehr viel besser verarbeiten konnte.<br>[00:20:00] Wie alt warst du denn?<br>[00:20:00] Was glaubst du hin?<br>[00:20:02] Da war ich so um die... Also ich glaube das erste Mal habe ich darüber gehört mit sieben oder so aber da konnte ich es noch nicht so richtig einordnen und dann so ein Zehen um den Dreh.<br>[00:20:16] Aber ja!<br>[00:20:17] Ich hab das einfach nicht gewusst was übrigens erstaunlich vielen Migrantenkindern so geht dass sie einfach nicht über ihre eigene Religion Bescheid wissen, wenn die zu Hause eine nachgelagerte Rolle spielt oder über Details ihrer Herkunft.<br>[00:20:36] Das ist ganz witzig!<br>[00:20:38] Aber natürlich hat sich Chernobyl euch mich ganz anders ausgewirkt weil ich halt mit zwei... also ich war extrem krank.<br>[00:20:47] Ich sollte eigentlich keine vier werden Ich sollte erst keine zwei Jahre alt werden, dann sollte ich keine vier werden.<br>[00:20:55] Ich hatte ganz viele quälende Prozeduren und war mit vier dann eine wirklich lange Zeit, ich glaube ein halbes Jahr im Krankenhaus ohne dass meine Mutter mich besuchen durfte weil solche Hygienevorschriften.<br>[00:21:08] Und das sind natürlich Sachen die neben einem im Kindheitserleben viel stärker mit.<br>[00:21:13] Ja klar!<br>[00:21:14] Das ist ein großer Teil der Zeit die man als Kind überhaupt gelebt hat.<br>[00:21:20] geprägt.<br>[00:21:21] Also dann abwohnerst du, dass deine Familie jüdischen Glaubens ist?<br>[00:21:25] Bist du selber jüdischem Glauben?<br>[00:21:27] Ja ich habe auch tatsächlich nochmal hier in der Gemeinde Münster eine Statusanerkennung gemacht was ich brauchte weil uns einfach Dokumente fehlen und ich habe so lange nach Glaubengesucht katholischen Unterricht.<br>[00:21:47] In der Grundschule war ich im katholischen Religionsunterricht, in der weiterführende Schule war ich evangelischem Religions-Unterricht und Ich kenne mich deswegen sehr gut mit Theologie aus also nicht wegen des Unterrichts.<br>[00:21:59] aber ich habe da reingeschnuppert und dann hab' ich ganz viel selber gelesen Und ich habe immer gesucht nach Glauben und ich habe dazu erst gefunden als ich so achtzehn war und Da habe ich angefangen die Gemeinde zu gehen.<br>[00:22:12] das war etwas dass ich halt gar nicht aus der Familie hatte.<br>[00:22:14] Das war etwas was mir selber erarbeitet habe.<br>[00:22:19] Und dann hast du Psychologie studiert?<br>[00:22:23] Geht das zusammen, Glaube und Psychologie?<br>[00:22:25] Absolut!<br>[00:22:26] Also erstens Glaube- und Wissenschafts sind überhaupt kein Widerspruch.<br>[00:22:30] Man darf oft so interpretiert...<br>[00:22:32] Ja, das ist aber unzureichende Kenntnis von Wissenschaft und unzurreichende Kennte von Theologie.<br>[00:22:39] Ein Beispiel sagt man im Judentum dass es vier Lesarten der Torah gibt.<br>[00:22:46] Es gibt sozusagen die Geschichte, dann gibt es die Moral hinter der Geschichte.<br>[00:22:50] Also was will uns die Geschichte sagen?<br>[00:22:53] Und es gibt eine Anweisungsebene und ich glaube dass die meisten wirklich gläubigen Juden nicht glauben das die Erde sechstausend Jahre alt ist.<br>[00:23:10] Dass die Geschichte zum Beispiel des Auszugs aus dem Garten Eden Eine Allegorie ist an das Erwachsenen werden des Menschen.<br>[00:23:19] Wir verlieren unsere Unschuld, wir verlieren unsre Unkenntnis, wir gewinnen Scham, wir verlieren dieses Versorgtwerden und wir gewinnern Unabhängigkeit und Freiheit.<br>[00:23:31] Und ich glaube es ist ein ganz ganz großes Missverständnis zu sagen dass Glaube und Wissenschaft sich ausschließen.<br>[00:23:39] Ich glaube eher ich kann Wissenschaft machen, Wissenschaft ist ja eigentlich nur die Kunst Fragen an das Universum zu stellen und zu prüfen, ob die Antworten, die man bekommt halbwegs gut<br>[00:23:51] sind.<br>[00:23:52] Genau.<br>[00:23:53] Und<br>[00:23:54] ich glaube... Das Wiederholbar machen?<br>[00:23:55] Ja genau!<br>[00:23:56] Es ist eine der Möglichkeiten wie wir prüffen, ob unsere Fragen gut sind, wenn sie wiederholbar sind.<br>[00:24:02] Wir lassen sie angreifen damit wir gucken können, oh wenn Sie angegriffen werden und trotzdem standhalten dann scheinen wir dabei halt ein bisschen näherzukommen.<br>[00:24:10] Das ist Wissen schon.<br>[00:24:12] Und Glaube ist etwas, das mich aber daran reizt Fragen ins Universum zu stellen.<br>[00:24:21] Es gibt ja anscheinend auch eine große Übereinstimmung zwischen Wissenschaftlerinnen die wirklich so Cutting Edge Forschung machen sowas wie Quantenphysik oder so, die an so große Fragen kommen, die sie nicht mehr erarbeiten und beantworten können dass viele von denen gläubig sind<br>[00:24:42] Absolut und ich glaube, das widerspricht sich auch überhaupt nicht.<br>[00:24:46] Ich kenne viele Wissenschaftlerinnen die gläubig sind weil wir auch wissen dass es diese riesigen riesigen Lücken gibt, die wir nicht kennen Und wir fühlen sie... Weil wir Menschen sind mit Geschichten.<br>[00:24:59] Wir füllen alle Lücken mit Geschichten Und der Unterschied zwischen einer klugen Person und einer nicht so reflektierten Person ist wie sehr wir uns bewusst sind dass es Geschichten sind, dass es etwas ist das uns helfen soll.<br>[00:25:16] Etwas einzuordnen?<br>[00:25:17] Aber... Es nicht buchstäblich!<br>[00:25:21] Ich glaube nicht, dass in den Wolken ein riesiger Mann mit Bart sitzt.<br>[00:25:26] Es könnte auch eine Frau sein.<br>[00:25:28] Ich glaube auch nicht, daß es ne Frau isst.<br>[00:25:30] Auf die Gefahr hin mich ja alle Feministinnen zum Feind zu machen.<br>[00:25:34] Ich glaub'e auch nich', daß's ne Frau iest.<br>[00:25:37] Wir haben uns Gott in unserem Ebenbild geschaffen.<br>[00:25:42] Aber ich glaube, dass die Kulturtechnik des Glaubens eine ganz wichtige Kulturtechnik für Menschen ist.<br>[00:25:50] Für ganz viele Dinge und ich glaube das sie uns ganz oft fehlt und wir versuchen sie zu kompensieren mit Mitteln, denen nicht so geeignet sind.<br>[00:26:00] Was war der Grund warum du Psychologie studiert hast?<br>[00:26:03] Ich liebe<br>[00:26:03] Menschen!<br>[00:26:04] Ich möchte Menschen verstehen.<br>[00:26:05] also ich könnte verschiedene Antworten geben und ich wüsste selber am Ende nicht welche wahr ist.<br>[00:26:09] vielleicht weil ich ein Familienmitglied habe, dass eine wirklich schwere Geschichte hat und dem niemand helfen konnte in meiner ganzen Laufbahn.<br>[00:26:23] Und vielleicht wollte ich diesem Familienmitlid helfen?<br>[00:26:27] Vielleicht wollte ich wissen wie man Schulbildung besser machen kann weil das etwas ist was mich schon immer beschäftigt hat Warum ist eigentlich Schule so incompatibel mit tatsächlichem Lernen und wie können wir das besser machen?<br>[00:26:41] Und ich habe gedacht, vielleicht fehlen uns einfach noch Forschungsergebnisse.<br>[00:26:46] Vielleicht kann ich dazu beitragen.<br>[00:26:48] Aber am Ende ist glaube ich die Antwort.<br>[00:26:49] Ich liebe Menschen!<br>[00:26:50] Ich finde Menschen absolut faszinierend und zu verstehen, wie wir funktionieren und vorher sagen zu können was wir tun werden ist so ein spannendes Feld für mich.<br>[00:27:01] Ich bin es so glücklich, dass ich Psychologie studiert habe.<br>[00:27:07] War das in Puppertal oder in Dortmund?<br>[00:27:10] Das<br>[00:27:10] war tatsächlich in Münster.<br>[00:27:11] So bin ich ja in Münstern gelandet.<br>[00:27:14] Alle Leute tun mich immer nach Berlin.<br>[00:27:15] Ich wohne tatsächlich im Münster und hab noch nie in Berlin gewohnt.<br>[00:27:18] Und ich wohne im Münstar seit ich mit siebzehn hierher gezogen bin zum Studium.<br>[00:27:24] Mit siebzen schon!<br>[00:27:25] Ja, ich war tatsächlich die einzige deren Immatrikulation von ihren Eltern unterschrieben werden musste.<br>[00:27:31] Weil ich das noch gar nicht selber durfte.<br>[00:27:33] Wow!<br>[00:27:35] Das heißt wann warst du mit der Schule fertig?<br>[00:27:36] Mit sechzehn?<br>[00:27:37] Ähm... Ich war mit siebzehn auch in der Schule fertig und habe eine Klasse übersprungen damit ich schneller aus Wuppertal losziehen konnte.<br>[00:27:44] Das war ja gut oder?<br>[00:27:49] Das rückt.<br>[00:27:50] Ähm ... also Ich versuche jetzt das Wort Inspiration zu verweiten und ihn inspirieren.<br>[00:27:57] Es ist schon beeindruckend, wenn du erzählst dass du als Kind schon irgendwie man dir nicht eine lange Lebenserwartung zugestanden hast was so historische Ereignisse eintraten die dich zwangt deine Familie zwangen das Land zu verlassen.<br>[00:28:16] da warst du dann sechs.<br>[00:28:18] sieben kommt nach Deutschland lernst erst mal die Sprache kennen was ja auch nicht so einfach ist, wenn man dann in der Schule ist und erst mal die Sprache nicht versteht.<br>[00:28:28] Und dann studierst du Psychologie?<br>[00:28:30] Mit Mitte zwanzig wirst du Geschäftsführerin der Piratenpartei.<br>[00:28:36] Das sind schon sehr viele große Projekte, die nicht jeder auch ohne Krankheit oder Bildung macht!<br>[00:28:49] Was hatte ich getrieben?<br>[00:28:50] Hatte du das Gefühl, du musst irgendwas beweisen oder flog dir das alles zu.<br>[00:28:54] Viel dir das<br>[00:28:55] leicht?".<br>[00:28:57] Ich meine jetzt wo du Krankheit sagst habe ich plötzlich andere Fragen an mich.<br>[00:29:01] Das erste was mich getrieben hat war eine Art Dank.<br>[00:29:04] also warum ich überhaupt in die Politik gegangen bin War eine sehr tiefe Dankbarkeit Deutschland gegenüber und so ne... Ich hatte ja einen Panikanfall am Tag meiner ersten Wahl.<br>[00:29:13] Ich wollte ja nicht wählen gehen weil ich bin ein absolut politischer Typ gewesen.<br>[00:29:17] Und dann hat unsere Regisseurin, ich war hier am Alleinteater und er hat uns früher freigegeben damit wir wählen.<br>[00:29:25] Und da hab' ich gedacht ja gut fein!<br>[00:29:26] Ich habe irgendwie ein Werbespot der Piraten gesehen.<br>[00:29:29] das sind Nerds, ich bin ein Nerd, das passt ja dann wähle ich die.<br>[00:29:32] Dann war ich total geflasht.<br>[00:29:34] Ich hatte aus irgendeinem Grund erwartet dass sich zu einem offiziellen Regierungsgebäude muss... ...und da wäre ein roter Teppich und da wären irgendwie Security-Leute.<br>[00:29:43] Ich weiß es nicht aber es war halt eine Schule Und da waren Wahlhelfer und es war alles super, nett und low-key.<br>[00:29:49] Und niedrigschwellig?<br>[00:29:51] Dann hab ich einen Kreuz gemacht ... Ich hab gedacht, krass die Deutschen lassen gerade einfach zu, dass ich hierher komme.<br>[00:29:57] Geben mir auch noch Geld zum Überleben, zum Wohnen.<br>[00:30:00] Und<br>[00:30:02] dann darf ich jetzt die Zusammensetzung von ihrem Parlament mitbestimmen.<br>[00:30:06] Aber was ist wenn die Partei, die ich gewählt habe, scheiße baut in meinem<br>[00:30:10] Namen!<br>[00:30:12] Und dann bin ich am selben Tag eingetreten.<br>[00:30:16] Weil keinerlei Impulskontrolle.<br>[00:30:17] Es war ein Stück weit diese Dankbarkeit und dieses Schuldgefühl.<br>[00:30:22] Ich muss dem Land was zurückgeben, das Vertrauen, dass Deutschland auch in mich hat... Hier kriegst du eine kostenlose Bildung, hier kriegste du ne kostenlosen Wohnung, hier kriegst Du Klamotten.<br>[00:30:34] Mach was damit!<br>[00:30:35] Und hier kriegeste auch noch das Wahlrecht?<br>[00:30:38] Ich hab gedacht diesem Vertrauen muss ich mich ja irgendwie als würdiger weisen, sonst wäre das ja enttäuscht.<br>[00:30:45] Und jetzt wo du aber Krankheit sagst, denke ich auch.<br>[00:30:47] Natürlich habe ich mein Leben lang was Getriebenes weil ich so viel verpasst habe und auch so viel Verpasse.<br>[00:30:54] Ich war kaum im Kindergarten, weil ich einfach wettlegrig war.<br>[00:30:59] Ich hab mir als Kind mit vier selber Lesen beigebracht aus purer Verzweiflung, weil sich sonst nichts zu tun hatte... ...und ich liege ja immer noch soviel nur im Bett?<br>[00:31:11] Und ich habe das Gefühl, ich muss doch aber den Talenten, den Erfahrungen die mir geschenkt sind.<br>[00:31:19] Den Beziehungen, die ich inzwischen aufgebaut... Ich muss dem allem doch gerecht werden!<br>[00:31:26] So viel zu meiner Psychoanalyse.<br>[00:31:28] Aber dann ist ja sagen wir mal ein Geschätzurerinnen der Piratenpartei einer Partei, die gerade erst im Entstehen war jetzt auch nicht gerade einfach Aufgabe gewesen oder?<br>[00:31:41] Das war wahnsinnig schwer.<br>[00:31:42] Also ich muss erst mal sagen, an dem Sonntag als ich gewählt wurde, war mein Plan eigentlich meinen Kater auskurieren zu McDonalds gehen und dann nach Hause fahren.<br>[00:31:52] das war mein plan.<br>[00:31:54] Und dann gab es viele spontan Kandidatoren und dann hat jemand mich vorgeschlagen und Ich verpass ja nie einen moment wo ich auf einer bühne stehen kann.<br>[00:32:02] also habe ich gedacht Jetzt einfach meine Rede sagst was dir wichtig ist.<br>[00:32:06] Aber ich hab ja auch meine Rede gehalten mit Leuten.<br>[00:32:08] Ich habe eigentlich gar keine Zeit für diesen Job, ich könnte hier höchstens dreißig Stunden investieren im Monat oder so ... Und dann haben die mich aber gewählt und ich hab danach so krass geholt, ich hab meine Mutter angerufen, die dachte, ich wäre vergewaltigt worden oder sonst was weil ich auch erst mal gar nicht sprechen konnte über das Weinen.<br>[00:32:25] Und da hab' ich gesagt sie haben mich gewählt!<br>[00:32:29] Dann hatte ich in den nächsten drei Wochen einen einzigen kontinuierlichen Panikanfall über diese Verantwortung Und das war damals eine eins Komma acht Prozent Partei.<br>[00:32:40] In dem Jahr, in dem ich politische Geschäftsführerin war, haben wir uns auf drei zehn Prozent in den Umfragen hochgearbeitet.<br>[00:32:49] Dann war da die Berlin-Wahl.<br>[00:32:51] Wir sind ins Abgeordnetenhaus eingezogen.<br>[00:32:53] Es waren großes Primborium und ich hatte immer wieder Panik.<br>[00:32:57] Das war wirklich sehr herausfordernd.<br>[00:33:01] Du warst ein Jahr Geschätzlerin oder?<br>[00:33:03] Ein Jahr.<br>[00:33:04] Ich habe direkt für ein Jahr kandidiert und ich hab nie vorgehabt, danach weiterzukandidieren.<br>[00:33:12] Jetzt ist es ja so... Also wir hatten ja großartige revolutionäre Einsätze.<br>[00:33:17] Liquid Democracy kann ich mich erinnern.<br>[00:33:20] Open Source vielleicht entdeckend einzuführen.<br>[00:33:22] Und würdest du sagen, das ist ein bisschen mein Bauchgefühl im Moment Die waren einfach zu früh.<br>[00:33:28] Wie waren ihre Zeit voraus?<br>[00:33:30] Ein Stück weit ja, aber andererseits waren sie genau in der richtigen Zeit weil damals war das alles noch greifbar.<br>[00:33:35] Heute wurde das Internet besetzt von diesen fünf großen Unternehmen die einfach schon Tatsachen geschaffen haben.<br>[00:33:43] und jetzt mit KI werden wieder Tatsache geschaffen.<br>[00:33:46] Und sind da nur noch drei Konzerne, ja genau.<br>[00:33:48] Ja genau, Entschuldigung.<br>[00:33:51] Also werdet ihr mal weniger!<br>[00:33:52] Ja, es werden immer weniger und irgendwann wird's halt nur noch einer sein.<br>[00:33:54] Und dann kannst du mal gucken was passiert?<br>[00:33:57] Ich glaub wir waren mit den Piraten eigentlich zum richtigen Zeitpunkt was diese Entwicklung betrifft weil da waren die Commons halt noch kommen.<br>[00:34:08] also die waren halt größtenteils noch da und offene Protokolle und sowas das konnte alles gesetzlich niedergeschrieben werden Weil es nicht zu Enteignungen von Größunternehmen geführt hätte.<br>[00:34:23] Und das Problem war, wir waren zu früh für den gesellschaftlichen Diskurs darüber.<br>[00:34:29] Und dass der gesellschaftliche Diskurs so weit hinter den First Movers war, war ja genau der Punkt an dem wir das freie Internet auch verloren haben ein Stück weit.<br>[00:34:43] Ich habe letztes Jahr zum Weihnachten in der ARD-Mediathek die Dokumentation über den Chaos Computer Club gesehen.<br>[00:34:53] Alles ist eins außer die Null, ich weiß nicht ob du die kennst.<br>[00:34:57] Ich hab's nie gesehen dann!<br>[00:34:58] Aber wirklich gut, weil... also ich war echt irgendwie berührt, weil mir wurden auch einmal so ganz viele Dinge klar was alles so zeitgleich passiert ist.<br>[00:35:07] Meinte dass der Chaos Computer Club und die TATS sich im selten Jahr gegründet haben.<br>[00:35:12] Fizig?<br>[00:35:13] Und das erklärte für mich auf einmal warum es da auch so der Nähe gibt oder warum die Tats die erste Tageszeitung ist die komplett auf digital umgestellt hat.<br>[00:35:24] Also der großen Zeitung, die komplett off-digital umgestellt hat weil sie aber kein Papier mehr drucken wollen für die Tageszeitung und auch teurer ist.<br>[00:35:33] Da sich einfach dachte wir unterschätzen vielleicht auch tatsächlich diese... Die wir immer noch als Merz bezeichnen Als die Freaks die nicht was kompatibel argumentieren und so.<br>[00:35:47] Aber das sieht total viele Dinge bis heute massiv prägen und auch visionär richtig lagen.<br>[00:35:56] Mein gefühl ist, dass inzwischen die nerds nicht mehr unterschätzt werden seit sie halt auch inzwischen zu der politisch mächtigsten klasse geworden sind.<br>[00:36:07] oder zumindest auch leute mit diesem image kokettieren multimiliadere die mit dem image des nerds kokettiren.<br>[00:36:12] das sagt ja auch etwas über die wertigkeit des begriffes.<br>[00:36:15] aber also Ich hab das Gefühl, dass die ganze Welt sehr schmerzhaft gelernt hat.<br>[00:36:21] Wie viel genau diese Bewegungen geprägt haben zum Guten wie zum Schlechten?<br>[00:36:28] Das Problem ist, dass wir jetzt so viel Macht im Spiel haben.<br>[00:36:33] Die einfach zu der Piratenzeit nicht da war.<br>[00:36:35] also viele Leute fragen was es geworden aus dem guten Internet.<br>[00:36:38] irgendwie ... Damals noch irgendwie Twitter, das war doch nett und schön!<br>[00:36:46] Ich denke ja, aber das lag auch daran dass ein großer Teil der Macht der Welt einfach noch nicht da war.<br>[00:36:52] Es war unbedeutend genug um schön sein zu können.<br>[00:36:57] Aber wenn du dich an dieser Kante bewegst wo um Macht und Geld um Vorherrschaft gekämpft wird dann ist es nie schön.<br>[00:37:04] im Prinzip hat das Internet nie das Potenzial gehabt so zu bleiben wie es damals war Wenn die Gesellschaft dort einzieht.<br>[00:37:13] War das schon früh klar?<br>[00:37:15] Nein, ich glaube mir war das also so.<br>[00:37:17] So zwei tausend neun zweitausend zehn war mir das nicht klar.<br>[00:37:20] Ich habe mir einfach nur gewünscht dass die gesellschaft ins internet zieht damit Die gesellschaft zu wird wie das internet.<br>[00:37:26] aber dann ist das internet halt so geworden wie die gesellschaft.<br>[00:37:30] Was ich interessant bin eben ich war jetzt dieses jahr wieder auf der republik hat Literität zum des x wache größer geworden als zum anfangen Aber es hatte immer noch so ein klassentreffen gefühl.<br>[00:37:44] Man trifft halt Leute, wo es ziemlich sicher ist das Teil der Nazis dabei ist und man trifft Leute wo es sehr sicher ist dass es egal ist<br>[00:37:54] welches<br>[00:37:54] Konomen du trägst.<br>[00:37:55] Nun musste ich nicht erklären, dass das irgendwie ja so ein kurzes Moment Hoffnung gab.<br>[00:38:02] wenn wir einfach mehr werden wäre vielleicht auch wirken können in die Gesellschaft rein<br>[00:38:11] Mehrwerden?<br>[00:38:12] Ja Aber ich werde jetzt etwas ganz hässlich oder was sagen, was ganz häßlich klingt.<br>[00:38:17] Wir brauchen auch eine Machtstrategie.<br>[00:38:22] Denn wir legen uns ja mit Menschen an und wir legen es wirklich mit ihnen an.<br>[00:38:27] also wir stehen in einem Zielkonflikt.<br>[00:38:29] Ich möchte ein freies Internet und die Leute wollen im Internet das komplett ihrer Firma gehört nach ihrem guten Dünken funktionieren.<br>[00:38:37] wenn wir uns mit diesen Menschen anlegen die sich sehr gut in Machtkämpfen auskennen Dann können wir uns dem nicht verreigern.<br>[00:38:45] Wir brauchen aber Machtinstrumente, die mit unseren Werten kompatibel sind und das macht definiere ich vielleicht sogar dann anders weil ich bin ja im Herzen eigentlich Anarchistin.<br>[00:38:57] Ich möchte eine machtfreie Gesellschaft.<br>[00:39:02] Aber es gibt zum Beispiel die Macht von Autorität, die Machtüberzeugung, also so Mächte, die nicht einem Menschen gehören.<br>[00:39:14] Und ich glaube, wir könnten zum Beispiel darauf setzen überzeugend zu sein.<br>[00:39:18] Wir könnten darauf setzen auch an Gefühle zu appellieren anstatt immer nur an den Verstand.<br>[00:39:24] und das ist etwas woran ganz viel Klimapolitik krankt.<br>[00:39:28] Das ist etwas voran.<br>[00:39:29] ganz viele Sozialpolitik krankt und auch Demokratieverteidigung weil wir sehr ins verwalten gekommen sind.<br>[00:39:42] der demokratische status quo ist so.<br>[00:39:44] ja also wir tun wir machen ja auch schon ganz viel und hier sind die zahlen und die zahl.<br>[00:39:49] Während rechte aber auch groß unternehmen an emotionen appellieren sie sagen so du bist ein opfer du bist zurückgelassen.<br>[00:40:01] die da oben machen dein leben schlecht und ich werde dir helfen das erst mal.<br>[00:40:06] Echte Emotionen, an die sie sich da wenden und deshalb klingen die Aussagen auch wahrhaftig, obwohl sie es nicht sind.<br>[00:40:12] Ich glaube wir müssen lernen mit Emotion zu kommunizieren aber dann die Wahrheit zu sagen.<br>[00:40:19] das ist halt der Trick.<br>[00:40:21] Siehst du da Ansätze wo Leute das versuchen?<br>[00:40:24] Weil Du hast ja jetzt eine politische Karriere im klassischen Sinne erstmal am Nagel gehangen bei den Piraten zumindest.<br>[00:40:33] Was beteiligt jetzt quasi dein heutigen Weg als Gestalterin der Gesellschaft im Vergleich zu einer typischen Politikerin.<br>[00:40:43] Ich habe gelernt, dass ich mehr Wirkung habe wenn ich nicht in klassischem Politikbetrieb bin und nicht im parlamentarischen Betrieb bin sondern wenn ich in der Praxis Dinge tue an die ich glaube damit diese Dinge die Möglichkeit haben sich zu beweisen und weiterzuwachsen auch schon seit über zehn Jahren mit erstaunlicher Beständigkeit mein Aula-Projekt.<br>[00:41:09] Ich mache Schülerbeteiligung ganz konkret, gehen an eine Schule.<br>[00:41:14] die Schule führt ein verbindliche Beteiligungsstruktur ein wo alle Schülerinnen ihre Schule gestalten und dadurch gewinnen sie Gewohnheiten und Selbstwirksamkeitserwartung davon, dass sie verantwortlich sind für sich und andere.<br>[00:41:37] Und für die Gesellschaft um sie herum.<br>[00:41:39] Dann werden Sie erwachsen... ...und leben das auch so!<br>[00:41:43] Das hat eine<br>[00:41:45] ganz<br>[00:41:46] praktische sichtbare, greifbare Wirkung.<br>[00:41:49] Und das ist im Moment etwas, das mir echt hilft beim Glauben zu bleiben.<br>[00:41:55] Also das was du meinst, wir brauchen eine Machtstrategie?<br>[00:41:58] Ja, ich glaube das ist wie gesagt.<br>[00:42:00] Ich finde es ein super hässliches Wort aber letzten Endes ja Es ist halt eine Strategie wie ich Tatsachen schaffe Menschen die Beteiligung erwarten Die beteiligten gewöhnt sind und die sie auch können<br>[00:42:18] Was sich ja immer bei so Projekten von denen es ja viele gibt Keines ist sowieso lernt.<br>[00:42:24] natürlich da kommen wir gleich zu sprechen.<br>[00:42:28] Da sehe ich immer ein bisschen problematisch an diesen Aussagen, ja wir wissen mehr Demokratie ermöglichen in der Schule was auch immer im Umfeld der Nachbarschaft.<br>[00:42:38] Dass das schnell wie so einen Teebeutel-Spruch wird.<br>[00:42:42] und bei allen Nicken sind sie auch nicht falsch.<br>[00:42:44] aber niemand macht es richtig In dem Sinne von dass die Entscheidung die dann getroffen wird danach umgesetzt wird.<br>[00:42:51] weil ganz oft gibt's ja so Bürgerbeteiligungsräte, Bürgergarte die am Ende im Prinzip wie beim Design-Thinking eine PowerPoint generieren oder ein PDF-Dokument, das dann in der Schublade landet und sehr wenige Ideen dann auch tatsächlich materialisiert sind.<br>[00:43:11] Das ist warum ich gerade so komisch betont habe dass es ein verbindliches Beteiligungsstruktur ist weil wir bei Aula sehr daran arbeiten gerade keine Pseudopartizipation zu schaffen.<br>[00:43:24] Diese Art von Pseudopartizipation, die du beschrieben hast ist tatsächlich schlimmer als gar keine Partizipations.<br>[00:43:30] Das ist Gift für die Demokratie!<br>[00:43:31] Das ist absolutes Gift weil du musst dir vorstellen ganz viele Schüler sind in erster Linie gar nicht motiviert mitzumachen.<br>[00:43:37] also die rollen so ein bisschen mit den Augen.<br>[00:43:39] so was soll denn das?<br>[00:43:41] und die Lehrer machen doch eh was sie wollen... Ja das<br>[00:43:45] gleiche will die da oben machen?<br>[00:43:47] Ja<br>[00:43:47] genau die da oben machen doch ihr etwas sie wollen die haben erlernte Hilflosigkeit.<br>[00:43:52] Dagegen hilft Selbstwirksamkeitserfahrung, also ich mache etwas und dadurch verändert sich etwas in der Welt.<br>[00:43:59] Aber wenn Menschen die Erfahrung machen, oh!<br>[00:44:00] Ich habe hier was gemacht, ich hab diese Powerpoint erstellt, mit anderen zusammengearbeitet, ich habe Mehrheiten gefunden Und die Verwaltung sagt Ja das ist ja schön, das gucken wir uns dann irgendwann übernächstes Jahr an.<br>[00:44:10] Dann mache ich welche Erfahrungen?<br>[00:44:12] Ich mache etwas, es hat sich trotzdem nichts verändert.<br>[00:44:14] Ich habe meine Energie hier also verschwendet und das erzeugt mehr erlernte Hilflosigkeit.<br>[00:44:20] Das heißt Fatal!<br>[00:44:22] Deswegen machen wir mit jeder Schule, also wir nicht.<br>[00:44:26] Die Schule macht selbst einen Vertrag... Ein Beteiligungsvertrag?<br>[00:44:31] Ein Betteiligungvertrag, dass die Schulkonferenz, das mächtigste Organ verpflichtet sich freiwillig alle Ideen mitzutragen, die die SchülerInnen beschließen per Ola.<br>[00:44:43] Das heißt wenn etwas per Oler beschlossen wird dann hat es die Macht der Schulkonferenz hinter sich.<br>[00:44:49] Das hat natürlich Rahmen, die stehen auch im Vertrag drin.<br>[00:44:52] Also sie dürfen keine Lehrerfeuern meistens, die dürfen keine Gesetze brechen.<br>[00:44:55] Die dürfen kein Geld ausgeben das nicht da ist.<br>[00:44:58] aber sie dürfen zum Beispiel die Hausordnung ändern oder dass Essen bestimmen oder Veranstaltungen planen oder mit dem Verkehrsgesellschaften Zeiten abmachen.<br>[00:45:09] Das ist auch etwas das die Schulkonferenz normalerweise darf und diese Freiheiten sind jetzt also für alle transparent Und die Schülis und auch die Lehrerinnen dürfen eigene Ideen einstellen, diskutieren, debattieren, ausarbeiten.<br>[00:45:25] Dann Mehrheiten dafür suchen – wenn es auf Aula eine Mehrheit findet, dann dürfen sie sich selbst umsetzen!<br>[00:45:34] Das macht den Unterschied, dass es diese Verbindlichkeit hat, das ich von Anfang an einen transparenten Prozess habe in dem nicht irgendwo eine Willkürentscheidung von oben kommen kann und sagen kann, ja nö machen wir aber nicht….<br>[00:45:47] Aber und bräuchte man nicht solche Beteiligungsprojekte, vor allem für ältere Menschen?<br>[00:45:55] Weil also ich verstehe mich nicht falsch.<br>[00:45:57] Natürlich müssen junge Menschen auch lernen Selbstwirksamkeit zu spüren und zu erleben.<br>[00:46:05] Aladin Elmar Falani sagt aber eben auch junge Menschen sind so wenige inzwischen dass sie eine Minderheiten Schutz bräuchen damit nicht noch weiter auf ihnen ihn rumgespart oder er herum entschieden wird gegen ihren, gegen ihre Beteiligung auch noch.<br>[00:46:23] Dass wir wirklich den Hebel der Gettung der Demokratie aktivieren wollen, wie sowas für alte Menschen brauchen?<br>[00:46:32] Also erstens Wir brauchen es für alle Menschen.<br>[00:46:35] Zweitens Es macht mit Jugendlichen aus zwei Gründen besonders viel Sinn weshalb ich mich da auch konzentriere.<br>[00:46:41] einerseits unsere soziale Rolle wird geprägt, wenn wir das Familienhaus zum ersten Mal verlassen und wir kommen in die Kita oder in die Schule.<br>[00:46:49] Lernen wir wer bin ich?<br>[00:46:50] In der Gesellschaft?<br>[00:46:51] was will die Gesellschaft von mir?<br>[00:46:53] Und wenn wir da die ganze Zeit eingetrichtern bekommen du bist hier damit tom acht Uhr morgens schon hier sitzt und das Material durchgehst dass wir dir sagen und dann musst du es auswendig lernen und wiedergeben ist jetzt sehr stark verkürzt.<br>[00:47:03] Ich weiß dass viele Schulen sehr anders agieren aber letzten wenn das so ist Dann lerne ich natürlich eine ganz passive Rolle.<br>[00:47:11] Das heißt, ich präge sozusagen die... in der Sozialisation ist es einfach am effektivsten weil ich noch ein unfertiges Weltbild<br>[00:47:19] prägue.<br>[00:47:20] Man prägt die jungen Alten.<br>[00:47:22] Die kommen den alten?<br>[00:47:23] Genau man präagt die kommenden Alten.<br>[00:47:25] das ist mein Ansatz.<br>[00:47:26] also ich will gar nicht dass nur junge Leute irgendwie fit sind.<br>[00:47:28] Ich möchte dass alte leute fit sind aber das sind ja die alten Leute von morgen.<br>[00:47:32] Das zweite isst Dass ich da natürlich an alle komme wären Versuch mal, an ältere Leute zu kommen.<br>[00:47:40] Die sich nicht beteiligt fühlen und die das Gefühl haben, dass hat hier alles nichts mit ihnen zu tun.<br>[00:47:45] in die Schule müssen halt alle.<br>[00:47:48] Und das dritte ist es ja auch ein Minderheitenschutz ist für Jugendliche wenn ich ihnen Selbstwirksamkeit gebe weil sie damit politisch aktiver mache und auch resilienter durchsetzungsfähiger.<br>[00:48:00] Das heißt Ich gebe Ihnen im Prinzip auch die Fähigkeit die eigenen Bedürfnisse zu verteidigen.<br>[00:48:05] dessen umbenommen ist es natürlich wichtig, dass alle diese Selbstwirksamkeitserfahrungen machen.<br>[00:48:11] Deswegen bin ich ja so für Bürgerhaushalte, für kommunale Beteiligung aber verbindliche kommunale Beteiligung das sehe ich tatsächlich selten.<br>[00:48:20] deswegen setze ich mich ein für Bürgerinnenforen, für mehr direkte Demokratie.<br>[00:48:29] Das sind ganz viele Baustellen die ich auch gar nicht alleine beackern kann Aber es gibt zum glück andere Menschen.<br>[00:48:33] Die Schule ist sozusagen nur meine.<br>[00:48:40] Das heißt, auch das ist Teil dieser Machtstrategie die wir brauchen.<br>[00:48:46] Es gibt ja bei einer wie mehr Demokratie-EV, die sehr stark sich in dem Bereich engagieren.<br>[00:48:54] Gleich geht es weiter.<br>[00:48:55] Wenn du diesen Podcast unterstützen möchtest dann kannst du das mit einem kleinen monatlichen Beitrag tun.<br>[00:49:01] Im Gegenzug kannst du alle Folgen vorab hören und wirst wenn du das möchtesst hier im Podcast namentlich genannt.<br>[00:49:08] Alle Infos findest du auf im-aufzug.de.<br>[00:49:12] Diese Woche geht der Dank an Yvonne, Maite und Jan.<br>[00:49:17] Ende der Serbisturchsage.<br>[00:49:18] viel Spaß beim zweiten Teil der Folge!<br>[00:49:25] Ist das der Ausweg aus der Krise in der wir uns befinden?<br>[00:49:31] Wo wird das Gefühl haben A die machen eh was sie wollen Und aber eben auch B dass so absolute Pauschalaussagen inzwischen von oben kommen.<br>[00:49:42] Das können wir uns nicht mehr leisten oder das ist alternativlos, wo wir ja auch quasi darum aufgefeuert werden die Klappe zu<br>[00:49:52] halten.".<br>[00:49:53] Ja lass uns das vielleicht benennen.<br>[00:49:55] ich glaube die Krise in der wir sind über die wir jetzt gerade reden es eine Vertrauenskrise in Institutionen.<br>[00:50:03] also wir haben eine Bevölkerung die sich sehr entfremdet hat gebliebenen Institutionen bzw.<br>[00:50:10] Institution, die sich sehr entfremdet haben von ihrem Souverän und die einfach nicht mehr kommunizieren, die Vertrauen verspielt<br>[00:50:20] haben.<br>[00:50:22] aber das wird auch noch gezielt topediert.<br>[00:50:24] also dürfen wir auch nicht unterschlagen Wir tun immer so als sein dass deutsche Probleme da sind ganz, ganz filerussische amerikanische Akteure die ganz gezielt dieses Vertrauen topedieren um es durch was anderes zu ersetzen.<br>[00:50:39] Wir brauchen ein anderes politisches System, das anders kommuniziert.<br>[00:50:44] Wir brauchen Institutionen die anders funktionieren und auf der Schwelle sind wir jetzt gerade.<br>[00:50:50] Und es kann jetzt in zwei Richtungen gehen.<br>[00:50:51] deswegen ist es eine Krise.<br>[00:50:53] Es kann sein dass sich das autoritäre Lager durchsetzt und wie er in einen Neofolder-Lismus kommen.<br>[00:51:00] Denn seien wir ehrlich Die AfD ist ja auch keine Partei die aus sich heraus macht aufbaut.<br>[00:51:07] Ich glaube, da scheitert der Vergleich mit der NSDAP am meisten, denn die AfD ist letztlich vor allem auch aus dem Ausland gefördert – ja?<br>[00:51:16] Die ist über Russland geföhrt und die ist über amerikanische Multimilliardäre gefördert.<br>[00:51:24] Das heißt diese sind diejenigen, die sich durchsetzen.<br>[00:51:30] Und wir landen in einem Nioh-Feudalismus wo wir im Prinzip keine Ahnung.<br>[00:51:33] einen Elon Musk haben oder wen.<br>[00:51:36] auch Peter Thiel bietet sich an, der einfach auf der ganzen Welt bestimmt was läuft.<br>[00:51:43] Weil alle Infrastruktur ihm gehört – die wir zum Leben und zum Wirtschaften brauchen oder... Aber<br>[00:51:50] es ist eine Garantie dass dann Liquid Democracy oder Bürgerbeteiligungsprojekte da wirklich gegen gewappelt sind?<br>[00:52:01] Und Gott das will nicht!<br>[00:52:02] Nein wenn es so weit kommt sind wir also dann.<br>[00:52:05] Dazu kann ich gleich was sagen, um vielleicht über dieses Szenario auch ein bisschen zu trösten.<br>[00:52:08] Denn selbst dann ist nicht alles vorbei aber es kann dazu kommen.<br>[00:52:11] das ist das Negativ-Szenario.<br>[00:52:13] Das Positiv-Scenario Ist Dass Leute früh aufwachen und sehen was gerade in den USA passiert Was grade insgesamt in der Welt passiert uns sich zurück besinnen auf oh shit wer wollen wir eigentlich sein?<br>[00:52:28] Und Dann Haben Wir all die leute.<br>[00:52:31] davon ist Deutschland und Europa.<br>[00:52:33] Und eigentlich alle Länder sehr, sehr reich!<br>[00:52:36] Wir haben so viele geile Nachbarschaftsprojekte, neue Wohnkonzepte die ganz viele Wohnprobleme lösen.<br>[00:52:43] wir haben neue Pflegekonzepten wie ganz viele Pflegeprobleme Lösen.<br>[00:52:46] Wir haben kommunale Gemeinschaften, wir haben Verbände, wir Haben Gewerkschaften.<br>[00:52:54] Wir Haben Zeug wo wirklich sinnvolle Dinge passieren die schon die Strukturen von morgen schaffen.<br>[00:53:02] Und wir können da reingehen und sagen, oh!<br>[00:53:04] Wir haben eine Klimakrise, lasst uns wieder Essenswälder machen statt Monokulturen.<br>[00:53:10] Lasst uns Städte so aufbauen dass sie hitzegeschützt sind.<br>[00:53:14] Lasste uns Böden entsiegeln.<br>[00:53:16] Lascht uns mehr Generationenhäuser machen.<br>[00:53:19] Das löst so viele Probleme, weil das sind ja alles Lösungen.<br>[00:53:23] Die lösen dann Alterseinsamkeit und Pflege- und Kinderbetreuung.<br>[00:53:28] Und weißt du also da sind so vieles was wir bisher in diesen Kleinfamilien verpackt haben und ansonsten an den Staat als Aufgabe ausgelagert haben was der Staat nicht mehr trägt?<br>[00:53:41] Aber wir können es tragen!<br>[00:53:44] Es gibt diese Konzepte bereits.<br>[00:53:48] Dieser Moment, dass wir alle gemeinsam aufwachen und zu dieser Erkündung kommen.<br>[00:53:53] Also hast du historisch einen Weichwillen, wo so was mal geklappt hat?<br>[00:53:58] Musst der Pogoschima erst passieren damit wir zum zweiten Mal aus der Hattromenergie aussteigen?<br>[00:54:05] Das ist ja die Crux.<br>[00:54:08] Es gibt zwei Arten von Veränderungen es gibt Change by Design Und es gibt change by Katastrophe.<br>[00:54:18] Und historisch hat sich gezeigt, dass Menschen meistens Changeback Catastrophe machen.<br>[00:54:25] Weil klar in Katastrophen ist es leichter sind unsere Kräfte mobilisiert da sind wir solidarisch.<br>[00:54:29] man kennt das wenn eine Katastrophe passiert ein Hochwasser oder so denn helfen plötzlich Nachbarn-Nachbarn und dann gibt's keine Klagen gegeneinander sondern dann packt man mit an.<br>[00:54:40] Das führt mich wieder zurück zu schreckendes Szenario A. was ist eigentlich wenn die Demokratie verliert?<br>[00:54:47] Das wäre eine Katastrophe.<br>[00:54:52] Und wir müssten sehr darauf achten, diese Zeit zu überleben und den Schwächsten in der Gesellschaft zu helfen zu überlegen.<br>[00:55:03] Weil natürlich trifft es die zuerst.<br>[00:55:08] Aber man kann eine Zeit überleben... ...und dann kommt ja etwas danach!<br>[00:55:13] Denn so ein faschistisches System ist ja nicht stabil.<br>[00:55:16] Faschismus frisst sich immer selbst.<br>[00:55:19] Das passiert immer weil Er braucht immer Feinde von außen.<br>[00:55:26] Faschismus ist eine Versagerideologie, die immer irgendwann zusammenbricht.<br>[00:55:32] Die Frage ist was passiert danach?<br>[00:55:35] und das ist vielleicht wofür ich im Moment am meisten arbeite?<br>[00:55:39] Das ist für den Fall dass wir nicht aufwachen, für den fall dass wir Nicht Change by Design machen Für den Fall, dass eine Katastrophe kommt.<br>[00:55:48] Wir haben uns vorhin über Koalas unterhalten.<br>[00:55:50] Es gibt ja in Australien sehr viele Pflanzen.<br>[00:55:53] die brauchen Feuer zum Keimen.<br>[00:55:57] Irgendwas wird danach sein und es wird besser sein als die Katastrofe.<br>[00:56:01] aber wir brauchen die Konzepte schon heute damit sie dann bereit sind und das ist woran ich arbeite.<br>[00:56:08] Ich arbeite vielleicht nicht für morgen, ich arbeide vielleicht für übermorgen.<br>[00:56:14] mein Meine größte Inspiration ist, dass die Väter und Mütter des Grundgesetzes im Kaiserreich aufgewachsen sind.<br>[00:56:22] Wahrscheinlich alle von ihren Eltern geschlagen wurden in einer zutiefst sexistischen, rassistischen ebilistischen Gesellschaft groß geworden sind.<br>[00:56:30] Und sie haben trotzdem ein Dokument geschrieben nach einer absoluten Katastrophe – das so progressiv ist heute noch!<br>[00:56:40] Überleg mal was unsere Kinder schreiben könnten….<br>[00:56:46] Also ich verstehe, worauf du hinauswählst.<br>[00:56:50] Ich mache mir gerade große Sorgen um die Menschen, die auf der Strecke bleiben und auf dem Weg dahin.<br>[00:56:55] Scholl' ich zu Recht!<br>[00:56:56] Aladin Mahfalani hat mal in einer Veranstaltung gesagt, dass wir uns an den Gedanken werden gewöhnen müssen, dass Demokratien die Winderheit sind auf der Welt.<br>[00:57:11] Und das wir uns am G-Sieben-Gipfel usw.<br>[00:57:14] werden gewohnen müssen wo wir mit Diktaturen und Autokraten zu tun haben.<br>[00:57:22] Und dann die Demokratie eine von verschiedenen Formen ist in den Staaten reagiert werden, und dass es auch Menschen gibt, die in China oder in Russland ein gutes Leben führen.<br>[00:57:37] Und das sind nicht nur die Superreichen, sondern auch Mensch wie du und ich, die einfach nicht anecken.<br>[00:57:42] Absolut!<br>[00:57:44] Das ist sogar ein optimistisches Szenario, weil das ja voraussetzt, dass die autoritären Länder Demokratien neben sich dulden.<br>[00:57:52] Jetzt komme ich aus der Ukraine, die gerade einen Krieg führt speziell, weil ein autoritäres Land neben ihr sie als Demokratie nicht neben sich dulden kann.<br>[00:58:01] Weil sie zu sehr Vorbild ist für Russen.<br>[00:58:04] Die sagen hey guck mal was die Ukrainer da auf dem Maidan gemacht haben!<br>[00:58:06] Das war cool.<br>[00:58:08] und um das zu verhindern hat Putin in erster Szene diesen Krieg angefangen.<br>[00:58:15] Und wenn ich mir auch angucke, wie damals kapitalistische Länder, kommunistische Länder in Schutt und Asche gebompt haben einfach nur damit sie keine Chance haben sich als System zu beweisen.<br>[00:58:26] Ohne dass ich selbst Kommunistin bin aber das war schon auffällig.<br>[00:58:33] Ich bin skeptisch ob das so funktioniert, dass Demokratien als Minderheit langfristig überleben können weil wir Abhängig sind wir, sehen das ja jetzt schon von einer globalisierten Finanzmarkt.<br>[00:58:46] Von einem globalisierte Digitalisierung.<br>[00:58:50] und die Frage ist schaffen wir es dann wirklich demokratisch zu sein wenn zum Beispiel unsere öffentlichen Foren in denen wir Politik diskutieren soziale Plattformen sind die Billionären gehören die Demokratie ablehnen Und die prägen dort den Algorithmus, also kann das überhaupt funktionieren in einem Land, in dem es freie Wahlen gibt?<br>[00:59:14] Das wage ich zu bezweifeln.<br>[00:59:16] Ich glaube der größte Punkt ist einerseits alles daran zu setzen und zu verhindern dass es kippt und gleichzeitig und das ist vielleicht für viele Leute schwer und gleichzeitig sich darauf vorzubereiten dass es soweit sein könnte Strukturen aufzubauen, wie wir uns gegenseitig schützen.<br>[00:59:37] Das geht aber zum Glück Hand in Hand.<br>[00:59:39] also wir wissen zb auf wen wir uns meistens nicht verlassen können wenn wir uns gegen Autoritalismus verteidigen.<br>[00:59:46] die Parteien haben da bisher historisch nicht so eine große Rolle gespielt Die Medien auch nicht.<br>[00:59:54] Gewerkschaften waren historisch recht zuverlässig.<br>[00:59:59] regionale Organisationen Nachbarschaftsnetze das sind resiliente Strukturen.<br>[01:00:05] Das sind aber auch die Struktoren, die wir stärken müssen um tatsächlich gar nicht erst in diese Fahrwasser zu geraten weil wir Menschen Autoritarismus resilient machen wenn wir sie miteinander in Kontakt bringen und selbstwirksam machen.<br>[01:00:25] es ist beides dasselbe sowohl die Prävention als auch der Schutz für den Fall.<br>[01:00:31] Beides die lokale Vernetzung des Miteinander.<br>[01:00:35] Tatja Müller hat in diesem Partkreis gesagt, ich weiß nicht, ob du ihn kennst?<br>[01:00:41] Er ist eine der Strategien von Endegelände, Extinction Rebellion und so.<br>[01:00:46] Und er hat gesagt, dass er jetzt gerade dabei ist, die Strukturen zu bauen, sogenannte Collapse-Strukturen aus der Zivilgesellschaft heraus.<br>[01:00:59] Weil sonst tun's den Nazis!<br>[01:01:02] Und das fand ich sehr eindrücklich, wie er das geschildert hat.<br>[01:01:05] Es ist eigentlich der Art Prepping aber eben für alle und nicht nur für allen selbst wo es dann eben darum geht.<br>[01:01:13] okay... Das fand ich dann auch wieder hoffnungsvoll weil so wie du gesagt hast es gibt ja diese Nachbarschaftsstrukturen oder auch Gewerkschaften gab es in dem Jahr auch die bekommen Kultur wie so ein schlafender Riese plötzlich auftauchte, völlig überraschten Menschen an Bahnhöfen und Flughäfen und so weiter geholfen haben.<br>[01:01:41] Dass das ja auch eine riesige Ressource und Kapazität ist, die man nur tatsächlich dann auch ausstatten müsste und auch pflegen müsste – die Kontakte auch pflegen müsste, Strukturen pflegen müsste….<br>[01:01:52] Und<br>[01:01:53] bilden und vorbereiten?<br>[01:01:55] Genau!<br>[01:01:56] Das ist jetzt unsere Arbeit.<br>[01:01:58] also jeder der im Prinzip sich jetzt Sorgen macht um die Gesellschaft sollte das als.<br>[01:02:03] Aktionsaufruf begreifen.<br>[01:02:06] vor allem wir können ja so viele verschiedene Dinge tun.<br>[01:02:08] es gibt Leute, die sind besser in Planen die können dann Pläne erstellen.<br>[01:02:11] es gibt leute diesen Besser im sozialen die Können die Leute zusammenbringen die können Foren schaffen.<br>[01:02:17] Es gibt Leute die sind irgendwie Optimisten und die können diese Vision einer besseren Zukunft erzählen.<br>[01:02:24] Und es gibt Leute, die sind Pessimisten und sie könnten gucken was sind denn hier die Gefahren?<br>[01:02:28] Das heißt wir können stärkenbasiert genau das was wir können in unsere Gesellschaft heute einbringen ohne darauf zu warten dass Parteien jetzt doch mal irgendwas gegen den rechtsruck tun.<br>[01:02:39] alles werden Sie nicht das können Sie nicht.<br>[01:02:43] Das müssen wir sein und das muss bottom abkommen und dafür sind wir auch eine demokratie dass das möglich ist.<br>[01:02:49] also Der Staat Deutschland erlaubt halt schon wirklich sehr viel.<br>[01:02:54] Und ich denke, das sollten wir jetzt ausnutzen solange es halt so ist.<br>[01:02:59] und vor allem guckt halt auf die Transmenschen um euch herum, guckt auf die Menschen mit Behinderungen, gucked auf die menschen, die irgendwie in irgendeiner Weise abgehängt marginalisiert sind weil sie werden es am schwersten haben in der Zeit, die da kommt.<br>[01:03:17] aber gleichzeitig schaffen wir ja auch das morgen bereits in den Strukturen, die wir anlegen.<br>[01:03:23] Also wir sehen uns ja auch glaube ich alle nach Gemeinschaft.<br>[01:03:28] Wir sehnen uns alle danach gebraucht zu werden.<br>[01:03:33] Lass nochmal zurückgehen zum zu jungen Menschen und deinem Projekt Aula.<br>[01:03:38] Du hast das irgendwie sehr schön geschildert dass dass es irgendwie gerade so wichtig ist, dass junge Menschen diese Selbstwirksamkeit-Erfahrung machen.<br>[01:03:49] Und ich hab auch persönlich den Eindruck, das das Thema Selbstwirksamkeit in meiner Bubble und auch zunehmend in meinem Freundeskreis umso ein Thema wird.<br>[01:04:00] Mhm.<br>[01:04:02] Das Wort Selbstwirksomkeit, die erst langsam die Runde macht, wo nicht nur Wirksamkeit sondern die Selbstwirksamkeit, das glaub' ich noch mal ein großer Unterschied ist, einer Volkserlebnis, dass du teilen kannst aus der Schule zum Beispiel?<br>[01:04:19] So viele.<br>[01:04:19] Ich habe gerade Probleme mich für eins zu entscheiden aber die Schülis haben zum Beispiel in eine Schule eingeführt das sie in die Klausuren Handzettel mitnehmen durften was die Art von Klausure geprägt hat haben und das heißt sie haben selbst eingeführt dass die weniger bulimilernen machen also dass sie weniger auswendig lernen müssen.<br>[01:04:41] Und dann einfach nur wiedergeben müssen.<br>[01:04:43] sondern wenn man handzettel dabei haben darf, dann müssen natürlich die fragen an das gestellt sein und damit haben Sie zu bessere bildung beigetragen.<br>[01:04:50] oder auch das schüli sich selbst smartphone verbote in bestimmten bereichen gemacht haben.<br>[01:04:57] ja dass sie gesagt haben wir wollen Die haben Ausnahmefälle, aber im Normalfall wollen wir das Smartphone in der Schule nicht nutzen.<br>[01:05:05] Weil ... Wir finden selber scheiße dass die ganzen Leute auf dem Schulhof da rein starren und wir uns gar nicht mehr unterhalten.<br>[01:05:11] Und das ist das Witzige, ne?<br>[01:05:13] Wir diskutieren jetzt gerade ... Smartphoneverbote sind jetzt grade im Kommen.<br>[01:05:18] Das wird immer über die Jugendlichen hinweg entschieden und die ärgern sich dann darüber und schleichen natürlich mit dem Telefon überall hin.<br>[01:05:24] Dann kommen sie in so einen Widerstand und die da oben ... Aber wenn man sie selber fragt, dann kommen Sie meistens nach Diskussion zu dem gleichen Schluss.<br>[01:05:33] Aber dann ist es ganz anders als wenn man ihnen diese Regel von oben aufoktoiert hätte.<br>[01:05:38] Dann ist das ihre Regel und dann verfolgen sie sich auch ganz anders und fühlen sich halt auch ganz anderes dabei.<br>[01:05:43] Und ich glaube dass ist wo wir hinkommen müssen.<br>[01:05:48] Das ist ein super Einstieg.<br>[01:05:50] Also Smartphoneverbot, Social Media-Verbot, ehrlich gesagt da geht's so'n bisschen mit dem Etikard die ja jetzt auch aktuell gesagt haben, also das ist jetzt auch zu einfach.<br>[01:06:03] Weil es gibt ja auch irgendwie ... keine Ahnung, Dinge, die nicht so schimmeliger sind zum Beispiel KI oder so und dass es ein viel wirtsamerer Hebel wäre wenn wir regulieren würden anstatt Pauschalen zu verbieten weil irgendwann hat jemand mit Sechzehn sein Smartphone in der Hand.<br>[01:06:22] Also sagen wir so Es ist ein komplexes Problem Das macht es wirklich schwierig, darüber zu reden.<br>[01:06:28] Weil Leute wollen immer nur hören auf welcher Seite man irgendwie steht.<br>[01:06:32] Es ist absolut nachgewiesen dass Social Media oder KI fordert mehr tatsächlich Dinge mit unserem Gehirnmacht besonders wenn das jung ist Wenn wir noch nicht die Fähigkeit haben die fähigkeit entwickelt haben kritisch zu denken.<br>[01:06:46] bei Erwachsenen atrophiert sie schon wenn Wir Zuvieles Kräulen aber auch wenn wir uns auf Chatbots verlassen.<br>[01:06:52] das ist inzwischen Nachgewiesen.<br>[01:06:55] Aber bei jungen Leuten, die das noch gar nicht entwickelt haben ist die Auswirkung natürlich katastrophal.<br>[01:07:01] Das heißt Social Media so wie es jetzt ist... ...ist nicht gut für junge Menschen.<br>[01:07:08] Sehen auch die jungen Menschen!<br>[01:07:09] Wir haben ja selber eine Umfrage gemacht unter tausend jungen Leute und wir haben gefragt was ist gut an Social Media?<br>[01:07:16] Was ist schlecht an Social media?<br>[01:07:17] Möchtest du ein Mindestalter?<br>[01:07:19] Und wenn du eine Plattform erfinden könntest Wie würde sie aussehen, damit sie gut für dich wäre?<br>[01:07:24] Und die meisten wollen tatsächlich ein Mindestalter.<br>[01:07:28] Das Problem ist, die wollen natürlich einen Mindestalter für die Social-Media-Plattformen, die es gibt!<br>[01:07:33] Aber Sie wollen sie auch selber trotzdem nutzen, weil sie wollen den Kontakt, sie wollen die Verbindung, sie das lernen und entdecken von Neuem.<br>[01:07:44] Sie wollen sich selbst präsentieren können.<br>[01:07:48] Das ist nicht Social Media, sind die großen Plattformen, auf denen das jetzt gerade stattfindet und das erkennen die Jugendlichen auch sehr klar.<br>[01:07:58] Die gemacht sind um sie abhängig zu machen.<br>[01:08:03] Und hier wäre natürlich der viel bessere Ansatz Alternativen zu schaffen.<br>[01:08:09] also das heißt ja meinetwegen verbietet TikTok wie auch Casinos für Leute unter einem bestimmten Alter verboten sind.<br>[01:08:17] Und der Mechanismus ist ja genau dergleiche, dass der gleiche suchtentwickelnde Mechanismus den Glücksspiel hat aber verbietet es nicht ersatzlos sondern schafft sowohl digital Alternativen das heißt moderierte Plattformen die keine Suchtmechanismen haben die vielleicht Nichtwerbe finanziert sind damit ihr die Aufmerksamkeit von Jugendlichen an Coca-Cola verscherbeln müsst.<br>[01:08:42] also so was wie funk Kinderkanal?<br>[01:08:45] Tatsächlich ja, tatsächlich hatte der Kika ja mal eine Plattform die da sehr gut war.<br>[01:08:50] Die war aber nur von neun bis sechzehn Uhr moderiert was wieder so typisch Deutsch ist.<br>[01:08:56] Ja und da sind die Jugendlichen natürlich in der Schule also mmh... Aber prinzipiell ja macht!<br>[01:09:03] Und dann der nächste Schritt macht das aber nicht nur für Jugendliche Macht halt für alle so eine Plattform.<br>[01:09:08] Ich hab doch auch keinen Bock, dass mein Gehirn frittiert wird!<br>[01:09:11] Ich habe doch auch keine Lust, dass meine Aufmerksamkeit an Werbetreibende verkauft wird.<br>[01:09:15] Weil dort Dinge viral gehen die natürlich möglichst negativ und möglichst radikal sind weil das ist was Aufmerksamkeit fesselt und nebenbei macht es aber auch die Gesellschaft kaputt.<br>[01:09:26] Die gleichen Dinge die man ja als Wirkung auf Jugendliche kritisiert sind doch bei Erwachsenen genauso der Fall.<br>[01:09:33] Darauf bin ich nämlich hinaus, dass dieser Verbot das jetzt nur den Jugendlichen quasi als Nachteil, also es ist ja für sie ein Nachteile.<br>[01:09:44] Dann Sie dafür verantwortlich zu machen greift mir auch wesentlich viel zu kurz.<br>[01:09:49] Also weil die sind nicht die AfD-WählerInnen, wir sind nicht jene, die Corona leugnen.<br>[01:09:56] Das sind alles Erwachsenerwählerinnen.<br>[01:09:57] Absolut!<br>[01:09:58] Den Erwachsenen entscheidet es doch auch.<br>[01:09:59] und wer schützt uns?<br>[01:10:01] Und dann kommt auch noch der Faktor hinzu, die Leute wollen und das respektiere ich.<br>[01:10:05] Das verstehe ich.<br>[01:10:06] Die Leute wollen ja dass die Kinder weniger am Handy rumhängen sondern mehr miteinander machen und dieses gesunde... ...die gesunde Entwicklung von sozialem Verhalten von zwischenmenschlichem Austausch ist alles super wichtig!<br>[01:10:18] Das unterscheibe ich sogar.<br>[01:10:20] aber wo sollen sie das denn machen?<br>[01:10:23] In der Innenstadt wo Sie auch nur konsumieren dürfen sich aber nicht leisten können?<br>[01:10:27] oder in einer Wohnung wo aber die meisten Familien nicht genug Zimmer haben, dass jedes Kind ein eigenes Zimmer hat.<br>[01:10:34] Das heißt in einem Zimmer, wo das man sich mit Geschwistern teilt?<br>[01:10:37] Also dritte Arte fehlen!<br>[01:10:39] Ja, wo sollen denn Jugendliche rumhängen?<br>[01:10:41] und wie sollen sie da hinkommen?<br>[01:10:42] in autozentrierten Städten oder geschweige den Gottbehüt auf dem Land, wo wir keinen öffentlichen Nahverkehr haben?<br>[01:10:51] Das sind halt die Fragen.<br>[01:10:52] also was bietet ihr an Alternativen?<br>[01:10:54] nicht nur digital sondern auch analog<br>[01:10:58] Also das Deutschland-Ticket in seiner Ursprungsform.<br>[01:11:02] Ja, für neun Euro!<br>[01:11:03] Ja genau, hat hier eine Lösung sein können.<br>[01:11:05] Und ich meine dass die Züge so voll waren, hat ja gezeigt, dass es ein großes Bedürfnis von Menschen gibt mobil zu sein und das versperrt man uns.<br>[01:11:19] Du bist selber auf Social Media viel aktiv früher aktiver gewesen unter dem Namen Affelia.<br>[01:11:27] Wie hat sich denn deine Arbeit am Internet im Laufe der Jahre geändert?<br>[01:11:34] Und was beobachtest du, wo die Reise hingehen könnte in Positiven.<br>[01:11:40] Also ich bemerke dass ich sehr viel weniger auf Social Media aktiv bin und ich glaube das hängt einfach damit zusammen, dass ich momentan so ein bisschen obdachlos bin weil Ich halt jetzt auf Mastodon und auf Blue Sky.<br>[01:11:56] Und auf Reddit zu knuffige Communities habe, wo ich natürlich nicht annähernd die Reichweite habe, die ich auf Twitter hatte.<br>[01:12:05] Alleine weil auf Twitter die ganzen Journalisten rumhängen.<br>[01:12:08] Das heißt, ich konnte ja früher eine Debatte mitprägend durch das was ich gepostet habe.<br>[01:12:12] heute geht es einfach nicht mehr.<br>[01:12:14] Die Damen tun sich Journalisten so schwer damit?<br>[01:12:17] Journalisten sind auf Twitter, weil Politiker auf Twitter sind.<br>[01:12:20] Und Politiker sind auf twitter, weil Journalisten auf twitter sind.<br>[01:12:22] das ist die einfache Erklärung.<br>[01:12:25] Ja und egal wie sehr ich beide belabere dass beide halt nur noch rechtsradikalen Dreck zu sehen bekommen oder mehr als In der Gesellschaft vorhanden ist weil der Algorithmus halt so ist Gibt es halt diese Netzwerkeffekte?<br>[01:12:40] Die Leute da halten.<br>[01:12:41] das halte ich für sehr gefährlich und falsch.<br>[01:12:44] Weil natürlich jetzt sind jetzt sowohl Politiker als auch Journalisten von diesem Diskurs geprägt.<br>[01:12:49] Die glauben ja, dass das die Stimmung im Land ist.<br>[01:12:52] Ist aber nicht die Stimmung im Land.<br>[01:12:55] Aber siehst du auch nicht auf Blue Sky oder Mastodon?<br>[01:12:58] Ne, da sind ganz wenige!<br>[01:13:01] Genau, also jetzt auch nicht die wahre Stimmung... Achso<br>[01:13:04] nein um Gottes Willen!<br>[01:13:05] Nein, blue sky und mastodon sieht sehr anders aus.<br>[01:13:08] Also das ist halt.<br>[01:13:09] Wenn man mal vergleicht, dann erkennt man wie viel Macht so eine Plattform hat durch die Regeln, die sie hat.<br>[01:13:15] Durch die Leute, die Sie anzieht und auf Twitter natürlich sehr stark einfach durch den Algorithmus der bestimmte Themen verstärkt und bestimmte abschwächt.<br>[01:13:23] Aber zögen wir jetzt alle um zu Blue Sky?<br>[01:13:26] Was garantiert uns denn das Blue Sky nicht in gleichem Tod stirbt?<br>[01:13:31] Ja, Blue Sky hat ja zumindest ein offenes Protokoll.<br>[01:13:33] aber wenn ich es mir wünschen würde, dann würden wir natürlich nicht zu Blue Sky umziehen.<br>[01:13:37] Wir würden dann ins Fediverl<br>[01:13:40] ziehen.<br>[01:13:40] Was garantieren?<br>[01:13:41] Was garantiert uns da dass nicht der nächste Billionär kommt und das kauft, dass er das nicht kaufen kann?<br>[01:13:48] wenn das ist nicht ein Ding.<br>[01:13:50] Es ist ein Netzwerk.<br>[01:13:52] Genau so vielleicht ihre Leute mobilisieren darum zu tollen, rumzuhassen, um zu nerven.<br>[01:14:00] Das Lustige ist, dass du ja Server Einfach aus dem Netzwerk ausschließen kannst.<br>[01:14:06] du kann sagen mein server redet nicht mit diesem server der zum beispiel tausende von bots also weiß.<br>[01:14:11] so das sind ja nicht deren follower die darunter rollen.<br>[01:14:13] wir sprechen ihr hier vom bot Armeen.<br>[01:14:16] Glaubst wirklich dass wer so eintracht weil dann würde ich bought sich halt auf alle anderen server auch verteilen.<br>[01:14:20] ich glaube nicht dass es einfach wäre und ich glaube dass dieses rennen zwischen bots und echt menschen ein echtes problem ist.<br>[01:14:28] man hat den begegnen dass man sich irgendwie ausweisen muss bevor man ins internet geht.<br>[01:14:34] Das halte ich aus anderen Gründen für absolut problematisch.<br>[01:14:37] Also das ist nicht die Lösung, aber... Ich glaube dass es ein technisches Wettrüsten ist zwischen Bots und Bot-Erkennungsmaschinen letzten Endes.<br>[01:14:48] Und ich glaube, dass wir genau wie im gesamten Sicherheitssektor, wo zwischen Hackern und Security dieses Wettrüsten sind, das begleitet uns ja seit Anfang des Internets.<br>[01:14:59] Und dieses Wetterrüsten zwischen Bots &amp; Bot Erkennung wird auch begleiten.<br>[01:15:04] Ich glaube, so lange wie es das Internet gibt wird uns das begleitet.<br>[01:15:09] Das ist ein Risiko mit dem wir leben müssen.<br>[01:15:11] Es ist aber sehr viel schwerer einen Netzwerk zu kapern dass nicht diesen viral Algorithmus hat.<br>[01:15:19] Dass nicht diese generell Algorithmen hat die Signale verstärken oder abschwächen.<br>[01:15:26] Das sogar mit einer Armee von BOTS ist es sehr sehr viel schwieriger den gesamten Diskurs in so einem Netzwerk als sagen wir auf Twitter oder auf Instagram.<br>[01:15:37] Und das ist meine Hoffnung, dass es dezentral ist und nicht gekauft werden kann.<br>[01:15:41] Dass es viel schwerer gekapert werden kann!<br>[01:15:44] Es ist ein resilienteres Netz.<br>[01:15:47] Das ist auch bestimmt nicht das Ende unserer Wissenschaft.<br>[01:15:50] Es ist bestimmt nicht der Entwicklung von resilienten Netzen.<br>[01:15:54] Es zeigt uns aber in welche Richtung die Reise gehen könnte wenn wir einen Netz wollten.<br>[01:16:01] Marktplatz ist für eine demokratische Gesellschaft.<br>[01:16:04] Denn Twitter ist es ja ganz sicher<br>[01:16:06] nicht.".<br>[01:16:32] Plötzlich las ich in so dem Lebensatz, dass es auch kritisch zu sehen ist mit dem solchen Verbot gerade viel marginalisierte Gruppen die ja auch im Internet ihre Gemeinschaften finden.<br>[01:16:43] Auch junge Menschen, die zum Beispiel Trans oder Queer sind erfinden dort ihre Gemeinenschaften.<br>[01:16:49] und wenn man das Verbot verbieten würde für junge Menschen dann wäre das ja auch weg.<br>[01:16:53] Und plötzlich stand er im Lebensatz.<br>[01:16:55] und Menschen mit Behinderung.<br>[01:17:00] Also, so ein Mainstream-Newsletter-Watchblock ist tatsächlich... Ich hatte es irgendwie berührt.<br>[01:17:10] Ich habe zum ersten Mal das Gefühl gehabt, dass das Thema scheint auch angekommen zu sein außerhalb unserer eigenen Blase, wo das tatsächlich auch als wichtiges Argument benutzt wurde.<br>[01:17:21] Was traurig genug ist, weil es so viele Menschen mit Behinderung gibt?<br>[01:17:25] Absolut!<br>[01:17:26] Aber verstehst du das Gefühl?<br>[01:17:28] Verstehe<br>[01:17:28] ich das absolut ja.<br>[01:17:30] Und da denke ich so, dass wir da auch tatsächlich komplett diese Zielgruppe missachten und auch verlieren aus dem Blick verlieren.<br>[01:17:42] Weil das Internet Menschen wie mir es ermöglicht hat überhaupt erst an den Chefredaktionen vor Ball eigene Aufmerksamkeiten zu unseren Themen zu erzeugen die sonst immer von einem Chefredakteur wegdiskutiert worden wäre.<br>[01:18:04] Super, super wichtig!<br>[01:18:05] Oder mir ermöglicht das Internet grundlegende Teilhabe an der Welt?<br>[01:18:10] Ja genau.<br>[01:18:10] Ich könnte ja ohne Internet meine Arbeit gar nicht machen weil ich physisch gar nicht an so vielen Orten sein könnte.<br>[01:18:18] Das heißt als vielleicht kannst du ein bisschen weiter auswählen als jemand mit chronischer Erkrankung hat das Internet quasi auch Informationen über deine chronische Erkrankung wahrscheinlich verschafft.<br>[01:18:31] Also das ist das Mindeste, natürlich ich lese wie jeder Mensch mit einer untererforschten Erkrankung nicht seltene Erkränkungen aber unter erforscht muss ich ja natürlich selber wissenschaftliche Artikel lesen.<br>[01:18:45] Muss ich mich informieren?<br>[01:18:46] Wie komme ich da dran?<br>[01:18:47] Natürlich über das Internet!<br>[01:18:48] Aber das ist ja das geringste.<br>[01:18:50] dann kommt hinzu Ich fahre jetzt zu mir Mit Leuten mit ähnlichen Erfahrungen und ich schaue YouTube Videos von Leuten überhaupt.<br>[01:18:56] Über ein YouTube-Video hab ich das erste Mal von MEcFS gehört.<br>[01:19:01] Als mein Arzt es zum ersten Mal gesagt hat, konnte ich schon was damit anfangen.<br>[01:19:07] und dann kommt aber hinzu meine ganz praktische Arbeit!<br>[01:19:10] Ich habe gleich einen Auftritt um eins an einer Informatikhochschule in eine andere Stadt Und ich mache das so über das Internet weil ich nicht reisen kann Und ich könnte diese Arbeit nicht machen und ich könnte nicht bezahlt werden.<br>[01:19:33] Also mein Büro von Aula, das Büro ist in Berlin.<br>[01:19:38] Gelbe ist das Internet nicht hätte ich kein Einkommen.<br>[01:19:46] Weil ich könnte ja auch nicht physisch in einem Büro arbeiten.<br>[01:19:49] Das packt meinen Körper einfach nicht.<br>[01:19:51] Ich muss mich durch auf das Sofa legen.<br>[01:19:55] Und uns zu sagen macht doch das Internet aus oder du musst das Internet Ausmachen ist ungefähr so wie einem Antwerker zu sagen, du darfst die Werkzeuge nicht benutzen.<br>[01:20:05] Ja oder für mich ist es tatsächlich wie... Du kommst jetzt ins Gefängnis?<br>[01:20:10] Weil es mein Anschluss zur Welt ist!<br>[01:20:13] Weil ich so oft das Haus einfach nicht verlassen kann dass das Internet mein Anschluß zur Welt isst.<br>[01:20:18] und es gibt also gerade von MEcfs sind so viele Kinder-und Jugendliche betroffen Dass man sich mal überlegen muss wenn wir jetzt ersatzlos Social Media verbieten was das mit deren Leben macht.<br>[01:20:33] Wie gehst du mit deinem Energiehaushalt um Stichwort Löffel?<br>[01:20:37] Scheiße.<br>[01:20:39] Ich bin nicht gut darin,<br>[01:20:43] also<br>[01:20:44] ich war besser darin und dann ist auch meine Krankheit etwas leichter geworden weil das es bei ihm eh so je weniger Du dich überlastest desto weniger Schübe hast Du.<br>[01:20:53] Und dann habe ich mich gesünder gefühlt als auch schon und dann hab ich gedacht geil jetzt bin ich gesündert Meine Krankheit ist besser geworden da kann ich ja mehr machen.<br>[01:21:01] Ja und jetzt ist wieder sehr viel schlimmer.<br>[01:21:05] Gibt es auch Schöbe in die andere Richtung?<br>[01:21:10] Ich habe auch Energiephasen und das ist super gefährlich, weil bei ME bemerkst du Überlastung nicht sofort.<br>[01:21:19] Also das heißt selbst wenn ich einen Tag spazieren gehe muss sich am Abend gar nicht erschöpft sein.<br>[01:21:26] aber am Tag danach breche ich plötzlich abends zusammen und kann kein Muskeln mehr bewegen.<br>[01:21:31] Und man sieht den Zusammenhang<br>[01:21:32] nicht?<br>[01:21:32] Man sieht den zusammenhang nicht, weil es diese zeitliche Verzögerung von vierundzwanzig bis achtundvierzig Stunden gibt.<br>[01:21:38] Das heißt für das Tagebuch?<br>[01:21:40] Ich führe extrem viel Tagebuch!<br>[01:21:42] Ich habe immer ein kleines Notizbuch bei mir und schreibe alles auf was ich tue und ich führe meinen Energiescore und das ist was mir hilft Pacing zu machen.<br>[01:21:50] Weil dann kann ich erst die Zusammenhänge sehen, die mein Gehirn so gar nicht erfasst.<br>[01:21:56] Ich hab ein YouTube-Video gesehen von dir, wo du über diese Erkrankung aufklärst.<br>[01:22:03] Für so einen Verein irgendwas ...<br>[01:22:05] Fatigazioev?<br>[01:22:06] Fatigazzioev,<br>[01:22:07] genau!<br>[01:22:09] Und da habe ich wirklich krass getroffen wie viele Menschen das betrifft und dass das quasi jetzt auch kein Neuzeitphelomen sein kann, sondern dass es diese Menschen schon lange Zeit gibt Und erst durch Corona und Co.<br>[01:22:29] vielleicht ist ein bisschen Ansichtbarkeit gewinnt, aber es schon wirklich erschreckend ist wie wenig die Allgemeinheit, die Öffentlichkeit dazu weiß und vor allem wie wenig dazu geforscht wird?<br>[01:22:40] Genau also kurzer Infoslot MECFS ist seit den Sechzigern anerkannt.<br>[01:22:45] Es ist eine neuronale Krankheit, eine Krankheit des Stoffwechsels und Immunsystemes Ist also nicht psychosomatisch.<br>[01:22:53] Man kann das inzwischen sogar.<br>[01:22:57] Es gab Blutübertragungen zwischen Ratten.<br>[01:23:01] Das heißt, es ist nicht psychosomatisch und es ist eine Krankheit die häufig ist.<br>[01:23:07] also schon vor der Pandemie waren das in Deutschland über zweihunderttausend ich glaube dreihundert tausend Menschen und seit der Pandemie sind wir bei deutlich über einer Million.<br>[01:23:18] über einen halben Millionen Also sechshundert Tausend war so die letzte Schätzung darunter wirklich viele Kinder- und Jugendliche.<br>[01:23:26] Und es ist aber so, dass es weiterhin keine Therapie gibt.<br>[01:23:30] Dass der genaue Pathomechanismus nicht erforscht ist.<br>[01:23:32] Das Biomarker nicht erforsch sind.<br>[01:23:34] also was kann der Arzt testen um eine Diagnose zu kriegen?<br>[01:23:37] Ist nicht erforcht.<br>[01:23:38] und warum ist es so wenig erforschen?<br>[01:23:40] Die<br>[01:23:41] landläufige Theorie Es is ne Krankheit die überdurchschnittlich junge Frauen betrifft.<br>[01:23:53] Und jeder der mal eine junge Frau war Weiß aus Erfahrung, wenn wir zu einem Arzt kommen dann ist sowieso meistens alles erst mal Stress oder Hormone.<br>[01:24:03] Ohne sie sich mal ausgehen Sie mal raus machen Sie mal Sport?<br>[01:24:06] Genau!<br>[01:24:07] Machen Sie mal sport.<br>[01:24:08] hier haben sie die Pille die hilft sowieso gegen alles.<br>[01:24:14] und dieses nicht ernst genommen werden ist etwas das glaube ich viele viele Frauen teilen diese medizinische Gaslighting.<br>[01:24:23] Darum ist ME so schwer zu diagnostizieren.<br>[01:24:26] Es ist auch wahnsinnig schwer, einen Arzt zu bekommen.<br>[01:24:28] Hier in Münster gab es drei Ärzte.<br>[01:24:30] Einer davon ist in Rente gegangen und die anderen beiden sind völlig überlaufen.<br>[01:24:34] Weil das viel wie immer.<br>[01:24:35] Das ist keine seltene Erkrankung!<br>[01:24:38] Es gibt weit mehr ME-Patienten als AIDS-Patiente, als MS-Patientes oder als Diabetes Typ eins Patienten.<br>[01:24:48] Aber von denen gibt's mehr Männer?<br>[01:24:51] Ja ... ja... Und es gibt genau ein MECFS-Zentrum in Deutschland.<br>[01:25:00] Das ist an der Charité für Erwachsenen und eins für Kinder, das ist im München.<br>[01:25:03] Und das war's!<br>[01:25:05] Für all die hunderttausenden Betroffenen, die sich keinen Rat wissen...<br>[01:25:10] Es ist ein deutsches Phänomen oder ein weltweites Phänomene?<br>[01:25:12] Weltweit.<br>[01:25:13] Es ist eine weltweite Phänomie, dass es einfach eine Unterervorstellkrankheit ist.<br>[01:25:19] Es gab bis zum Jahr zwanzig in Deutschland Null Euro Forschungsgeldern.<br>[01:25:29] Karl Lauterbach hat eine Menge versprochen, dass sie da viel investieren und forschen werden.<br>[01:25:35] Macht sich da irgendwas am Horizont bemerkbar oder war das einfach nur<br>[01:25:39] gesagt?<br>[01:25:39] Bisschen Forschung wobei das eingetreten ist was ich so ein bisschen befürchtet habe weil das ja alles unter.<br>[01:25:45] du hast jetzt schon mehrfach die Pandemie erwähnt.<br>[01:25:49] Wurde Longcovid- und MEcfs so'n bisschen zusammengepackt.<br>[01:25:56] Long Covid war das deutlich interessantere Thema.<br>[01:25:58] Das heißt, Long Covid wurde viel erforscht und ich zum Beispiel ... Ich hatte gar kein Covid!<br>[01:26:06] Ich hab mein ME nach einer Epstein-Bavirusinfektion Und ich habe also keinen Long Covid.<br>[01:26:14] Ich hab ME CFS aber das wird so immer zusammengepackt und ich sehe schon dass da Forschung anläuft.<br>[01:26:22] Aber es ist immer noch eine wahnsinnige Katastrophe dass zum Beispiel Ärzte einfach überhaupt nicht wissen, was das ist.<br>[01:26:29] Also die Anzahl von Ärzten, die mich fragen, was im ECFS ist... ...ist markerschütternd!<br>[01:26:39] Wo würdest du jetzt ansetzen wenn du Königin wärst?<br>[01:26:42] Ach also klar...<br>[01:26:44] Ich frag, sag wir musst Königen weil dann kannst du alles erstmal selber regeln.<br>[01:26:48] Ja ja ja erst mal.<br>[01:26:50] was jetzt die Krankheit betrifft natürlich Forschung nach einer Therapie Aber auch Forschung nach Pathomechanismen, das hängt ja zusammen.<br>[01:26:58] Aber auch ganz viel Aufklärung unter medizinischem Personal in erster Linie aber in zweiter Linie der Allgemeinheit.<br>[01:27:06] Das ist ja das was ich mache, ohne Königin zu sein.<br>[01:27:09] Ich mache YouTube-Videos und spreche öffentlich über meine Erkrankungen obwohl ich eigentlich zu anderen Themen sprechen möchte.<br>[01:27:18] dass der Teil ist, den ich in der Welt sehen will.<br>[01:27:20] Ich möchte das Angehörige verstehen mit dieser Person könnte das sein oder das Leute<br>[01:27:25] selber.".<br>[01:27:26] Ich hab jetzt einen Podcast gehabt mit einer.<br>[01:27:28] die macht schon ganz lange ein Podcast zu ME-CFS und sie meint, Sie hat ihre Diagnose durch etwas, was ich gesagt habe.<br>[01:27:37] Das hat mich so geflasht!<br>[01:27:40] Und so gerührt... Darum mache ich diese Aufklärung weil es wichtig findet dass Leute zum Beispiel nicht wahnsinnig sterren, wenn ich mit einem Elektrorollstuhl irgendwo hinkomme und dann stehe ich auf und gehe hier auf Klo.<br>[01:27:56] Weil Leute die in einem Rollstuhlsitzen ja auf jeden Fall irgendwie keine funktionierenden Beine haben können.<br>[01:28:05] Ja das kann ich natürlich total bestätigen.<br>[01:28:08] Ich kann zwar nicht auch stehen aber ich kenne natürlich viele Menschen das können und da gibt es immer diese komischen Einwunderblicke.<br>[01:28:16] Ein<br>[01:28:16] Wunder genau!<br>[01:28:19] Ich find das ja interessant, ne?<br>[01:28:21] Weil er hat in all diesen Podcast Aufzeichnungen mit Angelina Burger.<br>[01:28:27] Die man auch so schimmig erkennt oder dem Händel Kirmes im Kopf.<br>[01:28:31] Und da geht's um Adelaus auch ganz viel und wir haben es darüber geeignet dass diese... Es gibt sehr viele Artikel aktuell im Spiegel auf Zeit online viel überadler ist und dass ich als jemand mit einer seltenen Behinderung tatsächlich so ein bisschen... Ich würde es jetzt nicht unbedingt neidnen, aber dann denke ich so.<br>[01:28:58] Es gibt auch eine Modeerscheinungen im Journalismus über bestimmte Diagnosen mehr zu bewichten als über andere.<br>[01:29:07] Ich sage jetzt nicht Modeerschaltung der Diagnose sondern wirklich was worüber wird berichtet und worüber nicht.<br>[01:29:13] Und ADHS scheint gerade so ein Ding zu sein, dass alle haben wie man die alle sprechen weil wir das jeden Tag auf der Startseite von zehnt.de oder Spiegel.de lesen.<br>[01:29:28] aber über MLCFS dann muss ich schon lange graben.<br>[01:29:32] Als ADHS-Person kommt mir das natürlich total gelegen.<br>[01:29:42] Ich sage immer, ADHS ist halt meine privilegierte Diagnose.<br>[01:29:47] Weil wenn ich zu einem Arzt gehe, können Leute damit was anfangen?<br>[01:29:49] Wenn ich das Leuten erzähle, können sie damit etwas anfangen und ... Tatsächlich hat ADHS bei mir auch in meinem Leben dadurch, dass ich bis ich so schwer an ... Also ich bin nicht schwer an der Mehl erkrankt.<br>[01:30:01] Ich hab eine leichte Form aber es ist trotzdem ne sehr schwere Krankheit.<br>[01:30:06] Aber bis ichso schwer erkrankte konnte ich mein ADHS Supermanagement einfach durch Strategien die ich gebaut habe, bevor ich wusste dass ich diese Diagnose habe.<br>[01:30:17] Aber es ist tatsächlich ein wahnsinniger Unterschied.<br>[01:30:19] also wenn ich meinen ADHS-Hut aufziehe denke ich ja bin anders aber das ist ein bisschen wie Linkshänder sein.<br>[01:30:25] So Leute haben... Ja und es ist auch irgendwie so, dass man nicht ja auch dafür geschätzt hat ne?<br>[01:30:29] Also dass du so viel weißt, dass du zu viel unterwegs bist, dass Du so schnell schaltest oder so rhetorisch brillend bist<br>[01:30:37] Ja, also ich mein... Ich weiß nicht ob Operatorik was damit zu tun hat.<br>[01:30:41] Dass sich so viel Weiß hängt definitiv damit zusammen, dass ich in diese Kaninchenbau-Situationen gerade und immer tiefer gehe.<br>[01:30:49] aber ja es ist etwas das mir definitiv bei einigen Sachen sehr hilft wie zum Beispiel bei kurzen Sprints konzentrierter Arbeit oder wenn ich was besonders spannend finde Und das mir in anderen Bereichen schadet und es ist tatsächlich einfach bisschen wie.<br>[01:31:06] Es ist halt anders Aber es ist nicht in dem, also ich empfinde es relativ selten als stark behindern.<br>[01:31:14] Solche Momente gibt's auch?<br>[01:31:15] Ich führe das Notizbuch um zu wissen was ich in dieser Woche überhaupt gemacht habe.<br>[01:31:20] aber ME ist einfach eine ganz andere Nummer und ich glaube der größte Unterschied ist wie sehr andere Menschen das verstehen und auf meine Bedürfnisse eingehen können.<br>[01:31:32] Das ist für mich der größtes Game Changer.<br>[01:31:37] oder wir also wie sehr oder gar nicht?<br>[01:31:41] Ja, das meine ich.<br>[01:31:43] Genau.<br>[01:31:43] Weil es ist halt oft einfach gar nicht.<br>[01:31:49] Jetzt kommt ja auf so langsam zum Halten weil wir auch gerade gesagt hast, dass du einen Vortrag an einer Uni hältst.<br>[01:32:00] Was sind so Momente?<br>[01:32:04] Wir haben sehr viel gesprochen und können noch super viele Fragen über chronische Erkrankungen, über Demokratiebildung usw.. Und über junge Menschen, vor allem hätte ich auch noch viele Fragen gehabt.<br>[01:32:21] Aber vielleicht so um alles zu langen zu führen... In dieser dystopischen Zeit in der wir uns gerade fühlen die glaube ich auch leichter zu fühlen ist als die Hoffnungseite.<br>[01:32:39] Was tust du gegen diese Blittergie?<br>[01:32:43] Die sich nach und nach einschleißt durch die Hoffnungslosigkeit?<br>[01:32:47] Und was macht ihr vielleicht zur Über Hoffnung?<br>[01:32:49] Das Witzige ist, wenn ich Menschen frage wie geht es dir.<br>[01:32:53] Dann sagen sie oh die Weltlage und das ist alles gerade so schwer.<br>[01:32:57] und dann frage ich aber wie geht's dir persönlich?<br>[01:32:58] und dann sagen Sie ganz oft auch persönlich gehts eigentlich.<br>[01:33:05] Ja daran liegt der Schlüssel.<br>[01:33:07] Ich glaube wir kriegen einfach zu viel mit.<br>[01:33:10] Wir kriegen mehr mit, als gesund für uns ist.<br>[01:33:13] Wir sind besser informiert als jeder König in der Vergangenheit und das was wir mitkriegen ist systematisch uns negative verzehrt weil Negatives sind Überschriften.<br>[01:33:23] Positives sind keine Überschaften.<br>[01:33:24] Das müssen wir immer im Kopf haben!<br>[01:33:25] Wir nehmen die Welt systematis als negativer wahr Als sie eigentlich ist Weil es gibt sehr viele sehr gute Nachrichten Und die kriegen wir nicht mit.<br>[01:33:35] Deshalb ich zum Beispiel meinen Journalismus Konsum verändert habe.<br>[01:33:39] Ich mache selber einen Podcast mit konstruktivem Journalismus, der heißt Wind und Wurzeln.<br>[01:33:46] Und ich lese dann Dinge wie die Perspektive Daily und andere Zeitungen mit konstraktiverm Journalismus.<br>[01:33:55] Der unterscheidet sich dadurch, dass er nicht einfach nur Probleme aufzeigt sondern sich direkt mit den Lösungen beschäftigt oder gute Ansätze beleuchtet positive Entwicklungen bringt.<br>[01:34:06] also das heißt die gehen immer einen Schritt weiter und sagen, okay was kannst du denn tun oder was wird getan?<br>[01:34:13] Oder welche Lösungen gibt es.<br>[01:34:15] Das zweite ist dass ich versuche mich im Nahgebiet zu halten wenn ich merke das ich das brauche.<br>[01:34:22] Das heißt ich stricke oder ich sticke, oder ich mache irgendwas schöner als vorher war.<br>[01:34:29] Ich gehe spazieren, ich beobachte die Leute in der Stadt Dinge Die mich daran erinnern wofür ich das eigentlich mache.<br>[01:34:37] denn wenn alles blieb ist, wenn alles gefährlich ist dann.<br>[01:34:40] Ist es so schwierig die energie aufzubringen um zu kämpfen und deswegen ist es wichtig für uns schönheit um uns herumzupflegen und freunde Und liebe menschen Weil sie uns mit ihnen unbeschwert zu sein weil diese Unbeschwertheit uns daran erinnert Wofür wir das tun.<br>[01:35:00] gibt es auch sowas wie konstruktiven aktivismus für dich?<br>[01:35:04] Ich glaube, dass jeder Aktivismus konstruktiv ist.<br>[01:35:08] Wobei?<br>[01:35:08] nein!<br>[01:35:09] Nein es gibt definitiv Aktivismus der einfach nur sagt die seit scheiße.<br>[01:35:14] Aber... Der Aktivist muss da etwas verbessert und ich habe mich neulich mit jemandem in die Haare gekriegt, der gesagt hat ja so eine Fahrradreparaturwerkstatt in der Nachbarschaft eröffnen ist ja schön und gut weil sie versucht ja so zu suggerieren das die Gesellschaft zu wird.<br>[01:35:30] aber das wird sie ja nicht und sie wird auch nicht stärker sowas ein Fahrradwerk stattgibt.<br>[01:35:34] Ich sag' nein, es ist gar nicht die Pflicht der Fahrradwerkstatt ... ähm...die Gesellschaft zu verändern.<br>[01:35:40] Es is' die Pficht der Fahradwerkstatte Fahrräder zur Reparieren!<br>[01:35:42] Und jetzt kann ich da hinkommen und mein Fahrrad wird kostenlos repariert und ich kann dabei in Kaffee trinken und was kochen für die Leute.<br>[01:35:49] Und das IST IN SICH GUT!<br>[01:35:51] Es muss NICHT den Anspruch haben, dass es die Welt verändert.<br>[01:35:55] Konstruktiver Aktivismus ist der Aktivismus, der nicht nur fordert sondern hingeht und ein Teil der Welt so macht wie man sich wünscht, dass sie in Zukunft ist.<br>[01:36:06] Nicht mit dem Anspruch, das sie dadurch auch so wird sondern mit dem Anspruch, dass man diesen Ort aber schon mal verändert hat und dieser Ort ist jetzt besser!<br>[01:36:15] Genau ich habe für mich das so verstanden mit dem Konstruktiven Activismus.<br>[01:36:19] Das Activismus nicht bedeuten muss wie Kriter Thunberg die erste zu sein eine Bewegung anzettelt oder die größte Bewegung überhaupt zu starten.<br>[01:36:32] Also ein Aktivismus kann auch bedeuten, Aktivistinnen bei ihrer Arbeit zu helfen in der Suppe zu kochen.<br>[01:36:38] Ein Wett zur Verfügung zu stellen alles was die Welt ein bisschen besser macht im Vergleich zum vorher.<br>[01:36:45] Total und ich glaube ganz viele Aktionen ganz viele lokale Geschäfte ganz viele Leute die Aktivismus machen Medienformate die es gibt Leben von Spenden, also zum Beispiel mein Podcast lebt auch.<br>[01:36:59] Von Spenden.<br>[01:36:59] das Aulerprojekt lebt von Spende.<br>[01:37:01] Das heißt wenn ich sage, ihr habt eigentlich überhaupt keine Zeit für Aktivismus.<br>[01:37:04] Ob ich habe ein paar Euro im Monat übrig?<br>[01:37:06] Dann ist es auch etwas wo ich aktiv sein kann und anderen Leuten die Arbeit ermöglichen kann oder wie du sagst indem ich sie versorge, indem ich Infrastruktur Schlafplatz irgendwas schaffe in dem ich einfach nur ein offenes Ohr für Sie habe.<br>[01:37:19] Auch mit Aktivistinnen einfach nur befreundet zu sein ihnen zuzuhören unterstützend zu sein, ist auch eine Fortsetzung dieses Aktivismus.<br>[01:37:29] Weil ich meine Befähige und wir alle können dazu beitragen egal wie unsere Ressourcenlage ist.<br>[01:37:35] Wir haben irgendwas!<br>[01:37:37] Wir alle haben irgendwelche Stärken mit denen wir helfen können Und ich glaube niemand muss sich benachteiligt fühlen darin.<br>[01:37:45] euch kann leider nicht helfen.<br>[01:37:47] Sondern ich glaube auf irgendeine Weise Kann man helfen?<br>[01:37:50] Man kann nur nicht überall und global helfen.<br>[01:37:53] Und diesen Anspruch loszulassen ist das, was am meisten hilft.<br>[01:37:59] Gibt es jetzt unabhängig von unserer beider Engagements- und aktivistischen Tätigkeiten eine Organisation oder Person oder Literatur oder Filmtipp die du den Hörerinnen und Hörern empfehlen würdest, die man sich doch mal anschaut?<br>[01:38:15] Also ich würde sagen, die deutsche Gesellschaft für MEcfs hat ganz viele Infos über MEcFS aufbereitet.<br>[01:38:24] Die lohnt sich total weil ihr alle kennt jemanden der jemanden kennt, der das hat.<br>[01:38:30] Weil so verbreitet ist es leider.<br>[01:38:33] Dann lese ich sehr gerne die Bücher von Maren Urner, auf die ich verweisen kann raus aus der Dauerkrise und radikal emotional ja?<br>[01:38:45] Die auch<br>[01:38:47] die Plattform Perspektive Daily gegründet hat zum Thema Neurologischer Umgang mit so einer Dauerkrise.<br>[01:38:54] Und das sind auch beides sehr optimistisch machende Bücher.<br>[01:39:00] Ich weiß nicht, so spontan?<br>[01:39:02] Nein!<br>[01:39:02] Aber ihr habt in eurem Umfeld eine klube Person und hört ihr zu und gibt dir eine Bühne.<br>[01:39:09] Das fühlte ich.<br>[01:39:09] zur vorletzten Frage.<br>[01:39:14] Hast du Hoffnung... Ich kann mich daran erinnern, den der Uni an mir beigebracht bekommen.<br>[01:39:20] Als der erste Kinofilm gezeigt wurde auf einer Leinwand in Schwarzwalds wie ein Zug auf das Publikum zufährt sind die Menschen aus dem Kinosaal geremmt weil sie dachten, der Zug überfährt sich gleich.<br>[01:39:35] oder es gab eine Zeit da dachte man man kann nicht schneller einen menschlichen Körper bewegen als zwanzig Stundenkilometer.<br>[01:39:45] und Wir haben das dann irgendwie aber gesellschaftlich gelernt, dass der Kinofilm uns nicht umbringt.<br>[01:39:50] Scheigeschwindigkeit auch nicht... Dass wir kulturell, gesellschaftliche etwas also in der Lage sein werden zu lernen wie wir mit diesen negativen Nachrichten, negative Meldungen dem Internet wo jeder plötzlich eine Meinung hat und jeder was sagt genauso laut wie alle anderen umgehen können lernen.<br>[01:40:14] Ich glaube ja.<br>[01:40:15] Ich meine, ich erinnere mich noch als Erstmalsaufgaben.<br>[01:40:18] auch jetzt wo KI-Bilder und Dings sind kann man ja das manipulieren und dass wird politische Debatte völlig unmöglich machen.<br>[01:40:25] und ich da habe immer gesagt nein!<br>[01:40:27] Das ist eigentlich nur die Fortsetzung von etwas, was wir über das gesamte bestehende Gesellschaft hatten, das nannte sich Lügen und wir hatten das schon und wir haben damit geteilt.<br>[01:40:39] Wir hatten ein kurzes Zeitfenster wo Fotos Beweismaterial plötzlich waren Und das Zeitfenster ist jetzt vorbei und jetzt sind wir wieder dabei, dass Leute halt lügen können.<br>[01:40:49] Aber es ist nichts Neues Bahnbrechendes!<br>[01:40:54] Wir entwickeln Kulturtechniken die reagieren auf die Technologien, die wir haben.<br>[01:40:59] Wir haben die Kulturtechnik des Lesens erfunden einfach nur um das aus einer neurologischen Perspektive zu sagen Das lesen ist so krass abstrakt und davon entfernt was unser Gehirn eigentlich können sollte.<br>[01:41:14] Aber wir hatten die Technologie der Schrift, also haben wir damit gedeelt und unser Gehirn hat sich angepasst.<br>[01:41:20] Es ist eine mega krasse umständliche Krücke so ein bisschen zu übertragen oder?<br>[01:41:27] Also wenn ich was lese muss ich jetzt erstmal in super viele Level übersetzen und wieder zurückgeversetzen ja und dann dass das gleiche ankommt wie es gemeint war ist auch nicht garantiert.<br>[01:41:38] Es ist total krass, dass wir das jeden Tag machen ohne darüber nachzudenken.<br>[01:41:42] Dass wir es unseren kleinen Kindern beibringen.<br>[01:41:44] Also Grundschullehrkräfte vollführen eigentlich Wunder!<br>[01:41:47] Denn wir sind nicht fürs Lesen ausgelegt... Aber wir tun's und ich glaube, wie werden uns anpassen?<br>[01:41:55] Das Problem ist natürlich immer wenn eine Technologie sehr viel schneller geht als unsere Anpassungsfähigkeit führt sie manchmal zu Katastrophen<br>[01:42:03] Und das wird ja alles immer schneller.<br>[01:42:04] also seit ich lebe Keine Ahnung, Farbfernseher den habe ich miterlebt.<br>[01:42:08] die Einführung.<br>[01:42:09] Ja<br>[01:42:10] und ab.<br>[01:42:11] dann ging es nur noch exponentiell weiter.<br>[01:42:14] Aber auch das wird irgendwann ein Stopp kriegen.<br>[01:42:17] wir hatten schon mehrere Globalisierungen Und mehrfach sind sie schon zusammengebrochen weil sie zu groß wurden für dass was die Menschen derzeit verwalten konnten.<br>[01:42:26] Wir hatten das Bronzezeitalter das zusammen gebrochen ist extreme Globalisierung Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, die durch die Weltkriege wieder zusammen gebrochen ist.<br>[01:42:37] Wir haben diesen Stand erst wieder im Jahr zehnt und dreizehn erreicht von globaler Vernetzung.<br>[01:42:41] Und jetzt sind wir wieder so extrem globalisiert und jetzt sehen wir aber schon einen Aufkommen von Politik, die den eigenen Staat in den Mittelpunkt drücken will, die sich ein bisschen isolationistisch verhalten will.<br>[01:42:55] also ich glaube Wir haben ja auch ganz viele selbst regulierende Systeme, wir können nicht einfach sagen oh ich sehe eine Entwicklung und die wird sich jetzt linear bis in alle Zukunft fortsetzt.<br>[01:43:05] Sondern Systeme regulieren sich auch und ich will nicht behaupten dass sie das von alleine machen oder immer nur zum besseren.<br>[01:43:11] aber Ich will behauptet dass wir daran einen Anteil haben können.<br>[01:43:15] und wenn etwas immer schlechter wird ist nicht automatisch für immer immer schlechter wird.<br>[01:43:21] Und wir haben die Technologien besser zu handeln, zur Hand haben als je zuvor.<br>[01:43:27] Absolut!<br>[01:43:28] Wir haben ja auch viel mehr Macht als je vor.<br>[01:43:30] jeder Einzelne von uns und das dürfen wir nicht vergessen... Ja die Milliardäre haben mehr Macht aber wir haben auch mehr Macht.<br>[01:43:42] also lasst uns sie nutzen und zwar Luca miteinander arbeitsteilig ja?<br>[01:43:47] Wir sind viele.<br>[01:43:48] das ist der Vorteil.<br>[01:43:49] wir sind so viele wir können uns aufeinander verlassen.<br>[01:43:53] Das ist ein so schönes Schlusswort.<br>[01:43:56] Wie gesagt, ich hätte noch viele weitere Fragen gehabt aber belasten Sie es doch dabei!<br>[01:44:00] Wir können so viel miteinander machen.<br>[01:44:04] Ich würde mich sehr freuen wenn wir ein anderes Mal weitermachen.<br>[01:44:07] Vielleicht wäre mir auch immer privat<br>[01:44:11] um<br>[01:44:12] weitere Fragen zu erörtern.<br>[01:44:14] Vielen Dank für deine Zeit, schön dass du da warst.<br>[01:44:16] Sehr<br>[01:44:16] gerne, danke dir Lieber Raul.<br>[01:44:21] Danke fürs Mitfahren.<br>[01:44:23] Wenn ihr mögt und euch diese Folge Spaß gemacht hat, bewertet diese Folge bei Apple Podcast, Spotify oder wo auch immer ihr zuhört.<br>[01:44:32] Alle Links zur Folge sowie die Menschen, die mich bei diesem Podcast unterstützen findet ihr in den Show notes.<br>[01:44:39] Schaut da gerne mal rein!<br>[01:44:42] Wenn ihr meine Arbeit unterstützen möchtet würde ich mich freuen euch bei Steady zu begrüßen.<br>[01:44:47] Mit einer Steady-Mitgliedschaft bekommt ihr exklusive Updates von mir und die Gelegenheit mich zweimal im Jahr persönlich zu treffen.<br>[01:44:57] Im Aufzug ist eine Produktion von Schön Dein Media.<br>[01:45:01] Ich freue mich auf das nächste Mal hier im Aufzug!<br>[01:45:12] Diese Folge wurde präsentiert von Schindler.<br>[01:45:15] Am Anfang der Folge haben wir uns gefragt, welcher berühmtes Song von einem Aufzug handelt?<br>[01:45:19] Die Antwort Love in an Elevator von Aerosmith Eine Rock-Kymne über die Liebe im Fahrstuhl Und wer es etwas härter mag, sollte mal Elevator-Operator von Electric Callbuy hören.<br>[01:45:34] Willst du auch mehr über Aufzüge erfahren?<br>[01:45:37] Dann steig bei uns ein.<br>[01:45:39] unter schindler.de slash Karriere findest du viele Möglichkeiten um mit uns nach ganz oben zu fahren.</pre>
</div></div></div>
</div></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://steadyhq.com/de/krauthausen/about" class="ek-link">Dieser Podcast ist nur möglich durch die Unterstützung meiner Steady-Mitglieder</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Folge wurde dir präsentiert von Schindler Aufzüge. Willst du noch mehr über Aufzüge erfahren und vielleicht mit uns ganz nach oben fahren, dann steig gern ein. Unter <a href="https://www.schindler.de/de/karriere.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schindler.de/karriere</a> findest du viele Möglichkeiten für Einsteiger und Senkrechtstarter.</p>


<figure class="aligncenter wp-block-post-featured-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="1350" src="https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/08/1-Feed-Post-Marina-Weisband.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Ein hochformatiges Podcast-Cover zeigt ein Nahporträt von Marina Weisband mit langen, dunkelbraunen, leicht welligen Haaren und einem leichten Lächeln. Sie trägt ein helles, cremefarbenes Oberteil aus Spitze. Oben links steht in großen, weißen Blockbuchstaben der Titel „IM AUFZUG“. Im unteren Bildbereich befindet sich folgendes Zitat in weißer Schrift: „»Konstruktiver Aktivismus ist der Aktivismus, der nicht nur fordert, sondern hingeht und einen Teil der Welt so macht, wie man sich wünscht, dass sie in Zukunft ist.«“. Darunter stehen links die Zeilen „Marina Weisband - Folge 111“ sowie der Fotocredit „Foto: Robert Haas / Süddeutsche Zeitung Photo“, und unten rechts der Hinweis „Finanziert durch Steady Mitglieder“." style="height:450px;width:350px;object-fit:fill;" /></figure>


<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-podcast-abonnieren" class="wp-block-heading">Podcast abonnieren</h2>



<div class="wp-block-wpzoom-blocks-social-icons is-style-with-canvas-round show-icon-labels-style" style="--wpz-social-icons-block-item-font-size:20px;--wpz-social-icons-block-item-padding-horizontal:6px;--wpz-social-icons-block-item-padding-vertical:6px;--wpz-social-icons-block-item-margin-horizontal:7px;--wpz-social-icons-block-item-margin-vertical:5px;--wpz-social-icons-block-item-border-radius:50px;--wpz-social-icons-block-label-font-size:16px;--wpz-social-icons-block-label-color:#2e3131;--wpz-social-icons-block-label-color-hover:#2e3131;--wpz-social-icons-alignment:flex-start"><a href="https://imaufzug.podigee.io/feed/mp3" class="social-icon-link" title="RSS" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-rss"></span><span class="icon-label">RSS</span></a><a href="https://open.spotify.com/show/0129AhRWxXuXi9LPflwltN" class="social-icon-link" title="Spotify" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-spotify"></span><span class="icon-label">Spotify</span></a><a href="https://www.deezer.com/show/3624987" class="social-icon-link" title="Deezer" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-deezer"></span><span class="icon-label">Deezer</span></a><a href="https://podcasts.apple.com/podcast/id1620854436" class="social-icon-link" title="Apple Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-apple"></span><span class="icon-label">Apple Podcasts</span></a><a href="https://https://podcasts.google.com/subscribe-by-rss-feed?feed=aHR0cHM6Ly9pbWF1Znp1Zy5wb2RpZ2VlLmlvL2ZlZWQvbXAz" class="social-icon-link" title="Google Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-google-podcasts"></span><span class="icon-label">Google Podcasts</span></a></div>
</div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-hier-findest-du-mehr-uber-mich" class="wp-block-heading">Hier findest du mehr über mich:</h2>



<ul class="wp-block-social-links has-visible-labels has-icon-color is-style-logos-only is-layout-flex wp-block-social-links-is-layout-flex"><li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-chain has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://raul.de" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M15.6,7.2H14v1.5h1.6c2,0,3.7,1.7,3.7,3.7s-1.7,3.7-3.7,3.7H14v1.5h1.6c2.8,0,5.2-2.3,5.2-5.2,0-2.9-2.3-5.2-5.2-5.2zM4.7,12.4c0-2,1.7-3.7,3.7-3.7H10V7.2H8.4c-2.9,0-5.2,2.3-5.2,5.2,0,2.9,2.3,5.2,5.2,5.2H10v-1.5H8.4c-2,0-3.7-1.7-3.7-3.7zm4.6.9h5.3v-1.5H9.3v1.5z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Webseite</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-instagram has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.instagram.com/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M12,4.622c2.403,0,2.688,0.009,3.637,0.052c0.877,0.04,1.354,0.187,1.671,0.31c0.42,0.163,0.72,0.358,1.035,0.673 c0.315,0.315,0.51,0.615,0.673,1.035c0.123,0.317,0.27,0.794,0.31,1.671c0.043,0.949,0.052,1.234,0.052,3.637 s-0.009,2.688-0.052,3.637c-0.04,0.877-0.187,1.354-0.31,1.671c-0.163,0.42-0.358,0.72-0.673,1.035 c-0.315,0.315-0.615,0.51-1.035,0.673c-0.317,0.123-0.794,0.27-1.671,0.31c-0.949,0.043-1.233,0.052-3.637,0.052 s-2.688-0.009-3.637-0.052c-0.877-0.04-1.354-0.187-1.671-0.31c-0.42-0.163-0.72-0.358-1.035-0.673 c-0.315-0.315-0.51-0.615-0.673-1.035c-0.123-0.317-0.27-0.794-0.31-1.671C4.631,14.688,4.622,14.403,4.622,12 s0.009-2.688,0.052-3.637c0.04-0.877,0.187-1.354,0.31-1.671c0.163-0.42,0.358-0.72,0.673-1.035 c0.315-0.315,0.615-0.51,1.035-0.673c0.317-0.123,0.794-0.27,1.671-0.31C9.312,4.631,9.597,4.622,12,4.622 M12,3 C9.556,3,9.249,3.01,8.289,3.054C7.331,3.098,6.677,3.25,6.105,3.472C5.513,3.702,5.011,4.01,4.511,4.511 c-0.5,0.5-0.808,1.002-1.038,1.594C3.25,6.677,3.098,7.331,3.054,8.289C3.01,9.249,3,9.556,3,12c0,2.444,0.01,2.751,0.054,3.711 c0.044,0.958,0.196,1.612,0.418,2.185c0.23,0.592,0.538,1.094,1.038,1.594c0.5,0.5,1.002,0.808,1.594,1.038 c0.572,0.222,1.227,0.375,2.185,0.418C9.249,20.99,9.556,21,12,21s2.751-0.01,3.711-0.054c0.958-0.044,1.612-0.196,2.185-0.418 c0.592-0.23,1.094-0.538,1.594-1.038c0.5-0.5,0.808-1.002,1.038-1.594c0.222-0.572,0.375-1.227,0.418-2.185 C20.99,14.751,21,14.444,21,12s-0.01-2.751-0.054-3.711c-0.044-0.958-0.196-1.612-0.418-2.185c-0.23-0.592-0.538-1.094-1.038-1.594 c-0.5-0.5-1.002-0.808-1.594-1.038c-0.572-0.222-1.227-0.375-2.185-0.418C14.751,3.01,14.444,3,12,3L12,3z M12,7.378 c-2.552,0-4.622,2.069-4.622,4.622S9.448,16.622,12,16.622s4.622-2.069,4.622-4.622S14.552,7.378,12,7.378z M12,15 c-1.657,0-3-1.343-3-3s1.343-3,3-3s3,1.343,3,3S13.657,15,12,15z M16.804,6.116c-0.596,0-1.08,0.484-1.08,1.08 s0.484,1.08,1.08,1.08c0.596,0,1.08-0.484,1.08-1.08S17.401,6.116,16.804,6.116z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Instagram</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-twitter has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://twitter.com/raulde" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M22.23,5.924c-0.736,0.326-1.527,0.547-2.357,0.646c0.847-0.508,1.498-1.312,1.804-2.27 c-0.793,0.47-1.671,0.812-2.606,0.996C18.324,4.498,17.257,4,16.077,4c-2.266,0-4.103,1.837-4.103,4.103 c0,0.322,0.036,0.635,0.106,0.935C8.67,8.867,5.647,7.234,3.623,4.751C3.27,5.357,3.067,6.062,3.067,6.814 c0,1.424,0.724,2.679,1.825,3.415c-0.673-0.021-1.305-0.206-1.859-0.513c0,0.017,0,0.034,0,0.052c0,1.988,1.414,3.647,3.292,4.023 c-0.344,0.094-0.707,0.144-1.081,0.144c-0.264,0-0.521-0.026-0.772-0.074c0.522,1.63,2.038,2.816,3.833,2.85 c-1.404,1.1-3.174,1.756-5.096,1.756c-0.331,0-0.658-0.019-0.979-0.057c1.816,1.164,3.973,1.843,6.29,1.843 c7.547,0,11.675-6.252,11.675-11.675c0-0.178-0.004-0.355-0.012-0.531C20.985,7.47,21.68,6.747,22.23,5.924z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Twitter</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-linkedin has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.linkedin.com/in/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M19.7,3H4.3C3.582,3,3,3.582,3,4.3v15.4C3,20.418,3.582,21,4.3,21h15.4c0.718,0,1.3-0.582,1.3-1.3V4.3 C21,3.582,20.418,3,19.7,3z M8.339,18.338H5.667v-8.59h2.672V18.338z M7.004,8.574c-0.857,0-1.549-0.694-1.549-1.548 c0-0.855,0.691-1.548,1.549-1.548c0.854,0,1.547,0.694,1.547,1.548C8.551,7.881,7.858,8.574,7.004,8.574z M18.339,18.338h-2.669 v-4.177c0-0.996-0.017-2.278-1.387-2.278c-1.389,0-1.601,1.086-1.601,2.206v4.249h-2.667v-8.59h2.559v1.174h0.037 c0.356-0.675,1.227-1.387,2.526-1.387c2.703,0,3.203,1.779,3.203,4.092V18.338z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">LinkedIn</span></a></li></ul>



<h2 id="h-so-kannst-du-meine-arbeit-unterstutzen" class="wp-block-heading">So kannst du meine Arbeit unterstützen!</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://im-aufzug.de/unterstuetzen/">Unterstütz mich</a></div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Podcast ist eine Produktion von <a href="https://www.schonlein.media" class="ek-link">Schønlein Media</a>.<br>Produktion: Fabian Gieske, Judith Stiegler-Trost<br>Schnitt und Post-Produktion: Hanne Pasdzior<br><br>Coverart: Amadeus Fronk</p>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-marina-weisband-2/">Im Aufzug mit Marina Weisband</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-marina-weisband-2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Aufzug mit Chan-jo Jun</title>
		<link>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-chan-jo-jun/</link>
					<comments>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-chan-jo-jun/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian Gieske]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2026 06:23:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Podcast-Folge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://im-aufzug.de/?p=3757</guid>

					<description><![CDATA[<p>Diese Woche spreche ich mit Chan-jo Jun, einem der bekanntesten IT-Anwälte Deutschlands. Seit Jahren legt er sich mit Tech-Konzernen wie Meta an und kämpft gegen Hasskriminalität und Rechtsverstöße im digitalen Raum. Dort, wo das Internet oft noch wie der Wilde Westen wirkt, setzt er sich für Rechtsstaatlichkeit und digitale Bürgerrechte ein. Im Gespräch zeigt er [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-chan-jo-jun/">Im Aufzug mit Chan-jo Jun</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-uagb-info-box uagb-block-63ad1649 uagb-infobox__content-wrap  uagb-infobox-icon-left uagb-infobox-left uagb-infobox-stacked-tablet uagb-infobox-image-valign-middle"><div class="uagb-ifb-icon-wrap"><svg xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><path d="M96 96C42.98 96 0 138.1 0 192s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192C192 138.1 149 96 96 96zM448 192c0-53.02-42.98-96-96-96s-96 42.98-96 96s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192z"></path></svg></div><div class="uagb-ifb-content"><div class="uagb-ifb-title-wrap"></div><p class="uagb-ifb-desc"><strong>Ist das Internet ein rechtsfreier Raum – oder fehlt nur der Wille zur Verfolgung?</strong></p></div></div>



<script class="podigee-podcast-player" src="https://player.podigee-cdn.net/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://podcast2ba52c.podigee.io/112-im-aufzug-mit-chan-jo-jun/embed?context=external&#038;token=U2JHstG0tp4MsmgDIZDs0g"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Woche spreche ich mit <strong>Chan-jo Jun</strong>, einem der bekanntesten IT-Anwälte Deutschlands. Seit Jahren legt er sich mit Tech-Konzernen wie Meta an und kämpft gegen Hasskriminalität und Rechtsverstöße im digitalen Raum. Dort, wo das Internet oft noch wie der Wilde Westen wirkt, setzt er sich für Rechtsstaatlichkeit und digitale Bürgerrechte ein. Im Gespräch zeigt er sich technisch versiert, juristisch präzise und von einem ausgeprägten Pflichtbewusstsein geprägt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sprechen über seinen Weg: Wie er überhaupt dazu kam, Anwalt zu werden, wie viel die Realität eigentlich mit bekannten Anwalt-Serien zu tun hat und ob er sich selbst als Aktivist sieht. Wir legen den Finger in die Wunde der digitalen Welt: Vom verstaubten IT-Verständnis in Deutschland über den Umgang mit KI bis hin zu der Frage, warum das Internet immer noch viel zu oft ein rechtsverfolgungsfreier Raum ist. Wir diskutieren das Verhalten der Tech-Konzerne im Spannungsfeld zwischen Profit und Menschenrechten, die nötige Höhe von Schadensersatz und die Frage, wie zeitgemäß unser Grundgesetz noch ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die harten Fälle kommen auf den Tisch: Der Facebook-Prozess, die Causa Renate Künast und die Gefahr von geschlechtsspezifischen Deepfakes. Außerdem spricht er über seinen ganz persönlichen Umgang mit Hass im Netz. Zum Ende schauen wir nach vorn: Chan-jo teilt seine konkreten Visionen, wie er das Rechtssystem reformieren würde, um digitale Grundrechte endlich wirksam zu schützen. Ein Mann, der digitale Räume sicherer macht und Haltung beweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufzugtür auf für Chan-jo Jun!</p>



<div class="wp-block-kadence-accordion alignnone"><div class="kt-accordion-wrap kt-accordion-id3757_546c2c-f1 kt-accordion-has-11-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right" style="max-width:none"><div class="kt-accordion-inner-wrap" data-allow-multiple-open="false" data-start-open="none">
<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-10 kt-pane3757_90211f-2d"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show" type="button"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">Transkript</span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<pre class="wp-block-preformatted">[00:00:04] Wenn du in den Aufzug steigst, sagst du Hallo oder schweigst du lieber?<br>[00:00:08] Manche halten sich lieber zurück.<br>[00:00:10] Andere begrüßen gleich alle im Aufzug!<br>[00:00:12] Aber was ist eigentlich die ungeschriebene<br>[00:00:14] Regel?!<br>[00:00:15] Die Antwort geht zum Ende dieser Folge.<br>[00:00:18] Jetzt viel Spaß mit Raulem Aufzug wünscht Schindler!<br>[00:00:23] Diese Woche spreke ich mit Chan Jo Jun einem der bekanntesten IT-Anwälte Deutschlands.<br>[00:00:29] Seit Jahren legt er sich mit Tech-Konzern, Demeter und Co.<br>[00:00:33] an und kämpft gegen Hasskriminalität und Rechtsverstöße im digitalen Raum.<br>[00:00:37] Dort wo das Internet oft noch wie der wilde Westen wirkt setzt er sich für Rechtstaatlichkeit und digitale Bürgerrechte ein.<br>[00:00:45] Im Gespräch zeigt er sich taktisch versiert juristisch präzise Und von einem ausgeprecken<br>[00:00:51] Pflichtbewusstsein<br>[00:00:52] geprägt.<br>[00:00:53] Wir legen den Finger in die Wunde der digitalen Welt Vom verstaubten IT-Verständnis in Deutschland über den Umgang<br>[00:00:59] mit KI<br>[00:01:00] bis hin zu der Frage, warum das Internet immer noch viel zu oft ein Rechtsverfolgungsvoller Raum ist.<br>[00:01:06] Zum Ende schauen wir aber auch nach vorn.<br>[00:01:09] Pijan Jujun teilt seine konkreten Visionen wie er das Rechtssystem informieren würde um digitale<br>[00:01:15] Bundrechte<br>[00:01:16] endlich wirksam zu schützen.<br>[00:01:17] Ein Mann, der digitale Räume sicherer macht und Haltung beweist.<br>[00:01:22] Auf zu dir auf!<br>[00:01:26] Die Tür geht auf und wer kommt rein?<br>[00:01:28] Ich freu mich wirklich sehr einfach, weil ich ihm schon jahrelang auf diversen sozialen Netzwerken folge.<br>[00:01:35] Herzlich willkommen im Aufzug Chancho Junis!<br>[00:01:38] Ja grüß dich Raul, toll dass wir uns... Endlich mal live sprechen, weil es ist ja oft so man folgt einander.<br>[00:01:46] Man liest voneinander und das über jahre Monate hinweg und hat aber nicht direkt miteinander interagiert.<br>[00:01:51] Und das ist heute unser erstes Mal dass wir uns sprechen.<br>[00:01:54] freue mich drauf weil ich weiß schon ganz viel über dich und deine Themen und jetzt können wir sie alle challengen und gegeneinander ausspielen.<br>[00:02:01] Ja voll gerne!<br>[00:02:02] Man kennt die unter dem Händel unter anderem als Anwalt Jun und du beschäftigt sich sehr stark mit... ... dem Thema Hass im Netz in weitestem Sinne, da werden wir viel darüber reden... ... bevor wir anfangen.<br>[00:02:16] Das Thema geht nicht weg!<br>[00:02:17] Hatte sich schon mal ein awkward Moment in einem Aufzug?<br>[00:02:21] So wie wenn man feststellt hier riecht's komisch und ich kann es auf niemand anders schieben.<br>[00:02:25] Das wäre<br>[00:02:25] so was schlecht<br>[00:02:26] in der Art ja oder das wär sowas bestimmt aber ich bin sehr gut daran Erinnerungen zu verdrängen und dann einfach nur noch als virtuelle abstrakte Nicht Erinnerung aufrecht zu erhalten.<br>[00:02:41] Ab welcher Etage nimmst du den Aufzug?<br>[00:02:46] Du machst Macherton und so.<br>[00:02:47] Also genau, ich laufe viel und tatsächlich als ich mal zu wenig Trinnstrecken hatte habe ich einfach einen Hochhaus genommen Rund raufgelaufen und im Aufzug runtergefahren.<br>[00:02:59] Runterlaufen ist nicht so gut für die Gelenke, aber ansonsten nehme ich den Aufzug nie außer wenn Ich mein Hund dabei habe weil Nelly hat sich irgendwie im Welpenalter angewöhnt dass sie auf Zug fahren muss.<br>[00:03:09] Treppe hoch treppe runterläuft es auch nur hier im Büro.<br>[00:03:12] das heißt wir holen Den Aufzug Für Den Hund Hund geht rein, drücken aufs Knöpfchen und rennen die Treppe hoch.<br>[00:03:17] Und holen den Hund dann wieder raus.<br>[00:03:19] Der Hund fährt alleine aufzug?<br>[00:03:20] Er fährt allein auf Zug.<br>[00:03:21] manchmal vergessen wir den Hund weil sie steht unter sich weigert Treppe zu laufen.<br>[00:03:25] dann schicken wir von oben in Aufzug runter Drücken auf das Knöpfen um wieder raufzuholen.<br>[00:03:29] Dann steigt der Hund in den Aufzug ein und wieder raus.<br>[00:03:31] Es ist so eine Sturheit Von diesem Großputel dass sie Partut dieser eine treppe nicht hochlaufen will alle anderen aber hier im Büro geht nicht.<br>[00:03:39] Das ist interessant.<br>[00:03:41] Man kann ja auch nicht mit ihm darüber reden<br>[00:03:43] Man kann sie versuchen zu überreden.<br>[00:03:45] Also irgendjemand versucht, dass er es vergisst, das sie da einen Zwang hat aber keine Ahnung.<br>[00:03:51] bei welpen sagt man ja die sollen nicht Treppe laufen wobei ist glaube ich eher herunterlaufen ist was schädlich sein soll.<br>[00:03:57] Aber das hat sich dazu zum Prinzip gemacht keine Chance kriegen den Hund nicht mehr hoch.<br>[00:04:02] Ich habe ein paar Podcasts mit ihr gehört Und natürlich auch ein bisschen recherchiert so zu deiner Person und überall wies man Dass er bei euch in der Kanzlei Runde sind.<br>[00:04:13] Einfach so als Mitarbeiter.<br>[00:04:16] Ich hatte heute stand ich an der Tür mit ihr und sie wollte mitgehen, aber sie ist gerade läufig und wir haben Paketboden.<br>[00:04:22] Das ist normalerweise kein Problem.<br>[00:04:23] Ich renne halt die ganze Zeit mit einem Taschenduch hinterher.<br>[00:04:25] Jetzt werden Leute sagen, wieso zieht man nicht Höschen an?<br>[00:04:28] Aber diese Hösche, sie hasst sie wie die Pässe jetzt grade bei der Hitze.<br>[00:04:32] dann bleibt sie lieber zu Hause.<br>[00:04:33] Fliesenboden!<br>[00:04:34] Und da machen wir Zuhause später sauber.<br>[00:04:37] Seid ihr ein Hund?<br>[00:04:38] Ich dachte, es wären mehrere.<br>[00:04:39] Ja hier in der Kanzlei sind mehrere Hunde.<br>[00:04:41] ich hab nur einen zu Hause.<br>[00:04:42] also ich bring die Nelly mit Großpudel und dann gibt's die Ellie.<br>[00:04:45] Also Nelly und Ellie nicht so schlau die kommen immer beide gleichzeitig wenn man ruft.<br>[00:04:49] Dann gibts noch die Sola Und dann war so Gelegenheitshunde.<br>[00:04:52] also jeder bringt halt sein Hund wenn sie gerade Lust haben.<br>[00:04:55] Manche verstehen sich super manche Nichts so sehr.<br>[00:04:59] aber<br>[00:04:59] wie bei Menschen<br>[00:05:01] Genau Wie immer im Team<br>[00:05:02] ja genau Wie löst ihr denn das Problem, wenn es bei euch im Team Menschen gäbe, die ein Hund alle gehen?<br>[00:05:11] Das stand man fest im Vorstellungsgespräch.<br>[00:05:14] Also, man könnte glauben ich habe den Hund nur dafür geschafft um einen Vorstellungen zu gewinnen weil Nelly setzt sich dann rein, beschnuppert den neuen Kandidaten und legt sich dann irgendwann, wenn sie ihn mag auf die Füße des Bewerbers.<br>[00:05:28] und dann können wir nicht anders... Und ich glaube, wenn jemand keine Hunde mag bewirbt er sich gar nicht erst hier.<br>[00:05:34] Also, da die Hunde sind vorher da, dann müssen sie sich die Leute anpassen.<br>[00:05:39] Das ist ja interessant!<br>[00:05:40] Okay aber man kann sich ja bei meinen Sichtbäuchern bewirben.<br>[00:05:43] Sie will so sicher sein dass man das dann vorher erfahren<br>[00:05:46] hat?<br>[00:05:47] Man weiß das ja und es steht auf der Webseite.<br>[00:05:49] aber es gibt natürlich auch Leute die jetzt nicht unbedingt von Hunden im Gesicht abgeschlabbert werden wollen und das sind vielleicht dann die awkward Moments wo man ein bisschen beiseite geht und versucht sich dünn zu machen.<br>[00:06:00] Und ja, natürlich nimmt man auch ein bisschen Rücksicht.<br>[00:06:02] Wobei so viel Rücksichtig ist jetzt nicht das wir sagen, wir nehmen die Hunde an die Leine.<br>[00:06:05] also soweit geht es da nicht.<br>[00:06:09] Hunde first!<br>[00:06:11] Also sie haben halt Bedürfnisse und wir Menschen können dann gucken dass wir ihnen notfalls aus dem Weg gehen.<br>[00:06:18] Ja, das klingt jetzt irgendwie gar nicht so menschenfreundlich oder?<br>[00:06:21] Das<br>[00:06:22] muss nicht so stehen.<br>[00:06:23] Ich glaube, dass Hunde liebhaber werden.<br>[00:06:26] bestimmt was du meinst.<br>[00:06:28] Man kann den Toten ja auch nicht irgendwie diskutieren.<br>[00:06:29] Das ist...<br>[00:06:31] Ne, muss man auch nicht die machen was sie wollen.<br>[00:06:35] Wobei Labradora und Kudl sind schon sehr stark darin sich anzupassen oder dem Menschen zu gefallen insbesondere wenn diese Menschen alle Leckerli in ihren Schubladen- und Rollcontainern haben.<br>[00:06:46] dann wissen die schon wer ihre Lieblinge sind und die Menschen passen sich dem wiederum an.<br>[00:06:51] also hier gibt es einen gewissen Wettbewerb der leckersten Leckerly in den Schubladen hat.<br>[00:06:55] Man muss Runde aber auch nicht lieben, um bei euch zu arbeiten.<br>[00:06:58] Nee also tatsächlich kümmern wir uns manchmal auch um Mandanten und Gerichtsverfahren und sitzen am Schreibtisch... Also man ist nicht die ganze Zeit damit beschäftigt, hunderteichend.<br>[00:07:09] Zeig doch keine Miete!<br>[00:07:11] Apropos Miete?<br>[00:07:12] Das war deine Mittezeit.<br>[00:07:14] Du bist Anwalt, ein bekannter Anwolt.<br>[00:07:18] Du wolltest aber gar nicht Anwald werden.<br>[00:07:20] Wieso?<br>[00:07:21] Bist du Jurist geworden?<br>[00:07:23] Ja, das war so eine Verlegenheit.<br>[00:07:25] Eigentlich wollte ich Journalist werden und habe mich überlegt was studiert man dafür?<br>[00:07:29] Germanistik, Kommunikation oder sowas?<br>[00:07:31] dann sagt Studiere irgendwie was fachliches Dann kannst du darüber reden sowie Frank Bräutigam.<br>[00:07:37] also finde ich großartig wie... Juristen es schaffen das juristen sein so hinten anzustellen und nicht zu versuchen in ihrer kommunikation immer nur.<br>[00:07:45] Zu glänzen wie kompliziert dass ist sondern es verständlich zu machen.<br>[00:07:49] und stellt sich heraus, dass diese Fähigkeit eigentlich auch für Anwälte manchmal praktisch ist.<br>[00:07:53] oder auf Social Media?<br>[00:07:55] und ja ich bin die frage jetzt nicht beantwortet.<br>[00:07:58] ich glaube es war so examen das hat.<br>[00:08:00] was war so ein so So ein Wink, probier es mal wenigstens kurz mit Jura bevor du Journalismus machst.<br>[00:08:05] und aus dem war Journalismus damals als ich fertig wurde im Studium.<br>[00:08:10] Gerade so auf dem etwas absteigenden Ast die Papierpreise immer teurer.<br>[00:08:13] Die Abonnenten werden immer älter und weniger und irgendwie weiß dann nicht mehr.<br>[00:08:17] der Traumjob also in meiner Generation und deiner da war ja Journalismus irgendwie wie Influencer.<br>[00:08:23] Ein toller Job wo man aufregende Sachen erlebt.<br>[00:08:26] Influenser bist ja geworden.<br>[00:08:28] Du bist Content Creator.<br>[00:08:30] Ich finde, ich mag beide Wörter ehrlich gesagt nicht besonders gerne.<br>[00:08:34] Aber du bist schon sehr aktiv auf sozialen Medien also vielleicht Doktionalist?<br>[00:08:39] Man fragt manchmal erstens... Also ich fragte mal einen Journalist warum mache ich das eigentlich?<br>[00:08:45] aus der Frage heraus hat es einen Marketing-Zweck?<br>[00:08:48] also ist das etwas was tatsächlich sich rentiert und auszahlen?<br>[00:08:52] die Antwort darauf ist nein!<br>[00:08:53] Also würde ich die ganze Zeit auch LinkedIn oder würde Networking betreiben, dort wo Leute die Geld haben und Mandate vergeben.<br>[00:09:04] Dort hat die Zeit verbringen.<br>[00:09:04] das wäre eigentlich sinnvoller nicht wenn ich hier über die AfD oder Sachen spreche.<br>[00:09:09] Das verschreckt eher Leute.<br>[00:09:10] das ist nicht wirklich gut um Mandate zu gewinnen.<br>[00:09:15] Ich bin auch nicht aus Deutschland, ich bin nicht in Deutschland geboren sondern in Peru.<br>[00:09:21] und mir fällt auf dass in meinem Freundeskreis jeder Mensch der bei der Bundeswehr war kann Deutsch.<br>[00:09:28] aber Also Kartoffeldeutsch, Bio-Deutsch meinst du jetzt?<br>[00:09:32] Ja.<br>[00:09:33] Sondern also Alegin Elma Falani war bei der Bundeswehr.<br>[00:09:37] Du warst bei der Bundesswehr.<br>[00:09:40] Wieso ist das so?<br>[00:09:44] Es spricht vieles dafür bei solchen anecdotischen Beobachtungen, dass es eine selektive Wahrnehmung ist.<br>[00:09:48] Total!<br>[00:09:49] Grundabruh.<br>[00:09:50] Auf der anderen Seite schreitest du nach einer Begründung im Sinne von die, die nicht kartoffeldäuscht sind gehen dann erst recht zur Bundeswehr um zu zeigen, dass sie deutsch sind und dazugehören.<br>[00:10:03] Ich bin sicher, dass ich nicht so eine Überlegung hatte.<br>[00:10:05] Das gab eine interessante Stelle bei dem Bundeswehr.<br>[00:10:11] Was kann so interessant gewesen sein bei der zwölften Panzerdivision?<br>[00:10:15] Also, weil wie gesagt ich wollte ja schon eine List werden.<br>[00:10:17] Schon als Schüler und hab' ich daraus gefunden wir haben hier so einen Divisionsstab hier bei Würzburg in Verzöchern damals gehabt.<br>[00:10:23] das Ding ist ja aufgelöst worden Und die Presse Stelle.<br>[00:10:27] das erschien mir echt total spannend.<br>[00:10:28] also Wie lange<br>[00:10:29] warst du da?<br>[00:10:30] Ein Jahr zwölf Monate also nicht länger.<br>[00:10:35] Ich habe dann doch nicht Reserve-Offiziersanwärter sowas obwohl der Hauptmann ... in der Kompagnen, in der Grundausbildung.<br>[00:10:42] Vielleicht früh schon gesagt, hey Jürgen wie wär's denn mit... ... Offizier so zwei Jahre und dann wenn sie später leuten?<br>[00:10:48] Das eine Art schon gereicht!<br>[00:10:50] Und ich fand es auch nicht immer cool.<br>[00:10:51] Also muss sagen Formalausbildungen, Grundausbildung das hat keinen Spaß gemacht.<br>[00:10:56] Wie hatte ich die Zeit geprägt?<br>[00:10:59] Das kann man also wäre blöd, wenn nicht ne?<br>[00:11:02] Also das wäre ja total schlimm, wenn man sagt den ist noch eine Zeitverschwindung.<br>[00:11:06] Jetzt muss man irgendwas wertvolles sagen.<br>[00:11:08] Ich weiß Als junger Abiturieren und da auf dem Exazierplatz dachte ich mir, was tut mir dieses Land hier an?<br>[00:11:15] Ich werde hier erniedrigt von so einem Unteroffizier der mich anbrüllt.<br>[00:11:19] Nur dass sich im Gleichschritt marschiere und das Denken abschalten soll.<br>[00:11:22] Das kann doch nicht Sinn der Sache sein.<br>[00:11:24] Kann dich prägend und nicht positiv.<br>[00:11:27] Aber vielleicht auch sowas wie Fleiß oder Ehrgeiz?<br>[00:11:30] Ja natürlich irgendwie denkt man sich schafft es nie früh aufzustehen und diese Händen auf ihr vier zu falten Und irgendwann geht es dann doch oder die Kasernrunde zu laufen.<br>[00:11:41] Ich bin jetzt ja Läufer, aber damals habe ich es kaum geschafft diese vier Kilometer am Stückzulaufen und ich glaube auch im Schluss nicht also im Schluss immer noch ein bisschen gegangen.<br>[00:11:49] So was wie so was wie Disziplin oder so wäre so nah wegen Bin ich ganz sicher?<br>[00:11:55] Was ich gelernt habe ist dass man in jedem Kollektiv irgendwo einen Weg findet was für sich rauszuholen.<br>[00:12:02] das klingt jetzt ganz schön verschlagen dass man eigentlich viele Regeln hat, aber irgendwo merkt man es gibt dann doch Optimierungsmöglichkeiten.<br>[00:12:12] Bessere Stellen, besseres Essen und was weiß nicht was für sich rauszuholen oder irgendwie etwas draus zu machen.<br>[00:12:21] Noch ein Zurücksteil im Studium Lugard.<br>[00:12:23] ich habe einen Podcast gehört.<br>[00:12:25] das ist leichter viel als du dachtest.<br>[00:12:28] Das Studium.<br>[00:12:30] Jura steht ja im Verdacht Anstrengend zu sein, es hat eine hohe Durchfallquote.<br>[00:12:35] Es fallen viele Leute durch so ein Drittel etwa und... ...es ist ein bisschen die Mathematik.<br>[00:12:39] Man muss eigentlich gar nicht so viel lernen wenn man's früh versteht.<br>[00:12:42] Wenn man sich die Fälle anschaut und sich überlegt zwei Schritte zurück was ist denn jetzt eigentlich gerecht?<br>[00:12:47] Und dann sucht man die gerechte Lösung sie dogmatisch dann zu begründen und das ist auch anstrengender.<br>[00:12:52] Dann schreibt man in seinem Leben in einer Vorbereitung dreißig vierzig fünfzig Klausuren fünf Stunden lang.<br>[00:12:58] dass kostet viel zeit aber jede woche ein oder zwei von denen.<br>[00:13:01] und irgendwann merkt man ich habe den bogen raus dass wir holen sich nur die gleichen fragestellung.<br>[00:13:04] die art zu argumentieren ist nichts was man auswendig lernen muss sondern es kommt eigentlich wenn man ein bisschen gerechtlichkeits empfinden hat und versucht das abzubilden und dann juristisch auszudrücken.<br>[00:13:15] und dann kommen auch die punkte in den klaus waren also ist nicht unmöglich.<br>[00:13:20] Aber ist es dir leid gefallen?<br>[00:13:22] Eigentlich schon!<br>[00:13:23] Also, das klingt immer... Jetzt muss man mal ein bisschen darauf achten wie sich das anhört für Leute denen es schwer fällt.<br>[00:13:29] Aber ich habe nicht so viel gelernt ...wie manche andere und Ich bin nicht daran verzweifelt dass man konnte die Sachen auch verstehen.<br>[00:13:38] also insofern ja doch ich glaube es hat mir gelegen.<br>[00:13:41] Ich glaub jetzt hat sowas wie Talentbegabung ne?<br>[00:13:44] Also andere sind musikalisch, ich bin's gar nicht.<br>[00:13:48] Ich glaube dabei spricht man gar nicht so oft von Talent.<br>[00:13:50] aber Probleme zu lösen und Argumente zu formulieren.<br>[00:13:56] Das ist irgendwie auch fast trivial, ist etwas was verdammt hilft und analytisch zu denken und bei einem komplexen Gedanken nicht sofort abzuschweifen sondern es durchzudenken oder so lange beharrlich dran zu bleiben bis man eine befriedigen Lösung wird.<br>[00:14:11] Wenn man diese Fähigkeit hat und mag die Geduld dafür dann kann man auch juristische Probleme lösen.<br>[00:14:16] brauchen wir jetzt heute alles nicht mehr weil das die künstliche Indigenz macht die hat noch mehr Geduld.<br>[00:14:19] für da sind wir Juristen alle gerade in der großen Sinnkrise, weil gerade ist die Technik so weit dass sie die Klausuren besser schreibt als gemenschen.<br>[00:14:29] Ja das war eine krasse Zeit.<br>[00:14:32] Die Fernsehserien zum Thema Anwaltsserien gibt es auch tolle und viele.<br>[00:14:40] Wie groß ist denn der Unterschied zwischen der geeignen juristischen Arbeit?<br>[00:14:46] Man steht nicht gändig mit großen Plädoyers richter innen Also dann wahrscheinlich auch unfassbar viel Papierkram.<br>[00:14:54] Ist das vielleicht sogar auch gefährlich diese Fernsehserien, dass die uns so ein Idealbild von Gerüsterei erzählen?<br>[00:15:02] Wenn ich mit Bewerbern sprechen, dann sind viele geprägt von Suits.<br>[00:15:08] Alle wollen so sein und alle sagen natürlich ja ich weiß, dass es nicht die Wirklichkeit ist also natürlich die Kompressionen... dass er in einer Episode ganze Fall erzählt wird, das ist offenkundig.<br>[00:15:18] Dass die Verhandlungen ständig in der Parkgarage oder New York auf der Straße stattfinden auch, dass man wittert, dass es vielleicht nicht so ist und es gibt wirklich viel mehr Telefonieren oder Videokonferenzen machen aber eigentlich sind die Fälle da drin durchaus denkbar unmöglich.<br>[00:15:34] also die Konstellation auch die taktischen finden darin sind Sachen, die sogar Inspiration für die echte Arbeit sein können.<br>[00:15:41] jetzt darf man natürlich nicht glauben, Wenn man Jura studiert, als junger Anwalt dann gleich Harvey Spector ist.<br>[00:15:48] Also das ist vielleicht auch so wichtig, dass die Leute klar sein, es ist in der Serie auch sichtbar.<br>[00:15:51] Ihr seid nicht im Eckbüro mit den Base-Basketball-Bellen am Fenster sondern ihr seid erst mal unten in den Cubing, jetzt im Keller ohne Fenster und nicht alle werden da wie Mike Ross sofort Karriere machen.<br>[00:16:04] So gesehen, es isst auch ein Teil der Realität je nachdem worauf er von guckt.<br>[00:16:08] Meine Mutter ist Ärztin.<br>[00:16:11] Als ich Teenager und Kind war, haben wir die ganzen Arztserien geguckt.<br>[00:16:15] Keine Ahnung, Emergency Room oder wie sie alle hießen.<br>[00:16:19] später dann Dr.<br>[00:16:20] Haus Und Sie meinten das ist tatsächlich... Es hat auch Patienten verändert Das Patienten einfach erwarten was die ganze Zeit Dr.<br>[00:16:27] House nebenan steht und da versucht irgendwie Lupus zu finden.<br>[00:16:33] Aber in der Realität ist natürlich alles nicht stimmt und es kann passieren dass deine Krankheit nicht entdeckt wird.<br>[00:16:41] Aber ein Doktor Haus ist vielleicht entdeckt hätte oder es gibt das nicht immer.<br>[00:16:46] bei jedem Kriminalfall kommt allen CSI Team vorbei und macht die Genanalyse.<br>[00:16:52] Ja aber weißt du, die besonderen Fälle passieren zwar nicht häufig aber sie passieren durchaus.<br>[00:16:58] also zum Beispiel gestern war ich in Bamberg bei so einem Empfang der Justiz und Rätselnwaltskammern und Tare man sitzt da gemütlich im Biergarten zusammen.<br>[00:17:09] Und ich hätte dann ein richtiges Streitgespräch mit dem Generalstaatsanwalt, das wäre wahrscheinlich filmreif.<br>[00:17:16] also auch die Art wie man eigentlich Form wart aber allergrößte Missbilligung zum Ausdruck bringt und dann aber ganz viel taktische Sachen für den konkreten Fall dann zum ausbilden darf nicht tiefer reingehen, aber will nur sagen es ist nicht immer nur Papier.<br>[00:17:30] Es ist manchmal auch echt menschlich und das ist richtig handfest wie man da streiten kann und zwar auch face-to-face und nicht immer, aber es kann vorkommen als ich erlebe Dinge im Alltag die sich auch für eine Serie eignen würden, aber nicht jeder Tag ist ne Serie vielleicht so rum.<br>[00:17:49] Aber wenn man sich streitet auf professioneller beruflicher Ebene Fällt man sich danach auch wieder in den Arm und trinkt gemeinsam pro Seko?<br>[00:17:58] Also wir wollten glaube ich kein Bier trinken, aber wir haben uns die Hand gereicht.<br>[00:18:02] So nach dem Autofährungsgespräch?<br>[00:18:04] Na ja ganz häufig zum Beispiel ganz oft ist in so einer professionellen Ebene dieses Haarwald-Prinzip.<br>[00:18:10] Wir sind... Hart in der Sache aber weich zur Person, wobei das kommt an Grenzen wenn wir eigentlich.<br>[00:18:18] In der Sache darüber streiten wie wir miteinander umgegangen sind.<br>[00:18:21] malien geht also jetzt hier muss man gleich den minister einschalten und so weiter und da ist auch dort es möglich dass man in der form nen niedrigen puls wart und trotzdem eine gewisse in gewissen Anstand und Form aufrechterhalt.<br>[00:18:38] Und auch zum Beispiel das gegenseitige Verständnis für die jeweils andere, und völlig abgegensätzliche Positionen.<br>[00:18:46] Also das ist ganz häufig fast floskelartig zu sagen ich verstehe genau was sie wollen und was ihr Ziel ist.<br>[00:18:53] also Ich möchte beispielsweise dass Deepfakes aus dem Internet sofort entfernt werden und zwar nicht erst morgen sondern schon heute und er muss seine Behörde schützen.<br>[00:19:01] Er muss dafür sorgen dass sie nicht öffentlich schlecht dasteht.<br>[00:19:04] Das sind zwei gute Depositionen, die für sich genommen nachvollziehbar sind.<br>[00:19:08] Aber leider einander im Weg stehen.<br>[00:19:10] meinem Ziel zum Beispiel immer noch mal dann zu helfen.<br>[00:19:14] Würdest du sagen Du bist Aktivist?<br>[00:19:15] Weil also die Frage kommt danach weil wenn du einer bist Dann fällt es schwer wahrscheinlich Die Emotionen Wenn man engagiert und leidenschaftlich kämpft dann auch den Puls lieblich zu halten.<br>[00:19:31] wenn du keiner bist Also kein Aktivist, warum hast du dann dieses eine Thema zu deinem speziellen Thema gemacht.<br>[00:19:39] Mhm.<br>[00:19:41] Weißt du Raul?<br>[00:19:42] Man kann als Jurist im Grunde genommen jede Aussage treffen wenn man danach die Definition nachschiebt.<br>[00:19:50] also es kommt drauf an was man meint.<br>[00:19:53] mit Bill Clinton hat das so weit getrieben dass einer aussagt.<br>[00:19:55] das kommt darauf an was das Wort sein bedeutet.<br>[00:19:59] Also Aktivists dem Wortsinn nach.<br>[00:20:02] zunächst mal einfach ein Mensch der aktiv ist, der für etwas einsteht.<br>[00:20:04] Der vielleicht ideale Verfall.<br>[00:20:06] Klar bin ich da sofort dabei!<br>[00:20:07] Aber Aktivist bedeutet es hat mich gerade eigentlich in jungen Fremdkörper.<br>[00:20:11] Da finde ich gerade einen Streit in der Presse statt zwischen der Welt und der LTO darüber ob Gerichte Aktivisten wären und das ist eine Beleidigung.<br>[00:20:19] Das ist etwas mit dem ihnen die Sachlichkeit abgesprochen wird.<br>[00:20:23] einem Gericht Ein Anwalt gab das sehr wohl.<br>[00:20:25] Ein Anwald steht für eine Seite ein, ich habe nicht den Anspruch beide Seiten in Abwägung zu bringen.<br>[00:20:31] Ich trete zum Beispiel dafür ein, dass sich Plattformen an unser Recht halten und ich trete nicht dafür ein ,dass sie gut Geld verdienen können oder Arbeitsplätze in Amerika erzeugen sollen, was mit anderer Leute Interessen oder die technischen Möglichkeiten sich entfalten können mit allem, was Sie bieten ohne Regeln... einer Verfassung einzuhalten.<br>[00:20:50] Also ich bin an der Stelle natürlich mit einer Agenda unterwegs, aber die ist offen und erkennbar was auch für Aktivisten gehört.<br>[00:20:56] insofern das muss ich mir gefallen lassen.<br>[00:20:59] Ich bin nicht in jedem Fall Aktivist.<br>[00:21:01] also gerade die Fälle die nicht in der Öffentlichkeit stehen sind A will was von B aus eine Anspruchsgrundlage und da geht es relativ sachlich und langweilig manchmal auch zu.<br>[00:21:13] Aber ich glaube, ich sehe das ähnlich wie du.<br>[00:21:14] Also ich bin auch Aktivist oder würde mich selber ... Ich hätte kein Problem damit, ein Aktivismus genannt zu werden.<br>[00:21:20] Ich nenne mich oft selber Aktivists weil da ja auch ein Fundament dahinter ist und man macht ja nicht einfach nur aus Prinzip Aktivismus sondern wenn man ja auch Ahnung hat also das was du dann sagst ne?<br>[00:21:31] Man schiebt dann Fakten und Argumente nach die dann vielleicht überzeugen oder vielleicht auch nicht.<br>[00:21:37] aber irgendwann haben wir ja beide die Zehntausend Stundenregel auch erreicht dass sie zehn tausend Stunden mal in einer Sache arbeiten und dann schon auch Expertinnen sind.<br>[00:21:46] Luisa Neubauer ist ja auch Expertin, ohne selber von sich zu sagen das sie Juristin ist oder das sie Klima-Kanalsoleienlagen baut oder so?<br>[00:22:00] Ja ich glaube der Punkt ist den Aktivisten unterstellt man dann, dass man ihn nicht trauen kann weil sie immer eine Agenda verfolgen.<br>[00:22:08] also du bist ein Problem.<br>[00:22:11] Im Jura gibt es einfach eine Position Augumentation, wenn ich zum Beispiel erkläre wie das Bundesverfassungsgericht zu Baby-Premien steht die nur für Deutsche gezahlt werden.<br>[00:22:22] Was echt Impact hat auf die Meinungsfreiheit?<br>[00:22:25] Dann hat das den Anspruch eigentlich juristisch präzise zu sein.<br>[00:22:29] also man kann unterschiedliche Positionen haben.<br>[00:22:31] aber wenn ich referiere wie das bundesverfassungsgericht das sieht dann ist das nachvollziehbar richtig oder falsch.<br>[00:22:37] und In der Situation gibt's natürlich viele, die mir Aktivismus unterstellen.<br>[00:22:42] Aber damit auch gleichzeitig das Verfassungsgericht diskreditieren oder sogar unser Verständnis der Menschen würde.<br>[00:22:48] denn darauf läuft es hinaus wenn wir eine geboten Förderungspolitik betreiben sollten die darauf abzielt dass Autochtone deutsche Volk stärker zu vermehren und ein anderes zurückzudrängen.<br>[00:23:03] aber ich bin jetzt abgekommen.<br>[00:23:08] Das wäre ein Anhaltspunkt für Verfassungsfeindlichkeit, wenn man sowas betreibt.<br>[00:23:13] Also insbesondere, wenn erkennbar wird was eigentlich das Ziel ist.<br>[00:23:16] Insbesondere in der Begründung also wenn wir sagen Wir wollen weniger Flüchtlinge, wir wollen wenige Bedarf an Flüchtlingen oder an Zuwanderungen und wir wollen damit Geburten fördern aber selektiv zum Beispiel nur die geburten wo beide deutsche sind und nicht eingebaut sondern richtig Du sagst so von Kraftfülldeutscher oder jedenfalls keine binationalen Ehen.<br>[00:23:36] Wenn man sagt, wenn ein Ausländer und ein Deutscher einen Kind haben dann darf dieses Kind nicht gefördert werden.<br>[00:23:41] es muss anders schlechter behandelt werden als wenn zwei Deutsche ein Kind haben.<br>[00:23:45] Hey!<br>[00:23:45] Es gibt Parteien wie fordern das?<br>[00:23:46] Und wundern sich dann dass man ihnen vorwirft, dass das diskriminierend ist und die Menschen würde gerade bei so existenziellen Fragen wie Geburtenförderung eben eine Verletzung der Menschenwürde sieht wenn man eine solche Politik betreiben will, um mehr Geburten von rein deutsch-deutschen Kindern zu erzeugen.<br>[00:24:06] Wenn du dich vorbeigartest auf so einem Gericht zu erfahren, so ein Plädoyerhälz wie wir das halt aus dem Fernsehen kennt hast du dann Aufregungen im Sinne von oh mein Gott ich hab Angst was falsch zu machen.<br>[00:24:18] oder hast du ne Aufregung dieses Kribbeln?<br>[00:24:21] cool jetzt kann nicht meine Referat halten?<br>[00:24:23] Also es gibt schon einer Aufregmung vornem Auftritt also auch hier zum Beispiel.<br>[00:24:27] Es wird Zeit, mich endlich mal besser vorzubereiten.<br>[00:24:31] Wir haben dieses Treffen schon lange vorbereitet und haben mich damals angefangen meine Hausaufgaben zu machen.<br>[00:24:35] Aber dann wenn ich heute Morgen joggen gehe, dann schaue ich doch nochmal ein paar Sachen nach und versprechen können auch so aktuelle Könnte sein dass du auf die Idee kommst über irgendwelche neue Gesetzgebungsverfahren.<br>[00:24:47] also Die Aufregung ist nicht die Angst vor dem Versagen oder sich zu blamieren.<br>[00:24:51] das habe Ich eigentlich nicht.<br>[00:24:52] aber Es wird Zeit, man könnte verspätet sein da drinnen.<br>[00:24:57] Aber ich glaube du meintest eher so das Emotional-Kippen?<br>[00:25:00] Das kenne ich, endlich kann ich mein Wissen teilen!<br>[00:25:04] Also so vor großen Bühnen auftreten wie bei der Republikan, wenn man auf der Bühne eins steht... also da bist ja auch schon mal gewesen.<br>[00:25:10] Das ist schon aufregend.<br>[00:25:11] aber für mich ist es meistens Vorfreude dieses Geil.<br>[00:25:14] Ich gehe jetzt raus, da sind tausend Menschen die bereit sind mir eine Stunde zuzuhören oder eine halbe.<br>[00:25:23] eigentlich zur Bekämpfung von Aufregungen.<br>[00:25:25] Ich hab versucht, diese Anspannung des Adrenalin so zu frame'n als eine Freude.<br>[00:25:31] Ich freue mich hier zu sein!<br>[00:25:33] Das klingt wie Autosuggestion.<br>[00:25:34] aber anstatt oh Gott das sind ganz viele ich werde versagen einfach.<br>[00:25:37] hey ich spüre meinen Puls ich spüre mich ich stehe auf der Bühne ich will auf dieser bühne stehen die Menschen umarmen.<br>[00:25:43] dass ist das was mir in Kopf vorgeht.<br>[00:25:46] also nicht eine Angst vor etwas ungewissen sondern die Vorfreude vor dem was da gleich kommen wird.<br>[00:25:52] Und das merkt man, wenn man auf die Bühne geht und sich freut.<br>[00:25:55] Und strahlt und ernsthaft strahelt und sagt ja ich bin hier mein Publikum!<br>[00:26:01] Muss man als Anwält eine Art Kampensau gehen haben?<br>[00:26:06] Ich hatte früher gesagt nein gar nicht weil die meisten Anwälte sind eher die Aktenwürmer die bereit sind auch mal drei Stunden lang den Computer auszumachen um eine Akte von vorn ein bisschen durchzulesen Diejenigen, die in der Lage sind das dreißigseitenlange Gutachten konzentriert zu schreiben und so durchdenken um die Lücken da drinzufinden.<br>[00:26:28] Diese Aufgabe wird allerdings auch wieder jetzt kommen wir schon wieder zum KI-Thema mehr von KI übernommen.<br>[00:26:33] und dass was menschlich sein muss ist ja die Kommunikation und es würden werden... Das was du als Rampensauer beschreibst nämlich Menschen zu überzeugen, zu begeistern oder auch einzuschüchtern.<br>[00:26:43] Das Gewinn an Bedeutung!<br>[00:26:45] Es war schon immer Teil aber oft auch früher war's ja so.<br>[00:26:49] Ich hab die Position, ich habe Mitarbeiter, die mir gut achten oder die Vorbereitung machen.<br>[00:26:55] Die mehr Zeit haben sich mit den Akten zu befassen und dieses vorbereiten.<br>[00:27:01] also sagt mir wo sich Raul mit juristischen Themen auseinandersetzt.<br>[00:27:07] das macht halt jetzt die KI und nicht mehr die Rechercheure alle.<br>[00:27:13] Das heißt<br>[00:27:16] du<br>[00:27:17] bist in deiner Kanzlei so eine Art.<br>[00:27:22] Politiker, Minister und die Leute unter dir sind dann Staatssekretärinnen, RedenschreiberInnen usw.<br>[00:27:31] Ah das klingt sehr hier reicher schraul zumal es ganz viele gibt hier eine Kanzlei die genauso mit mir immer auf der Bühne oder vor der Kammer stehen wie Jessica<br>[00:27:40] z.B.,<br>[00:27:40] die auch deswegen vielleicht in diese Kanzler gekommen sind weil das ein Ort ist wo man auch etwas prägen kann in der Gesellschaft.<br>[00:27:47] Ich habe eher gemeint, obwohl ich hab jetzt ja gerade die Vorbereitungs-Podcast gemeint.<br>[00:27:53] Die habe ich jetzt nie bei wissenschaftlichen Mitarbeitern machen lassen.<br>[00:27:55] aber bei einem komplizierten Fall ist es normalerweise so, dass man eher die jüngeren Anwälter hat, die gut achten schreiben, die man los schickt früher in die Bibliothek und die dann die verschiedenen Fundstellen raussucht.<br>[00:28:07] Und das sind die Tätigkeiten von jungen Juristen wo's noch nicht so sehr darauf ankommt die Rammensau zu sein.<br>[00:28:14] Das lernen wir erst später.<br>[00:28:16] Und das ist genau die Tätigkeit, die sich gerade verändert.<br>[00:28:18] und deswegen würde ich den sehr introvertierten Menschen, die gerne lange konzentriert an Sachverhalten arbeiten.<br>[00:28:26] Nicht mehr uneingeschränkt Jura empfehlen wenn sie nicht auch bereit sind zu streiten, zu diskutieren auf Menschen einzugehen Geduld zu haben mit Menschen die unfair ungeduldig oder emotional sind.<br>[00:28:39] Das sind jetzt Sachen, die wichtig sind und wo man nicht mehr allein durch Arbeitszeichen sagen kann.<br>[00:28:44] bleibt mir vom Leib mit diesen Mandanten.<br>[00:28:45] Mit denen will ich nichts zu tun haben oder mit Gegnern.<br>[00:28:50] Habt ihr manchmal in der Kanzlei auch Streit über unterschiedliche Auffassungen von Sachverhalten?<br>[00:28:56] Ja das kommt schon vor.<br>[00:28:58] also natürlich das gehört zur Arbeit dazu dass man Positionen vertritt und Gegenposition aber das ist auf einem so professionellen Level dass man tatsächlich Es nie in dem anderen übel nimmt, wenn er sagt ich seh das anders.<br>[00:29:13] Streiten.<br>[00:29:14] es gibt andere Streitigkeiten.<br>[00:29:15] zum Beispiel warum ist die Tasse auf der Spülmaschine und nicht hinter Spül Maschine?<br>[00:29:20] Insbesondere spürschiene gerade gelaufen ist und ausgeräumt werden.<br>[00:29:24] also das ist ein.<br>[00:29:25] Das gibt's in jedem Dorf in jeder Firma<br>[00:29:28] Wahrscheinlich.<br>[00:29:29] also.<br>[00:29:29] deshalb sage ich dass auch weil es klingt so gefällig uns sagen gibt nicht wirklich was preis.<br>[00:29:34] Ich würde ja nichts sagen worüber man hier wirklich streitet.<br>[00:29:36] oder<br>[00:29:39] Du hast im Podcast halbe Kartoffel mit Frank erzählt, dass du mal zurechtgewiesen wurdest von deinen Kolleginnen.<br>[00:29:50] Dass es ja auch Anwaltsfach-Gehilfenen gibt die auch super wichtig sind oder einer ganz leile vielleicht sogar genauso wichtig weil ohne die einfach der Laden auch nicht laufen kann.<br>[00:30:05] also das ein Klassiker Die.<br>[00:30:09] Anwälte haben jahrzehntelang sagen wir anwälten haben Jahrzehnte lang, uns herausgenommen und es wie Gutsherren gegenüber dem Angestellten Personal den Rettungsfachen gestalten zu verhalten sie anzubrüllen in die Akten einfach auf den Tisch zu knallen und immer deutlich zu machen dass man was anderes was besseres ist.<br>[00:30:30] man lässt sich sitzen man ist nicht sitzt nicht am gleichen Tisch.<br>[00:30:33] und jetzt wundern sich so seit zehn Jahren die Rechtsanwältel das der berufrechtsamheitsfachen gestellter total unbelebt ist also die bei den berufschulen ist es so die leute gehen lieber in die versicherung in die unternehmen und nicht zum anwalt.<br>[00:30:47] dann stellt sie auch noch heraus dass man schlechter verdient.<br>[00:30:49] und so viel leidenschaft für gerechtigkeit bringen doch nicht genug leute auf das es genug nachwuchs gibt.<br>[00:30:54] also wir haben ein ernsthaftes problem und in den letzten jahren habe ich mich viel damit befasst oder auch artikel darüber geschrieben wie eigentlich anwälte attraktiv sein könnten Fachangestellte für Mitarbeiter, um sie zu halten.<br>[00:31:07] Nicht nur, um sich schnell einzustellen.<br>[00:31:09] Denn was ich auf der Gab es die Kanzleien, die sehr schlecht ihre Mitarbeitung behandelt haben, haben einen hohen Durchsatz und mussten ständig neu einstellen.<br>[00:31:18] Die brauchen also viele, haben dann also versucht über mehr Geld die Leute anzuziehen und irgendwann stellt sich da auch so eine Stabilität ein.<br>[00:31:25] wenn du genug Geld bezahlt hast lassen die sich vielleicht auch anschreien aber... Glücklich sind die dann trotzdem nicht und schlauer ist es eigentlich, es nicht über Geld sondern viel günstiger über wertschätzende Behandlung zu machen.<br>[00:31:36] Und aber das ist manchmal aufwendiger als einfach tausend Euro mehr Gehalt zu bezahlen.<br>[00:31:41] zum Thema jetzt auch da wieder Raul bekommen wir wieder auf das kthema.<br>[00:31:46] auf einmal dreht der markt und die anwälte sagen sich o prima ich brauche gar keine mitarbeiter.<br>[00:31:50] ich mach dass jetzt über KI.<br>[00:31:54] Ist die Fehlerquote mit der K.I.<br>[00:31:55] eigentlich hoch?<br>[00:31:57] Sie muss nicht höher sein als beim Menschen, weil Menschen auch Fehler machen.<br>[00:32:01] aber es hängt davon ab ob man sie richtig bedienen kann.<br>[00:32:04] Aber in der Kombination nämlich sich den Entwurf machen lassen und dann menschlich drüber gucken, kann was Brauchbares bei rauskommen, ob man damit Zeit spart ist noch mal eine andere Sache, aber gerade viele Routine arbeiten also der Output auf jeden Fall erst einmal höher.<br>[00:32:18] Und was die Qualität betrifft, hängt es davon ab wie gut die Leute erstens Jura können und zweitens die KI bedienen können.<br>[00:32:24] Man glaubt nämlich immer... Also Leute überschätzen sich das ja schnell sobald sie die ersten Proms geschrieben oder gesprochen haben.<br>[00:32:30] Naja ich kann deswegen noch bedienen.<br>[00:32:32] Glauben vor allem auch dass die Fehler, die dann rauskommen an der Technik liegen und verstehen oft nicht, dass Garbage in Garbage out ist einfach ganz viel daran liegt, wie man das Ding bedient.<br>[00:32:45] Kann wir doch mal zum juristischen Kernthema.<br>[00:32:51] Was ich schon sehr beeindruckend finde, versucht meine Brücke zu schlagen.<br>[00:32:57] Ich hatte vor einigen Jahren also engagiert mich ja viel für die rechte Bilder der Menschen und habe dementsprechend auch viel mit Juristinnen zu tun.<br>[00:33:07] Und da sagte eine bekannte Juristin zu mir das sie manchmal das Gefühl hat<br>[00:33:12] dass<br>[00:33:12] Richter ihnen Staatsanwaltschaften usw.. die UN-Behindertenrechtskonvention gar nicht verstanden haben.<br>[00:33:21] Dass es da quasi um Menschenrechte geht und nicht um Gefühle oder um Meinungen, sondern das eigentlich relativ klar ist was da drin steht und dass sie sich manchmal wünscht, dass es da auch Fortbildungen gibt.<br>[00:33:37] Das heißt meine Frage an dich du bist Jurist mit dem Schwerpunkt IT Recht.<br>[00:33:44] hast Du das Gefühl dass Staatsanwaltschaften und Richterinnen IT überhaupt so verstehen, wie du.<br>[00:33:56] Ich frage mich manchmal ob diese Lösung wir brauchen mehr Bewusstsein in der Justiz eine Krücke ist.<br>[00:34:05] also wir stellen nämlich fest man kann den Menschen Werte schwer vorschreiben man kann schwer.<br>[00:34:12] Wir versuchen sehr, ich meine das ist das Wesen von Recht dass wir Gesetze machen und sagen so.<br>[00:34:15] Wir haben Rechte, wir haben Menschenrechte!<br>[00:34:17] Wir haben Primisten die einfach allgemein gelten und die könnt ihr nachlesen.<br>[00:34:20] und dann stellen wir fest es funktioniert trotzdem nicht.<br>[00:34:23] Und bei behinderten Rechten haben wir das natürlich immer wieder... Wir haben das in meinem Bereich wo's um IT geht.<br>[00:34:30] deshalb hast du diese Brücke geschlagen wo ich mir auch wünschte.. Wären die kompetenter oder würden die einfach besser verstehen das digitale gewalt genauso wirken kann auf menschen wie physikalische gewalt dass da keine abstufung notwendig ist oder schon gar nicht mal sagen kann virtuell ist ja nicht echt.<br>[00:34:46] Das ist etwas wo man dann nahe liegen der weise sagt okay, wir brauchen mehr bewusstsein schulungen aber im grund und könnte man richter staatsanwältige ganze zeit schulen und bewusst sein versuchen zu schärfen.<br>[00:34:59] Und trotzdem ändert sich das nicht an dem problem weil wir müssen so viel bildungsarbeit leisten also.<br>[00:35:05] Du hast es ja bei fan fact gesagt, wir fangen dann sozusagen an nur mit sachen im kopf.<br>[00:35:10] Wir versuchen irgendwie ein umdenken zu erreichen statt eigentlich die maßnahmen umzusetzen ist wichtig.<br>[00:35:16] wir brauchen eine grundlage natürlich aber.<br>[00:35:19] Eigentlich sollten wir Sachen durchsetzen.<br>[00:35:21] also jetzt werden.<br>[00:35:22] ganz konkret wenn unternehmen.<br>[00:35:25] damit rechnen müssen, dass sie in Anspruch genommen werden aufgrund von Gesetzen.<br>[00:35:28] Weil Sie Regeln missachten oder wenn eine Behörde regeln missachtet und deswegen ist dazu führt das ein behörderten Behördenleiter halt nicht befördert werden kann.<br>[00:35:36] also Wenn Regeln knall hat durchgesetzt werden dann führt es oft schneller zu einem Bewusstsein als wenn Leute sehr empathisch drei stunden leute lang Leuten versuchen Empathie zu erklären, wo die Leute eigentlich an dem Handy sitzen oder im Gedanken woanders sind.<br>[00:35:51] was wirklich wirkt ist regulierung Regeln die im Zweifel vielleicht auch mal weh tun.<br>[00:35:57] also jetzt zum Beispiel in deinem Bereich wenn Unternehmen gezwungen sind bestimmte Maßnahmen diskriminierungsfrei umzusetzen weil es ansonsten teurer wäre und in meinem Bereich.<br>[00:36:09] ich habe mir gestern gedacht.<br>[00:36:11] Wir haben spezialisierte Staatsanwaltschaften für alle möglichen Bereiche aber für den Bereich deepfakes digitale Gewalt wo wir gerade ein Gesetzgebungsverfahren sind fehlt es an Spezialisierung bei den meisten Staatsanwaltschaften, von Bundesländern aus in Hessen.<br>[00:36:26] Und das wäre ja so ein Bildungsthema.<br>[00:36:29] Dann hat man Leute sich vielleicht ein bisschen besser damit auskennen und nicht die Missverständnisse erzeugen wie jetzt hier im aktuellen Fall passieren.<br>[00:36:37] Also ist eine Mischung aus beiden.<br>[00:36:39] aber ich glaube es geht nicht ohne klare Regeln, die bei Verstoß auch Sanktionen und Nachteile nach Sicht sehen?<br>[00:36:46] Ich glaube was ich an Jura so faszinierend finde sind dann die Vergleiche, die man macht.<br>[00:36:50] Also nee, dass man dann Metaphern bildet um Gleichnisse zu erzeugen.<br>[00:36:56] Eine befreundete Juristin hat zum Beispiel mir mal gesagt naja also wenn es jetzt darum geht das die Privatwirtschaft verpflichtet wird und das alles jetzt so schwach ist in der geplanten Gesetzgebung von Beirge-Refreut oder wenn das ein Gleichstellungsgesetz wo schon der Name Blanka Hohn ist ist dann am Ende darum geht, dass erst was passieren muss bevor vielleicht überhaupt eine Maßnahme gemacht wird.<br>[00:37:24] Jedes Mal neu und das kannst du so oft wiederholen, das hätte am Ende keine Sanktionen wenn es hundertmal passiert.<br>[00:37:31] Das ist ungefähr so wie bei der Vergleich, wenn man anstatt... Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen einzuführen.<br>[00:37:46] Einfach für mehr Erbecks sich einsetzen, immer dann wenn es passiert quasi und ich fahr das einen schönen Vergleich!<br>[00:37:54] Ja... Und es ist nett dass du glaubst, dass das typisch für Jura ist wobei in Wirklichkeit die Juristen sich oft nicht die Mühe machen eine Metapher zu wählen also jedenfalls untereinander sondern in ihren Fachaufsätzen so Zeitschriften hier ne?<br>[00:38:12] Wo nur Blei-Wüste drin ist, da ist keine einzige Metapher drinnen.<br>[00:38:15] Kein Bild<br>[00:38:17] und keine Bilder!<br>[00:38:19] Da mutet man es den Leuten zu das abstrakte Gebilde auch so zu verstehen.<br>[00:38:25] aber jetzt ist ja gerade die Kunst.<br>[00:38:27] Und das ist natürlich das Tolle mit Bildern verständlich zu machen.<br>[00:38:31] Und wir Juristen glauben, das braucht man nur für Laien.<br>[00:38:33] Juristen brauchen keine Metaphern.<br>[00:38:35] wie können es auch so.<br>[00:38:36] Gerade gerade diese Straßenverkehrsmetapher.<br>[00:38:37] ich habe gestern in einem Video verwendet wo es umgeht.<br>[00:38:40] Ich kann es eigentlich sein wenn ich mit meinem Auto verbotenerweise in der Fußgängerzone parke dann wird mein auto selbstverständlich sofort entfernt oder ich werde dazu gebracht ist zu entfernen.<br>[00:38:50] aber wenn nicht nackt Fotos meiner Nachbarin im Internet posten und ich werde dabei erwischt dann kann man sich keiner da drum von der Polizei und den Strafverfolgungsbehörden, dass das doch im Internet verschwindet.<br>[00:39:01] Im Gegenteil, man sagt so bitte die Finger davon lassen.<br>[00:39:03] wir müssen die Beweise sichern!<br>[00:39:05] Wir können auch das Haus... Achtung nächstes Bild nicht löschen wenn es brennt.<br>[00:39:08] damit würden wir ja Beweismittel vernichten.<br>[00:39:10] genauso absurd.<br>[00:39:12] ich brauche diese Metaphe um den Leuten klar zu machen dass das nicht sein kann das Rechtsverletzungen im Netz die halt vielleicht nicht so sichtbar spürbar anfassbar sind wie das Auto in der Fußgängerzone in der Feuerwehrausfahrt Dass das genauso absurd ist wie eben wenn du sagst airbags statt des problemen zu lösen wird jedem klar was mit dem bild gemeint ist.<br>[00:39:35] Wenn ich einen hartenkreuz auf meine hauswand malen würde dann gäbe es relativ klare Verstöße.<br>[00:39:43] es gibt naßnahmen die man machen würde.<br>[00:39:45] Es würde hoffentlich schnell beseitigt werden und so weiter.<br>[00:39:49] wenn ich aber ein harken Kreuz auf x poste Dann bleibt das stehen.<br>[00:39:56] Wieso hält sich dieser Mythos, dass das Internet ein Rechtsfeierraum ist so hartnäckig?<br>[00:40:02] Alle leute sagen dann immer es ist kein rechtsfreier raum, aber es ist ein rechtsverfolgungsfreier.<br>[00:40:07] Und dein bild übrigens mit dem harkenkreuz wird weitergesponnen.<br>[00:40:11] wenn du sagst nicht ich hab's dahin gemalt sondern einen unbekannte hats der hingemalte muss sich das entfernen und der punkt ist an deiner hauswand hat keinen harken kreuz zu sein entferne dass ganz gleich wir das hin gemacht.<br>[00:40:21] sorry dass du deine haken denn die wand aber sie ist halt leider sichtbar.<br>[00:40:25] deshalb musst du dich darum kümmern und im netz sagen sich viele hey wir sind nur ein abbilder gesellschaft wir haben die harken nicht selbst gemacht.<br>[00:40:32] Die sind schon da, jemand anders hat das gemacht und wir schaffen es nicht den Mist zu entfernen weil die Plattformenbetreiber sagen dass ist uns zu teuer.<br>[00:40:41] außerdem mögen wir vielleicht auch Hakenkreuze lieber als Nicht-Hakenkreuzer.<br>[00:40:44] so gut soweit kommt mittlerweile manche selbst auch eine Agenda haben und bestimmte Inhalte sogar propagieren.<br>[00:40:51] aber wenn ich also irgendwo paust dich dieses Haken Kreuz ja oder jemand.<br>[00:40:58] Also eigentlich ist es einfach so in dem generellen Feed, aber als Kommentar unter einer anderen Person oder im Hacken Feed und spätestens an der Stelle müsste doch derjenige den die Hauswand gehört also das Profil unter dem kommentiert wurde auch ein eigenes Interesse haben das wieder zu entfernen und vor allem entfernt zu können.<br>[00:41:21] Tja, weißt du, dass?<br>[00:41:22] heutzutage sind's gar nicht die Hakenkreuze.<br>[00:41:25] So primitiv sind sie nicht sondern heute sind es einfach hübschkolorierte Abbildungen von Nazi-Offizieren.<br>[00:41:32] Also muss ich mal Hitler und Göbbels sein?<br>[00:41:33] Sondern so eine ganze Seite wo Helden der Wehrmacht dargestellt werden mit Marschmusik unten drunter und schön coloriert damit das Leben gerechnet.<br>[00:41:42] So macht man heutzuthalge seine Verzierungen.<br>[00:41:45] Die Hakenkreuze sind natürlich dann trotzdem irgendwo anders noch als Beiwerk so nebenbei drauf.<br>[00:41:50] Aber das was du angesprochen hast, man müsste auch eigentlich ein Interesse daran haben das zu entfernen.<br>[00:41:54] aber dieses intrinsische Interesse ist jetzt jedenfalls bei einem Elon Musk nicht nachvollziehbar und deswegen müssen wir statt des intrinsischen ein extrinsisches Interesse haben wie zum Beispiel wenn er sagen würde gibt uns einfach sechs Prozent von deinem Jahresumsatz oder einfach zwanzig Millionen pro Tag wo es weiterhin online steht Dann würde es ja funktionieren.<br>[00:42:13] Wir trauen uns gerade nicht unser Gesetz unserer Recht durchzusetzen.<br>[00:42:17] Wir sagen nur, es gilt und wir haben so Regeln wo's auch drin steht.<br>[00:42:20] aber faktisch wird das nicht durchgesetzt jedenfalls nicht gegenüber ausländischen Plattformbetreibern.<br>[00:42:25] Gegenüber Deutschen schon?<br>[00:42:27] Aber da kommt ja sonst Herr Musk oder Herr Trump und verhandelt dann über Zölle wenn wir zu sehr unsere digitalen Rechte die halt anders sind als die der Amerikaner durchsetzen wollen.<br>[00:42:39] Aber auch die Amerikaner müssten eigentlich einen Recht daran haben, dass noch Marke wie, keine Ahnung, Procton, Gamble oder Coca-Cola unter deren Profile dann justiziable Inhalte gepostet werden.<br>[00:42:54] Sie die Möglichkeiten haben, sie zu<br>[00:42:55] entfernen.".<br>[00:42:56] Da funktioniert es auch.<br>[00:42:57] Raul das ist absurd an der Sache.<br>[00:42:58] Dort wo's um gewerbliche Schutzrecht, um Geld geht, funktioniert die Rechtsdurchsetzung ganz hervorragend?<br>[00:43:04] Wäre Hass oder Hetze Uheberrechtsverletzungen Würden die sofort entfernt werden, da gibt es privilegierte Zugänge für die marken in der rechte.<br>[00:43:13] Da gibt es upload filter da gibt das alles.<br>[00:43:16] wenn du auf youtube etwas hoch lädt und hinter im Hintergrund läuft ein radio wird das sofort automatisch gesperrt.<br>[00:43:22] sogar live view video stream wird unter oder<br>[00:43:25] nackte haut<br>[00:43:27] oder dass ja russfahrts und so weiter.<br>[00:43:29] solche sachen wären wunderbar erkannt Weil es dafür halt Regeln oder Interessen gibt, das zu entfernen.<br>[00:43:35] Das war so ein Gamechanger als ich das gestern bei der Recherche gehört habe.<br>[00:43:40] Hätten Menschen Copyright-Rechte über ihr Ausdehlen und ihre Stimme dann würde man zwar ein systemfremdes... eine systemfremde Logik anwenden, sie ist aber eigentlich dasselbe wie ein Coca Cola-Logo.<br>[00:43:56] Ja so wäre das das sogenannte dänische Modell wenn es zum Beispiel um Deep Fakes geht.<br>[00:44:01] Es ist so Mein Gesicht Dein Gesicht ist geschützt theoretisch durch das allgemeine Persönlichkeitsrecht.<br>[00:44:07] Das ist aber in Wirklichkeit der schwächste Schutz den wir im Recht haben.<br>[00:44:12] Marco Vekling hat das mit dem Känguru sehr schön illustriert.<br>[00:44:15] Das Känguro ist geschürzt durch das Urheberrecht.<br>[00:44:16] Du darfst Kängure nicht verbenutzen.<br>[00:44:18] Es ist immer geschützter sei denn du hast ne Lizenz.<br>[00:44:21] Dein Gesicht darf ich verwenden, weil dein Persönlichkeitsrecht zurücktreten muss gegen das Interesse der allgemeinen Information.<br>[00:44:31] Genau,<br>[00:44:33] aber da siehst du dieses Persönlichkeit existiert immer nur in Abwägung zu einem anderen Rechtsgut.<br>[00:44:39] also es ist nicht per se verboten sondern es ist eigentlich fast immer erlaubt es sei denn es ist ausnahmsweise verboten.<br>[00:44:44] jetzt klingelt wie ein Jurist Bei Urheber ist es genau andersherum.<br>[00:44:47] Ich habe immer ein Verbot, es sei denn ich habe eine<br>[00:44:49] Erlaubnis.".<br>[00:44:50] Und das ist genau der Unterschied.<br>[00:44:52] und das führt dann dazu dass zum Beispiel Eckhardt von Hirschhausen das Problem hat, dass er tausendfach im Netz ist weil er ständig missbraucht wird für Potenzmittel oder Nahrungsergänzung und er kommt dagegen nicht wirksam an.<br>[00:45:03] Er kriegt zwar erkannender Prozesse führen aber Meta sagt sich Irgendwann hört er auf bei dem zehntausendsten Prozess, aber vielleicht auch schon beim zweiten.<br>[00:45:10] Das können wir uns leisten und das sitzen wir aus.<br>[00:45:12] Wir verdienen nämlich viel mehr Geld mit seinem Gesicht und seinem<br>[00:45:33] Namen.<br>[00:45:41] Mirien, Bettina und Dominik.<br>[00:45:45] Ende der Service-Durchsage.<br>[00:45:46] Viel Spaß beim zweiten Teil der Folge!<br>[00:45:50] Wenn man sich mit deinen Fällen beschäftigt – du warst der erste, der es geschafft hat Facebook vor Gericht zu zahlen<br>[00:45:55] usw.,<br>[00:45:57] auch wirklich öffentlichkeitswirksam, richtig wo dann Manager von Facebook vorgerichtet waren was ja für deutsche europäische Maßstäbe wandbrechend war ... liest man deinem Ende doch, dass mich viel bei rumkam.<br>[00:46:17] Wie gehst du denn damit um?<br>[00:46:19] Da muss man noch permanent denken so, ach fickt euch alle!<br>[00:46:23] Also... Mühsam enerzis eichhörnchen zunächst einmal bei dem prozess damals in würzburg vor zehn jahren war.<br>[00:46:29] die sahen zwar aus wie manager aber es waren die anwälte von facebook.<br>[00:46:32] also persönlich haben sie nicht.<br>[00:46:34] allerdings gab es ermittlungen persönlich gegen manager und zwar die ganze linie runter soweit wir sie erkennen konnten durch die staatsinwaltschaft.<br>[00:46:41] also das waren noch zwei verschiedene verfahren.<br>[00:46:44] Es gibt zwischendrin immer wieder momente so ich sagte ich glaube ihr habt doch was erreicht.<br>[00:46:48] also nach diesem facebookprozess wurde ein gesetz erlassen was auch die Entfernung gegen Bußgelder von rechtswidrigen Inhalten gefordert hat.<br>[00:46:56] Und es war dann sogar so, dass in Vorbereitung auf die Wirksamkeit dieses Gesetzes die Moderationsentscheidungen tatsächlich besser waren für eine kurze Zeit bis sie gemerkt haben nachdem das Gesetzen kraftgetreten war dass die Buskerl ja doch nicht kommen.<br>[00:47:11] und dann haben sie wieder im Grunde um ihren alten Stiefel gemacht.<br>[00:47:13] Also es ist ein ständiges Hin- und Her.<br>[00:47:15] man kann im Grundum auch sagen, Die Idee das wir in Deutschland regulieren und an andere Länder nachgezogen hat macht erst möglich, dass wir den Digital Services Act haben der DSA, der dann richtigerweise auf europäischer Ebene stattfand damit wir eine einheitliche Regelung hatten weil EU Kommissionen dachte oh das kann nicht sein, dass die Franzosen und die Dän und die Österreicher jeweils unterschiedliche Regelungen haben.<br>[00:47:37] Wir machen jetzt auf EU-Ebene.<br>[00:47:39] Dummerweise stellt sich aber heraus, dass wir viel verletztlicher sind gegen politische Einflussnahme als es vielleicht ein einzelnes nationales Rechtsordnung wäre.<br>[00:47:49] Also insofern ich würde nicht sagen das wir gar nichts erreichen und wir haben noch immer einen ziemlich weiten Weg.<br>[00:47:54] Ich dachte eigentlich naiverweise vor zehn Jahren Das Thema muss man einmal erklären dann macht man die Regeln oder kümmert sich der Gesetzgeber drum Dass wir im Grunde zurückgeworfen werden, letztendlich auch durch die Trump-Regierung oder durch die Übernahme von Elon Musk.<br>[00:48:09] Das ist jetzt nicht nur einfach darum geht dass ein Sackaberg Geld verdienen will mit Werbung sondern das Leute sozialem Medien kaufen beeinflussen unsere Gesetze zurückbringen weil sie eine bestimmte Agenda betreiben wollen.<br>[00:48:20] damit hatte ich vor zehn Jahren nicht gedacht und es macht es dann umso wichtiger ... in der Diskussion weiterzuhalten.<br>[00:48:27] Ja, wollte ich damit gerade fragen... Was macht das mit dir?<br>[00:48:29] Also könnte man denken hat alles nichts gebracht,... ...alles für die Katze?<br>[00:48:33] oder kann man denken wie als erstes.<br>[00:48:35] Das können wir uns nicht leisten.<br>[00:48:37] Raubi, können Sie einfach sagen... Oh!<br>[00:48:39] Das war jetzt nicht so, wie es mir vorgestellt habe.<br>[00:48:41] Wir sind noch nicht soweit, wie's sein sollte.<br>[00:48:43] Vor allem wenn du nicht siehst, dass du übergeben kannst und sagen ist ein guten Händen.... Wie kommen wir uns jetzt lieber um die Marathon-Bestzeit?<br>[00:48:49] Ich muss mal da nebenher noch machen.<br>[00:48:52] Nee, es geht nicht.<br>[00:48:53] Ich hatte irgendwann auch tatsächlich einen... ... Pflichtbewusstsein gesehen.<br>[00:48:57] Ich habe mit dem Prozess vor zehn Jahren sehr viel Aufmerksamkeit bekommen, das war nett und höflich aber... Das hat einen auch verpflichtet oder mich, ich fühlte mich verpflichten, dann muss er auch liefern!<br>[00:49:07] Dann muss sie die Hintergrundarbeit leisten für dich sozusagen die Anerkennung bekommen haben, da muss sich am Thema dranbleiben und wenn jemand wissen wir wie es funktioniert, Journalisten nachfragen, dann musste ich das auch beantworten können, wenn es keinen anderen macht.<br>[00:49:20] Also ich meine natürlich bin ich nicht der Einzige, weil ich die Fragen mal antworten kann Wir müssen an dem Thema dran bleiben um bessere Lösungen zu finden.<br>[00:49:27] und wenn man dann versteht, es hat sich gerade die Welt verändert.<br>[00:49:29] Jetzt kommt KI und jetzt kommt die nächste Herausforderung dass sie so tun als wäre alles was an Lügen durch KI entsteht einfach System immer denn kann nicht verhindert werden.<br>[00:49:37] Dann müssen wir rechtzeitig den Politikerinnen und Politikern erklären warum Sie denen nicht auf den Leimen gehen dürfen.<br>[00:49:45] Wenn man da in dem Spiel drin ist kommen alle raus.<br>[00:49:47] Geht dir doch ähnlich wahrscheinlich, oder?<br>[00:49:48] Denkst du dir manchmal auch.<br>[00:49:50] Ich hab heute keine Lust auf wieder die gleichen Sachen zu erzählen, die Leute doch nicht verstehen!<br>[00:49:54] Ja<br>[00:49:55] ja genau man fällt immer wieder von vorne an.<br>[00:49:56] aber ich habe dann manchmal so kurzen Gedankenblitz wo ich denke da sind vielleicht alle Wege die wir bezahlt gegangen sind und auch die Falschen müssen wir vielleicht komplett neue Ansätze fahren.<br>[00:50:08] also keine Ahnung.<br>[00:50:09] einige Leute sagen halt wir müssen alles besetzen oder andere Leute sagen wir müssen andere juristische Fragen stellen.<br>[00:50:16] Also ich fand, dass mit dem Copyright tatsächlich mal interessante Gedanken gehen kann in Deutschland.<br>[00:50:23] So ich noch nicht so oft gehört habe.<br>[00:50:25] Ja und weißt du genau dieses?<br>[00:50:27] wir müssen dran bleiben?<br>[00:50:29] Es wird ja auch nicht langweilig wenn man neue Themen hat.<br>[00:50:31] dein Thema zum Beispiel zusammen mit meinem Thema DSA.<br>[00:50:33] er hat eine ganz große Schnittmenge.<br>[00:50:35] die algorithmische Verstärkung oder Dämpfung von bestimmten Inhalten wollen wir uns gefallen lassen das ein Algorithmus der womöglich sogar manuell beeinflusst ist aber auch wenn das nicht ist, der den Bayes der Gesellschaft widerspiegelt.<br>[00:50:51] Das ist was wir ständig reproduzieren also die sichtbarkeit Menschen beispielsweise.<br>[00:50:56] sollt es etwas sein was wir algorithmisch steuern oder ist das etwas wo?<br>[00:51:01] Der dsa eine vorschrift vorsieht die eine sicherung von Gefahren von Diskriminierungen an sich vorschreibt und es steht da so drin steht also ganz leise darin in den dreißigern hinten im dsa.<br>[00:51:15] Und das kümmert sich keiner drum weil ganz viele von den Vorschriften im ds e einfach nicht umgesetzt werden.<br>[00:51:19] jetzt könnte man sagen na ja hat halt nicht geklappt gehen wir wieder schlafen.<br>[00:51:23] aber eigentlich könnte man dort ansetzen.<br>[00:51:25] also muss ich nur überlegen wo man seine begrenzten Ressourcen einsetzt.<br>[00:51:28] aber dafür zu kämpfen, dass Algorithmen diskriminierungsfrei sind Das ist, glaube ich ein Hebel der sich lohnt ab und zu mal zu ziehen.<br>[00:51:38] Weil das bestimmt was wir sehen was wir denken was wir wählen wie wir die Gesellschaft wahrnehmen ob Behinderte immer nur in Gruppen waren das war total eingängig für mich wie du gesagt hast es müsste auch eigentlich jeder ein zehn Prozent behinderte Menschen in seinem Freundeskreis haben.<br>[00:51:55] wieso hat man das nicht?<br>[00:51:59] Wieso ist die Sichtweise noch nicht?<br>[00:52:00] Ich müsste auch eines zehn Prozent behinderte Influencer in meinem Feed sehen.<br>[00:52:05] Tue ich doch auch nicht.<br>[00:52:07] Wobei klar, dass Social Media wahrscheinlich kein Präsentativ für eine Gesellschaft ist.<br>[00:52:12] Viele alte Menschen sind nicht auf Social Media aber viele Bindermenschen sind alt oder alte Menschen behindert.<br>[00:52:20] Aber ja, ich verstehe was du meinst.<br>[00:52:21] Haben wir dann vielleicht so ein bisschen überhaupt noch eine Chance gegen den ganzen KI-Slop, gegen die ganzen Trumps und Metas und Plattformen vorzugehen als Deutschland, als Europa, als Welt.<br>[00:52:39] Na klar!<br>[00:52:39] Absolut weil Hallo, Deutschland wir sind ein unabhängiges Land.<br>[00:52:44] wie können unsere Gesetze machen?<br>[00:52:45] Wir können es entscheiden der digitale raum gestaltet wird.<br>[00:52:52] jetzt haben wir allen fall zum business thema das manche von den befugnissen auf europäischer Ebene abgegeben sind.<br>[00:52:57] ich war letztes jahr auf einer konferenz in indonesien zu menschenrechten und da wurde vorgestellt was die für eine regulierung zum schutz der jugend und kinder vorgesehen haben und ich dachte mir meine gute so ein kleines land indonesian ist gar nicht klein hat über zwei hundert social media nutzer diktiert.<br>[00:53:12] die regel sagt so wollen wir es haben.<br>[00:53:14] Die müssen sich nicht mit europa abstimmen sondern die sagest du weißt was dann kommt auf so ein podium denn auch der facebook manager der meta Mitarbeiter weil sie sich um diesen markt kümmern weil die wissen.<br>[00:53:24] Die indonesia würden uns abschalten die sind ja recht rigoros an der stelle auch und sagt sodass nur die regeln wir uns vorstellen bitte setzt die um.<br>[00:53:32] zum beispiel bei diesem social media verbot mag man jetzt für gute richtwahl schalten, hat nicht funktioniert, weil man im Grunde gesagt hat ihr müsst halt irgendwie euch bemühen, irgendwelche Regeln aufzustellen.<br>[00:53:43] Also machen sie Regeln die nicht funktionieren würde man einfach sagen lieber Meta du hast momentan fünfzehn Prozent unterverzunjährige auf deiner Plattform.<br>[00:53:52] Du bezahlst für jeden dieser Nutzer an einen gemeinnützigen Fonds für den Schutz von Jugend.<br>[00:54:00] Internet Sucht sagen wir mal einfach zehn tausend Euro und wenn du es schaffst die Zahl der Nutzer nachweislich geringer zu haben dann sparst du Geld.<br>[00:54:08] So würde funktionieren, wenn man das wollte.<br>[00:54:11] Und solche Regeln könnten wir schaffen?<br>[00:54:13] Wir müssen schlauere Regeln schaffen.<br>[00:54:14] Zuckersteuer hat in England funktioniert.<br>[00:54:16] es geht übers Geld.<br>[00:54:18] Wir müssten Rechtsverletzungen besteuern oder Abgaben darauf erheben.<br>[00:54:24] Das heißt die reine Lehre.<br>[00:54:25] also weiß gar nicht ob das technisch überhaupt funktioniert.<br>[00:54:29] könnte ich notfalls Facebook für Deutschland deaktivieren.<br>[00:54:34] Wie nah sind wir dann an Russland?<br>[00:54:37] Ja das ist eine ganz wichtige Frage Und ich halte ehrlich, ich hab vorhin auch diesen Vorball gesehen.<br>[00:54:42] Ich glaube, Social Media-Verbot für unter sechzehnjährige ist ein Armutszeugnis.<br>[00:54:46] Wir sollten das Zeug reparieren bevor wir es komplett wegwerfen.<br>[00:54:51] Social media ist nicht per se böse aber es muss nicht so schädlich sein wie's derzeit isst und wir müssen nicht radikal einfaches abschalten.<br>[00:54:59] also ... Das ist als Ultima Ratio vielleicht ganz gut um...<br>[00:55:02] Ist halt noch sowas liefloses?<br>[00:55:04] Ja absolut!<br>[00:55:06] Das empfehlen Leute die nicht weiter denken wollen.<br>[00:55:10] Es macht keinen Sinn als einfach komplett zu verbieten, aber es ist natürlich die einfache Lösung.<br>[00:55:17] und jetzt fangen wir an.<br>[00:55:19] das für Unter- und Völkungsgruppen oder bestimmte Inhalte.<br>[00:55:27] Es ist Hilfluss.<br>[00:55:27] Es gibt bessere Lösungen dazu, obwohl ich bereit bin darüber zu diskutieren.<br>[00:55:31] also Ich finde das ist am Schluss etwas was man auch den Social Media Betreibern Vorhalten muss dass es am Schluss rauskommen könnte.<br>[00:55:39] Das heißt Europa kurscht so sehr vor den Tech Bros<br>[00:55:42] natürlich Aber weißt du was?<br>[00:55:44] Das ist nicht weil die politiker böse sind sondern die Kommissions Präsidentin die Kommissare haben eine Abwägung zu treffen, die verhandeln gleichzeitig die Zollregeln für unsere Automobilindustrie oder Stahlindustrie und gleichzeitig die Umsetzung für Digitales.<br>[00:56:02] Das sieht dann so aus, sagt ein gewählter demokratischer Vertreter mit seinem Amerikaner.<br>[00:56:09] also ich sorry Kann dir hier ist es so echt wichtig, dass wir ja nicht zu viel mit Zölln belastet sind.<br>[00:56:15] Aber ich kann die auf der Galikalen eben auch nicht einfach sagen, wie schaffen den DSA ab?<br>[00:56:19] Wie wäre es wenn uns einfach einigen Wir machen den DSA aber wir setzen ihn nicht durch oder wir lassen uns ein bisschen Zeit.<br>[00:56:24] Können wir uns da nicht irgendwie einigen?<br>[00:56:25] das ist das was dabei rauskommt und wie gesagt Ich nehme es denen nicht übel.<br>[00:56:30] Das ist zwar furchtbar was daraus kommt aber das isst Realpolitik.<br>[00:56:35] letzten Endes könnte man anders machen, indem man es nicht von den gleichen Leuten verhandelt ist.<br>[00:56:40] Es sind zwar unterschiedliche Kommissare aber es ist letztendlich die europäische Ebene, die abwägen muss digitale Souveränität, digitale Menschenrechte, Menschenrechten insgesamt versus Wirtschaftsinteressen.<br>[00:56:55] Du hast einen bekannten Teil der Treten des Künastrafrahmen wo es am Ende Wetaverpflichtet wurde oder verurteilt wurde.<br>[00:57:04] er hat Zehntausende Euro Schmerzensgeld zu bezahlen was ja lächerlich wenig ist aus der Perspektive von Facebook und wahrscheinlich auch außer Perspektiven von Frau Künast nicht viel so viele Lebenszeit wie sie Und auf Schmerzen bis ihr damit erdriebt hat.<br>[00:57:21] Wie hoch müsstest du so eine Strafe sein?<br>[00:57:23] Das kann ich dir sagen.<br>[00:57:24] also zunächst mal in der ersten Instanz waren es zehntausend, in zweiten Instanz haben die gesagt oh Zehntausend ist zuviel weil das konnte Metia nicht wissen dass sie sich an dieses Gesetz halten müssen.<br>[00:57:34] und jetzt bleibt beim BGH wo das für die Zehntausend wieder offen sind, die könnten rauskommen.<br>[00:57:39] Aber deine Frage war wie viel müsste es eigentlich sein?<br>[00:57:41] Es muss soviel sein dass sich lohnt und in Amerika lohnt es sich!<br>[00:57:44] In Amerika sind Schadensersatzbeträge so hoch, dass Unternehmen einen Anreiz haben Leute vor heißem Kaffee zu warnen oder vor Mikrowellen oder vor rechtswidrigen Inhalten ist müsste ungefähr so hoch sein Dass man Das was man an Reputationsschaden hat Wieder gut machen kann.<br>[00:58:02] also wenn ich über dich eine Lüge verbreite dann verbreitet die sich sehr schnell, wenn sie interessant ist.<br>[00:58:07] Du könntest Geld in die Hand nehmen um die Richtestellung zu verbreiten.<br>[00:58:11] Dafür bräuchtest du aber sehr viel Geld!<br>[00:58:12] Das ist der Mindestbetrag.<br>[00:58:14] also soviel wie die Kampagne kostet und meine Reputation wiederherzustellen.<br>[00:58:18] Was<br>[00:58:19] gar nicht geht, wenn einmal ein Vorwurf draußen ist?<br>[00:58:21] Ja trotzdem gelbe... Also es bleibt trotzdem was hängen.<br>[00:58:25] deswegen muss es trotzdem noch eine Kompensation geben.<br>[00:58:27] Aber wenn wir es schon so wirtschaftlich betrachten dass das Unternehmen machen, wenn sie einen Reputationsschaden haben.<br>[00:58:33] Sie geben Geld aus und dann muss man sich mal überlegen was ist so ein typischer Betrag?<br>[00:58:39] Wenn es nur der Absatz von Turnschuhen ist, dann könnte man sagen okay wir haben jetzt ein schlechtes Image, dann machen wir etwas halt mit der Brechstange und machen so viel Werbung, dass die Leute trotzdem kaufen.<br>[00:58:47] Das ist der Wert von Reputationsschaden.<br>[00:58:51] oder andere Variante Facebook.<br>[00:58:54] wieviel hast du denn verdient Mit den Verleumdungen, die wir über Raul verbreitet haben oder lustigen Bildern, die sich dann verbreitete.<br>[00:59:01] Das Geld bitte abgeben mit einem Zuschlag von hundert Prozent damit es sich nicht lohnt das Zeug zu verbreiten.<br>[00:59:09] Wenn meta angeblich sechzehn Milliarden Euro Umsatz macht mit rechtswidrigen Werbungen Dann ist die Mindestabgabe die Facebook dafür bezahlen sollte oder meta Sechzehn Milliarden, damit fangen wir überhaupt erst mal an.<br>[00:59:23] Es muss sich mehr lohnen, sich an Gesetze zu halten als sie zu brechen weil im Augenblick sagen wir verdienen sechzehnt Milliarden Wir machen eine Milliarde Rückstellung weil so ein paar Idioten vielleicht dann doch klagen.<br>[00:59:31] aber Schluss stellt sich heraus.<br>[00:59:33] die milliarder haben wir gar nicht gebraucht weil Die kriegen ja nur zehn tausend pro fall und die meisten klagen nicht<br>[00:59:40] Was ich total krass finde.<br>[00:59:41] Aber als Als Gehste debatt mit freiendes Abkommen zwischen europa und den usa waren vor vielen Jahren.<br>[00:59:49] Da hat mir meine Juristin erklärt und fand ich ganz interessant, dass die Rechtssysteme auch gar nicht kompatibel sind in vielerlei Hinsicht.<br>[00:59:56] Also in Deutschland gibt es so Schutzrechte wie sie das mannte.<br>[01:00:00] also wie darfst erst ein Produkt auf den Markt bringen wenn es den Menschen nicht verletzt oder wenn ist ihnen nicht schadet?<br>[01:00:07] Und in den USA kannst du alles machen solange bis du verklagt wirst.<br>[01:00:12] Wenn man die Systeme zusammenführt dann widersprechen Sie sich.<br>[01:00:16] Die sind in sich logisch Ja, widersprechen sich aber wenn man sie zusammenführt und<br>[01:00:21] das kloa höhen.<br>[01:00:22] Genau und es wäre ja quasi bei sowas ähnlich.<br>[01:00:25] absolut wir konnten eigentlich ganz gut miteinander co existieren.<br>[01:00:30] Man steigt uns Flugzeug ist in einer anderen welt und nimmt hin dass zum beispiel amerika andere grundwerte gelten.<br>[01:00:36] man passt sich dort halt an aber in dem moment wo wir die gleichen produkte digital wie auch anfassbar verwenden Da werden diese Unterschiede sichtbar.<br>[01:00:45] Jetzt bleiben wir bei der digitalen Welt.<br>[01:00:47] zum Beispiel unsere Meinungsfreiheit, Wir haben Artikel fünf das Recht die Meinung zu äußern und es geht extrem weit.<br>[01:00:54] aber... ...wir haben nicht eine Redefreiheit die ist uns erlaubt Lügen zu verbreiten.<br>[01:01:00] wie amerikaner hingegen haben Nicht eine meinungsfreizeit sondern sie haben eine freedom of speech.<br>[01:01:04] Freedom of Speech ist die redefreiheid die um fast auch tatsachen behauptungen Und wir haben in deutschland uns gesagt beginnen den Schutz erst bei der Wertung, bei Meinungen.<br>[01:01:15] Tatsachen sind nicht geschützt in Amerika hingegen schon.<br>[01:01:18] also allein dieser kleine Unterschied führt dazu dass wir Riesenunterschiede haben weil die amerikaner betrachten es als Zensur wenn Wir In Deutschland Die Verbreitung von Ehren rührigen tatsachen behauptungen oder auch holokost leugnungen unter Strafe stellen oder verfolgen.<br>[01:01:33] sie sagen das ist doch zensur.<br>[01:01:35] dabei Habt ihr keine meinungsfreiheit und wir sagen wir haben halt vorher unterschieden zwischen wertungen und tatsachem behauptung.<br>[01:01:42] Das muss man im Hinterkopf haben, oder könnte man damit verstehen.<br>[01:01:45] Warum wir so unterschiedliche Wertesysteme haben?<br>[01:01:48] Weil die Amerikaner einfach zum Beispiel das Recht Waffen zu tragen... ...das steht halt in deren Second Amendment.<br>[01:01:53] Dass es bei uns im Grundgesetz nicht verankert ist und es nicht so wichtig gewesen.<br>[01:01:57] Die haben halt unterschiedliche Prioritäten.<br>[01:01:59] Ich lese immer häufiger dass das deutsche Grundgesetz eigentlich ein Meisterwerk ist weil es an einer Zeit geschrieben wurde wo man viele Dinge gar nicht abvorhörseln können, die sich einmal in der Geschichte zumindest bisher immer als sinnvoll erwiesen haben.<br>[01:02:17] Wie zum Beispiel diese Unterschiede zwischen Redefreiheit und Meinungsfreiheit?<br>[01:02:21] Wie erklärst du dir das?<br>[01:02:23] Na ja!<br>[01:02:23] Die Geschichte des Grundgesetzes ist geschaffen worden so auch in der Präambel um den Geraun des Dritten Reiches Einhalt zu gebieten und dafür zu sorgen, dass es sich nie wieder wiederholt.<br>[01:02:35] Das heißt unser Grundgesetz ist sehr misstrauisch mit dem Staat Es verhindert einen autoritären Staat.<br>[01:02:41] Es gibt auch der Regierung recht wenig Befugnisse Sehr viel checks and balance ganz viele Beschränkungen.<br>[01:02:47] Auch die Möglichkeit Parteien zu verbieten sind angelegt im Grundgesetz.<br>[01:02:52] Kannst.<br>[01:02:53] aber wahrscheinlich haben die machen Väter und mit des Grundgesetzes nicht damit gerechnet, dass wenn es dann mal so weit ist wir uns nicht trauen überhaupt die Prüfung in die Wege zu leiten.<br>[01:03:01] Aber das ist ein anderes Thema.<br>[01:03:02] Es ist auch ein viel jüngeres Gesetz.<br>[01:03:03] also es ist halt erst vor Sechzig Jahren entstanden und da hatte man modernere Erkenntnisse der Staatslehre und Staatstheorie aber vor allem von Sachen wie Nichtgut funktionieren.<br>[01:03:16] Und gerade dieses Antifaschistische im Grundgesetz ist etwas, was bis heute fortwirkt und gerade deswegen natürlich auch so angegriffen wird.<br>[01:03:25] Also ganz viele Leute finden das Grundgesetz gar nicht so ein Meisterwert sondern grauenvoll.<br>[01:03:29] weil zum Beispiel diese Menschenwürde die unantastbar sein soll?<br>[01:03:33] Die is ja hinderlich.<br>[01:03:34] wenn ich gerne die menschen würde von bestimmten Leuten sehr wohl antasten möchte oder ich möchte zumindest nicht dafür bezahlen müssen, dass jeder menschen am gesellschaftlichen leben voll teilhaben kann.<br>[01:03:45] Wie kann denn das sein sagen dann manche?<br>[01:03:47] Dass die menschenwürde aus mehr besteht als bettbrot super seife.<br>[01:03:54] Dass wir aus der menschen würde so viele individuelle ansprüche des einzigen gegenüber dem staat herausgeleitet haben.<br>[01:04:01] Das ist eine riesige errungenschaft vor allen weil die menschenden würde Gleich ist und nicht unterscheidet, wo du herkommst.<br>[01:04:09] Aus welchem Land du kommst, welche Sprache du brichst?<br>[01:04:10] Welche Behinderung hast oder wen du liebst?<br>[01:04:13] Dass die Menschenwürde gilt für jeden Menschen.<br>[01:04:15] Punkt!<br>[01:04:16] Und das ist manchen Leuten in Dornen im Auge und es wird gerade sichtbar.<br>[01:04:19] Früher hat man sich das nicht getraut zu sagen hier sehen die Menschen würde anders.<br>[01:04:22] wir wollen eine differenzierte Menschen würde.<br>[01:04:24] Das ist ganz offenkundig dass jemand der so etwas fördert darauf ausgeht die freiheitlich demokratische Grundordnung zu beseitigen.<br>[01:04:31] Aber da muss man jetzt auch ein bisschen unterscheiden.<br>[01:04:33] ja also der Text ist gut Nur die Umsetzung ist schlecht.<br>[01:04:38] Die Leute versuchen aus der Umsetzung ... Nein, daran so.<br>[01:04:43] Ich glaube, der Text und auch die Umsetzungen, die wir in den letzten Jahrzehnten mit dem Bundesverfassungsgericht umgesetzt haben sind hervorragend.<br>[01:04:50] Das Bundesverfaßungsgerichts hat sich wirklich getraut häufig auch der Regierung zu widersprechen und sagen, so geht das nicht.<br>[01:04:56] Das Klimaschutzgesetz?<br>[01:04:58] Zum Beispiel da!<br>[01:04:59] Ja, die versuchen nicht zu gefallen.<br>[01:05:02] Einzelne Unfälle kurz mal ausgenommen.<br>[01:05:05] Was aber im Augenblick passiert ist, dass das Grundgesetz frontal angegriffen wird.<br>[01:05:09] Es gibt Leute die arbeiten daran so sagen ja dieser Volksbegriff im Grundgesetz der ist falsch.<br>[01:05:15] wir wollen lieber einen ethnischen Volksbegriffe und das Volk muss auch eigentlich dass Die Verfassung definieren und nicht die Verfassung des Volkes muss doch andersrum sein.<br>[01:05:23] das Volke muss doch wichtiger sein.<br>[01:05:24] es kann nur nicht sein dass sich stürzbürgerschaft von so einem blühtem Grundgesetz was nicht mehr eine richtige verfassung ist Anführungszeichen ist bestimmt wird.<br>[01:05:31] Und da gibt es auf einmal leute die schaffen es unseren Staat, unsere Rechtsordnung und unser Grundgesetz so lange zu delegitimieren, dass man sagt, vielleicht wäre eine andere Rechtsordnung doch besser.<br>[01:05:43] Vielleicht ist unsere Regierung so schlecht, dass jede Ablösung besser wäre?<br>[01:05:48] Das läuft gerade!<br>[01:05:50] Glaubst du, wir kriegen noch die Kurve?<br>[01:05:53] Vielleicht entscheidet sich das in diesen Zeiten.<br>[01:05:57] Das Grundgesetz sieht Mechanismen vor um sich zu schützen auch vor Faschismus oder vor Autoritarismus.<br>[01:06:05] Und wenn das Grundgesetz allerdings nicht zur Wirkung kommen lassen, nicht einmal überprüfen zu lassen.<br>[01:06:14] Ob zum Beispiel Teilverfassungsrätig ist?<br>[01:06:16] Dann ist das Grundgesetzt.<br>[01:06:17] nur Papier dann und insofern die Frage mit der Kurve.<br>[01:06:21] I don't know ich bin nicht sicher wir haben die Chancen auf.<br>[01:06:23] Wir haben es noch in der Hand.<br>[01:06:24] Das ist auf jeden Fall noch nicht zu spät.<br>[01:06:28] Kommen wir zu dem Thema dass mich wirklich seit Jahren beschäftigt wie.<br>[01:06:33] beide sind Männer Und ich mache die Beobachtung, dass Männer im Netz anders gehasst werden als andere Geschlechter.<br>[01:06:43] Ja du hast gesagt, du vertrittest ... weil Jan Böhmermann vertrittes Eckart von Hirschhausen und da geht es halt um andere Meinungen.<br>[01:06:51] Da geht's um Produktplatzierung bzw.<br>[01:06:55] benutzen von Gesichtern, um Produkte zu bewerben für die sie gar nicht werben wollen.<br>[01:07:00] aber wenn wir vor allem Frauen oder Ähm, äh, Menschen mit Revationserfahrung und Frauen.<br>[01:07:07] Äh, ähh uns anschauen denen, deiner kannst du halt versuchen.<br>[01:07:11] Ähm dann ist das fast immer sexualisiert.<br>[01:07:15] Mhm.<br>[01:07:16] Ja!<br>[01:07:17] Das is... Was<br>[01:07:17] macht das mit dir?<br>[01:07:19] Also es macht vor allem Sorge für Mitarbeiterinnen weil aber ich eigentlich will jetzt gar nicht weiter aussprechen.<br>[01:07:29] also es ist glaube ich auch schon offen kundig.<br>[01:07:33] Von mir sind Deepfakes entweder rassistisch-spöttisch oder gewaltorientiert.<br>[01:07:40] Also es gibt dann so einen Account, wo ich irgendwie ein zerfetztes Gesicht und ein Küchenmesser im Kopf stecken habe.<br>[01:07:47] Das ist sozusagen die Art, lege Art ist wie man Männer versucht fertig zu machen?<br>[01:07:52] Und bei Frauen ist das immer auf einer sexualisierten Ebene.<br>[01:07:58] Wir haben glaube ich noch nicht ganz verstanden in der Diskussion was das mit... Frauen macht, vielleicht tun sich auch Männer besonders schwer.<br>[01:08:05] Gestern war eine Diskussion im Bundestag eine interdisziplinäre Aussprache zu dem Deepfake-Gesetz und da sagen jetzt Vertreter von meiner Berufsgruppe dass Masturbationsvorlagen dem Strafrecht entzogen werden sollen.<br>[01:08:24] also es geht um die Frage ob die Herstellung von Deepfakes verboten werden soll.<br>[01:08:28] So wie die Hersteller von Wojör aufnahmen oder Abscourt-Downblouse Aufnahmen, die auch in der Herstörung schon verboten sind und jetzt gibt es einige sagen wir haben schon so viele Strafgesetze.<br>[01:08:37] Es muss doch erlaubt sein dass ich von den Fotos die ich von meinen Mitarbeitern, Schülern oder Nachbarinnen mache mir irgendwie heiße Porno Bilder machen lasse Und das sehe ich durchaus anders.<br>[01:08:51] aber Das ist etwas wo sich manche Männer anscheinend schwer tun zu verstehen.<br>[01:08:58] Und ich finde es halt so erschreckend, weil weißt du ist es egal wenig in meinem Podcast.<br>[01:09:02] einwärde also bikes eine frau ist dauert das nicht lange bis älteren sechstischer kommentar kommt.<br>[01:09:09] das muss doch nicht mal ein pornografisches Foto sein.<br>[01:09:11] oder ein Diebfeld dann einfach nur so ausschließlich aufs Äußere reduziert oder auch das geschlecht reduziert.<br>[01:09:19] wo ich mich frage Also kann man dem überhaupt juristisch habhaft werden?<br>[01:09:25] Oder brauchen wir, also alle sagen ja, wir müssen irgendwie sensibilisieren.<br>[01:09:29] Wir müssen Jungs erziehen und so... Ich habe manchmal das Gefühl solche Aussagen sind auch, wir wissen sonst nicht was wir tun sollen.<br>[01:09:38] Weißt du, Rahme?<br>[01:09:39] Ich glaube Maßnahmen darf man nicht deswegen abtun.<br>[01:09:42] Weil sie das Problem nicht vollständig lösen.<br>[01:09:45] Man kann es eine tun ohne es andere zu lassen.<br>[01:09:47] Also muss es trotzdem tun.<br>[01:09:48] zum Beispiel sind jetzt wieder aus juristischer Sicht Gesetze geben auch ne Orientierung was es erlaubt oder nicht erlauben nur weil wir zb die Hersteller von DeepFake Pornos nicht überall erwischen weil wir die Geräte nicht alle sehen und auch nicht kontrollieren wollen ist aber ein ganz wichtiges Signal an Jung und Alten Menschen, ob wir sagen hier ist gerade eine neue Technik die wird angeboten auf den Web auf den App Stores.<br>[01:10:14] Ob der Gesetzgeber sagt darfst du machen ist erlaubt kostet Geld viel Spaß damit.<br>[01:10:19] oder gesagt das was man macht ist verboten.<br>[01:10:21] ganz wichtig weil die Leute orientieren sich momentan auch erstmal selbst.<br>[01:10:24] das ist ja eine faszinierende Technik.<br>[01:10:25] da denkt man was da passiert probiert es einfach aus.<br>[01:10:29] Da sollte man bei Gelegenheit mal Bescheid sagen.<br>[01:10:31] Du kannst dir künstliche nackte frauenbilder erzeugen aber in dem moment wo du das bild deiner kollegin hoch lädst gehst du etwas.<br>[01:10:39] verboten ist noch nicht.<br>[01:10:42] Das müssen wir jetzt gerade entscheiden dass es die frage, die die gesellschaft entscheiden muss ob wir bei neuen techniken sagen eine technik soll man nicht beschränken oder ob wir unsere werte in der gesellschaft noch irgendwie zur wirklichkeit bringen wollen.<br>[01:10:57] eben, also wir müssen das beschreiten.<br>[01:10:59] Wir müssen da Regeln einführen weil wir auch Straßenregeln angeführt haben.<br>[01:11:03] die Ampel hält mich auch nicht davon ab über Ruhr zu laufen, sondern eine freiwillige Entscheidung.<br>[01:11:09] Wir haben sehr lange den Straßenverkehr ohne Straßenregel ohne Ampeln und ohne Führerscheine betrieben.<br>[01:11:14] irgendwann es hat sehr lange gedauert stellt man fest man braucht so ein paar Regeln was dann doch besser miteinander funktioniert.<br>[01:11:20] aber natürlich wie immer da gibt es Streit und nur weil immer wieder neue Probleme aufkommen.<br>[01:11:26] Es ist umso wichtiger, dass wir in dem Thema dabei sind.<br>[01:11:29] Dabei bleiben und es durchdeklinieren mit allen Facetten aus der technischen Sicht, aus der Gleichstellungssicht, aus einer feministischen Sicht weil überall dort sich Konsequenzen ergeben.<br>[01:11:43] Ja das ist aufregende.<br>[01:11:44] daran.<br>[01:11:47] Was antwortest du Betroffenen von digitaler Gewalt?<br>[01:11:51] Wenn dann keine Ahnung die Polizei Direktion sagt, machen sie doch das Internet aus.<br>[01:11:59] Boah!<br>[01:12:00] In welchem Jahr sind wir hier eigentlich?<br>[01:12:02] Aber tatsächlich passiert sowas.<br>[01:12:03] also vielleicht muss man meinen Best of-Polizei Sprüche machen... Jan Böhmermann hat ja mal eine Sendung gemacht, Polizei ist nicht im Internet.<br>[01:12:11] Sophie Stolpe erzählte von ihrer Begebenheit die schon fünf sechs Jahre zurückliegt als er an der Schule war, Influencerin.<br>[01:12:18] Da wurden Deepfakes Erzeugt von einem Mitschüler und die Polizei sagte sehen sie es doch als Kompliment!<br>[01:12:24] Und der Spruch mit das machen Sie doch das Internet aus... wichtig, weil es so verbreitet ist.<br>[01:12:30] Und das galt vielleicht auch eine Zeit lang, dass man gesagt hat, so, das findet doch nur auf diesem komischen Kanal statt, da gehen sie halt nicht rein!<br>[01:12:38] Gehen Sie halt nicht auf Exo oder Telegramm oder Discord was auch immer?<br>[01:12:41] So als würde das Problem aufhören wenn man nicht hingeht und sich sieht also würden die Leute aufhörn zu existieren.<br>[01:12:48] ich glaube in der Vorstellung des Polizisten ist ein bisschen... Ich bin da auch nicht, also habe ich dieses problemen nicht.<br>[01:12:53] Und jetzt gibt's zwei Punkte, das eine ist Es geht schon längst über das Internet hinaus.<br>[01:12:57] Ich muss nicht im Internet sein.<br>[01:13:00] Und trotzdem kann es mir passieren, dass meine Fotos die in der... Schule gemacht worden sind im Internet als Deepfakes kursieren.<br>[01:13:08] Ich habe nichts falsch gemacht, ich habe nicht das böse Internet benutzen.<br>[01:13:11] trotzdem findet es statt und ist raus weil meine Nachbarn möglicherweise diese Bilder von mir gesehen haben.<br>[01:13:18] Und dann ist das andere.<br>[01:13:19] wir müssen irgendwann mal anerkennen dass das digitale Leben nicht das unwirkliches isst.<br>[01:13:22] Das ist eine soziale interaktion.<br>[01:13:24] manche leute leben dort.<br>[01:13:25] also ich hab Mitarbeiter die am liebsten des wochenende mit runtergelassenen Rollos verbringen und zusammen mit dem Mann Spiele spielen oder Rollenspiele machen.<br>[01:13:36] Das<br>[01:13:36] ist halt die Werkzeug zum Arbeiten,<br>[01:13:38] oder das?<br>[01:13:39] Es ist nichts Unwirkliches es ist da.<br>[01:13:40] wie können ich einfach sagen wir machen's aus dass Absurd.<br>[01:13:45] So wie einem Handwerker kann zu sagen du hast keine Baummaschine benutzen<br>[01:13:49] genau dann kann ja auch nichts passieren.<br>[01:13:51] also aber das ist ein weit verbreiteter Gedanke von Leuten die vielleicht das Digitale noch tatsächlich ausblenden können und darauf basieren, viele Missverständige.<br>[01:14:02] Darauf basiert viel dass wir die Gefahren im Internet stattfinden nicht richtig ernst sind das die Polizei sich nicht drum kümmert die Gefahr in die dort sind dann auch abzustellen.<br>[01:14:12] Ich hatte hier ein paar Folgen die Kommunikationswissenschaftlerin Dana Buchzig zu Gast und sie hat gesagt du weißt ähnliches wie das internet ausschalten ist auch die Aussage du musst Gegenrede machen Weil von Gegenrede profitieren ja auf jeden Fall schon wieder die Plattform und nicht die Betroffenen.<br>[01:14:37] Weißt du das habe ich vor acht Jahren wahrscheinlich auch gesagt, dass mit Gegenredet das war so was Aktives, das war sowas Empowerndes.<br>[01:14:43] Du musst dir gegen reden oder andere müssen unterstützen.<br>[01:14:45] also die nächste Forschung davon war Nicht du musst gegen rede leisten sondern deine Follower deine die Zuschauer müssten sich dagegen erheben.<br>[01:14:53] Und was wir damals übersehen hatten ist damit Befeuern wir den Algorithmus, damit treiben wir die Diskussion an und vor allem wir sorgen dafür dass diese Inhalte mehr Reichweite aber auch mehr Werbeumsätze bekommen.<br>[01:15:06] Es war echt schwierig und Leuten klar zu machen das es manchmal besser ist einfach einen blöden Kommentar... im Nichts versinken zu lassen.<br>[01:15:16] Manchmal sieht ja, wie viel Like oder Aufrufe etwas hat und dann ist gerade das nicht reagieren des Schlauers drauf.<br>[01:15:23] Wobei das lösten auch nicht das Problem denn rechtswidrige Inhalte sollten entfernt werden, nicht einfach nur unsichtbar gemacht oder ignoriert werden.<br>[01:15:31] Zumal es stört mich vielleicht auch wenn fünfzig Leute ein Nacktbild von mir sehen oder eine Gewaltdarstellung oder eine Verleumdung.<br>[01:15:38] Also insofern ja das sind weitverbreitete Nimm taugliche Versuche oder Empfehlungen.<br>[01:15:49] Du hast gerade gesagt, dass Renati Pünast zehntausend Euro Schmerzensgeld zugesprochen bekam und dann wurde das in Frage gestellt.<br>[01:15:55] Das heißt es scheint noch in Behandlung zu sein.<br>[01:15:58] bekommt man das Geld wirklich irgendwann?<br>[01:16:00] Oder ist es einfach nur so ein mediales Wort Das ist gar nicht ab deinem Konto erscheint.<br>[01:16:06] Also ich habe schon überwaltung von Meta, zum Beispiel kostender Stadt und wenn im Prozess gewinnt dann wird auch tatsächlich überwiesen.<br>[01:16:13] Überwiesen wird immer von den Anwelten also nicht vom Meta selbst.<br>[01:16:17] Renate Kühners wird womöglich das Geld nie sehen sondern es an dem Prozessfinanzierungspot ... von Hate-Aid zurückgeben, wobei das auch nicht reichen wird um diesen Prozess zu fundieren.<br>[01:16:28] Also diese Zehntausend sind... Ja, krass!<br>[01:16:30] Also der Prozess ist natürlich viel teurer mit all den Anwälten.<br>[01:16:35] Der Prozess läuft seit fünf Jahren und das zeigt eigentlich wie absurd es ist wenn jemand das nicht... macht um diesen Prozess zu führen, um ihn sichtbar zu machen.<br>[01:16:44] Aus eigenem Antrieb um zehn tausend Euro zu bekommen lohnt sich das nie im Leben.<br>[01:16:47] also wenn jemand käme und es kommen Leute zu mir ich muss ihnen leider sagen also so ein Prozess gegen Meta zu führen ist immer eine Materialschlacht weil Meta sagt sich den mache ich platt einfach durch meine Übermacht weil ich habe mehr Zeit mehr Geld Ich kann mehr Anwälte bezahlen Und unabhängig davon ob die klageberechtigt sind nicht wir gehen einfach durch alle Instanzen Wir legen einfach alle rechtsmittel einen die denkbar sind Und wenn sich das rum spricht, dass selbst wenn du im Recht bist, du durch fünf Instanzen zweimal verfügungsverfahren dreimal Hauptsache.<br>[01:17:16] Du musst fünfmal vor Gericht gehen dann musst auch fünf mal gewinnen.<br>[01:17:19] wir machen jedes Mal All in Wir machen jedes mal also nicht.<br>[01:17:23] im Meter geht nicht alle aber sie erhöhen jedes Mal den Einsatz und deswegen ist es eine Materialschlacht und deswegen bräuchte es dafür auch eine Lösung.<br>[01:17:31] weil eigentlich müsste der Staat bei solchen Sachen unterstützen könnte er andere Länder haben das auch umgesetzt, dass zumindest bei bestimmten Verletzungshandlungen nämlich bei Diskriminierungen der Staat oder die Antidiskriminierungsstelle dem Rechtstreit beitreten könnte.<br>[01:17:49] Das gibt es in Deutschland<br>[01:17:51] nicht?<br>[01:17:52] Das wäre eine Möglichkeit aber auch mit eigenen als befreundeter Prozessbeistand wo einer Hörde selbst im Rechtsstaat beitreteten könnte ist eigentlich vorgesehen, sollte umgesetzt werden.<br>[01:18:05] Deutschland tut sich da ein bisschen schwer weil du weißt ja wir haben in Deutschland große Angst vor dem AGG gehabt.<br>[01:18:09] das könnte ja die Wirtschaft zu sehr beschädigen.<br>[01:18:12] deswegen hat man in Deutschland anders als in anderen Mitgliedschannen das AGG ganz ganz schwach ausgestattet nur den Mindestbestand.<br>[01:18:20] Also vielleicht kommen jetzt bei der Gelingheit jetzt beim Jubiläum mal drauf gucken schauen wie schlimm war es denn jetzt für die Privatwirtschaft?<br>[01:18:28] Könnte man nicht jetzt mal nochmal nachsteuern und gucken?<br>[01:18:31] Und es sind ja auch ein paar Richtlinien umzusetzen gerade, die einen besseren Schutz von Opfern von Diskriminierung vorsehen.<br>[01:18:41] Es ist das alles das wert weil du hast mal den Max-Dotto-Preis gewonnen für Zivilcourage.<br>[01:18:50] Du hast fünftausend Euro als Preisgeld erhalten.<br>[01:18:53] Renate Künast hat deine Lauda zu gehalten und danach gab es so einen krassen Shitstorm auf dich, dass wenn ich das richtig verstanden habe du sogar das Land verlassen musstest.<br>[01:19:08] Da stimmt die zeitlichen Zusammenhöhung nicht ganz.<br>[01:19:10] also landverlassen war aber das war vorher.<br>[01:19:13] Shitstorms hab' ich immer das ist ganz normal.<br>[01:19:15] also ich muss eigentlich nur Hallo sagen auf X und dann kommen Die Leute auslöchern gekochen um drunter zu kommentieren.<br>[01:19:23] das ist sozusagen dort schon ganz normal.<br>[01:19:26] Das Landverlassen war nicht wegen den Shitstorm, sondern wegen konkreten Bedrohungen weil sichtbar war dass Leute sich die Mühe gemacht haben sehr viele Informationen über meine Familie herauszufinden und klargemacht haben dass sie privilegierte Informationen haben um die auch umzusetzen wenn es denn nötig sein sollte.<br>[01:19:44] und später Jahre später erst hat man rausgefunden dass der Täter von diesen Morddrohungen auch derjenige war dem NSU-Zweikung Null gegründet hat Weil er nämlich festgestellt hat, dass das ganz gut funktioniert mit den Drohungen.<br>[01:19:56] Man kann auf diese Weise am gesellschaftlichen Diskurs teilhaben vom Sofa aus in dem man Leuten Bedrohungsmails schickt oder schreiben oder anrufe und auf dieser Weise Leute vom Diskurs fernhalten.<br>[01:20:11] Das funktioniert!<br>[01:20:13] Aber<br>[01:20:13] er oder sie ist an Informationen über dich und deine Familie gekommen die sonst nicht allgemein zugänglich sind?<br>[01:20:19] Wir kennen das aus dem NSU, zwei Punkt Null.<br>[01:20:21] Da kann man zum Beispiel einfach mal bei der Polizei anrufen und sich als Kollege ausgeben.<br>[01:20:24] dann hat man auch einmal Zugriff zu Polizeirechtern.<br>[01:20:26] möglicherweise ganz aufgeklärt ist das nicht aber Das ist sozusagen eine der Deutungen wenn es nicht die Polizei selbst gewesen sein sollte was wir gerne ausschließen möchten.<br>[01:20:37] Manchmal also.<br>[01:20:38] es gibt in den Ermittlungsakten sehen wir jetzt mittlerweile die Notizdaten.<br>[01:20:42] Also er hat elektronisch sehr brav Notizen gemacht.<br>[01:20:45] Dann ruft dabei Quelleversand an.<br>[01:20:47] gab's damals noch ein Gucken?<br>[01:20:48] Da ein Konto ist, sammelt sich seine Informationen zusammen vom Sofa aus.<br>[01:20:53] Findet dann heraus trotz Auskunftssperre, Meldesperre und allen möglichen Schutzmaßnahmen oder ich meine ich wohne hier in Würzburg wenn du verbündet ihr her hast in Würzburg Schau mal wo der Jun joggen geht was deine Familie so macht Sammel mal einen dossier zusammen<br>[01:21:11] Und das war der Punkt dass Du gesagt hast du kommst zurück weil er dann verhaftet wurde?<br>[01:21:15] Nein<br>[01:21:16] nein.<br>[01:21:16] also Eigentlich der beste Entlastung im Moment, das war damals der Facebook-Prozess, war dass wir verloren hatten.<br>[01:21:22] Dadurch, dass das Gericht damals entschieden hatte, dass Anas Modamani – das war der Flüchtling, der da Selfie mit Angela Merkel gemacht hat – dadurch gesagt hat, wir können im Verfügungsverfahren das nicht aufklären und das Gerich hat nicht die Sachkenntnisse um zu beurteilen ob Facebook jetzt in der Lage ist oder nicht.<br>[01:21:39] Heute wissen wir es natürlich!<br>[01:21:41] Hat es die Einswählverfügung abgewiesen?<br>[01:21:42] Und damit war und die Sensation erst einmal beendet.<br>[01:21:48] Außerdem spielte dann ein anderes Spiel, ein anderer Film im Kino in dem.<br>[01:21:52] Heiko Maas hatte kurz danach seinen Netzwerk-Durchsetzungsgesetz vorgestellt.<br>[01:21:56] Und dann war der Fokus von diesem Prozess erstmal weg.<br>[01:21:59] Es ist nämlich so... Die Leute, diese Morddrohungen betreiben sind Kampagnen orientiert.<br>[01:22:04] Die hängen sich nicht jahrelang ans gleiche Opfer sondern ziehen oft weiter.<br>[01:22:08] Ist nicht besser für denen wo sie weiterziehen aber es ist manchmal gerade bei solchen Shitstorm Wellen Dass es einfach nur ausreicht, manchmal die Luft anzuhalten und zu überleben.<br>[01:22:21] Aber ja, da gibt's mittlerweile Konzepte dafür wie man bei so etwas umgeht.<br>[01:22:27] Unternehmen sollten eigentlich ein White Book also eine Vorbereitung für sowas haben weil in der wenn sowas passiert bei Unternehmen oder wenn angeht zum Beispiel jetzt bei der süddeutschen Zeitung stellt sich heraus dass sie Leute oft nicht gut vorbereitet sind auf solche konzertierten Angriffe.<br>[01:22:49] Kann man sich selber verteidigen?<br>[01:22:52] Nicht gut, also ... Ich kann den Gebühren klar, ich kann Kostenklagen selbst führen.<br>[01:23:00] Aber schon in dem Moment wo... Also wenn es um Löschung von Rechtswidrigen Inhalten geht, Beleidigung<br>[01:23:06] usw.,<br>[01:23:07] dann liest man die ganzen Kramen, dann sollte man den Kopf frei haben und ich kann ganz gut differenzieren Bei fremden mandaten also bei fremde fällen natürlich einen coolen kopf behalten analysieren und den mandanten sagen, wie man etwas zu verstehen hat oder was man ignoriert.<br>[01:23:24] aber ein eigenes ist so schwer.<br>[01:23:25] es geht allenfalls vielleicht noch mit kollegen in der kanstlei.<br>[01:23:29] Wo man sich dann vielleicht auch genau absprechen muss wer sich das an alles anschaut.<br>[01:23:35] Ich überlasse es Kollegen auch Social Media Beiträge anzusehen, wenn ich man wieder in den Hinweis bekomme wo hier wieder was über mich verbreitet wurde.<br>[01:23:44] Ich leite das dann erst mal weiter ein andere.<br>[01:23:47] Das macht dann doch etwas mit einem?<br>[01:23:49] Ja klar!<br>[01:23:52] Ich bin wirklich erschrocken als ich gelesen habe dass die Andelte von Barbara Chappell Herr Speer und... Irgendwas anderes.<br>[01:24:03] Stahl, ja.<br>[01:24:05] Also alles so ist das Zufall...<br>[01:24:10] Alles<br>[01:24:10] aus einer Zeit wo man denkt, es könnte auch geskriptet sein.<br>[01:24:15] Die Namensgebung ist wirklich verrückt, wobei das sind alles gestandete Strafverteidiger die durchaus mit den Beinen auf dem Boden des Rechtsstaats stehen also keine Szene verteidigern gewesen.<br>[01:24:29] Ich helpe war mit denen nicht glücklich Und die haben sich, also sie haben sehr gelitten unter dem Prozess.<br>[01:24:36] Also die waren wirtschaftlich im Grunde ruiniert.<br>[01:24:41] Das was dann für Dückung rein kam hat es nie kompensieren können.<br>[01:24:45] Die Mandantin mochte sie nicht, die Anklage mochte Sie nicht.<br>[01:24:49] Die mussten schon sehr viel Berufsethos mitnehmen um das durchzuziehen.<br>[01:24:53] Und werden die verpflichtet?<br>[01:24:54] oder wie funktioniert das ist ein Pflichtverteidiger.<br>[01:24:56] also offiziell heißen sie pflicht verteidiger aber man wird nicht gegen seinen willen verpflichteten.<br>[01:25:02] in der regel natürlich kann es passieren dass.<br>[01:25:06] Also nicht solche Fälle wie aber, wie schäpe.<br>[01:25:10] Aber wenn jetzt hier die Polizei mal wieder einen Drogendieler inhaftiert hat und man braucht schnellen Verteidiger dann gehen sie halt die Liste durch von den Leuten, die als Pflichtverteidiger sich auch gemeldet haben bereitzustehen und da wird einer ausgesucht der wird dann bestellt.<br>[01:25:23] Dann fragt man nicht vorher nach aber das ist für denen auch in Ordnung ...wird dann auch vom Staat bezahlt.<br>[01:25:29] Theoretisch könnte es ja<br>[01:25:31] sein... Das<br>[01:25:32] wird nicht gut bezahlt, das sind Sätze die sind niedriger als bei Wahlverteidigern.<br>[01:25:39] Viele Anwälte machen Pflichtverteidingung weil sie auf diese Weise überhaupt auch erstmal Renommee aufbauen kann, Fälle bekommen und unter Zugang zur JVA bekommen, wo man dann auch weiter empfohlen werden könnte.<br>[01:25:54] funktioniert, wenn man sehr wenig Zeit sich nimmt.<br>[01:25:56] Aber schon, wenn du die ganze Akte lesen musst und dann muss man jetzt mit dem Land noch besuchen vielleicht auch in Ayot-VA das sind oder sogar lange Strecken dafür fahren so richtig auskömmlich ist es nicht.<br>[01:26:06] also Strafverteidige, die sowas machen werden nicht reich aber die reichen Straf Verteidiger haben wahrscheinlich mal so angefangen<br>[01:26:14] Und die reiten Straf Verteidiger sind dann die keine Ahnung Scherz heißen?<br>[01:26:19] Die sind die reichen Zivilrechtler, die Reichen.<br>[01:26:23] Strafverteidiger sind sogar eher ein bisschen selten.<br>[01:26:25] Das sind die dem Porsche Vorfahren während der Zumwinkel gerade inhaftiert wird und die dann auf dem Amonturenbrett noch die amtlichen Akten liegen lassen.<br>[01:26:38] also das sind Leute Leuten helfen, denen Geld egal ist.<br>[01:26:44] Also wenn du ein Manager bist und dir droht U-Haft und der Anwalts sagt ihr die Stunde bei mir kostet neunhundert Euro aber ich bin der Beste damit zahlst du Neunhundert Euro Und übrigens auch fürs ganze Team außen rum.<br>[01:26:55] also wenn Du diese Reputation hast weil es deuten wahnsinnig wichtig ist den Geld für die kein Geld keine Rolle spielt Dann kannst du dann ganz gut Geld verdienen.<br>[01:27:03] dann musst du aber viel Erfahrung haben viele Leute verteidigt haben am besten auch Fälle mit denen man in die Medien kommt so will<br>[01:27:10] Herr Scherz.<br>[01:27:11] Das sind natürlich die Leute, die mit Schwerverbrechern sichtbar<br>[01:27:15] sind.<br>[01:27:15] Genau das war Strafrecht aber zivilrecht ist ja genauso.<br>[01:27:17] dann<br>[01:27:18] Zivilrecht?<br>[01:27:19] Ja jetzt kann man sagen also wie du es scherz erwähnen.<br>[01:27:22] Natürlich der wird bekannt durch Promi Fälle auch bei Promi fälle wo er öffentlich auftreten soll wie bei Christian Ulmen oder Rammstein vor allem dort, wo er sich an auch noch gegen die allgemeine Meinung setzt und Leuten droht mit rechtlichen Maßnahmen.<br>[01:27:38] Das erzeugt natürlich sehr viel Sichtbarkeit.<br>[01:27:43] Und die Leute glauben das sie für diese Sachen natürlich jemanden brauchen der Vielerfahrung mit Promi Fällen hat also für da einen zum anderen.<br>[01:27:51] Aber stimmt es oder jetzt ist vielleicht so meine Mutter dieser Herz und wie gesagt lässt sich bloß nicht vom Chefarzt behandeln weil die haben in der Regel weniger handwerkliche Erfahrungen.<br>[01:28:01] Also ich würde es jetzt nicht wagen zu behaupten das kollige scherz schlechte anwalt wäre.<br>[01:28:06] erfahrung hat er auf jeden fall gewinnt nicht jeden fall.<br>[01:28:13] Er betreibt hervorragende litigation pr und ist für seine mandanten auch effektiv.<br>[01:28:18] also ich muss sagen die die nummer damals mit rammstein war von der litigation pr, Also mit der Öffentlichkeitsarbeit und den öffentlich geführten Fällen wahrscheinlich sehr erfolgreich insofern, dass die Affäre sich nicht ausgeweitet hatte.<br>[01:28:35] Und das auch kaum betroffene Frauen sich noch getraut haben Unternahmensnennung öffentlich Anschuldigungen zu erheben also dort, wo gerichtliche Maßnahmen gegen Zeugen durchgeführt wurden.<br>[01:28:49] Du siehst ich betrachte das jetzt hier als Erfolg einfach aus der Sicht des Mandanten alleine.<br>[01:28:58] Genau, mir fällt es super schwer, das emotional zu trennen.<br>[01:29:02] Also du bist dann halt einfach auch ein Arschloch.<br>[01:29:05] Na ja,<br>[01:29:06] ich bin jetzt dafür eigentlich belangt werden vor Leben.<br>[01:29:10] Nein, Arsch loch ist natürlich schon nah an einer Formalbeleidigung also dadurch dass wir aber einen sehr konkreten sachlichen Bezug haben, weil das die Konsequenz ist aus der Wertung.<br>[01:29:25] Nämlich Dinge, die du verachtenswert findest trotzdem effektiv mit allen Regeln der Kunst zu vertreten.<br>[01:29:30] Das ist etwas, das kann man professionell sehen und sozusagen die berufliche Leistungen anerkennen wie es jetzt gerade gemacht habe oder Klartext sagen.<br>[01:29:37] ich finde es aber nicht gut dass jemand dort effektif ist und indem er zum Beispiel Frau, die das ins Rollen gebracht hatte verklagt und zwar erfolglos.<br>[01:29:52] Also das Gericht hat nämlich dann später gesagt Die durfte sehr wohl sagen i was spiked tramstein konzert und so weiter.<br>[01:30:00] Aber es hat trotzdem dazu geführt vermute ich dass ist meine wertung Dass sich andere zeugen gut überlegt haben ob sie gegen tilindemann aussagen<br>[01:30:11] aber dieser diese art von anball zu sein da musste ja deine moral draußen an der Garderobe abgegeben haben.<br>[01:30:20] Na ja, muss man also nicht um das Rechtsgebiet zu betreiben.<br>[01:30:22] zum Beispiel ich such mir meine Mandanten nicht aus aber weil ich nichts auf die zugehe aber ich würde jemanden nicht vertreten den ich abgrundtief verachte oder mit dem ich auch öffentlich nicht assoziiert werden möchte bedeutet nicht dass sich jede politische Handlung von Renate Künast unterschreiben muss Wann passiert ist, weil die sagen ja Renate Künastas gemacht nur bis hier an.<br>[01:30:46] Aber es gibt einen Kollegen der sagte ob ich Stalin oder Hitler vertrete kommt halt darauf an wer zuerst anruft.<br>[01:30:54] Es ist egal Ich würde sie beide vertreten wer halt.<br>[01:30:56] so ähnlich war das Zitat und dass er so ein Berufshetos wiederum sagt wir sind da agnostisch.<br>[01:31:01] es ist uns egal Wir trennen abstraktionsprinzip mandant und tat und christian scherz.<br>[01:31:08] Ich kann auch sagen, ich kann einerseits für Collin Fernandes eintreten.<br>[01:31:13] Aber trotzdem dann Christian Ulmen vertreten vor Gericht gegen den Spiegeln.<br>[01:31:19] Das ist genau diese Abstraktion!<br>[01:31:21] Würde mir Schwerfall... Also ich würde da einen Interessenkonflikt sehen, auch wenn der Berufsrechtlich vielleicht nicht gegeben ist.<br>[01:31:26] Ich würde auch ein Problem in der Glaubwürdigkeit sehen aber das ist so eine Frage wie man selbst das so versteht.<br>[01:31:33] Ein Glaswein, weil es schon wieder ein Fahrboot gesprochen hat.<br>[01:31:36] und am Anfang der Woche habe ich ein Radiobeitrag gehört wo der Ethikrat sich klar gegen den Verbot von Social Media für unter vierzehnjährige ausgesprochen hat, mit der Begründung dass das zu kurz greift.<br>[01:31:52] Also weil es gibt ja auch noch andere Probleme im Internet nicht nur in Social Media wie zum Beispiel Deepfakes da brauchst du ja kein Social Media dafür und das heißt wir haben grundsätzlich jetzt Problemen mit fehlender Rechtsdurchsetzung.<br>[01:32:09] Ich gehe mir an, du siehst das ähnlich.<br>[01:32:11] Also ich habe ja vorhin selbst gesagt man soll eine Maßnahme nun nicht deswegen und verträufeln weil Sie nicht alle Probleme löst konsequent angewandt.<br>[01:32:18] darauf bleibt sie erst mal im Werkzeugkasten bestehen.<br>[01:32:22] aber ich würde von der Reihenfolge her lieber erstmal das Netz reparieren mit den Möglichkeiten die wir haben.<br>[01:32:28] Ich finde es gut dass wir als Social Media Verbot als Damokless Schwert aufspannen können.<br>[01:32:31] Deswegen würde ich das nicht algebraisch ausschließen.<br>[01:32:34] Aber wir haben tatsächlich Sachen die wir vorher machen könnten Möglichkeiten rechtswidrig, also andersom gesagt würden wir einfach die Gesetze überhaben durchsetzen.<br>[01:32:44] Würden wir rechtswidrige Inhalte entfernen?<br>[01:32:46] Würden mir die Plattform dazu bringen so wie es im DSR auch drin steht, Moderationsentscheidungen zu treffen, Algorithmen richtig zu programmieren dann wäre das Internet vielleicht gar nicht mehr so schlimm Dann wäre es vielleicht auch nicht mehr schädlich.<br>[01:32:58] Wir haben natürlich trotzdem Sucht gefahren.<br>[01:33:00] Also mit Hunde und Katzen Videos kannst du psychische Probleme erzeugen Aber vielleicht kriegt man die anderweitig dann in den Griff, vielleicht kommen wir sogar im Bereich wo Eltern tatsächlich wieder in der Lage sind mit dem Problem umzugehen.<br>[01:33:16] Wenn wir das Internet erst einmal ein wenig entschärft hätten von zumindest den rechtswidrigen Inhalten?<br>[01:33:23] Hast du das Gefühl dass unsere Justizministerin und das ganze Ministerium jetzt mit dem geplanten Novellierung zum Thema Deepfakes dass das Problem ernsthaft angehen?<br>[01:33:37] oder gibt es jetzt schon absehbare Lücken, wodurch alle schlüpfen werden?<br>[01:33:42] Es ist meidesrichtig.<br>[01:33:43] Es gibt ernsthafte Lücken und handwerkliche Fehler zum Beispiel bei einem nicht sexualisierten Deepfake die Kennzeichnung schon alleine ausreicht um das zu legalisieren, dass es eine andere Lücke ist<br>[01:33:53] z.B.,<br>[01:33:54] dass es zu sehr auf Hirschhausen zugeschnitten Dann eine Strafbarkeit eintritt, wenn Persönlichkeitsverletzungen in Form von Ansehensverletzung und zwar dann auch wieder nur bei schweren Ansehmens Verletzungs-Eintritt.<br>[01:34:06] Obwohl es noch andere Persönlichkeit verletzt wird, dabei kann man Ruhe als Nahrung trotz...<br>[01:34:10] Aber sich gestahren beizwiedern Mann war oder also?<br>[01:34:15] Ja, das kann man fragen.<br>[01:34:16] Also die Systematik des Gesetzes ist so.<br>[01:34:18] wir haben einerseits die sexualisierten Deepfakes wo die Verbreitung auch wenn sie Fake erkannt, erkennbar sind.<br>[01:34:24] Strafe ist das gut gemacht.<br>[01:34:26] Das ist richtig.<br>[01:34:27] und wo wir schon die Herstellung unter Strafe stellen bei den nicht sexualisierten Deepfakes war das Ministerium ganz ganz vorsichtig Und sie hat sich orientiert im Grunde auch in der Gesetzesbegründung an Eckhardt von Hirschhausen.<br>[01:34:40] und jetzt war deine Frage liegt es daran dass man bei einem Mann... Als<br>[01:34:44] Freundin wenn an des wird doch geholfen aber er kann von Hirchhausen eher weniger.<br>[01:34:51] Ja Könnte man schon sagen, weil bei Collin Fernandez sind die sexualisierten Bilder schon in der Herrschung strafbar und auch wenn sie als Fake gekennzeichnet sind.<br>[01:35:01] Bei Eckhardt darf man auch mit dem jetzigen Gesetz beliebig diese Dinger herstellen und ich darf Sie solange ich fake drüber schreibe oder erkennbar mache.<br>[01:35:11] das ist eine Überzeichnung unter Satires trotzdem mit seinem Gesicht seiner Stimme sofern nicht andere Verbotsgesetze greifen Die Fax erstellen und das ist eine Lücke, die.<br>[01:35:23] Hätten wir nicht gebraucht.<br>[01:35:24] also Markov Kling war eigentlich eindeutiger gesagt wie auch nicht mal für satirne.<br>[01:35:28] Ausnahme ja Grundgesetz dass wahrscheinlich nicht ganz so durchsetzen aber die der Ansatz der Petitionen die wir mit ausgearbeitet oder konkretisiert haben von markkow klingen war Wir brauchen keine deepfax von echtem menschen.<br>[01:35:43] punkt also Ganz radikaler ansatz könnte man fast sagen.<br>[01:35:48] Und jetzt mal das positive.<br>[01:35:50] ich Ich bin ja schon beeindruckt davon, dass die Justizministerin gesagt hat wir gehen mit so wie Hate Eight das vorgeschlagen hat.<br>[01:35:57] Mit dem Verbot der Herstellung.<br>[01:35:58] ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass sie es dort stärker einschränken und ich bin noch heute nicht sicher ob sich doch noch umfallen weil bei der Union ist man sich nicht ganz sicher ob man da mitgehen will.<br>[01:36:09] Ob wir nicht doch die Kirche im Dorf lassen sollen wie manche sagen.<br>[01:36:13] Das muss doch irgendwie eher eine Privatsache sein, ob ich hier mir Bilder von meinen Nachbarn mache<br>[01:36:20] Weil das auch Männer sind in der Union.<br>[01:36:24] I don't know, also ich...<br>[01:36:27] Also in den Leutthäusern-Schnachenbürger würde das ja auch nicht sagen?<br>[01:36:31] Ja, ich will nicht Männern absprechen weil Raul, wir sind auch Männer Das Problem zu verstehen aber die Leute die es nicht verstehen sind doch häufiger Männer Auf der anderen Seite.<br>[01:36:42] Es war gestern eine Anwältin Eine Frau Die das Argument hat vorgebracht hatte.<br>[01:36:49] Masturbationsvorlagen müssten dem Strafgesetz entzogen sein?<br>[01:36:53] Ja, so wie Alice Weidel in einer frauenweinlichen Partei, die eine Frau ist.<br>[01:36:58] Also es gibt das sogenannte feministische Paradoxon.<br>[01:37:01] Funktioniert besonders gut.<br>[01:37:02] Genau.<br>[01:37:02] Dass sie ohne Frauen wahrscheinlich gar nicht soweit gekommen werden an der Spitze Meloni Le Pen Weide.<br>[01:37:12] Das ist tatsächlich eigenartig.<br>[01:37:13] aber als ich die Nachricht bekam dann war auch ausgerechnet eine Frau sagt sowas.<br>[01:37:18] Das macht die Sache ja natürlich so sensationell, aber auch dann wiederum so glaubwürdig!<br>[01:37:23] Aber war das nicht auch strategisch klug?<br>[01:37:26] Vermutlich ja... Also ich hätte bei der Diskussion eigentlich auch auftreten können.<br>[01:37:31] Ich habe mich angeboten für die Bundesrechtsanwaltskammer aufzutreten, aber man hat sich dann entschieden liebe diejenigen zu entsenden, die die Stellungnahme mehr geprägt haben.<br>[01:37:42] weil also die Anwaltschaft Einführung neuer Strafbarkeiten tendenziell eher eine anti-regulatorische Haltung.<br>[01:37:51] Und das ist nicht so ganz meine Linie, aber es findet halt statt in solchen großen Organisationen, dass sich da halt eine Linie erst herausbildet.<br>[01:38:01] Die mühlen mal langsam!<br>[01:38:03] Du bist jetzt viele Jahre schon als Juristitels.<br>[01:38:07] Inwieweit hat das deinen Vertrauen den Rechtsstaat verändert?<br>[01:38:11] Der Rechtsstaate ist nie perfekt, aber er ist das Beste was wir haben Und ich würde nicht auftreten und sagen, wir müssen immer blind jede Entscheidung vertrauen.<br>[01:38:21] Ich habe natürlich viele, viele Entscheidungen gesehen aber ich würde nie infrage stellen dass das Prinzip nämlich, dass wir Gesetze machen uns durch Neustiz umsetzen, dass das das Richtige ist und das Beste was wir haben.<br>[01:38:32] deswegen muss man immer vorsichtig sein bei Urteilsschelte oder bei Entscheidungen wo Menschen Fehler machen auch wenn ich jetzt hier die Staatsanwaltschaft kritisiere für einzelne Sachen.<br>[01:38:45] Das Grundprinzip ist richtig und ich habe tatsächlich großes Vertrauen darin, dass der Rechtsstadt in der Lage es sich zu entwickeln, das wir lernen, dass wir neue Gesetze schaffen.<br>[01:38:55] und natürlich hat man da Widerstände, natürlich hat mal Leute dieses Anderssehen völlig klar!<br>[01:39:01] Und natürlich gibt es hier ganz handfeste Interessen zum Beispiel auch den Rechtsstaat nicht zu stärken sondern eher zu schwächen.<br>[01:39:09] Wo trengst du wieder auf wenn du... Kanalen völlig ausgelockt ausgepowered kurz war werden und ist<br>[01:39:16] laufen.<br>[01:39:16] also mein krachtschwender ist laufen.<br>[01:39:19] ich versuche jeden tag zu laufen so irgendwie so vierzig kilometer in der woche zusammenzubringen.<br>[01:39:24] da kann ich denken da kann nicht hören da kann Ich arbeiten.<br>[01:39:28] also es ist jetzt nicht zum abschalten.<br>[01:39:29] ehrlich gesagt Sport ist nicht der ort wo ich sozusagen den kopf frei kriege ganz im gegenteil durch blutungen läuft.<br>[01:39:36] da kommen die konzepte da bereite ich vorträge vor oder neue Ideen.<br>[01:39:44] Das heißt, du denkst viel oder machst dann auch Sprachnachrichten in Aufzeichnung?<br>[01:39:47] Tatsächlich ich hab das Handy häufig in der Hand und diktiere rein und habe die Kopfhörer drin und lasse mir dann die Ergebnisse.<br>[01:39:54] Ich diskutier sehr viel mit künstlicher Intelligenz oder höre Podcasts oder Videos und oder schreibe sogar Schriftplätze, diktieren dabei also nutze die Zeit da sehr viel.<br>[01:40:06] Kannst du dir Apps empfehlen?<br>[01:40:07] Also ich meine jetzt nicht irgendwie Openair, Terminal oder Cloud sondern... Ich bin ein App auf dem Handy, das am besten die Spracherkennung macht oder notiert und dann machst du einfach Sprachmüll.<br>[01:40:18] Tatsächlich ... ich hab den perfekten Workflow wahrscheinlich noch nicht gefunden.<br>[01:40:22] also ich benutze Android und da benutze ich tatsächlich die Betriebssystemeigene-Sprachfunktionen zum Diktieren und wer für die denn in die Karriere?<br>[01:40:30] Also einen Workflow ist der, dass ich...also die Spracherkennung ist ja ziemlich schlecht, da kommt ziemlich viel Spot raus.<br>[01:40:36] aber ich habe einen Prompt nämlich...ich fange an mit Diktat Dann nehme ich die Spracherkennung und dann macht die KI einfach nur die Korrektur von Grammatik-und Sinnentstellungen.<br>[01:40:47] Also, wir können dann zweimal KI einmal bei der Sprache gerne direkt und dann geht der ganze Text nochmal durch und wird dann auf diese Weise lesbar.<br>[01:40:54] Und dann habe ich sozusagen noch nicht... also es ist keine Promptverarbeitung wo ich sage mach mir einen Schriftsatz dazu sondern ich habe dann einfach meinen Diktat sauber verschriftlicht.<br>[01:41:03] Das funktioniert ganz gut!<br>[01:41:06] Okay das ist interessant, jetzt probiere ich mal bei mir aus<br>[01:41:09] Genau.<br>[01:41:10] Also wichtig ist, dass du der KI dabei sagst ich will nicht von dir deine Meinung oder deine Kritik sondern jetzt bitte einfach nur transkribieren.<br>[01:41:19] Nur Sprache Rechtschreibung und Grammatik korrigieren Und dann hast du genau das was du diktiert.<br>[01:41:25] Das ist sozusagen das was die Mitarbeiter diese Kriterien transkriberen würde wenn sie so klassisch vom Bandgerät umsetzt.<br>[01:41:35] So wie früher mit der kleinen Mikro Kassette.<br>[01:41:40] Du bist viel auf TikTok, Instagram und YouTube unterwegs.<br>[01:41:43] Und du producest regelmäßig Inhalte.<br>[01:41:46] Du hast dich mal Erklärbär genannt.<br>[01:41:49] Ich kenne das aus meiner Rolle auch so ein bisschen zu sein.<br>[01:41:55] Und ich merke aber eben auch erstens... Irgendwann hat man auch alles erklärt und man fängt an sich zu wiederholen.<br>[01:42:02] Aber zweitens auch die Diskursquitter im Internet zunehmend kaputt ist.<br>[01:42:07] es gibt ja Lieber menslar oder so also.<br>[01:42:11] Abkommentar zwanzig gibt's nicht laufergleichs, das ist irgendwie so.<br>[01:42:15] phänomene gibt die auch schlimmer werden.<br>[01:42:19] entweder hat es seine arbeit verändert wenn du aus der schmiede unterwegs bist.<br>[01:42:24] Also dass erstes sozusagen.<br>[01:42:26] Die veränderung von Nicht-Social Media zu Social Media und dann die Veränderungen seid dich dort unterwegs.<br>[01:42:34] Ich hatte vor fünf sechs jahre eine sehr intensive zeit wo ich täglich ganz ganz viel Interaktion, ganz viele Tweets abgesetzt hatte zum damaligen Twitter noch.<br>[01:42:43] Wo tatsächlich Sachen ganz schnell erklären einen Ordnen stattfand wo etwas passiert ist und ich hatte sofort irgendwie ein kurzen Kommentar dazu.<br>[01:42:53] Das habe ich nicht mehr.<br>[01:42:54] das findet nicht mehr statt.<br>[01:42:55] seit also ich war noch relativ lang auf X auch unterwegs oder aktiv hab noch den Account dort aber... Ich mache mir nicht mehr die Mühe jetzt ein aktuelles Ereignis dort zu erklären.<br>[01:43:07] Ich will nicht sagen, ich bin verschreckt durch die ganzen Kommentare, die drunter waren.<br>[01:43:12] Da war ich bisher eigentlich ziemlich resilient dazu aber irgendwie hab' ich die Lust daran verloren.<br>[01:43:16] also das... Dich auch.<br>[01:43:19] ...gibt einem nichts mehr.<br>[01:43:20] Ja ja du warst ja auch auf X unterwegs und Blue Sky ist irgendwie kein Ersatz dafür geworden.<br>[01:43:26] Genau,<br>[01:43:26] den machst du dann auch nicht.<br>[01:43:31] Ich glaube es ist einfach kaputt gegangen.<br>[01:43:33] Das gibt's nicht mehr?<br>[01:43:35] Dann wird´s auch nie wiederkommen!<br>[01:43:37] Ich befürchte das.<br>[01:43:38] Ich<br>[01:43:38] glaube nicht, dass es einen Nachfolger geben wird.<br>[01:43:41] Also diese Möglichkeit mit normalen Leuten zu interagieren... also normale User, nicht Follower.<br>[01:43:46] Wir haben alle anderen Systeme sind ja so.<br>[01:43:48] man hat den Content Creator und dann Leute die folgen und drunter kommentieren.<br>[01:43:52] auf X. auf Twitter war das gleich.<br>[01:43:55] da war ein Tweet, ein Retreat an Kommentar möglicherweise auch von jemand der ganz wenig Follauer hatte in der Diskussion einfach wichtig, wenn er inhaltlich wichtig war.<br>[01:44:06] Jetzt ist es aber nur wichtig, wann er bezahlt oder wenn er viel Hass<br>[01:44:09] erzeugt.".<br>[01:44:11] Ich glaube das ist kaputt.<br>[01:44:12] also das macht auch kommen da nicht mehr wieder als das geht genauso.<br>[01:44:16] Also ich versuche jetzt inzwischen nicht mehr zu sagen wie siehst du?<br>[01:44:20] Da schreibst du die Kommentare Glück auf die Glocke oder so was halt alle sagen sondern jetzt irgendwie eine klare Culture Action zu formulieren, die rausgeht.<br>[01:44:29] Also sowas wie Schreibt einen Abgeordneten oder liest folgendes Buch einem Stadt zu sagen, wie findest du das?<br>[01:44:38] Weil ehrlich gesagt ist für die Meinung vieler Leute auch egal.<br>[01:44:41] Wenn es um grundsätzliche Dinge geht, die eigentlich gar nicht debattieren will sowas wie Recht auf Barrieraufgleichheit oder Inklusion.<br>[01:44:48] Ja diese Konto-Aktions bitte klickt die Glocke und so weiter.<br>[01:44:53] Es ist letztendlich nur um sozusagen die Reichweite zu fördern.<br>[01:44:56] Das Transport macht jetzt irgendwie hilft jetzt der Agenda nicht weiter sich aus so.<br>[01:45:04] Andererseits die großen Kulturen schreibt dem Abgeordneten, da denke ich mir immer machen sie es wirklich vorbei.<br>[01:45:12] Manchmal passiert dann doch dann sieht man<br>[01:45:14] ja eben das.<br>[01:45:15] Leute sagen hey ich habe hier die Antwort vom Abgeordneten was mache ich jetzt?<br>[01:45:19] Dann okay dann hat uns damit noch mal auseinander.<br>[01:45:21] und hast er wirklich gemacht was sich gesagt hatte?<br>[01:45:23] Ich erinnere mich nämlich als ist um das afd verbot ging Und die SPD-Abgeordneten noch schwanken.<br>[01:45:29] Da hatte die SPD eine Handreichung und ich habe auch gelesen, ich hab mich analysiert... ...und dann habe ich mich mit den Argumenten auseinandergesetzt sondern kam hier und sagt hey!<br>[01:45:37] Einerseits kommen dann Abgeordnete selbst und wollen wissen wie sie das einzuordnen haben oder Leute die eben Antworten bekommen haben.. ..und dann sagt einer ja ich habe den Abgeordneten jetzt überzeugt der hat seine Position geändert.<br>[01:45:49] Das ist spannend dass das auf diese Weise stattfindet.<br>[01:45:52] also insofern scheint zu wirken.<br>[01:45:55] tatsächlich Abgeordneten schreiben ist etwas, was vielleicht oft unterschätzt wird.<br>[01:46:01] Manchmal fühlt es sich aber auch an wie der letzte Strohhalm in dem man überhaupt noch greifen kann.<br>[01:46:07] also weil das schon ein sehr hohes Involvement die Wahrscheinlichkeit dass der Abgeordnete nicht irgendeine Textbaustein schickt, der schon erst im Genereistab hundertmal verschickt wurde ist er auch relativ hoch.<br>[01:46:19] Klar.<br>[01:46:19] vor allem wenn der Abgeordneter natürlich bombardiert wird mit den gleichen<br>[01:46:23] schreibenden<br>[01:46:23] antwortet er auch mit textbausteinen aber.<br>[01:46:28] Mit Kai ja auch nicht geiler<br>[01:46:29] kann zum gegenseitigen.<br>[01:46:31] also das kriegt man halt auch eine Kai Antwort zurück, das würde mir nicht fehlen.<br>[01:46:35] dann können<br>[01:46:37] wenn du die Chance hattest mein wegen als König das Rechtssystem für das digitale Zeitalter völlig neu zu empfinden was würdest du tun?<br>[01:46:49] Das könnte ich sagen.<br>[01:46:50] also Ich würde das Haftungssystem so regeln, dass ein automatischer Anreiz dafür entsteht.<br>[01:46:58] Dass sich Plattformen an das Recht halten und nicht davon abhängig sind... ...dass eine Behörde es denen sagt weil ich glaube, dass unsere Behörden immer hinterher rennen entweder war sie qualitisch abhängigt sind oder weil sie nicht ausreichend ausgestattet sind.<br>[01:47:12] Wir brauchen ein System was sich selbst stabilisiert und Das kann zum Beispiel so passieren.. Plattformen einfach für den Schaden, denen sie verursachen insgesamt bezahlen nicht für den Einzelfall also sondern indem Sie einfach so viel Abgabe oder Beteiligung.<br>[01:47:32] Bezahlen um die Schäden die durch Fake News Deep Fakes Abhängigkeit Challenges und so weiter entstehen kompensieren dann nur dann haben sich selbst ein Interesse daran Für Sicherheit zu sorgen.<br>[01:47:45] dieses System übrigens nicht meine Idee sondern das kam von Otto von Bismarck Als er gesagt hatte, der Stahlarbeiter, der einen Unfall hat.<br>[01:47:58] Der soll nicht seinen Arbeitgeber verklagen, sondern er kriegt einfach sein Geld von einer Unfallkasse und die ganzen Fabrikbesitzer bezahlen einfach alle Kosten, die durch Unfälle passiert sind da rein.<br>[01:48:10] Und wenn sie wollen, dass Sie weniger bezahlen, sorgen Sie halt für mehr Sicherheit.<br>[01:48:13] Dieses Prinzip von der Fabrik auf solche Medien.<br>[01:48:17] Das würde ich.<br>[01:48:18] So, mal als ersten Versuch probieren.<br>[01:48:21] Eigentlich haben aber auch nicht die Kolleginnen dafür mithaften das was passieren könnte sondern die Aktionärinnen?<br>[01:48:27] Ja natürlich!<br>[01:48:27] Also es muss zu einer finanziellen Angelegenheit werden mit weniger Aufregung also jeder der geschädigt ist sowie auch hier wer ein Berufs-, einen Unfall hat auf der Arbeit Der bekommt Erstattungen dafür, der bekommt Leistungen Rehabilitation und so weiter Und bezahlt wird alles durch eine Umlage von reinen Arbeitgebern.<br>[01:48:49] Wenn du jetzt eine Organisation oder eine Person, eine Literatur ein Film dazu immer empfehlen würdest an unsere Hörerinnen die dich persönlich begeistert oder wo du selber auch findest die sollte man unterstützen<br>[01:49:06] was wäre das?<br>[01:49:07] Das ist einfach weil Es gibt viele verschiedene Organisationen, die ganz wichtige Sachen machen.<br>[01:49:13] Aber das Thema mit dem ich angetreten bin war früher nicht besetzt.<br>[01:49:16] Ich fühlte mich da auch sehr allein.<br>[01:49:18] also ich habe ein bisschen früher angefangen als die Organisation, die ich meine und es... Wir haben das Problem!<br>[01:49:24] Es gibt Lobby-Organisationen, es gibt Wirtschaftsverbände.<br>[01:49:27] Die sind alle gut ausgestattet weil sie natürlich auch einen Ziel vervollen.<br>[01:49:29] aber es gab keine Lobbyorganisationen die Opfer von digitaler Gewalt unterstützt hat bis dann Hate Aid gegründet wurde.<br>[01:49:38] Und diese Organisation wird gerade richtig angegriffen aus Amerika mit Sanktionen, meine Güte auch von der demagogischen Presse die für Hass eintritt und deswegen Bekämpfung von Hass bekämpfen will.<br>[01:49:54] also sehr offenkundig und die ist tatsächlich sogar geschafft haben dass die staatliche Förderung für einzelne Projekte beschränkt wird.<br>[01:50:03] Diese sind nicht nur die demagogischen Magazine, sondern es sind auch einzelne Politiker.<br>[01:50:08] Die glauben dass sie NGOs... ...aushungern müssen weil sie ihnen politisch irgendwie unangenehm wären.<br>[01:50:15] das kann man übrigens machen.<br>[01:50:16] weiß was ich brauche nicht unbedingt NGOs wenn der Staat das machen würde bräuchten wir sie nicht noch besser.<br>[01:50:22] Fendi ist nämlich eigentlich wenn der staat sich selbst darum kümmern würde.<br>[01:50:25] aber wir hatten vorhin schon darüber gesprochen bei Gleichstellung wie die staatlichen Stellen nicht in der Lage sind wirklich effektiv zu sein.<br>[01:50:32] Deswegen brauchen wir nicht staatliche Organisationen, die aber auch staatliche Unterstützung brauchen, die auch Finanzierung brauchen um ihre Arbeit zu machen wenn man sie jedenfalls lechendeckend gutmachen<br>[01:50:42] will.".<br>[01:50:44] Und wenn die Aufzugtür gleich aufgeht wie geht es für dich weiter?<br>[01:50:50] Ich schaue mir mal an was die GFF gerade über die Verfassungswidrigkeit der AfD zu sagen hat und was man da vielleicht Ergänzten, erklären oder erst mal selbst verstehen muss?<br>[01:51:04] Das tatsächlich sehr spannend.<br>[01:51:05] Ich habe da auch vorhin kurz reingeguckt.<br>[01:51:08] Viele Gehörer erinnern werden wissen, wann die Aufzeichnung war.<br>[01:51:12] Auf jeden Fall, da kriegt ihr sehr viel für das faszinierende Gespräch.<br>[01:51:17] Ich hab viel verstanden und viel Neues gelernt.<br>[01:51:20] Lieber Jan Georgeund gerne wieder!<br>[01:51:24] Vielen Dank Raul.<br>[01:51:25] jetzt haben wir auf sich über mich geredet aber ich glaube dass ist ja auch das Prinzip hier.<br>[01:51:29] Vielleicht müssen wir es mal andersrum machen und ich hätte viel mehr Rückfragen gestellt, aber dann hätten wir nochmal an der Tasche gebraucht.<br>[01:51:35] Hat mir jedenfalls riesens Spaß gemacht!<br>[01:51:37] Das<br>[01:51:37] können wir gerne in einer anderen Podcast-Folge von dir machen.<br>[01:51:42] Machen<br>[01:51:43] wir mal.<br>[01:51:44] Alles klar, danke<br>[01:51:46] dir!<br>[01:51:50] Danke fürs Mitfahren!<br>[01:51:52] Wenn ihr mögt und euch diese Folge spaßgemacht habt, bewert diese Folge bei Apple Podcast, Spotify oder wo auch immer ihr zuhört.<br>[01:52:01] Alle Links zur Folge, so wie die Menschen, die mich bei diesem Padcast unterstützen findet ihr in den Shownauts.<br>[01:52:08] Schaut da gerne mal rein!<br>[01:52:12] Wenn ihr meine Arbeit unterstützen möchtet würde ich mich freuen euch bei Steady zu begrüßen.<br>[01:52:17] Mit einer Steady-Mitgliedschaft bekommt ihr exklusive Updates von mir und die Gelegenheit mich zweimal im Jahr persönlich zu treffen.<br>[01:52:26] Im Aufzug ist eine Produktion von Schönlein Media.<br>[01:52:30] Ich freue mich auf das nächste Mal hier im Aufzug.<br>[01:52:42] Diese Folge wurde depräsentiert von Schindler.<br>[01:52:45] Am Anfang der Folge haben wir uns gefragt, ob man im Aufzug grüßen sollte?<br>[01:52:49] Die Antwort?<br>[01:52:51] Nein muss man natürlich nicht.<br>[01:52:52] aber ein freundliches Hallo kann die Atmosphäre auflockern und macht die Fahrt für alle angenehmer!<br>[01:52:58] Also einfach mal ausprobieren und wenn du mehr über Aufzüge erfahren willst dann steig doch bei uns ein.<br>[01:53:03] unter schindler punkt.de slash Karriere findest du viele Möglichkeiten um mit uns nach ganz oben zu fahren.</pre>
</div></div></div>
</div></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://steadyhq.com/de/krauthausen/about" class="ek-link">Dieser Podcast ist nur möglich durch die Unterstützung meiner Steady-Mitglieder</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Folge wurde dir präsentiert von Schindler Aufzüge. Willst du noch mehr über Aufzüge erfahren und vielleicht mit uns ganz nach oben fahren, dann steig gern ein. Unter <a href="https://www.schindler.de/de/karriere.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schindler.de/karriere</a> findest du viele Möglichkeiten für Einsteiger und Senkrechtstarter.</p>


<figure class="aligncenter wp-block-post-featured-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="1350" src="https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/07/1-Feed-Post-Chan-jo-Jun.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Das Bild zeigt ein Porträt von Chan-jo Jun für den Podcast „IM AUFZUG“ (Folge 110). Der Mann ist im Nahporträt zu sehen, hat schwarzes, leicht leicht nach hinten gestyltes Haar, trägt eine randlose Brille und lächelt freundlich direkt in die Kamera. Er trägt ein helles T-Shirt unter einem dunklen Sakko und lehnt sich leicht an ein Fenster mit hellem Vorhang. Auf der linken Bildseite befindet sich ein großes, weißes Zitat in kursiver Schrift: „Wir müssen irgendwann mal anerkennen, dass das digitale Leben nicht das Unwirkliche ist.“ Unter dem Zitat stehen sein Name und die Episodennummer „Chan-jo Jun - Folge 110“. Das Podcast-Logo „IM AUFZUG“ befindet sich oben links. Am unteren Bildrand stehen zwei kleine Hinweise: links der Bildnachweis „Foto: Christian J. Ahlers“ und rechts der Text „Finanziert durch Steady Mitglieder“." style="height:450px;width:350px;object-fit:fill;" /></figure>


<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-podcast-abonnieren" class="wp-block-heading">Podcast abonnieren</h2>



<div class="wp-block-wpzoom-blocks-social-icons is-style-with-canvas-round show-icon-labels-style" style="--wpz-social-icons-block-item-font-size:20px;--wpz-social-icons-block-item-padding-horizontal:6px;--wpz-social-icons-block-item-padding-vertical:6px;--wpz-social-icons-block-item-margin-horizontal:7px;--wpz-social-icons-block-item-margin-vertical:5px;--wpz-social-icons-block-item-border-radius:50px;--wpz-social-icons-block-label-font-size:16px;--wpz-social-icons-block-label-color:#2e3131;--wpz-social-icons-block-label-color-hover:#2e3131;--wpz-social-icons-alignment:flex-start"><a href="https://imaufzug.podigee.io/feed/mp3" class="social-icon-link" title="RSS" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-rss"></span><span class="icon-label">RSS</span></a><a href="https://open.spotify.com/show/0129AhRWxXuXi9LPflwltN" class="social-icon-link" title="Spotify" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-spotify"></span><span class="icon-label">Spotify</span></a><a href="https://www.deezer.com/show/3624987" class="social-icon-link" title="Deezer" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-deezer"></span><span class="icon-label">Deezer</span></a><a href="https://podcasts.apple.com/podcast/id1620854436" class="social-icon-link" title="Apple Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-apple"></span><span class="icon-label">Apple Podcasts</span></a><a href="https://https://podcasts.google.com/subscribe-by-rss-feed?feed=aHR0cHM6Ly9pbWF1Znp1Zy5wb2RpZ2VlLmlvL2ZlZWQvbXAz" class="social-icon-link" title="Google Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-google-podcasts"></span><span class="icon-label">Google Podcasts</span></a></div>
</div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-hier-findest-du-mehr-uber-mich" class="wp-block-heading">Hier findest du mehr über mich:</h2>



<ul class="wp-block-social-links has-visible-labels has-icon-color is-style-logos-only is-layout-flex wp-block-social-links-is-layout-flex"><li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-chain has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://raul.de" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M15.6,7.2H14v1.5h1.6c2,0,3.7,1.7,3.7,3.7s-1.7,3.7-3.7,3.7H14v1.5h1.6c2.8,0,5.2-2.3,5.2-5.2,0-2.9-2.3-5.2-5.2-5.2zM4.7,12.4c0-2,1.7-3.7,3.7-3.7H10V7.2H8.4c-2.9,0-5.2,2.3-5.2,5.2,0,2.9,2.3,5.2,5.2,5.2H10v-1.5H8.4c-2,0-3.7-1.7-3.7-3.7zm4.6.9h5.3v-1.5H9.3v1.5z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Webseite</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-instagram has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.instagram.com/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M12,4.622c2.403,0,2.688,0.009,3.637,0.052c0.877,0.04,1.354,0.187,1.671,0.31c0.42,0.163,0.72,0.358,1.035,0.673 c0.315,0.315,0.51,0.615,0.673,1.035c0.123,0.317,0.27,0.794,0.31,1.671c0.043,0.949,0.052,1.234,0.052,3.637 s-0.009,2.688-0.052,3.637c-0.04,0.877-0.187,1.354-0.31,1.671c-0.163,0.42-0.358,0.72-0.673,1.035 c-0.315,0.315-0.615,0.51-1.035,0.673c-0.317,0.123-0.794,0.27-1.671,0.31c-0.949,0.043-1.233,0.052-3.637,0.052 s-2.688-0.009-3.637-0.052c-0.877-0.04-1.354-0.187-1.671-0.31c-0.42-0.163-0.72-0.358-1.035-0.673 c-0.315-0.315-0.51-0.615-0.673-1.035c-0.123-0.317-0.27-0.794-0.31-1.671C4.631,14.688,4.622,14.403,4.622,12 s0.009-2.688,0.052-3.637c0.04-0.877,0.187-1.354,0.31-1.671c0.163-0.42,0.358-0.72,0.673-1.035 c0.315-0.315,0.615-0.51,1.035-0.673c0.317-0.123,0.794-0.27,1.671-0.31C9.312,4.631,9.597,4.622,12,4.622 M12,3 C9.556,3,9.249,3.01,8.289,3.054C7.331,3.098,6.677,3.25,6.105,3.472C5.513,3.702,5.011,4.01,4.511,4.511 c-0.5,0.5-0.808,1.002-1.038,1.594C3.25,6.677,3.098,7.331,3.054,8.289C3.01,9.249,3,9.556,3,12c0,2.444,0.01,2.751,0.054,3.711 c0.044,0.958,0.196,1.612,0.418,2.185c0.23,0.592,0.538,1.094,1.038,1.594c0.5,0.5,1.002,0.808,1.594,1.038 c0.572,0.222,1.227,0.375,2.185,0.418C9.249,20.99,9.556,21,12,21s2.751-0.01,3.711-0.054c0.958-0.044,1.612-0.196,2.185-0.418 c0.592-0.23,1.094-0.538,1.594-1.038c0.5-0.5,0.808-1.002,1.038-1.594c0.222-0.572,0.375-1.227,0.418-2.185 C20.99,14.751,21,14.444,21,12s-0.01-2.751-0.054-3.711c-0.044-0.958-0.196-1.612-0.418-2.185c-0.23-0.592-0.538-1.094-1.038-1.594 c-0.5-0.5-1.002-0.808-1.594-1.038c-0.572-0.222-1.227-0.375-2.185-0.418C14.751,3.01,14.444,3,12,3L12,3z M12,7.378 c-2.552,0-4.622,2.069-4.622,4.622S9.448,16.622,12,16.622s4.622-2.069,4.622-4.622S14.552,7.378,12,7.378z M12,15 c-1.657,0-3-1.343-3-3s1.343-3,3-3s3,1.343,3,3S13.657,15,12,15z M16.804,6.116c-0.596,0-1.08,0.484-1.08,1.08 s0.484,1.08,1.08,1.08c0.596,0,1.08-0.484,1.08-1.08S17.401,6.116,16.804,6.116z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Instagram</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-twitter has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://twitter.com/raulde" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M22.23,5.924c-0.736,0.326-1.527,0.547-2.357,0.646c0.847-0.508,1.498-1.312,1.804-2.27 c-0.793,0.47-1.671,0.812-2.606,0.996C18.324,4.498,17.257,4,16.077,4c-2.266,0-4.103,1.837-4.103,4.103 c0,0.322,0.036,0.635,0.106,0.935C8.67,8.867,5.647,7.234,3.623,4.751C3.27,5.357,3.067,6.062,3.067,6.814 c0,1.424,0.724,2.679,1.825,3.415c-0.673-0.021-1.305-0.206-1.859-0.513c0,0.017,0,0.034,0,0.052c0,1.988,1.414,3.647,3.292,4.023 c-0.344,0.094-0.707,0.144-1.081,0.144c-0.264,0-0.521-0.026-0.772-0.074c0.522,1.63,2.038,2.816,3.833,2.85 c-1.404,1.1-3.174,1.756-5.096,1.756c-0.331,0-0.658-0.019-0.979-0.057c1.816,1.164,3.973,1.843,6.29,1.843 c7.547,0,11.675-6.252,11.675-11.675c0-0.178-0.004-0.355-0.012-0.531C20.985,7.47,21.68,6.747,22.23,5.924z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Twitter</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-linkedin has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.linkedin.com/in/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M19.7,3H4.3C3.582,3,3,3.582,3,4.3v15.4C3,20.418,3.582,21,4.3,21h15.4c0.718,0,1.3-0.582,1.3-1.3V4.3 C21,3.582,20.418,3,19.7,3z M8.339,18.338H5.667v-8.59h2.672V18.338z M7.004,8.574c-0.857,0-1.549-0.694-1.549-1.548 c0-0.855,0.691-1.548,1.549-1.548c0.854,0,1.547,0.694,1.547,1.548C8.551,7.881,7.858,8.574,7.004,8.574z M18.339,18.338h-2.669 v-4.177c0-0.996-0.017-2.278-1.387-2.278c-1.389,0-1.601,1.086-1.601,2.206v4.249h-2.667v-8.59h2.559v1.174h0.037 c0.356-0.675,1.227-1.387,2.526-1.387c2.703,0,3.203,1.779,3.203,4.092V18.338z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">LinkedIn</span></a></li></ul>



<h2 id="h-so-kannst-du-meine-arbeit-unterstutzen" class="wp-block-heading">So kannst du meine Arbeit unterstützen!</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://im-aufzug.de/unterstuetzen/">Unterstütz mich</a></div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Podcast ist eine Produktion von <a href="https://www.schonlein.media" class="ek-link">Schønlein Media</a>.<br>Produktion: Fabian Gieske, Judith Stiegler-Trost<br>Schnitt und Post-Produktion: Hanne Pasdzior<br><br>Coverart: Amadeus Fronk</p>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-chan-jo-jun/">Im Aufzug mit Chan-jo Jun</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-chan-jo-jun/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Aufzug mit Angelina Boerger</title>
		<link>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-angelina-boerger/</link>
					<comments>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-angelina-boerger/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian Gieske]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Podcast-Folge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://im-aufzug.de/?p=3727</guid>

					<description><![CDATA[<p>In dieser Folge begrüße ich Angelina Boerger, Journalistin, Bestseller-Autorin und Content-Creatorin, die vielen besser bekannt ist unter ihrem Instagram-Namen „Kirmes im Kopf“. Wir haben diese ganz besondere Folge live beim Sommerblut Kulturfestival in Köln aufgezeichnet. Im Gespräch mit mir ist Angelina genau so, wie ihre Community sie schätzt: Blitzschnell, schlagfertig und ungemein reflektiert, aber gleichzeitig [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-angelina-boerger/">Im Aufzug mit Angelina Boerger</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="uagb-block-63ad1649 uagb-infobox__content-wrap  uagb-infobox-icon-left uagb-infobox-left uagb-infobox-stacked-tablet uagb-infobox-image-valign-middle wp-block-uagb-info-box"><div class="uagb-ifb-icon-wrap"><svg xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><path d="M96 96C42.98 96 0 138.1 0 192s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192C192 138.1 149 96 96 96zM448 192c0-53.02-42.98-96-96-96s-96 42.98-96 96s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192z"></path></svg></div><div class="uagb-ifb-content"><div class="uagb-ifb-title-wrap"></div><p class="uagb-ifb-desc"><strong>Schulden wir der Gesellschaft unsere Diagnosen – oder verkommt Inklusion zum voyeuristischen Clickbait?</strong></p></div></div>



<script class="podigee-podcast-player" src="https://player.podigee-cdn.net/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://podcast2ba52c.podigee.io/111-im-aufzug-mit-angelina-boerger/embed?context=external&#038;token=9wgAqW37_fVuZ70NGHYLGA"></script>



<p class="wp-block-paragraph"><br>In dieser Folge begrüße ich Angelina Boerger, Journalistin, Bestseller-Autorin und Content-Creatorin, die vielen besser bekannt ist unter ihrem Instagram-Namen „Kirmes im Kopf“. Wir haben diese ganz besondere Folge live beim Sommerblut Kulturfestival in Köln aufgezeichnet. Im Gespräch mit mir ist Angelina genau so, wie ihre Community sie schätzt: Blitzschnell, schlagfertig und ungemein reflektiert, aber gleichzeitig mit einer erfrischenden Leichtigkeit, die das Leben nicht zu bitterernst nimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sprechen über ihre ADHS-Diagnose im Erwachsenenalter , über das Phänomen des „Masking“ und die Frage, warum ADHS keine Modeerscheinung, sondern ein tief verankerter Teil ihrer Identität ist. Angelina erklärt mir, was sich hinter dem Konzept des „Body Doubling“ verbirgt und warum der inflationäre Begriff der Neurodiversität eigentlich viel weiter gefasst werden müsste. Dabei scheut sie sich nicht, auch über Tabuthemen wie die Einflüsse von ADHS auf die eigene Sexualität oder ihren offenen Umgang mit Medikation zu sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Am Ende blicken wir politisch auf unser Bildungssystem und Angelina verrät, warum ihr neues Buch „Normal war nie der Plan“ heißt – eine Einladung, starre gesellschaftliche Normen endlich zu hinterfragen. Eine Frau, die Aufklärung mit echter Authentizität verbindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufzugtür auf für Angelina Boerger!</p>



<div class="wp-block-kadence-accordion alignnone"><div class="kt-accordion-wrap kt-accordion-id3727_948a1c-29 kt-accordion-has-11-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right" style="max-width:none"><div class="kt-accordion-inner-wrap" data-allow-multiple-open="false" data-start-open="none">
<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-10 kt-pane3727_bc919e-18"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show" type="button"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">Transkript</span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<pre class="wp-block-preformatted">[00:00:04] Aufzüge spielen in vielen Filmen eine große Rolle, als Schauplatz für Action-, Thriller- oder sogar Horror.<br>[00:00:11] Aber welcher Film spielt fast komplett in einer Aufzugskabine?<br>[00:00:14] Die Antwort geht's am Ende dieser Folge!<br>[00:00:17] Jetzt viel Spaß mit Raul im Aufzug wünscht Schindler.<br>[00:00:23] Diese Woche spreche ich mit Soraya da Costa Batista und Jürgen Lindemann – zwei Menschen, die das deutsche Rechtssystem gerade ordentlich durchredeln.<br>[00:00:32] Soraya ist Juristin bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte.<br>[00:00:36] Jürgen arbeitet seit fast vierzig Jahren in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.<br>[00:00:41] Gemeinsam ziehen sie gerade vor Gericht, mit dem Ziel bis vor das Bundesverpastungsgericht zu kommen und dort den gesetzlichen Mindestlohn für Werkstaaten-Beschäftigte einzuklagen.<br>[00:00:51] Wir sprechen über den echten Eiltag hinter den Werkstabzüren und warum das evangelische Bild der Bastelstube nie zutrafft.<br>[00:00:59] Kennengelernt haben uns alle über Jan Bömermann und das ZDF-Magazin Royal.<br>[00:01:04] Wir haben ihre Actionfigur Grundi in einer Werkstatt fertigen lassen, darüber sind wir mit denen ins Gespräch gekommen, haben gemeinsam eine Sendung zum Thema gemacht und jetzt steht eine Klage mit dem Potenzial wirklich was zu bewirken!<br>[00:01:17] Also aufzugt ihr auf für Soraya da Costa Batista und Jürgen Lindemann.<br>[00:01:24] Die Tür geht auf und wer kommt rein?<br>[00:01:27] Ich freue mich wirklich sehr.<br>[00:01:30] Wochen, Monaten viel zusammengearbeitet beziehungsweise meine Kolleginnen und ihr.<br>[00:01:36] Und wir alle zusammen an einem großen Thema gesessen.<br>[00:01:40] Herzlich willkommen hier im Aufzug Soraya da Costa Batista und Jürgen Lindemann.<br>[00:01:48] Schön dass ihr da seid.<br>[00:01:50] Ich greife schon über die Einladung<br>[00:01:51] sehr gerne.<br>[00:01:52] Vielen Dank!<br>[00:01:55] Wir reden ja heute vor allem über ... Menschen mit Behinderungen, die in Werkstätten beschäftigt sind und über die ungerechte Entlohnung bzw.<br>[00:02:08] Bezahlung dort und was man dagegen tun könnte.<br>[00:02:12] Bevor wir aber anfangen mit dem Thema stellte mein Gäste immer dieselbe Frage, hattest du schon mal einen awkward Moment im Aufzug?<br>[00:02:22] Soralia, du fängst an!<br>[00:02:26] Ich glaube, ich finde Aufzüge in der Regel so ein bisschen akut.<br>[00:02:28] Vor allem wenn man Menschen drin steht, die man nicht kennt.<br>[00:02:32] Aber als ich an Aufzug gedacht hatte, musste ich vor allem an meine Schulzeit denken.<br>[00:02:35] Wir hatten einen Gebäude mit sechs Stockwerken und wir hatten auch einen Aufzug, der sich aber nur zwischen Erdgeschoss- und Fünftemstock bewegt hat.<br>[00:02:45] So eine Akkenthausaufzug?<br>[00:02:47] Ist so ähnlich!<br>[00:02:49] Und morgens haben wir uns dann immer alle da schön reingequetscht, um noch kündlich in den Unterricht zu kommen.<br>[00:02:56] Das hat tatsächlich sehr regelmäßig dazu geführt dass wir da stecken geblieben sind.<br>[00:03:01] Deswegen habe ich da so ein paar Erlebnisse gehabt, in denen ich mit sehr vielen Menschen in seinem kleinen Aufzug steckengeblieben bin und wir dann auch regelmäßig dafür bestraft wurden der Aufstuck gesperrt wurde für ein zwei Wochen und wir laufen mussten.<br>[00:03:19] Ja, ich raule.<br>[00:03:20] Ich fahre eigentlich immer sehr gerne aufzugen.<br>[00:03:23] besonders gerne mache ich das immer gerne bei uns in Güterklo bei Porter weil dann kann man immer die haben so einen schönen durchsichtigen Aufzug aus Glas und da kann man von oben her abgucken.<br>[00:03:40] Besonders in der Weihnachtszeit ist es immer sehr schön<br>[00:03:44] Das hatte ich aber auch noch nicht, dass jemand gesagt hat, er fährt gerne Aufzug.<br>[00:03:48] Aber grundsätzlich fährt der gerne auf Zug und aber auch wegen der Aussicht interessant.<br>[00:03:55] Aber tatsächlich gibt es hier in Berlin auch, am Einhalter Bahnhof gibt es eine Bar Luftrabad, da muss man kann man ganz hoch fahren.<br>[00:04:03] Und da kann man dann auch zu einer richtigen Tageszeit über ganz Berliner gucken ist auch sehr schön und kostenlos.<br>[00:04:12] Und zu deinem Aufzug geschickt ihr so reier.<br>[00:04:15] An meiner Schule gab es auch einen Aufzug, der hatte aber ein Schlüssel.<br>[00:04:19] Er durfte nur Lehrer innen und Mensch mit Binderung<br>[00:04:23] nutzen<br>[00:04:24] weil er auch zu oft missbraucht wurde.<br>[00:04:27] Ja wir hatten zwei.<br>[00:04:29] Ah ja die zwei!<br>[00:04:29] Den mit<br>[00:04:29] Schlüssel und den für alle anderen.<br>[00:04:36] Jürgen du arbeitest seit fast vierzig Jahren in einer Werkstatt für behinderte Menschen.<br>[00:04:42] Und viele Leute von außen können sich ja gar nicht vorstellen, was das genau bedeutet und was man da so macht.<br>[00:04:49] Es gibt sehr viele Vorurteile aber magst du uns mitnehmen in deinen Alltag?<br>[00:04:54] Ja, sehr gerne.<br>[00:04:55] Ich mag dir euch mitnehmen an meinem Alter auch so.<br>[00:04:58] ich arbeite seit fast vierzig Jahren mittlerweile in einer Behindertenwerkstatt.<br>[00:05:08] Also meine Hauptaufgabe ist es, ich arbeite da in einer Aktivierung und alle Akten die reinkommen wir kriegen zweimal eine Woche kriegen einen Koffer vor der Akten.<br>[00:05:21] Alle Akten, die reingkommen werden gelaufen erstmal bei mir über ein Tisch.<br>[00:05:26] Ich muss die Akten im Grunde genommen vorbereiten dass sie dann auch später gescannte werden können.<br>[00:05:33] also ich muss die akten Auseinander sehen, die sind immer zusammengetackert.<br>[00:05:39] Ich muss sie achten dann halt auch in den davor gesehene Fächern reinlegen und das ist schon irgendwo eine ganz anspruchsvolle Arbeit, die ich auch gerne mache.<br>[00:05:54] Vierzig Jahre, das ist ne ganze lange Zeit.<br>[00:05:56] Das ist länger als ich überhaupt denken kann.<br>[00:06:01] Also es war damals vier vor vierzig Jahren Aber das war sicherlich nicht die einzige Tätigkeit.<br>[00:06:09] Was hast du noch gerade so die Station durchlaufen?<br>[00:06:11] Ich muss dabei sein, ich war sieben- dreißig Jahre im Wertkreis Gütersloh und das ist eine behinderte Werkstatt mit tausend fünfhundert Beschäftigten.<br>[00:06:28] Da war ich dann in der Schlosserei, in der Elektroabpeilung.<br>[00:06:36] halt bis zu meiner Freistellung als Werkstattrat war ich da halt in der Schlosserei, aber zum einen Werdegang kommen wir wahrscheinlich später auch.<br>[00:06:48] Wir können doch gerne jetzt gleich einsteigen, weil ich habe nämlich in einem Text gelesen von dir über dich, dass du auch schon in der Schulzeit unterfordert warst, dass wie der Unterricht sehr leicht viel...<br>[00:07:04] Weil ich sag mal so, man wird immer als Mensch mit einer leichten Lernbehinderung unterschätzt.<br>[00:07:14] Von dem was man eigentlich kann und muss dabei sein hatte ... Ich habe auch noch oder ich hatte auch große Glück dass meine Eltern mich auch immer mitgenommen haben.<br>[00:07:26] die haben mich nie versteckt und die haben nicht dementsprechend gefordert.<br>[00:07:33] Und das zahlt sich natürlich heute auch.<br>[00:07:37] In dem Text, den ich über dich gelesen habe, erzählt es du, dass du dann in der Werkstatt nach der Schulzeit angefangen hast – also es war schwer, grundsätzlich finde ich sowieso an allgemeinen Arbeitsmarkt einen Job zu finden.<br>[00:07:50] und du hattest keinen gefunden.<br>[00:07:51] und dann bist du in eine Werkstät gekommen und hast dort zwei Jahre lang erst mal so eine Art Orientierungsprogramm gemacht.<br>[00:08:00] Ich hatte zweieinviertel Jahre, hatte ich damals im Trainingsbereich gemacht.<br>[00:08:05] Da wird erst mal getestet was man am besten kann.<br>[00:08:09] und wo ich mich damals halt drüber geärgert habe und das ist hier glaube auch gegangen Mir hat nämlich der Berufsberater in Grunde genommen dasselbe gesagt.<br>[00:08:21] mir zu dir gesagt hat Herr Lindemann ich hab da etwas ganz Tolles Was is die Behindertenwerkstatt So?<br>[00:08:29] und wenn es die Möglichkeiten ist, heute gibt für Menschen mit Behinderung dann wäre ich sicherlich nicht in einer behinderten Werkstatt gelandet.<br>[00:08:38] Was wolltest du denn damals werden bevor der dir das gesagt hat?<br>[00:08:42] Ach da hatte ich mir so groß noch keine Gedanken gemacht.<br>[00:08:44] immer Ich meine meine große Stärke ist einfach Ich sag mal frei reden.<br>[00:08:51] natürlich glaube ich Wenn ich zum Beispiel beim Radio eine Chance gekriegt hätte Da hätte ich gut reingepasst, glaub' ich tatsächlich.<br>[00:09:04] Wie alt warst du da als du in eurer Bergzeit angefangen hast?<br>[00:09:07] Achtzehn!<br>[00:09:09] Ja... Ich find's auch ganz krass dass man mit achtzehnen schon wissen soll was man werden kann.<br>[00:09:18] Ich hab mich ja rumgeworget weil ich dann studiert habe und noch mal zehn Jahre Zeit bekam und jetzt weiß ich was ich werden will.<br>[00:09:26] Vielleicht noch mal für die Hörerinnen von Anfang an.<br>[00:09:28] Ich nehme an, die meisten wissen was das Thema ist aber... Was genau ist das?<br>[00:09:35] Was dich an einer Werkstatt so nervt?<br>[00:09:41] Was mich an einer Werktat so nerft?<br>[00:09:44] ja im Grunde genommen sind das mehrere Sachen.<br>[00:09:48] zum einen finde ich haben die Menschen mit Behinderung überhaupt keine Lobby in den behinderten Werkstätten.<br>[00:10:00] Die haben überhaupt keine Lobby.<br>[00:10:02] und dann, ich sag mal glaube auch, dass die Gesellschaft immer noch eine falsche Vorstellung hat was eigentlich eine Werkstatt ist.<br>[00:10:16] also ne Werkstatte für Menschen mit Behinderung ist ja ein Dienstleiser da brauchen wir gar nicht rum zu reden Vielfältige Aufgaben.<br>[00:10:29] Das kann sein Sachen verpacken oder das kann sein, dass die Menschen mit Behälmung selbstständig eine CNC-Maschine einrichten.<br>[00:10:41] natürlich guckt der Gruppenleiter darüber aber das Bild der Werkstatt gegenüber den fünftiger, sechziger, siebziger und achtziger Jahre hat sich total geändert.<br>[00:10:58] Früher wurde die Werkstatt immer beschrien als Bastelstube und das ist schon lange nicht mehr.<br>[00:11:07] Und du warst im Werkstatterrat?<br>[00:11:09] Obwohl du in dem Werkstaterat sagst, du hattet dir gar kein Mitsprachlerkist.<br>[00:11:17] Na ja wir hatten nicht für Fortmitsprache recht.<br>[00:11:19] dass mir die Mitbestimmung sowieso.<br>[00:11:22] heute ist langsam gewachsen.<br>[00:11:28] Wir hatten früher als alle erstes, hatten wir nur eine Mitwirkung.<br>[00:11:36] Wie sieht denn aus mit der Bezahlung?<br>[00:11:38] Ja die Bezahlungen in einer behinderten Werkstatt ist natürlich ganz schlecht.<br>[00:11:43] Da brauchen wir nicht drum herum zu reden.<br>[00:11:45] und ich glaube wenn man mal überlegt dass das die Werkstätten in Deutschland gibt es ja Sieben oder Stück von so raunte bauen und dass die Werkstätten in Deutschland.<br>[00:12:03] Ein Umsatz haben von acht Milliarden davon sind sechs Milliarden durch Spenden und andere Aufwendungen und dann kommen noch zwei Milliarden dahin zu, die die Werkstäte selber verdienen muss.<br>[00:12:24] also Deswegen kann ich da auch kein Verständnis für haben, dass halt wenn eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung in finanziellen Schwierigkeiten kommt.<br>[00:12:40] Dass sie dann halt sofort immer gerne bei den Menschen mit Behinderungen anfangen die Entgelter zu kürzen das dürfte eigentlich gar nicht mehr geben.<br>[00:12:51] Ad-Geld bedeutet, das ist so eine Art Geheid.<br>[00:12:54] Dass Menschen bekommen die dort arbeiten.<br>[00:12:57] Wie viel darf ich fragen?<br>[00:12:59] Verdienst du im Monat dort?<br>[00:13:00] Ich bekomme in dem Monat hundertundneinzig Euro.<br>[00:13:05] Also da nicht weit zweihundert Euro?<br>[00:13:07] Ja!<br>[00:13:08] Und wie viele Stundenantrags arbeitest du dort?Ich<br>[00:13:11] arbeite in einer Woche Montagdienste auch Mittwoch.<br>[00:13:15] Das heißt...ich mache fünfzwanzig Stunden in der Woche.<br>[00:13:18] Das heisst, du hast ne halbe Stelle.<br>[00:13:20] so gesehen<br>[00:13:21] Ich mache keine Zeit auf<br>[00:13:23] Runden<br>[00:13:24] meiner Behinderung.<br>[00:13:25] Ja, das machen wir auch viele ohne Behinderungen.<br>[00:13:29] Aber für zweieinhalb Euro oder hundert und neunzig Euro musst du deinen Essen selber bezahlen.<br>[00:13:34] weil ich habe nämlich auch in dem Text für dich gelesen dass bei einigen Beschäftigten die sogar von diesen zweihundert Euro auch noch das Mittagessen sich selber bezahlen müssen.<br>[00:13:43] Das ist ja...ja..ich muss meinen Essen selbst bezahlen.<br>[00:13:49] Jeden Tag dreimal in der Woche fünf Euro.<br>[00:13:53] Das sind in einer Woche Fünfzehn Euro.<br>[00:13:56] Ja, das ist schon das ist Schon sehr sehr viel und ich finde es eigentlich auch nicht.<br>[00:14:03] Ich find's eigentlich auch Nicht gerechtfertigt wenn die Menschen mit Behinderung so um die zweihundert Euro Im Monat bekommen dass die Werkstätten dann noch ich sag mal gute hundert Euro abziehen für das Mittagessen, so dass unter dem Strich noch für die Menschen mit Behinderung Hundert Euro bleiben.<br>[00:14:26] Das ist nicht gerechtfertigt.<br>[00:14:28] Wie lebt man mit so wenig Geld?<br>[00:14:30] Ja meine Haupteinnahmequelle ist natürlich die Erwerfminderungsrente, die mein Jahr nach zwanzig Jahren bekommt.<br>[00:14:40] und wie hast du das davor gemacht?<br>[00:14:42] Davor habe ich wie so viele Menschen mit Behinderung natürlich auch von Grundsicherung gelebt.<br>[00:14:52] Und meine Eltern, die haben mich das ganze Leben unterstützt.<br>[00:15:00] ohne die Unterstützung meiner Eltern oder meiner Familie wäre es gar nicht gegangen.<br>[00:15:06] Du hast jetzt gerade erzählt dass du viele Stationen besucht hast in der Werkstatt.<br>[00:15:11] Du kannst die CNC-Fräse bedienen.<br>[00:15:13] Ich weiß nicht so, Raja, kannst du eine CNC-Frässe bedienten?<br>[00:15:16] Nein ich habe erzählt...ich habe erzählt dass es Menschen mit bei ihnen nur gibt, die eine CNC Maschine bedienen konnten.<br>[00:15:24] Okay, kannst Du eine bedienen?<br>[00:15:26] Ähm..Ich müsste tatsächlich erst fragen was das genau ist!<br>[00:15:29] Ja<br>[00:15:29] okay.<br>[00:15:30] Also ich finde macht das irgendwie so schön klar, dass ähm... wie Jürgen gesagt hat Es geht nicht mehr nur um Kybeflechten sondern es sind tatsächlich hoch professionelle Tätigkeiten, für die man natürlich genauso auch ausgebildet werden muss.<br>[00:15:47] Aber ja auch nicht viele Menschen in der Gilde ausschönen.<br>[00:15:51] Und das Trauge ist hier eigentlich auch dass Menschen mit Behinderung, die ihnen Werkstöten bestäftig sind oder das ist eigentlich auch ein No-Go, dass sie bis heute noch keine Berufsbezeichnung haben?<br>[00:16:06] Die sind dann einfach nur Beschäftigte!<br>[00:16:08] Ja, die sind einfach nur Beschäftigte mit einem Arbeitnehmer ähnlichen Status.<br>[00:16:13] Da kommen wir später noch drauf zu sprechen und da wäre ich zwar eine Juristin hier dabei.<br>[00:16:20] Was mich noch interessieren würde Jürgen... Du hast viele Stationen besucht in der Werkstatt.<br>[00:16:29] Du hast viel ausprobiert, du hast jetzt eine Tätigkeit gefunden, die dir einigermaßen Spaß macht.<br>[00:16:35] Du warst im Bergstadtrat.<br>[00:16:37] Was sagst du Menschen, die uns Aktivistinnen vorwerfen?<br>[00:16:42] Wir würden die Beschäftigten in den Einrichtungen nicht ernst nehmen.<br>[00:16:46] Wir würden in die Arbeitsplätze schlecht reden und so weiter.<br>[00:16:51] Was ich denen Menschen sage... Ja, ich frage dann immer ganz gerne den Menschen unterhaltet euch doch bitte erst mal mit den Aktivisten.<br>[00:17:02] also Ich bin ja auch ein Aktivista.<br>[00:17:05] Äh, zumindest seit.<br>[00:17:08] Zwei-tausend vierzehn wo ich äh Inklusionsbotschaft sei geworden bin.<br>[00:17:14] Seit dieser Zeit sehe ich mich auch als aktivist und seit dieser Zeit seh natürlich auch die Entlohnung der Menschen mit Behinderungen in Werkstätten natürlich sehr sehr kritisch.<br>[00:17:28] Mhm.<br>[00:17:29] Sobald du ja auch ähm... Gerade gesagt, dass die haben noch nicht mal einen vernünftigen Berufsbezeichen.<br>[00:17:35] Ja genau!<br>[00:17:36] Die sind<br>[00:17:36] ein bisschen<br>[00:17:37] beschäftigt in einem Arbeitnehmer-ähnlichen Feld.<br>[00:17:40] Das ist was auch schon sehr kompliziertes Wort ist.<br>[00:17:42] Gleichzeitig sagen uns BetreiberInnen von Werkstätten, klar man immer nicht behinderte Menschen, klar dazu, dass sie ja auch qualifizieren würden.<br>[00:17:53] Wurdest du qualifiziert?<br>[00:17:55] Ja, wurde ich.<br>[00:17:57] Dann wollen<br>[00:17:58] Ich wurde qualiziert, ich bin auch damals.<br>[00:18:01] laut meiner Qualifikation habe ich dann in der Schlosserei angefangen zu arbeiten.<br>[00:18:09] Aber damals zu meiner Zeit gab es noch nicht mal ein Zertifikat.<br>[00:18:13] Das gibt's ja heute!<br>[00:18:15] Und kannst du das danach bekommen?<br>[00:18:17] Nee...<br>[00:18:18] Das ist so krass!<br>[00:18:21] Wenn wir das hören, denken Menschen wahrscheinlich oft Das ist ja ein trauriger Einzelfall, das kann doch nicht sein.<br>[00:18:30] Wie guckst du als Juristin darauf?<br>[00:18:33] Also die Erfahrungen von Jürgen sind keinesfalls ein Einzelfallen und wir haben ja wie Jürgens schon erwähnt hat über siebenhundert Hauptwerkstätten in Deutschland an über tausend Standorten – das sind sehr viele Arbeitsplätze!<br>[00:18:49] Und im Arbeitsbereich dieser Werkstättern arbeiten tatsächlich zweihundertfünfundfünftigtausend Menschen.<br>[00:18:57] Wie diese Menschen in diesen Werkstätten arbeiten und was die Werkstatt machen, das ist im Sozialrecht geregelt.<br>[00:19:04] Und dort ist eben auch gereglt dass diese Menschen In den Werkstädten Arbeitnehmerinnen sein können aber eben auch Arbeitnehmer ähnlich sein können.<br>[00:19:15] Für diese Arbeitnehmer ähnlichen Personen sieht das Gesetz ein Arbeitsendgeld vor Und dieses Arbeitsendgeld ist im Durchschnitt in Deutschland sehr gering und beträgt nur zweihundertdreißig Euro.<br>[00:19:29] Das heißt, es scheint die Praxis zu sein dass an diesen tausenden Werkstätten sehr viele wenn nicht gar alle Menschen als Arbeitnehmer ähnliche Beschäftigten eingestellt sind und damit sehr wenig Geld verdienen.<br>[00:19:45] Somit betrifft das sehr sehr viele Menschen und nicht nur Jürgen.<br>[00:19:50] Als du im Werkstattrat angefangen hast, Jürgen.<br>[00:19:53] Hast du da Menschen getroffen die gemeinsam mit dir kämpfen wollten?<br>[00:19:59] Ja natürlich habe ich Menschen getrofft in dem Werkstatterat, die mit mir gemeinsam kämpfen wollen.<br>[00:20:06] Klar ganz klar.<br>[00:20:08] aber wir haben das große Problem dass wir natürlich in einem Werkstatrat haben wir natürlich unterschiedliche Charaktere und wir haben auch ganz, ganz wenig Menschen die auf lange Sicht gesehen eine Belastung aushalten können.<br>[00:20:30] Also wenn man für eine Sache kämpft ist es da ist man ja jetzt auch.<br>[00:20:36] mit dem Musterprozess den wir hier zusammen jetzt führen ist man ja erstmal für Jahre an eine Sache gebunden und das hat natürlich auch mit Durchhaltevermögen zu tun.<br>[00:20:51] Das hat da was mit zu tun, ich sage mal mit anderen Menschen auseinandersetzen.<br>[00:21:00] Man muss die gemeinsame Position, die man natürlich hat, warum man eigentlich die Klage macht Die muss man natürlich auch in der Öffentlichkeit zerpreben und das ist eigentlich das große Problem.<br>[00:21:16] Das können ganz, ganz wenige Menschen mit Behinderung ... Weil die dann immer denken wenn sie den eigenen Arbeitgeber verklagen, dann krieg ich ja Ärger!<br>[00:21:29] Das heißt auch so eine Art Macht?<br>[00:21:32] Ja genau.<br>[00:21:32] Also Angst vor der Macht der Arbeitgebers?<br>[00:21:35] Genau.<br>[00:21:36] Aber ich muss ja sagen, die mein Arbeitgeber hat oder geht da ganz professionell mit um mit meiner Klage.<br>[00:21:45] Und das möchte ich natürlich auch weil zum einen macht man ja nicht eine Klage, um den Arbeitgebers zu schädigen.<br>[00:21:53] Man macht ja ne Klage, um insgesamt was zu verbessern.<br>[00:21:58] Was hatte ich denn motiviert zu klagen?<br>[00:22:02] Du hast dann... du bist jetzt quasi kurz vor deiner Hente und bist bald in den Wohlverdien im Ruhestand.<br>[00:22:12] Wie kommt es, dass du jetzt sagst ich wäre mich unklage?<br>[00:22:17] Raulas ist ganz einfach motiviert.<br>[00:22:20] hat mich eigentlich oder haben mich die Menschen mit Behinderung, die in behinderten Werkstätten beschäftigt sind, motiviert haben mich natürlich auch die Betreuer, die auf der Seite der Menschen mit Behinderung stehen.<br>[00:22:42] Natürlich weiß ich auch das nicht alle aus dem Fachpersonal auf der seite der menschen mit Behindungen stehen.<br>[00:22:51] Das müssen sie auch nicht.<br>[00:22:53] Das verlange ich auch nicht.<br>[00:22:55] aber Ich finde, dass immer so eine Klage zu führen ist hier auch irgendwo eine Chance.<br>[00:23:01] Und es ist ja auch irgendwo ... eine Chance den Menschen mit Behinderung aufzufregen.<br>[00:23:09] Da gibt es noch einen anderen Weg der viel besser ist.<br>[00:23:14] Hattest du schon mal irgendjemanden verklagt?<br>[00:23:16] Hattet ihr schonmal mit Behörden anwältenden und Richtern zu tun?<br>[00:23:21] Ne, ich wollte.<br>[00:23:22] Ich war erst muss ich ganz ehrlich sagen auf einem ganz anderen Trip.<br>[00:23:26] Ich hatte erst versucht die Gewerkschaft mit ins Boot zu nehmen und die Gewerkstaff hat mir dann aber zurückgespiegelt ja sie hätten würden keinen Anpack Sie wissen nicht, wo sie anfangen sollten.<br>[00:23:47] Und ich hatte das Gefühl ... Die Gewerkschaft wollte nicht so richtig.<br>[00:23:54] Du hast noch ein Gefühl, was ich hatte.<br>[00:23:58] Gleich geht's weiter!<br>[00:23:59] Wenn du diesen Podcast unterstützen möchtest, kannst du das mit einem kleinen monatlichen Beitrag tun.<br>[00:24:05] Im Gegenzug kannst du alle Folgen vorab hören und wirst wenn du das möchtesst hier im Podcast namentlich genannt.<br>[00:24:12] Alle Infos findest du auf im-aufzug.de.<br>[00:24:16] Diese Woche geht der Dank an Francis, Sarah, Maria und Melanie.<br>[00:24:21] Ende der Servicedurchsage.<br>[00:24:22] viel Spaß.<br>[00:24:23] beim zweiten Teil der Folge Eine die viel mit Anwältinnen, RichterInnen usw zu tun hat.<br>[00:24:33] bist Du so reier?<br>[00:24:36] Wie bist Du eigentlich Auf die Idee gekommen?<br>[00:24:39] Du machst was mit Recht und Gesetz.<br>[00:24:42] Für mich dann tatsächlich schon sehr früh in meinem Leben fest, dass ich Jura studieren möchte.<br>[00:24:48] Sehr wahrscheinlich aus so einem genuinen Gerechtigkeitsverständnis und ich möchte irgendwie beruflich was damit machen.<br>[00:24:56] Nachkann jetzt nicht sonderlich kreativ aber der ehrliche Grund das hat mich auch sehr lange so begleitet es hat wahrscheinlich schon eine Rolle gespielt, dass sich mit dem Schulsystem irgendwie ganz gut klargekommen bin.<br>[00:25:09] gute Noten hatte Diese Geschichte, wenn man gute Noten macht.<br>[00:25:18] Dann soll man doch was Gutes damit machen und das könnte dann auch Jura sein?<br>[00:25:23] Das hat mich sicherlich irgendwie geprägt und die Entscheidung stand relativ früh fest.<br>[00:25:29] Und brauche ich nicht.<br>[00:25:31] War eine gute Entscheidung!<br>[00:25:33] Was mich in diesen Bereich gebracht hat war eher meine sehr frühe Erfahrung an der Uni... Vor allem hier in Berlin, bei der ich dann bei der Humboldt Law Clinic für Grund- und Menschenrechte gearbeitet habe.<br>[00:25:46] Und auch als Studierende war und dort meinen Platz gefunden habe – jetzt ist das große Glück gehabt, auch in diesem Bereich arbeiten zu können!<br>[00:25:55] Jetzt trifft diese sehr frühe Motivation, die ich hatte von Gerechtigkeitsempfinden getragen, auch arbeiten zu kann.<br>[00:26:03] Sehr gut aufeinander und passt ganz gut für mich.<br>[00:26:06] Du arbeitest bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte.<br>[00:26:10] Was genau machen die Gesellschaft für freiheitsrechten im Vergleich zu anderen klassischen Kanzleien?<br>[00:26:17] Die Gesellschaft für Freiheit macht strategische Prozessführungen, nennen wir das.<br>[00:26:21] Das bedeutet dass wir Gerichtsverfahren vor allem führen um Grundsatzentscheidungen zu treffen.<br>[00:26:28] Wir begleiten also keine Einzelfälle wie es nur eine Kanzlei machen könnte sagen man ist eine Mietrechtanwältin und geht jetzt zum zehnten Mal gegen eine Mieterhöhung vor.<br>[00:26:39] Solche Dinge machen wir nicht, sondern wir schauen im Bereich der Grund- und Menschenrechte was ist ein Verfahren das wir führen können um ne Grundsatzentscheidung zu erstreiten?<br>[00:26:49] Und eine solche Entscheidung eben für sehr viele Fälle dann auch zu erreichen und diese Frage dann auch so klären.<br>[00:26:56] Das machen wir in der Regel durch viele Instanzen hinweg landen am Ende meistens beim Bundesverfassungsgericht.<br>[00:27:04] endgültige auch verfassungsrechtliche Entscheidung dann in Deutschland trifft.<br>[00:27:09] Mit einem Nigel-Team zur strategischen Prozessführung gehört bei uns aber auch, dass wir Öffentlichkeitsarbeit machen zu diesen Themen also versuchen auf unterschiedlichsten Kanälen, Social Media oder durch Vorträge beim Fachpublikum für diese Themen zu sensibilisieren und das auch zu erklären.<br>[00:27:29] Also warum machen wir das?<br>[00:27:30] Warum ist es wichtig, warum ist das überhaupt ein Problem?<br>[00:27:32] Warum verstößt man das gegen Grund- und Menschenrechte?<br>[00:27:35] Mittlerweile auch mehr Aktien.<br>[00:27:36] Das sind eigentlich Grund-und Menschenrechten.<br>[00:27:38] Und genau so auch breiter in der Öffentlichkeit für diese Themen sensibilisiert.<br>[00:27:49] Wenn du sagst ihr sprecht dann auf Fachpublikum Ist da ein Tagpublikum, sind das dann Juristinnen oder Journalistinnen?<br>[00:27:56] Oder sind es teilweise sogar Richterinnen.<br>[00:27:59] Bei mir wurde von einer Richterin erzählt, dass sie glaubt, dass es auch einen großen Bedarf inzwischen gibt, dass man RichterInnen mal schult im Bezug auf UN-Behindertenrechtskonventionen zum Beispiel weil die ja oft auch schon etwas älter sind noch in alten Gedankenmodellen stecken was Behinderung angeht und so weiter.<br>[00:28:20] Und<br>[00:28:20] wir sprechen auch auf Konferenzen und Veranstaltungen.<br>[00:28:23] Dort sitzt im Publikum sicherlich Rechtsanwältin, dann aber auch mal die ein oder andere Richterin.<br>[00:28:29] Das heißt wir erreichen auch Richterinnen mit unseren Vorträgen.<br>[00:28:34] Wir halten jetzt keine Schulungen für RichterInnen.<br>[00:28:38] So was gibt es sicherlich auf freiwilliger Basis?<br>[00:28:40] Für Richter Innen aufgrund ihrer richterlichen Unabhängigkeit ist das aber sicherlich eine gute Sache.<br>[00:28:46] Auch gerade was menschenrechtliche Verträge anbetrifft an die Richterin heranzutreten die UNWN Anrechtskonvention zu erklären, weil das sicherlich bei vielen nicht ganz so präsent ist.<br>[00:28:57] Aber immer präsenter wird, würde ich sagen.<br>[00:29:00] Und uns drei hat ein krasser Zufall zusammengebracht?<br>[00:29:05] Das CLF-Magazin Royal hatte eine Folge geplant zu der ungerechten Entlohnung in Werkstätten für behinderte Menschen, weil sie rausgefunden haben dass ihre Actionfigur Grundi in einer solchen Werkstatt für behindernte Menschen produziert wurde Und sie dann in Folge dessen eine Folge dazu gemacht haben und darüber aufklären wollten, wie das eigentlich zustande kommt.<br>[00:29:25] Dass Menschen so wenig Geld in Werkstatt für beinahe Menschen verdienen.<br>[00:29:32] Dann sind wir in Kontakt gekommen mit den Sozialheldinnen und gleichzeitig auch mit betroffenen Personen also Werkschaftbeschäftigten die sich dagegen wehren wollten.<br>[00:29:43] Wir haben bei der Gesellschaft Freizeit haben entschieden... Wir könnten doch mit den betroffenen Werkstattbeschäftigten auf Mindestgrund klagen.<br>[00:29:51] Und das haben wir dann gemeinsam über viele Monate vorbereitet und mit Jürgen Lindemann gestartet, um das gemeinsam mit dem ZDF-Magazin Royal in die Öffentlichkeit zu machen.<br>[00:30:02] Als Jürg und Soraya, ihr wart ja beide in der Sendung.<br>[00:30:07] Ich kann mich noch erinnern wie wir gemeinsam die Sendungen geschaut haben als sie in der Mediathek erschienen ist Gab es Reaktionen, die bei dir angekommen sind von deinen Kolleginnen oder von deinen Chefs?<br>[00:30:22] Oder von anderen Menschen?<br>[00:30:25] Natürlich gab's Reaktion.<br>[00:30:27] Es gab ... Es gab Reaktions von meinen Arbeitskollegen, die gesagt haben, die sind das gut.<br>[00:30:35] Es gibt Reaktiones von meinem Arbeitsk kollegenden, die sagt haben, dass finden sie nicht gut.<br>[00:30:42] Aber ich glaube ... was ich versucht habe auch in den Gesprächen klar zu machen, dass dieser Prozess, dieser strategische Prozess dem wir uns jetzt befinden, der dauert ja erstmal Jahre und so lange wie er läuft passiert das mal gar nichts.<br>[00:31:04] Wie funktioniert denn so eine Prozessführung?<br>[00:31:06] Also ihr habt jetzt quasi die Ungerechtigkeit gemeinsam identifiziert Und dann guckt man, wer ist denn eigentlich die Person, die man anklagt?<br>[00:31:17] Ist es der Arbeitgeber oder ist es vielleicht das Gesetz und dann durch mehrere Instanzen geht.<br>[00:31:26] Was sind denn die Instanze?<br>[00:31:29] Wir schauen uns immer an was ist so das Grund- und Menschenrechtliche Problem, was wir haben und wie können wir gerichtlich dagegen vorgehen.<br>[00:31:35] Im Fall von Jürgen ist es ja so dass Jürgens sehr wenig Geld für seine Arbeit bekommt Und wir deshalb jetzt vor dem Arbeitsgericht stehen und für Jürgen Mindestphone einklagen.<br>[00:31:46] Das ist der Weg, den wir juristisch gehen können um dieses Problem, das ist sehr geringe Endgeld was Werkstattbeschäftigte bekommen überhaupt, sagen wir es mal juristischeprechfähig zu machen.<br>[00:31:57] Die Instanzen sind dann so dass man beim Arbeitsgerichts startet und über Berufung und Revisionen immer ins höhere Gericht geht, also dann zum Landesarbeitsgericht, zum Bundesarbeits-Gericht und wenn man am Ende steht kommt man bis vor Bundesverfassungsgericht was da nur noch überprüft ob das mit den Grundrechten vereinbar ist.<br>[00:32:18] Jetzt haben wir bei Jürgen noch eine Besonderheit dass hier auch Europarecht wichtig ist.<br>[00:32:25] Das heißt, es könnte passieren dass wir auf dem Weg bis zum Bundesverfassungsgericht eines der Arbeitsgerichte sagt naja stopp mal.<br>[00:32:32] Hier ist ja Arbeits-, Europarecht richtig?<br>[00:32:35] Dann legen wir doch mal noch den europäischen Gerichtshof vor.<br>[00:32:39] Das heißt ein Gericht könnte dann dem europäischen Berichtshof fragen stellen ob denn die Rechtslage so wie wir sie in Deutschland haben eigentlich mit dem Europarechtsvereinbar ist.<br>[00:32:50] das würde dann wieder nach Deutschland zurückkommen und dann würden wir weitermachen Und das kann sehr, sehr viele Jahre dauern bis wir dann endlich eine Grundsatzentscheidung zu dem Thema haben.<br>[00:33:04] Wie erklärt ihr euch dass wir kommen müssen um das mal zu machen und nicht wo dieses System Jahrzehnte existiert schon andere wie das vorher versucht haben?<br>[00:33:15] Also es ist ja nicht so... Es hat ja jemand anderes versucht so viel ich gelehrt habe Mindestlohn in Werkstätten einzuklagen.<br>[00:33:32] Das ist ja auch damals versucht worden, aber derjenige der das versucht hat dem war der Anwalt gestorben und dann wurde halt die Klage von beiden des Gerichtes gestoppt.<br>[00:33:49] also es gab schon einen Versuch auf Mindestlohn zu Menschen mit Verhinderung zu klagen.<br>[00:34:02] Das kann einfach passieren, dass die Anwalt stirbt und dann ist alles für die Katz gewesen.<br>[00:34:08] Kann durchaus passieren.<br>[00:34:10] man kann natürlich den Anwald wechseln.<br>[00:34:11] das ist jetzt kein ausschließlicher Grund einen Verfahren zu führen.<br>[00:34:16] also ich denke es gibt sehr viele Organisationen, Interessensvertretungen die an dem Bereich tätig sind und auch sehr viel Druck machen auf die Politik aber da sicherlich noch nicht das Interesse gab das zu machen.<br>[00:34:27] Was natürlich immer eine Hürde ist das kenne ich auch aus anderen Bereichen ist dass Menschen nicht unbedingt Lust haben ihren Arbeitgeber zu verklagen.<br>[00:34:35] Das kann sehr viele Gründe haben weil sie vielleicht Angst haben dass es dann im Arbeitsalltag für unangenehm oder zum Problem führt und sie diesen Mond vielleicht nicht aufbringen.<br>[00:34:46] Und ich kann mir vorstellen, dass das gerade wenn man in einer Werkstatt arbeitet doch eine große Hürde darstellt dann vor Gericht zu ziehen was ja vielleicht auch so ein bisschen eskalativ für manche Leute wirkt die das noch nie gemacht haben.<br>[00:34:59] Das muss in der Praxis gar nicht so sein weil die Anwältinnen das von Gericht machen und das nicht unbedingt dann negative Auswirkungen im Alltag haben können.<br>[00:35:07] aber bestimmte Menschen sicherlich auch Angst haben Was jetzt natürlich juristisch interessant ist, dass sich ja in den letzten Jahren ja auch vieles getan hat.<br>[00:35:15] In diesem Bereich der Arbeitsrecht und den Werkstätten.<br>[00:35:19] Wir haben jetzt seit Anfang der Zwei Tausender die UN-Behindertenrechtskonvention Die Vorgaben macht.<br>[00:35:26] wir haben Seit zwanzig zweiundzwanzig Jetzt zum Beispiel eine Mindestlohnrichtlinie aus Europa, die auch Vorgabe Zum Mindestlohn für Arbeitnehmerinnen macht.<br>[00:35:38] Und seitdem, also jetzt auf Grundlage dieser sehr neuen rechtlichen Entwicklung hat noch niemand geklagt.<br>[00:35:44] Das war auch einer der Gründe, warum wir gesagt haben, wir machen das mit Jürgen und schauen uns das jetzt mit diesen sehr neuen auch rechtlichen Vorgaben nochmal neu anzugucken?<br>[00:35:54] Können wir das jetzt gerichtlich klären lassen ob das eigentlich in Ordnung ist dass Menschen in den Werkstätten so wenig verdient?<br>[00:36:00] Jürg, wie hat denn dein Arbeitgeber bisher darauf reagiert wenn du darüber sprechen darfst.<br>[00:36:05] Also mein Arbeitgeber hat sehr, sehr neutral aufgeregiert.<br>[00:36:11] Wenn ich das mal sagen darf weil ich immer schon gesagt habe wenn ich mal eines Tages die Chance bekommen würde mit eine Klage zu führen Auf Mindestlohn Wo überhaupt noch nicht klar war dass sich tatsächlich ein paar Monate später tatsächlich die Chance mit euch, den sozialen Helden.<br>[00:36:38] Mit der Gesellschaft für Freiheitsrechte, dass ich die Chance tatsächlich mal bekommen.<br>[00:36:45] Ich bin eigentlich mit meiner Arbeitgeber schon relativ früh im Dialog gegangen und habe denen gesagt ja wenn ich mal die Chance kriege eine strategische Klage zu führen dann mache ich das auch Obwohl ich überhaupt nicht wusste, dass sich das wirklich mal machen darf und kann für die dreihunderttausend Menschen mit Behinderung in Werkstätten.<br>[00:37:14] Diese Klage bedeutet mir sehr viel weil ich bin mehrmals von euch und auch von der Gesellschaft für Freiheitsrechte gefragt worden ob ich die Klage denn wirklich machen möchte.<br>[00:37:28] Da habe ich gesagt ja ich möchte diese Klage machen aus meinem Herzen, aus meiner inneren Überzeugung.<br>[00:37:37] Fühlst du dich von der Politik im Stich gelassen?<br>[00:37:40] Ja.<br>[00:37:42] Inwiefern?<br>[00:37:44] Weil die Politik fast riecht den Werkstatträten und den Werkschaftsrätigen viel... ...die halten dich nicht dran!<br>[00:37:56] Die haben die wissenschaftliche Untersuchungen, äh, haben sie das Dokument haben sie einfach mal in der Schublade verschwinden lassen.<br>[00:38:08] Und ich finde, es gibt nichts Schlimmeres wenn die Werkstatträte Deutschland und auch die Landesarbeitsgemeinschaften über man die verarscht.<br>[00:38:19] also Ich möchte also die Klage soll hat natürlich auch für mich ein Ziel dass Die am Ende des Weges möchte ich erreichen das Werkstatträte Deutschland und auch die einzelnen Landesvertretungen, der einzelne Landesarbeitsgemeinschaften so eine Lobby haben wie zum Beispiel die Dienstleistung Werdy.<br>[00:38:47] Also ... Die Lobby der Werkstätträte muss sich verbessern und ich möchte auch erreichen dass ihr Klage dazu führt dass man mit den Landesvertretungen und Werkverträte Deutschland sich am Ende des Weges an einem Tisch schätzt und nach einer guten und praktischen Lösung sucht, die natürlich auf das Urteil aufbaut.<br>[00:39:18] Klar!<br>[00:39:19] Wenn man jetzt wo es Bundesverfassungsgericht sieht sogar ja, das scheint ja gerade in vielerlei Themen nötiger zu sein als früher gab ich den Eindruck zumindest Wenn wir uns jetzt mal das Klimaschutzgesetz anschauen, wo ja auch nur das Bundesverfassungsgericht dann am Ende die Instanz war, die überhaupt mal was geregelt hat.<br>[00:39:41] Was sagt es eigentlich über unsere Gesellschaft?<br>[00:39:43] Zivilgesellschaften und auch über das politische System wenn wir jetzt vor das Bundes-Verfassung-Gericht ziehen müssen?<br>[00:39:52] Ich würde sagen zunächst heißt das schon noch erstmal dass der Rechtsstaat funktioniert.<br>[00:39:57] Also die Politik macht Gesetze, handelt die aus.<br>[00:40:01] Wir wählen unsere VertreterInnen und am Ende haben wir immer die Möglichkeit zu sagen, wir ziehen fast Bundesverfassungsgerichte und lassen diese Gesetzer auf ihre Verfassungsmüßigkeit überprüfen.<br>[00:40:12] Das ist ja erstmal was Gutes das dieses System so funktioniert.<br>[00:40:18] Und ich denke, was man verstehen muss, ist ja dass das Bundesverfaßungsgericht Grundrechte überprüft.<br>[00:40:25] Also sind diese Gesetze und Entscheidungen die Gerichte treffen mit unserer Verfassung vereinbar.<br>[00:40:32] Die Verfassung das ist so der, das Minimum.<br>[00:40:37] Das zu über, da drüberzugehen, dass es das absolute No-Go, das sind die Grenzen.<br>[00:40:45] Das heißt aber noch lange nicht, dass wenn wir jetzt sagen für das Bundesverfassungsgericht ziehen unsere Verfassungsbeschwerden vielleicht auch sogar ohne Begründung ablehnt.<br>[00:40:57] Das kann das Bundesverfassungsgericht durchaus machen.<br>[00:41:00] oder wir vernieren, dass das eine Niederlage in dem Sinne ist weil es heißt erst mal nur diese wirklich krassen äußeren Grenzen wurden nicht überschritten und alles was aber dazwischen in diesem Rahmen passiert.<br>[00:41:15] Es ist ja am Ende Demokratie.<br>[00:41:18] Das ist das was wir ausdiskutieren müssen, das ist das wo für wir uns einsetzen müssen und das muss genutzt werden.<br>[00:41:26] Und zwar nicht nur von der Politik, sondern auch von unseren Bürgerinnen, dass wir sagen zum Beispiel jetzt bei dem Thema Werkstätten, so wie es wenn das zu meinem Ergebnis käme, dass man das Verfassungsgericht sagt, nö, das ist vielleicht noch ein Ordne aus welchem Grund auch immer?<br>[00:41:41] Dass wir uns trotzdem dafür einsetzen, dass das doch nicht ganz gerecht ist und dass wir das auch gar nicht wollen politisch!<br>[00:41:50] und uns dafür eingelassen, dass dieses Werkstattonsystem reformiert wird.<br>[00:41:53] Und Menschen die dort arbeiten auch gerechtend lohnt werden?<br>[00:41:58] Weil genau die Frage habe ich wieder mit gefragt ist es nicht brandgefährlich wenn das Bundesverfassungsgericht sagt ne jetzt alles rechtens wir lassen alles so ob man dann bis quasi auch Gefahr läuft Jahrzehnte lange Arbeit auch ein bisschen und sonst So ein Gefühl her gemacht zu haben.<br>[00:42:24] Es ist immer eine Diskussion, die wir führen, egal welches Verfahren wir vor Gericht bringen, welches Risiko hat das?<br>[00:42:31] Also könnten wir mit einem solchen Verfahren in der Situation die wir haben verschlechtern und wie hoch ist dieses Risiko?<br>[00:42:39] Jetzt ist es so dass es in vielen Fällen beispielsweise einfach dabei bleiben würde, so wie's gerade ist.<br>[00:42:46] dann verschlechtert sich ja erst mal nicht aber es kann ja auch durchaus sein dass man damit auch politischen Druck erzeugt.<br>[00:42:54] Wenn wir sagen, das ist vielleicht noch im Rahmen unserer Verfassung aber es ist etwas was wir politisch überhaupt nicht haben wollen dann ist das Aufgabe dann auch ein sehr klarer Auftrag finde ich auch an Politikerinnen zu sagen ne also diese Ungerechtigkeit die müssen wir dann durch eine Reform ändern Dann bekommen wir nicht... oder haben wir nicht das Bundesverfassungsgericht das uns dann so zwingt?<br>[00:43:18] diese Reform durchzuführen, sondern wir sagen das kann eigentlich so nicht sein.<br>[00:43:22] Das ist keine Gesellschaft, möchte dass Menschen Vollzeit arbeiten für zweihundertdreisig Euro.<br>[00:43:30] Was müssen wir reformieren?<br>[00:43:32] Jetzt hat Herr Jürgen schon zweimal Gewerkschaften genannt an die er sich gewandt hat.<br>[00:43:39] Wie könnt ihr euch erklären, dass Gewerktaften sich mit diesem Thema ein bisschen schmalen Fuß machen?<br>[00:43:46] liegt es daran weil es eben Arbeitennehmer ähnliche Verhältnisse sind und nicht Arbeitnehmerinnen?<br>[00:43:53] Also ich glaube, warum die Gewerkschaften sich das Thema nicht annehmen ist einfach.<br>[00:44:02] Weil das Thema ist viel zu kompakt.<br>[00:44:06] Und ich glaube auch, dass sie Gewerksamkeit als solches mit dem Thema Entgelt in den Werkstätten nicht genug auskennen.<br>[00:44:20] Das sind nicht die Fachleute, ja?<br>[00:44:24] Weil wir haben natürlich einige hundert Menschen, die Gewerkschaftsmitglied sind aber das ist nicht die Menge.<br>[00:44:37] und ich möchte eins ist klar ob wir verlieren oder gewinnen der moralische Sieger sind wir sowieso schon, indem wir diesen strategischen Prozess gestartet haben.<br>[00:44:57] Und das ist auch schon eine ganze... bedeutet mir zum Beispiel auch in der ganzen Menge wo ich dann auch hinter sein kann zu den Menschen mit Behinderung Ich habe vor euch alles versucht rauszuholen.<br>[00:45:14] Ich habe es versucht aber Es hat einfach nicht geklappt.<br>[00:45:21] Aber ich möchte da noch gar nicht dran denken, dass wir gegebenenfalls die Klage verlieren könnten.<br>[00:45:29] also Ich bin oder Wir sind angetreten um die klage zu gewinnen.<br>[00:45:34] Das klingt doch schon mal.<br>[00:45:35] auch wenn war Kraft für euch so reier Wenn man als Juristin viel mit diesen Gewerztestextem zu tun hat das ist ja dann doch eine komplizierte Spargel aber auch eine sehr nüchterne Sprache.<br>[00:45:48] Ich finde das ja mal sehr interessant, wenn dann ich habe noch nicht einen Artikel gelesen wo es hieß dass ein Großkonzern Arbeitnehmer in dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt was so viel bedeutet wie entlässt.<br>[00:46:04] also ne nüchterne Sprach.<br>[00:46:05] es klingt so positiv und auch gläncht man stellt sich den Arbeitsmarkt zu Verfügung Aber eigentlich hat man Leute entlassen.<br>[00:46:13] Und jetzt kämpfen wir hier für den Menschenrecht, wir kämpfen hier für die Rechtlichkeit.<br>[00:46:18] Aktivistinnen wie ich<br>[00:46:20] im Jürgen<br>[00:46:22] fühlen die ja dann auf selber oder sind dann auch wütend.<br>[00:46:25] aber wie machst du das als Juristin?<br>[00:46:30] quasi diese gesunde Mut im Bauch zu haben und trotzdem nüchtern und kühl zu bleiben in der Sprache?<br>[00:46:39] Ich glaube mein Beruf ist es schon so eine Art Übersetzungsleistung zu verbringen in alle möglichen Richtungen.<br>[00:46:48] Also ich habe ja sehr viel mit Interessensvertretung, also Organisationen zu tun die sich für bestimmte Rechte einsetzen.<br>[00:46:56] denen zu erklären was heißt das eigentlich im Jura?<br>[00:47:00] Was ihr da möchtet was können wir vor Gericht erreichen und was aber auch nicht.<br>[00:47:04] Also was sind quasi die Möglichkeiten und Grenzen des Rechts Und gleichzeitig auch der Öffentlichkeit zu erklären Was machen wir da eigentlich vor Gericht?<br>[00:47:14] Also, welche Möglichkeiten bietet uns Vorgericht.<br>[00:47:18] Was klagen wir da ganz genau an?<br>[00:47:20] Was können wir erreichen und was können wir aber auch nicht erreichen?<br>[00:47:24] Und was ist dann wiederum Aufgabe für die Politik?<br>[00:47:28] Das versuche ich auf sehr vielen unterschiedlichen Ebenen zu machen indem ich einmal mit der Öffentlichkeitsspreche ...in Journalistinnen das denen ja auch erklären.<br>[00:47:38] Also es gibt sehr viele Menschen, wo ich das unterschiedlich auch übersetzen muss... ...für JournalistInnen versuche ich das auf eine Weise zu erklären für betroffene Menschen vielleicht auf ne andere Art und Weise.<br>[00:47:52] dann muss ich das für Social Media zum Beispiel viel kürzer fassen was ich da eigentlich sagen möchte Und dann muss sich das ja auch was die Betroffenen möchte für das Gericht erklären.<br>[00:48:02] also in diesem Verfahren zum Beispiel haben wir natürlich dem Arbeitsgericht dass er sich vielleicht noch nie mit Werkstätten beschäftigt hat.<br>[00:48:09] Vielleicht noch nie ein Verfahren hatte von einem Werkschaftbeschäftigten und schon gar nicht auf Mindestrundes, das ist ja dann jetzt auch eine Grundsatzentscheinung die wir erstreiten würden.<br>[00:48:18] Was ist das eigentlich?<br>[00:48:19] Also was ist so ne Werkstatt für behinderte Menschen?<br>[00:48:23] Was hat sie eigentlich für einen Auftrag?<br>[00:48:25] Was machen die Menschen da eigentlich?<br>[00:48:27] Wie viel verdienen die?<br>[00:48:29] Sowas erkläre ich dann in einer Klage und dann schreiben wir das auch.<br>[00:48:33] Wer ist Jürgen Linnemann?<br>[00:48:35] Was macht er da eigentlich?<br>[00:48:36] Und was ist aber auch diese Werkstatt?<br>[00:48:38] und warum müssen wir das dann auch so einklagen, also was ist der Hintergrund auf dieser Frage.<br>[00:48:47] So leist sich quasi die Übersetzung in alle Richtungen von Jura ins Einfache.<br>[00:48:54] Das verstehen Menschen aber ganz gut.<br>[00:48:56] Ich glaube dieses Gerechtigkeitsempfinden, das manche Menschen haben lässt sich zum Teil einfach gut in Jura übersetzen und anders herum.<br>[00:49:05] auseinandergehen oder so.<br>[00:49:06] Also ich glaube, wenn ich jetzt Menschen erkläre, warum Särkschaftbeschäftigte wenig verdienen, da werden die schon auch ein Störgefühl haben und dieses Stör-Gefühl damit kann man gut arbeiten, auch juristisch.<br>[00:49:18] Aber hast du eine Art Schreikissen?<br>[00:49:23] Ich bin mal nachwütend aber ich glaube Jura gibt mir so ein gutes Instrument, damit gut umzugehen.<br>[00:49:33] und mich da auch durch diese Verfahren zu tragen.<br>[00:49:36] Es gibt sicherlich manchmal aufrustrierende Momente, die Verfahren dauern ja auch sehr lange.<br>[00:49:41] Aber ich ziehe wahnsinnig viel Kraft daraus aus der Zusammenarbeit mit Betroffenen wie Jürgen, der sich schon seit Jahrzehnten für dieses Thema einsetzt.<br>[00:49:51] Ich habe mit super vielen Organisationen Kontakt, die sich auch schon seit jahrzehnt in diesen Bereichen engagieren Und das hilft total, wenn man sich dann über Jahre für solche Themen auch vor Gericht einsetzt.<br>[00:50:04] Jetzt hast du gerade gesagt, du bist quasi Übersetzerin von komplexen Themen, Dinge, von denen man oft nur was oberflächlich weiß.<br>[00:50:14] Es gibt ja eine sehr weitverbreitete Aussage über Werkstätten, die können ja nicht alle arbeiten Da antworte ich dann immer Jaber, die wirklich nicht arbeiten können.<br>[00:50:27] Die sind in der Wege auch nicht in der Werkstatt.<br>[00:50:30] Sondern du bist ja nur da in einer Werkstatte wenn du mindestens vier Stunden am Tag arbeiten kannst so wie Jürgen, der Teilzeit arbeitet und die Zeit, die er dort ist, die arbeitete Arbeit dann auch wirklich.<br>[00:50:43] Und außerdem bekommt jede Werkstarte, wenn ich das richtig verstehe, monatlich Geld vom Staat pro Beschäftigten Und zusätzlich erwirtschaften sie noch durch ihre Produktion ein, dass das wenn man es alles zusammenzählt nicht rechtfertigt.<br>[00:51:04] Dass die behinderten Menschen dort weniger zu den Mindestlohnen verdienen und dann wird zum Beispiel argumentierten ja Rentneransprüche und sonstige Leistungen.<br>[00:51:13] Das wird auch gefördert und sind auch Gemeinschaft und so da vermengeln sich einfach ganz viele Ganz viel Hype wissen.<br>[00:51:23] Wenn du das jetzt einfach übersetzen müsstest, warum ist es wirklich ein ernstes Problem?<br>[00:51:31] Menschen mit Behinderung die Arbeiten verdienen auch einen fernengerechten Lohn.<br>[00:51:39] Ich glaube dass würde ich so in einem meiner Erklärungen in einem Satz Und du hast jetzt sehr, sehr viele Ebenen angesprochen und ein sehr viel Halbwissen.<br>[00:51:50] Genau das ist das was ich vorhin versucht habe zu erklären.<br>[00:51:52] Ich glaube dass muss man auch erklären.<br>[00:51:55] Das muss man den Gerichten erklären, das muss man der Öffentlichkeit erklären.<br>[00:51:59] Warum?<br>[00:52:01] Ist es so wie das System funktioniert trotzdem nicht gerecht?<br>[00:52:07] Die Menschen die ja in solchen Werkstätten arbeiten müssen tatsächlich einen Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbare Arbeit leisten.<br>[00:52:18] Das ist nicht so, dass die Menschen da hingehen um beschäftigt zu werden wegen der Beschäftigung Willen sondern die leisten tatsächliche Arbeit in sehr vielen Bereichen des Lebens.<br>[00:52:31] also die arbeitenden Gärten, deren Reinigungskräfte arbeiten herausforderungsvollen Maschinen, die ich zum Beispiel haktlich kenne wie wir gemerkt haben.<br>[00:52:42] Und das machen sie zum Teil auch in Vollzeit und dass sie für diese Arbeit so wenig Geld verdienen.<br>[00:52:51] Das ist nicht fair und auch diskriminierend und vor allem auch rechtlich nicht haltbar.<br>[00:52:58] Und bezahlt der Staat mich eigentlich doppelt?<br>[00:53:01] Also ich will jetzt keinen keinen Vorschlag machen, wo man Geld spart.<br>[00:53:04] Und ich werde gerne sagen der Staat bezahlt also einmal die Werkstätten dafür dass er Mensch mit Binderung aufnimmt und beschäftigt.<br>[00:53:13] Ich habe gehört das sind so bis zu tausend zweihundert Euro im Monat pro Beschäftigten.<br>[00:53:17] Und weil die Menschen mit Behinderungen davon nicht leben können bestellt der Staat Grundsicherung.<br>[00:53:27] Wenn man die Gelder jetzt zusammenräme dann wäre ja doch wahrscheinlich das alles locker möglich, um den Mindestlohn zu bezahlen.<br>[00:53:36] Oder anders gefragt profitieren vor allem Nichtbehinderte vom Werkstattsystem?<br>[00:53:44] Das würde ich jetzt in dieser Pauschalität nicht sagen.<br>[00:53:47] Es ist richtig dass die Werkstätten für behinderte Menschen von den Rehabilitationsträgern Geld bekommen...<br>[00:53:54] ...für<br>[00:53:56] die Arbeit in den Werkstädten.<br>[00:53:59] Der Hintergrund davon ist, dass die Verkstättern quasi zwei Aufträge haben.<br>[00:54:03] Einmal Rehabilitation und das andere ist es ein Wirtschaftsunternehmen.<br>[00:54:08] Also sie machen, sie erwirtschaften Geld mit ihrer Arbeit.<br>[00:54:13] Und aus dieser wirtschaftlichen Tätigkeit haben Sie auch Geld, dass sie dann den Werkstattbeschäftigten bezahlen.<br>[00:54:23] Jetzt gibt es Reformvorschläge die genau das aufgreifen was du sagst.<br>[00:54:28] Wenn wir den Werkstattbeschäftigten so wenig Geld bezahlen, und sie dann auch noch staatliche Leistungen wie Erwerbsminderungsrente aber auch Grundsicherung bekommen.<br>[00:54:36] Dann könnten wir dieses Geld auch nutzen um den Werkschaft Beschäftigten einfach direkt in einen Mindestlohn auszubezahlen.<br>[00:54:46] Und das wäre quasi so ein Vorschlag mit dem man dieses System, dieses Endgeldsystem reformieren könnte, wäre zu sagen wir zahlen einen Mindestslohn Und dadurch sparen wir ja auf der anderen Seite staatliche Leistungen wie Grundsicherung oder Werbesminderungsgründe, die wir dann den Menschen ohnehin zahlen müssen.<br>[00:55:07] Weil sie ja gar kein existenzsicherndes Geld dort bekommen.<br>[00:55:11] also mit zweihundertdreisig Euro kann man nicht leben und so könnten wir das Problem lösen und die Menschen würden dann direkt einen Mindestlohn von der Werkstatt bekommen.<br>[00:55:22] Was würdest du dazu sagen Jürgen?<br>[00:55:23] Wäre das am Ende genauso gut oder schlecht, wie es jetzt ist?<br>[00:55:29] Oder besser.<br>[00:55:32] Also dieses System, wie das jetzt ist, ist nicht mehr lange haltbar.<br>[00:55:41] Das glaube ich ganz bestimmt.<br>[00:55:42] also Ich bin der Meinung dass die Menschen mit Behinderung tatsächlich Mindestlohn verdient haben.<br>[00:55:54] Das bin ich, da bin ich der festen Überzeugung.<br>[00:55:59] Weil ich sage mal so die Endgeldordnungen, die verschiedenen Endgeldordnung jede Werkzeit hat ja seine eigene Endgeld Ordnung und das finde ich schon irgendwo nicht richtig dass jeder Werkzeit ihre eigene Entgeltordnung hat.<br>[00:56:21] Es müsste eigentlich einer Also es müssten zukünftig, das dürfte erst sowas nicht mehr geben.<br>[00:56:30] Es müssten auch für Menschen mit Behinnung zukünftig nach Tarif bezahlt werden.<br>[00:56:39] Das glaube ich tatsächlich weil die müssten nach Tarife bezahlt wären.<br>[00:56:45] Die müssten aber auch in der WDL bewertet werden.<br>[00:56:49] D.h.,<br>[00:56:50] nicht nach den Schwächen der Menschenmitbringung sondern nach den Stärken.<br>[00:56:56] Das habe ich ja auch in der ZDF-Sendung ganz deutlich herausgestellt und das finde ich auch vollkommen legitim, dass man ein Mensch mit Behinderung nicht nach den Schwächen bewertet, sondern nach seinen Stärkern und dem Menschen muss man individuell und eindl betrachten.<br>[00:57:23] heutzutage noch nicht in der Werkstatt vollzogen.<br>[00:57:27] Warum auch immer?<br>[00:57:29] Aber normalerweise müsste man einen System schaffen, was transparent ist, was ehrlich gegenüber den Menschen ist und was auch einfach zu verstehen ist.<br>[00:57:43] Weil es gibt ja auch viele Werkstätten die die in den Systemen ein Faktor haben, wo sie das Entgelt mit berechnen.<br>[00:58:10] Und mit dem Faktore finde ich ganz traurig dass Werkstätten für Menschen mit Verhinderungen beziehungsweise Geschäftsführer und auch Werkstattleiter mit einem Faktor arbeiten, damit wird eigentlich der Lohn gekürzt oder man nimmt den Faktoren um den Lohn höher zu setzen.<br>[00:58:40] Das finde ich eigentlich nicht in Ordnung weil ein Gruppenleiter, der eine Arbeitvertreib unterschreibt Da wird ja auch nicht jedes Jahr alle zwei Jahre neu bewertet.<br>[00:58:57] Im Gegenteil, da steigt das Entgelt auch nach dem Charakter und so müsste es eigentlich auch mit den Menschen mit Behinderung passieren die in Werkstätten einen arbeitnehmerähnlichen Rechtsstatus.<br>[00:59:14] Der arbeitnahmeähnliche Rechtsstrateg glaube ich der müsste auch fallen.<br>[00:59:19] wie gesagt Das sollen alle Menschen mit Behinderung, darum machen wir das auch.<br>[00:59:24] Soll ein Tarifatrag bekommen und das Entgelt muss auch für jeden Menschen mit Behindungen verständlich sein?<br>[00:59:35] Wo jetzt wo der Aufzug fahrt langsam zum Ende kommt vielleicht noch weil wir haben ja hier so ein paar Themen angeschnitten hat es da ein riesiges komplexes Themenfeld wo man sich lange damit beschäftigen kann.<br>[00:59:50] Wenn man jetzt als Hörerinnen oder Hörern mehr darüber erfahren möchte, wo holt ihr eure Informationen raus?<br>[00:59:56] Wir verlinken auch weitestgehend das was wir bei der Gesellschaft gefunden haben.<br>[01:00:02] Die Bimmermann Sendung und unsere F-Akusten die wir alle gemeinsam entwickelt haben aber sogar ja wo machst du dich denn schlau?<br>[01:00:09] zum Beispiel juristischerseits.<br>[01:00:11] Es gibt sogenannte Kommentare, die kommentieren Gesetze da schauen wie immer rein prüfen, was wurde bisher dazu schon gesagt zu diesem Thema.<br>[01:00:25] Dann natürlich Rechtsprechung.<br>[01:00:27] und in diesen Bereich schaue ich mir auch immer an, was sagt man zum Beispiel internationalen Organisationen dazu?<br>[01:00:35] Also Deutschland wurde ja zb von der ON oft für dieses Werkstattensystem schon sehr kritisiert.<br>[01:00:42] Das heißt auch da schau ich immer rein um nochmal so eine größere Perspektive auf Themen zu bekommen.<br>[01:00:49] Dann Literatur, was sagen Rechtswissenschaftlerinnen zu diesem Thema?<br>[01:00:54] Und dann Organisationen aus dem Feld.<br>[01:00:58] Also was sagt zum Beispiel hier die Bundesarbeitsgemeinschaft für Werkstätten und für behinderte Menschen?<br>[01:01:03] Was sagen die sozialen Heldinnen eigentlich zu dem Thema?<br>[01:01:05] Was sind die Werkstatträte zu dem thema?<br>[01:01:08] Und da versuche ich mir ein relativ reites Bild von einem Thema zu machen und so informiere ich mich dann.<br>[01:01:14] Und Jürgen wo findest du Menschen zum Austauschen<br>[01:01:18] Wo ich Menschen zum Austausen finde, da nutze ich natürlich meine Sondergien die ich über Jahrzehnte lang gesammelt habe.<br>[01:01:28] Ich hab mit einigen Delegierten der Landesarbeitsgemeinschaft Der Werkstatträte NAW habe ich noch guten Kontakt.<br>[01:01:36] Ich habe noch guten Kontakt zu Werkstatterträten Deutschland.<br>[01:01:46] Assistenz von der Landesarbeitsgemeinschaft, der Werkzeugräte Deutschland und auch zu ehemaligen Parkourenspersonen.<br>[01:02:01] Mit denen tausche ich mich eigentlich regelmäßig aus und das ist mir sehr wichtig.<br>[01:02:08] Wenn die Aufzugtür jetzt aufgeht für euch beide, wo geht es weiter?<br>[01:02:13] Ja, wo geht es weiter?<br>[01:02:14] Also ich warte natürlich auf den Termin in der ersten Instanz und dann geht die Aufzugspart wirklich weiter.<br>[01:02:27] Es gibt nichts Schöneres für mich als jetzt den ersten Gerichtstermin zu haben.<br>[01:02:38] Ja und ich stehe hier an der Seite von Jürgen und warte gespannt auf den ersten Termin.<br>[01:02:43] Und verweist vielleicht werden wir auch noch ein, zwei andere Personen dabei unterstützen ihre Rechte in den Werkstätten durchzusetzen?<br>[01:02:53] Ich wünsche euch für all das ganz viel Erfolg!<br>[01:02:56] Wir bleiben nach wie vor im Austausch.<br>[01:02:58] Das freut mich wirklich sehr.<br>[01:03:01] Vielen Dank für eure Zeit, schön es ihr da wart.<br>[01:03:03] Vielen<br>[01:03:08] dank!<br>[01:03:10] Wenn ihr mögt und euch diese Folge Spaß gemacht hat, bewertet diese Folge bei Apple Podcast, Spotify oder wo auch immer ihr zuhört.<br>[01:03:19] Alle Links zur Folge sowie die Menschen, die mich bei diesem Podcast unterstützen findet ihr in den Show notes.<br>[01:03:26] Schaut da gerne mal rein!<br>[01:03:30] Wenn ihr meine Arbeit unterstützen möchtet würde ich mich freuen euch bei Steady zu begrüßen.<br>[01:03:35] Mit einer Steady-Mitgliedschaft bekommt ihr exklusive Updates von mir und die Gelegenheit mich zweimal im Jahr persönlich zu treffen.<br>[01:03:45] Im Aufzug ist eine Produktion von Schön Dein Media.<br>[01:03:48] Ich freue mich auf das nächste Mal hier im Aufzug!<br>[01:04:00] Diese Folge wurde präsentiert von Schindler.<br>[01:04:03] Am Anfang der Folge haben wir uns gefragt, welcher Film fast vollständig in einem Aufzug spielt?<br>[01:04:09] Die Antwort abwärts aus dem Jahr nineteen vierund achtzig.<br>[01:04:13] Ein deutscher Thöller in den vier Menschen in einem stecken gebliebenen Aufzug um ihr Leben kämpfen.<br>[01:04:19] aber auch Fahrstuhl zum.<br>[01:04:20] Schafott und Devil setzen den Aufzug als zentrales Element ein.<br>[01:04:25] Willst du auch mehr Überaufzüge erfahren, dann steigt bei uns ein!<br>[01:04:28] Unter schindler.de slash Karriere findest du viele Möglichkeiten um mit uns nach ganz oben zu fahren.</pre>
</div></div></div>
</div></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://steadyhq.com/de/krauthausen/about" class="ek-link">Dieser Podcast ist nur möglich durch die Unterstützung meiner Steady-Mitglieder</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Folge wurde dir präsentiert von Schindler Aufzüge. Willst du noch mehr über Aufzüge erfahren und vielleicht mit uns ganz nach oben fahren, dann steig gern ein. Unter <a href="https://www.schindler.de/de/karriere.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schindler.de/karriere</a> findest du viele Möglichkeiten für Einsteiger und Senkrechtstarter.</p>


<figure class="aligncenter wp-block-post-featured-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="1350" src="https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/07/1-3.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Ein quadratisches Cover-Bild vor einem Hintergrund aus Glasbausteinen. Es zeigt Angelina Boerger mit hochgestecktem blondem Haar, großen Perlenohrringen, einem weißen T-Shirt und einem zartrosa Top, während sie direkt in die Kamera blickt. Oben links steht in großen, weißen Blockbuchstaben der Titel „IM AUFZUG“. Im unteren Bildbereich ist folgendes Zitat in weißer Schrift platziert: „»[ADHS] kann verdammt belastend sein, aber ich würde es trotzdem niemals hergeben […].«“. Darunter stehen links die Angaben „Angelina Boerger - Folge 109“ sowie der Fotocredit „Foto: Lenny Rothenburg“, und unten rechts der Hinweis „Finanziert durch Steady Mitglieder“." style="height:450px;width:350px;object-fit:fill;" /></figure>


<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-podcast-abonnieren" class="wp-block-heading">Podcast abonnieren</h2>



<div class="wp-block-wpzoom-blocks-social-icons is-style-with-canvas-round show-icon-labels-style" style="--wpz-social-icons-block-item-font-size:20px;--wpz-social-icons-block-item-padding-horizontal:6px;--wpz-social-icons-block-item-padding-vertical:6px;--wpz-social-icons-block-item-margin-horizontal:7px;--wpz-social-icons-block-item-margin-vertical:5px;--wpz-social-icons-block-item-border-radius:50px;--wpz-social-icons-block-label-font-size:16px;--wpz-social-icons-block-label-color:#2e3131;--wpz-social-icons-block-label-color-hover:#2e3131;--wpz-social-icons-alignment:flex-start"><a href="https://imaufzug.podigee.io/feed/mp3" class="social-icon-link" title="RSS" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-rss"></span><span class="icon-label">RSS</span></a><a href="https://open.spotify.com/show/0129AhRWxXuXi9LPflwltN" class="social-icon-link" title="Spotify" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-spotify"></span><span class="icon-label">Spotify</span></a><a href="https://www.deezer.com/show/3624987" class="social-icon-link" title="Deezer" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-deezer"></span><span class="icon-label">Deezer</span></a><a href="https://podcasts.apple.com/podcast/id1620854436" class="social-icon-link" title="Apple Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-apple"></span><span class="icon-label">Apple Podcasts</span></a><a href="https://https://podcasts.google.com/subscribe-by-rss-feed?feed=aHR0cHM6Ly9pbWF1Znp1Zy5wb2RpZ2VlLmlvL2ZlZWQvbXAz" class="social-icon-link" title="Google Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-google-podcasts"></span><span class="icon-label">Google Podcasts</span></a></div>
</div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-hier-findest-du-mehr-uber-mich" class="wp-block-heading">Hier findest du mehr über mich:</h2>



<ul class="wp-block-social-links has-visible-labels has-icon-color is-style-logos-only is-layout-flex wp-block-social-links-is-layout-flex"><li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-chain has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://raul.de" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M15.6,7.2H14v1.5h1.6c2,0,3.7,1.7,3.7,3.7s-1.7,3.7-3.7,3.7H14v1.5h1.6c2.8,0,5.2-2.3,5.2-5.2,0-2.9-2.3-5.2-5.2-5.2zM4.7,12.4c0-2,1.7-3.7,3.7-3.7H10V7.2H8.4c-2.9,0-5.2,2.3-5.2,5.2,0,2.9,2.3,5.2,5.2,5.2H10v-1.5H8.4c-2,0-3.7-1.7-3.7-3.7zm4.6.9h5.3v-1.5H9.3v1.5z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Webseite</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-instagram has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.instagram.com/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M12,4.622c2.403,0,2.688,0.009,3.637,0.052c0.877,0.04,1.354,0.187,1.671,0.31c0.42,0.163,0.72,0.358,1.035,0.673 c0.315,0.315,0.51,0.615,0.673,1.035c0.123,0.317,0.27,0.794,0.31,1.671c0.043,0.949,0.052,1.234,0.052,3.637 s-0.009,2.688-0.052,3.637c-0.04,0.877-0.187,1.354-0.31,1.671c-0.163,0.42-0.358,0.72-0.673,1.035 c-0.315,0.315-0.615,0.51-1.035,0.673c-0.317,0.123-0.794,0.27-1.671,0.31c-0.949,0.043-1.233,0.052-3.637,0.052 s-2.688-0.009-3.637-0.052c-0.877-0.04-1.354-0.187-1.671-0.31c-0.42-0.163-0.72-0.358-1.035-0.673 c-0.315-0.315-0.51-0.615-0.673-1.035c-0.123-0.317-0.27-0.794-0.31-1.671C4.631,14.688,4.622,14.403,4.622,12 s0.009-2.688,0.052-3.637c0.04-0.877,0.187-1.354,0.31-1.671c0.163-0.42,0.358-0.72,0.673-1.035 c0.315-0.315,0.615-0.51,1.035-0.673c0.317-0.123,0.794-0.27,1.671-0.31C9.312,4.631,9.597,4.622,12,4.622 M12,3 C9.556,3,9.249,3.01,8.289,3.054C7.331,3.098,6.677,3.25,6.105,3.472C5.513,3.702,5.011,4.01,4.511,4.511 c-0.5,0.5-0.808,1.002-1.038,1.594C3.25,6.677,3.098,7.331,3.054,8.289C3.01,9.249,3,9.556,3,12c0,2.444,0.01,2.751,0.054,3.711 c0.044,0.958,0.196,1.612,0.418,2.185c0.23,0.592,0.538,1.094,1.038,1.594c0.5,0.5,1.002,0.808,1.594,1.038 c0.572,0.222,1.227,0.375,2.185,0.418C9.249,20.99,9.556,21,12,21s2.751-0.01,3.711-0.054c0.958-0.044,1.612-0.196,2.185-0.418 c0.592-0.23,1.094-0.538,1.594-1.038c0.5-0.5,0.808-1.002,1.038-1.594c0.222-0.572,0.375-1.227,0.418-2.185 C20.99,14.751,21,14.444,21,12s-0.01-2.751-0.054-3.711c-0.044-0.958-0.196-1.612-0.418-2.185c-0.23-0.592-0.538-1.094-1.038-1.594 c-0.5-0.5-1.002-0.808-1.594-1.038c-0.572-0.222-1.227-0.375-2.185-0.418C14.751,3.01,14.444,3,12,3L12,3z M12,7.378 c-2.552,0-4.622,2.069-4.622,4.622S9.448,16.622,12,16.622s4.622-2.069,4.622-4.622S14.552,7.378,12,7.378z M12,15 c-1.657,0-3-1.343-3-3s1.343-3,3-3s3,1.343,3,3S13.657,15,12,15z M16.804,6.116c-0.596,0-1.08,0.484-1.08,1.08 s0.484,1.08,1.08,1.08c0.596,0,1.08-0.484,1.08-1.08S17.401,6.116,16.804,6.116z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Instagram</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-twitter has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://twitter.com/raulde" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M22.23,5.924c-0.736,0.326-1.527,0.547-2.357,0.646c0.847-0.508,1.498-1.312,1.804-2.27 c-0.793,0.47-1.671,0.812-2.606,0.996C18.324,4.498,17.257,4,16.077,4c-2.266,0-4.103,1.837-4.103,4.103 c0,0.322,0.036,0.635,0.106,0.935C8.67,8.867,5.647,7.234,3.623,4.751C3.27,5.357,3.067,6.062,3.067,6.814 c0,1.424,0.724,2.679,1.825,3.415c-0.673-0.021-1.305-0.206-1.859-0.513c0,0.017,0,0.034,0,0.052c0,1.988,1.414,3.647,3.292,4.023 c-0.344,0.094-0.707,0.144-1.081,0.144c-0.264,0-0.521-0.026-0.772-0.074c0.522,1.63,2.038,2.816,3.833,2.85 c-1.404,1.1-3.174,1.756-5.096,1.756c-0.331,0-0.658-0.019-0.979-0.057c1.816,1.164,3.973,1.843,6.29,1.843 c7.547,0,11.675-6.252,11.675-11.675c0-0.178-0.004-0.355-0.012-0.531C20.985,7.47,21.68,6.747,22.23,5.924z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Twitter</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-linkedin has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.linkedin.com/in/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M19.7,3H4.3C3.582,3,3,3.582,3,4.3v15.4C3,20.418,3.582,21,4.3,21h15.4c0.718,0,1.3-0.582,1.3-1.3V4.3 C21,3.582,20.418,3,19.7,3z M8.339,18.338H5.667v-8.59h2.672V18.338z M7.004,8.574c-0.857,0-1.549-0.694-1.549-1.548 c0-0.855,0.691-1.548,1.549-1.548c0.854,0,1.547,0.694,1.547,1.548C8.551,7.881,7.858,8.574,7.004,8.574z M18.339,18.338h-2.669 v-4.177c0-0.996-0.017-2.278-1.387-2.278c-1.389,0-1.601,1.086-1.601,2.206v4.249h-2.667v-8.59h2.559v1.174h0.037 c0.356-0.675,1.227-1.387,2.526-1.387c2.703,0,3.203,1.779,3.203,4.092V18.338z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">LinkedIn</span></a></li></ul>



<h2 id="h-so-kannst-du-meine-arbeit-unterstutzen" class="wp-block-heading">So kannst du meine Arbeit unterstützen!</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://im-aufzug.de/unterstuetzen/">Unterstütz mich</a></div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Podcast ist eine Produktion von <a href="https://www.schonlein.media" class="ek-link">Schønlein Media</a>.<br>Produktion: Fabian Gieske, Judith Stiegler-Trost<br>Schnitt und Post-Produktion: Hanne Pasdzior<br><br>Coverart: Amadeus Fronk</p>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-angelina-boerger/">Im Aufzug mit Angelina Boerger</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-angelina-boerger/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Aufzug mit Jürgen Linnemann &#038; Soraia Da Costa Batista</title>
		<link>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-juergen-linnemann-soraia-da-costa-batista/</link>
					<comments>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-juergen-linnemann-soraia-da-costa-batista/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian Gieske]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Podcast-Folge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://im-aufzug.de/?p=3711</guid>

					<description><![CDATA[<p>Diese Woche spreche ich mit Soraia Da Costa Batista und Jürgen Linnemann, zwei Menschen, die das deutsche Rechtssystem gerade ordentlich durchschütteln: Soraia ist Juristin bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte, Jürgen arbeitet seit fast 40 Jahren in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Gemeinsam ziehen sie gerade vor Gericht – mit dem Ziel, bis vor das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-juergen-linnemann-soraia-da-costa-batista/">Im Aufzug mit Jürgen Linnemann &amp; Soraia Da Costa Batista</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="uagb-block-63ad1649 uagb-infobox__content-wrap  uagb-infobox-icon-left uagb-infobox-left uagb-infobox-stacked-tablet uagb-infobox-image-valign-middle wp-block-uagb-info-box"><div class="uagb-ifb-icon-wrap"><svg xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><path d="M96 96C42.98 96 0 138.1 0 192s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192C192 138.1 149 96 96 96zM448 192c0-53.02-42.98-96-96-96s-96 42.98-96 96s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192z"></path></svg></div><div class="uagb-ifb-content"><div class="uagb-ifb-title-wrap"></div><p class="uagb-ifb-desc"><strong>Wie klagt man gegen ein System, das von sich selbst behauptet, nur helfen zu wollen?</strong></p></div></div>



<script class="podigee-podcast-player" src="https://player.podigee-cdn.net/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://podcast2ba52c.podigee.io/110-im-aufzug-mit-jurgen-linnemann-soraia-da-costa-batista/embed?context=external&amp;token=1srry69od2FED3moO76MUw"></script>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Diese Woche spreche ich mit Soraia Da Costa Batista und Jürgen Linnemann, zwei Menschen, die das deutsche Rechtssystem gerade ordentlich durchschütteln: Soraia ist Juristin bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte, Jürgen arbeitet seit fast 40 Jahren in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Gemeinsam ziehen sie gerade vor Gericht – mit dem Ziel, bis vor das Bundesverfassungsgericht zu kommen und dort den gesetzlichen Mindestlohn für Werkstattbeschäftigte einzuklagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sprechen über den echten Alltag hinter den Werkstatttüren und warum das ableistische Bild der „Bastelstube” nie zu traf– denn dort wird heute hochprofessionelle Arbeit geleistet, die im Schnitt aber mit gerade einmal 233 Euro im Monat abgespeist wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kennengelernt haben wir uns alle über Jan Böhmermann und das ZDF Magazin Royale: Die haben ihre Actionfigur Grundi in einer Werkstatt fertigen lassen. Darüber sind wir mit den Sozialhelden ins Gespräch gekommen, haben gemeinsam eine Sendung zum Thema gemacht – und jetzt steht eine Klage, mit dem Potential wirklich was zu bewirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufzugtür auf für Soraia Da Costa Batista und Jürgen Linnemann!</p>



<div class="wp-block-kadence-accordion alignnone"><div class="kt-accordion-wrap kt-accordion-id3711_34569f-2e kt-accordion-has-11-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right" style="max-width:none"><div class="kt-accordion-inner-wrap" data-allow-multiple-open="false" data-start-open="none">
<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-10 kt-pane3711_f76393-5f"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show" type="button"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">Transkript</span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<pre class="wp-block-preformatted">[00:00:04] Aufzüge spielen in vielen Filmen eine große Rolle, als Schauplatz für Action-, Thriller- oder sogar Horror.<br>[00:00:11] Aber welcher Film spielt fast komplett in einer Aufzugskabine?<br>[00:00:14] Die Antwort geht's am Ende dieser Folge!<br>[00:00:17] Jetzt viel Spaß mit Raul im Aufzug wünscht Schindler.<br>[00:00:23] Diese Woche spreche ich mit Soraya da Costa Batista und Jürgen Lindemann – zwei Menschen, die das deutsche Rechtssystem gerade ordentlich durchredeln.<br>[00:00:32] Soraya ist Juristin bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte.<br>[00:00:36] Jürgen arbeitet seit fast vierzig Jahren in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.<br>[00:00:41] Gemeinsam ziehen sie gerade vor Gericht, mit dem Ziel bis vor das Bundesverpastungsgericht zu kommen und dort den gesetzlichen Mindestlohn für Werkstaaten-Beschäftigte einzuklagen.<br>[00:00:51] Wir sprechen über den echten Eiltag hinter den Werkstabzüren und warum das evangelische Bild der Bastelstube nie zutrafft.<br>[00:00:59] Kennengelernt haben uns alle über Jan Bömermann und das ZDF-Magazin Royal.<br>[00:01:04] Wir haben ihre Actionfigur Grundi in einer Werkstatt fertigen lassen, darüber sind wir mit denen ins Gespräch gekommen, haben gemeinsam eine Sendung zum Thema gemacht und jetzt steht eine Klage mit dem Potenzial wirklich was zu bewirken!<br>[00:01:17] Also aufzugt ihr auf für Soraya da Costa Batista und Jürgen Lindemann.<br>[00:01:24] Die Tür geht auf und wer kommt rein?<br>[00:01:27] Ich freue mich wirklich sehr.<br>[00:01:30] Wochen, Monaten viel zusammengearbeitet beziehungsweise meine Kolleginnen und ihr.<br>[00:01:36] Und wir alle zusammen an einem großen Thema gesessen.<br>[00:01:40] Herzlich willkommen hier im Aufzug Soraya da Costa Batista und Jürgen Lindemann.<br>[00:01:48] Schön dass ihr da seid.<br>[00:01:50] Ich greife schon über die Einladung<br>[00:01:51] sehr gerne.<br>[00:01:52] Vielen Dank!<br>[00:01:55] Wir reden ja heute vor allem über ... Menschen mit Behinderungen, die in Werkstätten beschäftigt sind und über die ungerechte Entlohnung bzw.<br>[00:02:08] Bezahlung dort und was man dagegen tun könnte.<br>[00:02:12] Bevor wir aber anfangen mit dem Thema stellte mein Gäste immer dieselbe Frage, hattest du schon mal einen awkward Moment im Aufzug?<br>[00:02:22] Soralia, du fängst an!<br>[00:02:26] Ich glaube, ich finde Aufzüge in der Regel so ein bisschen akut.<br>[00:02:28] Vor allem wenn man Menschen drin steht, die man nicht kennt.<br>[00:02:32] Aber als ich an Aufzug gedacht hatte, musste ich vor allem an meine Schulzeit denken.<br>[00:02:35] Wir hatten einen Gebäude mit sechs Stockwerken und wir hatten auch einen Aufzug, der sich aber nur zwischen Erdgeschoss- und Fünftemstock bewegt hat.<br>[00:02:45] So eine Akkenthausaufzug?<br>[00:02:47] Ist so ähnlich!<br>[00:02:49] Und morgens haben wir uns dann immer alle da schön reingequetscht, um noch kündlich in den Unterricht zu kommen.<br>[00:02:56] Das hat tatsächlich sehr regelmäßig dazu geführt dass wir da stecken geblieben sind.<br>[00:03:01] Deswegen habe ich da so ein paar Erlebnisse gehabt, in denen ich mit sehr vielen Menschen in seinem kleinen Aufzug steckengeblieben bin und wir dann auch regelmäßig dafür bestraft wurden der Aufstuck gesperrt wurde für ein zwei Wochen und wir laufen mussten.<br>[00:03:19] Ja, ich raule.<br>[00:03:20] Ich fahre eigentlich immer sehr gerne aufzugen.<br>[00:03:23] besonders gerne mache ich das immer gerne bei uns in Güterklo bei Porter weil dann kann man immer die haben so einen schönen durchsichtigen Aufzug aus Glas und da kann man von oben her abgucken.<br>[00:03:40] Besonders in der Weihnachtszeit ist es immer sehr schön<br>[00:03:44] Das hatte ich aber auch noch nicht, dass jemand gesagt hat, er fährt gerne Aufzug.<br>[00:03:48] Aber grundsätzlich fährt der gerne auf Zug und aber auch wegen der Aussicht interessant.<br>[00:03:55] Aber tatsächlich gibt es hier in Berlin auch, am Einhalter Bahnhof gibt es eine Bar Luftrabad, da muss man kann man ganz hoch fahren.<br>[00:04:03] Und da kann man dann auch zu einer richtigen Tageszeit über ganz Berliner gucken ist auch sehr schön und kostenlos.<br>[00:04:12] Und zu deinem Aufzug geschickt ihr so reier.<br>[00:04:15] An meiner Schule gab es auch einen Aufzug, der hatte aber ein Schlüssel.<br>[00:04:19] Er durfte nur Lehrer innen und Mensch mit Binderung<br>[00:04:23] nutzen<br>[00:04:24] weil er auch zu oft missbraucht wurde.<br>[00:04:27] Ja wir hatten zwei.<br>[00:04:29] Ah ja die zwei!<br>[00:04:29] Den mit<br>[00:04:29] Schlüssel und den für alle anderen.<br>[00:04:36] Jürgen du arbeitest seit fast vierzig Jahren in einer Werkstatt für behinderte Menschen.<br>[00:04:42] Und viele Leute von außen können sich ja gar nicht vorstellen, was das genau bedeutet und was man da so macht.<br>[00:04:49] Es gibt sehr viele Vorurteile aber magst du uns mitnehmen in deinen Alltag?<br>[00:04:54] Ja, sehr gerne.<br>[00:04:55] Ich mag dir euch mitnehmen an meinem Alter auch so.<br>[00:04:58] ich arbeite seit fast vierzig Jahren mittlerweile in einer Behindertenwerkstatt.<br>[00:05:08] Also meine Hauptaufgabe ist es, ich arbeite da in einer Aktivierung und alle Akten die reinkommen wir kriegen zweimal eine Woche kriegen einen Koffer vor der Akten.<br>[00:05:21] Alle Akten, die reingkommen werden gelaufen erstmal bei mir über ein Tisch.<br>[00:05:26] Ich muss die Akten im Grunde genommen vorbereiten dass sie dann auch später gescannte werden können.<br>[00:05:33] also ich muss die akten Auseinander sehen, die sind immer zusammengetackert.<br>[00:05:39] Ich muss sie achten dann halt auch in den davor gesehene Fächern reinlegen und das ist schon irgendwo eine ganz anspruchsvolle Arbeit, die ich auch gerne mache.<br>[00:05:54] Vierzig Jahre, das ist ne ganze lange Zeit.<br>[00:05:56] Das ist länger als ich überhaupt denken kann.<br>[00:06:01] Also es war damals vier vor vierzig Jahren Aber das war sicherlich nicht die einzige Tätigkeit.<br>[00:06:09] Was hast du noch gerade so die Station durchlaufen?<br>[00:06:11] Ich muss dabei sein, ich war sieben- dreißig Jahre im Wertkreis Gütersloh und das ist eine behinderte Werkstatt mit tausend fünfhundert Beschäftigten.<br>[00:06:28] Da war ich dann in der Schlosserei, in der Elektroabpeilung.<br>[00:06:36] halt bis zu meiner Freistellung als Werkstattrat war ich da halt in der Schlosserei, aber zum einen Werdegang kommen wir wahrscheinlich später auch.<br>[00:06:48] Wir können doch gerne jetzt gleich einsteigen, weil ich habe nämlich in einem Text gelesen von dir über dich, dass du auch schon in der Schulzeit unterfordert warst, dass wie der Unterricht sehr leicht viel...<br>[00:07:04] Weil ich sag mal so, man wird immer als Mensch mit einer leichten Lernbehinderung unterschätzt.<br>[00:07:14] Von dem was man eigentlich kann und muss dabei sein hatte ... Ich habe auch noch oder ich hatte auch große Glück dass meine Eltern mich auch immer mitgenommen haben.<br>[00:07:26] die haben mich nie versteckt und die haben nicht dementsprechend gefordert.<br>[00:07:33] Und das zahlt sich natürlich heute auch.<br>[00:07:37] In dem Text, den ich über dich gelesen habe, erzählt es du, dass du dann in der Werkstatt nach der Schulzeit angefangen hast – also es war schwer, grundsätzlich finde ich sowieso an allgemeinen Arbeitsmarkt einen Job zu finden.<br>[00:07:50] und du hattest keinen gefunden.<br>[00:07:51] und dann bist du in eine Werkstät gekommen und hast dort zwei Jahre lang erst mal so eine Art Orientierungsprogramm gemacht.<br>[00:08:00] Ich hatte zweieinviertel Jahre, hatte ich damals im Trainingsbereich gemacht.<br>[00:08:05] Da wird erst mal getestet was man am besten kann.<br>[00:08:09] und wo ich mich damals halt drüber geärgert habe und das ist hier glaube auch gegangen Mir hat nämlich der Berufsberater in Grunde genommen dasselbe gesagt.<br>[00:08:21] mir zu dir gesagt hat Herr Lindemann ich hab da etwas ganz Tolles Was is die Behindertenwerkstatt So?<br>[00:08:29] und wenn es die Möglichkeiten ist, heute gibt für Menschen mit Behinderung dann wäre ich sicherlich nicht in einer behinderten Werkstatt gelandet.<br>[00:08:38] Was wolltest du denn damals werden bevor der dir das gesagt hat?<br>[00:08:42] Ach da hatte ich mir so groß noch keine Gedanken gemacht.<br>[00:08:44] immer Ich meine meine große Stärke ist einfach Ich sag mal frei reden.<br>[00:08:51] natürlich glaube ich Wenn ich zum Beispiel beim Radio eine Chance gekriegt hätte Da hätte ich gut reingepasst, glaub' ich tatsächlich.<br>[00:09:04] Wie alt warst du da als du in eurer Bergzeit angefangen hast?<br>[00:09:07] Achtzehn!<br>[00:09:09] Ja... Ich find's auch ganz krass dass man mit achtzehnen schon wissen soll was man werden kann.<br>[00:09:18] Ich hab mich ja rumgeworget weil ich dann studiert habe und noch mal zehn Jahre Zeit bekam und jetzt weiß ich was ich werden will.<br>[00:09:26] Vielleicht noch mal für die Hörerinnen von Anfang an.<br>[00:09:28] Ich nehme an, die meisten wissen was das Thema ist aber... Was genau ist das?<br>[00:09:35] Was dich an einer Werkstatt so nervt?<br>[00:09:41] Was mich an einer Werktat so nerft?<br>[00:09:44] ja im Grunde genommen sind das mehrere Sachen.<br>[00:09:48] zum einen finde ich haben die Menschen mit Behinderung überhaupt keine Lobby in den behinderten Werkstätten.<br>[00:10:00] Die haben überhaupt keine Lobby.<br>[00:10:02] und dann, ich sag mal glaube auch, dass die Gesellschaft immer noch eine falsche Vorstellung hat was eigentlich eine Werkstatt ist.<br>[00:10:16] also ne Werkstatte für Menschen mit Behinderung ist ja ein Dienstleiser da brauchen wir gar nicht rum zu reden Vielfältige Aufgaben.<br>[00:10:29] Das kann sein Sachen verpacken oder das kann sein, dass die Menschen mit Behälmung selbstständig eine CNC-Maschine einrichten.<br>[00:10:41] natürlich guckt der Gruppenleiter darüber aber das Bild der Werkstatt gegenüber den fünftiger, sechziger, siebziger und achtziger Jahre hat sich total geändert.<br>[00:10:58] Früher wurde die Werkstatt immer beschrien als Bastelstube und das ist schon lange nicht mehr.<br>[00:11:07] Und du warst im Werkstatterrat?<br>[00:11:09] Obwohl du in dem Werkstaterat sagst, du hattet dir gar kein Mitsprachlerkist.<br>[00:11:17] Na ja wir hatten nicht für Fortmitsprache recht.<br>[00:11:19] dass mir die Mitbestimmung sowieso.<br>[00:11:22] heute ist langsam gewachsen.<br>[00:11:28] Wir hatten früher als alle erstes, hatten wir nur eine Mitwirkung.<br>[00:11:36] Wie sieht denn aus mit der Bezahlung?<br>[00:11:38] Ja die Bezahlungen in einer behinderten Werkstatt ist natürlich ganz schlecht.<br>[00:11:43] Da brauchen wir nicht drum herum zu reden.<br>[00:11:45] und ich glaube wenn man mal überlegt dass das die Werkstätten in Deutschland gibt es ja Sieben oder Stück von so raunte bauen und dass die Werkstätten in Deutschland.<br>[00:12:03] Ein Umsatz haben von acht Milliarden davon sind sechs Milliarden durch Spenden und andere Aufwendungen und dann kommen noch zwei Milliarden dahin zu, die die Werkstäte selber verdienen muss.<br>[00:12:24] also Deswegen kann ich da auch kein Verständnis für haben, dass halt wenn eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung in finanziellen Schwierigkeiten kommt.<br>[00:12:40] Dass sie dann halt sofort immer gerne bei den Menschen mit Behinderungen anfangen die Entgelter zu kürzen das dürfte eigentlich gar nicht mehr geben.<br>[00:12:51] Ad-Geld bedeutet, das ist so eine Art Geheid.<br>[00:12:54] Dass Menschen bekommen die dort arbeiten.<br>[00:12:57] Wie viel darf ich fragen?<br>[00:12:59] Verdienst du im Monat dort?<br>[00:13:00] Ich bekomme in dem Monat hundertundneinzig Euro.<br>[00:13:05] Also da nicht weit zweihundert Euro?<br>[00:13:07] Ja!<br>[00:13:08] Und wie viele Stundenantrags arbeitest du dort?Ich<br>[00:13:11] arbeite in einer Woche Montagdienste auch Mittwoch.<br>[00:13:15] Das heißt...ich mache fünfzwanzig Stunden in der Woche.<br>[00:13:18] Das heisst, du hast ne halbe Stelle.<br>[00:13:20] so gesehen<br>[00:13:21] Ich mache keine Zeit auf<br>[00:13:23] Runden<br>[00:13:24] meiner Behinderung.<br>[00:13:25] Ja, das machen wir auch viele ohne Behinderungen.<br>[00:13:29] Aber für zweieinhalb Euro oder hundert und neunzig Euro musst du deinen Essen selber bezahlen.<br>[00:13:34] weil ich habe nämlich auch in dem Text für dich gelesen dass bei einigen Beschäftigten die sogar von diesen zweihundert Euro auch noch das Mittagessen sich selber bezahlen müssen.<br>[00:13:43] Das ist ja...ja..ich muss meinen Essen selbst bezahlen.<br>[00:13:49] Jeden Tag dreimal in der Woche fünf Euro.<br>[00:13:53] Das sind in einer Woche Fünfzehn Euro.<br>[00:13:56] Ja, das ist schon das ist Schon sehr sehr viel und ich finde es eigentlich auch nicht.<br>[00:14:03] Ich find's eigentlich auch Nicht gerechtfertigt wenn die Menschen mit Behinderung so um die zweihundert Euro Im Monat bekommen dass die Werkstätten dann noch ich sag mal gute hundert Euro abziehen für das Mittagessen, so dass unter dem Strich noch für die Menschen mit Behinderung Hundert Euro bleiben.<br>[00:14:26] Das ist nicht gerechtfertigt.<br>[00:14:28] Wie lebt man mit so wenig Geld?<br>[00:14:30] Ja meine Haupteinnahmequelle ist natürlich die Erwerfminderungsrente, die mein Jahr nach zwanzig Jahren bekommt.<br>[00:14:40] und wie hast du das davor gemacht?<br>[00:14:42] Davor habe ich wie so viele Menschen mit Behinderung natürlich auch von Grundsicherung gelebt.<br>[00:14:52] Und meine Eltern, die haben mich das ganze Leben unterstützt.<br>[00:15:00] ohne die Unterstützung meiner Eltern oder meiner Familie wäre es gar nicht gegangen.<br>[00:15:06] Du hast jetzt gerade erzählt dass du viele Stationen besucht hast in der Werkstatt.<br>[00:15:11] Du kannst die CNC-Fräse bedienen.<br>[00:15:13] Ich weiß nicht so, Raja, kannst du eine CNC-Frässe bedienten?<br>[00:15:16] Nein ich habe erzählt...ich habe erzählt dass es Menschen mit bei ihnen nur gibt, die eine CNC Maschine bedienen konnten.<br>[00:15:24] Okay, kannst Du eine bedienen?<br>[00:15:26] Ähm..Ich müsste tatsächlich erst fragen was das genau ist!<br>[00:15:29] Ja<br>[00:15:29] okay.<br>[00:15:30] Also ich finde macht das irgendwie so schön klar, dass ähm... wie Jürgen gesagt hat Es geht nicht mehr nur um Kybeflechten sondern es sind tatsächlich hoch professionelle Tätigkeiten, für die man natürlich genauso auch ausgebildet werden muss.<br>[00:15:47] Aber ja auch nicht viele Menschen in der Gilde ausschönen.<br>[00:15:51] Und das Trauge ist hier eigentlich auch dass Menschen mit Behinderung, die ihnen Werkstöten bestäftig sind oder das ist eigentlich auch ein No-Go, dass sie bis heute noch keine Berufsbezeichnung haben?<br>[00:16:06] Die sind dann einfach nur Beschäftigte!<br>[00:16:08] Ja, die sind einfach nur Beschäftigte mit einem Arbeitnehmer ähnlichen Status.<br>[00:16:13] Da kommen wir später noch drauf zu sprechen und da wäre ich zwar eine Juristin hier dabei.<br>[00:16:20] Was mich noch interessieren würde Jürgen... Du hast viele Stationen besucht in der Werkstatt.<br>[00:16:29] Du hast viel ausprobiert, du hast jetzt eine Tätigkeit gefunden, die dir einigermaßen Spaß macht.<br>[00:16:35] Du warst im Bergstadtrat.<br>[00:16:37] Was sagst du Menschen, die uns Aktivistinnen vorwerfen?<br>[00:16:42] Wir würden die Beschäftigten in den Einrichtungen nicht ernst nehmen.<br>[00:16:46] Wir würden in die Arbeitsplätze schlecht reden und so weiter.<br>[00:16:51] Was ich denen Menschen sage... Ja, ich frage dann immer ganz gerne den Menschen unterhaltet euch doch bitte erst mal mit den Aktivisten.<br>[00:17:02] also Ich bin ja auch ein Aktivista.<br>[00:17:05] Äh, zumindest seit.<br>[00:17:08] Zwei-tausend vierzehn wo ich äh Inklusionsbotschaft sei geworden bin.<br>[00:17:14] Seit dieser Zeit sehe ich mich auch als aktivist und seit dieser Zeit seh natürlich auch die Entlohnung der Menschen mit Behinderungen in Werkstätten natürlich sehr sehr kritisch.<br>[00:17:28] Mhm.<br>[00:17:29] Sobald du ja auch ähm... Gerade gesagt, dass die haben noch nicht mal einen vernünftigen Berufsbezeichen.<br>[00:17:35] Ja genau!<br>[00:17:36] Die sind<br>[00:17:36] ein bisschen<br>[00:17:37] beschäftigt in einem Arbeitnehmer-ähnlichen Feld.<br>[00:17:40] Das ist was auch schon sehr kompliziertes Wort ist.<br>[00:17:42] Gleichzeitig sagen uns BetreiberInnen von Werkstätten, klar man immer nicht behinderte Menschen, klar dazu, dass sie ja auch qualifizieren würden.<br>[00:17:53] Wurdest du qualifiziert?<br>[00:17:55] Ja, wurde ich.<br>[00:17:57] Dann wollen<br>[00:17:58] Ich wurde qualiziert, ich bin auch damals.<br>[00:18:01] laut meiner Qualifikation habe ich dann in der Schlosserei angefangen zu arbeiten.<br>[00:18:09] Aber damals zu meiner Zeit gab es noch nicht mal ein Zertifikat.<br>[00:18:13] Das gibt's ja heute!<br>[00:18:15] Und kannst du das danach bekommen?<br>[00:18:17] Nee...<br>[00:18:18] Das ist so krass!<br>[00:18:21] Wenn wir das hören, denken Menschen wahrscheinlich oft Das ist ja ein trauriger Einzelfall, das kann doch nicht sein.<br>[00:18:30] Wie guckst du als Juristin darauf?<br>[00:18:33] Also die Erfahrungen von Jürgen sind keinesfalls ein Einzelfallen und wir haben ja wie Jürgens schon erwähnt hat über siebenhundert Hauptwerkstätten in Deutschland an über tausend Standorten – das sind sehr viele Arbeitsplätze!<br>[00:18:49] Und im Arbeitsbereich dieser Werkstättern arbeiten tatsächlich zweihundertfünfundfünftigtausend Menschen.<br>[00:18:57] Wie diese Menschen in diesen Werkstätten arbeiten und was die Werkstatt machen, das ist im Sozialrecht geregelt.<br>[00:19:04] Und dort ist eben auch gereglt dass diese Menschen In den Werkstädten Arbeitnehmerinnen sein können aber eben auch Arbeitnehmer ähnlich sein können.<br>[00:19:15] Für diese Arbeitnehmer ähnlichen Personen sieht das Gesetz ein Arbeitsendgeld vor Und dieses Arbeitsendgeld ist im Durchschnitt in Deutschland sehr gering und beträgt nur zweihundertdreißig Euro.<br>[00:19:29] Das heißt, es scheint die Praxis zu sein dass an diesen tausenden Werkstätten sehr viele wenn nicht gar alle Menschen als Arbeitnehmer ähnliche Beschäftigten eingestellt sind und damit sehr wenig Geld verdienen.<br>[00:19:45] Somit betrifft das sehr sehr viele Menschen und nicht nur Jürgen.<br>[00:19:50] Als du im Werkstattrat angefangen hast, Jürgen.<br>[00:19:53] Hast du da Menschen getroffen die gemeinsam mit dir kämpfen wollten?<br>[00:19:59] Ja natürlich habe ich Menschen getrofft in dem Werkstatterat, die mit mir gemeinsam kämpfen wollen.<br>[00:20:06] Klar ganz klar.<br>[00:20:08] aber wir haben das große Problem dass wir natürlich in einem Werkstatrat haben wir natürlich unterschiedliche Charaktere und wir haben auch ganz, ganz wenig Menschen die auf lange Sicht gesehen eine Belastung aushalten können.<br>[00:20:30] Also wenn man für eine Sache kämpft ist es da ist man ja jetzt auch.<br>[00:20:36] mit dem Musterprozess den wir hier zusammen jetzt führen ist man ja erstmal für Jahre an eine Sache gebunden und das hat natürlich auch mit Durchhaltevermögen zu tun.<br>[00:20:51] Das hat da was mit zu tun, ich sage mal mit anderen Menschen auseinandersetzen.<br>[00:21:00] Man muss die gemeinsame Position, die man natürlich hat, warum man eigentlich die Klage macht Die muss man natürlich auch in der Öffentlichkeit zerpreben und das ist eigentlich das große Problem.<br>[00:21:16] Das können ganz, ganz wenige Menschen mit Behinderung ... Weil die dann immer denken wenn sie den eigenen Arbeitgeber verklagen, dann krieg ich ja Ärger!<br>[00:21:29] Das heißt auch so eine Art Macht?<br>[00:21:32] Ja genau.<br>[00:21:32] Also Angst vor der Macht der Arbeitgebers?<br>[00:21:35] Genau.<br>[00:21:36] Aber ich muss ja sagen, die mein Arbeitgeber hat oder geht da ganz professionell mit um mit meiner Klage.<br>[00:21:45] Und das möchte ich natürlich auch weil zum einen macht man ja nicht eine Klage, um den Arbeitgebers zu schädigen.<br>[00:21:53] Man macht ja ne Klage, um insgesamt was zu verbessern.<br>[00:21:58] Was hatte ich denn motiviert zu klagen?<br>[00:22:02] Du hast dann... du bist jetzt quasi kurz vor deiner Hente und bist bald in den Wohlverdien im Ruhestand.<br>[00:22:12] Wie kommt es, dass du jetzt sagst ich wäre mich unklage?<br>[00:22:17] Raulas ist ganz einfach motiviert.<br>[00:22:20] hat mich eigentlich oder haben mich die Menschen mit Behinderung, die in behinderten Werkstätten beschäftigt sind, motiviert haben mich natürlich auch die Betreuer, die auf der Seite der Menschen mit Behinderung stehen.<br>[00:22:42] Natürlich weiß ich auch das nicht alle aus dem Fachpersonal auf der seite der menschen mit Behindungen stehen.<br>[00:22:51] Das müssen sie auch nicht.<br>[00:22:53] Das verlange ich auch nicht.<br>[00:22:55] aber Ich finde, dass immer so eine Klage zu führen ist hier auch irgendwo eine Chance.<br>[00:23:01] Und es ist ja auch irgendwo ... eine Chance den Menschen mit Behinderung aufzufregen.<br>[00:23:09] Da gibt es noch einen anderen Weg der viel besser ist.<br>[00:23:14] Hattest du schon mal irgendjemanden verklagt?<br>[00:23:16] Hattet ihr schonmal mit Behörden anwältenden und Richtern zu tun?<br>[00:23:21] Ne, ich wollte.<br>[00:23:22] Ich war erst muss ich ganz ehrlich sagen auf einem ganz anderen Trip.<br>[00:23:26] Ich hatte erst versucht die Gewerkschaft mit ins Boot zu nehmen und die Gewerkstaff hat mir dann aber zurückgespiegelt ja sie hätten würden keinen Anpack Sie wissen nicht, wo sie anfangen sollten.<br>[00:23:47] Und ich hatte das Gefühl ... Die Gewerkschaft wollte nicht so richtig.<br>[00:23:54] Du hast noch ein Gefühl, was ich hatte.<br>[00:23:58] Gleich geht's weiter!<br>[00:23:59] Wenn du diesen Podcast unterstützen möchtest, kannst du das mit einem kleinen monatlichen Beitrag tun.<br>[00:24:05] Im Gegenzug kannst du alle Folgen vorab hören und wirst wenn du das möchtesst hier im Podcast namentlich genannt.<br>[00:24:12] Alle Infos findest du auf im-aufzug.de.<br>[00:24:16] Diese Woche geht der Dank an Francis, Sarah, Maria und Melanie.<br>[00:24:21] Ende der Servicedurchsage.<br>[00:24:22] viel Spaß.<br>[00:24:23] beim zweiten Teil der Folge Eine die viel mit Anwältinnen, RichterInnen usw zu tun hat.<br>[00:24:33] bist Du so reier?<br>[00:24:36] Wie bist Du eigentlich Auf die Idee gekommen?<br>[00:24:39] Du machst was mit Recht und Gesetz.<br>[00:24:42] Für mich dann tatsächlich schon sehr früh in meinem Leben fest, dass ich Jura studieren möchte.<br>[00:24:48] Sehr wahrscheinlich aus so einem genuinen Gerechtigkeitsverständnis und ich möchte irgendwie beruflich was damit machen.<br>[00:24:56] Nachkann jetzt nicht sonderlich kreativ aber der ehrliche Grund das hat mich auch sehr lange so begleitet es hat wahrscheinlich schon eine Rolle gespielt, dass sich mit dem Schulsystem irgendwie ganz gut klargekommen bin.<br>[00:25:09] gute Noten hatte Diese Geschichte, wenn man gute Noten macht.<br>[00:25:18] Dann soll man doch was Gutes damit machen und das könnte dann auch Jura sein?<br>[00:25:23] Das hat mich sicherlich irgendwie geprägt und die Entscheidung stand relativ früh fest.<br>[00:25:29] Und brauche ich nicht.<br>[00:25:31] War eine gute Entscheidung!<br>[00:25:33] Was mich in diesen Bereich gebracht hat war eher meine sehr frühe Erfahrung an der Uni... Vor allem hier in Berlin, bei der ich dann bei der Humboldt Law Clinic für Grund- und Menschenrechte gearbeitet habe.<br>[00:25:46] Und auch als Studierende war und dort meinen Platz gefunden habe – jetzt ist das große Glück gehabt, auch in diesem Bereich arbeiten zu können!<br>[00:25:55] Jetzt trifft diese sehr frühe Motivation, die ich hatte von Gerechtigkeitsempfinden getragen, auch arbeiten zu kann.<br>[00:26:03] Sehr gut aufeinander und passt ganz gut für mich.<br>[00:26:06] Du arbeitest bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte.<br>[00:26:10] Was genau machen die Gesellschaft für freiheitsrechten im Vergleich zu anderen klassischen Kanzleien?<br>[00:26:17] Die Gesellschaft für Freiheit macht strategische Prozessführungen, nennen wir das.<br>[00:26:21] Das bedeutet dass wir Gerichtsverfahren vor allem führen um Grundsatzentscheidungen zu treffen.<br>[00:26:28] Wir begleiten also keine Einzelfälle wie es nur eine Kanzlei machen könnte sagen man ist eine Mietrechtanwältin und geht jetzt zum zehnten Mal gegen eine Mieterhöhung vor.<br>[00:26:39] Solche Dinge machen wir nicht, sondern wir schauen im Bereich der Grund- und Menschenrechte was ist ein Verfahren das wir führen können um ne Grundsatzentscheidung zu erstreiten?<br>[00:26:49] Und eine solche Entscheidung eben für sehr viele Fälle dann auch zu erreichen und diese Frage dann auch so klären.<br>[00:26:56] Das machen wir in der Regel durch viele Instanzen hinweg landen am Ende meistens beim Bundesverfassungsgericht.<br>[00:27:04] endgültige auch verfassungsrechtliche Entscheidung dann in Deutschland trifft.<br>[00:27:09] Mit einem Nigel-Team zur strategischen Prozessführung gehört bei uns aber auch, dass wir Öffentlichkeitsarbeit machen zu diesen Themen also versuchen auf unterschiedlichsten Kanälen, Social Media oder durch Vorträge beim Fachpublikum für diese Themen zu sensibilisieren und das auch zu erklären.<br>[00:27:29] Also warum machen wir das?<br>[00:27:30] Warum ist es wichtig, warum ist das überhaupt ein Problem?<br>[00:27:32] Warum verstößt man das gegen Grund- und Menschenrechte?<br>[00:27:35] Mittlerweile auch mehr Aktien.<br>[00:27:36] Das sind eigentlich Grund-und Menschenrechten.<br>[00:27:38] Und genau so auch breiter in der Öffentlichkeit für diese Themen sensibilisiert.<br>[00:27:49] Wenn du sagst ihr sprecht dann auf Fachpublikum Ist da ein Tagpublikum, sind das dann Juristinnen oder Journalistinnen?<br>[00:27:56] Oder sind es teilweise sogar Richterinnen.<br>[00:27:59] Bei mir wurde von einer Richterin erzählt, dass sie glaubt, dass es auch einen großen Bedarf inzwischen gibt, dass man RichterInnen mal schult im Bezug auf UN-Behindertenrechtskonventionen zum Beispiel weil die ja oft auch schon etwas älter sind noch in alten Gedankenmodellen stecken was Behinderung angeht und so weiter.<br>[00:28:20] Und<br>[00:28:20] wir sprechen auch auf Konferenzen und Veranstaltungen.<br>[00:28:23] Dort sitzt im Publikum sicherlich Rechtsanwältin, dann aber auch mal die ein oder andere Richterin.<br>[00:28:29] Das heißt wir erreichen auch Richterinnen mit unseren Vorträgen.<br>[00:28:34] Wir halten jetzt keine Schulungen für RichterInnen.<br>[00:28:38] So was gibt es sicherlich auf freiwilliger Basis?<br>[00:28:40] Für Richter Innen aufgrund ihrer richterlichen Unabhängigkeit ist das aber sicherlich eine gute Sache.<br>[00:28:46] Auch gerade was menschenrechtliche Verträge anbetrifft an die Richterin heranzutreten die UNWN Anrechtskonvention zu erklären, weil das sicherlich bei vielen nicht ganz so präsent ist.<br>[00:28:57] Aber immer präsenter wird, würde ich sagen.<br>[00:29:00] Und uns drei hat ein krasser Zufall zusammengebracht?<br>[00:29:05] Das CLF-Magazin Royal hatte eine Folge geplant zu der ungerechten Entlohnung in Werkstätten für behinderte Menschen, weil sie rausgefunden haben dass ihre Actionfigur Grundi in einer solchen Werkstatt für behindernte Menschen produziert wurde Und sie dann in Folge dessen eine Folge dazu gemacht haben und darüber aufklären wollten, wie das eigentlich zustande kommt.<br>[00:29:25] Dass Menschen so wenig Geld in Werkstatt für beinahe Menschen verdienen.<br>[00:29:32] Dann sind wir in Kontakt gekommen mit den Sozialheldinnen und gleichzeitig auch mit betroffenen Personen also Werkschaftbeschäftigten die sich dagegen wehren wollten.<br>[00:29:43] Wir haben bei der Gesellschaft Freizeit haben entschieden... Wir könnten doch mit den betroffenen Werkstattbeschäftigten auf Mindestgrund klagen.<br>[00:29:51] Und das haben wir dann gemeinsam über viele Monate vorbereitet und mit Jürgen Lindemann gestartet, um das gemeinsam mit dem ZDF-Magazin Royal in die Öffentlichkeit zu machen.<br>[00:30:02] Als Jürg und Soraya, ihr wart ja beide in der Sendung.<br>[00:30:07] Ich kann mich noch erinnern wie wir gemeinsam die Sendungen geschaut haben als sie in der Mediathek erschienen ist Gab es Reaktionen, die bei dir angekommen sind von deinen Kolleginnen oder von deinen Chefs?<br>[00:30:22] Oder von anderen Menschen?<br>[00:30:25] Natürlich gab's Reaktion.<br>[00:30:27] Es gab ... Es gab Reaktions von meinen Arbeitskollegen, die gesagt haben, die sind das gut.<br>[00:30:35] Es gibt Reaktiones von meinem Arbeitsk kollegenden, die sagt haben, dass finden sie nicht gut.<br>[00:30:42] Aber ich glaube ... was ich versucht habe auch in den Gesprächen klar zu machen, dass dieser Prozess, dieser strategische Prozess dem wir uns jetzt befinden, der dauert ja erstmal Jahre und so lange wie er läuft passiert das mal gar nichts.<br>[00:31:04] Wie funktioniert denn so eine Prozessführung?<br>[00:31:06] Also ihr habt jetzt quasi die Ungerechtigkeit gemeinsam identifiziert Und dann guckt man, wer ist denn eigentlich die Person, die man anklagt?<br>[00:31:17] Ist es der Arbeitgeber oder ist es vielleicht das Gesetz und dann durch mehrere Instanzen geht.<br>[00:31:26] Was sind denn die Instanze?<br>[00:31:29] Wir schauen uns immer an was ist so das Grund- und Menschenrechtliche Problem, was wir haben und wie können wir gerichtlich dagegen vorgehen.<br>[00:31:35] Im Fall von Jürgen ist es ja so dass Jürgens sehr wenig Geld für seine Arbeit bekommt Und wir deshalb jetzt vor dem Arbeitsgericht stehen und für Jürgen Mindestphone einklagen.<br>[00:31:46] Das ist der Weg, den wir juristisch gehen können um dieses Problem, das ist sehr geringe Endgeld was Werkstattbeschäftigte bekommen überhaupt, sagen wir es mal juristischeprechfähig zu machen.<br>[00:31:57] Die Instanzen sind dann so dass man beim Arbeitsgerichts startet und über Berufung und Revisionen immer ins höhere Gericht geht, also dann zum Landesarbeitsgericht, zum Bundesarbeits-Gericht und wenn man am Ende steht kommt man bis vor Bundesverfassungsgericht was da nur noch überprüft ob das mit den Grundrechten vereinbar ist.<br>[00:32:18] Jetzt haben wir bei Jürgen noch eine Besonderheit dass hier auch Europarecht wichtig ist.<br>[00:32:25] Das heißt, es könnte passieren dass wir auf dem Weg bis zum Bundesverfassungsgericht eines der Arbeitsgerichte sagt naja stopp mal.<br>[00:32:32] Hier ist ja Arbeits-, Europarecht richtig?<br>[00:32:35] Dann legen wir doch mal noch den europäischen Gerichtshof vor.<br>[00:32:39] Das heißt ein Gericht könnte dann dem europäischen Berichtshof fragen stellen ob denn die Rechtslage so wie wir sie in Deutschland haben eigentlich mit dem Europarechtsvereinbar ist.<br>[00:32:50] das würde dann wieder nach Deutschland zurückkommen und dann würden wir weitermachen Und das kann sehr, sehr viele Jahre dauern bis wir dann endlich eine Grundsatzentscheidung zu dem Thema haben.<br>[00:33:04] Wie erklärt ihr euch dass wir kommen müssen um das mal zu machen und nicht wo dieses System Jahrzehnte existiert schon andere wie das vorher versucht haben?<br>[00:33:15] Also es ist ja nicht so... Es hat ja jemand anderes versucht so viel ich gelehrt habe Mindestlohn in Werkstätten einzuklagen.<br>[00:33:32] Das ist ja auch damals versucht worden, aber derjenige der das versucht hat dem war der Anwalt gestorben und dann wurde halt die Klage von beiden des Gerichtes gestoppt.<br>[00:33:49] also es gab schon einen Versuch auf Mindestlohn zu Menschen mit Verhinderung zu klagen.<br>[00:34:02] Das kann einfach passieren, dass die Anwalt stirbt und dann ist alles für die Katz gewesen.<br>[00:34:08] Kann durchaus passieren.<br>[00:34:10] man kann natürlich den Anwald wechseln.<br>[00:34:11] das ist jetzt kein ausschließlicher Grund einen Verfahren zu führen.<br>[00:34:16] also ich denke es gibt sehr viele Organisationen, Interessensvertretungen die an dem Bereich tätig sind und auch sehr viel Druck machen auf die Politik aber da sicherlich noch nicht das Interesse gab das zu machen.<br>[00:34:27] Was natürlich immer eine Hürde ist das kenne ich auch aus anderen Bereichen ist dass Menschen nicht unbedingt Lust haben ihren Arbeitgeber zu verklagen.<br>[00:34:35] Das kann sehr viele Gründe haben weil sie vielleicht Angst haben dass es dann im Arbeitsalltag für unangenehm oder zum Problem führt und sie diesen Mond vielleicht nicht aufbringen.<br>[00:34:46] Und ich kann mir vorstellen, dass das gerade wenn man in einer Werkstatt arbeitet doch eine große Hürde darstellt dann vor Gericht zu ziehen was ja vielleicht auch so ein bisschen eskalativ für manche Leute wirkt die das noch nie gemacht haben.<br>[00:34:59] Das muss in der Praxis gar nicht so sein weil die Anwältinnen das von Gericht machen und das nicht unbedingt dann negative Auswirkungen im Alltag haben können.<br>[00:35:07] aber bestimmte Menschen sicherlich auch Angst haben Was jetzt natürlich juristisch interessant ist, dass sich ja in den letzten Jahren ja auch vieles getan hat.<br>[00:35:15] In diesem Bereich der Arbeitsrecht und den Werkstätten.<br>[00:35:19] Wir haben jetzt seit Anfang der Zwei Tausender die UN-Behindertenrechtskonvention Die Vorgaben macht.<br>[00:35:26] wir haben Seit zwanzig zweiundzwanzig Jetzt zum Beispiel eine Mindestlohnrichtlinie aus Europa, die auch Vorgabe Zum Mindestlohn für Arbeitnehmerinnen macht.<br>[00:35:38] Und seitdem, also jetzt auf Grundlage dieser sehr neuen rechtlichen Entwicklung hat noch niemand geklagt.<br>[00:35:44] Das war auch einer der Gründe, warum wir gesagt haben, wir machen das mit Jürgen und schauen uns das jetzt mit diesen sehr neuen auch rechtlichen Vorgaben nochmal neu anzugucken?<br>[00:35:54] Können wir das jetzt gerichtlich klären lassen ob das eigentlich in Ordnung ist dass Menschen in den Werkstätten so wenig verdient?<br>[00:36:00] Jürg, wie hat denn dein Arbeitgeber bisher darauf reagiert wenn du darüber sprechen darfst.<br>[00:36:05] Also mein Arbeitgeber hat sehr, sehr neutral aufgeregiert.<br>[00:36:11] Wenn ich das mal sagen darf weil ich immer schon gesagt habe wenn ich mal eines Tages die Chance bekommen würde mit eine Klage zu führen Auf Mindestlohn Wo überhaupt noch nicht klar war dass sich tatsächlich ein paar Monate später tatsächlich die Chance mit euch, den sozialen Helden.<br>[00:36:38] Mit der Gesellschaft für Freiheitsrechte, dass ich die Chance tatsächlich mal bekommen.<br>[00:36:45] Ich bin eigentlich mit meiner Arbeitgeber schon relativ früh im Dialog gegangen und habe denen gesagt ja wenn ich mal die Chance kriege eine strategische Klage zu führen dann mache ich das auch Obwohl ich überhaupt nicht wusste, dass sich das wirklich mal machen darf und kann für die dreihunderttausend Menschen mit Behinderung in Werkstätten.<br>[00:37:14] Diese Klage bedeutet mir sehr viel weil ich bin mehrmals von euch und auch von der Gesellschaft für Freiheitsrechte gefragt worden ob ich die Klage denn wirklich machen möchte.<br>[00:37:28] Da habe ich gesagt ja ich möchte diese Klage machen aus meinem Herzen, aus meiner inneren Überzeugung.<br>[00:37:37] Fühlst du dich von der Politik im Stich gelassen?<br>[00:37:40] Ja.<br>[00:37:42] Inwiefern?<br>[00:37:44] Weil die Politik fast riecht den Werkstatträten und den Werkschaftsrätigen viel... ...die halten dich nicht dran!<br>[00:37:56] Die haben die wissenschaftliche Untersuchungen, äh, haben sie das Dokument haben sie einfach mal in der Schublade verschwinden lassen.<br>[00:38:08] Und ich finde, es gibt nichts Schlimmeres wenn die Werkstatträte Deutschland und auch die Landesarbeitsgemeinschaften über man die verarscht.<br>[00:38:19] also Ich möchte also die Klage soll hat natürlich auch für mich ein Ziel dass Die am Ende des Weges möchte ich erreichen das Werkstatträte Deutschland und auch die einzelnen Landesvertretungen, der einzelne Landesarbeitsgemeinschaften so eine Lobby haben wie zum Beispiel die Dienstleistung Werdy.<br>[00:38:47] Also ... Die Lobby der Werkstätträte muss sich verbessern und ich möchte auch erreichen dass ihr Klage dazu führt dass man mit den Landesvertretungen und Werkverträte Deutschland sich am Ende des Weges an einem Tisch schätzt und nach einer guten und praktischen Lösung sucht, die natürlich auf das Urteil aufbaut.<br>[00:39:18] Klar!<br>[00:39:19] Wenn man jetzt wo es Bundesverfassungsgericht sieht sogar ja, das scheint ja gerade in vielerlei Themen nötiger zu sein als früher gab ich den Eindruck zumindest Wenn wir uns jetzt mal das Klimaschutzgesetz anschauen, wo ja auch nur das Bundesverfassungsgericht dann am Ende die Instanz war, die überhaupt mal was geregelt hat.<br>[00:39:41] Was sagt es eigentlich über unsere Gesellschaft?<br>[00:39:43] Zivilgesellschaften und auch über das politische System wenn wir jetzt vor das Bundes-Verfassung-Gericht ziehen müssen?<br>[00:39:52] Ich würde sagen zunächst heißt das schon noch erstmal dass der Rechtsstaat funktioniert.<br>[00:39:57] Also die Politik macht Gesetze, handelt die aus.<br>[00:40:01] Wir wählen unsere VertreterInnen und am Ende haben wir immer die Möglichkeit zu sagen, wir ziehen fast Bundesverfassungsgerichte und lassen diese Gesetzer auf ihre Verfassungsmüßigkeit überprüfen.<br>[00:40:12] Das ist ja erstmal was Gutes das dieses System so funktioniert.<br>[00:40:18] Und ich denke, was man verstehen muss, ist ja dass das Bundesverfaßungsgericht Grundrechte überprüft.<br>[00:40:25] Also sind diese Gesetze und Entscheidungen die Gerichte treffen mit unserer Verfassung vereinbar.<br>[00:40:32] Die Verfassung das ist so der, das Minimum.<br>[00:40:37] Das zu über, da drüberzugehen, dass es das absolute No-Go, das sind die Grenzen.<br>[00:40:45] Das heißt aber noch lange nicht, dass wenn wir jetzt sagen für das Bundesverfassungsgericht ziehen unsere Verfassungsbeschwerden vielleicht auch sogar ohne Begründung ablehnt.<br>[00:40:57] Das kann das Bundesverfassungsgericht durchaus machen.<br>[00:41:00] oder wir vernieren, dass das eine Niederlage in dem Sinne ist weil es heißt erst mal nur diese wirklich krassen äußeren Grenzen wurden nicht überschritten und alles was aber dazwischen in diesem Rahmen passiert.<br>[00:41:15] Es ist ja am Ende Demokratie.<br>[00:41:18] Das ist das was wir ausdiskutieren müssen, das ist das wo für wir uns einsetzen müssen und das muss genutzt werden.<br>[00:41:26] Und zwar nicht nur von der Politik, sondern auch von unseren Bürgerinnen, dass wir sagen zum Beispiel jetzt bei dem Thema Werkstätten, so wie es wenn das zu meinem Ergebnis käme, dass man das Verfassungsgericht sagt, nö, das ist vielleicht noch ein Ordne aus welchem Grund auch immer?<br>[00:41:41] Dass wir uns trotzdem dafür einsetzen, dass das doch nicht ganz gerecht ist und dass wir das auch gar nicht wollen politisch!<br>[00:41:50] und uns dafür eingelassen, dass dieses Werkstattonsystem reformiert wird.<br>[00:41:53] Und Menschen die dort arbeiten auch gerechtend lohnt werden?<br>[00:41:58] Weil genau die Frage habe ich wieder mit gefragt ist es nicht brandgefährlich wenn das Bundesverfassungsgericht sagt ne jetzt alles rechtens wir lassen alles so ob man dann bis quasi auch Gefahr läuft Jahrzehnte lange Arbeit auch ein bisschen und sonst So ein Gefühl her gemacht zu haben.<br>[00:42:24] Es ist immer eine Diskussion, die wir führen, egal welches Verfahren wir vor Gericht bringen, welches Risiko hat das?<br>[00:42:31] Also könnten wir mit einem solchen Verfahren in der Situation die wir haben verschlechtern und wie hoch ist dieses Risiko?<br>[00:42:39] Jetzt ist es so dass es in vielen Fällen beispielsweise einfach dabei bleiben würde, so wie's gerade ist.<br>[00:42:46] dann verschlechtert sich ja erst mal nicht aber es kann ja auch durchaus sein dass man damit auch politischen Druck erzeugt.<br>[00:42:54] Wenn wir sagen, das ist vielleicht noch im Rahmen unserer Verfassung aber es ist etwas was wir politisch überhaupt nicht haben wollen dann ist das Aufgabe dann auch ein sehr klarer Auftrag finde ich auch an Politikerinnen zu sagen ne also diese Ungerechtigkeit die müssen wir dann durch eine Reform ändern Dann bekommen wir nicht... oder haben wir nicht das Bundesverfassungsgericht das uns dann so zwingt?<br>[00:43:18] diese Reform durchzuführen, sondern wir sagen das kann eigentlich so nicht sein.<br>[00:43:22] Das ist keine Gesellschaft, möchte dass Menschen Vollzeit arbeiten für zweihundertdreisig Euro.<br>[00:43:30] Was müssen wir reformieren?<br>[00:43:32] Jetzt hat Herr Jürgen schon zweimal Gewerkschaften genannt an die er sich gewandt hat.<br>[00:43:39] Wie könnt ihr euch erklären, dass Gewerktaften sich mit diesem Thema ein bisschen schmalen Fuß machen?<br>[00:43:46] liegt es daran weil es eben Arbeitennehmer ähnliche Verhältnisse sind und nicht Arbeitnehmerinnen?<br>[00:43:53] Also ich glaube, warum die Gewerkschaften sich das Thema nicht annehmen ist einfach.<br>[00:44:02] Weil das Thema ist viel zu kompakt.<br>[00:44:06] Und ich glaube auch, dass sie Gewerksamkeit als solches mit dem Thema Entgelt in den Werkstätten nicht genug auskennen.<br>[00:44:20] Das sind nicht die Fachleute, ja?<br>[00:44:24] Weil wir haben natürlich einige hundert Menschen, die Gewerkschaftsmitglied sind aber das ist nicht die Menge.<br>[00:44:37] und ich möchte eins ist klar ob wir verlieren oder gewinnen der moralische Sieger sind wir sowieso schon, indem wir diesen strategischen Prozess gestartet haben.<br>[00:44:57] Und das ist auch schon eine ganze... bedeutet mir zum Beispiel auch in der ganzen Menge wo ich dann auch hinter sein kann zu den Menschen mit Behinderung Ich habe vor euch alles versucht rauszuholen.<br>[00:45:14] Ich habe es versucht aber Es hat einfach nicht geklappt.<br>[00:45:21] Aber ich möchte da noch gar nicht dran denken, dass wir gegebenenfalls die Klage verlieren könnten.<br>[00:45:29] also Ich bin oder Wir sind angetreten um die klage zu gewinnen.<br>[00:45:34] Das klingt doch schon mal.<br>[00:45:35] auch wenn war Kraft für euch so reier Wenn man als Juristin viel mit diesen Gewerztestextem zu tun hat das ist ja dann doch eine komplizierte Spargel aber auch eine sehr nüchterne Sprache.<br>[00:45:48] Ich finde das ja mal sehr interessant, wenn dann ich habe noch nicht einen Artikel gelesen wo es hieß dass ein Großkonzern Arbeitnehmer in dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt was so viel bedeutet wie entlässt.<br>[00:46:04] also ne nüchterne Sprach.<br>[00:46:05] es klingt so positiv und auch gläncht man stellt sich den Arbeitsmarkt zu Verfügung Aber eigentlich hat man Leute entlassen.<br>[00:46:13] Und jetzt kämpfen wir hier für den Menschenrecht, wir kämpfen hier für die Rechtlichkeit.<br>[00:46:18] Aktivistinnen wie ich<br>[00:46:20] im Jürgen<br>[00:46:22] fühlen die ja dann auf selber oder sind dann auch wütend.<br>[00:46:25] aber wie machst du das als Juristin?<br>[00:46:30] quasi diese gesunde Mut im Bauch zu haben und trotzdem nüchtern und kühl zu bleiben in der Sprache?<br>[00:46:39] Ich glaube mein Beruf ist es schon so eine Art Übersetzungsleistung zu verbringen in alle möglichen Richtungen.<br>[00:46:48] Also ich habe ja sehr viel mit Interessensvertretung, also Organisationen zu tun die sich für bestimmte Rechte einsetzen.<br>[00:46:56] denen zu erklären was heißt das eigentlich im Jura?<br>[00:47:00] Was ihr da möchtet was können wir vor Gericht erreichen und was aber auch nicht.<br>[00:47:04] Also was sind quasi die Möglichkeiten und Grenzen des Rechts Und gleichzeitig auch der Öffentlichkeit zu erklären Was machen wir da eigentlich vor Gericht?<br>[00:47:14] Also, welche Möglichkeiten bietet uns Vorgericht.<br>[00:47:18] Was klagen wir da ganz genau an?<br>[00:47:20] Was können wir erreichen und was können wir aber auch nicht erreichen?<br>[00:47:24] Und was ist dann wiederum Aufgabe für die Politik?<br>[00:47:28] Das versuche ich auf sehr vielen unterschiedlichen Ebenen zu machen indem ich einmal mit der Öffentlichkeitsspreche ...in Journalistinnen das denen ja auch erklären.<br>[00:47:38] Also es gibt sehr viele Menschen, wo ich das unterschiedlich auch übersetzen muss... ...für JournalistInnen versuche ich das auf eine Weise zu erklären für betroffene Menschen vielleicht auf ne andere Art und Weise.<br>[00:47:52] dann muss ich das für Social Media zum Beispiel viel kürzer fassen was ich da eigentlich sagen möchte Und dann muss sich das ja auch was die Betroffenen möchte für das Gericht erklären.<br>[00:48:02] also in diesem Verfahren zum Beispiel haben wir natürlich dem Arbeitsgericht dass er sich vielleicht noch nie mit Werkstätten beschäftigt hat.<br>[00:48:09] Vielleicht noch nie ein Verfahren hatte von einem Werkschaftbeschäftigten und schon gar nicht auf Mindestrundes, das ist ja dann jetzt auch eine Grundsatzentscheinung die wir erstreiten würden.<br>[00:48:18] Was ist das eigentlich?<br>[00:48:19] Also was ist so ne Werkstatt für behinderte Menschen?<br>[00:48:23] Was hat sie eigentlich für einen Auftrag?<br>[00:48:25] Was machen die Menschen da eigentlich?<br>[00:48:27] Wie viel verdienen die?<br>[00:48:29] Sowas erkläre ich dann in einer Klage und dann schreiben wir das auch.<br>[00:48:33] Wer ist Jürgen Linnemann?<br>[00:48:35] Was macht er da eigentlich?<br>[00:48:36] Und was ist aber auch diese Werkstatt?<br>[00:48:38] und warum müssen wir das dann auch so einklagen, also was ist der Hintergrund auf dieser Frage.<br>[00:48:47] So leist sich quasi die Übersetzung in alle Richtungen von Jura ins Einfache.<br>[00:48:54] Das verstehen Menschen aber ganz gut.<br>[00:48:56] Ich glaube dieses Gerechtigkeitsempfinden, das manche Menschen haben lässt sich zum Teil einfach gut in Jura übersetzen und anders herum.<br>[00:49:05] auseinandergehen oder so.<br>[00:49:06] Also ich glaube, wenn ich jetzt Menschen erkläre, warum Särkschaftbeschäftigte wenig verdienen, da werden die schon auch ein Störgefühl haben und dieses Stör-Gefühl damit kann man gut arbeiten, auch juristisch.<br>[00:49:18] Aber hast du eine Art Schreikissen?<br>[00:49:23] Ich bin mal nachwütend aber ich glaube Jura gibt mir so ein gutes Instrument, damit gut umzugehen.<br>[00:49:33] und mich da auch durch diese Verfahren zu tragen.<br>[00:49:36] Es gibt sicherlich manchmal aufrustrierende Momente, die Verfahren dauern ja auch sehr lange.<br>[00:49:41] Aber ich ziehe wahnsinnig viel Kraft daraus aus der Zusammenarbeit mit Betroffenen wie Jürgen, der sich schon seit Jahrzehnten für dieses Thema einsetzt.<br>[00:49:51] Ich habe mit super vielen Organisationen Kontakt, die sich auch schon seit jahrzehnt in diesen Bereichen engagieren Und das hilft total, wenn man sich dann über Jahre für solche Themen auch vor Gericht einsetzt.<br>[00:50:04] Jetzt hast du gerade gesagt, du bist quasi Übersetzerin von komplexen Themen, Dinge, von denen man oft nur was oberflächlich weiß.<br>[00:50:14] Es gibt ja eine sehr weitverbreitete Aussage über Werkstätten, die können ja nicht alle arbeiten Da antworte ich dann immer Jaber, die wirklich nicht arbeiten können.<br>[00:50:27] Die sind in der Wege auch nicht in der Werkstatt.<br>[00:50:30] Sondern du bist ja nur da in einer Werkstatte wenn du mindestens vier Stunden am Tag arbeiten kannst so wie Jürgen, der Teilzeit arbeitet und die Zeit, die er dort ist, die arbeitete Arbeit dann auch wirklich.<br>[00:50:43] Und außerdem bekommt jede Werkstarte, wenn ich das richtig verstehe, monatlich Geld vom Staat pro Beschäftigten Und zusätzlich erwirtschaften sie noch durch ihre Produktion ein, dass das wenn man es alles zusammenzählt nicht rechtfertigt.<br>[00:51:04] Dass die behinderten Menschen dort weniger zu den Mindestlohnen verdienen und dann wird zum Beispiel argumentierten ja Rentneransprüche und sonstige Leistungen.<br>[00:51:13] Das wird auch gefördert und sind auch Gemeinschaft und so da vermengeln sich einfach ganz viele Ganz viel Hype wissen.<br>[00:51:23] Wenn du das jetzt einfach übersetzen müsstest, warum ist es wirklich ein ernstes Problem?<br>[00:51:31] Menschen mit Behinderung die Arbeiten verdienen auch einen fernengerechten Lohn.<br>[00:51:39] Ich glaube dass würde ich so in einem meiner Erklärungen in einem Satz Und du hast jetzt sehr, sehr viele Ebenen angesprochen und ein sehr viel Halbwissen.<br>[00:51:50] Genau das ist das was ich vorhin versucht habe zu erklären.<br>[00:51:52] Ich glaube dass muss man auch erklären.<br>[00:51:55] Das muss man den Gerichten erklären, das muss man der Öffentlichkeit erklären.<br>[00:51:59] Warum?<br>[00:52:01] Ist es so wie das System funktioniert trotzdem nicht gerecht?<br>[00:52:07] Die Menschen die ja in solchen Werkstätten arbeiten müssen tatsächlich einen Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbare Arbeit leisten.<br>[00:52:18] Das ist nicht so, dass die Menschen da hingehen um beschäftigt zu werden wegen der Beschäftigung Willen sondern die leisten tatsächliche Arbeit in sehr vielen Bereichen des Lebens.<br>[00:52:31] also die arbeitenden Gärten, deren Reinigungskräfte arbeiten herausforderungsvollen Maschinen, die ich zum Beispiel haktlich kenne wie wir gemerkt haben.<br>[00:52:42] Und das machen sie zum Teil auch in Vollzeit und dass sie für diese Arbeit so wenig Geld verdienen.<br>[00:52:51] Das ist nicht fair und auch diskriminierend und vor allem auch rechtlich nicht haltbar.<br>[00:52:58] Und bezahlt der Staat mich eigentlich doppelt?<br>[00:53:01] Also ich will jetzt keinen keinen Vorschlag machen, wo man Geld spart.<br>[00:53:04] Und ich werde gerne sagen der Staat bezahlt also einmal die Werkstätten dafür dass er Mensch mit Binderung aufnimmt und beschäftigt.<br>[00:53:13] Ich habe gehört das sind so bis zu tausend zweihundert Euro im Monat pro Beschäftigten.<br>[00:53:17] Und weil die Menschen mit Behinderungen davon nicht leben können bestellt der Staat Grundsicherung.<br>[00:53:27] Wenn man die Gelder jetzt zusammenräme dann wäre ja doch wahrscheinlich das alles locker möglich, um den Mindestlohn zu bezahlen.<br>[00:53:36] Oder anders gefragt profitieren vor allem Nichtbehinderte vom Werkstattsystem?<br>[00:53:44] Das würde ich jetzt in dieser Pauschalität nicht sagen.<br>[00:53:47] Es ist richtig dass die Werkstätten für behinderte Menschen von den Rehabilitationsträgern Geld bekommen...<br>[00:53:54] ...für<br>[00:53:56] die Arbeit in den Werkstädten.<br>[00:53:59] Der Hintergrund davon ist, dass die Verkstättern quasi zwei Aufträge haben.<br>[00:54:03] Einmal Rehabilitation und das andere ist es ein Wirtschaftsunternehmen.<br>[00:54:08] Also sie machen, sie erwirtschaften Geld mit ihrer Arbeit.<br>[00:54:13] Und aus dieser wirtschaftlichen Tätigkeit haben Sie auch Geld, dass sie dann den Werkstattbeschäftigten bezahlen.<br>[00:54:23] Jetzt gibt es Reformvorschläge die genau das aufgreifen was du sagst.<br>[00:54:28] Wenn wir den Werkstattbeschäftigten so wenig Geld bezahlen, und sie dann auch noch staatliche Leistungen wie Erwerbsminderungsrente aber auch Grundsicherung bekommen.<br>[00:54:36] Dann könnten wir dieses Geld auch nutzen um den Werkschaft Beschäftigten einfach direkt in einen Mindestlohn auszubezahlen.<br>[00:54:46] Und das wäre quasi so ein Vorschlag mit dem man dieses System, dieses Endgeldsystem reformieren könnte, wäre zu sagen wir zahlen einen Mindestslohn Und dadurch sparen wir ja auf der anderen Seite staatliche Leistungen wie Grundsicherung oder Werbesminderungsgründe, die wir dann den Menschen ohnehin zahlen müssen.<br>[00:55:07] Weil sie ja gar kein existenzsicherndes Geld dort bekommen.<br>[00:55:11] also mit zweihundertdreisig Euro kann man nicht leben und so könnten wir das Problem lösen und die Menschen würden dann direkt einen Mindestlohn von der Werkstatt bekommen.<br>[00:55:22] Was würdest du dazu sagen Jürgen?<br>[00:55:23] Wäre das am Ende genauso gut oder schlecht, wie es jetzt ist?<br>[00:55:29] Oder besser.<br>[00:55:32] Also dieses System, wie das jetzt ist, ist nicht mehr lange haltbar.<br>[00:55:41] Das glaube ich ganz bestimmt.<br>[00:55:42] also Ich bin der Meinung dass die Menschen mit Behinderung tatsächlich Mindestlohn verdient haben.<br>[00:55:54] Das bin ich, da bin ich der festen Überzeugung.<br>[00:55:59] Weil ich sage mal so die Endgeldordnungen, die verschiedenen Endgeldordnung jede Werkzeit hat ja seine eigene Endgeld Ordnung und das finde ich schon irgendwo nicht richtig dass jeder Werkzeit ihre eigene Entgeltordnung hat.<br>[00:56:21] Es müsste eigentlich einer Also es müssten zukünftig, das dürfte erst sowas nicht mehr geben.<br>[00:56:30] Es müssten auch für Menschen mit Behinnung zukünftig nach Tarif bezahlt werden.<br>[00:56:39] Das glaube ich tatsächlich weil die müssten nach Tarife bezahlt wären.<br>[00:56:45] Die müssten aber auch in der WDL bewertet werden.<br>[00:56:49] D.h.,<br>[00:56:50] nicht nach den Schwächen der Menschenmitbringung sondern nach den Stärken.<br>[00:56:56] Das habe ich ja auch in der ZDF-Sendung ganz deutlich herausgestellt und das finde ich auch vollkommen legitim, dass man ein Mensch mit Behinderung nicht nach den Schwächen bewertet, sondern nach seinen Stärkern und dem Menschen muss man individuell und eindl betrachten.<br>[00:57:23] heutzutage noch nicht in der Werkstatt vollzogen.<br>[00:57:27] Warum auch immer?<br>[00:57:29] Aber normalerweise müsste man einen System schaffen, was transparent ist, was ehrlich gegenüber den Menschen ist und was auch einfach zu verstehen ist.<br>[00:57:43] Weil es gibt ja auch viele Werkstätten die die in den Systemen ein Faktor haben, wo sie das Entgelt mit berechnen.<br>[00:58:10] Und mit dem Faktore finde ich ganz traurig dass Werkstätten für Menschen mit Verhinderungen beziehungsweise Geschäftsführer und auch Werkstattleiter mit einem Faktor arbeiten, damit wird eigentlich der Lohn gekürzt oder man nimmt den Faktoren um den Lohn höher zu setzen.<br>[00:58:40] Das finde ich eigentlich nicht in Ordnung weil ein Gruppenleiter, der eine Arbeitvertreib unterschreibt Da wird ja auch nicht jedes Jahr alle zwei Jahre neu bewertet.<br>[00:58:57] Im Gegenteil, da steigt das Entgelt auch nach dem Charakter und so müsste es eigentlich auch mit den Menschen mit Behinderung passieren die in Werkstätten einen arbeitnehmerähnlichen Rechtsstatus.<br>[00:59:14] Der arbeitnahmeähnliche Rechtsstrateg glaube ich der müsste auch fallen.<br>[00:59:19] wie gesagt Das sollen alle Menschen mit Behinderung, darum machen wir das auch.<br>[00:59:24] Soll ein Tarifatrag bekommen und das Entgelt muss auch für jeden Menschen mit Behindungen verständlich sein?<br>[00:59:35] Wo jetzt wo der Aufzug fahrt langsam zum Ende kommt vielleicht noch weil wir haben ja hier so ein paar Themen angeschnitten hat es da ein riesiges komplexes Themenfeld wo man sich lange damit beschäftigen kann.<br>[00:59:50] Wenn man jetzt als Hörerinnen oder Hörern mehr darüber erfahren möchte, wo holt ihr eure Informationen raus?<br>[00:59:56] Wir verlinken auch weitestgehend das was wir bei der Gesellschaft gefunden haben.<br>[01:00:02] Die Bimmermann Sendung und unsere F-Akusten die wir alle gemeinsam entwickelt haben aber sogar ja wo machst du dich denn schlau?<br>[01:00:09] zum Beispiel juristischerseits.<br>[01:00:11] Es gibt sogenannte Kommentare, die kommentieren Gesetze da schauen wie immer rein prüfen, was wurde bisher dazu schon gesagt zu diesem Thema.<br>[01:00:25] Dann natürlich Rechtsprechung.<br>[01:00:27] und in diesen Bereich schaue ich mir auch immer an, was sagt man zum Beispiel internationalen Organisationen dazu?<br>[01:00:35] Also Deutschland wurde ja zb von der ON oft für dieses Werkstattensystem schon sehr kritisiert.<br>[01:00:42] Das heißt auch da schau ich immer rein um nochmal so eine größere Perspektive auf Themen zu bekommen.<br>[01:00:49] Dann Literatur, was sagen Rechtswissenschaftlerinnen zu diesem Thema?<br>[01:00:54] Und dann Organisationen aus dem Feld.<br>[01:00:58] Also was sagt zum Beispiel hier die Bundesarbeitsgemeinschaft für Werkstätten und für behinderte Menschen?<br>[01:01:03] Was sagen die sozialen Heldinnen eigentlich zu dem Thema?<br>[01:01:05] Was sind die Werkstatträte zu dem thema?<br>[01:01:08] Und da versuche ich mir ein relativ reites Bild von einem Thema zu machen und so informiere ich mich dann.<br>[01:01:14] Und Jürgen wo findest du Menschen zum Austauschen<br>[01:01:18] Wo ich Menschen zum Austausen finde, da nutze ich natürlich meine Sondergien die ich über Jahrzehnte lang gesammelt habe.<br>[01:01:28] Ich hab mit einigen Delegierten der Landesarbeitsgemeinschaft Der Werkstatträte NAW habe ich noch guten Kontakt.<br>[01:01:36] Ich habe noch guten Kontakt zu Werkstatterträten Deutschland.<br>[01:01:46] Assistenz von der Landesarbeitsgemeinschaft, der Werkzeugräte Deutschland und auch zu ehemaligen Parkourenspersonen.<br>[01:02:01] Mit denen tausche ich mich eigentlich regelmäßig aus und das ist mir sehr wichtig.<br>[01:02:08] Wenn die Aufzugtür jetzt aufgeht für euch beide, wo geht es weiter?<br>[01:02:13] Ja, wo geht es weiter?<br>[01:02:14] Also ich warte natürlich auf den Termin in der ersten Instanz und dann geht die Aufzugspart wirklich weiter.<br>[01:02:27] Es gibt nichts Schöneres für mich als jetzt den ersten Gerichtstermin zu haben.<br>[01:02:38] Ja und ich stehe hier an der Seite von Jürgen und warte gespannt auf den ersten Termin.<br>[01:02:43] Und verweist vielleicht werden wir auch noch ein, zwei andere Personen dabei unterstützen ihre Rechte in den Werkstätten durchzusetzen?<br>[01:02:53] Ich wünsche euch für all das ganz viel Erfolg!<br>[01:02:56] Wir bleiben nach wie vor im Austausch.<br>[01:02:58] Das freut mich wirklich sehr.<br>[01:03:01] Vielen Dank für eure Zeit, schön es ihr da wart.<br>[01:03:03] Vielen<br>[01:03:08] dank!<br>[01:03:10] Wenn ihr mögt und euch diese Folge Spaß gemacht hat, bewertet diese Folge bei Apple Podcast, Spotify oder wo auch immer ihr zuhört.<br>[01:03:19] Alle Links zur Folge sowie die Menschen, die mich bei diesem Podcast unterstützen findet ihr in den Show notes.<br>[01:03:26] Schaut da gerne mal rein!<br>[01:03:30] Wenn ihr meine Arbeit unterstützen möchtet würde ich mich freuen euch bei Steady zu begrüßen.<br>[01:03:35] Mit einer Steady-Mitgliedschaft bekommt ihr exklusive Updates von mir und die Gelegenheit mich zweimal im Jahr persönlich zu treffen.<br>[01:03:45] Im Aufzug ist eine Produktion von Schön Dein Media.<br>[01:03:48] Ich freue mich auf das nächste Mal hier im Aufzug!<br>[01:04:00] Diese Folge wurde präsentiert von Schindler.<br>[01:04:03] Am Anfang der Folge haben wir uns gefragt, welcher Film fast vollständig in einem Aufzug spielt?<br>[01:04:09] Die Antwort abwärts aus dem Jahr nineteen vierund achtzig.<br>[01:04:13] Ein deutscher Thöller in den vier Menschen in einem stecken gebliebenen Aufzug um ihr Leben kämpfen.<br>[01:04:19] aber auch Fahrstuhl zum.<br>[01:04:20] Schafott und Devil setzen den Aufzug als zentrales Element ein.<br>[01:04:25] Willst du auch mehr Überaufzüge erfahren, dann steigt bei uns ein!<br>[01:04:28] Unter schindler.de slash Karriere findest du viele Möglichkeiten um mit uns nach ganz oben zu fahren.</pre>
</div></div></div>
</div></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://steadyhq.com/de/krauthausen/about" class="ek-link">Dieser Podcast ist nur möglich durch die Unterstützung meiner Steady-Mitglieder</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Folge wurde dir präsentiert von Schindler Aufzüge. Willst du noch mehr über Aufzüge erfahren und vielleicht mit uns ganz nach oben fahren, dann steig gern ein. Unter <a href="https://www.schindler.de/de/karriere.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schindler.de/karriere</a> findest du viele Möglichkeiten für Einsteiger und Senkrechtstarter.</p>


<figure class="aligncenter wp-block-post-featured-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="1350" src="https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/07/1-2.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Ein quadratisches Podcast-Cover vor hellblauem Hintergrund. Es zeigt Soraia Da Costa Batista und Jürgen Linnemann nebeneinander, beide tragen Brillen und lächeln freundlich in die Kamera. Oben rechts steht in großen, weißen Blockbuchstaben der Titel „IM AUFZUG“. Der untere Bildrand ist durch einen dunkelblauen Balken begrenzt. Darauf steht links in weißer Schrift „Im Aufzug mit: Jürgen Linnemann und Soraia Da Costa Batista“. Rechts darüber ragt groß die weiße Episodennummer „#108“." style="height:450px;width:350px;object-fit:fill;" /></figure>


<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-podcast-abonnieren" class="wp-block-heading">Podcast abonnieren</h2>



<div class="wp-block-wpzoom-blocks-social-icons is-style-with-canvas-round show-icon-labels-style" style="--wpz-social-icons-block-item-font-size:20px;--wpz-social-icons-block-item-padding-horizontal:6px;--wpz-social-icons-block-item-padding-vertical:6px;--wpz-social-icons-block-item-margin-horizontal:7px;--wpz-social-icons-block-item-margin-vertical:5px;--wpz-social-icons-block-item-border-radius:50px;--wpz-social-icons-block-label-font-size:16px;--wpz-social-icons-block-label-color:#2e3131;--wpz-social-icons-block-label-color-hover:#2e3131;--wpz-social-icons-alignment:flex-start"><a href="https://imaufzug.podigee.io/feed/mp3" class="social-icon-link" title="RSS" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-rss"></span><span class="icon-label">RSS</span></a><a href="https://open.spotify.com/show/0129AhRWxXuXi9LPflwltN" class="social-icon-link" title="Spotify" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-spotify"></span><span class="icon-label">Spotify</span></a><a href="https://www.deezer.com/show/3624987" class="social-icon-link" title="Deezer" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-deezer"></span><span class="icon-label">Deezer</span></a><a href="https://podcasts.apple.com/podcast/id1620854436" class="social-icon-link" title="Apple Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-apple"></span><span class="icon-label">Apple Podcasts</span></a><a href="https://https://podcasts.google.com/subscribe-by-rss-feed?feed=aHR0cHM6Ly9pbWF1Znp1Zy5wb2RpZ2VlLmlvL2ZlZWQvbXAz" class="social-icon-link" title="Google Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-google-podcasts"></span><span class="icon-label">Google Podcasts</span></a></div>
</div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-hier-findest-du-mehr-uber-mich" class="wp-block-heading">Hier findest du mehr über mich:</h2>



<ul class="wp-block-social-links has-visible-labels has-icon-color is-style-logos-only is-layout-flex wp-block-social-links-is-layout-flex"><li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-chain has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://raul.de" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M15.6,7.2H14v1.5h1.6c2,0,3.7,1.7,3.7,3.7s-1.7,3.7-3.7,3.7H14v1.5h1.6c2.8,0,5.2-2.3,5.2-5.2,0-2.9-2.3-5.2-5.2-5.2zM4.7,12.4c0-2,1.7-3.7,3.7-3.7H10V7.2H8.4c-2.9,0-5.2,2.3-5.2,5.2,0,2.9,2.3,5.2,5.2,5.2H10v-1.5H8.4c-2,0-3.7-1.7-3.7-3.7zm4.6.9h5.3v-1.5H9.3v1.5z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Webseite</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-instagram has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.instagram.com/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M12,4.622c2.403,0,2.688,0.009,3.637,0.052c0.877,0.04,1.354,0.187,1.671,0.31c0.42,0.163,0.72,0.358,1.035,0.673 c0.315,0.315,0.51,0.615,0.673,1.035c0.123,0.317,0.27,0.794,0.31,1.671c0.043,0.949,0.052,1.234,0.052,3.637 s-0.009,2.688-0.052,3.637c-0.04,0.877-0.187,1.354-0.31,1.671c-0.163,0.42-0.358,0.72-0.673,1.035 c-0.315,0.315-0.615,0.51-1.035,0.673c-0.317,0.123-0.794,0.27-1.671,0.31c-0.949,0.043-1.233,0.052-3.637,0.052 s-2.688-0.009-3.637-0.052c-0.877-0.04-1.354-0.187-1.671-0.31c-0.42-0.163-0.72-0.358-1.035-0.673 c-0.315-0.315-0.51-0.615-0.673-1.035c-0.123-0.317-0.27-0.794-0.31-1.671C4.631,14.688,4.622,14.403,4.622,12 s0.009-2.688,0.052-3.637c0.04-0.877,0.187-1.354,0.31-1.671c0.163-0.42,0.358-0.72,0.673-1.035 c0.315-0.315,0.615-0.51,1.035-0.673c0.317-0.123,0.794-0.27,1.671-0.31C9.312,4.631,9.597,4.622,12,4.622 M12,3 C9.556,3,9.249,3.01,8.289,3.054C7.331,3.098,6.677,3.25,6.105,3.472C5.513,3.702,5.011,4.01,4.511,4.511 c-0.5,0.5-0.808,1.002-1.038,1.594C3.25,6.677,3.098,7.331,3.054,8.289C3.01,9.249,3,9.556,3,12c0,2.444,0.01,2.751,0.054,3.711 c0.044,0.958,0.196,1.612,0.418,2.185c0.23,0.592,0.538,1.094,1.038,1.594c0.5,0.5,1.002,0.808,1.594,1.038 c0.572,0.222,1.227,0.375,2.185,0.418C9.249,20.99,9.556,21,12,21s2.751-0.01,3.711-0.054c0.958-0.044,1.612-0.196,2.185-0.418 c0.592-0.23,1.094-0.538,1.594-1.038c0.5-0.5,0.808-1.002,1.038-1.594c0.222-0.572,0.375-1.227,0.418-2.185 C20.99,14.751,21,14.444,21,12s-0.01-2.751-0.054-3.711c-0.044-0.958-0.196-1.612-0.418-2.185c-0.23-0.592-0.538-1.094-1.038-1.594 c-0.5-0.5-1.002-0.808-1.594-1.038c-0.572-0.222-1.227-0.375-2.185-0.418C14.751,3.01,14.444,3,12,3L12,3z M12,7.378 c-2.552,0-4.622,2.069-4.622,4.622S9.448,16.622,12,16.622s4.622-2.069,4.622-4.622S14.552,7.378,12,7.378z M12,15 c-1.657,0-3-1.343-3-3s1.343-3,3-3s3,1.343,3,3S13.657,15,12,15z M16.804,6.116c-0.596,0-1.08,0.484-1.08,1.08 s0.484,1.08,1.08,1.08c0.596,0,1.08-0.484,1.08-1.08S17.401,6.116,16.804,6.116z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Instagram</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-twitter has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://twitter.com/raulde" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M22.23,5.924c-0.736,0.326-1.527,0.547-2.357,0.646c0.847-0.508,1.498-1.312,1.804-2.27 c-0.793,0.47-1.671,0.812-2.606,0.996C18.324,4.498,17.257,4,16.077,4c-2.266,0-4.103,1.837-4.103,4.103 c0,0.322,0.036,0.635,0.106,0.935C8.67,8.867,5.647,7.234,3.623,4.751C3.27,5.357,3.067,6.062,3.067,6.814 c0,1.424,0.724,2.679,1.825,3.415c-0.673-0.021-1.305-0.206-1.859-0.513c0,0.017,0,0.034,0,0.052c0,1.988,1.414,3.647,3.292,4.023 c-0.344,0.094-0.707,0.144-1.081,0.144c-0.264,0-0.521-0.026-0.772-0.074c0.522,1.63,2.038,2.816,3.833,2.85 c-1.404,1.1-3.174,1.756-5.096,1.756c-0.331,0-0.658-0.019-0.979-0.057c1.816,1.164,3.973,1.843,6.29,1.843 c7.547,0,11.675-6.252,11.675-11.675c0-0.178-0.004-0.355-0.012-0.531C20.985,7.47,21.68,6.747,22.23,5.924z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Twitter</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-linkedin has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.linkedin.com/in/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M19.7,3H4.3C3.582,3,3,3.582,3,4.3v15.4C3,20.418,3.582,21,4.3,21h15.4c0.718,0,1.3-0.582,1.3-1.3V4.3 C21,3.582,20.418,3,19.7,3z M8.339,18.338H5.667v-8.59h2.672V18.338z M7.004,8.574c-0.857,0-1.549-0.694-1.549-1.548 c0-0.855,0.691-1.548,1.549-1.548c0.854,0,1.547,0.694,1.547,1.548C8.551,7.881,7.858,8.574,7.004,8.574z M18.339,18.338h-2.669 v-4.177c0-0.996-0.017-2.278-1.387-2.278c-1.389,0-1.601,1.086-1.601,2.206v4.249h-2.667v-8.59h2.559v1.174h0.037 c0.356-0.675,1.227-1.387,2.526-1.387c2.703,0,3.203,1.779,3.203,4.092V18.338z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">LinkedIn</span></a></li></ul>



<h2 id="h-so-kannst-du-meine-arbeit-unterstutzen" class="wp-block-heading">So kannst du meine Arbeit unterstützen!</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://im-aufzug.de/unterstuetzen/">Unterstütz mich</a></div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Podcast ist eine Produktion von <a href="https://www.schonlein.media" class="ek-link">Schønlein Media</a>.<br>Produktion: Fabian Gieske, Judith Stiegler-Trost<br>Schnitt und Post-Produktion: Hanne Pasdzior<br><br>Coverart: Amadeus Fronk</p>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-juergen-linnemann-soraia-da-costa-batista/">Im Aufzug mit Jürgen Linnemann &amp; Soraia Da Costa Batista</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-juergen-linnemann-soraia-da-costa-batista/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Aufzug mit Anne Brorhilker</title>
		<link>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-anne-brorhilker/</link>
					<comments>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-anne-brorhilker/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian Gieske]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Podcast-Folge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://im-aufzug.de/?p=3685</guid>

					<description><![CDATA[<p>Diese Woche spreche ich mit Anne Brorhilker, der Frau, die den mächtigsten Finanzbossen des Landes das Fürchten gelehrt hat. Als ehemalige Staatsanwältin zog sie die Fäden im Cum-Ex-Skandal. Im Gespräch mit mir ist sie genau das: Unbeirrbar im Kampf für Gerechtigkeit, analytisch scharf, aber absolut nahbar. Wir sprechen über ihren Weg: von der Spontanentscheidung fürs [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-anne-brorhilker/">Im Aufzug mit Anne Brorhilker</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="uagb-block-63ad1649 uagb-infobox__content-wrap  uagb-infobox-icon-left uagb-infobox-left uagb-infobox-stacked-tablet uagb-infobox-image-valign-middle wp-block-uagb-info-box"><div class="uagb-ifb-icon-wrap"><svg xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><path d="M96 96C42.98 96 0 138.1 0 192s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192C192 138.1 149 96 96 96zM448 192c0-53.02-42.98-96-96-96s-96 42.98-96 96s42.98 96 96 96c11.28 0 21.95-2.305 32-5.879V288c0 35.3-28.7 64-64 64c-17.67 0-32 14.33-32 32s14.33 32 32 32c70.58 0 128-57.42 128-128V192z"></path></svg></div><div class="uagb-ifb-content"><div class="uagb-ifb-title-wrap"></div><p class="uagb-ifb-desc">Was treibt eher an: Die Hoffnung auf Besserung oder die Wut über den Ist-Zustand?</p></div></div>



<script class="podigee-podcast-player" src="https://player.podigee-cdn.net/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://podcast2ba52c.podigee.io/109-im-aufzug-mit-anne-brorhilker/embed?context=external&#038;token=5hcgFPrOel-bky3lc89Myg"></script>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Diese Woche spreche ich mit Anne Brorhilker, der Frau, die den mächtigsten Finanzbossen des Landes das Fürchten gelehrt hat. Als ehemalige Staatsanwältin zog sie die Fäden im Cum-Ex-Skandal. Im Gespräch mit mir ist sie genau das: Unbeirrbar im Kampf für Gerechtigkeit, analytisch scharf, aber absolut nahbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sprechen über ihren Weg: von der Spontanentscheidung fürs Jurastudium über die Verpflichtungen von Staatsanwaltschaften bis hin zu Begegnungen im Aufzug mit Verteidigern und Beschuldigten. Anne erzählt von ihren Erfahrungen als Frau bei Gericht, von absurden Durchsuchungen, Verhörtaktiken und was dieser Job mit ihr als Mensch gemacht hat. Wir legen den Finger in die Wunde, warum Cum-Ex ein eiskaltes Geschäftsmodell war, wie Lobbyismus unsere Verwaltung schwächt und wo der Rechtsstaat mit zweierlei Maß misst. Zum Ende sprechen wir über die Gründe, warum sie ihren Posten letztlich verlassen hat – und schauen nach vorn auf konkrete Lösungen, wie Verfahren in Zukunft schneller und besser bearbeitet werden können und wie sowas wie Cum-Ex nicht mehr passiert sollte. Eine Frau, die das System hinterfragt und Haltung beweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufzugtür auf für Anne Brorhilker!</p>



<div class="wp-block-kadence-accordion alignnone"><div class="kt-accordion-wrap kt-accordion-id3685_adc2f3-b9 kt-accordion-has-11-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right" style="max-width:none"><div class="kt-accordion-inner-wrap" data-allow-multiple-open="false" data-start-open="none">
<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-10 kt-pane3685_1b1ecb-56"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show" type="button"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">Transkript</span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<pre class="wp-block-preformatted">[00:00:04] Eine neue Fahrt mit Raul im Aufzug wartet auf dich und dabei eine spannende Frage.<br>[00:00:09] Heißt es eigentlich, Aufzug oder Fahrstuhl?<br>[00:00:12] Die Begriffe werden oft durcheinander verwendet – aber gibt das eine richtige Bezeichnung?<br>[00:00:17] Die Antwort geht's am Ende dieser Folge!<br>[00:00:20] Jetzt viel Spaß mit Raulem Aufzug!<br>[00:00:22] Wünscht Schindler!<br>[00:00:29] Diese Woche spreche ich mit Anne Bräuheker der Frau die den mächtigsten Finanzbossen des Landes das Furchten delert hat.<br>[00:00:38] Als ehemalige Staatsanwältin zog sie die Fäden im Cum-Exkandal.<br>[00:00:42] Im<br>[00:00:42] Gespräch mit mir ist sie genau das, unbeirrbar im Kampf für Gerechtigkeit, analytisch scharf aber absolut nahebar!<br>[00:00:50] Wir sprechen über ihren Weg von der spontanen Entscheidung fürs Jugarstudium, über die Verpflichtungen von Staatsanwaltschaften bis hin zu Begegnungen im Aufzug mit Verteidigern und Beschuldigten.<br>[00:01:01] Anne erzählt mir von ihren Erfahrungen als Frau bei Gericht – Verhör-Taktiken und was dieser Job mit ihr Eismensch gemacht hat.<br>[00:01:11] Wir legen den Finger in die Wunde, warum<br>[00:01:13] Cum-Ex<br>[00:01:14] ein eiskaltes Geschäftsmodell war<br>[00:01:16] und wisst<br>[00:01:17] wie Lobbyismus uns bei Verwaltung schwächt und wo der Rechtsstaat mit zweierlei Maßnahmen ist?<br>[00:01:23] Eine Frau, die das System hinterfragt und Haltung beweist.<br>[00:01:27] Auf zu dir auf für Anne Brorhelger.<br>[00:01:31] Die Aufzugtür geht auf und wer kommt rein?<br>[00:01:34] Ich freue mich wirklich sehr.<br>[00:01:36] Sie ist eine der bekanntesten deutschen Juristinnen, ehemalige Oberstaatsanwältin und bekannt geworden durch ihre Ermittlungen zum Cum-Ex-Komplex was das ist und dass es noch alles für Skandale gab in der Vergangenheit.<br>[00:01:54] Das vergeht uns heute vielleicht an.<br>[00:01:57] Ubro Helga Hallo schon, dass du da bist<br>[00:02:00] Ja, hallo.<br>[00:02:00] Vielen Dank für die Einladung!<br>[00:02:02] Ich frage all meine Gäste immer ob sich schon mal einen merkwürdigen Moment in einem aufzukappen.<br>[00:02:08] und da du vielen Banken unterwegs warst und da bist kann ich mir vorstellen... Du hast welche?<br>[00:02:18] Also Banken haben oft sehr viele Stockwerke.<br>[00:02:21] deswegen ist man da auf dem Aufzug angewiesen.<br>[00:02:24] aber da hatte ich tatsächlich gar keine Komischen Begegnungen, sondern hatte ich eher im Gerichtsgebäude in Köln.<br>[00:02:32] Das ist nämlich auch ein Riesenturm hat, glaube ich, thirty-fünf oder sechstneißig Stockwerke und ich hatte mal teilweise mein Büro im dreireißigsten Stockwerk.<br>[00:02:39] da kann man also nicht mehr zu Fuß laufen.<br>[00:02:42] Also musste man immer einen Aufzug nehmen und wie das bei Gerichtsbäuden ist die sind dauernd kaputt gewesen.<br>[00:02:48] Das heißt, es haben sich immer vor dem Verbliebenen aufzügen riesige Menschentrauben gebildet und kämpften dann ums Reingehen.<br>[00:02:54] Also auch die Gerichtssäle lagen in den oberen oder höheren Stockwerken.<br>[00:02:58] Das ist das ganze Publikum weil ich stand da unten auch vor der Tür und hatte ja Termine.<br>[00:03:02] Und dann wurde das manchmal also sehr rupig von den Aufzugstüren und man quetschte sich dann wirklich rein.<br>[00:03:09] und naja das war dann manchmal nicht so angenehm Und ich habe aber zum Glück nie das Worst Case-Szenario erleben müssen.<br>[00:03:16] Das ist man meinem Kollegen passiert, der ist mit so einem Ding, dass voll gefropft war, steckender<br>[00:03:20] blieben.".<br>[00:03:21] Oh mein Gott!<br>[00:03:22] Ja und dann waren die da eine Stunde drin.<br>[00:03:24] Sie standen ganz dicht, also waren viel zu viele Menschen drin und er sagte auch, dass sie nach kurzer Zeit anfingen, so hyperventilieren und so Luft zu schnappen und griff so die Panik um sich... Und obwohl mein Kollege überhaupt nicht der ängstliche Typ ist, sagt er das hat sich auch auf ihn übertragen.<br>[00:03:40] Also das war dann wirklich ja also sehr, sehr nervöse Stimmung und ja kriegten sie den auf so irgendwie nicht wieder in Gangen und mussten dann die sind wo zwischen den Stockwerken irgendwie gelandet, mussten sich dann da wirklich.<br>[00:03:54] daraus hiefen einfach so hochkrabbelt.<br>[00:03:56] Das war alles ganz furchtbar.<br>[00:03:58] Ich war sehr froh dass mir das erspart geblieben ist.<br>[00:04:01] Ja, Kevin Kühn hat erzählt, er war auch hier schon im Podcast zu Gast.<br>[00:04:07] Dass es also noch am Bundestag gearbeitet hat, man förmlich spüren konnte wenn jemand von der AfD auch im Aufzug einsteigt, weil einfach so eine graue Wolke plötzlich in diesem Aufzug irgendwie aufkam.<br>[00:04:21] Passierte das auch manchmal dass du Verteidigern oder Angeklagten im Aufzug begegnet bist?<br>[00:04:30] Also das ist ja eigentlich sogar tätlich Brot gewesen.<br>[00:04:33] Ich bin da aber nicht so empfindlich, also ich habe immer versucht freundlich mit denen umzugehen weil viele der Verteidiger schlüpfen hier auch in eine berufliche Rolle.<br>[00:04:47] Die sind dann sozusagen aggressiv wenn sie meinen was es halt ihre Jobbeschreibung Er fordert und wenn der Mandant dabei ist, und man ist alleine mit denen dann sind die halt auch ganz normale Menschen.<br>[00:05:00] Und die alle allermeisten reagieren dann auch völlig normal.<br>[00:05:03] also es nicht so dass man sich außerhalb des Gerichts sei jetzt irgendwie in die Wolle kriegt sondern dann ja das sind die ganz normale Kollegen und erzählen auch mal vom Wochenende oder so.<br>[00:05:13] Also das habe ich eigentlich nie so unangenehm erlebt.<br>[00:05:17] Das kann ich mir wirklich sehr schwer vorstellen.<br>[00:05:20] Wie das ist, wenn man auf der einen Seite ... Man hat dann wahrscheinlich so ein Geheimplan, den man dann später dem Verteidiger oder einem Angeklagten um die Ohren haut und am Anfang redet man auch im Aufzug über's Wochenende?<br>[00:05:32] Ja, das war normal!<br>[00:05:34] Ich hab immer versucht es zu trennen zwischen der beruflichen Rolle und dem Umstand dass wir alle jetzt irgendwie gerade zur Arbeit gehen.<br>[00:05:42] Und natürlich sind die Menschen unterschiedlich.<br>[00:05:45] Auch bei den Verteiligern gibt´s mal den kommunen Katinen, netten Typen und es gibt natürlich auch welche mit denen man wie auch im restlichen Leben nicht so gut zurechtkommt.<br>[00:05:54] Und da sind dann die Gesprächsanklüpfungspunkte auch geringer.<br>[00:05:59] aber jedenfalls meine Haltung war immer erstmal zu versuchen mit denen ganz normales Gespräch zu kommen.<br>[00:06:03] ich finde das ist auch ehrlich gesagt generell eine angenehmere Art durchs Leben zu gehen als wenn man sich nicht allen nur mit Misstrauen begegnet.<br>[00:06:13] Aber ist es vielleicht sogar eine deiner Stärken, dass du sagst, du kannst Beruf vom Privaten, wenn man das so senden kann, trennen?<br>[00:06:21] Ja glaube ich schon.<br>[00:06:23] Und ich glaube auch eine meiner Stärkung ist, dass ich obwohl mir das immer gar nicht zutraut und mir glaube was anderes für möglich hält... Ich bin eigentlich gar nicht misstrauisch gegenüber Menschen.<br>[00:06:34] also ich gehe den eigentlich erst einmal mit einer Offenheit und erlebe das dann auch auf so, Ja, gut ankommt und man hat mein erst mal eine nette menschliche Ebene.<br>[00:06:47] Und wenn man dann im Streit gerät was natürlich jetzt Strafverfahren sozusagen Markenkern ist dass man natürlich sofort in einer konfliktreichen Situation aber Dann ist es natürlich viel einfacher das auszuhalten Wenn die menschlichen Ebenen da nicht verloren geht.<br>[00:07:06] Also wenn man ich glaube wenn man wenn ich so eine Haltung hätte dass Ich mich stark persönlich über Menschen aufrege, dann hätt ich wahrscheinlich permanent einen Puls von nunundachtzig gehabt oder so.<br>[00:07:17] Aber das hatte ich gar nicht weil ich eigentlich immer den Menschen egal ist ob sie beschuldigste waren oder verteidige oder so oder einfach Kollegen einer Staatsanwaltschaft vom Gericht erst mal in der offenen Haltung gegenübergetreten bin.<br>[00:07:29] was eine entspannten Haltung und da nur mehr Bedarf gegen deiner Blutdruck hoch aber nicht schon vorher.<br>[00:07:38] Wie bist du auf die Idee gekommen Jura zu studieren?<br>[00:07:41] Ich nehme mir an, das ist ja immer so wichtig.<br>[00:07:43] Das kennt in meinem Freundeskreis die Menschen, die das zweite Staatsexamen machen, die leiden mindestens ein Jahr sehr, sehr doll.<br>[00:07:49] War es für dich auch so schwierig?<br>[00:07:52] Ja also hätte ich das gewusst, weiß nicht gar nicht ob ich tatsächlich Jura studiert hätte.<br>[00:07:56] bei mir war dass auch eher ne.<br>[00:07:59] Ich will nicht sagen Notlösung, aber eine sehr spontane Entscheidung.<br>[00:08:03] Weil ich wollte eigentlich immer irgendwas mit Musik machen.<br>[00:08:05] Also meine ganze Kindheit und Jugendüber war ich total fixiert aufs Musikmachen.<br>[00:08:09] also ich habe Instrumente gespielt und war auch in einer Schienenorchestern- und Kammermusikgruppen alles so was.<br>[00:08:14] Das ist super, super gut!<br>[00:08:15] Und klassische Musik?<br>[00:08:17] Ja genau, klassische Musik.<br>[00:08:18] Ich hab Klavier und Querflöte gespielt.<br>[00:08:20] Querflüte ist ja auch ein typisches Orchesterinstrument... dann lange Zeit überlegt, ob ich so was mache ins Archästergeo oder Musiklehrerin werde.<br>[00:08:27] Also habe ich dann schlussendlich für Lehramt entschieden und meine Mutter ist auch Lehrerin und die war auch mal sehr engagiert und irgendwie hab ich dann gedacht okay das vielleicht der richtige Weg?<br>[00:08:37] Und dann habe ich angefangen einen Semester-Lehramtsstudien und haben hier uns wirklich damals in jedem Kurs gesagt hört bloß wieder auf diese Republik wird nie wieder Lehrer brauchen.<br>[00:08:49] wie berest das erste Semester so beeindruckt, dass wir irgendwie einfach wieder aufgehört haben.<br>[00:08:54] Und dann stand ich da und dachte was machst du denn jetzt?<br>[00:08:57] Also wenn diese Option jetzt vorbei ist...und dann habe ich gedacht naja für dich ist ja Joa auch eine Option!<br>[00:09:03] Ich hatte tatsächlich keine Vorbilder.<br>[00:09:05] also in meiner ganzen Familie im Freundeskreis gab es keine Juristen.<br>[00:09:09] Es war ein bisschen einfach mal so'n Experiment.<br>[00:09:12] Dachte ich guck mir das mal an Geh meine Vorliegerung.<br>[00:09:16] und dann hatte ich da das Glück, dass sich mit Strafrecht angefangen habe.<br>[00:09:19] Weil ich ja so ein bisschen antizyplisch angefangen bin.<br>[00:09:21] Ich hatte ja schon einen Semester Schwierd.<br>[00:09:24] Und normalerweise wirkt man nämlich mit Zivilrecht an was ich hinterher gern langweilig fand.<br>[00:09:27] aber strafrecht fand ich halt super spannend.<br>[00:09:29] Und ich hatte da so'n klein rundlichen Professor der immer mit Händen und Kopf und allem was er so hatte wackelte und erzählte und ganz bildhaft auch erzählt.<br>[00:09:39] und super spannend und so.<br>[00:09:40] und da dachte ich auch das ist ja etwas für mich.<br>[00:09:42] Das mache jetzt weiter.<br>[00:09:44] Und dann kam halt im zweiten Semester Zivilrecht, was ich furchtbar langweilig fand.<br>[00:09:47] Aber da war es schon noch nicht geschehen und habe mich einfach dabei geblieben.<br>[00:09:50] Ich bin ja ein juristischer Totalleib und mir ist erst vor paar Jahren klar geworden das Strafrecht und Zivilrecht zwei grundsätzlich verschiedene Dinge sind.<br>[00:10:02] für die eine ist sie polizeizuständig und für die andere eher die Sozialgerichte.<br>[00:10:09] Das heißt wenn du jetzt keine Ahnung dich mit der Barm streitest weil Sie eigentlich mitgenommen hat, dann ist das kein Strafrecht sondern meistens Zivilrecht und die Polizei kann auch nichts machen.<br>[00:10:22] Genau zivilrecht ist regel die Angelegenheiten zwischen Bürgern oder eben auch Unternehmen so also dass es zivil recht und strafrecht gehört ein bisschen unterarm des öffentlichen rechts und man so einen über Unterordnungsverhältnis hat oder der Bürger Das verhält nicht zwischen Bürger und Staat geregelt wird, also im öffentlichen Recht zum Beispiel Verwaltungsrecht.<br>[00:10:46] Wenn man Steuerbescheide kriegt oder wenn die Stadt was von einem will ne oder man selber will irgendein anderer Stellen oder so ein Führerschein all das ist Öffentliches Recht und Unterarm davon ist eben sozusagen Strafrecht.<br>[00:10:59] Und deswegen ist es ja grundsätzlich anderes Rechtsgebiet als eben z.B.<br>[00:11:05] Und ich fand an Strafrecht immer so interessant, dass es da sehr menschelt.<br>[00:11:10] Also es geht beim Strafreich halt sehr um Menschen und deren Verhaltensweisen.<br>[00:11:17] Das spielt einen ganz vielen Stellenrolle aus welcher Motivation Menschen handeln?<br>[00:11:24] Was Sie sich dabei gedacht haben als sie die Tat begangen haben?<br>[00:11:27] Haben Sie das aus Harbg gemacht?<br>[00:11:28] Haben sie das aus Not herausgemacht?<br>[00:11:31] Ja, war es vielleicht sogar eine Notwehr-Situation.<br>[00:11:34] Und dann auch hinterher wie ist sozusagen das Nachtatverhalten?<br>[00:11:38] Ist man einsichtig, ist man nicht einsichtig?<br>[00:11:41] Wenn man verurteilt worden ist wie es die Prognose oder beim Urteil überlegt wird er das wieder machen.<br>[00:11:47] Oder Rückfallwahrscheinlichkeit und später wenn er meinetwegen Gefängnis sitzt, ist er schon wieder so sozial integriert dass er jetzt stabile Verhältnisse hat und deswegen ist es vielleicht früher aus dem Gefängnissen rausgekommen.<br>[00:12:00] also geht immer um die Einschätzung von Menschen und nicht zuletzt ja auch wenn's dabei geht Darum geht die Wahrheit herauszufinden, muss man ja auch die Glaubwürdigkeit von Menschen einschätzen.<br>[00:12:10] Also lügen wir jetzt oder hat das andere Grunde?<br>[00:12:13] Warum die vielleicht nicht erinnern oder so?<br>[00:12:15] Also da spielt Psychologie und Einschätzung vom Menschen ein super Roll.<br>[00:12:20] Das fand ich immer sehr interessant.<br>[00:12:22] Lustigerweise wird man darauf überhaupt nicht vorbereitet!<br>[00:12:26] Also es spielt im Studium so gut wie gar keine Rolle, auch in einer praktischen Ausbildung.<br>[00:12:30] Es gibt ja auch Referendariat, wie Endeffi bei Lehramtsstudenten, ne?<br>[00:12:35] Die machen das erste X-Tab und dann gehen sie ins Referendariat.<br>[00:12:37] und diese praktische Ausbildung im Referendarium, da spielt's auch gar keiner Rolle!<br>[00:12:41] Das wird auch gar nicht thematisiert sondern irgendwie gehen alle Juristen davon aus dass die natürlicherweise das so drauf haben und das ist natürlich total verrückt, ne weil das also... Man kann sich natürlich total täuschen in Menschen, wenn die gute Manipulatoren sind.<br>[00:12:57] Zum Beispiel Betrüger sind oft sehr gut darin, Menschen zu täushen und auch sehr glaubwürdig Ruder hat vorüberzukommen.<br>[00:13:03] Und das muss man als ein bisschen erst in der Praxis einfach lernen, indem man mit Kollegen bespricht oder so.<br>[00:13:09] Aber da würde ich mir ehrlich gesagt rückwirkend viel stärkeren Fokus in einer Ausbildung wünschen, dass die die Entscheidungen treffen auch richtig an, dass sie einfach darin geschult sind, Menschen einzuschätzen Vorurteile und Haltungen, die ja jeder Mensch hat.<br>[00:13:25] Dass sie ihn dabei nicht in die Quere kommen.<br>[00:13:27] Denn dazu gibt es auch Forschungsergebnisse dass natürlich Menschen wenn Sie über andere Menschen urteilen Auch nicht frei davon sind vom sogenannten Nasenfaktor Und das man dann manchmal bestimmte Dinge überinterpretiert oder wie ein einfach total Nerven.<br>[00:13:44] Dann kriegt der mensch ins Dorf läuft eine höhere strafe oder halt auch ne geringere Strafe und ich glaube da wäre Bisschen Ausbildung, wirklich dringend erforderlich.<br>[00:13:57] Jetzt habe ich super viele Abzweigungen, die wir gehen können.<br>[00:14:00] Vielleicht mal ganz kurz zum Anfang, also gerade gesagt hast du ja eine Ausbildung... Ich hab auch manchmal das Gefühl dass<br>[00:14:06] wir in der<br>[00:14:06] Schule schon relativ wenig über das Rechtssystem lernen.<br>[00:14:12] Also nehmt man sich vorhin die Eingangse, sagt ihr mit der Bahn?<br>[00:14:17] Also ich hätte jetzt die Polizei gerufen wenn ich Aga mit der Wahn gehabt hätte und Das habe ich sogar mal gemacht und gesagt, wir können nichts tun.<br>[00:14:25] Und dann habe ich mich aber auch total wehrlos und hilflos gefühlt.<br>[00:14:28] Und wahrscheinlich hätte ich das nicht gemacht, wenn ich von Anfang an gewusst hätte, dass das der feige Weg ist.<br>[00:14:34] Wir reden ja nachher über Steuern.<br>[00:14:37] Warum lernen die sowas nicht in der Schule?<br>[00:14:39] Steuermachen das Rechtssystem, Zivilrecht, Strafrecht<br>[00:14:44] usw.?<br>[00:14:46] Das könnte man doch wahrscheinlich im sehr kurzer Zeit gut erklären!<br>[00:14:50] Ja, das finde ich auch.<br>[00:14:51] Also es gibt natürlich an manchen Gymnasien zumindest.<br>[00:14:56] Glaubst du Rechtskunde AGs?<br>[00:14:57] So was hatte ich auch mal wenn ich mich so ganz dunkel erinnere... Das ist freiwillig!<br>[00:15:02] Ja, ich glaube das war freiwillige.<br>[00:15:04] und ich sage mal so, man sucht dann natürlich immer händeringend Menschen die das machen.<br>[00:15:08] Die machen das ja alle ehemamtlich also ist jetzt nicht so richtig gezielt oder gesteuert und pädagogisch wertvoll oft ein bisschen Freestyle.<br>[00:15:18] kann mich dann noch so ganz dunkel dran erinnern.<br>[00:15:20] Ich glaube, da habe ich auch damals nicht viel von mitgenommen.<br>[00:15:22] Ja aber ich finde das in der Tat total wichtig.<br>[00:15:25] übrigens finde ich dass genauso wichtig ist, dass man über das Wirtschaftssystem ein bisschen was lernen würde aus neutraler Quelle.<br>[00:15:31] Also meine Mutter war Lehrerin für Sozialwissenschaften und Politik Und wie hat das zum Beispiel immer gemacht?<br>[00:15:38] Die war an der Realschule und sagt, dass da zum Beispiel typischerweise Schüler sind die auf unser Hause da nicht so viel mit kriegen Und deswegen müssen wir auch darauf vorbereitet werden, wenn sie mittleren Reifen die Schule verlassen und ins Arbeitsverhältnis übergehen.<br>[00:15:57] Was sind dann für Rechten und Pflichte und sonst was haben?<br>[00:16:00] Wie das alles so läuft im echten Leben?<br>[00:16:03] Das fand ich immer gut!<br>[00:16:04] Das hat sich immer gemacht, obwohl das eigentlich gar nicht so richtig im Nährplan stand.<br>[00:16:08] Sie hat es einfach ein bisschen frei interpretiert in den Nähr-Plan.<br>[00:16:11] Also das war nicht immer schon eine echt total richtige Idee und ich habe das zum Beispiel nie gehabt in meiner Aufbahn.<br>[00:16:17] Ich hatte wie gesagt mal so ein Rechtskunde AG, aber da kann ich mich nur noch dunkel dran erinnern.<br>[00:16:21] Und ja also ich finde das sind die Basics, die einen irgendwie fit machen fürs Leben und das sollte man wirklich auch in der Schule thematisieren.<br>[00:16:31] Komm mit zurück zu dir und du hast dann mit dem Abschluss eines Yoga-Studiums relativ schnell als Staatsamt Welten in Köln angefangen?<br>[00:16:40] Mehr oder weniger reingesteuert, wie du mal gesagt hast.<br>[00:16:44] Was hattest du eigentlich vor und wie bist du reingekommen?<br>[00:16:49] Also ganz ursprünglich hatte ich mal überlegt, Richter zu werden weil ich dachte naja das sind die die entscheiden ist irgendwie eine gute Position.<br>[00:16:59] Dann war ich aber in der praktischen Ausbildung, in einer Richterstation bin ich in einer Bauchkammer gelandet.<br>[00:17:04] Also für Baurecht und das war so ungefähr das Unspannende was ich mir vorstellen konnte.<br>[00:17:10] also da ging es ganz viel um mathematische Berechnungen.<br>[00:17:13] und also ich habe das jedenfalls ich persönlich langweilig entfunden und habe dann gedacht, oh Gott, das ist vielleicht doch gar nicht das Richtige für mich.<br>[00:17:23] Zumal, das habe ich auch in der Ausbildung gelernt, dass der Bereich des Strafrechts sozusagen der kleinste Bereich eines Einsatzbereichs zu richter ist.<br>[00:17:32] also die Wahrscheinlichkeit, dass man den anderen Bereichen eingesetzt wird als der Strafe ist halt sehr hoch.<br>[00:17:37] Und deswegen habe ich dann gedacht ne, da ist ja noch nichts für mich weil ich möchte ja nicht so gerne Zivilrecht machen.<br>[00:17:42] Mir persönlich war das zu langweiltig.<br>[00:17:47] Praktischen Ausbildungen fand ich schon die Staatsanwaltschaft ganz gut.<br>[00:17:49] Also das hat mir Spaß gemacht auch vor Gericht zu gehen, da kriegt man an Tag einste Robo umgeworfen und wird ja in den Gerichtssaal geschoben als Referendar wo man irgendwie doch so gar nicht weiß wie das alles läuft.<br>[00:18:01] aber das fand ich irgendwie spannend bisschen auch Spaß gemacht.<br>[00:18:04] Ich hatte dann aber auch noch erst eine andere... Ich hatte damals mich schon überlegt ob wir vielleicht zu einer NGO gehen Aber bei näherer Betrachtung stellte sie später raus, dass damals zumindest NGOs noch gar keine Juristen eingestellt haben.<br>[00:18:20] Und deswegen hab ich dann gesehen, da ist gar keine richtige Möglichkeit für mich.<br>[00:18:25] und dann habe ich hier dann ja das zweitspannendste was ich erlebte war halt die Staatsanwaltschaft.<br>[00:18:30] und deswegen bin ich dann da angefangen aber auch ohne es richtig zu wissen was mich da erwartet weil wie gesagt ich hatte so in meinem Bekanntenkreis einer Familie keinen der das vorher gemacht hat<br>[00:18:43] Du hattest relativ schnell den Schwerpunkt steuern.<br>[00:18:46] Komm X, komm Cum waren deine Themen.<br>[00:18:51] Ist das eine Unterabteilung der Staatsanwaltschaft?<br>[00:18:53] Weil es gibt ja auch Staatsanwalt zu Drogen und Wandenkriminalität usw.<br>[00:18:58] Ja genau!<br>[00:18:58] Und dass ist auch viel typischer für Staatsanweichschaften.<br>[00:19:01] Also der ganze Bereich Wirtschaftskriminalität und Steuern hat sich ja die Stimmung wieder sehr stief mit der Licht behandelt.<br>[00:19:08] Und so ist das auch schon eine Ausbildung, also wird in einer Ausbildung überhaupt nicht darauf vorbereitet auf den Bereich Wirtschaftskriminalität, da spielt gar keine Rolle.<br>[00:19:17] Wenn man Steuerrecht studieren will dann ist das ein ganz anderer Zweig.<br>[00:19:21] aber wenn man in den strafreitigen Bereich geht zu Staatsanwaltschaften wird man halt auf diesem Bereich gar nicht vorbereitet.<br>[00:19:25] Das ist nach Regel auch organisatorisch noch ein ganz kleiner Teil als Staatsanwalt.<br>[00:19:29] Da will auch keiner hin!<br>[00:19:31] So, ich auch nicht.<br>[00:19:32] Weil wie gesagt man wird der Wetter ja nicht viel ausgebildet und fühlt sich deswegen natürlich erst mal total überfordert.<br>[00:19:39] Und so ging es auch mir.<br>[00:19:40] aber weil er auch keiner hin wollte und ich war schon längere Zeit nicht mehr gewechselt und bei Staatsanwaltschaft muss man immer wechseln.<br>[00:19:46] Viel dann halt die Wahl auf mich und ich musste da hin.<br>[00:19:49] also da hatte jetzt auch kein großes Mitspracherecht zu.<br>[00:19:51] ist das bei Behörden ne?<br>[00:19:52] Das ist eine Stelle irgendwo unbesetzt um die muss besetzt werden.<br>[00:19:56] Dann ist das so, ne?<br>[00:19:57] Und deswegen wurde ich dann da hingesetzt.<br>[00:19:58] Obwohl ich auch ein bisschen gestrampelt habe und mich gewährt haben gesagt, aber ich hab noch gar keine Ahnung von der Sache... Das nutzt aber nix!<br>[00:20:05] Ich wurde dann da hingesetzt.<br>[00:20:06] Blöderweise gab es damals auch keine Fortbildungen.<br>[00:20:08] also ich habe irgendwie als vier Jahre später die erste Fortbildung gekriegt.<br>[00:20:12] Da vier Jahren wusste ich natürlich dann auch schon längst in der Hase läuft, aber vorher war irgendwie immer nichts frei und deswegen musste ich mir dann alles selber aneilen.<br>[00:20:20] Also es gab auch keine Bücher, keine Fachbücher, das habe ich alles selber gekauft Und mir sozusagen nebenbei alles angeeignet.<br>[00:20:27] Also das ist ein typisches Beispiel für wirklich ganz schlechte Organisationen stattlicher Behörden, dass in so einem Bereich man so viel Fachwissen braucht muss natürlich gewährleistet sein, als die Mitarbeiter dann auch dieses Fachwissens bekommen und das ist so jetzt jedenfalls.<br>[00:20:42] damals war es nicht so.<br>[00:20:43] Das ist heute oft noch nicht so, sondern sich irgendwie selber drum kümmern, dass man da unsere Jobs sozusagen diese Kenntnisse aneignen.<br>[00:20:51] Hatte ich dann auch gemacht, also in blacker Panik habe ich mir tatsächlich Bücher gekauft.<br>[00:20:55] Ich versuch da rein zu fuchsen.<br>[00:20:57] Merkte aber schnell das Erfordern... Also ich war bei einer Stelle die hatte besonders große Verfahren.<br>[00:21:05] Das war so eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft in Köln.<br>[00:21:07] Das bedeutet wir kriegten aus dem gesamten Gericht speziert.<br>[00:21:10] Dazu gehörten noch Bonn und Aachen.<br>[00:21:11] Die besonders großen Bruma!<br>[00:21:13] Und das bedeutet dass ich vor allen Dingen Bandenkriminalität hatte Und das war jetzt gar nicht so anders, als ich das vorher auch schon hatte.<br>[00:21:21] Ich war vorher nämlich ganz normale Staatsanwälte in den klassischen Bereichen gewesen und da waren wir natürlich auch, weil ich mal Wohnungs-Einbrechts-, Einbruchsdiebstahlsbanden oder sowas, was so ein ganz häufiges Phänomen ist.<br>[00:21:33] Das waren mir natürlich auch bekannt, wie man gegen die vorgeht.<br>[00:21:36] Da habe ich dann gemerkt, ach dass es eigentlich hier das Gleiche nur auf einem anderen Niveau mit einer anderen Klientel.<br>[00:21:42] also hier sind Juristisch gut beratende Täter, die finanziell gut aufgestellt sind.<br>[00:21:48] Die sich massivst wehren wenn sie dann mal auffallen also von ganz teurer Anwaltsteams besorgen und da kommt eine Riesen gegen wer wie viel massiver ist als zum Beispiel klassischen Bereichen der anderen Kriminalität.<br>[00:22:02] Also von daher die Masche war gar nicht so anders.<br>[00:22:05] War auch Bannkriminalität.<br>[00:22:06] man musste damit den gleichen Mitteln vorgehen wie vorher auch.<br>[00:22:09] Telefon war warum machen durchsuchen Leute vernehmen.<br>[00:22:12] Aber die Täter waren völlig anders als vorher.<br>[00:22:15] Und das hat mich dann schon gereizt, weil sie sind oft auch die Verteidiger in diesem Segment, die Witcher-Strafverteidiger.<br>[00:22:25] Sie sind oft sehr arrogant aufgetreten.<br>[00:22:28] Das war so Teil ihrer Strategie uns einzuschichtern und das hat sich dann irgendwie so ein bisschen heraus gefordert.<br>[00:22:35] Deswegen hat mir das dann relativ schnell viel Spaß gemacht in diesem Bereich zu arbeiten.<br>[00:22:41] Da können wir bestimmt noch drauf zu sprechen im Löffel der Part.<br>[00:22:45] Eine Freundin Premier, die es auch Staatsanwältin und die hat erzählt wenn sie dann so Hausdurchsuchungen organisiert und vorbereitet hat vor allem bei Anwälzenden, Kanzleien oder Ärztinnen Dann gab es einen Moment wo oft die Polizistinnen die dann im Treppen ausstehen quasi sich auch schnell haben einschüchtern lassen von der Tatsache, dass die angeklagte Person oder zumindest die Person, die verdächtigt wird studiert hat.<br>[00:23:22] Und deswegen gibt es eine vierundzwanzig Stunden Rufbereitschaft der Staatsanwaltschaft, die dann quasi mitkommt – auch als moralischen Support für die eigene Seite.<br>[00:23:31] Stimmt das?<br>[00:23:32] Ja absolut!<br>[00:23:33] Also das kenne ich auch aus der Praxis.<br>[00:23:35] Ich habe ja vor allen Dingen auch mit Steuerverandern zusammengearbeitet in Polizei und Steuer verandern, und hab das genau so auch erlebt.<br>[00:23:44] Das war mir immer unbegreiflich.<br>[00:23:45] Warum gerade Steuerfahner, die wirklich steuerrechtig top ausgebildet sind?<br>[00:23:49] Also die Ausbildung das sind so Fachhochschulen, sie sind qualitativ sehr gut.<br>[00:23:54] also das kann ich wirklich beurteilen weil mein Bruder da auch Steuerecht studiert und als er in Berufsexaminer war hat er immer gesagt die so aus in diesen Fachhochschulen waren wie die Steuerfahrer, die sind halt viel besser ausgebildet als an der Uni Und deswegen also diese sehr sehr gut ausgebilt.<br>[00:24:09] was das fachliche betrifft und können natürlich so Strafverteidiger, der ja Schwerpunkt auf Strafrecht hat nicht.<br>[00:24:16] Auf Steuerrecht.<br>[00:24:16] natürlich sind die dem fachlich überlegen aber trotzdem lassen sich auf so einer unbewussten Ebene oft von diesem arroganten auftreten und dazu gehört hier auch das sehr deutlich gemacht wird dass es da um Juristen geht.<br>[00:24:32] den Doktor oder Professor im Titel haben die rücken dann ausserwört ihre goldene Visitenkarten raus.<br>[00:24:36] also sie sind schick angezogen am Maßanzüge Goldene Manchettenknöpfe, also Status-Symboler auch am Handgelenk.<br>[00:24:45] Es sind alles Dinge die darauf angelegt sind, dass man so soziale Hierarchie deutlich zu machen und das habe ich ganz oft beobachtet.<br>[00:24:53] Das heißt fachlich hätten wir sich da überhaupt nicht verstecken müssen meine Kollegen aber sie fühlten sich ganz schnell eingeschüchtert.<br>[00:24:59] Auch in Vernehmungssituationen hab' ich das häufig erlebt, dass Sie dann den ganzen Widerspruchsgeist irgendwie verloren haben.<br>[00:25:08] Mich hat das nicht so beeindruckt, weil ich sowieso auch Juristin bin und vielleicht jetzt auch schneller durchschaute habe dass da die Gegenwerte jetzt auch nur mit Wasser kochte.<br>[00:25:18] Aber bei mir war auch ganz günstig, dass ich eine Frau bin, weil auf diese ganze männlichen Status-Symbole bin ich sowohl nicht angesprungen also ich hab gar nicht gesehen, dass sie irgendwie ne teure Uhr hatten oder so ein.<br>[00:25:27] Autos interessieren mich auch nicht.<br>[00:25:28] aber das habe ich oft aus Kollegen dann mit Ausausgesprächen mit Kollegen mitgenommen die dann ganz ehrfurchtsvoll sagten hast du gesehen was der für einen Auto fährt?<br>[00:25:37] Also das funktioniert schon und deswegen war mir das auch bewusst, dass ich auch dagegen steuern muss.<br>[00:25:44] Entweder einfach, dass man dabei ist, aber auch wirklich, dass wir da bewusst gegensteuern müssen in Vernehmungssituationen.<br>[00:25:51] Das heißt diese vierundzwanzig Stunden Rufbereitschaft?<br>[00:25:53] Ich wusste nicht, dass es sowas gibt.<br>[00:25:55] Mir war überhaupt nicht klar, dass die staatliche Seite so was hat.<br>[00:26:03] Es gibt ja Notambulance im Krankenhaus, es gibt Feuerwehrpolizei... Aber das ist auch sowas auf anweitlicher Ebene gibt es bei mir tatsächlich neu.<br>[00:26:13] Doch, das gibt es.<br>[00:26:14] allerdings hat natürlich nicht den Grund, sondern das hat den Grund dass man für manche Maßnahmen eben staatsanwaltschaftliche Anträge braucht und in meisten Fällen muss der Staatsanwalt bei Gericht den Antrag stellen.<br>[00:26:30] Das kann ich die Polizei oder die Steuerverhandlung selber.<br>[00:26:33] Dafür ist eigentlich diese Rufbereitschaft da.<br>[00:26:36] aber es macht schon Sinn Das ist eben diese praktische Beobachtung, die ja auch eine Freundin hatte.<br>[00:26:45] Dass sie bemerkt hat dass einfach in der Praxis unabhängig jetzt von den rechtlichen Gegemeiten Bedürfnis dafür da ist das auch ein Jurist für Ort ist damit man sozusagen dieses Einschüchterungsgehabe etwas gegensetzt.<br>[00:26:59] und Ja, das war auch bei uns oft dann die Aufgabenteilung.<br>[00:27:03] Dass ich versucht habe halt mit den Juristen mich auseinanderzusetzen und dass die anderen einfach rückenfrei hatten um das zu machen was sie deswegen da waren zum Beispiel eben um Durchsorgungsbeschluss zu vollstrecken.<br>[00:27:15] Gibt es denn auch viertundzwanzig Stunden Rufbereitschaft von RichterInnen?<br>[00:27:20] Ja, solltest eigentlich.<br>[00:27:22] Die haben aber meistens nachts frei.<br>[00:27:26] also das ist ein bisschen unterschiedlich geregelt manche weiß gar nicht vielleicht gibt es auch in Manche Gerichtsbezirken, vierundzwanzig Stunden.<br>[00:27:33] Aber in der Regel ist es so, dass es hier viel nur die Staatsanwaltschaften, den vierund zwanzig Stunden Rufbereitschaft haben.<br>[00:27:37] Die Richter machen nur bis einzwanziger Umfang und dann sechs Uhr morgens wieder an.<br>[00:27:42] Das ist ja eigentlich lustig weil in den meisten Fällen kann der Staatsanwalt nicht alleine agieren sondern muss einen Antrag bei Gericht stellen aber dann ist halt nachts keiner dabei gerichtet.<br>[00:27:51] Und da hab ich immer gesagt, da musst du ja auch keinen Staatsanfall dabeilen.<br>[00:27:55] Aber ja, das sind die meisten Gerichts Bezirke so geregelt als die Staatsaanwaltschaft rund um die Uhr zur Verfügung steht.<br>[00:28:02] Du hast mal in einem Vortrag so schön geschildert, wie du in deinem Büro saßt, das besonders klein war.<br>[00:28:10] Fünf Konradmeter hat es so erzählt und du hattest extra Vollgestellter mit Pappkartons damit man den Eindruck gewinnt, du hättest ... wärst überfordert mit dem ganzen System und würdest dich da mühsam jetzt reinlernen?<br>[00:28:25] Und war das nur ein Stuhl für deinen Gast.<br>[00:28:28] Und wir sind aber zu dritt gekommen und dass das quasi deine Strategie war, um auch die Gegenseite mit einer gewissen List zu manipulieren.<br>[00:28:44] Erzähl mal genauer.<br>[00:28:45] Genau also es ging darum, dass wir zu dem Zeitpunkt eine weltweite Razzia vorbereiteten und das hat relativ... viel Zeit beansprucht.<br>[00:28:54] Also es hat mehrere Monate gedauert, ich glaube ein Dreifeljahr insgesamt bis wir das alles organisiert hatten also mit allen Ländern gesprochen haben und wir mussten auch dann also zwei Hundert Achtzig Beschlüsse beantragen, die musste auch alle übersetzt werden und per Rechtshilfe ersuchen was so furchtbar beruhigend war.<br>[00:29:10] Ja, eine lange Vorbereitung!<br>[00:29:12] Es hat wirklich lange gedaubert und in der Phase war leider so dass... Das war nämlich der allererste Cum-Ex-Fall und die Steuerbehörde die dafür ursprünglich zuständig war das Bundeszentralamt für Steuern, hat da wenig Erfahrung mit Strafrecht.<br>[00:29:27] Die haben aber gedacht an diesem Punkt ist es offensichtlich strafreitig relevant und muss zur Staatsanwaltschaft.<br>[00:29:37] Weil sie bei einfach wenig praktisch Erfahrung hatten nicht bedacht, dass sie das besser hätten nach außen... in Erscheinung treten lassen sollen, dass sie den Fall zur Staatsanwaltschaft abgeben.<br>[00:29:49] Das haben Sie aber gemacht.<br>[00:29:50] also Sie haben dem Verteidigern eben Bescheid gesagt.<br>[00:29:53] so das geht jetzt an die Staatsanweichschaft und da war natürlich klar.<br>[00:29:56] dann waren wir auf Alarm, Alarmbereitschaft.<br>[00:30:00] Die geht es jetzt weiter.<br>[00:30:00] was macht die Staatsaanweichheit?<br>[00:30:02] So unter Durchsuchung ist natürlich nur so lange sinnvoll, wie das ganz geheim bleibt.<br>[00:30:08] Weil wenn die Leute gewarnt sind dann sind die Beweismittel weg also ganz klar, dass sie nicht verschwinden.<br>[00:30:13] Also musste ich verschleiern, dass wir da so einsteigen wollten.<br>[00:30:18] Ich musste verschleyern, dass sich das Landeskriminalamt eingebunden hatte und dass sie schon halt eine weltweite Razzia planten.<br>[00:30:25] Das ist auch gesetzlich erlaubt.<br>[00:30:27] Ich muss denen keine Akteneinsicht nehmen kann die Akte sperren.<br>[00:30:31] Aber wenn man das eben alles so sagt, dann können sie sich auch eins und eins zusammenzählen und denken, naja, wenn ihr jetzt schon die Akten sperrt, dann hat die was vor.<br>[00:30:38] So, und das wollte ich alles eben nicht nach außen treten lassen und hatte mir überlegt, na ja?<br>[00:30:43] Was habe ich denn sonst für einen Grund, dass ich sozusagen Tage in der Akte tut sich nix, da passiert jetzt gar nichts.<br>[00:30:49] Klammer auf!<br>[00:30:50] Die war ja einfach gesperrt,<br>[00:30:51] d.h.,<br>[00:30:51] Sie haben den Fortschritt in der.<br>[00:30:54] Aber was habe ich danach für eine Begründung für?<br>[00:30:55] Und da habe ich gedacht, na ja.<br>[00:30:57] Was die wahrscheinlich erwarten ist, dass ich das alles überhaupt nicht verstehe.<br>[00:31:00] Das ist ein total schwieriges Steuerrecht und ex war damals auch nicht bekannt so als Masche und dass ich total überlastet<br>[00:31:07] bin."<br>[00:31:08] war und noch nicht mal gelogen.<br>[00:31:09] Ich war auch total überlastet, ich hatte nämlich tatsächlich sich andere Fälle gerade.<br>[00:31:12] also ich hatte glaube ich zwanzig Gerüstbauer in Haft was eine Riesenaufwand war.<br>[00:31:16] Ich hatte jemanden im USA fest dem Lassen er musste ausgeliefert werden.<br>[00:31:20] das waren Riesen auch ein Riesenbetrugsystem über hundert Millionen und da spielte auch Terrorismus eine Rolle.<br>[00:31:27] Also es waren schon auch Riesenfälle die ich hatte.<br>[00:31:29] Das war auch teilweise bekannt und deswegen war das alles plausibel und auch gar nicht gelungen an der Stelle.<br>[00:31:34] Ich habe einfach sozusagen das Ganze nur etwas optimiert wie der Steuerrecht das sagen würde und habe gedacht, naja wollen wir diesen Eindruck mal so ein bisschen noch auf die Sprünge verhelfen.<br>[00:31:43] Und deswegen habe ich halt mein Büro so ausgestattet, hab mir ganz viele Aktenordner von Kollegen geholt und dann an den Erwänden die Kartons hoch gestapelt.<br>[00:31:51] Das waren allerdings leere Kartons, die gingen dann bis zur Decke und haben mich so eingemauert in meinem Büro dass da kaum Platz war.<br>[00:31:58] Dann rückte halt die Fraktion an Ein Besucherstuhl war ja noch frei, die anderen standen dann einfach um meinem Schreibtisch herum und redeten so von oben nach unten auf mich ein.<br>[00:32:06] Und erzählt mir immer also ihre ganze Nebelkerzen.<br>[00:32:10] Weil das Cum-Ex ja nun überhaupt nicht schlimm wäre und auch alles steuerrechtlich zulässig ist.<br>[00:32:15] Und mal dann irgendwelche Skizzen auf und so, und ich habe halt immer die Schultern hochgezogen, so ein bisschen mal Schichtstatt von oben geguckt und immer vor mich hingemummelt, dass es allzu voll kompliziert ist und hab damit ja voll den Bild entsprochen was sie schon von mir hatten.<br>[00:32:30] Deswegen sind die halt überhaupt nicht misstrauisch geworden und sind mit dem Eindruck nach Hause gegangen, naja also von der ist jetzt nicht viel zu erwarten.<br>[00:32:37] Was wirklich lustig war, wir haben ja kurz darauf tatsächlich diese Durchsuchung durchgeführt und dann haben die natürlich auch Akteneinsicht bekommen.<br>[00:32:44] Also konnten dann ja auch sehen dass ich die ganzen Beschlüsse Anträge unterschrieben hatte.<br>[00:32:49] Die haben trotzdem nicht für möglich gehalten das ich da irgendwas mit zu tun habe.<br>[00:32:53] Das kann nämlich auf der Telefonüberwachung hören.<br>[00:32:56] also sie haben sich sonst was für Gedanken gemacht wie es denn so einer weltweiten Ratia kommen konnte als was sehr selten ist so ein Riesenaufschlag macht, da falls alles eben so eine riesen Vorbereitung ist.<br>[00:33:07] Und also da wurden die dolsten Begründungsansätze bemüht ne?<br>[00:33:12] Also der Bundespräsident hat den Generalbundesanwalt angerufen und dann hat er irgendeine besonderer Besprechung gemacht und wirklich ganz hochtragende Weltverschwörungstheorien wurden ausgebreitet.<br>[00:33:23] aber ich spielte in all dem keine Rolle weil ich immer dachte naja die Kleiner da, die kann mit dem ganzen Bedürnster nichts zu tun haben.<br>[00:33:30] Und das hat mich dann noch erst in drei Monaten vor, den danach.<br>[00:33:35] irgendwann ist es, den dann gedämmert?<br>[00:33:37] Am Anfang hatte ich sozusagen ein bisschen Freiraum und wurde nicht so attackiert mit Dienstaufsichtsbeschwerden und Strafanzeigen.<br>[00:33:43] Das kam dann später als er irgendwie verstanden hat, dass sich dafür zuständig war.<br>[00:33:48] Aber ich fand's lustig, dass das so verfangen hat und sich der Eindruck dann auch so lange noch gehalten hat!<br>[00:33:55] Das ist so ein bisschen wie die Karriere von der Kanzlerin Merkel, die ja auch lange als sie unerwartete galt.<br>[00:34:04] Die unscheinbare, die wahrscheinlich eh nicht an die Macht kommt.<br>[00:34:08] und dann einfach mit Sachkenntnis gab es eine großartige Doku, die heißt auch die Unerwartet.<br>[00:34:17] Ein Mit-Sachkenntnis einfach dreizehn Stunden am Tag gearbeitet hat um sich da immer mit besseren Argumenten durchzusetzen gegen die Männerdummel haben.<br>[00:34:27] Ja, also ich glaube dass das... Die unbewussten Bilder, die viele im Kopf haben, die beeinflussen natürlich das Verhalten und die Einschätzung von Menschen.<br>[00:34:39] Also da sind wir alle nicht frei davon!<br>[00:34:42] Und diese Branche ist natürlich auch sehr konservativ.<br>[00:34:45] Also Juristen sind häufig Erkonservativ und Radwitschersanwälte sind oft so.<br>[00:34:50] Und hier haben dann auch ein tradiertes Frauenbild im Kopf, und wie wir wissen natürlich das an Staatsanwaltschaften auf.<br>[00:34:56] viele Frauen sind tatsächlich in der Regel mehr als Männer weil da einfach Teilzeitarbeit und so alles gar kein Problem ist, sondern es ist natürlich dann den Kanzleien oft problematisch.<br>[00:35:05] Es liegen viele Frauen eben zu Behörden und deswegen sind bei Staatsanweichern Gericht fast der Frauenanteil höher als der Männeranteil.<br>[00:35:14] Das heißt eigentlich ist es gar nicht so ein ungewöhnliches Phänomen.<br>[00:35:17] Aber auch gerade im Bereich Wirtschaftsstrafrecht, da sind die Verhältnisse wieder um Kopf gestellt.<br>[00:35:20] Da sind nämlich auch bei der Staatsanwaltschaft mehr Männer als Frauen und irgendwie war das für die alle total ungewöhnlich dass ich da saß und ich bin jetzt auch nicht besonders groß und sah auch immer jünger aus also wirklich bin Also ich passte so überhaupt nicht in deren Bild Dass da jetzt jemand ist der sie in dieses Thema reinfuchst und er auch keine Angst hat weltweite Durchsuchung zu machen weil Steuerberater ein Wirtschaftsprüfern überall Davos wehtut und wohl viel Gegenwind kommt.<br>[00:35:47] Also das war wirklich erstaunlich, dass sie offensichtlich so ein festes Bild davon hatten.<br>[00:35:55] Dass dann auch die Tatsachen ganz lange ja gar nicht dagegen ankamen.<br>[00:36:00] Also irgendwann haben Sie ja realisiert als ich diejenige bin, die das alles angeordnet hat und immer noch darüber nachgedacht von wem ich denn wohl so instrumentalisiert werde?<br>[00:36:07] Als es sieht man wirklich wie stark Vorurteile werden Und das habe ich auch über die Zeit immer wieder erlebt, dass ich als offensichtlich von meinem Äußeren her... Ich bin auch nicht so der laute Typ.<br>[00:36:18] Also ich polte da nicht so rum und sonder macht es eher mit Beharrlichkeit.<br>[00:36:24] Dass ich überhaupt nicht in deren Schema passe und deswegen wurde ich eigentlich ganz lange Zeit immer anders eingeschätzt.<br>[00:36:31] also im Grunde genommen immer wir haben gedacht, für mich ist nicht viel zu erwarten, also ich würde unterschätzen, würde ich mal sagen Und das habe ich dann auf Dauer eigentlich auch ganz gut für mich nutzen können, in dem ich dann immer so harmlos dahergekommen bin und die Wupp schon was passiert.<br>[00:36:49] Ganz schnell eben durch Suchung gemacht oder hab die in der Vernehmigung auseinander genommen und deswegen fand ich das jetzt gar nicht so hinterlich.<br>[00:36:57] aber es ist wirklich aufgefallen und mir ist auch aufgefallen dass wirklich unbewusst ist.<br>[00:37:03] Weil einigen Strafverteidigern oder rechtlichen Vertreter von Banken sind dann auch mal so Statements rausgerutscht, die eigentlich gar nicht megaunwürflich sind, obwohl sie sicherlich gar nicht so meinten.<br>[00:37:17] Ein Anwalts zum Beispiel war mit so einer Besprechung verabredet und ich kam noch mit zwei Kolleginnen.<br>[00:37:23] Wir kamen um die Ecke also zu drei Frauen und dann sah er uns und dann ist ihm raus gerutscht.<br>[00:37:28] Sie sind ja nur Frauen!<br>[00:37:32] Und das ist ein ganz netter Mensch, also es ist ganz höflich.<br>[00:37:38] Aber er hat halt so einen Frauenbild im Kopf offensichtlich und ja, das fand ich wirklich interessant dass das noch so vorhanden ist.<br>[00:37:47] Ich habe immer gedacht wir sind irgendwie schon weiter gesellschaftlich aber offensichtig ist das nicht so und an solchen Stellen offen warte sich das.<br>[00:37:56] Das hab' ich wie gesagt immer zu Kenntnis genommen Auch teilweise versucht eben für mich zu nutzen, weil ich ja wusste wie ich gesehen werde und dann dachte super.<br>[00:38:04] Dann kann ich unter dem Radar schon mal ein bisschen was vorbereiten Und dann auch einfach diese Unsicherheit im Umgang mit mir auch ausnutzen Denn das habe ich auch auf der lebt ist zwar dann so einen Unsicherheitsgefühl.<br>[00:38:16] auf der anderen Seite zum Beispiel bei diesem älteren Herrn Der eigentlich sehr höflich ist auch Frauen gegenüber sehr höchlich ist und der mit mir Er wusste einfach nicht, wie er umgehen sollte.<br>[00:38:28] Ich glaube, wenn ich ein Mann gewesen wäre, hätte der wahrscheinlich mal angeschrien oder so.<br>[00:38:33] Aber bei mir verbot sich das jetzt seine Etikette und ja... Das war natürlich auch für mich ganz praktisch!<br>[00:38:40] Und hat sich der Wind dann irgendwann dir gegenüber gedreht?<br>[00:38:43] Also als man da wusste die Frau Brau-Helka mit der es nicht zu spassen oder dies nicht zu unterschätzen<br>[00:38:51] Ja ja, also das sozusagen es gab es in beide Richtungen.<br>[00:38:55] Das war jetzt die Seite, die für mich ganz positiv war, dass ich eben unterschätzt wurde und daraus auch durchaus mal sich Gelegenheiten geboten haben.<br>[00:39:07] Die andere Seite der Medaille ist, dass der Umstand da sich eine Frau bin, wurde natürlich dann Ja, auch mal gegen mich verwendet und das nicht.<br>[00:39:18] Das ist auch wiederum gar nicht mit mir als Pervora zu tun sondern einfach mit dem Umstand, dass eine Staatsanwältin solche Verfahren führt.<br>[00:39:24] Da sah man zum Beispiel in Pressekampagnen oder auch einfach in Medien wie wir noch nicht einmal von Kampagnien sprechen.<br>[00:39:32] also Journalisten unterliegen ja oft den gleichen unreflektierten Einschätzungen, die waren auch verwundert dass das eine Frau machte.<br>[00:39:45] Das war manchmal positiv und manchmal auch negativ.<br>[00:39:47] Und wenn man sich Artikel ansieht über Staatsanwältinnen Die große Wirtschaftsstrafverfahren führt und vor Gericht auftraten dann werden sie eigentlich immer mit den gleichen Adjektiven versehen Also immer aussehen wird immer kommentiert.<br>[00:40:02] Bei mir ist zum Beispiel immer komzentiert worden, dass ich eine Brille trage was interessant war das habe ich so vom Mann noch nie gesehen, dass es ein bisschen ematisiert wurde oder auch was ich für eine Haarfarbe habe und was ich anhabe und so.<br>[00:40:15] aber vor allen Dingen kamen immer solche Adjektivereien wie verbissen Karriere orientiert Ja, irgendwie so ein bisschen schräg.<br>[00:40:25] Aber es geht<br>[00:40:25] doch zum Beruf!<br>[00:40:26] Also muss man ja sein für Bissen und Karriere, egal ob Mann oder Frau.<br>[00:40:31] Und ich würde mal sagen das ist jetzt im Kontext eines Mannes nichts Negatives denn?<br>[00:40:35] Man hat gesagt der ist durchsetzungstark, der hat einen festen Willen, hat sehr zielorientiert oder sowas werden wahrscheinlich Adjektive gesehen gewesen wie er positiv konnotiert sind.<br>[00:40:48] Hat<br>[00:40:48] doch nie einen Fall verloren.<br>[00:40:51] Aber bei Frauen, also bei Staatsanwältinnen wurde dann eher diskutiert, dass sie irgendwie nicht loslassen können und sich verbissen in Sachen reinfuchsen.<br>[00:41:03] Und da ist ich irgendwie über die Strenne schlagen<br>[00:41:05] usw.,<br>[00:41:06] um.<br>[00:41:06] bei mir schwang auch manchmal mit irgendwie so hat nichts anderes im Leben wo ich immer dachte... Also dies wissen wir ja gar nicht ne?<br>[00:41:12] Aber so ein Etikett wird einem dann mal schnell auf die Stirn geklebt!<br>[00:41:15] Und wie gesagt, ich fand es frappierend als ich mich das erste Mal nicht beschäftigt habe weil das, was über mich geschrieben hat.<br>[00:41:21] Das hast du doch schon mal gelesen?<br>[00:41:22] Und dann habe ich mir nochmal die Artikel angeschaut, die zu Frau Lichtinghagen geschrieben worden ist.<br>[00:41:27] Es war ja die Staatsanwältin in diesem Zumwinkelverfahren aktiver.<br>[00:41:31] Da ist sie auch sehr durch die Presse gegangen und es ist ja angegangen worden auch oder aufs meiste Frau Serini, die deutsche Bankverfahren vor Gericht standen.<br>[00:41:40] Als ich mir das nochmal angeschauen dachte, das wäre der Ding!<br>[00:41:42] Ich hätte man hier den Namen austauschen können.<br>[00:41:45] Wir wohnen alle ziemlich gleich beschrieben, obwohl wir natürlich völlig unterschiedliche Typen sind Und das ist für mich schon ein Zeichen davon, wie männliche Journalisten zum Beispiel auch noch unter Vorurteilen leiden und offensichtlich Bilder im Kopf haben.<br>[00:42:03] Gab es neben einigen ganzen Themen die du beschrieben hast?<br>[00:42:08] Auch Mächte und Nächte wo du einfach dachtest wow da ist so ein großes Monster als Gegner also eine riesige ... Apparat gegen den du ankämpfst, dass du nachts nicht schlafen konntest?<br>[00:42:26] Nee.<br>[00:42:27] Das hatte ich eigentlich nicht... Also ich war ja auch noch mal so.<br>[00:42:30] Ich bin da ja so langsam reingewachsen.<br>[00:42:32] Ich hab' aus dem Jahr zwei Tausend Neuen angefangen oder ich wurde dann in dieser Steuer strafrechtige Abteilung versetzt.<br>[00:42:38] Ein Schwerpunktabteilungen mit besonders großen Fällen und da hatte ich am Anfang, obwohl ich da noch nicht so... Naja, diese Gegennate.<br>[00:42:44] Dadurch hatte ich natürlich ein paar schlaflose Nächte weil ich dachte, ich bin einfach fachlich nicht Zitglug.<br>[00:42:50] Aber nach einer Weile habe ich mich dann ja da eingearbeitet und als ich mich da fachlich fit genug fühlte, hatte ich jetzt keine Berührungsängste mit solchen Gegnern.<br>[00:42:59] Und da war ich glaube immer sehr furchtlos.<br>[00:43:01] Also ich hab auch schon früher große Unternehmen durchsucht.<br>[00:43:04] Ich hab Anwaltskanzleien durchsuchten.<br>[00:43:06] Ich habe Gutachter durchsuchen.<br>[00:43:07] Ich war die erste, die in der Schweiz treu hin dadurch sucht hat... Da hatte ich nie Angst vor, weil ich immer dachte ja das ist ja mein Job und dazu gehört ja dass vor dem Gesetz alle gleich sind.<br>[00:43:19] Ich kann da hier keinen Unterschied machen ob sich jetzt jemand viel oder wenig wehrt.<br>[00:43:24] Also das darf kein Unterschied machen und deswegen ist es meinen Job und es ist richtig da keinen Unterschied zu machen.<br>[00:43:31] Und deswegen bin ich immer sehr konsequent gewesen und hatte, weil mich davon überzeugt war, dass die Richtiger rangehensweise auch keine Ängste.<br>[00:43:42] Und gab es absurde Durchsuchungen, die du mal durchgeführt hast?<br>[00:43:47] Also irgendwas, wo du denkst so wow!<br>[00:43:48] Das hätte ich jetzt selber nicht gedacht.<br>[00:43:51] Also das hat dir das Geiles mit Cum Exeter tun.<br>[00:43:53] Ich hatte einmal ein Fall... Ja der war auch wirklich.<br>[00:43:56] da hat sich derjenige sehr stark gewährt.<br>[00:43:58] Das ist eine große Firma.<br>[00:44:01] Da gab's auch interessante Verflechtungen.<br>[00:44:04] Der Bruder des Beschuldigten des Firmeninhabers War Leiter des örtlich zuständigen Finanzamts Und dieser Leiter des Finanzamts saß dann bei seinem Bruder, also bei der großen Firma vor Ort im Aufsichtsrat.<br>[00:44:18] Man kann sich vorstellen das er ganz wenig Steuern nur bezahlt hat und dass die Finanzverwaltung gar nicht gut hingeguckt hat.<br>[00:44:25] Da waren wirklich alle möglichen Ansätze von Steuerinterziehung zu Subventionsbetrug usw.<br>[00:44:32] Diese Firma haben wir glaube ich sieben Mal durchsucht.<br>[00:44:37] Das war schon ungewöhnlich da gab es immer wieder neue Verdachtsmomente hab ich immer und immer wieder mit dieser Firma durch so.<br>[00:44:44] Weil wir immer wieder, ja da ist noch ein Tresor und da ist auch irgendwas irgendwie gab's immer wieder neue Hinweise.<br>[00:44:49] das war schon leicht absurd dass wir da so oft waren aber es war gesagt immer wieder gab's einen Anlass und sind auch da einfach jeder Spun nachgegangen weil es einfach sehr schwer war da auch an Informationen zu kommen.<br>[00:45:01] Ja absolut also ich hatte immer in dieser Zeit auch vorher schon vor Cum Ex habe ich halt insofern Erfahrungen gesammelt, weil es immer Beschwerdemächtige Gegner waren.<br>[00:45:14] Also hier dieser Unternehmer war natürlich gut vernetzt in Finanzverwaltung auch in die Politik, weil der Link ist auch bei Subventionsbetrug darum dass eine Firma aus dem Bundeskanzleramt immer einen Innovationspreis kriegt, geht's ja aufs Neue Innovations-Preis.<br>[00:45:31] und dann haben wir da durchsucht und da hatten wir natürlich auch politische Entscheidungsträger Telefonüberwachung und das gab natürlich eine riesige Aufregung auch hinter den Kulissen.<br>[00:45:43] Und da hatte ich zum Glück mal einen sehr souverän Vorgesetzten, der das an dieser Stelle gut aushalten konnte und dann nicht selber nervös wurde.<br>[00:45:52] Deswegen haben wir das alles durchgezogen.<br>[00:45:55] Ich habe immer absurde Erfahrungen gemacht mit einem Fall.<br>[00:45:59] Das war jetzt gar nicht in der Durchsuchung aber da merkte man eben auch was das auch bedeuten kann wenn wenn man politisch gut vernetzt ist.<br>[00:46:06] Ich wollte auch mal wegen Subventionsbetrug an einer Stelle durchsuchen, wo schon der Landesrechnungshof festgestellt hatte, dass es da starke Unregelmäßigkeiten gab also es quasi Verstöße gegen diese Förderrichtlinien gab und das war schon festgestellt.<br>[00:46:22] Der Landesrehnungshof hatte das schon fest gestellt und diejenigen, die da so um Subvention gebeten hatten waren teilweise Mitglied des Landtags.<br>[00:46:32] Da muss man dann die Immunität aufheben.<br>[00:46:35] Und das so, da müssen wir intern berichten und dann geht es an den Landtag und dann wird überlegt ob die Immunity aufgehoben wird oder nicht?<br>[00:46:43] Dieser Bericht ist bei uns schon intern in den Hierarchien hängen geblieben weil ab irgendeiner Hierarchiestufe bei uns – ich kann das jetzt nicht näher ausführen wo das war hat der Vorgesetzte gesagt ja was ist schon ne Unterschrift!<br>[00:46:56] Der hat das wahrscheinlich gar nicht gelesen.<br>[00:46:58] Ist kein Anfangsernacht Und das ist natürlich schon krass, ne?<br>[00:47:03] Also ich war in der Landesrechnung, so Patis festgestellt.<br>[00:47:07] Da hat jemand gegen die Förderrichtlinien verstoßen und hat es unterschrieben und dann zu sagen naja also er hat das Wort unterschrieben aber das hat er bestimmt nicht so gemeint.<br>[00:47:16] Also ist natürlich völlig unvertretbar.<br>[00:47:20] Ja, das geht natürlich da nicht.<br>[00:47:22] Und dass auch man direkt davor gesetzt hat, die sahen das auch so.<br>[00:47:24] Aber wir konnten nichts machen!<br>[00:47:25] So ist das in Hierarchie,<br>[00:47:26] ne?!<br>[00:47:27] Wenn dann weiter oben entschieden wird, der dürft ja nicht ermitteln und wurde da nicht ermitelt.<br>[00:47:34] Solche Erfahrungen habe ich halt alle schon gemacht bevor ich mit Cum-Ex angefangen bin.<br>[00:47:39] Und deswegen waren wir diese ganzen Mechanismen.<br>[00:47:41] also wie die Branche reagiert, welche Aufgewichtheiten auch oft auf Seiten der Behörden bestehen das war mir alles nicht fremd.<br>[00:47:48] Und Einschüchterungsversuche durch Dienstaufsichtsbeschwerden?<br>[00:47:52] Genau!<br>[00:47:53] Also was sie für Tools hat um sozusagen, ja gegenwärt zu leisten.<br>[00:47:59] Also natürlich einmal in den Verfahren, indem sie einfach jedes Rechtsmittel ergreift was du da ist und darüber hinaus noch alle möglichen Fantasierechtsmittel wird dann manchmal auch kreativ dem was Sie da so tun.<br>[00:48:12] oder dann geht es natürlich mit Dienstaufstiegsbeschwerden mit Strafanzeigen weiter und geht heutzutage tatsächlich auch über Medienkampagnen.<br>[00:48:18] also heute haben Die renommierten Strafverteidiger auf ihren Websites überall Hinweise darauf, dass sie mit PR-Agenturen zusammenarbeiten.<br>[00:48:28] Das merkt man auch, das ist seit ein paar Jahren wirklich üblich, dass dann eben solche Streitigkeiten auch über die Medien ausgeforchten werden also in der Hoffnung, dass man eben die öffentliche Meinung beeinflusst und damit auch den Ausgang des Gerichtlichenfalls beeinflußt.<br>[00:48:44] Und es kommt aus dem USA Litigation PA nennt man Lassung.<br>[00:48:47] Das ist jetzt auch hier in Deutschland richtig üblig Und deswegen gehören zu solchen Streitigkeiten eben dann auch Kampagnen, die dann Ermittler diskreditieren sollen.<br>[00:49:00] Das habe ich auch ein paar Mal erlebt.<br>[00:49:02] Also das sind so die Mittel mit denen sie arbeiten und natürlich jedenfalls der konkreten Verfahren.<br>[00:49:09] ja werden dann auch politischen Stritten gezogen wenn es da möglich ist in der Regel politisch gut vernetzt oder haben Zugangsmöglichkeiten aus den politischen Entscheidungsträgern.<br>[00:49:19] Das hat man ja zum Beispiel auch gesehen in Hamburg, wo es da auch einen Untersuchungsausschuss dazu gab.<br>[00:49:25] Dass eben die Hamburger Finanzverwaltung der Warbüch-Bank die Steuern erlassen wollten.<br>[00:49:31] Also das kam ja raus.<br>[00:49:33] oder so ist die Warbüh-Bange auf Urteilt worden.<br>[00:49:35] Er hat Cum-Ex-Geschäfte durchgeführt in einem großen Stil und die Finanzverarbeitung Hamburg wollte zunächst gar nicht die erschlichen Entsteuern zurückholen.<br>[00:49:43] Und wir reden hier von Olaf Scholz und Herrn Kentsche Jetzt Bürgermeister von Hamburg und Olaf Scholz war Kanzler.<br>[00:49:50] Genau,<br>[00:49:52] da hatte ich auch noch eine Frage später zu.<br>[00:49:55] Und da ist es jedenfalls im Untersuchungsausschuss, also dazu gab es einen öffentlichen Untersuchungsausschuss oder eben viele der Dinge die ich jetzt aus den Ermittlungen weiß, über die ich normalerweise nicht sprechen darf aber die wurden nämlich untersuchungseusschussessentlich und da konnte man ja nachvollziehen.<br>[00:50:10] wie sind so was... Was bedeutet das denn?<br>[00:50:15] Politik.<br>[00:50:15] Das bedeutet, dass wenn eine Bank Probleme kriegt steuerlich, dass sie dann tatsächlich den ersten Bürgermeister anruft und sagt ich möchte gern Gespräch haben und nicht nur denen sondern es kam ja eben raus das der Bankinhaber denn auch andere In dem Fall SPD-Größen dazu bekommen hat, an alle möglichen Türen zu klopfen.<br>[00:50:36] Bei der Barfin also bei der Bankenregulierung, bei Parlamentariern wahrscheinlich auch bei Behörden.<br>[00:50:42] Sie haben wirklich sozusagen alle Möglichkeiten genutzt um hinter den Kulissen Wege zu beschreiten die ja so rechtlich nicht vorgesehen sind.<br>[00:50:50] Also dass man sich jetzt gegen Steuerbescheid wehrt ist klar.<br>[00:50:53] aber Das ist jetzt sozusagen ein ganz andere Ebene, dass man eben darüber hinaus über die vorgeschriebenen Kanäle außen rumgeht und die Abkürzung nimmt.<br>[00:51:03] Und versucht eben Leute dafür zu gewinnen, Ermittlungen zu unterdrücken oder hier<br>[00:51:10] in den Rücken zu fallen quasi.<br>[00:51:13] Also ich würde sagen, dass das die abwehrende Haltung einiger Teile auch in meiner Verwaltung sicherlich auch damit zu tun hatten.<br>[00:51:24] Das weiß man schlussendlich nicht so richtig, aber ich kann mir eben auch gut vorstellen dass das auch unmittelbar mit diesen Maßnahmen der Bank zu tun hatte.<br>[00:51:37] ja also wie gesagt das sah man jetzt einmal durch die Arbeit des Untersuchsausschusses live und in Farbe was es bedeutet wenn jemand politischen Einfluss sucht und wozu dann dieser politische Einfluß führen kann, dass man nämlich eben nicht nach dem Gesetz handelt sondern das man an Gründe findet.<br>[00:51:55] Also ergebnisorientierte Gründe die dazu führen dass man jetzt im Bank in dem Fall von Steuerschulden verschont.<br>[00:52:03] Und das ist also was denn Hamburg passiert ist?<br>[00:52:08] Das habe ich nicht nur in Hamburg beobachtet!<br>[00:52:10] Ich hab das an verschiedensten Stellen in Deutschland gesehen.<br>[00:52:14] Das sind Fälle, die nicht öffentlich bekannt sind und über die darf ich nicht sprechen?<br>[00:52:17] Aber ich will nur sagen es ist kein aussame Fall!<br>[00:52:20] Wie groß war dein Team das du am Ende deiner Staatsanwältin den Laufzeit<br>[00:52:26] hattest?!<br>[00:52:27] Ja, ganz am Ende waren wir sechsunddreißig.<br>[00:52:31] Also ich war Hauptabteilungsleiterin hatte noch vier Abteilungs- leiter unter mir, die jeweils vier Abteilungen hatten mit deren Dezernenten, sodass wir sechs und dreißig bei der Staatsanwaltschaft waren, wobei nie alle Stellen besetzt sind, wenn immer Leute in Elternzeit oder Stellen einfach nicht besetzt oder so.<br>[00:52:44] War auch viel Fluktuation.<br>[00:52:46] also bei der Stadt Anwaltschaft müssen dauernd Leute wechseln.<br>[00:52:50] davon waren wir jetzt auch nicht verschont geblieben.<br>[00:52:52] Aber immerhin, es war ein großes Team.<br>[00:52:54] Wir haben aber angefangen... Also ich habe erst mal ganz alleine angefangen und dann kriegte ich als einen Kollegen noch dazu.<br>[00:52:58] Also erst in beiden Jahren haben wir dann sozusagen zu zweit gearbeitet, hatten aber auch viele andere Fälle zu bearbeiten.<br>[00:53:04] Und dann kriechten wir nochmal zwei dazu, da waren wir lange Zeit zu vier.<br>[00:53:07] Und erst wiffel Jahre später, also erst seit Jahrzehnteinzwanzig im Grunde genommen durch den neuen Justizminister.<br>[00:53:15] Das war in dem Fall Peter Biesenbach in Nordrhein-Westfalen.<br>[00:53:18] der sagte dann wie wollt ihr das denn mit vier Mann schaffen?<br>[00:53:21] Ich hab ja auch gesagt, ich habe rechtliche Fragen.<br>[00:53:24] Also da hatten wir schon zig Banken und ich weiß nicht wie viel Wunder hatte von Beschuldigten?<br>[00:53:28] Und das mit vier Mann zu schaffen, das war natürlich auch einfach mathematisch nicht möglich.<br>[00:53:32] Und dann erst so zum späten Zeitraum – ich hatte hier im Jahr zwei Tausend dreizehn angefangen, im Jahr zwanzig haben wir erst mehr Ermittlungspersonal bekommen und auch bei der Staatsanwaltschaft wurden dann Stellen geschaffen, sodass wir dann erst zu diesem späte Zeitpunkt überhaupt die Bankmüll suchen konnten.<br>[00:53:46] Vorher haben wir das kaum gemacht!<br>[00:53:48] Man muss sich das mal vorstellen.<br>[00:53:50] Also du hast in einem Podcast erzählt, ja steht dann quasi morgens um neun wirklich physisch vor der Tür dieser Bank mit dem Durchsuchungsbefehl hinterm Haus habt ihr Beamte platziert?<br>[00:54:05] Um dann dem Vorstand der Bank die Möglichkeit zu geben, zu kooperieren und das halblich und still zu machen in dem über den Hintereingang die Polizei reinkommt oder die Tiefgarage.<br>[00:54:17] Genau!<br>[00:54:17] Oder dass es über den Haupteingang mit großem Bohai passiert und das eine App gibt von den Danken, wo sie dann einen Notalarm schicken können an alle ihre Anwältinnen und dann stehen hundert Einwältenden vor der Tür.<br>[00:54:33] Genau, das ist die Dawn Raid App.<br>[00:54:38] Und also da stehe ich mir einfach völlig auch absurd vor du stehst da erst rein, dann Arbeitsauftrag und dann machen die Wind.<br>[00:54:49] Ja genau also so kannte ich das auch, dass dann also im kurzen Zeit grad in Frankfurt wo alle Banken ja sozusagen nebeneinander sind und da sind auch den ganzen großen Law Firms alle in Reichweite.<br>[00:55:02] Kein Zufall!<br>[00:55:03] Bestimmt ganz im Fall.<br>[00:55:05] Und die kamen dann natürlich auch in ganzen Schaden über die Straße geeilt und... Wie lange<br>[00:55:09] dauert?<br>[00:55:10] so was?<br>[00:55:10] Zehn Minuten, halbe Stunde, drei Stunden?<br>[00:55:12] Ja,<br>[00:55:12] halbes Stunde würde ich sagen, wer dauert das?<br>[00:55:14] oder manchmal auch... So wie eine Art<br>[00:55:16] Hammelsprung am Bundestag.<br>[00:55:19] Jedenfalls wurde es dann regelmäßig voll.<br>[00:55:21] Dazu muss ich sagen üblicherweise ist die Taktik der rechtlichen Berater zu deeskalieren Also, dass das möglichst unauffällig abläuft.<br>[00:55:35] Dass es nicht so ein Steiner außen dringt und sofort Presse vor der Tür steht.<br>[00:55:39] Und zweitens, dass wir auch schnell wieder draußen sind.<br>[00:55:42] Da haben wir jetzt sich deckende Interessen.<br>[00:55:45] Deswegen war das in den meisten Fällen, obwohl dann viele Anwälte von Ort waren die Atmosphäre ruhig und geordnet.<br>[00:55:52] Wir haben aber mal eine Durchsuchung gehabt wo das völlig schief gelaufen ist.<br>[00:55:56] Ehrlich gesagt im Rückschau glaube ich, weil da nämlich die Strafverteiliger eigentlich für diesen Fall zuständig waren, die war nicht da, aber sie saßen nämlich in Bonn vor Gericht, weil er gleichzeitig auch ein Prozess lief und da waren sozusagen andere Berater da also die eher steuerrechtlich dafür zuständig sind, die vielleicht einfach mit dieser Taktik der Deeskalation nicht so vertraut waren, keine Ahnung jedenfalls haben Furchtbares Theater gemacht, die haben also das Gegenteil gemacht.<br>[00:56:22] Die haben die Belegschaft eher angestachelt.<br>[00:56:24] Also normalerweise sind sie natürlich alle aufgeregt.<br>[00:56:26] wenn man dadurch sucht ist ja auch klar Man weiß nicht hat ja keine Erfahrung jetzt mit Strafverfahren Wenn man so bankmitarbeiter ist Normalerweise jedenfalls und ist deswegen immer eine gewisse Grundauffregung Und da ist es normalerweise der Job von Anwälten Das alles zu beruhigen die Beleichthaft zu informieren und die Vogelatze halt.<br>[00:56:44] So hier ist genau das Gegentor passiert.<br>[00:56:45] die haben richtig angestachelnd und deswegen hatten wir dann überall Leute rumrennen mit hochroten Köpfen, die furchtbar sich aufrichten.<br>[00:56:52] Also ich hab die Mirage geredet und ging dann in ein Vierer-Gubchen da im Stechschritt durch die Gänge und wollten einen Raum stürmen, hieß es doch nicht so viel.<br>[00:57:02] Aber gut!<br>[00:57:04] Und mir war das aber tatsächlich auch ein bisschen unheimlich also wenn ich dann über den Gang ging weil ich zum Beispiel jetzt irgendwo hin musste oder so... Dann haben die mich dann auch gefasst und irgendwie so in die Ecke gedrückt.<br>[00:57:14] Und das war mir schon ein bisschen unheimlich, weswegen ich dann weil wir hatten auch Polizei dabei mit immer einem Polizeibahnen geschnappt habe.<br>[00:57:21] Die haben ja Waffen und den hatte ich sozusagen als Leitwächterfunktion dabei, weil die Situation wirklich zu kippen drohte.<br>[00:57:31] Und Menschen im Ausnahmezustand, die würden das vielleicht normalerweise nicht machen.<br>[00:57:37] Aber wenn sie sich furchtbar aufrehen und so eine ganze Stimmung... Das ist ja auch ansteckend!<br>[00:57:41] Da war das ein bisschen unkakulierer was die so machen.<br>[00:57:44] Nicht einem da mal die Hand ausrutscht oder so.<br>[00:57:46] Und das war ne ganz unangenehme Situation.<br>[00:57:52] Weil das eben alles schief gelaufen ist, habe dann nochmal geschaut ob das eigentlich alles zu zulässig ist?<br>[00:57:59] so viel Anwälte rumspringen, weil ich hatte das vorher nicht überprüft.<br>[00:58:04] Ich habe mal kurz meine Kollegen gefragt in Frankfurt und so.<br>[00:58:06] aber oh Gott sie hatten das auch immer so erlebt dass es so viele sind und dann habe ich mir tatsächlich in der Strafprozessordnung ein bisschen rum geblättert und hab festgestellt ist gar nicht zulässig.<br>[00:58:14] also eine Bank ist ne juristische Person so nennt man das Und Menschen die nennen man natürliche Personen und ne juristsische Person darf nur genauso viel Anwelter haben wie ne natürliche personen und da sind drei Und das habe ich mir dann eben überlegt und das nächste Mal hab' ich dann nur drei reingelassen.<br>[00:58:30] Also da habe ich richtig unten quasi Türsteher postiert am Eingang der Bank, und hab gesagt so die ersten drei lassen wir rein und sonst keiten.<br>[00:58:38] Das haben wir dann auch so gemacht und da waren natürlich total empört und haben sich bei Gericht beschwert.<br>[00:58:43] aber ja das war die richtige rechtliche Bewertung.<br>[00:58:46] also es war nicht zulässig mehr als dreieinzulassen wobei das dann gab´s zwei juristische Unternehmen unter einem Dach, also dann kam ich sechs oder so, aber natürlich Also, also Hundertfünfzig.<br>[00:58:58] Und ja das war da so ein Beispiel dafür dass ich dachte haben sich eigentlich ein bisschen Knie geschossen.<br>[00:59:04] Denn diese Aktion sind natürlich auch aus Sicht der Anwaltskanzlei eine super Geschichte weil die alle mit riesen Stundensätzen abrechnen.<br>[00:59:10] Und dann macht es natürlich einen Unterschied, ob man da zu dritte oder zu hundertfünfzig.<br>[00:59:14] Als sie sich einmal so gereizt haben, dass ich halt ins Gesetz geguckt habe gesehen, weil das ist ja gar nicht zulässig!<br>[00:59:20] Also lassen wir jetzt nur noch drei rein und dann haben Sie auch schon ein Gerichtsbeschluss kassiert der das auch noch manifestiert hat und ich nehme an, dass jetzt auch meine Kollegen das so handhaben.<br>[00:59:28] also aber natürlich eine wesentliche Einnahmequelle dahin.<br>[00:59:31] Das wäre auch ne Arbeitserleichterung für euch wenn das einmal geklärt ist<br>[00:59:35] Ja, genau.<br>[00:59:36] Also wie gesagt jetzt wenn das diese Atmosphäre friedlich ist und das war sie in der Regel dann hatte ich jetzt keinen Anlass irgendwie das große hinterfragen.<br>[00:59:48] aber Wenn Sie nicht wenn sie das nicht ist dann macht es natürlich schon Unterschied ob da eben so viele Leute rumstehen.<br>[00:59:54] also ich stand auch mal wirklich im Weg um ganz bewusst irgendwo hin postiert Und wenn die da als Hundertfünfzig jemand Krawall machen, ist das schon sehr störend.<br>[01:00:04] Und dazu muss man wissen rechtlich ist es auch nicht zulässig eine Durchsuchung zu stören.<br>[01:00:09] Also man kann sie eben nachhinein dagegen beschweren und das machen die natürlich alle immer ausgiebig.<br>[01:00:13] aber vor Ort muss man sich halt ruhig verhalten.<br>[01:00:16] Da kann man sich jetzt nicht in Weg stellen oder irgendwie ein Ordner festhalten.<br>[01:00:20] Das darf man nicht Und das dürfen wir auch anwälteln nicht und deswegen war es dann schon einfacher, auch in Konfliktssituationen wenn da einfach nicht so viele rumsprangen.<br>[01:00:29] So wie es ja auch im Gesetz steht.<br>[01:00:32] Was hat diese Zeit mit dir gemacht?<br>[01:00:34] Also gesundheitlich und privat?<br>[01:00:38] Ja, gesundheitliche tatsächlich wenig zum Glück.<br>[01:00:41] also ich glaube dass sich da wirklich irgendwie eine gute Grundaufstellung habe, vielleicht auch eine gute Einstellung dazu.<br>[01:00:51] Mir hat das ja viel Spaß gemacht.<br>[01:00:52] Ich finde es auch spannend, diese Ermittlungen.<br>[01:00:55] Es war jetzt nicht so ... dass ich das nervig fand oder so, ne?<br>[01:01:00] Es waren natürlich wahnsinnig viel Arbeit.<br>[01:01:01] Das muss ich schon sagen.<br>[01:01:02] Ich hab wenig Urlaub gemacht in der Zeit und habe auch im Wochenende viel gearbeitet.<br>[01:01:06] aber weil mir das grundsätzlich Spaß gemacht hat und ich auch davon überzeugt war, dass das richtig ist, diese Ermittlung zu machen und das auch immer ein bisschen als Aufbautätigkeit betrachtet haben hatte ich da jetzt keine negative Grundanstellung zu.<br>[01:01:20] und ich glaube, ich habe auch den Vorteil, dass ich eben viele Konfliktsituationen nicht so persönlich nehme.<br>[01:01:25] Es ist nicht so das mich das nicht ärgert wenn sich dann mal einer daneben benimmt aber der Ärger ist dann auch schnell wieder weg.<br>[01:01:31] Ich nehm das nicht mit und es ist so in mir durchfrist oder so.<br>[01:01:37] Der Nachteil ist, ich muss das immer kurz ventilieren.<br>[01:01:40] also ich muss mich mal kurz aufregen und das kriege ich mein unmittelbares Umfeld direkt mit Aber dann ist es auch weg.<br>[01:01:47] Und ich glaube, das war im Nachhinein hatte ich da Glück, dass sich so aufgestellt bin, sodass das jetzt keine Schäden hinterlassen hat wie das ja auch sein kann wenn man über Jahre in sehr stressigen Umfelder arbeitet.<br>[01:02:09] Gleich geht's weiter!<br>[01:02:10] Wenn du diesen Podcast unterstützen möchtest, kannst du das mit einem kleinen monatlichen Beitrag tun.<br>[01:02:16] Im Gegenzug kannst du alle Folgen vorab hören und wirst, wenn Du das möchtest hier im Podcast namentlich genannt.<br>[01:02:23] Alle Infos findest Du auf www.eben-aufzug.de.<br>[01:02:27] Diese Woche geht der Dank an Sabine, Sophia, Oliver &amp; Bernhardt.<br>[01:02:32] Vielen Dank!<br>[01:02:52] Jahren bekannt in Deutschland.<br>[01:02:54] Wir vermuten, dass es schon länger läuft dieses Spiel.<br>[01:02:59] und was mich so ein bisschen gewundert hat in der Berichterstattung darüber das wir immer nur von der Gegenwart sprechen also damit dann darüber berichtet Jahrhundert Milliarden im Jahr geht verloren.<br>[01:03:09] aber wenn mir das jetzt mal rückwirkend blicken seit wann läuft das Spiel?<br>[01:03:14] Und kann man schätzen wie viel Geld insgesamt weg ist<br>[01:03:18] ja das wirklich schwer zu schätzen.<br>[01:03:20] Man kann es so schätzen, weil man sich genau weiß und wir haben einfach nicht alle Fälle entdeckt.<br>[01:03:25] Obwohl wir in Köln so viele Fälle aufgemacht haben waren das bei weitem nicht alle.<br>[01:03:31] Das ist auch typisch, das sagt auch die Vorstellung dass wir da einfach ein großes Dunkelfeld haben.<br>[01:03:35] Weil sie sind total schlau und juristisch gut beraten und wissen wie wir so funktionieren was wir können oder nicht können.<br>[01:03:42] Wir können zum Beispiel kaum ins Ausland gucken als deutsche Behörden.<br>[01:03:46] unsere Befugnisse enden da und deswegen liegen Daten Informationen auf dem Ausland.<br>[01:03:50] Da ist also schon sehr schlauer.<br>[01:03:51] alles gemacht uns darauf angelegt dass wir es maximal schwer haben diese Fälle überhaupt nur zu entdecken.<br>[01:03:57] Aber was wir natürlich spüren ist halt das Geld fehlt Und deswegen versucht man sich dem auch näherungsweise mit Schätzungen zu nähern.<br>[01:04:08] Schätzungsweise zu nähren, so wollte ich das sagen.<br>[01:04:10] Es gibt eine Schätzung von Professor Spengel von der Uni Mannheim, wer ist auch ein wissenschaftlichem Beirat des Bundesfinanzministeriums und war auch aus dem Cum-Ex-Untersuchungsausschuss gabsachverständiger also will sagen da kennt es schon ganz gut aus mit der Materie Und er hat geschätzt, dass uns bis zum Jahr zwanzig etwa zehn Milliarden allein durch Cum-Ex durch die Lappen gegangen sind und durch die Verwandten Cum-Cum-Reschäfte nochmal dreimal so viel.<br>[01:04:35] Also achtundzwanzig Komma fünf Milliarden schätzt er.<br>[01:04:38] Er hat sehr, sehr vorsichtig geschätzte Grundannahmen getroffen, die sehr vorsichtigt sind also im Ergebnis ein Sicherheitsabstaff von fünfzig Prozent gemacht.<br>[01:04:47] Ich glaube, dass die Schäden viel höher sind.<br>[01:04:49] Weil nachdem was uns die Insider erzählt haben wir mehr Kronzeugen gehabt, die lange bei den Investmentbanken dieses Feld backert haben also sehr lange Cum-Ex gemacht haben und die haben uns gesagt das sie die Aktien nicht nur doppelt benutzt haben.<br>[01:05:03] Also Cum-X ist eine plattgesachte Doppelerstattung sondern vier fünf Mal.<br>[01:05:09] Und d.h.<br>[01:05:09] Die Schäde sind wahrscheinlich noch viel höher würde ich sagen?<br>[01:05:12] Das<br>[01:05:12] heißt wir reden ja von Billionen einer Billion<br>[01:05:15] Ja, also ich tue mich schwer jetzt zur Zahl zu nennen.<br>[01:05:18] Weil das einfach wirklich ins Blaue hinein ist man weiß es nicht.<br>[01:05:22] aber jedenfalls würde ich denken dass schon die Zahlen die Professor Spengel nennt ja enorm sind.<br>[01:05:29] und sie sind glaube wahrscheinlich weil er eben sehr vorsichtig rangegangen ist und weil sich so viel von den Insiders gehört haben also die die's wirklich gemacht haben wie sie da vorgegangen sind würde ich denke erst halt viel höher.<br>[01:05:40] Wie genau wird man wahrscheinlich kaum rauskriegen?<br>[01:05:42] Was sind irre Summen, ne.<br>[01:05:43] Und Cum-Exum, Cum-Cum... ...sind ja auch nur ein Teil, sagen wir mal der Steuerschäden die uns eben durch Kriminelles tun jedes Jahr entgegen.<br>[01:05:52] und insgesamt also Umsatzstallkarussell ist das gleiche mit Waren.<br>[01:05:56] Die verursachen auch riesige Schäden jedes Jahr und insgesamt gesehen halte ich deswegen so hundert Milliarden pro Jahr.<br>[01:06:03] Das kann man ja mal zurückrechnen was da an Geld mehr hätte.<br>[01:06:06] Ja<br>[01:06:06] eben.<br>[01:06:07] Sieben doch relativ<br>[01:06:08] schnell.<br>[01:06:09] Also, hundert Milliarden mal zehn sind Pausenmigaden.<br>[01:06:11] Das ist eine Billion!<br>[01:06:12] Ja genau.<br>[01:06:13] also wenn man die Schäden insgesamt sieht durch Steuern der Zehung dann ist das wirklich enorm.<br>[01:06:18] und deswegen meine ich auch dass muss man viel ernster nehmen weil wir wollen erfahrt das Geld wie gerade sehen?<br>[01:06:24] Das ist so absurd!<br>[01:06:28] Okay krass!<br>[01:06:30] Wenn...Also irgendwie ein Anwalt meinte, gab es weiter Baujans auf einer Podiumsdiskussion kein Anwältpolitiker Der hat gesagt, dass man eigentlich von Plünderung sprechen kann.<br>[01:06:43] Also der Staat wurde geplündert.<br>[01:06:46] Es wurden Steuerrückzahlungen Anträge gestellt auf Steuerrücksahlungen für Steuern, die nicht gezahlt wurden.<br>[01:06:54] Absolut!<br>[01:06:55] Absolut.<br>[01:06:56] und vor allen Dingen finde ich es plündern deswegen auch keinen falschen Begriff, weil sich durch die Ermittlungen herausgestellt hat dass das keine Gruppe schwarzer Schafe war also irgendwie eine kleine Bande die dazu geschlagen ist.<br>[01:07:07] Es ist ein fest etabliertes Geschäftsmodell von den Westmen Banken.<br>[01:07:11] Ein fest etabliertes Geschäfts-Modell weltweit!<br>[01:07:15] Und ich find' es ein Irrsinn daß sich die Staaten was gefallen lassen.<br>[01:07:18] Da ist Deutschland... Auch Starrkassen<br>[01:07:20] und so ne?<br>[01:07:20] Also das sieht jetzt<br>[01:07:23] nicht einfach nur keine Ahnung UBS oder wie sie alle heißen, sondern wirklich auch.<br>[01:07:28] Genau!<br>[01:07:29] Wir sind mit einbezogen worden.<br>[01:07:31] also sagen wir mal diese die Treiber sind schon internationale Investmentbanken.<br>[01:07:36] Die haben also regelmäßig auch das sieht man zum Beispiel in Organigrammen, die haben was als Ichzehn Handelstischer wo im Wertpapierhandel gemacht wird und davon sind drei machen Tax Trades so nennt man da steuergetriebene Geschäfte.<br>[01:07:51] Und allein dass das in den Organigramm Drittel der Handelstische sind und das so offen ausgewiesen, ich finde das wirklich ein Ding.<br>[01:08:00] Da sieht man schon dass sie überhaupt offensichtlich nichts fürchten.<br>[01:08:03] Das Behörden gegen Sie vorgehen.<br>[01:08:05] dann an sich würde man ja jetzt erwarten, dass sich steuerliche Prüfer sozusagen jetzt erstarrt, ne?<br>[01:08:10] Sich ganz besonders diese Textraids anguckt deren Profit ja allein... aus der Steuerkasse stammt.<br>[01:08:18] Das hat mit Handel eigentlich nix zu tun, da sind reingeschäftigten auf unsere Kosten.<br>[01:08:23] Auf Kosten der ehrlichen Steuerzahler und das sollte man sich ja eigentlich ganz genau und besonders anschauen.<br>[01:08:28] und das findet eben in der Praxis kaum statt.<br>[01:08:31] Und weil es so kaum stattfindet, aus allerlei Gründen kommen wir vielleicht noch zu.<br>[01:08:35] Haben die da doch gar keine Angst vor und stellen dann Leute ein für Cum-Ex.<br>[01:08:41] denn unsere Leute, wir also die Menschen aus den Investorenbanken, die wir vernommen hatten.<br>[01:08:46] Die sind teilweise tatsächlich direkt für Cum Ex-Geschäfte eingestellt worden, zwar deren Arbeitsplatzbeschreibung und die sagten das dann auch so dass sie einen Handbuch gekriegt haben mit den besten Tricks weltweit und sollten Sie da auch mal weiterentwickeln.<br>[01:09:01] Besonders attraktiv war Deutschland aus verschiedensten Gründen und da haben sie richtig zugeschlagen.<br>[01:09:06] Und dann diese kleineren Banken, das finde ich auch hat echt enormes Empörungspotenzial wie zum Beispiel Sparkassen oder auch Landesbanken.<br>[01:09:15] Das sind ja öffentlich-rechtliche Institute also es ist ein Teil des Staates vor selbstständigte Teile aber immerhin öffentlich rechtlich und Sparkassen haben wir in ihren Sparkassen gesetzen.<br>[01:09:25] Auch stehen dass sie gemeinwohl orientiert und nicht gewinnorientiert handeln soll.<br>[01:09:31] Und mit Gemeinwohlorientierung ist er wohl nicht so vereinbaren, dass die Geschäfte auf unsere Kosten machen.<br>[01:09:38] Das sind sicherlich nicht die Treiber gewesen, sie sind sozusagen eingebunden worden von den Großen.<br>[01:09:44] also Sie haben es gemacht<br>[01:09:45] und Sie waren Mitglister innen?<br>[01:09:47] Ja, die haben auch davon profitiert.<br>[01:09:49] Also wir haben angesprochen worden in der Regel und haben das dann aber eben auch gemacht.<br>[01:09:53] Und Landesbanken, das wissen wir ja auch.<br>[01:09:55] Die Westerbie, das ist öffentlich bekannt, dass sie Cum-Ex gemacht hat.<br>[01:09:58] Die Haase Nordbank ist öffentlich bekannt.<br>[01:10:01] Also da sind alles Landesbanken und öffentlich rechtlichen Institute, die da voll zugeschlagen haben.<br>[01:10:08] Dass jetzt so wenig Empörung verursacht, wundert mich auch.<br>[01:10:12] Weil da kann man wirklich sagen... Das geht hier gar nicht.<br>[01:10:15] Da ist ein Teil des Stattes auf Kosten von uns allen Bereich an!<br>[01:10:20] Ich finde es interessant, dass du in einem Interview sagst, dass es dich wundert.<br>[01:10:25] Aber du bist ja so tief in der Materie drin... Also ich wäre ja wütend!<br>[01:10:29] Ich würde ja von, keine Ahnung, Korruption ausgehen und irgendwelchen Schatten möchten, die das auch alles nicht auflösen wollen.<br>[01:10:42] Ja, ich glaube es ist also Korruption ist sowieso ein schwieriges Wort weil wir in Deutschland ganz eng strafrechtigen Korruptionsbegriffe haben.<br>[01:10:50] Da ist quasi nur das Wedeln mit Geldscheinen für eine ganz konkrete Handlung und der Strafe gestellsten ganz enger Begriff.<br>[01:10:57] Korruption wird den anderen Ländern auch ein bisschen weiter betrachtet und sie hat auch einen weiteren Korruptationsbegriff.<br>[01:11:03] aber deswegen war Korruption schwieriger Begriff weil er so unscharf ist.<br>[01:11:09] Ich so mitbekommen habe aus den Ermittlungen, würde ich denken es hat halt zwei Gründe warum dagegen so wenig unternommen wird.<br>[01:11:20] Das eine ist die Schwäche der Verwaltung und das andere ist die Stärke der Lobby.<br>[01:11:24] Die Schwäche Der Verwaltungen bedeutet wir sind organisatorisch Nicht nur in der Justiz, das gilt genauso für die Steuerverwaltung, Polizei und Zoll.<br>[01:11:31] Kommen wir ganz gut mit Kleinfällen klar.<br>[01:11:35] Da sind wir alle irgendwie darauf vorbereitet.<br>[01:11:40] Das gilt mal ganz gut hin.<br>[01:11:42] Aber große Verfahren, die erfordern ganz andere Herangehensweise... Da muss man erstmal Fachkompetenz für aufbauen, weil man da vertiefte Fachkenntnisse braucht wie man eben so normalerweise nicht hat, die muss man erst einmal aufbauten.<br>[01:11:54] Ja auch<br>[01:11:54] nicht funktionieren, wenn man gezwungen wird, die Position plötzlich zu wechseln?<br>[01:11:58] Genau!<br>[01:11:58] Dadurch dass wir aber dieses Rotationsprozip bei den Behörden in den Personal-Entwicklungskonzepten fest drinstehen haben.<br>[01:12:06] Also muss das Personal dauernd wechseln.<br>[01:12:09] Das verhindert natürlich den Aufbau dieser Fachexpertise, es gibt noch keine Fach-Experten-Karrieren in Behörden.<br>[01:12:18] Da werden Generalisten ausgebildet, das nennt sich dann Verwendungsbreite, das gibt gute Punkte in den Zeugnissen.<br>[01:12:23] aber das Bewusstsein dafür dass wir auch Fachexperten brauchen ist nicht da und das muss ich dringend ändern damit wir überhaupt halbwegs mal auf Augenhöhe kommen mit dem mit der gut spezialisierten Anwaltschaft auf der Gegenseite.<br>[01:12:36] Auch unser föderalistisches System ist sehr, sehr hinderlich weil die Behörden sich überhaupt nicht austauschen.<br>[01:12:40] Das spielt auch noch ein Steuergeheimnis eine Rolle was in einer Praxis völlig überbewertet wird also viel zu überhöhte Ängste Informationen auszutauschen.<br>[01:12:48] Also das ist dann ein bisschen etwas auch mit unserer Kultur in Deutschland zu tun.<br>[01:12:51] aber vor allen Dingen das größte Problem ist dass sie für Böhren in unserem föderalsischen Geflecht sich so wenig austausche und dass wir darüber hinaus Drei Klang haben, ich nenne das immer das drei Säulenmodell.<br>[01:13:05] Wir haben ja jetzt nicht eine Ermittlungsbehörde sondern wir haben die Steuerverwaltung wie dazu gehört auch der Zoll und die Polizei.<br>[01:13:13] also quasi drei Sollen.<br>[01:13:14] so und jetzt ein Pfitzelchen von Informationen.<br>[01:13:16] also Anfang eines Falles kommt am Anfang in einen dieser drei Sullen rein und da bleibt er dann auch sozusagen die Steuerverwaltung mit ihrer Perspektive drauf.<br>[01:13:25] oder wenn es bei der Polizei landet, das wird nicht abgegeben in der Regel an die anderen.<br>[01:13:30] So da ist natürlich ein riesen Informationsverlust.<br>[01:13:33] also wir haben nicht nur das föderalistische Konzept sondern wir haben innerhalb des Föderalismus auch noch überall diese drei Säulen und das führt im Grunde zu einem totalen Chaos.<br>[01:13:42] und selbst wenn man das mal überwinden will und damit waren wir ja jetzt bei Cum-Ex konfrontiert ne?<br>[01:13:47] Das waren ja solche Riesenfelde dass wir auch richtig viel ermittler brauchen und die waren dann auch unterschiedlichen Bundesländern weil man es anders gar nicht bewerkstelligen konnte.<br>[01:13:55] Wenn man also mal tatsächlich sagt, okay wir definieren uns jetzt mal als eine Gruppe.<br>[01:13:59] Dann war es ein Ding der Unmöglichkeit zusammenzuarbeiten weil zum Beispiel völlig unterschiedliche IT-Vorgaben überall waren.<br>[01:14:06] Sie haben alle unterschiedliche Datenschutzvorgaben sprich der einen muss die E-Mails verschlüsseln und der andere durfte nicht verschlüsseln.<br>[01:14:13] Also konnte ich schon keine E-mails an alle schreiben.<br>[01:14:15] Ich konnte mit den Videokonferenzen konnte ich nicht die Gruppen zusammenführen Weil die einen durften nur Skype nutzen in anderen Skype verboten Die durften ja nur Teams machen Der dritte hatte beides.<br>[01:14:25] Also es war wirklich ein Chaos.<br>[01:14:27] Und da sieht man, dass solche Fälle passen nicht in die vorhandenen Strukturen und das ist auch ein Grund warum wir A. Die Fälle nicht entdecken B., wenn sie dann aufploppen.<br>[01:14:38] Man immer denkt, das geht ja gar nicht.<br>[01:14:40] also wie soll ich das denn bewerkstelligen mit den Mitteln, die ich je zur Verfügung habe?<br>[01:14:45] Das muss man sich erst langwierig darum bemühen, dass man quasi für den Fall die Strukture ändert was auch fast nicht möglich ist.<br>[01:14:51] Also ich habe es schwer dafür gekämpft, dass ich mehr Personal kriegte und das hat dann auch manchmal zu internen Verwerfungen geführt.<br>[01:14:58] also deswegen ist einfach auch ein Grund, warum diese Fälle in unserem derzeitigen System nicht gut abgearbeitet werden können.<br>[01:15:05] Und da haben es tatsächlich zentral organisierte Staaten jetzt wie Frankreich einfacher.<br>[01:15:10] Also in Frankreich war ich so, als im Jahr zwei tausend achtzehn gab's eine große Berichterstattung von Vakuum X und Cum-Cum europaweit damals korrektiv gemacht.<br>[01:15:18] Wie die Franzosen sind, haben sich ordentlich darüber aufgeregt und gesagt, das wollen wir hier nicht ausgenommen werden mit den Weihnachtsgerns.<br>[01:15:24] Dann haben sie parlamentarisch auch entschieden okay, da tun wir was gegen und haben die Zentrale staatsamt für Wirtschaftskriminalität, die sitzt in Paris.<br>[01:15:31] Sie ist beauftragt worden, das sozusagen an sich zu ziehen und wir hatten dann auch eine Ermittlungseinheit, die dann für die gearbeitet hat und dann konnten sie eben alle Banken durchsuchen.<br>[01:15:42] Das hat zum einen eine zentrale Stelle gemacht!<br>[01:15:44] Und was ich übrigens auch super fand, ich habe noch mit den Franzosen zusammengearbeitet.<br>[01:15:49] Bei denen ist das System durchwässiger, also letztlich so dieses Berufsbeamten-Tum wie hier bei uns in Deutschland und die haben zum Beispiel für diesen Fall eine Kollegin rekrutiert, die vorher Wertpapierhämterin war.<br>[01:16:01] Die Sprache<br>[01:16:03] sprichst,<br>[01:16:04] wie du es kennst?<br>[01:16:04] Ja sie konnte die Sprache sprechen der war in Strukturen klar, die wusste wie banken!<br>[01:16:08] Arbeiten und aufgestellte die hat sie auch nicht davon beeindrucken lassen.<br>[01:16:11] das gleich habe ich bei meinen dänischen Kollegen erlebt.<br>[01:16:13] Die hatten auch alles textleuer oder niederländische kollegen aber auch vorher textleuern<br>[01:16:18] gehört.<br>[01:16:19] Genau also erst mal diese durchlässigkeit dass man eben auch hin und her wechseln kann Und auch aus der branche mein staatsdienst gehen kann.<br>[01:16:26] Das hat auch seine vorteile.<br>[01:16:27] gerade da wenn es ums fachliche speziale expertise geht, das haben wir in deutscher nicht.<br>[01:16:32] Da muss man sich das es mühsam aufbauen und das eben noch verbunden mit Personalrotation ist wirklich nahezu unmöglich.<br>[01:16:40] Ja, und Italien hat den großen Vorteil dass sie eben nicht diese drei Säulen haben.<br>[01:16:43] also Sie haben nicht eine Unterteilung in Polizei, Steuer- und Zoll sondern ja mal eine Gardia die Finanza Und dies einfach auch Ausbildungsmäßig hat den Schwerpunkt auf Strafrecht.<br>[01:16:56] In der Steuerverwaltung, die werden in diesen tollen Fachhochschulen ausgebildet, kriegen alle supergut Steuerechtvermitteln aber nicht strafrecht.<br>[01:17:04] Sondern die kriegen sechs Wochen Kurs währenddessen Polizeibeamte drei Jahre Fahrhoch-Schulausbildung haben.<br>[01:17:10] also wir haben auch einen völlig unterschiedlichen Background und wenn sie dann zusammenarbeiten müssen das auch alles schwer ist eben zum Beispiel in Italien nicht der Fall, weil die immer eine einheitliche Ermittlungseinheit haben.<br>[01:17:20] Die auch strategisch gut auf straffrecht vorbereitet wird und deswegen natürlich viel effektiver ist in dem was sie tun.<br>[01:17:27] also das sind so unsere verwaltungstechnischen specials in deutschland die dazu führen dass wir diese fälle nicht entdecken dass wir sie nicht richtig aufgreifen können<br>[01:17:36] und es wird ja auch ausgenutzt.<br>[01:17:37] ich meine wir fragen jetzt nur an über deutscher zu reden.<br>[01:17:39] die ganzen lachen laufen ja global ab auf amerikanischen servan oder in irland oder keine ahnung<br>[01:17:44] genau Das haben wir sich natürlich auch überlegt, dass wir eben auch mit Auslandsermittlungen Probleme haben.<br>[01:17:49] Das heißt das ist eine juristisch gut beratende Branche, ihr habt natürlich ihre Daten dann überall dahin verbracht wo wir nicht hinkommen.<br>[01:17:55] Es gibt ein paar Datenohrasen wie ich sie immer nenne also zum Beispiel Niederlande und Joquel.<br>[01:17:59] da kommt man noch nicht mal an Informationen also mein Fingern E-Mails oder Geschäftsunterlagen von Beschuldigten.<br>[01:18:06] wenn die Rechtsanwältesteuerberater und Wirtschaftspulver sind, sind die total geschützt selbst wenn sie beschuldigt sind.<br>[01:18:11] Und das ist schon krass für mich, das sind ja Rhythmen ne?<br>[01:18:14] Wie Immunität Und ja, aber das wussten die natürlich und haben dann da ihre Daten verbraten.<br>[01:18:19] Aber es ist für uns sehr schwer eben an die Beweismittel zu kommen.<br>[01:18:22] also sie sind da schlau aufgestellt.<br>[01:18:25] Also das ist ein Problem.<br>[01:18:27] und das zweit Problem.<br>[01:18:29] der andere Aspekt ist die Stärke der Lobby.<br>[01:18:33] Wir haben jetzt gerade schon über den Einfluss der Juristen gesprochen Was die sozusagen mit was da gut geschultes Fachpersonal alles bewirken kann.<br>[01:18:43] Bei CumEx war es speziell so, dass sie zum Beispiel ... Die Akteure haben zielgerichtet auch Juristen rekrutiert um erstens Gutachten zu schreiben.<br>[01:18:53] So Cover Your S-Gutachten also zu sagen dann einfach von einer renommierten Kanzler herstellt wurden um auch einzuschüchtern obwohl der Inhalt total Blödsinn war.<br>[01:19:03] Aber wenn man dann tausende Seiten auf den Tisch geknallt kriegt.<br>[01:19:06] Das auch erst nach<br>[01:19:07] Einschüchter.<br>[01:19:07] Ja, von einer großen Kanzlei mit ganz viel Fachworten und Bandwurmsätzen und so.<br>[01:19:12] Man hat selber keine Zeit und es ist nicht im Thema.<br>[01:19:15] Da kann man sich schon vorstellen das allein da schon genügt.<br>[01:19:20] Das habe ich auch tatsächlich am Anfang noch so erlebt.<br>[01:19:23] Es ist ganz viel von diesen Gutachten, dann sozusagen einfach eins zu eins in das Format eines Fachaufsatzes gekleidet worden.<br>[01:19:34] Also die Rechtswissenschaftlichen Fachzeitschriften haben nicht so ein Expertengremium oder so einen Revuebener.<br>[01:19:43] Da kann jeder alles veröffentlichen!<br>[01:19:45] So, da gibt es keine.<br>[01:19:46] keiner der sich die Aufsätze vorher anguckt oder so fachlich prüft wie das zum Beispiel Medizin an der Fall ist.<br>[01:19:51] Das gibt es nicht.<br>[01:19:52] in justischen Fachzeitschriften kann einfach jeder veröffentlichen und das haben die CUM-X Akteure noch in Milcher getan.<br>[01:19:59] Und als ich dann eben mit CUM X anfing erwartete mich massenhaft In Anführungsstrichen Fachliteratur, die sich zu CumEx ausließen und alle gesagt haben also das hat überhaupt nichts mit Steuern zu tun.<br>[01:20:12] Das sehen sie alles falsch.<br>[01:20:13] Die Gewinne kommen gar nicht außer Steuer.<br>[01:20:14] Die gewinne kommt aus Marktineffizienzen Und da wurden dann ganz viel, ganz lange Bandwohnsätze mit blumigen Fachworten irgendwie bemüht.<br>[01:20:24] Die maximale Verwirrung stiften sollten und die auch einschichtern sollen.<br>[01:20:28] Ich war mir sowieso dessen bewusst dass ich jetzt auch nicht Ökonomin bin und habe dann einfach mal nachgefragt bei Ökondomen und hab gesagt kann das sein?<br>[01:20:37] Können das Marklinifizienzen sein?<br>[01:20:39] Und haben gesagt, da ist ein Blödsinn.<br>[01:20:41] Also there is no free lunch also kein etwas zu verschenken.<br>[01:20:43] Da fallen nicht einmal im Jahr solche Gewinne vom Himmel.<br>[01:20:46] Das ist einfach fachlich bullshit!<br>[01:20:50] Aber das habe ich erst sozusagen nur rausgekriegt weil ich dann auch einfach... Ökologen gefragt haben.<br>[01:20:56] Aber das war erstmal so der Trend, also auch da darauf hinzuwirken dass überlastete Staatsanwälte, Richter, Steuerfahnder beim kurzen Blick in die Onlinebibliotheken quasi verzweifeln und denken, da komme ich nicht gegen an.<br>[01:21:10] zum Glück hat er es eben weder bei mir gefruchtet noch bei meinen Kollegen in Frankfurt ja auch zu früh dran waren mit der Comex-Aufklärung, gönne sich das zum Glück auch nicht beirren lassen.<br>[01:21:19] Und von daher, aber da sieht man schon was die sozusagen für Mitte bemühen und was vor allen Dingen total kontraproduktiver.<br>[01:21:25] Da kommen wir auch dahin warum das heute noch oft so ist.<br>[01:21:29] Das waren die Narrative der Branche und dass kann man sich sehr gut rückblickend auch anschauen Was sie uns für Märchen erzählt haben und wie sehr das bei uns verfangen hat zum Beispiel das Märchen von der Gesetzeslücke.<br>[01:21:42] Also wenn man heute Leute fragt dieses nicht so im Einzelnen verfeucht damit Cum Ex ihr sagen oft ach das war doch mit der Gesetzslücke.<br>[01:21:50] Das heißt die erinnern sich dunkel an die vielen Zeitungsartikel, die in den ersten Jahren immer für öffentlich worden sind.<br>[01:21:55] Wo immer drin stand das ist eine gesetzliche Kucke.<br>[01:21:57] So war es aber nicht.<br>[01:21:59] Es war immer verboten.<br>[01:21:59] Ein<br>[01:21:59] bisschen mit dieser Erzählung vom CO-Fußabbrück, den wir alle haben.<br>[01:22:04] Aber wirklich verantwortlich sind andere.<br>[01:22:06] Ja ja, das war natürlich bequeme Herangehensweise ne?<br>[01:22:10] Ja, aber hier ist wirklich das mit der Gesetzeswirk-Lücke.<br>[01:22:12] Das lohnt sich da so mal näher zu betrachten weil erstens hat es natürlich das Problem total verharmlos.<br>[01:22:17] Es war nämlich eine Gesetzeslücke wo man irgendwie total clever ist dass man durchschlupft Sondern wie es sich rückblickend rausgestellt hat.<br>[01:22:23] denn das war ja alles vor Gerichten und das haben sowohl Finanz als auch Strafgerichte bestätigt.<br>[01:22:27] es gab nie eine gesetzliche Lücke das war immer verboten Das heißt das war kriminell.<br>[01:22:31] wir haben sich über Gesetze hinweggesetzt und diese Dimension ist verschleiert worden Und das haben Behörden, also sozusagen auch die politische Entscheidungsdreher beim Finanzministerium haben diese strafrechtliche Komponente nicht erkannt.<br>[01:22:48] Sondern sie haben sich von diesen Märchen leiten lassen und haben gedacht okay Gesetzeslücke bedeutet ja auf wir haben irgendwie Miss gebaut Wir haben schlechte Gesetze gemacht Und die müssen wir nachbessern.<br>[01:23:01] Wir müssen unbedingt die Gesetze nachbessern.<br>[01:23:03] So, dann haben wir jahrelang ein Gesetzestext nur rumgeschraubt und hatten natürlich überhaupt nichts bewirkt.<br>[01:23:07] oder jedenfalls konnten sie damit den kriminellen Aspekt nicht abstellen weil das wissen wir alle von Diebstahl.<br>[01:23:14] Die Bestall ist auch verboten und findet trotzdem statt.<br>[01:23:16] Und gegen die Bestall hilft nicht dass man im Diebstahrsparagraph noch einen Wort einfügt sondern erhilft, dass man Kameras aufstellt und lerndediktiv beauftragt.<br>[01:23:25] Dass man kontrolliert ja genau!<br>[01:23:26] Das hat eben die Politik sozusagen realisiert wegen dieser Erzählung der Gesetzeslücke.<br>[01:23:34] Die haben sich den Schuh voll angezogen und haben gedacht, oh je da haben wir in die List gebaut, wir müssen die Gesetze verändern, haben überhaupt nicht dran gedacht dass das Ganze kriminell sein könnte.<br>[01:23:42] deswegen sind die jahrelang quasi in die falsche Richtung gerannt, haben auch die Behörden nicht aufgestockt, haben also an diesem Kontrollding gar nicht gearbeitet und haben auch zusätzlich noch das Problem massiv unterschätzt.<br>[01:23:54] und das ist das eine und jetzt kommt das nächste.<br>[01:23:57] Hinzu kam noch die Erzählung, dass das fachlich sehr kompliziert ist.<br>[01:24:01] Das ist nur was für ganz schlaue Steuerjuristen.<br>[01:24:03] Das kann überhaupt kein Mensch verstehen der nicht so ein schlauer Steuerjuryst ist von bestimmten Kanzle ein.<br>[01:24:08] Aber das benutzen wirklich sehr viele dieses Argumente.<br>[01:24:11] Ganz genau!<br>[01:24:11] Also in Bezug auf Steuern, du brauchst auf jeden Fall einen Berater... Das Ganze ist nicht so einfach.<br>[01:24:16] und dann wenn auch zum Beispiel gesagt wird ja ein Staatshaushalt funktioniert wie irgendwie ein privater Haushalt was er überhaupt nicht dasselbe ist aber die ganze Zeit gerne so irgendwie auch der Bürger für Blätverkauf.<br>[01:24:31] Richtig, das sind Erzählungen.<br>[01:24:33] und diese Erzählung davon dass Cum-Ex so kompliziert ist, dass es keiner verstehen kann<br>[01:24:38] die<br>[01:24:38] hat auch voll verfangen weil ich nenne das immer künstliche Verkomplizierung.<br>[01:24:42] da soll abschrecken und einschichtern.<br>[01:24:44] und das sollen nicht nur Politiker abschrecken und einschiessen die dann denken ja vielleicht habt ihr's auch nicht richtig verstanden?<br>[01:24:48] So richtig viel Zeit habe ich gerade auch nicht mich einzulehnen!<br>[01:24:50] Ja auch<br>[01:24:50] Journalistinnen<br>[01:24:52] Genau, ich wollte jetzt eben die Politiker abfrühstücken.<br>[01:24:55] und dann komme ich auf die Journalisten.<br>[01:24:56] Also bei den Politikern kann nicht mehr gut vorstellen.<br>[01:24:58] Die haben ja alle viel um die Ohren, um tausend Themen zu entscheiden.<br>[01:25:01] Und wenn dann jetzt einer um die Ecke kommt und sagt das Thema ist super komplexiert.<br>[01:25:05] Und zweitens höre ich von meiner Verwaltung die ganze Zeit gehen wir weg mit noch mehr Arbeit.<br>[01:25:10] Wir sind hier total überlastet.<br>[01:25:13] Wir haben ja überall auch Personal mangelt also was.<br>[01:25:16] Dann kann man natürlich als Politiker schon mal auf die Idee kommen, dass das vielleicht Thema ist, was ich jetzt nach vorne schiebe.<br>[01:25:24] Aber eben auch weil man falsch einschätzt dass das auch mit einfacheren Mitteln zu händeln wäre.<br>[01:25:31] Man geht dieser Erzählung.<br>[01:25:33] es ist viel zu kompliziert und da kriege ich meine Verwaltung ja nie zu, dass sie das in Griff kriegt.<br>[01:25:38] Und genau das Gleiche ist auch in der Öffentlichkeitsarbeit passiert, weil es natürlich auch Journalisten erzählt wurden.<br>[01:25:45] Auch daran, dass die Journalisten wenig Chance hatten sich beim Staat aufzuschlauen – denn es spricht ja regelmäßig nicht mit einem!<br>[01:25:52] Behörden sind hier immer sehr verschwiegen.<br>[01:25:54] und kennen ihr auch von der Staatsanwalt schon wie man eine sehr vorsichtige Pressearbeit gemacht hat, fast nix erklärt?<br>[01:26:00] Das heißt, es ist für mich einfach überhaupt nicht verwunderlich, dass dann eben auch diese Erzählung bei den Journalisten verfangen hat.<br>[01:26:08] Und man muss auch sagen, das ist auch heute oft noch so.<br>[01:26:11] Das dockt ja auch an einen Grundgefühl an was man sowieso hat dass man ein bisschen Angst hat sich in Gebieten zu äußern wo man sich nicht so hundertprozentig auskennt.<br>[01:26:20] und man wird dann hier auch nicht gerade erwundert wenn einem sozusagen die Experten dauernd sagen der haltet euch einmal lieber raus es ist nichts für euch das können halt nur super Experten können durften den Mund aufmachen und wenn ihr Fehler macht dann verklagen wir euch sofort.<br>[01:26:33] das kommt ja nun hinzu Das kann man teilen.<br>[01:26:39] Ja, und das habe ich auch oft tatsächlich von Journalisten gehört, dass es durchaus Redaktionen eingeschüchtert wurden.<br>[01:26:45] Wenn ihr das jetzt macht, dann verklagen wir euch, sprich Wort Litigation-PA.<br>[01:26:50] Dann kommt da halt Medienanwalt und versucht eben auch einzuschüchtern.<br>[01:26:57] Und ich glaube, diese Erzählung war noch viel verheerender und ich glaube die greift auch immer noch.<br>[01:27:04] Weil immer noch ist das Gefühl da... Das ist so kompliziertes Verstehich nicht?<br>[01:27:08] Und das bedeutet dass große Teile Die ja für die Gesellschaft total wichtig sind, nämlich was machen wir eigentlich mit unseren Steuereinnahmen.<br>[01:27:16] Also wie geht eine Stadt damit um?<br>[01:27:19] Was gibt es denn dafür Argumente?<br>[01:27:20] und das möchte ich doch auch als Bürger mitdiskutieren können oder zumindest die Diskussion mitverfolgen können.<br>[01:27:25] Und wenn wir solche Diskussionen nicht führen weil wir Angst haben Fehler zu machen und weil wir uns da einfach nur auf vorgekauten von der Lobby vorgekaute Narrative verlassen dann sind wir auch verlassen.<br>[01:27:36] also das gesellschaftspolitisch wirklich ein Riesenproblem Diskussion fast ausklammern.<br>[01:27:42] Sie in den Zeitungen nicht stattfinden, in Talkshows nicht stattfinden?<br>[01:27:46] Das bringt mich zu einem spannenden Punkt weil jetzt haben wir einen Finanzminister Lars Klingbeil der versprochen hat dass er sich diesem Thema widmelt.<br>[01:27:54] Wir hatten Olaf Scholz als Kanzler den sowas verwickelt war und wir beobachten das die Regierung lieber unten nach BetrügerInnen sucht als oben also hundere Schichten der Gesellschaft als sie oberen.<br>[01:28:09] Was macht das eigentlich mit unserer Demokratie und seinem Demokrativerständnis?<br>[01:28:14] Und in seinem Gefühl, die da oben machen, eh was sie wollen.<br>[01:28:20] Wenn sich dann der Front nichts zu bewegen scheint oder ist Lars Klingweil wirklich am Thema dran?<br>[01:28:26] Oder hat er es nur gesagt?<br>[01:28:28] Also erst mal einmal abstrakt würde ich sagen... Das ist ohne jetzt Lars Klingenweil zu bemühen dem.<br>[01:28:32] Da komme ich gleich noch drauf.<br>[01:28:33] aber abstrakt würd' ich sagen.. mit ganz kritische Situation.<br>[01:28:39] Und zwar, also der Hintergrund warum man das macht ist glaube ich weil die sich einfach weniger wären als wenn man sich halt mit Banken und deren teurer Anwaltschafter, Millionenanwält und so auseinandersetzt.<br>[01:28:55] Medienanwälte bedeutet ja auch, dass jetzt vielleicht so mal Kontakt zur Springerpresse haben.<br>[01:28:59] Als ich hatte zum Beispiel Eingrohnzeugen, deren PR-Berater hat der für euch Chefredakte oder Bildzeitung war natürlich eine engen Draht zu Springerpress und da können natürlich noch Kampagnen nossiert werden.<br>[01:29:08] Sondern das ist für Politiker sehrlich auch ein Faktor sich da sozusagen nicht mit den Falschen anzulegen sondern sich an denen abzuarbeiten die eben solche Mittel nicht bemühen können.<br>[01:29:20] Deswegen ist es für mich menschlich erklärbar warum man das macht.<br>[01:29:24] Ich muss auch noch mal sagen, also wenn es natürlich in dem Bereich Betrug gibt.<br>[01:29:27] Muss man den auch verfolgen?<br>[01:29:28] Da bin ich gar nicht gegen.<br>[01:29:29] aber man muss natürlich gleichmäßig vorgehen.<br>[01:29:31] Man muss das recht gleichmäßig durchsetzen.<br>[01:29:33] so steht's halt im Grundgesetz drin.<br>[01:29:35] alle sind von dem Gesetz gleich egal ob man sich teurer Anwälte leisten kann oder nicht und dieses Gefühl dass das nicht passiert.<br>[01:29:43] Das ist glaube ich schon da in der Gesellschaft, denn das merke ich bei vielen, vielen Vorträgen die ich jetzt in den letzten zwei Jahren gemacht habe auf ganz unterschiedlichen Auditorien.<br>[01:29:51] mal sind es ganz junge Leute bei den Unismals als älteres Publikum und hier sind alle auf hundert achtzig genau aus dem Grund weil sie dieses Gefühl haben quasi eine Altersbeobachtung dass man sich mit manchen nicht anlegt.<br>[01:30:03] Das ist wie gesagt kein Zeichen eines funktionierenden Rechtsstaats, aber wir brauchen funktionierende Rechtsstaat.<br>[01:30:09] Denn der ist auch wesentliches Merkmal einer funktionierender Demokratie.<br>[01:30:14] So ist es im Grundgesetz jedenfalls verantwortlich.<br>[01:30:17] Und wir müssen weniger kürzen wenn wir oben nennen?<br>[01:30:20] Das sowieso!<br>[01:30:21] Also mathematisch oder... Haushalt-therisch macht es überhaupt keinen Sinn, dass man sozusagen immer an den kleinen Fällen rumdoktort.<br>[01:30:31] Denn die verursachen eher nicht so großen Schaden wie die Großen.<br>[01:30:34] also das sowieso.<br>[01:30:35] aber jenseits dessen was man deswegen auch auf viele viele Einnahmen verzichtet wo man ja eigentlich verpflichtet werden.<br>[01:30:43] legalitätsprinzip in deutsch anderen müssen gegen alle vorgehen.<br>[01:30:46] So steht's auch im Grundgesetz.<br>[01:30:47] Also das missachtet man und das wäre dann eben problematisch.<br>[01:30:51] führen funktionierenden Rechtsstaat, wenn man sich das nicht zutraut was zu machen und wenn man dabei Sammung hat.<br>[01:30:57] Und das kann dann wiederum schwierig sein eben für das Rechtsempfinden der Bürger.<br>[01:31:05] Wenn sie eben das Gefühl haben da wird mit zweierlei Maß gemessen Dann kommt es eben so diesen Gefühlslang die ich auch eben in Vorträgen oft erlebe dass die Leute wirklich auf hundert achtzig sind.<br>[01:31:17] und wenn das dann radikale Kräfte aufgreifen Genau mit dieser Erzählung der Staat funktioniert nicht, der Rechtsstaat funktioniert nicht.<br>[01:31:24] Dann ist natürlich die Chance groß dass dann eben auch viele Menschen sich absenden und sagen dann versuche ich mein Glück woanders und das ist natürlich super gefährlich gerade in einer jetzigen Situation.<br>[01:31:32] also dieses Gefühl instrumentalisiert wird von radikalen Kräften.<br>[01:31:36] Und deswegen finde ich es super wichtig, dass wir uns damit auseinandersetzen und auch uns auseinander setzen.<br>[01:31:40] Woran nicht das denn?<br>[01:31:42] Die ist teilweise eine Struktur in der Verwaltung und das ist ja nicht in Stein gemeißelt.<br>[01:31:45] Das kann man ändern!<br>[01:31:46] Und zweitens liegt es auch da an etwas unreflektierten Umgang mit den Rativen der Branche.<br>[01:31:51] Man lässt sich da eben bequatschen.<br>[01:31:54] Ich will das gar nicht so abtun als ob auch nicht mal passieren kann.<br>[01:32:02] Manipulation merkt man ja nicht, das ist ja der Stimme an Manipulationen.<br>[01:32:05] aber so Rückblicken für dich immer denkt man muss doch auch mal lernen.<br>[01:32:08] und wenn ich jetzt gelernt habe ich hab mich davon in der Branche wirklich auf die falsche Fährte führen lassen zum Beispiel mit solchen Narrativen wie Gesetzeslücke.<br>[01:32:17] Das haben wir mir jahrelang erzählt und das war schlicht gelogen.<br>[01:32:20] da müsste ich als echt entschluss sehen dass ich demnächst ein bisschen vorsichtiger bin und das wird halt auch meine hinterfrage.<br>[01:32:26] um jetzt auf lasking meinst du kommen.<br>[01:32:27] also ich finde schon Erfreulicherweise erste Schritte in Richtung dieses Themas geht.<br>[01:32:36] Es steht im Koalitionsvertrag drin, dass die Wirtschaftskriminalität stärker bekämpfen wollen was ja schon mal prima ist das das auch mal Eingang findet und ausdrücklich so benannt wird.<br>[01:32:45] Und er hat ja auch das unglückliche Schreddergesetz wie wir es genannt haben wieder rückgängig gemacht.<br>[01:32:50] also das war unter der Ampel Regierung eingeführt worden dass die Aufbewahrungsfristen für wichtige Geschäftsunterlagen verkürzt wurden dann kürzter waren als Fristen die für die Behörden gehalten, aber die Behören können natürlich nix prüfen wenn ihr unter langen weg seid.<br>[01:33:03] Da kann man keine Steuer mehr zurückfahren und keine Leute anklagen.<br>[01:33:06] das ist total misslich.<br>[01:33:08] Und da haben wir eben auch Petitionszug gemacht bei Finanzwende und haben Öffentlichkeitsarbeit gemacht und ich finde es sehr positiv dass das sie mal darauf reagiert hat.<br>[01:33:16] Und eben der Sache Argumenten sich nicht verschlossen hat und dabei sicherlich der Einfluss der Branche auch da und deswegen finde ich das ein sehr gutes Zeichen.<br>[01:33:23] was er da schon mal drauf reagiert war anderen Dingen wie vor dann ist Luft nach oben.<br>[01:33:29] Also wir haben auch schon mal gefordert, dass er die Kunkumaufklärung ist.<br>[01:33:32] und dann zu am Anfang.<br>[01:33:33] Da ist fast nichts passiert.<br>[01:33:34] da wäre es ein Prozent des geschätzten Scharn zurückgeholt.<br>[01:33:37] das muss dringend sich ändern.<br>[01:33:39] Da haben wir vorgeschlagen als er zum Beispiel die ihm direkt unterstellenden Bundesbetriebsprüfer dafür einsetzt.<br>[01:33:44] Das sind sehr viele da fünfhundert von... Da könnte man sicherlich die chronisch Unterbesetzenländer mal ein bisschen unterstützen, was hat er jetzt noch nicht gemacht?<br>[01:33:53] Aber es kann ja noch werden, hoffe ich.<br>[01:33:56] Wenn bestens so gelingt auch Journalisten zu finden die über diese Themen berichten um das in der Öffentlichkeit zu halten und natürlich dann auch die Bevölkerung zum Mobilisieren.<br>[01:34:06] aber lange Rede kurzer Sinn.<br>[01:34:07] Ich sehe da schon die Möglichkeit dass er auch anderen Argumenten, als der Branche zugänglich ist und sich da auch einen versuchten Bild zu verschaffen.<br>[01:34:17] Ich fände es ganz prima wenn er das Zollgesetz oder ein Zoll wieder gerade neu aufstellen, wenn er dafür nutzen würde die großen Brummer anzugehen denn wenn der Zoll neu organisiert wird könnte man ihm solche Aufgaben zuteilen etwas machen, was ich schon lange fordere.<br>[01:34:33] Nämlich eine Stelle auf Bundesebene einrichten, denn die Zollverwaltung ist übrigens keine Bundesverwaltung.<br>[01:34:39] da muss er sich nicht mit den Ländern abstimmen wie sonst in der Finanzverwältigung.<br>[01:34:42] Zoll kann dann durchregiert sozusagen und hat eben auch ne Stelle oben das sind die generell Zolldirektionen und die könnte man zum Beispiel jetzt solche Aufgaben betrauen international organisierte Steuern-Tation mal anzugehen Und die Zollgewerkschaft findet das erfreulicherweise auch gut und ist auch für uns was einzurichten.<br>[01:35:01] Ja, vielleicht gelingt es ja, dass wir da endlich mal eine Stelle schaffen... die die Chance hat, also dieses drei Säulen-Modell zu überwinden auf oberster Stelle.<br>[01:35:10] Dass man da mal interdisziplinär zusammenarbeitet und einfach eine zentrale Stelle hat, wo man Fachkompetenz aufbauen kann.<br>[01:35:16] Und das würde die Chance sind, dass wir zukünftig solche Verfahren schneller entdecken und besser bearbeiten können, total erhöhen.<br>[01:35:23] Da habe ich jetzt noch nicht die Hoffnung aufgegeben, dass es wirklich möglich<br>[01:35:35] ist.".<br>[01:35:36] Ich gehe jetzt in die Zivilgesellschaft und versuche, das Problem von Außen quasi zu bearbeiten.<br>[01:35:43] Also es war schon keine Atokentscheidung von einem Tag auf dem anderen?<br>[01:35:47] Du wolltest ja schon immer bei einer NGO arbeiten.<br>[01:35:51] Ganz Anfangs schon mal, der Gedanke war nicht so fernlink.<br>[01:35:54] allerdings entscheidet man sich für das Beamtenverhältnis in Deutschland wenn man dann halt Lebenszeit verbeamtet ist.<br>[01:35:59] und es hatte jetzt auch tatsächlich finanzielle Nachteile für mich dass ich so spät eben wieder rausgewechselt bin.<br>[01:36:04] Das ist nicht gut gelöst, das ist nicht darauf anwendig dass man wechselt.<br>[01:36:10] Die Motivation, dass ich gedacht habe, man muss die Rahmenbedingungen verändern.<br>[01:36:14] Weil es ein Riesenkraftakt ist diese Fälle zu bearbeiten wie ja auch gerade schon beschrieben haben.<br>[01:36:18] das war natürlich ein großer Teil der Motivations.<br>[01:36:21] so sagen als geht nicht von innen da bin ich nicht in der Position.<br>[01:36:23] also noch sicherer hier stufen über mir fändt ihr nicht wollen dann wird sich da nie was ändern.<br>[01:36:28] Das geht eher darüber dass man das in mehr öffentliche Debatte bringt auch politikern erklärt und auch die Bevölkerung mobilisiert um zu sagen Menschen wünschen sich dass dich das ändert.<br>[01:36:38] Darüber hinaus gibt es natürlich noch interne Geschichten, die ich aber nicht erzählen darf.<br>[01:36:42] Weil ich immer noch an Friedensgeheimnis gebunden bin auch nach dem Ausscheiden aus den Beamtenverhältnissen.<br>[01:36:48] Man leben lang genau und das ist so weit gefasst dass es sogar wenn ich Kenntnis hätte von Missständen oder sogar von Straftaten dürfte ich sie sagen weil alles um das riesige Herrbisfeld also auch illegale Gehaltnisse sind geschützt.<br>[01:37:04] Wow krass jetzt so gegen Ende unserer Aufzugsfahrt.<br>[01:37:10] Lassen wir mal kurz spinnen, wie müsste eigentlich eine Gesellschaft mit der Spielwelt komplett neu bestellen könnten?<br>[01:37:19] Wie müssten mir das gestalten damit sowas nicht wieder passiert?<br>[01:37:25] Also wir brauchen erstmal ein höheres Entdeckungsrisiko und damit andere Strukturen in einer Verwaltung.<br>[01:37:29] Eine oberste Stelle auf Bundesebene wäre schon mal prima, wenn wir das hätten.<br>[01:37:33] Und wir müssen auch überhaupt... In Deutschland ist ja jetzt die Diskussion mit Digitalisierung<br>[01:37:37] usw.,<br>[01:37:38] dass man da die Behörden einfach besser vernetzt und so weiter.<br>[01:37:41] Das halte ich alles für möglich, dass wir da die Strukture ändern und dass das zukünftig deswegen sich etwas annähert an solche Länder wie Italien oder so und wir dann zukünftig besser mit zu Fällen umgehen können.<br>[01:37:52] Ganz kurz, du hattest es auch mal vorgeschlagen Wenn die Daten im Ausland liegen, könnte man die Firmverpflichten Kopien in Deutschland so haben.<br>[01:37:59] Genau das wäre jetzt meine Antwort darauf dass sie das eben systematisch ins Ausland verlagern.<br>[01:38:03] deswegen würde ich fordern da müssen wir eben der Kopien Deutschland vorhalten.<br>[01:38:07] Das finde ich jetzt zumutbar, weil es heute kaum noch was kostet.<br>[01:38:11] Ja genau, also das würde ich falsch schlage ich vor.<br>[01:38:14] Darüber hinaus ist unbedingt, wenn es innerhalb des europäischen Rechtsraums sich besser vernetzt hat, dass wir innerhalb Europas besser Geldwäsche verfolgen können, Geldströmen über verschiedene Länder... Also da ist eine riesengroße schwarze Loch!<br>[01:38:30] was es auf jeden Fall zukünftig anzugehen gilt.<br>[01:38:33] Es gibt erste Schürze schon, wie das E-Evidence-Gesetz, was eben schon da einzahlt.<br>[01:38:38] Schon auf dieser Kenntnis dass die Behörden das allzu lange dauert.<br>[01:38:42] also von daher ist es nicht so, dass das Problem gar nicht gesehen wird und das auch nichts gemacht wird.<br>[01:38:48] ich bin da gar nicht durchaus hoffnungslos, dass sich da noch etwas zum Guten wendet.<br>[01:38:53] Aber es ist, glaube ich auch ganz wichtig das zu berücksichtigen.<br>[01:38:57] Weil dieses Learning aus dem ja wie wir mit Cum-Ex umgegangen sind zur Berücksichtigung dass sie uns nicht so ins Boxhorn jagen lassen vor solchen Themen also diese Dass wir nicht dieser Erzählung aus der Branche auf den Leim geben Das ist viel zu kompliziert für normale Menschen<br>[01:39:13] So dass wir uns auch dafür interessieren als Gesellschaft Wie funktionieren Steuern?<br>[01:39:18] Warum ist es sinnvoll, dass es Steueren gibt und so weiter.<br>[01:39:21] Ja, das wir ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass wir auch ein wichtiger Baustein dieser Demokratie sind, einzelne Bürger.<br>[01:39:32] Denn ich glaube, das ist auch Teil des Frusterlebens vieler, dass sie das Gefühl haben die da oben und ich habe gar keinen Einfluss uns sich bewusst zu machen, dass man einen Handlungsspielraum hat den hat jeder.<br>[01:39:43] Auch zwischen den Wahlen seine Stimme zu erheben<br>[01:39:45] ist aber auch eine Nebelkerze die Politikerinnen gerne werfen, schreibt einen Abgeordneten und so weiter.<br>[01:39:51] Ach<br>[01:39:51] ja das ist gar keine Nebel Kerze.<br>[01:39:52] also ich habe jetzt... Ich rufe der immer zu auf auch durch mal den Wahlkreis Abgeordneten zu nerven meine Bürgersprechstunde zu gehen und zu sagen was tut ihr denn eigentlich für mich?<br>[01:40:02] Also weil sie so eure Vorstellung... Das hab' ich jetzt schon feedback gekriegt dass einige gemacht haben und es ist teilweise tatsächlich dann auch zu Gesprächen geführt hat.<br>[01:40:11] also ich halte da schon wenn das viele machen schon für eine Möglichkeit Politikern klar zu machen.<br>[01:40:16] Das ist ein Thema und das ist Politiker nicht klar.<br>[01:40:19] Meine, die kommen alle noch aus der Welt.<br>[01:40:21] Dass sie das gehört haben?<br>[01:40:23] Es ist alles so kompliziert und das interessiert den Wähler nicht.<br>[01:40:25] Das kann ich denen nicht vermitteln.<br>[01:40:26] Ich selber fühle mich vielleicht auch unsicher.<br>[01:40:28] Und da müssen wir alle ein bisschen durch den Lernprozess gehen.<br>[01:40:31] Ah!<br>[01:40:31] Das interessiert dem Wähler sehr wohl.<br>[01:40:33] Wir sind auf Hundert Achtzig wenn da nix passiert.<br>[01:40:37] Ich habe gerade erst wieder so einen Erlebnis gehabt in Schleswig-Holstein.<br>[01:40:40] Da bin ich eingeladen worden in zu einer Veranstaltung mit der Finanzministerin zusammen.<br>[01:40:46] Und da war die Erwartungshaltung, dass da dreißig Mann kommen.<br>[01:40:48] Da waren total kleiner Raum nur angemietet und er war schon anderthalb Stunden vor, Veranstaltungsbedienung voll!<br>[01:40:54] Und dabei war es der Großteil der Menschen nicht da.<br>[01:40:56] Schlussendlich mussten die drei Säle dazumieten und das so Stream auf Line wenden weil so ein großer Anrang war und die waren völlig... Also es waren die Grünen, die das veranstaltern, wir waren völlig platt über das Interesse Und das zeigt mir immer wieder, dass ja auch noch nicht richtig angekommen ist in der politischen Blasen sozusagen.<br>[01:41:16] Wie was für ein großes Interesse angerechtigkeitsthemen besteht und deswegen glaube ich schon auch normale Bürger ohne besondere Funktion und ohne jetzt die Einflussmöglichkeiten und die Nähe eines Bankinhabers, dass er einfach zum ersten Bürgermeister latschen kann.<br>[01:41:35] Aber das man trotzdem Möglichkeiten hat seine Stimme zu erheben entweder indem man sich direkt an Politiker wendet z. B. Wahlkreis Abgeordnete oder aber z.B.<br>[01:41:44] mal schaut welche zivilgesellschaftlichen Organisationen gibt es denn da?<br>[01:41:48] Die unsere Interessen vertreten?<br>[01:41:49] zwischen den Wahlen wo man eine Petition unterschreiben kann, wo meine E-Mailaktion machen kann wir jetzt ein paar Mal aufgerufen, auch vor Wahlen noch mal zu sagen.<br>[01:41:57] Wir wollen gerne das ihr auf unsere Steuergelder aufpasst und wenn dann Finanzminister achthundert E-Mails kriegt, dann wieder schon nervig!<br>[01:42:04] Und das war auch die Rückmeldung, die wir bekommen haben, ne?<br>[01:42:08] Das sind jetzt alles bisher aber doch keine revolutionären Ideen.<br>[01:42:10] Nein,<br>[01:42:11] revolutionär ist das nicht, man macht es nur nicht.<br>[01:42:13] Also ja, revolutionäre weiß ich nicht... Ich ziehe meine Einschätzung aus den Gesprächen, die ich so anlässlich aller möglichen Veranstaltungen habe.<br>[01:42:24] Auch viele dann nach vorne kommen und so.<br>[01:42:27] Die Leute, die dazu in der Veranstaltung gehen sind halt sehr frustriert.<br>[01:42:31] Und wenn klar wird, ich kann was machen!<br>[01:42:35] Ich kann wieder ins Handeln kommen... Und das hat auch eine Reaktion, weil dann antwortet mir jemand oder wenn wir es gebündelt machen über der NGOs.<br>[01:42:43] Dann kommt auch eine Stellungnahme, da kommt was zurück?<br>[01:42:47] Dann ist das erstmal schon raus aus dieser Ohnmachtsgefühl<br>[01:42:53] und... Du hast auch mal erzählt, dass es so eine Art Messbarkeit fehlt.<br>[01:42:57] Also, dass Statistiken gar nicht erfasst werden über diese ganzen Skandale, sodass jetzt eine Verwaltung einer Erfolgsanalyse macht Dann können die gar nicht erfassen, ob das nicht erfolgreich wäre nur die großen Fische zu jagen.<br>[01:43:15] Aber sie werden sehr gut erfassen was es bringt wenn Sie unten die Betrüger in einen Jagen.<br>[01:43:21] Genau!<br>[01:43:21] Das liegt daran dass die Statistiken moment so aufgestellt sind, dass sie eigentlich das reflektieren was Behörden machen.<br>[01:43:26] und Behörde machen genau das weil sich ein Statistik am besten reflektiert lässt.<br>[01:43:29] da sind nämlich Kleinfälle.<br>[01:43:32] Und das ist jetzt auch.<br>[01:43:33] Also ich würde nicht denken, dass es zielgerichtet so eingerichtet worden um große Fälle zu unterdrücken.<br>[01:43:38] Das hat sich alles so entwickelt und man stellt jetzt fest das passt einfach überhaupt nicht.<br>[01:43:43] Und wir können auch an diesen Statistiken gar nichts ablesen.<br>[01:43:46] So und das finde ich, das erzähle ich immer mit, wenn Politiker die Idee haben, dass so Änderner müssen sie an den Statistikern denken weil da ist ein Treiber für die interne Behördenorganisation.<br>[01:43:56] Und ganz generell denke ich, wenn man überhaupt mal reflektieren möchte und das ist ja auch ein Sicherheitsaspekt.<br>[01:44:02] Wie die Kriminalität in Deutschland eigentlich den Weg vernimmt vom Aufgriff bis zum Urteil?<br>[01:44:08] Dann brauchen wir dringend bessere Statistiken weil sie greifen in Deutschland alle überhaupt nicht ineinander.<br>[01:44:12] also da hat jede Behörde ein eigenes Statistik-Set also sozusagen eigene Spaltenbeschreibungen und die passen halt nicht ineinander.<br>[01:44:19] Man kann also eigentlich diesen Weg überhaupt nicht nachvollziehen.<br>[01:44:22] Das wäre eine<br>[01:44:23] Aufgabe für Lastlingbald.<br>[01:44:25] Also das wäre auf jeden Fall sinnvoll, das zu machen.<br>[01:44:28] Damit wir es einfach ablesen können wie genau das gleiche übrigens auch steuerlich.<br>[01:44:32] Komischerweise machen wir in Deutschland keine Steuerlückenschätzung.<br>[01:44:35] Das heißt, wir schätzen noch nicht mal.<br>[01:44:37] Wir gucken überhaupt nicht hin, wo der Schaden sein könnte.<br>[01:44:40] Das mischt uns vielleicht so ein bisschen Sicherheit.<br>[01:44:42] Ich hatte mir so ein bissel die Augen zu und sagen kein Problem.<br>[01:44:46] Eigentlich will ich damit auseinandersetzen andere europäische oder die meisten anderen europäischen dann machen das.<br>[01:44:50] aber Und das sind alles Dinge, die könnte man jetzt zumindest mal so machen wie alle anderen Länder auch.<br>[01:44:55] Also sich mal aktiv mit der Situation auseinandersetzen und ich glaube es hätte eben den Vorteil dass es populärer wäre als vielleicht manche Minister glauben.<br>[01:45:05] Auch immer diesen Narrativ auf dem Leim geben ja da kann ich eh keine Gummipunkte mit gewinnen weil es interessiert er den Bürger nicht.<br>[01:45:11] Das glaube ich nicht!<br>[01:45:11] Ich glaube das ist eine Fehlerentschätzung Und deswegen kann ich nur wirklich auch ein Politiker appellieren, sich das bewusst zu machen.<br>[01:45:19] Dass es auch einfach eine Erzählung ist, der interessiert sich kein Mensch für und dass es ein sehr populäres Thema sein könnte und natürlich auch noch haus als technisch sehr attraktiv, sich mal mit diesen Fällen auseinanderzusetzen ohne so lange nicht so kompliziert wie man das vielleicht denkt.<br>[01:45:33] Das sind alles Erzählungen aus der Branche an das wir haben ja gezeigt in Köln ,dass man das verstehen kann, dass man die Fälle aufklären kann.<br>[01:45:42] sollte man sich nicht so vor Ängstigen, dass man nur sich mit den Kleinen abgibt.<br>[01:45:48] Du bist jetzt Geschäftsführerin bei Die Finanzwendet in deinem Team sitzen Gerhard Schick und Kevin Gündert sind ja auch alles nicht unbekannte Größend aus dem politischen Feld.<br>[01:46:01] Was macht dir Hoffnung?<br>[01:46:05] Ja wir machen mir Machthoffnung das es immer wieder Menschen gibt überall Auf allen Ebenen, die intrinsisch motiviert sind.<br>[01:46:14] Die sich engagieren.<br>[01:46:15] Die Dinge auch tatsächlich so bessern verändern will.<br>[01:46:17] Das habe ich auch im Politikbereich erlebt.<br>[01:46:20] Also ich hab viele Gespräche jetzt auch geführt mit Politikern aller möglichen Parteien.<br>[01:46:24] Wir sind hier auch bei Finanzwende nicht parteipolitisch engagiert sondern eben überparteilich und wir haben Unterstützer aus allen demokratischen Parteien und so halten wir es auch, wenn wir mit Politikern sprechen.<br>[01:46:37] Und da muss ich auch sagen, aber eigentlich hatte ich einen positiven Eindruck auf den Eindruck gehabt dass einfach im Altersgeschäft und dem Tubel dem Politiker umgibt und auch der ganze Arbeitsbereich ist da sehr ein Hectic das dann manchmal eben die Zeit fehlt sich Native mit Dingen auseinanderzusetzen und das macht natürlich anfällig für Narrative.<br>[01:46:59] Und deswegen ist es wichtig, da ist aber eine Stellschraube, dass man aufklärt.<br>[01:47:02] Und diese Aufklärung also als ich damals zum Beispiel gesagt habe, klar wenn ihr die Aufbewahrungsfristen verkürzt was das bedeutet, dann sabotiert ihr die Behörden.<br>[01:47:10] Dann könnte ich nicht mehr arbeiten!<br>[01:47:12] Ja, das war dann gar nicht klar.<br>[01:47:14] Und zwar aus allen Parteien nicht.<br>[01:47:16] und deswegen ist es schon ein Hebel wenn man das bemühte.<br>[01:47:20] und mir macht Hoffnung dass ich jetzt Politiker nicht so erlebt habe wie das oft karikaturmäßig ist.<br>[01:47:28] Das sind alles so egomahen.<br>[01:47:29] Die wollen die alle wichtig machen, denen geht's um die Macht aber nicht um Veränderungen von Dingen.<br>[01:47:33] Den Eindruck hab' ich nicht.<br>[01:47:34] Ich glaube das liegt oft auch an Rahmenbedingungen, die einfach begünstigen nur von einer Seite beschalt wird und auch mit plausiblen Narrativen versorgt, wenn auf der Gegenseite ist was so still.<br>[01:47:47] Und deswegen glaube ich schon, das macht mir Hoffnung dass wir die da aufklären können und auch die Bevölkerung mobilisieren können und uns alle auch immer an die eigene Nase fassen, ne?<br>[01:47:55] Das wäre ja auch nicht in so eine Jammerhaltung verfallen und sagen es hat ja eh alles keinen Zweck sondern dass man auch so einen eigenen Beträg hat dann ein ebenes Schweinehund mal verwindet und sagt ihr, da kümmere ich jetzt mich mal drum.<br>[01:48:07] Werd doch gelacht, wenn ich das dir auch mal verstehe!<br>[01:48:10] Und ich lass mir das nicht außer Hand nehmen von Interessen beleiteten Gruppen, die auf unsere Kosten Geschäfte machen wollen.<br>[01:48:18] Ich möchte jetzt auch mal verstehen und was es da eigentlich geht?<br>[01:48:22] Das ist auf allen Ebenen ein gutes Mindset und ich habe schon die Hoffnung dass wir das erreichen können weiter in Richtung marschieren.<br>[01:48:31] Für mich passt das gerade so ein bisschen ins Bild, dass dieses Schreddergesetz von den Liberalen eingeführt wurde.<br>[01:48:39] Ja,<br>[01:48:39] ja.<br>[01:48:40] Wo man auch die Frage stellen könnte, wer hat denn da eigentlich die Finger im Spiel gehabt?<br>[01:48:45] Genau also das weiß man tatsächlich nicht und ich habe es auch nicht versucht zu eruieren.<br>[01:48:48] Ich hab's nicht rausgefunden.<br>[01:48:49] aber wenn man fragt wie nützt ist all denen die was zu verbergen haben.<br>[01:48:54] Finanzminister war damals Christian Lindner darf man auch nicht vergessen.<br>[01:49:01] Gibt es?<br>[01:49:02] zum Ende stelle ich meinen guest immer die Frage gibt es irgendwie eine Literatur oder eine Persönlichkeit Ein Vortrag, den man sich noch mal anschauen könnte.<br>[01:49:13] Den du interessant findest?<br>[01:49:15] Also egal wer g's dir mehr?<br>[01:49:20] Was finde ich... Ich höre gerade an einen Hörbuch und gucken wie das heißt.<br>[01:49:24] Ist nicht mit dieser Frage gerechnet Aber das finde ich ja sehr interessant.<br>[01:49:28] Sekunder Das heißt die Macht der Moral von Jonathan Haid.<br>[01:49:37] Das finde ich sehr interessant.<br>[01:49:39] Warum geht es da?<br>[01:49:41] Und da geht es darum, dass er forscht oder er hat sich damit beschäftigt woher ja die moralische Empfindungen kommen.<br>[01:49:52] Was sie für eine Ursache haben und was für mich neu war das ist sehr gefühlsbasiert ist und auf so ein Set von Also ein bestimmtes Programm oft da ist im Kopf und das man im Grunde genommen die Argumente, die man später nach außen vertritt.<br>[01:50:09] Die kommen spät dahin zu.<br>[01:50:11] Das kenne ich auch von meinen Täter.<br>[01:50:12] Da liegen dann die Verführung sozusagen in den Ausland zu greifen.<br>[01:50:18] Und wenn sie dann erwischt werden, haben Sie zwanzig Ausreden am Start?<br>[01:50:21] Warum sind Sie das denn gemacht haben?<br>[01:50:22] Warum das alles gar nicht so schlimm ist?<br>[01:50:23] Das nennt man Rationalisierung und es ist auch so ein bisschen hier das Thema... Dass es wichtig ist, sich das bewusst zu sein was das eben Empfindungen sind die man hatte und die also ich auch evolutionär erklären lasse wer das alles kommt.<br>[01:50:37] Und dass gerade die progressive und die konterative Ecke unterschiedliche Sets von solchen Programmen haben und dass das Ich bin noch nicht ganz am Ende, aber ich find's mega interessant.<br>[01:50:53] Und das ist auch oft ein Grund, warum man so völlig anderem mal vorbeigeredet?<br>[01:50:57] Wenn man sich halt auf so einer rationalen Ebene wähnt.<br>[01:51:04] Also nochmal dahinter stecken hier eigentlich Empfindungen und dann hat man ganz viele tolle Argumente.<br>[01:51:10] die hören sie super an, aber die Gegenseite geht da gar nicht drauf ein weil die haben andere Empfindung.<br>[01:51:15] Und das finde ich eigentlich eine wichtige Erkenntnis, weil wir uns ja oft so in Diskussion die Köpper einschlagen und es wird dann ganz leicht hitzig.<br>[01:51:24] Man versteht eigentlich gar nicht warum hört der Mensch mich zu?<br>[01:51:30] Das ein bisschen auseinanderzunehmen, das find' ich wirklich hoch interessant!<br>[01:51:33] Das verlegt mir auf jeden Fall einen schönen Ort.<br>[01:51:34] Das ist ein toller Tipp.<br>[01:51:36] Du bist die gemeinnützige Organisation, du dir empfehlen würdest.<br>[01:51:40] Ja, uns natürlich, Finanzwende... Und ich finde auch Netzwerksteuergerechtigkeit hat eine sehr interessante Internetseite.<br>[01:51:48] Da kann man sich gerne mal durchlesen, dass viele Learnings auch zu Steuergerechtigkeitsthemen.<br>[01:51:54] Lobby-Control finde ich auch ne ganz wichtige Einrichtung weil sie einfach sich sehr damit beschäftigt hinter den Kulissen welche Dinge erzählt und abprobieren nicht auf dem Leim gehen.<br>[01:52:06] also das sind sicherlich zwei Organisationen wo man gerne mal die Internetseite besuchen kann und da sehr interessante Dinge findet.<br>[01:52:15] Und wenn die Tür jetzt gleich aufgeht, wo geht's für dich weiter?<br>[01:52:20] Ich gehe gleich direkt ins nächste Interview sehe ich gerade.<br>[01:52:25] Eine viel gefragte Person!<br>[01:52:28] Lieber Anne vielen Dank dass du die Zeit hat es mit mir im Aufzug zu fahren.<br>[01:52:33] Fand ich tatsächlich sehr aufschlussreich und sehr interessant.<br>[01:52:36] Danke für deine Zeit.<br>[01:52:37] Ja danke schön.<br>[01:52:46] Wenn ihr mögt und euch diese Folge Spaß gemacht hat, bewertet diese Folge bei Apple Podcast, Spotify oder wo auch immer ihr zuhört.<br>[01:52:56] Alle Links zur Folge sowie die Menschen, die mich bei diesem Podcast unterstützen findet ihr in den Show notes.<br>[01:53:03] Schaut da gerne mal rein!<br>[01:53:06] Wenn ihr meine Arbeit unterstützen möchtet würde ich mich freuen euch bei Steady zu begrüßen.<br>[01:53:11] Mit einer Steady-Mitgliedschaft bekommt ihr exklusive Updates von mir und die Gelegenheit mich zweimal im Jahr persönlich zu treffen.<br>[01:53:21] Im Aufzug ist eine Produktion von Schön Dein Media.<br>[01:53:25] Ich freue mich auf das nächste Mal hier im Aufzug!<br>[01:53:36] Diese Folge wurde dir präsentiert, von Schindler.<br>[01:53:40] Am Anfang der Folge haben wir uns gefragt ob es Aufzug oder Fahrstuhl heißt.<br>[01:53:44] Die Antwort beides ist richtig.<br>[01:53:47] Fachleute sprechen eher von Aufzügen weil sie zwar fahren aber kein Stuhl haben und umgangssprachlich hört man oft Fahrstuel oder auch Lift Egal wie du es nennst.<br>[01:53:57] Hauptsache, du kommst sicher an dein Ziel.<br>[01:54:00] Willst Du noch mehr über Aufzüge erfahren?<br>[01:54:02] Dann steig doch bei uns ein!<br>[01:54:04] Unter schindler.de slash Karriere findest du viele Möglichkeiten um mit uns nach ganz oben zu fahren.</pre>
</div></div></div>
</div></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://steadyhq.com/de/krauthausen/about" class="ek-link">Dieser Podcast ist nur möglich durch die Unterstützung meiner Steady-Mitglieder</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Folge wurde dir präsentiert von Schindler Aufzüge. Willst du noch mehr über Aufzüge erfahren und vielleicht mit uns ganz nach oben fahren, dann steig gern ein. Unter <a href="https://www.schindler.de/de/karriere.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schindler.de/karriere</a> findest du viele Möglichkeiten für Einsteiger und Senkrechtstarter.</p>


<figure class="aligncenter wp-block-post-featured-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="1350" src="https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/06/1-1.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Das Bild zeigt ein Porträt von Anne Brorhilker für den Podcast „IM AUFZUG“ (Folge 107). Sie ist als Brustbild vor einem schlichten, hellgrauen Hintergrund zu sehen und blickt mit einem ernsten, entschlossenen Gesichtsausdruck direkt in die Kamera. Sie hat schulterlanges, braunes Haar und trägt eine Brille mit einem markanten, violetten Rahmen sowie ein dunkelblaues Sakko über einem weiß-blau gestreiften Oberteil. Auf der linken Bildseite ist ein großes, weißes Zitat von ihr abgedruckt, das lautet: „[CumEx] ist ein fest etabliertes Geschäftsmodell weltweit und ich finde es einen Irrsinn, dass sich die Staaten das gefallen lassen.“ Direkt darunter stehen ihr Name und die Episodennummer. Das Logo des Podcasts befindet sich in der oberen linken Ecke. Am unteren Bildrand sind zudem zwei kleine Hinweise platziert: Ganz links steht der Bildnachweis „Foto: Finanzwende/Felix Brüggemann“ und in der rechten Ecke der Text „Finanziert durch Steady Mitglieder“." style="height:450px;width:350px;object-fit:fill;" srcset="https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/06/1-1.jpg 1080w, https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/06/1-1-240x300.jpg 240w, https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/06/1-1-819x1024.jpg 819w, https://im-aufzug.de/wp-content/uploads/2026/06/1-1-768x960.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></figure>


<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-podcast-abonnieren" class="wp-block-heading">Podcast abonnieren</h2>



<div class="wp-block-wpzoom-blocks-social-icons is-style-with-canvas-round show-icon-labels-style" style="--wpz-social-icons-block-item-font-size:20px;--wpz-social-icons-block-item-padding-horizontal:6px;--wpz-social-icons-block-item-padding-vertical:6px;--wpz-social-icons-block-item-margin-horizontal:7px;--wpz-social-icons-block-item-margin-vertical:5px;--wpz-social-icons-block-item-border-radius:50px;--wpz-social-icons-block-label-font-size:16px;--wpz-social-icons-block-label-color:#2e3131;--wpz-social-icons-block-label-color-hover:#2e3131;--wpz-social-icons-alignment:flex-start"><a href="https://imaufzug.podigee.io/feed/mp3" class="social-icon-link" title="RSS" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-rss"></span><span class="icon-label">RSS</span></a><a href="https://open.spotify.com/show/0129AhRWxXuXi9LPflwltN" class="social-icon-link" title="Spotify" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-spotify"></span><span class="icon-label">Spotify</span></a><a href="https://www.deezer.com/show/3624987" class="social-icon-link" title="Deezer" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-deezer"></span><span class="icon-label">Deezer</span></a><a href="https://podcasts.apple.com/podcast/id1620854436" class="social-icon-link" title="Apple Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-apple"></span><span class="icon-label">Apple Podcasts</span></a><a href="https://https://podcasts.google.com/subscribe-by-rss-feed?feed=aHR0cHM6Ly9pbWF1Znp1Zy5wb2RpZ2VlLmlvL2ZlZWQvbXAz" class="social-icon-link" title="Google Podcasts" style="--wpz-social-icons-block-item-color:#14233b;--wpz-social-icons-block-item-color-hover:#5a6575"><span class="social-icon socicon socicon-google-podcasts"></span><span class="icon-label">Google Podcasts</span></a></div>
</div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="inherit-container-width wp-block-group has-ast-global-color-4-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 id="h-hier-findest-du-mehr-uber-mich" class="wp-block-heading">Hier findest du mehr über mich:</h2>



<ul class="wp-block-social-links has-visible-labels has-icon-color is-style-logos-only is-layout-flex wp-block-social-links-is-layout-flex"><li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-chain has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://raul.de" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M15.6,7.2H14v1.5h1.6c2,0,3.7,1.7,3.7,3.7s-1.7,3.7-3.7,3.7H14v1.5h1.6c2.8,0,5.2-2.3,5.2-5.2,0-2.9-2.3-5.2-5.2-5.2zM4.7,12.4c0-2,1.7-3.7,3.7-3.7H10V7.2H8.4c-2.9,0-5.2,2.3-5.2,5.2,0,2.9,2.3,5.2,5.2,5.2H10v-1.5H8.4c-2,0-3.7-1.7-3.7-3.7zm4.6.9h5.3v-1.5H9.3v1.5z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Webseite</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-instagram has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.instagram.com/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M12,4.622c2.403,0,2.688,0.009,3.637,0.052c0.877,0.04,1.354,0.187,1.671,0.31c0.42,0.163,0.72,0.358,1.035,0.673 c0.315,0.315,0.51,0.615,0.673,1.035c0.123,0.317,0.27,0.794,0.31,1.671c0.043,0.949,0.052,1.234,0.052,3.637 s-0.009,2.688-0.052,3.637c-0.04,0.877-0.187,1.354-0.31,1.671c-0.163,0.42-0.358,0.72-0.673,1.035 c-0.315,0.315-0.615,0.51-1.035,0.673c-0.317,0.123-0.794,0.27-1.671,0.31c-0.949,0.043-1.233,0.052-3.637,0.052 s-2.688-0.009-3.637-0.052c-0.877-0.04-1.354-0.187-1.671-0.31c-0.42-0.163-0.72-0.358-1.035-0.673 c-0.315-0.315-0.51-0.615-0.673-1.035c-0.123-0.317-0.27-0.794-0.31-1.671C4.631,14.688,4.622,14.403,4.622,12 s0.009-2.688,0.052-3.637c0.04-0.877,0.187-1.354,0.31-1.671c0.163-0.42,0.358-0.72,0.673-1.035 c0.315-0.315,0.615-0.51,1.035-0.673c0.317-0.123,0.794-0.27,1.671-0.31C9.312,4.631,9.597,4.622,12,4.622 M12,3 C9.556,3,9.249,3.01,8.289,3.054C7.331,3.098,6.677,3.25,6.105,3.472C5.513,3.702,5.011,4.01,4.511,4.511 c-0.5,0.5-0.808,1.002-1.038,1.594C3.25,6.677,3.098,7.331,3.054,8.289C3.01,9.249,3,9.556,3,12c0,2.444,0.01,2.751,0.054,3.711 c0.044,0.958,0.196,1.612,0.418,2.185c0.23,0.592,0.538,1.094,1.038,1.594c0.5,0.5,1.002,0.808,1.594,1.038 c0.572,0.222,1.227,0.375,2.185,0.418C9.249,20.99,9.556,21,12,21s2.751-0.01,3.711-0.054c0.958-0.044,1.612-0.196,2.185-0.418 c0.592-0.23,1.094-0.538,1.594-1.038c0.5-0.5,0.808-1.002,1.038-1.594c0.222-0.572,0.375-1.227,0.418-2.185 C20.99,14.751,21,14.444,21,12s-0.01-2.751-0.054-3.711c-0.044-0.958-0.196-1.612-0.418-2.185c-0.23-0.592-0.538-1.094-1.038-1.594 c-0.5-0.5-1.002-0.808-1.594-1.038c-0.572-0.222-1.227-0.375-2.185-0.418C14.751,3.01,14.444,3,12,3L12,3z M12,7.378 c-2.552,0-4.622,2.069-4.622,4.622S9.448,16.622,12,16.622s4.622-2.069,4.622-4.622S14.552,7.378,12,7.378z M12,15 c-1.657,0-3-1.343-3-3s1.343-3,3-3s3,1.343,3,3S13.657,15,12,15z M16.804,6.116c-0.596,0-1.08,0.484-1.08,1.08 s0.484,1.08,1.08,1.08c0.596,0,1.08-0.484,1.08-1.08S17.401,6.116,16.804,6.116z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Instagram</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-twitter has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://twitter.com/raulde" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M22.23,5.924c-0.736,0.326-1.527,0.547-2.357,0.646c0.847-0.508,1.498-1.312,1.804-2.27 c-0.793,0.47-1.671,0.812-2.606,0.996C18.324,4.498,17.257,4,16.077,4c-2.266,0-4.103,1.837-4.103,4.103 c0,0.322,0.036,0.635,0.106,0.935C8.67,8.867,5.647,7.234,3.623,4.751C3.27,5.357,3.067,6.062,3.067,6.814 c0,1.424,0.724,2.679,1.825,3.415c-0.673-0.021-1.305-0.206-1.859-0.513c0,0.017,0,0.034,0,0.052c0,1.988,1.414,3.647,3.292,4.023 c-0.344,0.094-0.707,0.144-1.081,0.144c-0.264,0-0.521-0.026-0.772-0.074c0.522,1.63,2.038,2.816,3.833,2.85 c-1.404,1.1-3.174,1.756-5.096,1.756c-0.331,0-0.658-0.019-0.979-0.057c1.816,1.164,3.973,1.843,6.29,1.843 c7.547,0,11.675-6.252,11.675-11.675c0-0.178-0.004-0.355-0.012-0.531C20.985,7.47,21.68,6.747,22.23,5.924z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">Twitter</span></a></li>

<li style="color:var(--ast-global-color-0)" class="wp-social-link wp-social-link-linkedin has-ast-global-color-0-color wp-block-social-link"><a href="https://www.linkedin.com/in/raulkrauthausen/" class="wp-block-social-link-anchor"><svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M19.7,3H4.3C3.582,3,3,3.582,3,4.3v15.4C3,20.418,3.582,21,4.3,21h15.4c0.718,0,1.3-0.582,1.3-1.3V4.3 C21,3.582,20.418,3,19.7,3z M8.339,18.338H5.667v-8.59h2.672V18.338z M7.004,8.574c-0.857,0-1.549-0.694-1.549-1.548 c0-0.855,0.691-1.548,1.549-1.548c0.854,0,1.547,0.694,1.547,1.548C8.551,7.881,7.858,8.574,7.004,8.574z M18.339,18.338h-2.669 v-4.177c0-0.996-0.017-2.278-1.387-2.278c-1.389,0-1.601,1.086-1.601,2.206v4.249h-2.667v-8.59h2.559v1.174h0.037 c0.356-0.675,1.227-1.387,2.526-1.387c2.703,0,3.203,1.779,3.203,4.092V18.338z"></path></svg><span class="wp-block-social-link-label">LinkedIn</span></a></li></ul>



<h2 id="h-so-kannst-du-meine-arbeit-unterstutzen" class="wp-block-heading">So kannst du meine Arbeit unterstützen!</h2>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://im-aufzug.de/unterstuetzen/">Unterstütz mich</a></div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Podcast ist eine Produktion von <a href="https://www.schonlein.media" class="ek-link">Schønlein Media</a>.<br>Produktion: Fabian Gieske, Judith Stiegler-Trost<br>Schnitt und Post-Produktion: Hanne Pasdzior<br><br>Coverart: Amadeus Fronk</p>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-anne-brorhilker/">Im Aufzug mit Anne Brorhilker</a> erschien zuerst auf <a href="https://im-aufzug.de">Im Aufzug</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-anne-brorhilker/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
